3147/2022
Nachreichung zu TOP 1.1 der Sitzung vom 23.06.2022
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Niederschrift zur Sitzung der StadtAG Behindertenpolitik am 23.06.2022
32528 Zeichen
Geschäftsführung
Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik
Frau Lachmayr
Telefon: (0221) 221-29727
Fax: (0221) 221-6627497
E-Mail: hannelore.lachmayr@stadt-koeln.de
Datum: 20.07.2022
Niederschrift
über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik in der
Wahlperiode 2020/2025 am Donnerstag, dem 23.06.2022, 14:00 Uhr bis 16:26 Uhr,
Rathaus Spanischer Bau, Theo-Burauen-Saal (Raum -Nr. B 121)
Anwesend waren:
Vorsitzende
Frau Bettina Baum Amtsleitung Amt für Integration und Vielfalt
Stimmberechtigte Mitglieder
Herr Steven Adam Der Paritätische Wohlfahrtsverband
Frau Uta Grimbach-Schmalfuß Sozialverband Deutschland e.V. Bezirk Köln -Leverkusen-
Erftkreis
Frau Annette Hepp DSB-Regionalgruppe der Schwerhörigen und Ertaubten
Köln und Umgebung e.V.
Herr Paul Intveen Blinden- und Sehbehindertenverein Köln e.V.
Frau Ellen Kuhn Zentrum für selbstbesimmtes Leben Köln EUTB
"Selbstbestimmt Leben" Köln
Herr Wolfgang Schaefer Deutsches Rotes Kreuz
Frau Alina-Toyah Schiller Synagogen-Gemeinde Köln
Herr Thorsten Steinbach IncluCity Cologne
Herr Andreas Thermann AWO Kreisverband Köln e.V.
Stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder
Frau Alexandra Dicks Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH
Frau Dr. Klara Groß-Elixmann Zentrum für selbstbestimmtes Leben Köln
Herr Heinz-Peter Helmes Sozialverband Deutschland e. V. Bezirk Köln -Leverkusen-
Erftkreis
Herr Andreas Pöttgen AWO Kreisverband Köln e.V.
Frau Susanne Steltzer Caritasverband für die Stadt K öln e.V. Caritas-Zentrum
Köln Kalk Leistungsbereichsleitung
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Beratende Mitglieder
Frau Cornelia Schmerbach Auf Vorschlag von SPD
Herr Dirk Kluwig Auf Vorschlag von DIE LINKE
Herr Benedikt Lieffertz Auf Vorschlag der FDP
Ständige Gäste
Frau Kerstin Kinnen Assistenz von Thorsten Steinbach
Herr Thomas Peters Landschaftsverband Rheinland
Frau Felicitas Vorpahl-Allweins Seniorenvertretung
Stellvertretende beratende Mitglieder
Herr Lars Wahlen Auf Vorschlag von Bündnis 90/ Die GRÜNEN
Verwaltung
Herr Rana Martin Bhattacharjee Personal- und Verwaltungsmanagement
Frau Sandra Brunner Dezernat Finanzen und Recht
Herr Ulrike Corr Amt für Kinder, Jugend und Familie 512
Herr Lukas Dedy Amt für Integration und Vielfalt
Frau Suhanthiny Ganesalingam Amt für Integration und Vielfalt
Frau Katrin Groß -Jacob Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Frau Dr. Marion Hesse -Zwillus Museumsdienst 4522
Herr Ulrich Horn Stadtplanungsamt 61
Herr Josef Johnen Personal- und Verwaltungsmanagement
Frau Elke Müssigmann Stadtplanungsamt 61
Herr Ronny Sämann Amt für Straßen und Radwegebau - Straßenplanung
Frau Mirjam Tomse Amt für Integration und Vielfalt
Herr Achim Woltmann Amt für Soziales, Arbeit und Senioren
Gäste
Herr Dr. Dr. Rainer Broicher sachkundiger Einwohner im Wirtschaftsausschuss
Herr Lukas Hofmann Technik für Hybride Sitzung
Herr Horst Ladenberger Gast
Frau Margarita Maria Lüdtke -Miro Lebenshilfe Köln e.V., Projektleitung "Politische
Selbstvertretung in Köln"
Frau Ute Palm sachkundige Einwohnerin im Aussch uss Kunst und Kultur
Herr Achim Schmitz sachkundiger Einwohner im Sportausschuss
Herr Gerhard Schneider KölnBäder GmbH
Schriftführerin
Frau Hannelore Lachmayr Amt für Integration und Vielfalt Büro der
Behindertenbeauftragten
Presse
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Zuschauer
Entschuldigt fehlen:
Frau Baum begrüßt die Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
und Gäste zur hybriden Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik. Sie
begrüßt besonders die Kollegen aus dem Amt für Personal- und
Verwaltungsmanagement.
Festlegung der Tagesordnung: Die Einladung wurde am 03.06.2022 im Internet
veröffentlicht. Die Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik wurden
per E-Mail am gleichen Tag hierüber informiert.
