Mandari Insight

19/0042/2026

Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaanpassungskonzept (KLAK) während der Landesgartenschau

Mitteilung der Verwaltung 08.01.2026

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Umwelt, Grünflächen und Klimaschutz, Sitzung am 04.02.2026, TOP 13

Mitteilung der Verwaltung

· application/pdf

Ansehen

Antrag der Fraktion Bündnis 90Die Grünen v. 20.11.2025 bezgl. "Umsetzung von Öffentlichkeitsarbeit zum KLAK während der Landesgartenschau"

· application/pdf

Ansehen

Antrag der Fraktion Bündnis 90Die Grünen v. 20.11.2025 bezgl. "Umsetzung von Öffentlichkeitsarbeit zum KLAK während der Landesgartenschau"

6720 Zeichen

Herrn Bürgermeister 
Reiner Breuer 
Rathaus / Markt 2 
41460 Neuss 
 
 
20. November 2025 
 
Antrag zur Sitzung des Rates der Stadt Neuss am 12.12.2025: 
Umsetzung von Öffentlichkeitsarbeit zum KLAK während der Landesgartenschau 
 
 
 
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, 
 
als Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bitten wir darum, den nachfolgenden Antrag auf die 
Tagesordnung der Sitzung des Rates der Stadt Neuss am 12.12.2025 zu setzen. 
 
 
Beschlussempfehlung: 
1. ! Die Verwaltung wird beauftragt, das beschlossene Klimaanpassungskonzeptes (KLAK) im 
Rahmen der Landesgartenschau den Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen. Das 
strategischen Ziel Öffentlichkeitsarbeit des KLAKs soll durch ein Projekt in Anlehnung an die 
„Klima-Kiste" [1] als temporäres Bildungsprojekt und Erlebnisraum zur Veranschaulichung von 
Hitzeschutz-Maßnahmen im Stadtgebiet Neuss geplant und umgesetzt werden. 
 
2. ! Die Verwaltung beauftragt, kurzfristig folgende Finanzierungsoptionen zu prüfen: 
a) Realisierung des Projekts mit nicht verausgabten Restmitteln aus 2025. 
b) Bereitstellung von 50.000 € im Haushalt 2026, für die Anschaffung, Installation, Bepflanzung, 
Bewässerung, begleitende Informationsmaterialien sowie Evaluationsmaßnahmen. 
c) Benötigte Mittel zur Umsetzung in Eigenleistung. 
 
3. ! Um eine hohe Sichtbarkeit und Wirkung zu erzielen, soll die "Neusser Klima-Kiste" an stark 
frequentierten Orten in der Innenstadt oder entlang der für die Landesgartenschau 2026 
erwarteten Besucherströmen aufgestellt werden. Den genauen Standort wird von der 
Verwaltung in Abstimmung mit dem Fachausschuss AUGK festgelegt. 
 
4. ! Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für begleitende Bildungs- und 
Informationsangebote zu entwickeln, die das Bewusstsein für Klimaanpassungsmaßnahmen in 
der Stadtgesellschaft stärken.  
 
5. ! Nach Abschluss des Projekts ist dem Rat ein Evaluationsbericht für das Jahr 2026 vorzulegen, der 
die Wirksamkeit der Maßnahme dokumentiert und Empfehlungen für weiterführende 
Klimaanpassungsstrategien enthält.

6. ! Die Stadt Neuss strebt an, sich mit diesem Projekt einem überregionalen Netzwerk 
hitzeresilienter Städte anzuschließen und den Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen zu 
intensivieren. 
 
 
Begründung:  
Der Rat der Stadt Neuss hat die Fortschreibung des Klimaanpassungskonzepts beschlossen. 
Die Umsetzung vieler Maßnahmen kann jedoch nur mit der Stadtgesellschaft erfolgen. 
In Kapitel 2 des KLAKs heißt es: „Um möglichst viele Maßnahmen umzusetzen, bedarf es einer 
breiten Öffentlichkeitsarbeit, Sensibilisierung und Motivierung der Stadtbevölkerung und der 
städtischen Verwaltung.“ Die bevorstehende Landesgartenschau 2026 in Neuss bietet eine sehr gute 
Gelegenheit, ein breites Publikum für das Thema Klimaanpassung zu sensibilisieren. Die 
Umgestaltung des Rennbahnparks ist bereits eine sehr große Klimaanpassungsmaßnahme, jedoch 
gibt es im gesamten Stadtgebiet zahlreiche weitere versiegelte Flächen und Hitzeinseln mit zu 
wenig Bäumen. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, und es ist 
entscheidend, dass die Bürgerinnen und Bürger über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten von 
Klimaanpassungsmaßnahmen informiert werden. 
 
