AN/1906/2022
ÄA zu 1964/2022 - Einrichtung einer Buslinie auf der Inneren Kanalstraße, gem. Änderungsantrag Grüne, SPD, Die Linke, FDP, KlimaFreunde und Die Partei
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Gem. Änderungsantrag (Grüne BV1)
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Grüne Fraktion BV1 SPD-Fraktion BV1 BV-Fraktion Die Linke FDP Klimafreunde Die Partei Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1906/2022 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.10.2022 ÄA zu 1964/2022 - Einrichtung einer Buslinie auf der Inneren Kanalstraße Der Verkehrsausschuss möge beschließen: 1. Der Verkehrsausschuss spricht sich auf Basis der Beschlüsse der beteiligten Bezirksver- tretungen für die Einrichtung einer Buslinie zwischen Riehl und Ehrenfeld / Lindenthal auf der Inneren Kanalstraße und der Universitätsstraße aus, und beauftragt die Verwaltung mit der vorrangigen Umsetzung. 2. Der Verkehrsausschuss begrüßt die Initiative der SPD-Stadtratsfraktion, die Anbindung von Kalk an das Schnellbussystem auch über die Zoobrücke prüfen zu lassen. Dabei ist aber, wie von den Bezirksvertretungen 1, 3, 4 und 5 für das Linksrheinische (teil- weise einstimmig) beschlossen, die Buslinie mit der Verlängerung nach Kalk unabhängig davon einzurichten, ob die Buslinie als Schnellbuslinie eingerichtet wird oder nicht. Begründung: 1. Die Anbindung von Lindenthal, Braunsfeld, Ehrenfeld nach Nippes und Riehl (mit Zoo/Flora) mit dem ÖPNV ist derzeit schlecht. Es handelt sich um Stadtbahn- Umsteigeverbindungen, die obendrein stark überlastet sind, weil → die Trassen schon jetzt voll belegt sind, → der Ausbau der Ost-West-Achse noch lange Zeit in Anspruch nehmen wird und → Weil es am Appellhofplatz und am Breslauer Platz Einfädelverkehr gibt. - 2 - 2. Aus Sicht der Bezirksvertretung Innenstadt sind insbesondere die Querverbindungen (Tangentialverbindungen) zu fördern, um den überlasteten ÖPNV in der Innenstadt zu ent- lasten. Es ist nicht einzusehen, warum man in Köln immer erst in die Innenstadt hinein und dann wieder herausfahren muss, um von A nach B zu kommen. 3. Die Bezirksvertretung bekräftigt, dass auf der zentralen, teilweise sechsspurigen Inneren Kanalstraße auch eine Buslinie geführt werden soll. Mit relativ geringen finanziellen Mitteln kann so eine große Wirkung erzielt werden. Eine solche Buslinie würde viele Umstiege an neuen Orten ermöglichen und so die Fahrtzeiten abkürzen. Solch eine Buslinie kann daher Autofahrer*innen zum Umsteigen bewegen. 4. Zu den in der Vorlage 1964/2022 genannten Argumenten der Fachverwaltung nehmen wir wie folgt Stellung: 4.2. Verwaltung: „Die Erschließung des Lentparks/Schwimmstadions im Norden über eine Buslinie auf der Inneren Kanalstraße wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt von der Verwaltung geprüft und verworfen (siehe Vorlage-Nr. 1661/2013). So fehlt im Bereich des Schwimmstadions der barrierefreie Überweg über die Innere Kanalstraße (Fußgängerbrücke zu steil) und zudem ist diese Anbindung weder aus Nippes noch aus der Innenstadt zu erreichen, da die Linie zwi- schen den Vierteln durch den Grüngürtel geführt wird.