Mandari Insight

0880/2023

Projekt „sichtbar machen. Kommunikation im und über den Holocaust", hier: Projektabschlussbericht

Mitteilung Ausschuss 13.03.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 02.05.2023, TOP 8.2

Anlage 1 - Abschlussbericht Projekt sichbar machen

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Anlage 5 Presseartikel November 2022

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 3 Plakat zum Projekt

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Anlage 6 Presseartikel 1 Dezember 2022

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Anlage 7 Presseartikel 2 Dezember 2022

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Anlage 4 Presseartikel Juni 2022

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Anlage 2 Einladung Projektion im Stadtraum

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Anlage 1 - Abschlussbericht Projekt sichbar machen

10154 Zeichen

Abschlussbericht „sichtbar machen. Kommunikation im und über den 
Holocaust“ 
 
Projektinfos: 
Projekttitel: „sichtbar machen. Kommunikation im und über den Holocaust“ 
Website: www.sichtbar-machen.online (Launch 7. Dezember 2022) 
Projektlaufzeit: 01. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2022 
Projektziel: Schaffung einer multimedialen Website mit innovativen VR-Räumen 
zum jüdischen Leben in Köln zwischen 1933 – 1945 inklusive begleitenden 
Großprojektionen im Stadtraum 
Projektträger: Museumsdienst Köln (MD) in Kooperation mit dem NS-
Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK) 
Gefördert im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht durch die Stiftung 
Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und das Bundesministerium der 
Finanzen (BMF) 
Förderrahmen: 497.600 Euro 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Projekt „sichtbar machen. Kommunikation im und über den Holocaust“ wurde 
von Oktober 2021 bis Dezember 2022 durch die Stiftung EVZ und das BMF im 
Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert. In Kooperation von MD und NS-
DOK entstand bis Ende 2022 eine innovative Website zum jüdischen Leben in Köln 
zwischen 1933 und 1945. In modern gestalteten 3D-Räumen können die 
Besucher*innen die Innensicht der jüdischen Menschen damals auf ihre Situation 
und den jeweiligen Moment der Verfolgung erkunden, multiperspektivische 
Sichtweisen überlebender Kölner Zeitzeu*innen vergleichen, auf eine fundierte und in 
diesem Umfang einzigartige historische Informationsebene zur Erläuterung 
zurückgreifen, mehr über das Thema Emigration aus einer sehr persönlichen Sicht 
erfahren sowie die erinnerungskulturelle Wahrnehmung des Projektes selbst und 
dessen Verknüpfung mit dem Stadtraum durch die Dokumentation der drei 
Großprojektionen im Projektverlauf erleben. 
Die Kölner Familie Schönenberg 
(hier im November 1933)  steht 
exemplarisch im Zentrum der 
Darstellungen. 
(Max Schönenberg und Emma 
Kaufmann (sitzend), Leopold und 
Erna Schönenberg sowie Julius 
Kaufmann (stehend v.l.n.r.)) 
Abb.: NS-DOK

Die Familie Schönenberg 
Exemplarisch im Zentrum  
steht die jüdische Kölner  
Familie Schönenberg. 
Auf der Grundlage ihrer in  
dieser Dichte und der zeit- 
lichen Breite nahezu einzig- 
artigen Überlieferung von  
Selbstzeugnissen wird eine  
völlig neue Perspektive auf  
die Innensichten, auf die  
Kommunikations- und Lebens- 
räume der jüdischen Menschen  
damals geworfen.  
Die Briefe, Tagebücher und Dokumente offenbaren die Wahrnehmung des jeweiligen 
Moments der Verfolgung und der Ausgrenzung durch die Betroffenen selbst und 
ermöglichen so ein modernes historisches Lernen und ein völlig neuartiges 
Verständnis der Prozesse und Mechanismen der schrittweisen Ausgrenzung und 
Vernichtung des jüdischen Lebens in Köln, in Deutschland und Europa. 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
die Deportation und der Tod des Arztes Max Schönenberg in Theresienstadt – bis hin 
zum letzten Brief von Erna Schönenberg kurz vor der weiteren Deportation und 
Ermordung in Auschwitz: 
Alles ist durch die Briefe und Aufzeichnungen dokumentiert und wurde auf der 
Website in 3D-Räumen multimedial erfahrbar gemacht – als rekonstruierte Lebens- 
und Wohnverhältnisse visualisiert sowie als Text und gelesen auch auditiv 
präsentiert. Die gezeichneten Figuren im Graphik-Novel-Stil zeigen die Menschen im 
jeweiligen Moment des Schreibens, in einem Setting, in dem die Briefe hätten 
geschrieben sein können. 
 
