Klima-Bonus-App – Klimafreundliches Verhalten verstärken und ausbauen
SPD Antrag nach § 3 AN/1827/2023 vom 16.10.2023
Stand: Am 26.10.2023 im Rat beraten. Ergebnis: Sache ist erledigt. Nächste Beratung am 31.12.2026 im Ausschuss Klima, Umwelt und Grün.
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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/2 Vorlagen-Nummer AN/1827/2023 Stand: 06.08.2025 Sachstandsbericht Klima-Bonus-App – Klimafreundliches Verhalten verstärken und ausbauen Geänderter Beschluss: Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung zur Teilnahme an der Klima-Taler-App (https://klima-taler.com), die schon in vielen Kommunen erfolgreich genutzt wird und klima- freundliches Verhalten stärkt und belohnt. Die App wird in die Kommunikationsstrategie/ Dachmarke und das Monitoring zum Klimaschutz eingebettet. Im Prozess der Implementierung sollen in Köln möglicherweise bereits bestehende Bonuspro- gramme eingebunden werden. Außerdem werden die städtischen Einrichtungen, Angebote der städtischen Beteiligungsunternehmen und der Privatwirtschaft mit einbezogen, um den Eintausch der Klima-Taler-App möglichst attraktiv zu gestalten. Bei der Rekrutierung der pri- vatwirtschaftlichen Akteure ist auf das know how der KölnBusiness zurückzugreifen. Um einen möglichen Willkommensbonus in Anspruch nehmen zu können, soll eine Teilnahme möglichst noch in 2023 vereinbart werden. Zur Finanzierung stehen die Mittel aus Teilplan 0104 “IT- und Kommunikationsdienste”, Teil- planzeile 13 zur Verfügung. Die Verwaltung prüft, wie zudem Fördermittel von EU, Bund und Land eingeworben werden können. Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Der Beschluss wurde umgesetzt. Die Klimataler-App, in welcher Bürger*innen partizipieren und Unternehmen Angebote einpflegen können, wurde 2024 in Betrieb genommen. -
SPD Antrag nach § 3
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Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 16.10.2023 AN/1827/2023 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 26.10.2023 Klima-Bonus-App – Klimafreundliches Verhalten verstärken und ausbauen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 26.10.2023 aufzunehmen. Beschluss: Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung mit der Einführung eines digitalen Klima- Bonus-Programms. Mit einer geeigneten Smartphone-App soll dabei klimafreundliches Ver- halten gestärkt und belohnt werden. Zunächst soll vorrangig die Nutzung des Umweltverbun- des, also von öffentlichem Personennahverkehr, Rad- und Fußverkehr, durch das Sammeln von Bonus-Punkten gefördert werden. Später sollen auch andere klimafreundliche Verhal- tensweisen (z.B. Müllreduzierung, Reduzierung von Wasser- und Stromverbrauch etc.) ein- bezogen und belohnt werden. Bei der Erstellung sind folgende Aspekte zu beachten: - im ersten Schritt sollen zurückgelegte Fahrten mit dem ÖPNV sowie Rad- und Fuß- wege berücksichtigt werden - danach sollen auch weitere städtische Unternehmen und Tochtergesellschaften (z.B. AWB, RheinEnergie, StEB) einbezogen werden - 2 - - der Eintausch der der gesammelten Bonus-Punkte soll zunächst in städtischen Ein- richtungen wie den Kölner Museen, Oper und Schauspiel und in den Kölner Schwimmbädern der KölnBäder GmbH und im Kölner Zoo ermöglicht werden, indem dort kostenloser oder rabattierter Eintritt gewährt wird - in Absprache mit interessierten Kölner Unternehmen sollen weitere Eintauschmög- lichkeiten geschaffen werden - nach Möglichkeit ist mit den Nachbarkommunen Kölns und dem VRS zu kooperieren und ggf. eine gemeinsame Einführung zu prüfen. Die Realisierung einer solchen Klima-Bonus-App soll bevorzugt im Rahmen einer Auswei- tung des bestehenden Projektes „KUDOS - Kölner Urbanes Daten Ökosystem“ erfolgen. Al- ternativ soll ein eigenes Pilotprojekt aufgesetzt werden. Die Verwaltung ist aufgefordert, auch externen Sachverstand und vorhandene digitale Kreati- vität zum Beispiel bei Jugend hackt und dem Chaos Computer Club Cologne