4088/2018
Köln gewinnt bei Bundeswettbewerb "Kimaaktive Kommune 2018"
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/V/7 Vorlagen-Nummer 19.12.2018 4088/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Umwelt und Grün 31.01.2019 Köln gewinnt bei Bundeswettbewerb "Kimaaktive Kommune 2018" Der Wettbewerb Seit 2009 loben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Deutsche Institut für Urbanistik jährlich den Wettbewerb "Klimaaktive Kommune" aus (bis 2015 Wett- bewerb „Kommunaler Klimaschutz"). Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Gefragt sind erfolgreich realisierte und wirkungsvolle Aktivitäten, zum Beispiel klimagerechtes Bauen und Sanieren, urbanes Grün, klima- freundliche Mobilität, Suffizienz oder überregionales Klimaengagement. Teilnahmeberechtigt sind Städte, Gemeinden und Landkreise sowie Regionen. Im Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“ wurden insgesamt 81 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Köln hat sich mit dem Projekt „Überflutungsvorsorge als Aufgabe der Stadtgemeinschaft“ in der Kategorie „Klimaanpassung in der Kommune“ beworben. In dieser Ka- tegorie gab es elf Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden. Die Auszeichnung wurde für das öffentliche Starkregenmanagement vergeben, bei dem die Informa- tion und Beteiligung der Öffentlichkeit einen Schwerpunkt bildet. Gemeinsam gegen Schäden durch Starkregen vorsorgen Köln hat das Thema Überflutungsvorsorge im Zusammenhang mit Starkregen als kommunale Ge- meinschaftsaufgabe ausgemacht, bei der sowohl der öffentliche als auch der private Sektor zusam- menarbeiten müssen. Bereits zwischen 2011 und 2013 hat sich die Stadt im Rahmen des For- schungsprojekts „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ mit extremen Wetterlagen und der Anpas- sung an die Folgen des Klimawandels beschäftigt. Unter anderem im Juli 2017 war Köln von einem Starkregenereignis betroffen, bei dem es zu Schäden durch Überflutungen im Stadtgebiet kam. Das Starkregenmanagement orientiert sich eng an den Kölner Erfahrungen mit dem Rheinhochwasser. Vorhandene Schadens- und Gefährdungspotenziale werden bewertet, Risikobereiche identifiziert und Maßnahmen zur Vorsorge benannt. Ein Katalog mit mehr als 90 Maßnahmen dient nun als Leitlinie für die Starkregenvorsorge und wird ständig fortgeschrieben. Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich der Stadt vor allem im Neubau und auf öffentlichen Flächen. 2017 haben Stadtverwaltung und Stadtentwässerungsbetriebe (StEB Köln) da- her gemeinsam einen Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumgestaltung in Köln erar- beitet, der auf einem Leitfaden der Stadt Bremen fußt. Hier zeigt sich, dass auch eine Vernetzung verschiedener Kommunen zielführend ist. Die Erstellung im interdisziplinären Team in Köln sensibili- sierte viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Starkregen – quer durch die Fachbereiche der Stadt. Ein gutes Beispiel für die aktive Umsetzung von Überflutungsvorsorge im öffentlichen 2 Raum ist die Umgestaltung des Eiler Schützenplatzes zu einer multifunktionalen Fläche. Die Grünflä- che soll zukünftig einerseits ein attraktiver Aufenthaltsort für die Menschen vor Ort sein und anderer- seits bei Starkregen größere Wassermassen speichern, damit diese keine Schäden an der umliegen- den Bebauung verursachen. Bürgerinnen und Bürger informieren und unterstützen Die Überflutungsvorsorge auf bereits bebauten Flächen liegt meist in privater Hand. Doch nur wer die Gefahr kennt, kann das Risiko minimieren. Zur Information der Kölner Bevölkerung haben die StEB Köln im Frühjahr 2017 eine Starkregengefahrenkarte veröffentlicht – online frei zugänglich und mit verständlichen Erläuterungen verknüpft. Damit steht ein Werkzeug für die Einschätzung der Gefähr- dung des eigenen Grundstücks bereit. Die Karte dient der Stadtplanung außerdem als Entschei- dungshilfe bei der überflutungsgerechten Entwicklung des Stadtgebiets. Eine Broschüre „Wassersen- sibel Planen und Bauen in Köln“ liefert Haus- und Wohnungseigentümerschaften sowie Mieterinnen und Mietern außerdem konkrete Vorschläge für den Schutz gegen oberirdische Überflutung, Kanal- rückstau und Sickerwasser – sowohl für den Bestand als auch den Neubau. Der Gewinn des Wettbewerbs ist mit einem Preisgeld von 25.000 Euro verbunden. Entsprechend der Vorgabe des Wettbewerbs wird das Preisgeld wieder in folgendes Klimaschutz- und/ oder Klimaan- passungsprojekt investiert: Unterstützung der Bevölkerung bei der Planung eigener Objektschutzmaßnahmen durch Bereitstel- lung einer web-basierten Auswertungsmöglichkeit, die den Nutzern automatisch konkrete Maßnah- men für Gebäude vorschlägt. Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4088/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.12.2018
- Erstellt
- 06.12.2018 11:57