2463/2020
Projektsachstand Personalrisikomanagement
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Personalrisikomanagement Konzept
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© Thomas Wolf, www.foto-tw.de Personalrisikomanagement Einführung bei der Stadt Köln - Konzept Folie 111/ 110 Definitionen • Risiken: der Fortbestand gefährdender Entwicklungen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken (allgemeine Definition Unternehmensrisiko) • Personalrisiken: Risiken die sich durch das Verhalten, die Kompetenzen, die Motivation der Mitarbeitenden und die organisatorische Einbettung ergeben Folie 211/ 110 Folie 311/ 110 Risiko- identifizierung Risiko- beurteilung Risiko- steuerung Risiko- überwachung ziel: Unterstützung der gesamtstädtischen Strategie Risikoidentifizierung 4 Risikoarten bezogen auf die amtsspezifischen Schlüsselfunktionen Die gewählten Risiken stellen klassische und für die Stadt Köln als entscheidend erachtete Personalrisiken dar. Insbesondere das Engpass- und das Austrittsrisiko sind bei der Aufgabenerledigung der Schlüsselaufgaben zu berücksichtigen Einflussgrößen. Engpassrisiko Austrittrisiko Anpassungsrisiko Motivationsrisiko Personalrisiken Folie 411/ 110 Risikoidentifizierung Engpassrisiko bezeichnet die Gefahr, dass offene Stellen nicht planmäßig besetzt werden können Motivationsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass die Mitarbeiter ihre Leistungsfähigkeit nicht ausschöpfen Austrittsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Mitarbeiter, die im Unternehmen gehalten werden sollen, das Unternehmen verlassen Anpassungsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass sich die Mitarbeiter nicht ausreichend an technologische oder sonstige (auch unvorhergesehene) Entwicklungen anpassen können Folie 511/ 110 ziel: Unterstützung der gesamtstädtischen Strategie Risikobeurteilung Beurteilungskriterien mit Gewichtung der Risiken Folie 611/ 110 Kennzahlen Gewichtung Risiko- bewertung Risikobeurteilung durch Kennzahlen (Amt) Folie 711/ 110 Engpassrisiko: • Alterskohorten • Vakanzen (aktuell/Anzahl) • Vakanzen (aktuell/Beruf) • Krankheitsbedingte Fehlzeiten (Quote) Austrittsrisiko: • Austritte in 2 Jahren (Regelaustritte; Berufe; Anzahl) • Austritte in 2 Jahren (Führungskräfte) • Fluktuation pro Dienststelle im Jahr Risikobeurteilung durch Kennzahlen (Amt) Folie 811/ 110 Motivationsrisiko: • Anzahl der Anträge im Betrieblichen Vorschlagswesen (im Verhältnis zur MA-Zahl) • Anzahl Bewerbungen aus diesem Bereich Anpassungsrisiko: • Anzahl der Fortbildungen (im Verhältnis zur MA-Zahl) • Anzahl der Ausbildungsplätze bzw. der Ausbildungen (im Verhältnis zur MA-Zahl) Soll- und Ist-Werte festlegen/überlegen bzw. Zielwerte ermitteln Risikogewichtung Nicht alle Risiken sind für die Stadtverwaltung Köln gleich zu gewichten Folie 911/ 110 Vorschlag für Gewichtung: Engpassrisiko: 40 % Austrittsrisiko: 25 % Motivationsrisiko: 20 % Anpassungsrisiko: 15 % Darstellung der Kennzahlen und Gewichtung in einem Dashboard beispielhaft ziel: Unterstützung der gesamtstädtischen Strategie Risikosteuerung Maßnahmen und Instrumente ab hier dezentrale Verantwortung bei der Umsetzung Folie 1011/ 110 Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen bei der Entwicklung amtsspezifischer Maßnahmen Risikosteuerung ab hier dezentrale Verantwortung bei der Umsetzung Maßnahmen (beispielhaft): • Identifikation der Schlüsselpositionen durch die Kategorisierung der KEP • Kategorisierung der Aufgaben anhand der KEP • Aufgabenpriorisierung • Organisatorische Betrachtungen • Frühzeitige Nachbesetzung Warnsystem dezentral organisieren • LoB nutzen Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für die Bewältigung