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V/0507/2019

Familienbüro - Jahresbericht 2018

Vorlagen 16.05.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 26.06.2019, TOP 12

Anlage A

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Berichtsvorlage

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JB 2018_Endfassung

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Anlage A

1963 Zeichen

Anlage A zur V/0507/2019 
Kurzüberblick 
Die Vorlage weist in groben Zügen (quasi einleitend) auf die Inhalte des als Anlage beigefügten 
Jahresberichts 2018 für das Familienbüro hin. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Die Berichtsvorlage - insbesondere der als Anlage beigefügte Jahresbericht - dokumentiert den 
Beitrag, den das Familienbüro im Rahmen des Produkts 060402 „Besondere familienpolitische 
Maßnahmen“ in 2017 erfüllt hat. Die in den vergangenen Jahren erheblich gestiegene Zahl der 
Ratsuchenden zeigt, welch wichtige Funktion das Familienbüro als offene, unverbindliche und 
neutrale Anlaufstelle übernimmt.  
Des Weiteren wird folgendes Ziel aus dem ISM-Prozess verfolgt:  
Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln:  
> mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft  
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 060402 Besondere familienpolitische Maßnahmen 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
Mit der Berichtsvorlage sind keine finanziellen Auswirkungen verbunden. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
x vollständig frei-
willig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Das Familienbüro berät sowie informiert bei allen Fragen rund um Familie, Elternschaft und Er -
ziehung, bietet damit Orientierung und Begleitung in unterschiedlichen Lebenssituationen und 
leistet somit einen wichtigen Beitrag zur PG 060402 im Sinne einer kinder - und familienfreundli-
chen Stadtentwicklung.

Berichtsvorlage

1894 Zeichen

V/0507/2019 
V/0507/2019 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Familienbüro - Jahresbericht 2018 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   26.06.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Das Familienbüro ist eine offene, unverbindliche und neutrale Anlaufstelle, berät sowie informiert bei 
allen Fragen rund um Familie, Elternschaft und Erziehung und bietet damit Orientierung und Beglei-
tung in unterschiedlichen Lebenssituationen.  
16.752 Bürger/-innen nahmen im Jahr 2018 Kontakt zum Familienbüro auf. Dies bedeutet einen 
nochmals leichten Anstieg der Kontaktzahlen um 484 Kontakte (+2,98 %) im Vergleich zur Steigerung 
von 2016 auf 2017 (3.346 Kontakte/+25,89 %). 
Den Themenschwerpunkt bildete auch in 2018 die Kindertagesbetreuung mit 79,91 %.  
Die hohen Zahlen spiegeln die weiter steigenden Geburten- und Einwohnerzahlen der Stadt, verän-
derte Familienmodelle und die sich daraus ergebenden Bedarfe von Eltern zur Vereinbarkeit von Fa-
milie und Beruf wider.  
Im Kontext der Geburt ihrer Kinder ließen sich viele Familien zu den Themen Schwangerschaft, El-
terngeld, Erziehungszeit und sich anschließenden Betreuungsmöglichkeiten beraten. Dabei wurden 
auch Informationen über bestehende Präventions- und Freizeitangebote in Münster weitergegeben.  
Weitere Themenkomplexe waren unter anderem Familienkrisen und Erziehungsfragen, bei denen das 
Familienbüro in der Regel eine Lotsenfunktion zu entsprechenden Beratungsstellen und Ansprech-
partnern übernahm.  
Der vorgelegte Bericht enthält Zahlen, Daten, Fakten zum abgelaufenen Jahr 2018 und gibt einen 
Überblick über die Entwicklung der Kontakte seit 2005. 
 
In Vertretung  
 
 
gez. 
Thomas Paal  
Stadtdirektor  
 
 
Anlage:  
Jahresbericht 2018 
  
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
 
27.05.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Hagel 
Telefon: 492-5102 
HagelC@stadt-muenster.de

JB 2018_Endfassung

13831 Zeichen

Familienbüro 
Jahresbericht 2018

[2] 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kontakt   Impressum  
Familienbüro  
Junkerstraße 1, 48153 Münster 
Tel. 02 51/4 92-51 08  
Fax 02 51/4 92-79 13 
familienbuero@stadt-muenster.de 
http://www.stadt-muenster.de/jugendamt/eltern-
und-familien/familienbuero.html 
 
 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
Münster, Mai 2019

[3] 
Vorwort 
 
 
Das Familienbüro ist eine offene, unverbindliche Anlaufstelle und berät sowie informiert bei 
allen Fragen rund um Familie, Elternschaft und Erziehung.   
 