 
 
 
 
Visualisierung der Familiengeschichte auf der Website 
www.sichtbar-machen.online  
Screenshot: Lukaßen 
 
Visualisierung der Familiengeschichte auf der Website 
www.sichtbar-machen.online  
Screenshot: Lukaßen 
 
Die 3D-Rekonstruktion der immer  
engeren und bedrückenderen Wohn- 
und Lebenssituation von der gut- 
bürgerlichen Wohnung zum Gettohaus 
in der Nähe des Stadtgartens – die 
Verhaftung und Emigration des Onkels 
Julius infolge des Novemberpogroms 
1938, die Emigration des Sohnes 
Leopold  nach Palästina, schließlich die  
Internierung des Ehepaares 
Schönenberg im Lager Müngersdorf,

Emigration nach Palästina 
Der im Projektverlauf durch Kontakte zu Nachfahren in Israel und der Schweiz 
zutage getragene umfangreiche Fotobestand aus der Emigration von Leopold 
Schönenberg wird in einem weiteren 3D-Raum präsentiert. Die Fotos dokumentierten 
das zunächst unbeschwerte Leben in Köln, aber auch die einsetzenden 
Vorbereitungen auf die Auswanderung in Anbetracht der zunehmenden Ausgrenzung 
und Verfolgung. Detailliert und sehr akribisch fotografierte Leopold ebenso den 
Aufbau eines neuen Lebens im Kibbuz in Palästina. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Begleiter und Katalog: Die Informationsebene 
Sowohl die Visualisierung der Familiengeschichte Schönenberg als auch die 
Präsentation der Fotos aus der Emigration werden begleitet und erläutert durch eine 
umfangreiche Informationsebene. Im „Begleiter“ und dem „Katalog“ werden 
detaillierte historische Informationen präsentiert – zielgenau verknüpft mit der jeweils 
betrachteten Szene, aber auch in toto bieten die Erläuterungen alles zum 
Verständnis und historischen Einordnung der exemplarischen Lebensgeschichten, 
aber auch weit mehr: Weitere Quellen und Fotos, Vergleiche mit anderen Städten 
und Regionen, nationale und internationale Bezüge weisen weit über den lokalen 
und exemplarischen Kontext hinaus. 
 
Zeítzeug*innen erzählen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Thema Emigration findet sich auf der Website sowohl in künstlerisch illustrierter Form auf der 
Grundlage von Selbstzeugnissen als auch ín Form einer Ausstellung der Fotoüberlieferung 
Multiperspektivische Sichtweisen der Über-
lebenden finden sich im Raum „Zeit-
zeug*innen erzählen“: Verschiedene 
Zugänge zu den Video-Interviews als 
jüdisch verfolgter Kölner*innen bieten die 
Möglichkeit, die jeweilige 
Lebensgeschichte als Ganzes 
kennenzulernen, aber auch bestimmte 
Situationen oder Fragen zu allgemeinen 
Themen vergleichend gegenüber zu 
stellen. 
Zeitzeug*innen erzählen – Ansicht des Raumes 
auf www.sichtbar-machen.online