der Risiken durch 11 geordnet nach kurzfristig mittelfristig langfristig Umsetzung durch die Dienststellen! Folie 1111/ 110 ziel: Unterstützung der gesamtstädtischen Strategie Risikoüberwachung Reporting und Risikokontrolle Folie 1211/ 110 Risikobeurteilung MaßnahmenÜberwachung Reporting Risikoüberwachung Ebenfalls durch die Dienststellen durchzuführen Das Risikodashboard wird quartalsmäßig durch 11 zur Verfügung gestellt, dadurch können Veränderungen erkannt werden Qualitätsmanagement hinsichtlich der Wirksamkeit der Maßnahmen durch die Dienststellen durchzuführen Reporting innerhalb der Dienststelle Folie 1311/ 110
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/110 Vorlagen-Nummer 26.08.2020 2463/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 31.08.2020 Rechnungsprüfungsausschuss 08.09.2020 Projektsachstand Personalrisikomanagement Im Jahr 2017 wurde im Verwaltungsvorstand die Vakanzsituation in der Stadtverwaltung Köln und die damit verbundenen Risiken thematisiert. Das Büro der Oberbürgermeisterin erteilte den Auftrag diese Thematik weiter zu verfolgen und systematisiert anzugehen. In der Sitzung des Rechnungsprüfungs- ausschusses vom 27.11.2017 wurde das Thema aufgegriffen und von der Verwaltung zugesagt, ein Risikomanagementsystem, welches sich nicht nur ausschließlich mit der Vakanzsituation beschäftigt, zu konzipieren (siehe Vorlage-Nr. 3463/2017 in der Anlage). Aufgrund der Erfahrungen hinsichtlich der Interventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Steuerausfällen beim Steueramt wurde das Pro- jekt 2019 neu justiert, was dem AVR und Rechnungsprüfungsausschuss für die jeweils letzte Sitzung im Jahr 2019 mitgeteilt wurde (siehe Vorlagen-Nr. 3639/2017 in der Anlage). Die Verwaltung informiert mit der vorliegenden Mitteilung über den derzeitigen Stand des Projektes und über die nächsten Schritte. Das grundlegende Konzept (siehe beigefügte Präsentation in der Anlage) für ein städtisches Perso- nalrisikomanagement wurde erarbeitet. Dabei wurden die wichtigsten Handlungsschritte (Risikoidenti- fizierung, Risikobeurteilung, Risikosteuerung und die Risikoüberwachung) identifiziert. Das Personal- risikomanagement dient als Frühwarnsystem und gibt den Dienststellen möglichst frühzeitig Hinweise auf mögliche Risiken. Gez. Prof. Dr. Diemert i.V. für Dr. Keller 2 Die klassischen Personalrisiken (siehe Grafik) sind dabei anhand von Kennzahlen und deren Gewich- tung in den dienststellenspezifischen Kontext einzubetten und zu bewerten. Das Konzept sieht vor, dass die Risikobeurteilung anhand eines vom Personal- und Verwaltungsma- nagement entwickelten Dashboards, in dem Kennzahlen sowie deren Zielwerte und Gewichtung hin- terlegt sind, jeder Dienststelle zur Verfügung gestellt werden soll. Zum Beispiel sollen für das Aus- trittsrisiko die Kennzahlen Austritte in 2 Jahren (Regelaustritte; Berufe; Anzahl) Austritte in 2 Jahren (Führungskräfte als Schlüsselpositionen) Fluktuation pro Dienststelle im Jahr ausgewertet werden. Die Auswertungen werden den Dienststellen quartalsweise vom Personal- und Verwaltungsmanagement zur Verfügung gestellt. Anhand des Dashboards, einer übersichtlichen grafischen Darstellung der Kennzahlen, können die Dienststellen dann in eigener Verantwortung die Risiken identifizieren. Das Personal- und Verwal- tungsmanagement entwickelt zudem einen Handlungskatalog mit Vorschlägen für Maßnahmen wel- che je nach Risiko kurz-, mittel- oder langfristige Reaktionen ermöglichen sollen. Die Dienststelle ent- scheiden jeweils eigenverantwortlich welche Maßnahme sie im Weiteren ergreifen. Das Konzept, die Wirksamkeit der Kennzahlen und die praktische Anwendbarkeit werden im Projekt zunächst in Pilotämtern erprobt. Das