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V/0690/2005

Jahresabschluss 2004 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM)

Vorlage 22.08.2005

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Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 13.09.2005, TOP 4.5

Beschlussvorlage

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Anlagen 1 - 3

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Beschlussvorlage

3579 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2004 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
13.09.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Geschäftsführung der 
WPM (Anlagen 1 – 3) für das Geschäftsjahr 2004 werden zur Kenntnis genommen. 
 
2. Weiter wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss 2004 der WPM durch den 
beauftragten Wirtschaftsprüfer am 12.08.2005 der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk er-
teilt wurde. 
 
3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter in der Gesellschafterversammlung der WPM fol-
gende Entscheidungen zu treffen: 
 
a) Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der WPM für das Geschäfts-
jahr 2004, abschließend 
 
in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit   4.834.205,34 € 
 
sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung 
ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von        29.966,74 € 
 
wird festgestellt. 
 
b) Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2004 Entlastung erteilt. 
 
c) Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 29.966,74 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
d) Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2005 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 
Dr. Clauß, Dr. Paal und Partner in Münster bestimmt. 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0690/2005 
Auskunft erteilt: 
Herr  Scholz 
Ruf: 
492 20 43 
E-Mail: 
ScholzT@stadt-muenster.de  
Datum: 
22.08.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
Kosten/Folgekosten 
 
Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. 
 
 
Begründung: 
 
 
Die Stadt Münster ist mit 1 % (500 €) am Stammkapital der WPM beteiligt. Nach Ziffer 13.2 des 
Gesellschaftsvertrages der WPM fällt die Beschlussfassung über den Jahresabschluss und den 
Lagebericht in den Entscheidungsbereich der Gesellschafterversammlung, die gem. Ziffer 13.1 des 
Gesellschaftsvertrages auch den Abschlussprüfer bestimmt. 
 
 
Kurzanalyse des Jahresabschlusses 2004 der WPM 
 
Im Vorjahresvergleich e
rhöhte sich der Jahresfehlbetrag um 26 T€ auf 30 T€; demzufolge wird in 
der Bilanz ein „Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ von 7 T€ ausgewiesen. Zu beach-
ten ist in diesem Zusammenhang aber, dass in der Bilanz unter der Position „Sonderposten für 
Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ Zuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von 2.822 
T€ passiviert sind, die zum überwiegenden Teil Eigenkapitalcharakter haben. 
 
Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von 737 T€ erzielen. Diese 
setzen sich aus (anteiligen) Eintrittsgeldern (599 T€), Spendeneinnahmen (33 T€), Einnahmen des 
Museumsshops und der Cafeteria (101 T€) sowie Nutzungs- und Führungsentgelten (4 T€) zu-
sammen. Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2004 wurde durch einmalig angefallene Kosten für 
Vorfälligkeitsentgelte (bedingt durch die Umschuldung von bestehenden Bankverbindlichkeiten in 
ein langfristiges Darlehen zwecks Sicherung der günstigen Zinssätze) in Höhe von 65 T€ belastet. 
Insgesamt stellt sich die Lage der WPM zum Ende des Geschäftsjahres 2004 grundsätzlich zufrie-
denstellend dar. 
 
 
Ausblick auf die zukünftige Entwicklung 
 
Zur künftige
n Entwicklung und deren Risiken führt die Geschäftsführung im Kern aus, dass für die 
nächsten Geschäftsjahre – in Abhängigkeit von den Besucherzahlen und vom Spendenaufkom-
men – leicht positive Jahresergebnisse erwartet werden. 
 