Das Familienbüro übernimmt folgende Aufgaben: 
 
Beratung und Unterstützung 
• Persönliche und familiäre Angelegenheiten 
• Kindertagesbetreuung 
• Eingabeportal für den Kita-Navigator 
• Familienangebote in der Stadt Münster 
 
Vermittlung 
• Unterstützungsangebote und Ansprechpartner in Münster 
 
Information 
• Aktuelle Angebote für Familien 
• Flyer von Beratungsstellen, Vereinen und Verbänden 
• Thematische Informationsbroschüren 
 
Personelle Ressourcen 
Für die Beratungstätigkeit im Familienbüro stehen seit 2012 insgesamt 2,81 Vollzeitäquiva-
lente - verteilt auf 4 Teilzeitstellen - zur Verfügung. Organisatorisch ist das Familienbüro auf-
grund seiner abteilungsübergreifenden „Lotsenfunktion“ der Abteilung 51.5 „Controlling und 
zentraler Service“ zugeordnet. 
 
 
Kundenkontakte und Themenschwerpunkte 
 
 
 
Beratungsschwerpunkte 2018 Gesamt in % 
Telefonisch Persönlich Schriftlich,  
E-Mail 
Gesamt in % Gesamt in % Gesamt in % 
Kindertagesbetreuung 13.386 79,91% 7.557 56,45% 4.625 34,55% 1.204 8,99% 
Familienkrisen 671 4,01% 380 56,63% 283 42,18% 8 1,19% 
Allgemeine Beratung zu Familienthemen 530 3,16% 285 53,77% 219 41,32% 26 4,91% 
Schwangerschaft / Erziehungszeit / Eltern-
geld / Betreuungsmöglichkeiten 527 3,15% 258 48,96% 253 48,01% 16 3,04% 
Schule 611 3,65% 344 56,30% 259 42,39% 8 1,31% 
Wirtschaftliche Hilfen 396 2,36% 161 40,66% 233 58,84% 2 0,51% 
Beratung zu Freizeit- und Bildungsangeboten 191 1,14% 101 25,51% 78 19,70% 12 3,03% 
Netzwerkarbeit 440 2,63% 319 80,56% 52 13,13% 69 17,42% 
Kontakte insgesamt 16.752 100,00% 9.405 56,14% 6.002 35,83% 1.345 8,03%

[4] 
16.752 Bürger/-innen wurden von den Mitarbeiter innen des Familienbüros beraten. Hierbei 
handelte es sich um 6.002 persönliche, 9.405 telefonische und 1.345 schriftliche Kontakte.  
 
Zum Themenkomplex Familienkrisen und Erziehungsfragen suchten 671 Personen den Kon-
takt zum Familienbüro.  Die Beratungen enthielten Fragestellungen zu Trennung und Schei-
dung, Sorgerechtsfragen sowie Sorgen um das Kindeswohl.  In der Regel übernahm das 
Familienbüro hier eine Lotsenfunktion zu entsprechenden Beratungsstellen und Ansprec h-
partnern/-innen. 
 
527 Personen nutzten im Vorfeld der Geburt das Beratungsangebot  zu den Themen 
Schwangerschaft, Elternzeit, Elterngeld, Erziehungszeit und anschließende Betreuungsmög-
lichkeiten im Familienbüro. Hier wurden auch Informationen zu bestehenden Präventions- 
und Freizeitangeboten in Münster bereitgestellt. 
 
Einen weiteren Themenschwerpunkt bildete der Beratungskomplex  Schule mit 611 Kontak-
ten. Vorrangig ging es hier um Ferienbetreuung von Schulkindern , Angebote und Fragen 
über Bildung und Teilhabe sowie Offene Ganztagsbetreuung.  
Die Suche nach einer geeigneten Schule nach Zuzug /Umzug bildete ein weiteres  Themen-
feld. Diesbezüglich wurde der Kontakt zur Bildungsberatung des Amtes für Schule und We i-
terbildung hergestellt.  
 