Konzept wird mit den Erkenntnissen aus der Erprobung überar- beitet und dann erfolgt ein Ausrollen auf die gesamte Stadtverwaltung. Im weiteren Verlauf wird das Personalrisikomanagementsystem laufend im Rahmen des gesamtstäd- tischen Personalcontrollings qualitätsgesichert und ggf. angepasst. Der Sachstand im Projekt sieht wie folgt aus: Das grundlegende Konzept ist entwickelt. Die Kennzahlen sind identifiziert. Das Kennzahlen-Dashboard wird entwickelt. Eine Arbeitsgruppe innerhalb des Personal- und Verwaltungsmanagements stellt die Hand- lungsmöglichkeiten in einem Katalog zusammen. Pilotämter werden kurzfristig identifiziert. Die weiteren Schritte bis zum 1. Quartal 2021 sehen die Fertigstellung des Handlungskataloges sowie des Kennzahlen-Dashboards vor. Sobald dies erfolgt ist startet die Pilotierung in den Pilotämtern. Im 4. Quartal 2021 sollen die Erfahrungen aus der Pilotierung in das Konzept eingearbeitet werden, so dass ein Ausrollen auf die Stadtverwaltung ab dem 1. Quartal 2022 erfolgen kann.
3639_2019_Mitteilung_Ausschuss Personalrisikomanagement
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/11/113/3 Vorlagen-Nummer 21.11.2019 3639/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 02.12.2019 Rechnungsprüfungsausschuss 10.12.2019 Sachstandsmitteilung zum Personalrisikomanagement Die Verwaltung informiert den Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe /Internationales und den Rechnungsprüfungsausschuss über die Entwicklung des Projektes zur Ein- führung eines Personalrisikomanagements. Das Personal- und Verwaltungsmanagement wird die Einführung eines systematischen und damit dauerhaften Personalrisikomanagements neu justieren, da die Erfahrungen mit den in den Jahren 2018/2019 ergriffenen Interventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Steuerausfällen beim Steuer- amt in das Projekt einfließen sollen. Die 2019 getroffenen Maßnahmen zu einer zielgruppenspezifi- schen Personalgewinnung im Rahmen der Einrichtung des Bewerbercenters haben zudem eine in- haltliche Anpassung der bisherigen Konzeptionierung eines Personalrisikomanagements erforderlich gemacht. Ziel des Risikomanagements im Hinblick auf Personal bleibt es, Risiken einzuschätzen und besten- falls zu vermeiden, um die Handlungsfähigkeit und die Erfüllung der städtischen Aufgaben aufrecht zu erhalten. Das Modell soll den Dienststellen dazu dienen, im Rahmen ihrer Eigenverantwortung die Aufgabenerledigung sicherzustellen. Dabei soll mit zielgerichteten Maßnahmen frühzeitig gegenge- steuert werden, wenn bspw. aufgrund absehbarer Vakanzen und Personalausfälle die Erledigung prioritärer Aufgaben bedroht ist. Aufgabenzuwachs verbunden mit Personalgewinnungsproblemen und hoher Krankenquote können zu Risiken in der Zielerreichung beitragen. Vorgesehen ist in einem Pilotbereich ein systematisches Personalrisikomanagement aufzubauen und zu erproben, bevor es nach positivem Projektabschluss sukzessive auf die gesamte Stadtverwaltung übertragen wird. Dabei sollen die Risiken dauerhaft erfasst, hinsichtlich ihrer Priorität bewertet, Inter- ventionsmaßnahmen benannt und im Ergebnis ein Frühwarnsystem für die betroffenen Dienststellen installiert werden. Unabhängig vom Stand des Projektes werden die im Prozess gewonnenen Erfah- rungen flexibel auf zwischenzeitlich ggf. eintretende Risikoszenarien in anderen Bereichen einge- bracht. Projektstart: 1. Quartal 2020 Meilensteine: 1. Konzeption (bis Ende 1. Quartal 2021) a. Auswertung der Erfahrungen des Steueramtes b. Ressourcenplanung (Konzeptionierung ggf. unter Beteiligung externer Experten) c. Pilotbereich festlegen 2 d. Definition und Operationalisierung von allgemeingültigen Risiko-Stufen anhand