0840/2018
Sachstandsbericht Schwerbehindertenstelle
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02/02-6 Vorlagen-Nummer 0840/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 22.03.2018 Sachstandsbericht Schwerbehindertenstelle In der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 16.05.2017, an der die Leiterin der Schwerbehindertenstelle Köln, Frau Klock, teilgenommen hat, wurden die von der Arbeitsgemein- schaft aufgeworfenen Fragen zu dem vorgesehenen Verfahrensablauf sowie den gesetzlichen Grund- lagen im Einzelnen beantwortet. Darüber hinaus wurden seitens der Stadtarbeitsgemeinschaft die Rückstände der Schwerbehindertenstelle thematisiert. In der damaligen Sitzung wurde vereinbart, dass die Schwerbehindertenstelle nach etwa einem Jahr erneut über die dortige Rückstandssituation berichtet: Die Rückstände der Schwerbehindertenstelle resultieren im Wesentlichen aus hohen krankheitsbe- dingten Ausfällen. Mit dem Ziel, die Rückstände abzubauen und eine serviceorientierte Arbeit zu ermöglichen, wurden umfangreiche personelle wie organisatorische Maßnahmen umgesetzt. 1. Personelle Unterstützung Die personellen Maßnahmen wurden in einem Stufenmodell realisiert, so dass der behördenübergrei- fende Arbeitsprozess ausgewogen bleibt und die vorhandenen Kräfte nicht zu stark durch Einarbei- tungsaufgaben blockiert werden. 1.1. Stufe 1 Seit dem 01.07.2017 arbeiten vier neue Kräfte im Antragsteam der Schwerbehindertenstelle Köln. Die neuen Kräfte sind inzwischen gut eingearbeitet und erledigen ihre Aufgaben selbstständig und erfolg- reich, so dass neu eingehende Anträge und aufgelaufene Rückstände besser bewältigt werden kön- nen. 1.2. Stufe 2 Ergänzend zu Stufe 1 ist im Oktober 2017 ein von der Stadt Köln finanziertes Unterstützungsprojekt gestartet. Dazu wurden – befristet für sechs Monate – 4,5 externe Kräfte als Task Force eingestellt. Damit wird ebenfalls das Ziel verfolgt, die Rückstandsbearbeitung zu erleichtern und zu beschleuni- gen. Aufgrund des Erfolgs der Task Force wird der Einsatz um sechs weitere Monate verlängert. Die Task Force übernimmt einfache Aufgaben für die Antrags- und Widerspruchsbearbeitung, wie zum Beispiel die Abrechnung eingegangener Befundberichte und Erinnerungsschreiben wegen noch aus- stehender Befundberichte an die behandelnden Ärzte. 1.3. Stufe 3 Die Stufe 3 wird aktuell umgesetzt: Am 12.03.2018 haben fünf weitere neue Kräfte ihren Dienst bei der Schwerbehindertenstelle aufgenommen. Die Kräfte wurden allesamt zum gleichen Zeitpunkt ein- 2 gesetzt, um eine gemeinsame Einarbeitung zu gewährleisten. Dieses Konzept wurde bereits bei den zum 01.07.2017 eingesetzten neuen Mitarbeitenden erfolg- reich erprobt. Vorteil der gebündelten Einarbeitung ist, dass zu grundsätzlichen Themenbereichen gemeinsame Schulungen stattfinden. In den gemeinsamen Schulungen werden insbesondere die Bedienung der angewandten SAP- Software, allgemeine Informationen zum Verfahrensablauf und den gesetzlichen Grundlagen sowie die erforderlichen medizinischen Grundkenntnisse vermittelt. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen werden somit durch die Einarbeitung nicht in zu hohem Maße zeitlich gebunden. Der Dienstbetrieb wird so wenig wie möglich belastet. Dennoch ist eine qualitativ hochwertige Einarbeitung der Kolleginnen und Kollegen gewährleistet. Im Ergebnis wird auf diese Weise ein schneller, selbstständiger Einsatz der Kräfte möglich. 2. Ablauforganisation Von den zahlreichen Verbesserungen in der Ablauforganisation werden hier zwei wichtige Punkte beispielhaft aufgeführt: 2.1. Installation einer Aufrufanlage Mit dem Ziel, das Publikum serviceorientiert bedienen zu können, wurde in den Wartebereichen der Schwerbehindertenstelle eine Aufrufanlage installiert. Die Bürgerinnen und Bürger können dadurch in Ruhe Platz nehmen, ein Vordrängeln ist nicht mehr möglich. Insgesamt wird dadurch die Wartezeit wesentlich entspannter, so dass die Kundenzufriedenheit gestärkt wurde. 2.2. Steuerung der Arbeitsabläufe Die Bearbeitung der Anträge wird zurzeit nach festen Quoten gesteuert, um so die Rückstände schnellstmöglich abzubauen. Das Modell zeigt deutliche Erfolge: Die Analyse der statistischen Aus- wertungen hat ergeben, dass zusätzlich zu den monatlich zu bearbeitenden etwa 1.900 Anträgen über 3.400 Rückstände bewältigt werden konnten. 3. Aufbauorganisation Um die Prozesse und alle Aufgaben der Schwerbehindertenstelle auch nachhaltig effizient steuern und erledigen zu können und den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern einen guten Service anzubie- ten, wurde die Aufbauorganisation der Schwerbehindertenstellte neu konzipiert. Der neue organisatorische Aufbau sieht vier Serviceteams in einer Größe von fünf bis sechs Arbeits- kräften vor. Jedes Serviceteam wird für eine festgelegte Buchstabenrate zuständig sein. Die Teams sind für die Antragsbearbeitung sowie die Bearbeitung von Widersprüchen und Nachprüfungen ver- antwortlich. Die Aufgabenerledigung durch die einzelnen Teams wird durch die neuen Teamleitungen gesteuert. Im Ergebnis erhalten die Bürgerinnen und Bürger dadurch feste Ansprechpartnerinnen und An- sprechpartner. Darüber hinaus sind die Bearbeitung von Anträgen und Widersprüchen in der Hand eines gemeinsamen Teams. Auf diese Weise werden Bürgerservice und Bürgernähe optimal geför- dert.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0840/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 20.03.2018
- Erstellt
- 15.03.2018 09:33