Aktuell fehlt es oft an Bewusstsein für die lokalen Auswirkungen des Klimawandels und die 
verfügbaren Anpassungsstrategien. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, wie beispielsweise mit der 
"Neusser Klima-Kiste", können wir dieses Bewusstsein schärfen und konkrete Maßnahmen vorstellen, 
die langfristig für jeden Vorteile haben. 
 
Die zunehmende Hitzebelastung in urbanen Räumen stellt eine wachsende Herausforderung für die 
Lebensqualität, Gesundheit und den wirtschaftlichen Standort Innenstadt dar. 
Aktuelle Forschungsergebnisse des Projekts "HeatResilientCity" [2] belegen die Notwendigkeit 
kommunaler Klimaanpassungsmaßnahmen und die Bedeutung hitzerobuster Stadtplätze für die 
Bevölkerung. 
Das Beispiel "Klima-Kiste" zeigt als niederschwelliges und kosteneffizientes Konzept die 
Möglichkeit, unmittelbar erfahrbare Abkühlung von bis zu 12°C gegenüber der 
Umgebungstemperatur zu schaffen. Auf einer kompakten Fläche von nur 5 x 7 Metern entsteht ein 
temporärer Erlebnisraum, der durch den gezielten Einsatz von Pflanzen, Wasser und Schatten ein 
wohltuendes Mikroklima erzeugt.  
  
Erfahrungen aus anderen Städten wie Hameln zeigen positive Effekte: 
- Erhöhte Aufenthaltsqualität und Verweildauer in der Innenstadt 
- Stärkung des lokalen Einzelhandels und der Gastronomie durch höhere Besucherfrequenz 
- Sensibilisierung der Bevölkerung für Klimaanpassungsmaßnahmen 
- Initiierung weiterführender Maßnahmen zur Stadtbegrünung und Entsiegelung. 
  
Die Kosten für den Bau inklusive Bepflanzung, Bewässerung und Informationsmaterialien belaufen 
sich auf ca. 50.000 Euro, eine vergleichsweise geringe Investition angesichts der zu erwartenden 
positiven Effekte für Stadtgestaltung, Aufenthaltsqualität und Bewusstseinsbildung, wie Klimafolgen 
entgegengewirkt werden können. Die Stadt Hameln hat die „Klima-Kiste“ seit 2023 jedes Jahr im 
Einsatz. Die Box kann in Folgejahren an verschiedenen Standorten aufgebaut werden. 
Das Forschungsprogramm "Innovationen zur Anpassung an den Klimawandel" [3] der Baden-
Württemberg Stiftung hat in den vergangenen Jahren intensiv zum Thema Hitzebelastung geforscht 
und Lösungsansätze entwickelt. Das Bildungsangebot soll diese Erkenntnisse aufgreifen und in ein 
praktisches, niedrigschwelliges Angebot umsetzen.

Mit diesem Projekt kann die Stadt Neuss eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung hitzeresilienter 
urbaner Räume einnehmen und gleichzeitig einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der 
Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger leisten. 
Mit der Aufstellung im Jahr 2026 zur Landesgartenschau positioniert sich die Stadt Neuss über ihre 
Stadtgrenzen hinaus als innovative Stadt, die aktiv Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität 
ihrer Bürger:innen in Zeiten der Klimaerhitzung entwickelt.t sich die Stadt Neuss über ihre 
Stadtgrenzen hinaus als innovative Stadt, die aktiv Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität 
ihrer Bürger:innen in Zeiten der Klimaerhitzung entwickelt. 
Mit freundlichen Grüßen 
Bettina Weiß Manfred Haag 
Fraktionssprecherin Fraktionssprecher 
Anhang: 
Links: 
https://www.dieklimakiste.de/ 
QUELLEN: 
[1] Klima-Kiste Stadtimpulse 
https://unsere-stadtimpulse.de/project/klima-kiste 
[2] Publikationen zu Hitzeresilienz in Städten : Handlungsempfehlungen... 
https://www.heatresilientcity.de/fileadmin/user_upload/heatresilientcity/files/Pressemitteilungen-
ISP/Presse_28_06_21.pdf 
[3] Urbane Hitze : Wie machen wir unsere Städte klimafit? https://www.bwstiftung.de/de/urbane-
hitze

Beratungsverlauf (1)

04.02.2026 Ausschuss für Umwelt, Grünflächen und Klimaschutz
TOP 13 Kenntnisnahme
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
19/0042/2026
Typ
Mitteilung der Verwaltung
Datum
08.01.2026
Erstellt
08.01.2026 09:19