der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere der negativen Folgen e. Festlegung von Kennzahlen (insb. Vakanzen und Personalgewinnung) f. Mögliche Instrumente für Interventionen entwickeln und in einem Katalog fixieren (Werkzeugkasten) g. Prozess, Schnittstellen, Dokumentation und Handlungsleitfaden entwickeln h. Technische Umsetzung, Erhebung, Auswertung und Berichtswesen planen Die ausgewiesene Dauer von einem Jahr berücksichtigt, dass die zum Teil erst zeitversetzt zu erwar- tenden Erfolge der Maßnahmen zur konkreten Risikoprävention bei der Erstellung des Risikobuches einfließen sollen. 2. Umsetzung (bis Ende 4. Quartal 2021) a. Abfrage der vorab definierten Kennzahlen b. Identifikation der Risiken c. Erstellung eines Risikobuches für unterschiedliche Ebenen Sinn und Zweck des Risikobuches ist es, den Dienststellen ein Instrument an die Hand zu geben, um ihrer dezentralen Eigenverantwortung zur Bewältigung der Aufgaben und zur Steuerung der Risiken gerecht zu werden. d. IT-Unterstützung implementieren 3. Controlling (bis Ende 3. Quartal 2022) a. Risiken der Dienststellen auswerten b. Monitoring der Interventionsmaßnahmen der Dienststellen c. Frühwarnsystem weiterentwickeln 4. Evaluation (bis Ende 4. Quartal 2022) Erfolgskontrolle durchführen Projektende: 31.12.2022 Die Verwaltung wird dem Ausschuss für Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/ Interna- tionales und dem Rechnungsprüfungsausschuss jährlich über den Projektstand berichten. Weitere Maßnahmen zur konkreten Risikoprävention Neben dem Aufbau eines systematischen Personalrisikomanagements wird die Verwaltung weiterhin die konkrete Risikoprävention forcieren und hat Maßnahmen zur Vorbeugung eines erhöhten Risikos erarbeitet. Neben den in der Vorlage 2970/2018 aufgeführten Maßnahmen sollen hier nur beispielhaft zusätzliche Maßnahmen genannt werden, die seit Anfang 2019 angestoßen worden sind und deren Umsetzung 2020 ansteht: Die Verwaltung wird zusammen mit den Interessenvertretungen die vorhandenen Regelungen und Maßnahmen zum Konfliktmanagement überarbeiten. Konflikte zwischen Beschäftigten und zwischen Beschäftigten und Führungskräften sollen zeitnah aufgearbeitet werden, bevor diese zu Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten und der Aufgabenerledi- gung führen. Im Rahmen der Prävention von Beschäftigten vor Korruptionsrisiken hat die Verwaltung die Richtlinie zur Rotation von Personal auf korruptionsgefährdeten Stellen überarbeitet und wird im nächsten Schritt eine Abfrage der Dienststellen zur Korruptionsgefährdung starten. Dem Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales wurde in 3 seiner Sitzung am 28.10.2019 unter TOP 4.4 der Sachstand zur Einrichtung des Bewerber- centers berichtet. Bereits jetzt werden vielfältige Maßnahmen zur zielgruppenspezifischen Personalgewinnung genutzt und fortlaufend ausgebaut. Gez. Dr. Keller
3463_2017_Mitteilung_Ausschuss Personalrisikomanagement
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/11/111/2 Vorlagen-Nummer 15.11.2017 3463/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Rechnungsprüfungsausschuss 23.11.2017 Personalrisikomanagement Ausgangslage Systematische, zielorientierte Steuerung ist eines der Kölner Reformziele. Dazu braucht es unter an- derem ein Management für die laufende Analyse und Bewertung von Risiken etwa für den Personal- bereich. Exemplarisch hierfür hat die Verwaltung im Auftrag des Stadtvorstandes eine erste Grundla- ge anhand einer stichtagsbezogenen Vakanzensituation vorgenommen. Der Rechnungsprüfungsaus- schuss hat die Verwaltung in seiner Sitzung vom 27.10.2016 um eine Information zu dieser Prüfung gebeten. Eine Risikoanalyse anhand einer stichtagsbezogenen Vakanzenabfrage