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1314/2017

Anfrage der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln im Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln vom 31.01.2017: Aktueller Sachstand „Zukunft Schauspiel in Mülheim“

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 27.04.2017

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln, Sitzung am 02.05.2017, TOP 5.7

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Anfrage SPD

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5677 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/46 
 
Vorlagen-Nummer 
 1314/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 02.05.2017 
 
Anfrage der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln im Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 
vom 31.01.2017: Aktueller Sachstand „Zukunft Schauspiel in Mülheim„ 
hier: Beantwortung 
Aktueller Sachstand „Zukunft Schauspiel in Mülheim“ 
1. Wie ist der aktuelle Sachstand bezüglich der künftigen Nutzung des Standorts Mülheim durch 
das Schauspiel Köln? 
2. Welche stadtpolitische und kulturpolitische Bedeutung misst die Verwaltung dem Standort 
Köln-Mülheim auch zukünftig zu? 
3. Welches inhaltliche Konzept liegt der Zukunftsplanung für diesen Standort zugrunde? 
4. Wie sieht die Verwaltung den weiteren Beratungs - und Entscheidungsweg? Wann wird der 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln eine entscheidungsfähige Vorlage erhalten? 
 
Die Bühnen nehmen dazu wie folgt Stellung: 
 
Zu 1: 
Seit der Spielzeit 2013/14 nutzt  das Schauspiel Köln das Depot in Mülheim als Spielstätte im Int e-
rimsspielbetrieb während der Generalsanierung am Offenbachplatz. Mit Depot I und II sowie der Gro t-
te stehen insgesamt drei Spielstätten zur Verfügung. Daneben befinden sich auf dem Gelände di e 
Gastronomie „Offenbach“ sowie das Urban-Gardening-Projekt „Carlsgarten“. 
Das Mietverhältnis zwischen den Bühnen Köln und dem Vermieter des Depots ist bis zum 31.12.2022 
geschlossen. Es bestehen für die Bühnen Köln als Mieterin Verlängerungsoptionen. Die Nutzung des 
Depots als Interimsspielstätte des Schauspiel Köln ist damit abgesichert. Die Anmietkosten wurden 
vom Rat der Stadt Köln bereits im Interimsbudget bis 2022 bewilligt. 
Es wurden seitens der Betriebsleitung der Bühnen Köln mit der Vermieterin ber eits Konditionen einer 
langfristigen Anmietung des gesamten Depots dem Grunde nach verhandelt und in einer Absichtse r-
klärung beiderseitig schriftlich fixiert. Bei einer geplanten Mietzeit von zunächst 20 Jahren plus Opti o-
nen würde sich der Mietzins für das gesamte Depot erheblich reduzieren.

2 
 
Zu 2 
Eine rechtsrheinische Spielstätte zu betreiben, hat sich für das Schauspiel seit Eröffnung der Halle 
Kalk im Jahr 1993 bewährt. Die Präsenz des städtischen Schauspiels auf der rechten Rheinseite hat 
eine wichtige Signalwirkung nicht nur für die dort lebenden Kölnerinnen und Kölner. Mit der Verlegung 
der Hauptspielstätte nach Mülheim im September 2013 hat sich diese Wirkung nochmals verstärkt. 
Die Einrichtung des Depots in Mülheim war für den Interimsspielbetrieb d es Schauspiels ein rege l-
rechter Glücksgriff. Das Konzept ist aufgegangen und wird von Publikum und Presse gut angeno m-
men. In den vergangenen Jahren ist das Schauspiel Köln auch inhaltlich vor Ort angekommen und 
wirkt als kultureller Motor in Mülheim. Das T heater ist im Stadtteil vernetzt, kooperiert mit Sozial - und 
Bildungseinrichtungen und ist Partner der Bezirksverwaltung sowie lokaler kultureller Akteure. Im D e-
pot entstehen neben klassischen Theateraufführungen auch zahlreiche integrative Projekte mit Bü r-
gerinnen und Bürgern der Stadt (u.a. „Die Lücke“ mit Laien aus der Keupstraße, Engagement bei 
Birlikte, Kooperationsprojekt „Schule des Lebens“ mit der Tages - und Abendschule Köln, Gründung 
des „Import Export Kollektivs“, „Die Stadt von der anderen Seite sehen“). Mit dem Carlsgarten wurde 
zudem eine Begegnungsstätte von Anwohnern, Theaterschaffenden und Besuchern in Mülheim g e-
schaffen. 
Insgesamt messen die Bühnen Köln dem Standort in Mülheim auch weiterhin eine hohe kulturpolit i-
sche Bedeutung zu. Vor diese m Hintergrund besteht seitens der Bühnen ein großes Interesse, die 
Arbeit vor Ort in Mülheim fortzusetzen bzw. den Theater -Standort in Mülheim zu erhalten und weiter 
zu stärken. 
 