Nach Veröffentlichung wurden weitere Tagesordnungspunkte angemeldet bzw.
zurückgestellt:
I. Öffentlicher Teil
4.2 Öffentlichkeitsbeteiligung und Möglichkeit der Teilhabe von Menschen mit
Behinderung
hier: Anfrage der Vertreter*innen der Behindertenorganisationen und -
selbsthilfegruppen in der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Ellen
Kuhn und Paul Intveen vom 08.06.2022
Am 09.06.2022 nachträglich auf die Tagesordnung genommen.
4.3 Barrierefreiheit bei dem Antrag auf Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung
hier: Anfrage des Vertreters der Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen in
der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Thorsten Steinbach vom
10.06.2022
Am 13.06.2022 nachträglich auf die Tagesordnung genommen.
3.7 Grüngürtel - Parkstadt Süd, Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der
Vorplanung
1936/2022
Am 13.06.2022 nachträglich auf die Tagesordnung genommen.
2.2 Teilhabe von Menschen mit Behinderung bei Bürgerbeteiligungen und
Verwaltungsvorhaben
Am 21.06.2022 nachträglich auf die Tagesordnung genommen
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Die Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik wurden über die
Ergänzung der Tagesordnung per E-Mail informiert.
Es wurden keine TOPs zurückgezogen. Es wurden keine TOPs verfristet eingereicht.
Folgende TOPs sollen zusammen behandelt werden:
TOP 2.2 „Teilhabe von Menschen mit Behinderung bei Bürgerbeteiligung und
Verwaltungsvorhaben“,
TOP 3.7 „Grüngürtel Parkstadt Süd“ und
TOP 4.2 „Anfrage zur Öffentlichkeitsbeteiligung und Möglichkeit der Teilhabe von
Menschen mit Behinderung“.
Die Verwaltung schlägt vor zur nächsten Sitzung der Stadt AG einen neuen ständigen
TOP „Sachstandsberichte zu einzelnen Maßnahmen bei der Stadt Köln im Bereich der
Öffentlichkeitsbeteiligung von Menschen mit Behinderung“.
Die Stadt AG beschließt, diese TOPs einzeln, aber im Paket zu besprechen.
TOP 8 Verschiedenes
Herr Intveen meldet einen Punkt unter „Verschiedenes“ an: es geht um da Rote Haus
und die Rathaustreppe und die Eröffnung Ende April.
Herr Steinbach meldet einen Punkt unter „Verschiedenes“ an. Er bittet Frau Lüdtke–
Míro, das neue Projekt vorzustellen.
Frau Kuhn meldet einen Punkt unter „Verschiedenes“ an. Dieser betrifft auch die
Rathaustreppe.
Die Tagesordnung wird inklusive der Ergänzungen unter dem Punkt „Verschiedenes“
beschlossen.
Die Tagesordnung wird wie folgt genehmigt. Aus technischen Gründen lässt sich die
durch Beschluss geänderte Tagesordnung leider so nicht abbilden. In der Sitzung
wurden die TOPs aber wie beschlossen beraten.
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Tagesordnung
I. Öffentlicher Teil
1 Gespräche und Vorträge
1.1 Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bei der Kölner Stadtverwaltung
2 Anträge, Beschlüsse und Beschlussempfehlungen
2.1 ständige Gäste
hier: Entsendung neuer Vertreter*innen nach Neuwahl der Seniorenvertretung
der Stadt Köln
2.2 Teilhabe von Menschen mit Behinderung bei Bürgerbeteiligungen und
Verwaltungsvorhaben
hier: Einrichtung eines neuen ständigen Tagesordnungspunktes
3 Mitteilungen, Sachstandsberichte und Rückfragen zu Beantwortungen
von Anfragen und Mitteilungen aus früheren Sitzungen
3.1 Teilnahme am Landesprogramm „Kommunales Integrationsmanagement
(KIM)"/ Förderprojekt Teilhabemanagement für geflüchtete Menschen in Köln
hier: Ausweitung des Casemanagements für ukrainische Geflüchtete
sowie Überführung des Teilhabemanagements in KIM
1002/2022
3.2 Elternbroschüre Inklusive Bildung an Kölner (Grund-) Schulen
1421/2022
3.3 Nachfrage auf die Beantwortung zum Bildungsmonitoring
"Inklusionsentwicklung an Kölner Schulen Stand 2020/21" (0562/2022)
1467/2022
3.4 Evaluation der kommunalen Seniorenprogramme der Stadt Köln
1468/2022
3.5 Fertigstellung und Umsetzungsbeginn Förderkonzept Kulturelle Teilhabe
1584/2022
3.6 Teilhabe verbessern mit Förderprogramm: „Inklusion vor Ort – Das Programm
für die modellhafte Förderung inklusiver Sozialräume in Nordrhein-Westfalen“
1816/2022
3.7 Grüngürtel - Parkstadt Süd, Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Vorplanung
1936/2022
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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4 Anfragen
4.1 Barrierefreiheit in Kölner Schwimmbädern
1148/2022
4.2 Anfrage zu Öffentlichkeitsbeteiligung und Möglichkeit der Teilhabe von
Menschen mit Behinderung; hier: Anfrage der Vertreter*innen der
Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen in der
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Ellen Kuhn und Paul Intveen vom
08.06.2022
4.3 Anfrage zur Barrierefreiheit bei dem Antrag auf Grundsicherung im Alter und
bei Erwerbsminderung; hier: Anfrage des Vertreters der
Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen in der
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Thorsten Steinbach vom
10.06.2022
5 Bericht der Behindertenbeauftragten
6 Diversity
6.1 Europäische Hauptstadt für Integration und Vielfalt
1485/2022
7 Berichte aus den Fachausschüssen des Rates
8 Verschiedenes
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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I. Öffentlicher Teil
1 Gespräche und Vorträge
1.1 Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bei der Kölner
Stadtverwaltung
Die stimmberechtigten Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft möchten über das
Thema: „Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bei der Kölner
Stadtverwaltung“ sprechen.