Erinnern im Stadtraum 
In Form von Großprojektionen im Stadtraum fanden sich die Inhalte des Portals im 
Projektverlauf auch im Stadtraum – an den Orten, an denen sich die Geschichte und 
Geschichten damals ereigneten, an den Orten der Ausgrenzung, Verfolgung und 
Verzweiflung mitten in der Stadt, unter den Augen der Mehrheitsgesellschaft. Diese 
Präsentationen der digitalen Visualisierungen, von historischen Fotos, gesprochenen 
Selbstzeugnissen, Zeitzeugen-Interviews, aber auch gezeichneten und illustrierten 
historischen Situationen verbanden das Digitale der Website mit dem Analogen im 
Stadtraum und stießen auf sehr große Resonanz: Jeweils bis zu 300 Besucher*innen 
kamen zu den drei Projektionen. Zur ersten Projektion am 15. Juni 2022 durften wir 
Bürgermeister Dr. Ralph Elster und die EVZ-Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea 
Despot begrüßen. Am 9. November besuchten der Vorstand der jüdischen Gemeinde 
Köln mit seinem Gast, der Vize-Präsidentin des EU-Parlaments Katarina Barley, die 
Projektion.  
 
Die Projektionen   
 15. Juni 2022 an der Hausfassade am ehemaligen Wohnort der Familie 
Schönenberg und späteren Gettohaus, Ecke Venloer Straße 23/ 
Bismarckstraße, am Jahrestag der Deportation von Max und Erna 
Schönenberg in das Getto Theresienstadt am 15. Juni 1942 
 09. November 2022 am ehemaligen Standort der 1938 zerstörten Synagoge 
Glockengasse am Jahrestag des Novemberpogroms 
 07. Dezember 2022 an den historischen Messehallen (Rheinhallen)/ Bahnhof 
Messe/ Deutz (tief) als Ausgangspunkt der Deportationen aus Köln am 
Jahrestag der Deportation in das Getto Riga 1941 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fassadenprojektion 15. Juni 
2022 am ehemaligen 
Wohnort der Familie 
Schönenberg, Venloer 
Straße 23/ Ecke 
Bismarckstraße 
Foto: Gregor Kaluza

Fassadenprojektion am 9. 
November 2022 am 
ehemaligen Standort der 
1938 zerstörten Synagoge 
Glockengasse 
Foto: Dirk Lukaßen 
Rheinhallen, 7. Dezember 2022 am 
Jahrestag der Deportation nach Riga 1941: 
Die Szenische Projektion kombinierte Sound, 
Lesungen und Aktionen von 
Schauspieler*innen mit Projektionen 
Foto: Gregor Kaluza

Das Team 
Der Museumsdienst realisierte das Projekt in Kooperation mit dem NS-DOK und 
einem Team aus erfahrenen Historiker*innen, Programmierer*innen, 3D- und 
Character-Designern, Künstler*innen, Fotografen und Kamerateams sowie Musik-
Produzent*innen und einer Vielzahl an Sprecher*innen. Alle Mitwirkenden 
entnehmen Sie bitte den Angaben in den jeweiligen Räumen der Website. 
Stellvertretend ist hier das Kernteam aus den jeweiligen Bereichen genannt: 
Ralf Dank/ Christine Bolz: Technische Leitung, Programmierung, Layout 
Ina Hagenau/ Mischa Ruhr: Leitung Audioproduktion 
Karsten Huth: 3D-Visualisierungen 
Kane Kampmann: Künstlerische Leitung Projektionen und Illustrationen 
Dr. Dirk Lukaßen: Projektleitung 
Dr. Martin Rüther: Inhaltliche Leitung, Redaktion, Recherche 
 
 
7. Dezember 2022 an den 
Rheinhallen mit Blick auf den 
Bahnhof Messe/ Deutz (tief) 
anlässlich des Jahrestages 
der Deportation nach Riga 
1941 
Foto: Gregor Kaluza