Zu 3 und 4: 
Der Erfolg des Schauspiels in Mülheim führte bereits während der Interimszeit zur Frage des langfris-
tigen Erhalts der Spielstätte in Mülheim. Aus diesem Anlass haben die Bühnen im Jahr 2015 eine 
Machbarkeitsstudie zur fortgesetzten Nutzung des Depots in Köln Mülheim im Anschluss an den Int e-
rimsspielbetrieb in Auftrag ge geben. Wesentlicher Ansatz war der langfristige Erhalt des gesamten 
Depots (neben dem Stammhaus am Offenbachplatz) mit rechtsrheinischer kleiner Spielstätte des 
Schauspiel Köln, Bürgerbühne, Zentrallager der Bühnen und zwei Probebühnen. Bei einer langfrist i-
gen Nutzung des Depots könnten die im Interim bereits in die Spielstätten und die Peripherie getäti g-
ten Investitionen unter Nachhaltigkeitsaspekten langfristig erhalten bleiben.  
Aufgrund des nun deutlich verlängerten Interims wurde weiter kontinuierlich in die Spielstätten Depot I 
und II (u.a. Einbau Bühnenboden, Obermaschinerie) investiert. Vor diesem Hintergrund wird das oben 
aufgeworfene Konzept hinsichtlich des Erhalts ggf. beider Spielstätten weiter geprüft.  
Ende des 2. Quartals 2017 werden der Fert igstellungstermin und ein neuer Kostenrahmen für die 
Sanierungsmaßnahme des Ensembles am Offenbachplatz bekannt geben. Nach der Sommerpause 
sollen die Ergebnisse zu den Prüfaufträgen des Rates zu den Bühnenwerkstätten vorgelegt werden.  
Auf diesen Eckpfeil ern aufbauend soll sodann die Frage einer rechtsrheinischen Spielstätte des 
Schauspiels und einer fortgesetzten kulturellen Nutzung des gesamten Depots geklärt werden. G e-
plant ist in diesem Zusammenhang die Erarbeitung eines umfassenden Konzepts, welches a uch die 
Aspekte Probebühnen, Lager, sonstige bühneneigene Liegenschaften und Anmietungen der Bühnen 
Köln einbezieht. Eine Vorlage ist zum Jahreswechsel 2017/2018 geplant.

Anfrage SPD

1807 Zeichen

An die Vorsitzende  
des Ausschusses Kunst und Kultur 
Frau  
Dr. Eva Bürgermeister 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 26.01.2017 
 
AN/0159/2017 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 31.01.2017 
 
Aktueller Sachstand „Zukunft Schauspiel in Mülheim„ 
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
bereits 2014 wurde über die Zukunft des Standortes Mülheim – Depot – für das Schauspiel 
Köln intensiv diskutiert. Anfang 2016 wurde insbesondere der Bedarf eines langfristigen 
Mietvertrages zur Sicherung der Interimsspielstätte allgemein festgestellt und die Verwaltung 
beauftragt eine  entsprechende Beschlussvorlage inklusive der Auswirkungen auf den Be-
triebskostenzuschuss zu erstellen. Seitdem gab es keine öffentlichen Informationen zur Zu-
kunft des Schauspiels am Standort Mülheim. 
 
Daher bittet die SPD-Fraktion um Beantwortung folgender Fragen: 
 
1. Wie ist der aktuelle Sachstand bezüglich der zukünftigen Nutzung des Standorts Mül-
heim durch das Schauspiel Köln?  
 
2. Welche stadtpolitische und kulturpolitische Bedeutung misst die Verwaltung dem 
Standort Köln-Mülheim auch zukünftig zu? 
 
3. Welches inhaltliche Konzept liegt der Zukunftsplanung für diesen Standort zugrunde? 
 
4. Wie sieht die Verwaltung den weiteren Beratungs- und Entscheidungsweg? Wann 
wird der Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln eine entscheidungsfähige Vorlage 
erhalten? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
gez. Dr. Barbara Lübbecke 
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin

Beratungsverlauf (1)

02.05.2017 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 5.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1314/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
27.04.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27