Die Vertreter*innen des Amtes für Personal- und Verwaltungsmanagement wurden
eingeladen und werden heute über das Thema berichten. Es folgt ein kurzer
Impulsvortrag.
Die Haltung der Stadt Köln lautet: „Wir wollen Arbeitgeberin für möglichst viele
unterschiedliche Menschen sein und begrüßen in unserer Organisation ausdrücklich
Menschen mit Behinderung“.
Ziele des Amtes für Personal- und Verwaltungsmanagement sind
die Gewinnung von Auszubildenden mit Behinderung,
Inklusionsprojekt „Fachpraktiker*in Bürokommunikation“,
Sensibilisierung bezüglich der Ausbildung etc.
allgemeine Förderungen für Menschen mit Behinderung in der gesamten
Stadtverwaltung; nicht nur während der Ausbildung.
Frau Palm fragt, wie viele Bewerber*innen jährlich einen Ausbildungsplatz erhalten.
Sie möchte wissen, wie viele davon Menschen mit Behinderung sind.
Herr Johnen berichtet, dass er keine genauen Zahlen hat. Die Stadt stellt im Jahr ca.
350 Bewerber*innen in allen Bereichen ein. Die Zahl der Menschen mit Behinderung
bewegt sich zwischen 2-3%. Grund dafür sei laut Herrn Johnen, dass nicht genügend
Bewerbungen von Menschen mit Behinderung kämen. Genaue Zahlen (absolute
Zahlen) sollen nachgeliefert werden.
Die Testverfahren für Einstellungen werden vom Geva-Institut durchgeführt. Die
Belange der Menschen mit Behinderung werden hier berücksichtigt.
Die Beantwortung der Frage zur Möglichkeit der Einrichtung von betriebsintegrierten
Werkstattarbeitsplätzen muss nachgereicht werden.
Die Anzahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Ausbildung nimmt zu.
Das Amt für Personal- und Verwaltungsmanagement versucht, dieses Thema
anzugehen und den Betroffenen zu helfen. Auch die Möglichkeit der Unterbrechung
der Ausbildung ist hierbei möglich.
Es sind keine Daten über Menschen mit Behinderung in Führungspositionen bei der
Stadt Köln vorhanden. Wenn es sie gibt, werden sie nachgereicht.
Die Stadt Köln hat einen großen Schwerpunkt bei der modularen Qualifizierung für
den höheren Dienst bei der Thematik Umgang mit Menschen mit Behinderung
gesetzt.
Herr Intveen fragt nach dem Inklusionsbericht. Er regt die getrennte Abfassung dieses
Berichtes an:
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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einmal aus Sicht der Personalvertretung (Gesamtschwerbehindertenvertretung)
und
einmal aus Sicht der verantwortlichen Führungskräfte.
Dies soll der klaren Differenzierung dienen.
Fazit:
Die Diskussion zur Thematik soll in kleinerer Runde von Interessierten weitergeführt
werden. Dies soll über die Behindertenbeauftragte veranlasst werden.
Der Vorschlag von Hr. Intveen bezüglich zweier Fassungen des Inklusionsberichtes
soll geprüft werden.
Die Vertreter*innen des Amtes für Personal- und Verwaltungsmanagement werden
Zahlen bzw. die Beantwortung der Fragen nachreichen.