Weiterführende Informationen 
 Video-Dokumentationen der drei Großprojektionen wie sämtliche anderen 
Ergebnisse auf der Website www.sichtbar-machen.online  
 Beiträge über das Projekt in „museenkoeln. Das Magazin“: 
o Martin Rüther: ‚Unsere liebe Gertrud‘ – Ein Beispiel zivilen Ungehorsams, Heft 01/22, 
S: 26 ff.: 
http://www.museenkoeln.de/Downloads/home/0754_0300_DasMagazin_01_2022_W
EBRZ_bf.pdf  
o Dirk Lukaßen: Köln, Venloer Straße 23. Die Geschichte eines Hauses und seiner 
Bewohner*innen, Heft 02/22, S. 16 ff.: 
https://museenkoeln.de/downloads/home/0754_0305_DasMagazin_2_2022_WEBRZ
_bf.pdf  
 „sichtbar machen: Die letzten Briefe“ – Beitrag „Bild der Woche“ auf 
museen.koeln infolge der szenischen Projektion am 7. Dezember 2022 in 
Köln-Deutz, https://museenkoeln.de/portal/bild-der-woche.aspx?bdw=2022_50  
 Presseartikel (Auswahl) 
o Kölnische Rundschau, 16. Juni 2022 
o Kölner Stadtanzeiger, 7. November 2022 
o Kölnische Rundschau, 7. Dezember 2022 
o Kölner Stadtanzeiger, 8. Dezember 2022 
 Einladungskarten Projektionen 
o 15. Juni 2022 
o 09. November 2022 
o 7. Dezember 2022

Anlage 5 Presseartikel November 2022

351 Zeichen

en RI MIT AUBaINNHEeN Tern bleiben Seite 23

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Pl} ..

Z er } Das Köln-Wetter Wechselnd bis stark

Br f bewölkt bei 15 Grad Höchsttemperatur

Synagoge an der Glockengasse wird wieder sichtbar

Die Künstlerin Kane Kampmann wirdam Mittwochmit Synagoge an der Glockengasse, die dabei zerstört wur- gegenüber dem heutigen Gesch aus. Das Foto

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Mitteilung Ausschuss

1799 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4522 
 
Vorlagen-Nummer 13.03.2023
 0880/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 14.03.2023 
 
Projekt „sichtbar machen. Kommunikation im und über den Holocaust" 
hier: Projektabschlussbericht 
Im Sommer 2021 wurden der Museumsdienst Köln und das NS-Dokumentationszentrum (NS-
DOK) der Stadt Köln ermutigt, einen Antrag zur Etablierung von digitalen Bildungsräumen bei 
der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft EVZ (Berlin) zu stellen. Aufgrund der engen 
Anbindung an die museumspädagogische Referentenstelle hat der Museumsdienst in Ab-
sprache mit dem NS-DOK verantwortlich die Antragstellung übernommen und konnte 497.600 
€ einwerben. Die Förderung durch die Stiftung erfolgte im Rahmen der „Bildungsagenda NS-
Unrecht“ des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) im Förderschwerpunkt „Digitale (Lern-
)Räume“. Das Projekt konnte am 01.10.2021 starten und wurde am 31.12.2022 beendet.  
 
Ziel des von der Stiftung EVZ und dem BMF geförderten Projektes von Museumsdienst und 
NS-DOK war, Verschwundenes sichtbar zu machen, Einblicke in vernichtete Gedankenwelten 
zu geben und zerstörte Kommunikationsräume zu rekonstruieren. 
 
Im Nachgang zur Mitteilung 0458/2022, in der dem Ausschuss Kunst und Kultur über die er-
folgreiche Mitteleinwerbung berichtet wurde, und dem Zwischenbericht, der dem Ausschuss 
mit Mitteilung 1754/2022 zur Kenntnis gegeben wurde, informieren NS-DOK und Museums-
dienst den Ausschuss nun über den erfolgreichen Projektabschluss. 
 