einzubeziehen, indem diese als Projektpartner eingebunden werden. Die Finanzierung der App-Erstellung und die Durchführung des Pilotprojektes erfolgen aus der Finanzstelle „6400-1201-0-0019 KUDOS – Mobilitätsapplikationen - KUDOS (Kölner Ur- banes Daten Oeko System)“ bzw. ggf. zusätzlich aus der Finanzstelle „0000-0103-0-0001 Beschaffung beweglichen Anlagevermögens, Beschaffung zur Umsetzung einzelner Digitali- sierungsprojekte“. Soweit durch die Einstellung der Pflege der Stadt Köln-App weitere Fi- nanzmittel freigeworden sind, werden auch diese für eine Finanzierung herangezogen. Darüber hinaus prüft die Verwaltung, welche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen, und beantragt diese entsprechend. Im Rahmen des Pilotprojektes und dessen Evaluierung ermittelt die Verwaltung gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen die langfristigen Kosten und unterbreitet dem Rat einen entsprechenden Finanzierungsvorschlag, um die Klima-Bonus-App dann im Dauerbetrieb zu verstetigen. Begründung: Köln hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Allerdings kann die Stadtverwaltung Köln dies nicht alleine schaffen, sondern dieses Ziel ist als gesamtge- sellschaftliche Aufgabe zu verstehen und nur gemeinsam zu bewältigen. Insofern ist auch eine aktive Mithilfe und Beteiligung aller in Köln lebenden Menschen unabdingbar. Dabei ist klar, dass positive Anreize geschaffen werden müssen, um individuelle Verhaltens- änderungen zugunsten von mehr Klimaschutz zu fördern und herbeizuführen. - 3 - Die Wiener App „Kultur Token – Klima schonen und Kultur genießen“ (https://digitales.wien.gv.at/projekt/kultur-token/) macht es derzeit in einem nach einer coronabedingten Unterbrechung fortgesetzten Pilotprojekt vor: Mittels Motion-Tracking, das heißt dem Aufzeichnen von Bewegungsdaten, misst die Wiener Kultur-Token-App aktiv zu- rückgelegte Wege. Sie erkennt mit ca. 90%iger Genauigkeit automatisch, ob Menschen zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die App berechnet dann anhand von Daten des Umweltministeriums, wieviel CO2 man im Vergleich zu einer normalen Autofahrt eingespart hat. Ein „Token“ soll der Vermeidung von etwa 20 Kilogramm CO2 entsprechen. Um so viel CO2 einzusparen, muss eine Person etwa zwei Wochen lang täglich den Arbeitsweg zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückle- gen. Ist die entsprechende Menge nicht emittierten CO2s „erreicht“, erhält die Person einen QR-Code auf das Smartphone, der dann als Eintrittskarte/Rabattberechtigung bei teilneh- menden Institutionen genutzt werden kann. Die App funktioniert unter Wahrung von Pri- vatsphäre und Datenschutz, folgt keinen Unternehmensinteressen, bietet einen deutlichen Mehrwert für die nutzenden Menschen und kann darüber hinaus auch nützliche Daten z.B. für die Mobilitätsforschung liefern. Lassen sich die erreichten „Bonus-Punkte“ entsprechend sammeln und miteinander kombi- nieren, wäre beispielsweise denkbar, dass eine Person im Sommer alle Wege mit dem Fahr- rad oder zu Fuß absolviert und die dadurch gesammelten Boni anspart, um diese im Winter für kostenlose bzw. deutlich preiswertere Fahrten im ÖPNV zu nutzen. Menschen könnten, indem sie Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrich- tungen nutzen, für die ansonsten die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen. Mit einer entsprechenden Klima-Bonus-App ließen sich also Kultur- und Sportförderung mit aktivem und personalisiertem Umweltschutz verbinden, ergänzt um gesellschaftliche Teil- habe. Die Stadt Köln sollte diese Möglichkeiten nutzen und die Einführung einer Klima-Bonus-App zumindest im Rahmen eines Pilotprojektes testen und nach Möglichkeit dauerhaft implemen- tieren. Mit freundlichen Grüßen gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf
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31.12.2026 vorgesehen
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: für das Digitale Berichtswesen
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