2 Anträge, Beschlüsse und Beschlussempfehlungen
2.1 ständige Gäste
hier: Entsendung neuer Vertreter*innen nach Neuwahl der
Seniorenvertretung der Stadt Köln
Im Jahr 2021 ist die Seniorenvertretung der Stadt Köln neu gewählt worden. Es gibt
jetzt zwei neue Vertreterinnen aus der Seniorenvertretung:
Frau Felicitas Vorpahl-Allweins
und:
Frau Gabriele Wedde
Beschluss:
Die Mitglieder der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik begrüßen die neuen
Vertreterinnen der Seniorenvertretung.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig beschlossen
2.2 Teilhabe von Menschen mit Behinderung bei Bürgerbeteiligungen und
Verwaltungsvorhaben
hier: Einrichtung eines neuen ständigen Tagesordnungspunktes
Wenn Bürger*innen sich über Pläne der Stadt informieren möchten
oder ihre Meinung und Wünsche zu den Plänen sagen wollen, dann gibt es zwei
Möglichkeiten:
Sie können sich im Internet informieren.
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Sie können Informations-Veranstaltungen besuchen.
Das funktioniert nur, wenn die Veranstaltungen vor Ort und im Internet barrierefrei
sind.
Gibt es zu viele Barrieren, dann können sich Menschen mit Behinderungen nur
schlecht informieren oder gar nicht.
Hierzu gibt es einen Antrag von Herrn Intveen unter
TOP 4.2. Anfrage zu Öffentlichkeitsbeteiligung und Möglichkeit der Teilhabe von
Menschen mit Behinderung; hier: Anfrage der Vertreter*innen der
Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen in der
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Ellen Kuhn und Paul Intveen vom
08.06.2022
Herr Intveen stellt seinen Antrag vor.
Sein Ziel ist es, die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung für das Thema zu
sensibilisieren. Er hat die Erfahrung gemacht, dass in der Stadtverwaltung durchaus
der Wille besteht, auch Menschen mit Behinderung an Öffentlichkeits- und
Beteiligungsverfahren zu beteiligen. Häufig fehlt nur das Wissen, wie dies umgesetzt
werden kann. Hier könnte eine Checkliste weiterhelfen, an deren Ausarbeitung die
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik sich gerne beteiligt.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft nimmt die Anfrage zur Kenntnis.
Die Beantwortung soll spätestens bis zur nächsten Sitzung erfolgen.
Außerdem gibt es noch eine Mitteilung zu dem Thema unter
TOP 3.7 Grüngürtel - Parkstadt Süd, Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der
Vorplanung
Frau Groß-Jacobs erläutert den Bearb eitungsstand. Beim Bauvorhaben geht es um
die Verlängerung des bestehenden inneren Grüngürtels von der Luxemburger Str. bis
zum Rhein.
Die Grundlagenermittlung abgeschlossen und der Funktionsplan erstellt. Dieser wurde
Anfang des Jahres geplant und der Öffentlichkeit vorzustellen. Ansprechpartnerin für
den Austausch mit dem Arbeitskreis Barrierefreies Köln ist Fr. Groß-Jakobs.
Die Beteiligung für Planung wurde in Kooperation mit dem Büro für
Öffentlichkeitsbeteiligung abgeschlossen. Über die Seite „meinungfuerkoeln“ wurde
der Online-Dialog durchgeführt. Texte und Fotos wurden dort in barrierefreier Form
angeboten. Die Informationsveranstaltung am 26.4. wurde untertitelt. Die
Abschlussveranstaltung fand auch digital per Livestream statt. Es gab eine
Untertitelung.
Darüber hinaus gab es auch Spaziergänge über das Gelände, die jedoch leider nicht
geeignet für Menschen mit Behinderung waren.
Daher soll noch einmal eine Begehung für Menschen mit Behinderung angeboten
werden, wenn die Gehwege fertiggestellt sind. Dies ist für etwa Ende des Jahres
geplant.
Herr Intveen betont, dass der Arbeitskreis barrierefreies Köln keine
Sonderbehandlung fordert. Er möchte, dass eine grundsätzliche Beteiligungsform
gefunden werden soll, durch die Menschen mit Behinderung regelhaft beteiligt werden
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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können. Beteiligung soll in der Verwaltung grundsätzlich barrierefrei geplant werden.
Die Informationen sollen für alle Menschen zugängig sein.
Frau Tomše ergänzt, dass strukturelle Probleme angegangen werden müssen. Es
muss vermieden werden, dass Menschen mit Behinderung bei der Planung von
Beteiligung nicht berücksichtigt werden.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
Frau Baum schlägt vor, dass die Verwaltung einen neuen ständigen TOP „Teilhabe
von Menschen mit Behinderung bei Bürgerbeteiligungen und Verwaltungsvorhaben“
ab der nächsten Sitzung am 29.09.2022 einrichtet. Unter diesem TOP können dann
zukünftig die entsprechenden Vorlagen der Verwaltung oder Anträge der Mitglieder
veröffentlicht werden, die bisher in anderen TOP zugeordnet wurden. Die Mitglieder
der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik begrüßen dies.