Anlagen 
1 – Abschlussbericht des Projektes 
2 – Einladung zur Projektion im Stadtraum 
3 – Plakat zum Projekt 
4 – Presseartikel Juni 2022 
5 – Presseartikel November 2022 
6 – Presseartikel 1 Dezember 2022 
7 – Presseartikel 2 Dezember 2022 
 
 
Gez. Charles

Anlage 3 Plakat zum Projekt

834 Zeichen

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SICHTBAR MACHEN: )

KOMMUNIKATION IM f
UND ÜBER DEN HOLOCAUST

Be > a Son

kaboen Sig

Szenische Projektion am Jahrestag der Deportation nach Riga 1941
7. DEZEMBER 2022, 20:00 UHR
Rheinhallen, Charles-de-Gaulle-Platz 1

Künstlerische Leitung / Konzept: Kane Kampmann, Brian Michaels
Audio: Mischa Ruhr, Motion Grafik: Anna Gold, Technische Leitung: Dietrich Körner

07. Dezember 1941 $07. Dezember 2022

Projektträger: Museum: Kooperation mit dem NS-Dokumentati Stadt Ko wi isngsage et Weitere Informationen unter:
von der Stiftung Erinnerung. Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesmit inanzı ) gefördert. http3/sichtbar-machen.online

Wir machen Programm NSDOK ea i u" = E

Museumsdienst Köln 5 won 39 Stadt Köln

www.nsdok.de |www.museen.koeln |www.museumsdienst.koeln | www.stiftung-evz.de
Grafik: meancharacters, Köln

Anlage 6 Presseartikel 1 Dezember 2022

2724 Zeichen

MITTWOCH, 7. DEZEMBER 2022

Einblicke in Kölns dunkelste Zeit |

Neue Internetseite - Kunstprojekt erinnert heute Abendan Deportation im Jahr 1941

VORMNCHAEL FUCHS,

‚Am 1, Februar 1937, es Br ein
Sonmag, sitzt der Kölner Medi‘
ziner Max Schösenberg In sei
mein Arzzzimmer an der Verdoer
Suaße 235. Er best dem Ab-
chiedshriet, den er und seine
Frau Erna an Ihren 16-jührigen
Sohn Leogokl geschrieben ha-
ben, deram 18. Januar von Köln
‚nach Palhetins waigeteocheniist.

In wenigen Tagen wirst Du
Dein Eernhaus verlassem Du
gehst frchen Kerze, vor Dir
Bert die Zukunft“, heiße ws doet.
Und weiter: „Wir lassen Dich
acht keichten Herzens ziehen.
‚Aber es muss sein. Deutschland,
Dein Geburtsland, as vielen
Deiner Vorfahren Heimat guwe-
‚sen ist, erkennt uns nicht sucht
als eine Südne an“

"Auch wenn es noch. einige
Iahre.dusern wird, bis das Grau»
em von Depsetaticn und Ver-
h die dische
Bevölkerung Kölns im seiner

Wir wollen den

die heute ab 20 Uhan den ahen Messehallen in Deutz geteit wird. Zu sehen ist dar Kölner Oscar
Hoffmann, der am 20. Jul 1342 nach Minsk depseniert kurz nach der Ankunft ermordet wurde. Foto: Dirk LukaßersMduseumecienst
Er

Momenten aus ‚Eine Szene aus car neuen Inhernuitseine, he dia Geschichte der jd- Ander Venioer Straße 23, einst Wohnort der Schöranberas, wurde am
‚Farmile Schönankerg nachusichnet. Forst Museumsdioret Köln 15.Junt de erste Großprogekton gezeigt. Foto: Costa Baihasakis

” Schatz, der inden letzten 4DJahr-
ren im Haus angehäuft wurde,
für die Ofenxlichkeit besser zu-
- Kommen u gingbch machen“, betont NS-

katiın im und über den Halo he A z 7 Dok-Leiter Henning Borgprüfe.
aust”, dasder Kölner Museums» — „Sichtber machen - Kommuni- a F- Teil des Projekts sind auch
‚dieres in Koogerätion mit dem L drel Großprojektionen der
NS-Dokumentitionszentrum: [ \g Künstlerin Kane Kampemann im
pwalisiert har he Inkotemt), woruhnenam Dienstug ? Stadtraum. Auftakt war am 13,
1 | Juni aan ehemaligen Wohnhaus
derSchlinenbergs,um$. Novem-
ber wurde am der Giochengasse
an die zerstörte Synagoge erin
nern. Am beutigen 7. Dezember,
Christine Bolt, Kane Kargmanın. Matthias Hamann.HernirgBorg-  lährestag der Deportation von
meAk- a? Karsten huahw ll Foto: Nail Hanano 977 Külnern Jüdischen Gläsbers
h nach Riga, gibt es ab 20 Uhr am
‚der Messe eine Multimeslin-Pro-
Jektkon mit deei Schauspielern,
die vor Or wsden Texten lesen.