“ a) Als die Verwaltung 2013 Stellung genommen hat, gab es noch den inzwischen ersatzlos abgeschafften Bus als Erschließung, bei dem „Lentpark/Schwimmstadion“ obendrein Endsta- tion war. Hier wäre das Stadion aber in eine Linie eingebunden. b) Der Zugang zum Lentpark/Schwimmstadion von der Südseite der Inneren Kanalstraße aus wäre barrierefrei möglich und würde eine direkte Verbindung von dort bis Zoo/Flora schaffen, von der Nordseite ebenfalls (wenn auch nicht barrierefrei). c) Selbst dann, wenn eine Haltestelle an Lentpark/Schwimmstadion verworfen würde, so wäre dies kein Argument dafür die gesamte Buslinie abzulehnen, zumal der Bus dann noch schneller Riehl und Nippes/Agnesviertel verbinden würde. 4.3. Verwaltung: „Mit den Linien 12 und 15, die die Neusser Straße erschließen, kommt man in etwas mehr als 10 Minuten (U-Bahn) zum Zülpicher Platz und von dort in wenigen Minuten zu Fuß oder mit der Linie 9 zur Universität.“ a) Zwar kommt man von Lohsestraße bis Universität in 17 Minuten. Aber es geht bei dem Bus auf der Inneren nicht nur darum, von der Lohsestraße bis zur Universität zu kommen. Ein Blick auf die Karte genügt um zu zeigen, dass durch den Bus viele attraktive Verbindun- gen geschaffen würden. b) Außerdem gilt es die Bahnlinien zu entlasten, die in Stoßzeiten kaum in noch dichterem Takt fahren könnten. (Siehe oben) c) Es gilt eben, nicht immer erst in die Innenstadt rein- und dann wieder rausfahren zu müs- sen. (Siehe oben) 4.5. Verwaltung: „Grundsätzlich wird das Potenzial an ein-/aussteigenden Fahrgästen auf der Inneren Kanal- straße (nördlich der Aachener Straße) seitens Verwaltung und KVB als gering eingeschätzt, - 3 - da die Innere Kanalstraße in diesem Bereich nahezu anbaufrei verläuft, so dass es hier kaum direktes Potenzial für die Buslinie gibt.“ a) Es gibt sehr wohl „Anbau“. Im Bezirk Innenstadt betrifft dies die Hochhäuser und Schulen im Grüngürtel, auch das neue Grundschul-Interims an der Kreuzerstraße, sowie die Bebau- ung des nördlichen Agnes- und des Villenviertels. Außerdem verbringen viele ihre Freizeit im Inneren Grüngürtel (Innenstadt, Nippes) Zoo, Flora. b) Mit dem DEVK-Hochhaus werden viele Arbeitsplätze an der Inneren Kanalstraße / Frohn- gasse entstehen. Diese sollten auch mit dem ÖPNV von Lindenthal, Braunsfeld, Ehrenfeld und Nippes, sowie von Kalk über die Zoobrücke aus prima angesteuert werden können, da- mit der ÖPNV-Anreiseverkehr dorthin nicht primär über die überlasteten Innenstadttrassen geführt werden muss. 4.6. Verwaltung: „…dass die im Beschluss erwähnten Mittel in einer Größenordnung von 100.000 Euro nach Einschätzung der KVB bei weitem nicht ausreichen würden, um eine solche Buslinie einzu- richten. So könnten mit den angenommenen Kosten von rund 100.000 Euro/jährlich lediglich 1 Fahrzeug und wenige Stunden Betrieb täglich finanziert werden.“ Hier hat die Fachverwaltung etwas missverstanden. Der Beschluss lautete nämlich: „Zur Anschub-Finanzierung der Planung bietet sich – unter Anderem! – der laut politischem Veränderungsnachweis für das Dezernat III zu verwendende TP 1201, Planungsmittel "Neue Busverbindungen" in der Höhe von 100.000 € an.“ Es ging den Bezirksvertretungen also nicht um den Betrieb, sondern um Planungskosten. Julie Cazier Tim Cremer Michael Scheffer Grüne Fraktion BV1 SPD-Fraktion BV1 BV-Fraktion Die Linke Christian Nüsser Emanuel Florakis Sabine Kader FDP Klimafreunde Die Partei
Beratungsverlauf (1)
Orte (9)
- Universitätsstraße
- Innere Kanalstraße
- Neusser Straße
- Lohsestraße
- Aachener Straße
- Appellhofplatz
- Breslauer Platz
- Zülpicher Platz
- Zoobrücke
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1906/2022
- Typ
- Gem. Änderungsantrag BV1 (Grüne)
- Datum
- 28.10.2022
- Erstellt
- 26.10.2022 23:33