Beratungen zu wirtschaftlichen Hilfen, wie z.B. Kindergeldzuschlag, Wohngeld, Münsterland-
karte oder Münster-Pass nahmen 396 Bürger/-innen in Anspruch.  
 
440 Kontakte entstanden über die Netzwerkarbeit des Familienbüros. Dazu zählten vor allem 
Kontakte zu den Stadtteilkoordinatoren im Rahmen der Frühen H ilfen, der Beratungsstelle 
Frühe Hilfen des Gesundheits amtes, den Babylotsen der Geburtskliniken, dem Hebammen-
netzwerk und weiteren Beratungsstellen. Ein Gewinn dieser intensiven Netzwerkarbeit stellt 
die wechselseitige, unkomplizierte, gezielte und schnel le Weiterleitung der ratsuchenden 
Menschen dar.  
 
Eine größere Personengruppe, die sich in den Kontaktzahlen nahezu aller  Beratungsberei-
che des Familienbüros wieder findet, ist die der zugewanderten Menschen in Münster. 
Diesbezüglich wurde regelmäßig zu weiteren spezifischen Anlaufstellen Kontakt hergestellt, 
wie beispielsweise zum Sozialdienst für Flüchtlinge der Stadt Münster, zu den Diensten der 
Migrationsberatung, den Anbietern von Sprach- , Integrations - und Weiterbildungskursen, 
dem Jobcenter und den allgemeinen Sozialberatungsstellen. 
Oftmals erfolgten wiederholte Kontaktaufnahmen im Nachklang einer begleiteten Kindert a-
gesbetreuungssuche. Hier nutzen die Menschen aufgrund des niedrigschwelligen Bera-
tungsangebotes die Lotsenfunktion des Familienbüros bei Themen wie z.B. Wohnungswech-
sel, damit verbundene Wechsel der Schule oder Kindertagesstätte , der Beratung zu wir t-
schaftlichen Hilfen und Freizeitmöglichkeiten.

[5] 
Themenschwerpunkt „Kindertagesbetreuung“ 
Den Themenschwerpunkt des Familienbüros bildete wie auch in den vergangenen Jahren 
die Kindertagesbetreuung mit 79,91 %. Diese hohe Zahl (13.386 Kontakte) ist im Kontext der 
wachsenden Einwohnerzahl, der  steigenden Geburtenzahlen sowie der Bedarfe von Eltern 
zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sehen.  
Im Vordergrund stand hier mit insgesamt 7.343 Kontakten (54,85%) die Beratung im Zu-
sammenhang mit der Suche nach einem Betreuungsplatz (zum Sommer, unterjährig oder bei 
Zuzug nach Münster).  
Viele Familien suchten im Kontext ihres Zuzuges nach Münster nach einem Kindertagesbe-
treuungsplatz (1.082 Kontakte). Diesbezüglich schloss sich oftmals eine umfassende Ber a-
tung über Familienangebote im Stadtteil an. Hier gab es u. a. enge Kooperationen mit den 
Stadtteilkoordinatoren der Frühen Hilfen. 
2.117 Eltern ließen sich bzgl. der Eingabe in den Kitanavigator beraten, wobei 1.039 Perso-
nen eine direkte Begleitung durch die Mitarbeiterinnen vor Ort nutzten. Im Vergleich zum 
Vorjahr stieg damit die Kontaktzahl hier um 18,33 % (328 Kontakte). 
Aufgrund der hohen Bedarfe nach Kitaplätzen, die nicht in allen Fällen bedarfsgerecht erfüllt 
werden konnten, entstanden diesbezüglich oftmals intensive Beratungsprozesse, die über 
einen einmaligen Kontakt hinausgingen (1.457 Kontakte).  
Der Beratungsbereich Betreuung in Kindertageseinrichtungen (insgesamt 1.019 Kontakte)  
umfasste vorwiegend die Beratung von Einrichtungen (461 Kontakte) . Hauptsächlich nah-
men Kitaleitungen Kontakt zum Familienbüro auf , um Einzelfälle bzgl. der Versorgung von 
Kindern zu besprechen.  
381 Familien wandten sich an das Familienbüro,  um Problem - bzw. Konfliktsituationen in 
einer Kindertageseinrichtung zu klären. Hierbei übernahm das Familienbüro die Vermittlung 
an  die zuständige n Ansprechpartner/-innen, i. d. R. die Leitung oder der Träger der jeweili-
gen Kindertageseinrichtung. 
Des Weiteren informierten sich 177 Eltern über Möglichkeiten der Betreuung ihrer Kinder 
während der Schließzeiten ihrer Kita.