 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
Bickeböller 
Stadtkämmerin

Anlagen 1 - 3

9546 Zeichen

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Anlage 2

Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit

vom 01.01.2004 bis 31.12.2004

. Umsatzerlöse
. Sonstige betriebliche Erträge

- davon Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
für Investitionszuschüsse: 199.316,79 (186.521,41)

. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe und für bezogene Waren

. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-
versorgung und für Unterstützung

. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-

stände des Anlagevermögens und Sachanlagen

. Sonstige betriebliche Aufwendungen

- davon Einstellung zum Sonderposten für
Investitionszuschüsse: 0,00 (1.724,68)

. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

= Jahresfehlbetrag

2004 2003
€ €

736.882,33 858.211,01
205.248,90 196.746,50
-55.525,75 -52.217,05
-192.416,60 -212.052,02
-41.949,28 -44.319,59
-282.238,79 -275.947,96
-219.807,19 -319.466,65
0,00 88,00
-180.160,36 -154.860,45
-29.966,74 -3.818,21

Anlage 3
Blatt 1

Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH,
Münster

Lagebericht zum Jahresabschluss 2004

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die „Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH“ mit Sitz in Münster wurde
durch notariellen Vertrag vom 17.10.2000 gegründet.

Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Förderung, die Einrichtung und
der Betrieb des Westfälischen Pferdemuseums in Münster.

Nachdem im Jahr 2002 die Fertigstellung des Museums und der Einrichtung erfolg-
te, wurde die operative Tätigkeit des Museumsbetriebes im Rahmen einer feierli-
chen Eröffnungsveranstaltung am 27.10.2002 aufgenommen.

Das Museum wird auf einer Teilfläche des Geländes des Westfälischen Zoologi-
schen Gartens in Münster (Zoo) betrieben. Zu diesem Zweck wurde mit der Westfä-
lischen Zoologischer Garten Münster gGmbH im Jahr 2000 ein Erbbaurechtsbestel-
lungsvertrag geschlossen.

Der laufende Museumsbetrieb wird vor allem durch die anteilige Weiterleitung von
durch den Zoo vereinnahmten Eintrittsgeldern der Zoobesucher an die Gesellschaft
gesichert. Der Zoo in Münster und die Gesellschaft erwarten durch einen aufeinan-
der abgestimmten Betrieb ein steigendes Besucherinteresse und damit steigende
Besucherzahlen. Voraussetzung für den gemeinsamen Erfolg. ist eine enge Zusam-
menarbeit der Partner, die in einem Kooperations- und Zusammenarbeitsvertrag im
Jahre 2000 geregelt wurde.

Das Projekt Pferdemuseum umfasste in der ersten Baustufe ein Ausstellungsge-
bäude mit Foyer, Museumsshop und Magazin/Versorgung sowie einen Verwaltungs-
teil. In einer anschließenden zweiten Baustufe ist eine Manegehalle, zunächst ohne
vollständigen Innenausbau, mit zugehörigen Ställen errichtet worden. Sie ist zumin-
dest im Sommer für Aktionsveranstaltungen nutzbar. Die endgültige Fertigstellung
der Inneneinrichtung (Heizung, Tribünen etc.) soll später erfolgen.

Anlage 63
Blatt 2

Die erste Baustufe wurde im Wesentlichen durch Zuschüsse des Landes Nordrhein-
Westfalen der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Landschaftsverbandes Westfa-
len-Lippe finanziert. Die Restbeträge der Zuwendungen wurden im ersten Quartal
2004 ausbezahlt, so dass gegenüber den Zuwendenden keine Forderungen mehr
bestehen.

Des Weiteren wurden Teilbeträge über langfristige Darlehn finanziert. Die vorgezo-
genen Bautätigkeiten der Manegenhalle wurden ebenfalls über ein langfristiges Dar-
lehn finanziert. Restbeträge wurden durch Spenden von Wirtschaftsunternehmen
und anderen Förderern erbracht.

Die Finanzverwaltung hat der Gesellschaft bescheinigt, dass sie nach ihrer Satzung
ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten Zwecken dient. Es wurde be-
scheinigt, dass die Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH „kulturelle Zwe-
cke, insbesondere Kulturwerte, fördert“. Diese Zwecke sind als allgemein besonders
förderungswürdig anerkannt.

Damit ist die Gesellschaft berechtigt, für Spenden, die ihr zur Verwendung für diese
Zwecke zugewendet werden, förmliche Zuwendungsbestätigungen auszustellen.
Des Weiteren gelten steuerliche Begünstigungen in verschiedenen Steuerarten.