Beschluss:
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschließt die Einrichtung eines
neuen ständigen Tagesordnungspunktes „Teilhabe von Menschen mit Behinderung
bei Bürgerbeteiligungen und Verwaltungsvorhaben“ ab der nächsten Sitzung am
29.09.2022. Hier sollen regelmäßig Sachstände zu den städtischen Vorhaben
mitgeteilt werden.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig beschlossen
3 Mitteilungen, Sachstandsberichte und Rückfragen zu Beantwortungen
von Anfragen und Mitteilungen aus früheren Sitzungen
3.1 Teilnahme am Landesprogramm „Kommunales Integrationsmanagement
(KIM)"/ Förderprojekt Teilhabemanagement für geflüchtete Menschen in
Köln
hier: Ausweitung des Casemanagements für ukrainische Geflüchtete
sowie Überführung des Teilhabemanagements in KIM
1002/2022
Herr Intveen betont, dass dies eine zusätzliche Aufgabe ist. Er fragt, welche
Auswirkung hat dies auf das Amt für Integration und Vielfalt hat. Reicht das Personal
hierfür? Gibt es Auswirkungen auf Unterstützung für Menschen mit Behinderung?
Frau Baum erklärt, dass es beim Amt für Integration und Vielfalt für diese Aufgabe
zusätzliche Stellen gibt, unter anderem auch für Beratungen für geflüchtete Menschen
aus der Ukraine. Stellenzuwachs erfolgt daher nicht nur beim Amt für Integration und,
sondern bei beauftragten Trägern. Diese arbeiten unmittelbar mit betroffenen
Menschen. Im Amt gibt es zwei Kolleg*innen, die eine Koordinationsfunktion in diesem
Programm übernehmen. Es werden auch geduldete Menschen mit Behinderung durch
dieses Programm angesprochen. Das Programm berührt nicht die Arbeit des Büros
der Behindertenbeauftragten, da es in einer anderen Abteilung angesiedelt ist.
Frau Schmerbach fragt, ob in diesem Programm Geflüchtete aus anderen Ländern
berücksichtigt sind.
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Frau Baum erklärt, dass das Landesprogramm sich grundsätzlich an Geduldete aus
unterschiedlichsten Ländern richtet, nun aber auch für Ukrainer*innen offen steht
gemäß Beschluss der Landesregierung.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
3.2 Elternbroschüre Inklusive Bildung an Kölner (Grund-) Schulen
1421/2022
Herr Intveen begrüßt diese Broschüre. Er bittet die Verwaltung um die Beantwortung
folgender Fragen:
- Wie ist sichergestellt, dass an den Grundschulen die organisatorischen und
technischen Voraussetzungen gegeben sind, damit Kinder mit besonderen
Bedarfen richtig und inklusiv geschult werden können?
- Welche organisatorischen und finanziellen Möglichkeiten gibt es für Familienmit
Kinder mit Behinderung für den Transport von zu Hause bis zur Schule?
- Ist sichergestellt, dass es einen „Transportservice“ hin und zurück gibt? Ist das
verlässlich?
- Was müssen Eltern machen um diesen Service nutzen zu können?“
Herr Intveen bittet die Verwaltung, diese durch die Schulverwaltung bis zur nächsten
Sitzung zu beantworten.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
3.3 Nachfrage auf die Beantwortung zum Bildungsmonitoring
"Inklusionsentwicklung an Kölner Schulen Stand 2020/21" (0562/2022)
1467/2022
Herr Intveen weist darauf hin, dass die Verwaltung hier offen legt, dass Inklusion an
Kölner Schulen nicht an Kölner Gymnasien stattfindet. Es gibt genau 2 Gymnasien,
die ein Angebot stellen. Vermutlich ist das eine Folge der Landespolitik, die den
Gymnasien die Möglichkeit der Entscheidung eingeräumt hat. Es war klar, dass die
Gymnasien es dann nicht anbieten. Er findet dies schlecht und dramatisch.
Frau Kuhn erklärt; dass sie vor 27 Jahren an einem Kölner Gymnasium Abitur
gemacht hat. Sie ist völlig entsetzt über diese Mitteilung, dass es 27 Jahren später
immer noch solche Probleme gibt. Kinder mit Behinderung haben bei weitem nicht die
gleiche Entscheidungsfreiheit wie Kinder ohne Behinderung.
Herr Schaefer erklärt, dass auch an anderen Gymnasien inklusive Maßnahmen
stattfinden, die nicht in diesem Programm enthalten sind. Gesamtschulen sind in
Sachen Inklusion weiter. Dadurch wird die Wahlfreiheit von Schüler*innen mit
Behinderung eingeschränkt.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
3.4 Evaluation der kommunalen Seniorenprogramme der Stadt Köln
1468/2022
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Frau Grimbach-Schmalfuß gibt einen Überblick über die wichtigsten Punkte zum
Thema Inklusion. Beim Thema Barrierefreiheit muss noch mehr getan werden. Die
Ziele der Programme werden sonst nicht erreicht.