„Sichtbar machen‘ Szeniscre Pro-
aktion mit Soundcn lagen und Live-
Schauspiel am 7. Dezember, 20L6r.
Vom Eingang zumalten Messegr-
Hände, Charles-h-Gauke-Patz 1,
werden che Banuucher in Richtung
Batnhaf MesserDeutz Iiefigeführt,
dem Ausgangspuriet der Deparıa
snen aus Köln Indie Konzerkrati
ges: und Verrichnungsiager.
wwnsichibarmachen.orine

Anlage 7 Presseartikel 2 Dezember 2022

3605 Zeichen

Kölner Stadt-Anzeiger Donnerstag,

8. Dezember 2022

Das Leid der Familie Schöne

Webseite macht das Schicksal von jüdischen Kölnern und Kölnerinne

VON VALERIEN DOUKOUN

„Sichtbar machen. Kommunika-
tion im und über den Holocaust“
heißt das gemeinsame Projekt
des Museumsdienstes Köln und
des NS-Dokumentationszent-
rumder Stadt. Zielistes,dieFol-
gen des Nationalsozialismus am
Beispiel der in Köln lebenden
deutsch-jüdischen Familie
Schönenberg erkennbar und vor
allem erfahrbar zu machen.

Am vergangenen Dienstag
stellte Projektleiter Dirk Luka-
ßen vom Museumsdienst mit
seinem Team zum ersten Maldie
Webseite vor, die seit vergange-
nem Mittwoch online verfügbar
ist. Sie soll zum einen als digita-
ler Lernraum dienen, gleichzei-
tig aber auch dazu beitragen,
sich in das Leid der Schönen-
bergs hineinzuversetzen.

Briefe und Tagebücher X

Wir haben uns relativ früh dazu
Zntschieden, trotz aller Allge-
meingültigkeit eine Familie ex"
emplarisch darzustellen anhand
läutert Lukaßen.. Sana

ondere am ;

re wirklich aus die-
Br Innensicht heraus 3 N
wird, aus dem jewelige Eu

ent der Verfolgung: en
Nochmal eine a ich vi
Verst In so Lukaßen-
vorgerufen wird , a Eaper:
Dafür ist eine Reihe

Das Leben der Familie Schönenberg wird animiert dargestellt,

Animasion: Museumschenst Köln

ER Be

on . N 3 Er
innen und Experten zusam überlebender Zeitzeuginnen bergs in Form von Fotografien,
onen: diemithilfevon undZeitzeugen, zumBeispielals Briefen, Tagebüchern und wei-

E isierungen,
Musik und Volce-Over- virtuell begehbaren Museums, ge
2 ine interaktive ausstellung. Neben Hinter- Hamm, z0g 1927 an dii
(ckelt haben. Auf grundinformationen findet man
die Besucherin- auf der Webseite zudem Videos Frau Erna u
(cher ins Köln der von mehreren Projektionen, die“

Elementen ei
Plattform entwi
dieser können
nen und Besui

Illustra- kurze Clips oder Zitate in einer‘ teren Aufzeichni
Schönenberg, gel

Straße 23,woder Arz

öffentlichen Ort, Stadt
Zeit eintauchen und lernen an of en der Stadt p
Ne nur etwas über das an ar dort stättgefündene De-  grierte,; won
dal che Schicksal der Schön- aa db len Bewohne- nicht, rechtzeitig ins Auslandzu
enbergs sondern en = N runde des 15 erinnern. fliehen, Sie wurden 1942 in das
di Familien. 4 "monatigen Konzentrationslager Th,
dererjüdischer fa rege- Projekts bilden 7, Nslager Theresien-
5 angereichert ne N erichte Selbstzeugnisse "ger reiche stadt deportiert, in dem Max

schichten durc!