ist eine nicht repräsentative Momentaufnahme. Sie ersetzt weder ein notwendiges konzeptionelles Fundament nach aktuellem wissenschaftlichem Stand noch eine darauf aufsetzende fundierte Risikobetrachtung. Bisherige Arbeitsergebnisse Die Verwaltung ist bei der Umsetzung des Stadtvorstandsbeschlusses in zwei Schritten vorgegangen: In einem ersten Schritt wurden die Anzahl der Vakanzen und deren Risikoeinschätzung abgefragt. In einem zweiten Schritt arbeitete eine Arbeitsgruppe die Ergebnisse auf. Als Zusammenfassung kann festgehalten werden: - Im ersten Schritt haben die Dienststellen seinerzeit vakante Stellen gemeldet und davon einen Teil der höchsten Risikokategorie zugeordnet, jedoch ohne nähere Priorisierung. - Im zweiten Schritt reduzierte sich die Anzahl der Stellenvakanzen mit höchster Risikoeinstufung. 2 Diagramm 1: Häufung von Vakanzen mit höchster Risikoeinschätzung nach Aufgabensparten - - Diagramm 2: Häufung der Stellenvakanzen mit höchster Risikoeinschätzung nach Berufssparten - Es ist ständige Praxis, das die zentrale Personalverwaltung die Dienststellen bei Stellenvakanzen mit besonders hohem Risikopotential zusätzlich unterstützt, z. B. durch Vermittlung von Ersteinsatz- kräften oder rotationsinteressierten Beschäftigten. Personalrisikomanagement Die mit Vakanzen einher gehenden Risiken sind zwar konkret, aber lediglich temporär und damit je- derzeit veränderlich. So könnte eine erneute Vakanzenbetrachtung heute zu völlig anderen Ergebnis- sen führen. Die stichtagsbezogene Risikoanalyse von Vakanzen hat die Verwaltung sensibilisiert, ein Personalri- sikomanagement eingehend und systematisch zu entwickeln. Ein Personalrisikomanagement muss insbesondere dauerhaft anhand abstrakter Risikosektoren, - szenarien konkrete Risiken bewertbar machen und präventive Maßnahmen schaffen, damit konkrete Gefahren gar nicht erst entstehen. Zugleich werden Interventionsmaßnahmen vorzuhalten sein, um bei dennoch eingetretenem Risiko handlungsfähig zu bleiben („System Feuerwehr“). Weil sich bei aller Vorsorge Risiken dynamisch entwickeln können, muss das Risikomanagement mittels eines „Frühwarnsystems“ flexibel ausgelegt sein. 3 Zwei Risikosektoren kennt das Personalrisikomanagement: Organisationsrisiken und Personalrisiken. Beide Risikosektoren gehen in der Praxis Hand in Hand, so dass auch deren Wechselwirkungen ein- zubeziehen sind. Risikoszenarien sind unter anderem: A. Risikoquellen (Durch wen oder was entsteht das Risiko?) B. Gegenstand von Risiko (Wen oder was trifft das Risiko?) C. Risikoursachen (Wodurch entstehen diese Risiken?) D. Risikofolgen (Welche möglichen Konsequenzen haben die Risiken?) Ein hundertprozentiger Vollschutz vor allen erdenklichen Personalrisiken ist zwar wünschenswert, aber nicht realistisch. Insofern muss eine gestufte Bewertung von Risiken anhand der möglichen Risi- kofolgen vorgenommen werden. Dies hilft bei der - Aufwandsplanung für das Personalrisikomanagement - Beurteilung mehrerer, aufeinander treffenden Risiken - Intervention infolge eingetretener Risiken Weiteres Vorgehen Die bisherigen Arbeitsergebnisse sind eine Grundlage für ein Personalrisikomanagement. Darauf aufsetzend hat die Verwaltung eine Projektgruppe gebildet, welche ein Konzept für ein Personalrisi- komanagement für die Stadtverwaltung Köln entwickeln und eine fundierte Risikoanalyse vornehmen wird. Die Verwaltung strebt ferner eine wissenschaftliche Begleitung der Projektgruppe an. Die Verwaltung wird dem Rechnungsprüfungsausschuss über den Projektfortgang kontinuierlich be- richten. Gez. Dr. Keller
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2463/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 26.08.2020
- Erstellt
- 11.08.2020 14:15