Herr Woltmann weist darauf hin, dass die Verwaltung die Probleme kennt. Oft fehlt es
an den notwendigen Mitteln. Auf die Nachfrage von Herrn Kluwig teilt er mit, dass die
Angebote für alle, also auch für erwerbsgeminderte Rentner*innen offen stehen.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
3.5 Fertigstellung und Umsetzungsbeginn Förderkonzept Kulturelle Teilhabe
1584/2022
Frau Palm erklärt, dass der Kulturausschuss hinter diesem Konzept steht. In
einzelnen Veranstaltungen müssen die Belange Menschen mit Behinderung
berücksichtigt werden. Zusammenfassend findet sie das Konzept einen tollen Schritt.
Frau Kinnen hat die formale Anmerkung, dass das Wort „Hilfeplan“ als Begriff bereits
besetzt ist, um Unterstützung beim Wohnen zu beantragen. Das Wort sollte nicht für
Förderplan benutzt werden. Das Gleiche gilt für das Wort Grundsicherung. Dies sollte
der Fachverwaltung mitgeteilt werden.
Frau Schmerbach fragt, ob Angebote für Menschen mit Sehschwäche in diesem
Bericht stehen?
Frau Tomše erklärt, dass in dem Konzept die Beteiligung verschiedener
Interessensgruppen ganz klar Bestandteil ist. Es ist vorgesehen, dass kulturelle
Angebote barrierefrei besucht werden können.
Frau Palm informiert, dass es ein Angebot gibt, in Museen Skulpturen mit
Handschuhe abtasten zu können.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
3.6 Teilhabe verbessern mit Förderprogramm: „Inklusion vor Ort – Das
Programm für die modellhafte Förderung inklusiver Sozialräume in
Nordrhein-Westfalen“
1816/2022
Die Vertreter*innen der Behindertenorganisationen und Behinderten-
Selbsthilfegruppen in der Stadt-AG haben Fragen dazu im Jugendhilfeausschuss
gestellt. Diese Fragen wurden beantwortet.
Seit der Beantwortung der Fragen gibt es aber neue Entwicklungen.
Frau Tomše erklärt, dass sich inzwischen das Kulturdezernat mit dem Thema
kulturelle Teilhabe gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus Köln für diese
Förderung beworben hat.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
3.7 Grüngürtel - Parkstadt Süd, Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der
Vorplanung
1936/2022
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik hat vor Eintritt in die Tagesordnung
beschlossen, dass dieser TOP unter TOP 2.2. beraten wird.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
4 Anfragen
4.1 Barrierefreiheit in Kölner Schwimmbädern
1148/2022
Herr Kluwig bittet darum, dass die Antwort auch dem Sportausschuss zur Kenntnis
gegeben werden soll.
Herr Intveen möchte, dass die Beantwortung auch in den Sozial- und
Jugendhilfeausschuss geben wird.
Er ist verwundert über die Antwort der KölnBäder GmbH. Die Antwort berücksichtigt
nur Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Barrierefreiheit umfasst jedoch die
Berücksichtigung aller Behinderungsformen. Er bittet die KölnBäder GmbH, die
Antwort zu präzisieren und Begriff der Barrierefreiheit umfassend zu sehen.
Frau Kuhn weist darauf hin, dass unter Punkt 2 in der Antwort die Sonderstellung des
Chorweilerbades mit einer behindertengerechten Umkleidemöglichkeit betont wird. Sie
fragt, was dann die anderen Bäder vorzuweisen haben? Sind die Umkleidekabinen
dort nicht barrierefrei? Diese Konkretisierung soll in die Antwort der KölnBäder GmbH
aufgenommen werden.
Aufgrund technischer Probleme kann der Punkt nicht direkt mit Herrn Schneider von
der KölnBäder GmbH geklärt werden. Daher wird er eine überarbeitete Antwort zur
nächsten Sitzung geben und auch dem auch dem Sportausschuss, dem Sozial- und
dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis geben.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Beantwortung zur
Kenntnis.
4.2 Anfrage zu Öffentlichkeitsbeteiligung und Möglichkeit der Teilhabe von
Menschen mit Behinderung; hier: Anfrage der Vertreter*innen der
Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen in der
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Ellen Kuhn und Paul
Intveen vom 08.06.2022
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik hat vor Eintritt in die Tagesordnung
beschlossen, dass dieser TOP unter TOP 2.2. beraten wird.
4.3 Anfrage zur Barrierefreiheit bei dem Antrag auf Grundsicherung im Alter
und bei Erwerbsminderung; hier: Anfrage des Vertreters der
Behindertenorganisationen und -selbsthilfegruppen in der
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Thorsten Steinbach vom
10.06.2022
Herr Steinbach stellt seinen Antrag vor.
Der Antrag auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung weist Mängel auf.
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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Es gibt keine Telefonnummer auf der Internetseite. An wen soll man sich wenden
wenn man eine Beratung zu einem Antrag auf Grundsicherung braucht?
Es werden Telefonnummern gefordert, die barrierefrei zugänglich ist.
