AN/0217/2026
Weiterentwicklung des Suchthilfekonzeptes durch Abgabe von Substitutionsmedikamenten
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Volt Anfrage nach § 4
3345 Zeichen
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 02.02.2026
AN/0217/2026
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 05.02.2026
Weiterentwicklung des Suchthilfekonzeptes durch Abgabe von Substitutionsmedikamenten
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende,
die Stadt Köln steht vor wachsenden Herausforderungen im Bereich der Drogenabhängigkeit und deren
Behandlung, insbesondere angesichts der sich verändernden Konsummuster und des Auftretens neuer
Substanzen in der offenen Drogenszene. Die Substitutionstherapie als evidenzbasierte Behandlungsme-
thode spielt dabei eine zentrale Rolle in der städtischen Drogenhilfe1.
Aufgrund der aktuellen Situation und vor dem Hintergrund der Planungen für das künftige städtische
Suchthilfezentrum benötigen wir eine langfristig geplante Exit-Strategie, um drogenkranke Menschen zu
unterstützen.
Die Stadt Köln steht nun vor der Aufgabe, auch ihr Substitutionsangebot an die sich verändernden Be-
dingungen anzupassen. Dies betrifft unter anderem die Entwicklung innovativer Ansätze für Crack-Kon-
sumierende.
Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:
1) Die Verwaltung steht mit der Beantwortung vom 17.06.2025 einer Teilnahme der Stadt Köln
an einem Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe eines "Crack-Ersatzstoffes" positiv gegenüber,
bisher gab es allerdings rechtliche Bedenken. Inwieweit konnten diese schon aus dem Weg ge-
räumt werden und wie ist der Sachstand bezüglich möglicher Off-Label Vergaben von Substituti-
onsmedikamenten bei Kokain- bzw. Crackabhängigkeit auf dem Kölner Stadtgebiet?
2) Inwieweit besteht die Möglichkeit, eine Off-Label Vergabe von Substitutionsmedikamenten als
1 THE GLOBAL STATE OF HARM REDUCTION 2018 . https://hri.global/
An den Vorsitzenden des Rates
Herr Oberbürgermeister Torsten Burmester
An die Vorsitzende des Ausschusses Soziales, Gesundheit,
Seniorinnen und Senioren
Frau Dîlan Yazicioglu
Ratsfraktion Volt
Rathaus Spanischer Bau
Rathausplatz , Zi. B 137
50667 Köln
Volt@stadt-koeln.de
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Pilotprojekt im Rahmen des geplanten Suchthilfezentrums zu realisieren und bei positivem Aus-
gang auch stadtweit in den vorliegenden Substitutionsambulanzen einzusetzen?
3) Welche Möglichkeiten hat die Stadt außerdem, in Absprache mit den Trägern der Substituti-
onsambulanzen (Drogenhilfe Köln, LVR Klinik etc.) sowie der Ärzteschaft (KV), um eine Erweite-
rung der Abgabe von Substitutionsmedikamenten, sowie die Ausweitung der Diamorphinabgabe
zu fördern?
4) Wie hoch ist die aktuelle Auslastung der Substitutionsprogramme in der Stadt Köln für abhän-
gige Menschen von illegalen Drogen? Wir bitten um eine Darstellung in Tabellenform (Be-
troffene, Substitutionsprogramme, belegte und freie Plätze sowie abgelehnte Fälle, aufgegliedert
in stationären und ambulanten Plätzen).
5) Wie hoch schätzt die Stadt Köln aktuell sowie im Zeitverlauf den Anteil von Fentanyl, bzw. mit
Fentanyl verunreinigten Drogen, sowie Kokain bzw. Crack am Drogenkonsum der offenen Dro-
genszene?
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
gez. Lucas Sickmöller
Geschäftsführer Volt-Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0217/2026
- Typ
- Volt Anfrage nach § 4
- Datum
- 02.02.2026
- Erstellt
- 02.02.2026 11:25