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Schönen- Schönenberg starb, Erna Schö-

L nali7i stan

nberg
nin der NS-Zeit virtuell erlebbar

nenberg wurde von dort aus ins
Vernichtungslager Auschwitz- |
Birkenau gebracht, wo sie kurz kai

nach ihrer Ankunft ermordet |
wurde.

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Museumsdienst Köln bt
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und der Stiftung „Erinnerung, | tt
Verantwortung’ und Zukunft“
(EVZ) im Kontext der Bildungs- |n
agenda „NS-Unrecht”. r
Zum Abschluss des Projekts | s
in wurden am Mittwoch, dem Jah- | f
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segelände (Charles-de-Gaulle- |:
Platz 1)die letzte von dreiszeni-
schen Großprojektionen ge-
zeigt, bei der Bilder und Biogra-
fien der Opfer an Hauswände |
aufgebracht wurden. Begleitet
wurdedieLive-Performancevon
Soundelementen und Visuali-

sierungen verschiedener Texte,

Anlage 4 Presseartikel Juni 2022

1458 Zeichen

‚Gegen das
Vergessen

Großprojektion erinnert an
jüdische Familie Schönenberg

Mit einer Großprojektion am
Haus Venloer Straße 23 haben
der Museumsdienst Köln und
das NS-Dokumentationszent-
rum an das Schicksal der jüdi-
schen Familie Schönenberg er-
innert, die dort bis zu ihrer De-

portation vor 80 Jahren lebte.
Am Mittwochabend wurden Fo-
tos und Auszüge aus Tagebü-
chern, Briefen und Dokumenten
an die Hausfassade projiziert.
Die Projektion ist das erste Er-
gebnis eines größeren Projekts

zur NS-Zeit, das die Gedanken
Kölner Juden zwischen Hoff-
nung und Ausweglosigkeit,
Flucht und Verzweiflung sicht-
bar machen will - genau an den
Orten, an denen sich damals
Ausgrenzung und Entrechtung

ZAHL DES TAGES

unter den Augen der Mehrheits-
gesellschaft abspielten. Dr. Max
Schönenberg war ein angesehe-
ner Arzt in Köln, der am ersten
Weltkrieg teilgenommen hatte.
Am 15. Juni 1942 wurden er und
seine Frau Erna vom Bahnhof

Demnig bisher in Kö
innern an das Sch
‚orihrenfrüh

Foto: Costa Belibasakis

Deutz-Tief ins Ghetto Theresi-
enstadt deportiert, wo er 1943
starb, Erna wurde in Auschwitz
ermordet. Nurder Sohn Leopold
überlebte, er war in den 50ern
nach Palästina emigriert. (fu)
www.sichtbar-machen.online

so genannte „Stolpersteine" hat

Als die
gangenı

en.
gekehrt
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denz bı
Mittwo!
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tergrun
meister
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würdet
de der
bedeutı
hätten
schnell
lich ihrı
fahren.
ambuls
lasten,
Brief a
nister

bitteic

Dirmar

Anlage 2 Einladung Projektion im Stadtraum

4126 Zeichen

www.nsdok.de | www.museen.koeln | www.museumsdienst.koeln | www.stiftung-evz.de
Gra/f_ik: meancharacters, Köln 
Druck: msk marketingservice köln GmbH (medienzentrum süd) 
Projektträger: Museumsdienst Köln in Kooperation 
mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) 
und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
Weitere Informationen unter:
http://sichtbar-machen.online
   SICHTBAR MACHEN