Der Antrag auf Grundsicherung wurde nicht in Leichte Sprache übersetzt. Das neue
Antragsformular auf Grundsicherung ist sehr schwer zu verstehen. Er bittet um
Prüfung, ob der Antrag in Leichte Sprache übersetzt werden kann.
Es gibt ein Informationsblatt, das in Leichter Sprache sein soll, aber weder in Leichter
noch in einfacher Sprache ist. Das Dokument muss in Leichte Sprache übersetzt
werden, wenn Leichte Sprache draufsteht.
Das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren wird gebeten, diese Dokumente in Leichte
Sprache zu übersetzen.
Die Anfrage wird zur nächsten Sitzung beantwortet.
5 Bericht der Behindertenbeauftragten
Es gab ein Treffen des Büros der Behindertenbeauftragten mit dem Netzwerk für
Freiwilligenengagement. Es wurde besprochen, wie freiwilliges Engagement für
Menschen mit Behinderung geöffnet werden und inklusiv gestaltet werden kann.
Am 25.10.2022 gibt es hierzu den ersten Fachtag. Dort soll erarbeitet werden, wie
Strukturen in Köln geschaffen werden können, damit ein Ehrenamt für mehr
Menschen möglich ist.
Initiiert durch den Caritasverband Köln fand zum Thema Barrierefreies Wohnen Auf
dem Kölnberg im Stadtteil Meschenich ein Wohnraumdialog mit den
Hausverwaltungen statt. Es wurden Ideen zur Barrierefreiheit ausgetauscht. Es soll
nun ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, wo Barrierefreiheit hergestellt werden
kann.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt den Bericht zur Kenntnis.
6 Diversity
6.1 Europäische Hauptstadt für Integration und Vielfalt
1485/2022
Im April 2022 hat die Stadt Köln von der EU-Kommission den ersten Preis „European
Capitals of Inclusion and Diversity“ („Europäische Hauptstadt der Integration und
Vielfalt“) bekommen.
Herr Intveen gratuliert im Namen des Gremiums. Frau Baum dankt im Namen der
Verwaltung.
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
7 Berichte aus den Fachausschüssen des Rates
Hierzu liegt kein Wortbeitrag vor.
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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8 Verschiedenes
8.1 „Politische Selbstvertretung in Köln“
Herr Steinbach führt kurz ein und gibt dann das Wort an Frau Lüdtke-Míro weiter. Frau
Lüdtke Miró ist von der Lebenshilfe Köln e.V., Projektleitung „Politische
Selbstvertretung in Köln“.
Das Projekt zur politischen Selbstvertretung für Menschen mit Lernschwierigkeiten in
Köln ist ein gemeinsames Projekt der KoKoBe Köln und der Lebenshilfe Köln e.V. Es
wird von der Aktion Mensch von Januar 2022 bis Dezember 2026 gefördert. Ziel des
Projektes ist eine Selbstvertretungsgruppe aufzubauen, damit sich Menschen mit
Lernschwierigkeiten für ihre Rechte in der Stadt Köln besser engagieren können. Das
Projekt ist in dieser Form ein ganz neuer Weg, um die politische Teilhabe von
Menschen mit Lernschwierigkeiten zu verbessern.
In der bisherigen Selbstvertretungsgruppe „IncluCity“ haben sich die
Selbstvertreter*innen alle 4-6 Wochen an einem Samstagvormittag getroffen. Neu an
diesem Projekt ist, dass die Selbstvertretungsgruppe an zwei Tagen in der Woche im
Projekt arbeiten wird. Die Arbeit in der Gruppe wird bezahlt. Die neue Gruppe wird die
Selbstvertretungsgruppe „IncluCity“ ablösen. Inspiriert ist die Idee des Projektes vom
Verein „Mensch zuerst“ in Kassel. In diesem Verein setzen sich Menschen mit
Lernschwierigkeiten selbst für die Rechte von Menschen mit Lernschwierigkeiten ein.
Jeder Mensch mit Lernschwierigkeiten kann sich für die Arbeit in der Selbstvertretung
bewerben. Wichtig ist, dass sich die Person für Gleichberechtigung und Inklusion
einsetzen möchte. Ein zentraler Bestandteil des Projektes ist die Zusammenarbeit mit
der Stadt Köln und der „Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik“.
Aktuell wird das Projekt bekannt gemacht. Am Samstag, den 17. September von 11-
13 Uhr wird es eine Info-Veranstaltung zu dem Projekt geben. Danach wird es die
Möglichkeit geben sich zu bewerben, so dass die Selbstvertretungsgruppe möglichst
gegen Ende des Jahres ihre Arbeit aufnehmen kann.
Bei Fragen zu dem Projekt kann gerne die Projektleitung Margarita María Lüdtke Miró
telefonisch unter der Nummer 0170-9236322 oder via Email unter margarita.luedtke-
miro@lebenshilfekoeln.de kontaktiert werden.