[6] 
Kontakte im Jahresverlauf 
 
Im April 201 8 suchten 2.362 Personen den Kontakt zum Familienbüro.  Diese Zahl übertrifft 
um 364 Kontakte (+18,21 %) den Monatshöchstwert des Vorjahres. 
Die Spitzenwerte der  Monate April und Mai resultieren daraus, dass im Rahmen der Plat z-
vergabe durch die Kindertageseinrichtungen nicht alle einen Platz suchenden Familien ent-
sprechend versorgt werden konnten.  Somit suchten viele Familien im Anschluss daran den 
Kontakt zum Familienbüro, um sich über das weitere Verfahren beraten zu lassen und einen 
Suchantrag für die Vermittlung der noch zur Verfügung stehenden Plätze durch das Amt für 
Kinder, Jugendliche und Familien zu stellen. 
 
In den restlichen Monaten, mit Ausnahme des Monats Dezember (956 Kontakte), wurde eine 
Zahl von 1.100 Kontakten nicht unterschritten. 
Diese Entwicklung der durchgängig hohen Kontaktzahlen über das Jahr verteilt ergibt sich 
nach wie vor aus folgenden Zusammenhängen: 
Der geltende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 12. Lebensmonat des Ki n-
des in Zusammenhang mit Elternzeit - und Elterngeldregelungen hat dazu geführt, dass E l-
tern unabhängig vom Start des Kitajahres am 01. August auch unterjährig Betreuungsplätze 
benötigen. 
Die steigenden Geburten-  und Einwohnerzahlen der Stadt, veränderte Familienlebens -
modelle und die daraus resultierenden Bedarfe von Eltern zur Vereinbarkeit von Familie und 
Beruf, führten zu jährlich höheren monatlichen Kontaktzahlen. 
 
Diese Bedarfe konnten nicht immer gedeckt werden, so dass sich viele der Erstberatungsge-
spräche in weiterführende prozessbegleitende und krisenintervenierende Kontakte während 
der Betreuungssuche entwickelten.

[7] 
Entwicklung  
 
 
Im Jahr 2018 verzeichnete das Familienbüro insgesamt 16.752 Kontakte. Dies bedeutet  
einen nochmals leichten Anstieg der Kontaktzahlen um 484 Kontakte im Vergleich zur Stei-
gerung von 2016 auf 2017 ( 3.346 Kontakte/+25,89 %). Das Wachstum verlief analog zum 
Wachstum des Bereiches Kindertagesbetreuung.  
Grundsätzlich halten sich die Zahlen weiter auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Ein wichti-
ger Faktor stellt dabei die in den vergangenen Jahren intensiver gestaltete Netzwerkarbeit 
dar. So wird den Netzwerkpartnern die Angebotspalette des Familienbüros kontinuier lich 
aufgezeigt und die Mitarbeiterinnen des Familienbüros inf ormieren sich stetig über deren 
Arbeitsfelder und Unterstützungsmöglichkeiten.  
Zudem hat sich das Familienbüro als Anlaufstelle rund um die Fragen der Kindertagesbe-
treuung weiter etabliert.  Dieses macht auch die Steigerung der Kontaktzah len im Ber eich 
Kita-Navigator um 18,33 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich. 
 
Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Kontaktzahlen von 2005 bis 2012 kam es vor allem  
im Zuge des Rechtsanspruchs auf einen Kita- Platz für unter 3- jährige Kinder und der wac h-
senden Bevölkerungszahl im Zeitraum von 2012 bis 2018  zu immensen Anstiegen der Kon-
takte.  
 
Die Entwicklung zeigt, dass der Bedarf nach Beratung in Fragen zur Kindertagesbetreuung 
in Einrichtungen kontinuierlich steigt. Betrug dieser Anteil in 2012 noch rund 50 % , so stieg 
er in 2018 auf mittlerweile 79,91 % der Gesamtkontakte des Familienbüros.

[8] 
Familienbüro vor Ort 
 
 
Die Mitarbeiterinnen nutzen jährlich Veranstaltungen, um über die Angebotspalette für Fam i-
lien in Münster zu informieren. So können oftmals auch Hemmschwellen abgebaut und 
dadurch Türen für Information, Beratung und Hilfe geöffnet werden. 
 