SICHTBAR MACHEN
EINLADUNG 15. JUNI 2022, 20:00 UHR
Terrasse Stadtgartenrestaurant | Venloer Straße 40 | 50672 Köln
Das jüdische Leben und der Holocaust: Gedanken und Gefühle zwischen Hoffnung und Ausweglosigkeit, Flucht und 
Verzwei/f_lung mitten in der Stadt – an den Orten, an denen sich Ausgrenzung und Entrechtung unter den Augen der 
Mehrheitsgesellschaft abspielten. Dies sichtbar zu machen ist das Ziel der Projektion am ehemaligen Wohnort der 
jüdischen Familie Schönenberg in der Venloer Straße.
Auszüge aus ihren Tagebüchern, Briefen und Dokumenten sowie Fotos und die Namen der Bewohner*innen werden 
auf die Hausfassade projiziert und veranschaulichen den Weg vom gutbürgerlichen Leben in der Kölner Innenstadt 
über die zunehmende Ausgrenzung und Entrechtung, das Schicksal im Gettohaus bis zur Deportation am 15. Juni 1942.
Bis Ende 2022 entsteht in diesem Projekt auch ein umfangreiches Web-Portal. Weitere Projektionen bringen dessen 
Inhalte – und damit die Geschichte und Geschichten – zurück an die Orte ihres Geschehens mitten in der Stadt.
Grußworte
Dr. Annemone Christians-Bernsee
Kommissarische Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
Dr. Ralph Elster
Bürgermeister Stadt Köln
Die Bildungsagenda NS-Unrecht
Dr. Andrea Despot 
Vorstandsvorsitzende Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Die Familie Schönenberg
Dr. Martin Rüther
Historiker
Fassadenprojektion     
Kane Kampmann Künstlerin 
Sound Mischa Ruhr  
Nach der Begrüßung im Stadtgarten beginnt die Projektion auf dem Haus Venloer Straße 23/Ecke Bismarckstraße gegen 22:00 Uhr.

SICHTBAR MACHEN
EINLADUNG 15. JUNI 2022, 20:00 UHR
Terrasse Stadtgartenrestaurant | Venloer Straße 40 | 50672 Köln
Das jüdische Leben und der Holocaust: Gedanken und Gefühle zwischen Hoffnung und Ausweglosigkeit, Flucht und 
Verzwei/f_lung mitten in der Stadt – an den Orten, an denen sich Ausgrenzung und Entrechtung unter den Augen der 
Mehrheitsgesellschaft abspielten. Dies sichtbar zu machen ist das Ziel der Projektion am ehemaligen Wohnort der 
jüdischen Familie Schönenberg in der Venloer Straße.
Auszüge aus ihren Tagebüchern, Briefen und Dokumenten sowie Fotos und die Namen der Bewohner*innen werden 
auf die Hausfassade projiziert und veranschaulichen den Weg vom gutbürgerlichen Leben in der Kölner Innenstadt 
über die zunehmende Ausgrenzung und Entrechtung, das Schicksal im Gettohaus bis zur Deportation am 15. Juni 1942.
Bis Ende 2022 entsteht in diesem Projekt auch ein umfangreiches Web-Portal. Weitere Projektionen bringen dessen 
Inhalte – und damit die Geschichte und Geschichten – zurück an die Orte ihres Geschehens mitten in der Stadt.
Grußworte
Dr. Annemone Christians-Bernsee
Kommissarische Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
Dr. Ralph Elster
Bürgermeister Stadt Köln
Die Bildungsagenda NS-Unrecht
Dr. Andrea Despot 
Vorstandsvorsitzende Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Die Familie Schönenberg
Dr. Martin Rüther
Historiker
Fassadenprojektion     
Kane Kampmann Künstlerin 
Sound Mischa Ruhr  
Nach der Begrüßung im Stadtgarten beginnt die Projektion auf dem Haus Venloer Straße 23/Ecke Bismarckstraße gegen 22:00 Uhr.

www.nsdok.de | www.museen.koeln | www.museumsdienst.koeln | www.stiftung-evz.de
Gra/f_ik: meancharacters, Köln 
Druck: msk marketingservice köln GmbH (medienzentrum süd) 
Projektträger: Museumsdienst Köln in Kooperation 
mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) 
und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
Weitere Informationen unter:
http://sichtbar-machen.online
   SICHTBAR MACHEN

Beratungsverlauf (1)

02.05.2023 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0880/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
13.03.2023
Erstellt
09.03.2023 09:54