8.2 Rotes Haus
Herr Intveen gibt eine Information zum Thema „Rotes Haus“.
Die Rathaustreppe am Roten Haus wurde eröffnet. Herr Intveen hält das Projekt für
sehr gelungen. Es gibt einen Aufzug, der die Höhe zwischen Rathausplatz und Alter
Markt überwindet. Es ist also barrierefrei.
Frau Kuhn ergänzt jedoch, dass der Aufzug am Tag dieser Sitzung nicht funktioniert
hat.
Diese Info wird an das zuständige Amt weitergeleitet.
Niederschrift über die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022
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8.3 Toilette am Wiener Platz
Herr Kluwig möchte, dass die Toiletten am Wiener Platz barrierefrei sein sollen.
Das Büro der Behindertenbeauftragten wird an das zuständige Amt herantreten.
Frau Baum teilt mit, dass die nächste Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik am 29.09.2022 wieder in hybrider Form erfolgen wird.
Gez. Bettina Baum
(Vorsitzende / Amtsleiterin des
Amtes für Integration und Vielfalt)
gez. Hannelore Lachmayr
(stellvertretende Schriftführerin /
Geschäftsführung
Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik)
Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
3320 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/11/110/4 Vorlagen-Nummer 04.10.2022 3147/2022 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 14.11.2022 Nachreichung zu TOP 1.1 der Sitzung vom 23.06.2022 Sachverhalt: In der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 23.06.2022 wurde unter TOP 1.1 die „Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bei der Kölner Stadtverwaltung“ thematisiert. Von Seiten des Gremiums wurde gefragt, wie viele Bewerber*innen jährlich einen Ausbil- dungsplatz erhalten und wie viele davon Menschen mit Behinderung sind. Die Verwaltung berichtete, dass die Stadt pro Jahr circa 350 Bewerber*innen in allen Bereichen einstellt. Die Zahl der Menschen mit Behinderung bewegt sich zwischen 2 und 3 Prozent. Genaue Zahlen sollten nachgeliefert werden (Punkt 1 der unten stehenden Antwort). Des Weiteren sollte die Frage zur Möglichkeit der Einrichtung von betriebsintegrierten Werk- stattarbeitsplätzen nachträglich beantwortet werden (Punkt 2 der Antwort). Da keine Daten über Menschen mit Behinderung in Führungspositionen bei der Stadt Köln vorlagen, sollten diese ebenfalls nachgereicht werden, wenn es sie gibt (Punkt 3 der Ant- wort). Antwort/Stellungnahme der Verwaltung: Mit der Geschäftsführung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik ist abgestimmt, dass die nachstehenden Zahlen auf dem statistisch abgeschlossenen und daher zweckmä- ßig darstellbaren Jahr 2021 basieren. Die Erfassung einer Behinderung ist erfolgt, wenn die- se der Stadt Köln bekannt war. 1. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung bei der Stadt Köln a. Ausbildungsbewerbungen Im Jahr 2021 haben sich insgesamt 7.415 Personen um einen Ausbildungsplatz be- worben, davon waren 172 Menschen mit Behinderung. Die Quote der Ausbildungs- bewerber*innen mit Behinderung lag somit bei 2,32 Prozent. 341 Personen haben ihre Ausbildung bei der Stadt begonnen, davon 10 Bewer- ber*innen mit Behinderung, das entspricht einer Einstellungsquote von 2,93 Prozent Dies bedeutet ferner, dass 5,81 Prozent der Bewerbungen behinderter Menschen 2 hier erfolgreich war. b. Initiativbewerbungen Initiativ beworben haben sich 2.734 Personen, davon 160 Menschen mit Behinde- rung. Die Quote der Initiativbewerbenden mit Behinderung lag somit bei 5,85 Pro- zent. 119 der Initiativbewerber*innen wurden eingestellt, davon 7 mit Behinderung, das entspricht einer Einstellungsquote von 5,56 Prozent. c. Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen Auf ausgeschriebene Stellen bewarben sich insgesamt 5.560 Personen, davon 140 Menschen mit Behinderung. Das ergibt eine Quote von Bewerbungen behinderter Menschen von 2,52 Prozent. 267 Personen wurden eingestellt, davon 9 Menschen mit Behinderung, das ent- spricht einer Quote von 3,37 Prozent. Hier waren somit 6,43 Prozent der Bewerbungen behinderter Menschen erfolgreich. 2. Zur Einrichtung von betriebsintegrierten Werkstattarbeitsplätzen liegen derzeit keine akti- ven Planungen vor. 3. Menschen mit Behinderung in Führungspositionen bei der Stadt Köln 1.778 Mitarbeitende verfügten im Jahr 2021 über eine Leitungsfunktion, davon 111 Men- schen mit Behinderung. Das entspricht einer Quote von 6,24 Prozent. Gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3147/2022
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 04.10.2022
- Erstellt
- 23.09.2022 13:44