Die Lage der Gesellschaft stellt sich zu Ende des Geschäftsjahres 2004 grundsätz-
lich zufrieden stellend dar.

Zum 31.12.2004 wird ein Eigenkapital von ./. 7 TE (23 TE) ausgewiesen. Zu beach-
ten ist, dass die im gesonderten Posten passivierten Zuschüsse zum Anlagevermö-
gen (2.822 TE) ebenfalls zum überwiegenden Teil Eigenkapitalcharakter haben, da
aufgrund der vorliegenden Steuerbefreiung die Auflösung des-Postens in Folgejah-
ren grundsätzlich keine Steuerbelastung hervorruft.

Die Bilanzsumme ist im Wesentlichen wegen der Minderung der Forderungen auf
zugesagte Zuschüsse, Einzahlungen in die dort vorgenommene Tilgung von Bank-
verbindlichkeiten um 830 T€ von 5.664 T€ auf 4.834 T€ gesunken.

Im Berichtsjahr konnte ein im Vergleich zum Vorjahr um 26 T€ vermindertes Jahres-
ergebnis in Höhe eines Fehlbetrages von 30 T€ erwirtschaftet werden.

Der cash-flow der Gesellschaft, der sich aus dem Jahresüberschuss, erhöht um die
Abschreibungen und geminderten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten,
ermittelt, beträgt im Geschäftsjahr 53 T€.

Um günstige Zinssätze zu sichern, wurden die bestehenden Bankverbindlichkeiten
in ein langfristiges Darlehn umgeschuldet. Zusätzlich konnte damit auch die Til-
gungsrate auf 3 % p.a. erhöht werden. Zur vorzeitigen Ablösung der Darlehn muss-
ten einmalige Vorfälligkeitsentgelte verrechnet mit Zinserstattungen in Höhe von
65 TE entrichtet werden. Diese wurden im Berichtsjahr als Aufwand behandelt.

Anlage 3
Blatt 3

Die Umsatzzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um 121 T€ gesunken. Dieses liegt
hauptsächlich daran, dass im Vorjahr 2 Großspenden über jeweils 30 TE einge-
nommen wurden.

Der Personalbestand zum Stichtag des Geschäftsjahres umgerechnet auf Vollzeit-
kräfte ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen konstant geblieben. Teilweise
wurden Teilzeitkräfte durch Aushilfskräfte ersetzt. Eine Tarifbindung besteht nicht.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist hauptsächlich darauf
zurückzuführen, dass in 2003 noch Miete für Lagerflächen gezahlt werden musste,
die in 2004 nicht angefallen ist.

Risiken der künftigen Entwicklung

Da im laufenden Betrieb die Einnahmen wesentlich von der jährlichen Gesamtbesu-
cherzahl des Zoos in Münster abhängen, liegt ein grundsätzliches Risiko in abneh-
menden Besucherzahlen. Es ist derzeit aber nicht abzusehen, dass die den Kalkula-
tionen zugrunde liegenden Besucherzahlen unterschritten werden.

Sonstige Angaben

1. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird grundsätzlich positiv ge-
sehen.

Nach derzeitiger Planung für die nächsten Jahre wird davon ausgegangen, dass
in der Regel leicht positive Jahresergebnisse erzielt werden können. Endgültige
Ergebnisprognosen sind schwierig, da sowohl die Besucherzahlen als auch die
Spendeneinnahmen schwer vorhersehbar sind.

Weiterhin wird versucht, gewisse Kosten durch evtl. mögliche Umgestaltungen
zu minimieren.

Anlage 3
Blatt 4

2. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des
Geschäftsjahres, Forschung und Entwicklung sowie
bestehende Zweigniederlassungen

Nennenswerte Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
haben sich nicht ereignet.

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung finden keine Aktivitäten statt,
Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

Münster, den 17. Juni 2005

Peter Weeke
Geschäftsführerin Geschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

13.09.2005 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 4.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0690/2005
Typ
Vorlage
Datum
22.08.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37