In 2018 informierten die Mitarbeiterinnen des Familienbüros beim Geburtsfest des St. Fra n-
ziskus-Hospitals Münster sowie in offenen Elterncafés der Bildungsträger und Beratungsstel-
len. 
 
Das Familienbüro ist zudem an folgenden Arbeitsgemeinschaften und -kreisen beteiligt, um 
sich mit lokalen Akteuren zu vernetzen und so über Angebote vor Ort einen Überblick zu 
gewährleisten und nach einer Bedarfsklärung eine Lotsenfunktion zu übernehmen: 
 
• Arbeitskreis Alleinerziehende 
• Arbeitsgemeinschaft 4 nach § 78 SGB VIII - Familienförderung 
• Arbeitsgemeinschaft 5 nach § 78 SGB VIII - Kindertagesbetreuung 
• Qualitätszirkel Frühe Hilfen 
• Austauschtreffen mit amtsinternen Fachstellen

[9] 
Fazit und Ausblick  
 
 
Insgesamt führen die steigenden Geburten-  und Einwohnerzahlen der Stadt, veränderte F a-
milienmodelle und die sich daraus ergebenden Bedarfe von Eltern zur Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf  nach wie vor  dazu, dass sich die Beratung zur Kindertagesbetreuung zu 
einem komplexen Themenfeld entwickelt hat. 
 
Aufgrund dieser Entwicklung wird der bereits hohe Bedarf an Kitaplätzen in den kommenden 
Jahren weiter steigen. Es bleibt eine Herausforderung , diese Bedarfe entsprechend zu de-
cken. Das Familienbüro wird bzgl. des stetigen Ausbaus der Betreuungs landschaft Familien 
weiter informieren und so Zugänge zu neuen Einrichtungen und Tagespflegangeboten er-
möglichen.   
 
Familien sind weiter mit existentiellen Fragen zur finanziellen Absicherung, beruflichen Quali-
fikation sowie Rückkehr in die Berufstätigkeit im Anschluss an die Elternzeit konfrontiert. 
 
Es bleibt wichtig, dass das Familienbüro als neutrale Anlaufstelle mit professioneller Ber a-
tung Eltern Orientierung und Begleitung in dieser Lebenssituation bietet. Die konstant hohen 
Kontaktzahlen zeigen deutlich den Bedarf einer zentralen Anlaufstelle, die diese Bedarfe 
aufnimmt, bündelt und als Schnittstelle zwischen Eltern und der Abteilung für Kindertagesbe-
treuung, den Fachberaterinnen der Kindertagespflege sowie zu Kindertageseinrichtungen 
direkt fungiert. 
 
Das Familienbüro baut als niedrigschwelliges Angebot durch Beratung und Begleitung im 
Prozess der Betreuungssuche Hemmschwellen ab und fungiert als „Türöffner“ für weitere 
Angebote und Dienste des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien oder anderer Träger . 
Oftmals suchen Familien das Familienbüro im Nachklang an die Kitaplatzsuche zu weiteren  
Themenbereichen auf. 
 
Im Zuge einer wachsenden Stadt hat das  Familienbüro weiter als offene Anlaufstelle, die 
Infos bündelt und berät, eine zentrale Funktion. 
Zugezogene Familien nutzen diesbezüglich die Angebote des Familienbüros vor allem zu 
den Themenbereichen Kita, Schule, Freizeitangebote und Akteure im Stadtteil. 
Der niedrigschwellige Beratungscharakter baut insbesondere bei Familien mit Migrationsvor-
geschichte und Flüchtlingsfamilien Barrieren ab und schafft Zugänge zu bestehenden Hilfen 
und Angeboten der Stadt. 
 
Die Vernetzung mit lokalen Partner n/-innen ist und bleibt eine wichtige Erfolgsbedingung für 
das Familienbüro. Nur so ist es möglich, eine Lotsenfunktion für Familien auszuüben und 
einen Überblick über bestehende Angebote vor Ort zu gewährleisten.

Beratungsverlauf (1)

26.06.2019 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 12 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Junkerstraße 1

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Details

Aktenzeichen
V/0507/2019
Typ
Vorlagen
Datum
16.05.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37