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AN/1906/2022

ÄA zu 1964/2022 - Einrichtung einer Buslinie auf der Inneren Kanalstraße, gem. Änderungsantrag Grüne, SPD, Die Linke, FDP, KlimaFreunde und Die Partei

Gem. Änderungsantrag BV1 (Grüne) 28.10.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 27.10.2022, TOP 3.5.1

Gem. Änderungsantrag (Grüne BV1)

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Gem. Änderungsantrag (Grüne BV1)

6602 Zeichen

Grüne Fraktion BV1 
SPD-Fraktion BV1 
BV-Fraktion Die Linke 
FDP 
Klimafreunde 
Die Partei 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Andreas Hupke 
Herrn Bürgeramtsleiter 
Dr. Ulrich Höver 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/1906/2022 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.10.2022 
 
ÄA zu 1964/2022 - Einrichtung einer Buslinie auf der Inneren Kanalstraße 
 
 
Der Verkehrsausschuss möge beschließen: 
 
1. Der Verkehrsausschuss spricht sich auf Basis der Beschlüsse der beteiligten Bezirksver-
tretungen für die Einrichtung einer Buslinie zwischen Riehl und Ehrenfeld / Lindenthal auf der 
Inneren Kanalstraße und der Universitätsstraße aus, und beauftragt die Verwaltung mit der 
vorrangigen Umsetzung. 
 
2. Der Verkehrsausschuss begrüßt die Initiative der SPD-Stadtratsfraktion, die Anbindung 
von Kalk an das Schnellbussystem auch über die Zoobrücke prüfen zu lassen.  
Dabei ist aber, wie von den Bezirksvertretungen 1, 3, 4 und 5 für das Linksrheinische (teil-
weise einstimmig) beschlossen, die Buslinie mit der Verlängerung nach Kalk unabhängig 
davon einzurichten, ob die Buslinie als Schnellbuslinie eingerichtet wird oder nicht. 
 
Begründung: 
 
1. Die Anbindung von Lindenthal, Braunsfeld, Ehrenfeld nach Nippes und Riehl (mit 
Zoo/Flora) mit dem ÖPNV ist derzeit schlecht. Es handelt sich um Stadtbahn-
Umsteigeverbindungen, die obendrein stark überlastet sind, weil  
→ die Trassen schon jetzt voll belegt sind,  
→ der Ausbau der Ost-West-Achse noch lange Zeit in Anspruch nehmen wird und  
→ Weil es am Appellhofplatz und am Breslauer Platz Einfädelverkehr gibt.

- 2 - 
 
2. Aus Sicht der Bezirksvertretung Innenstadt sind insbesondere die Querverbindungen 
(Tangentialverbindungen) zu fördern, um den überlasteten ÖPNV in der Innenstadt zu ent-
lasten. Es ist nicht einzusehen, warum man in Köln immer erst in die Innenstadt hinein und 
dann wieder herausfahren muss, um von A nach B zu kommen.  
 
3. Die Bezirksvertretung bekräftigt, dass auf der zentralen, teilweise sechsspurigen Inneren 
Kanalstraße auch eine Buslinie geführt werden soll. Mit relativ geringen finanziellen Mitteln 
kann so eine große Wirkung erzielt werden. Eine solche Buslinie würde viele Umstiege an 
neuen Orten ermöglichen und so die Fahrtzeiten abkürzen. Solch eine Buslinie kann daher 
Autofahrer*innen zum Umsteigen bewegen.  
 
4. Zu den in der Vorlage 1964/2022 genannten Argumenten der Fachverwaltung nehmen wir 
wie folgt Stellung: 
 
4.2. Verwaltung: 
 
„Die Erschließung des Lentparks/Schwimmstadions im Norden über eine Buslinie auf der 
Inneren Kanalstraße wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt von der Verwaltung geprüft 
und verworfen (siehe Vorlage-Nr. 1661/2013). So fehlt im Bereich des Schwimmstadions der 
barrierefreie Überweg über die Innere Kanalstraße (Fußgängerbrücke zu steil) und zudem ist 
diese Anbindung weder aus Nippes noch aus der Innenstadt zu erreichen, da die Linie zwi-
schen den Vierteln durch den Grüngürtel geführt wird.“ 
 
a) Als die Verwaltung 2013 Stellung genommen hat, gab es noch den inzwischen ersatzlos 
abgeschafften Bus als Erschließung, bei dem „Lentpark/Schwimmstadion“ obendrein Endsta-
tion war. Hier wäre das Stadion aber in eine Linie eingebunden. 
b) Der Zugang zum Lentpark/Schwimmstadion von der Südseite der Inneren Kanalstraße 
aus wäre barrierefrei möglich und würde eine direkte Verbindung von dort bis Zoo/Flora 
schaffen, von der Nordseite ebenfalls (wenn auch nicht barrierefrei). 
c) Selbst dann, wenn eine Haltestelle an Lentpark/Schwimmstadion verworfen würde, so 
wäre dies kein Argument dafür die gesamte Buslinie abzulehnen, zumal der Bus dann noch 
schneller Riehl und Nippes/Agnesviertel verbinden würde. 
 
4.3. Verwaltung: 
 
„Mit den Linien 12 und 15, die die Neusser Straße erschließen, kommt man in etwas mehr 
als 10 Minuten (U-Bahn) zum Zülpicher Platz und von dort in wenigen Minuten zu Fuß oder 
mit der Linie 9 zur Universität.“ 
 
a) Zwar kommt man von Lohsestraße bis Universität in 17 Minuten. Aber es geht bei dem 
Bus auf der Inneren nicht nur darum, von der Lohsestraße bis zur Universität zu kommen. 
Ein Blick auf die Karte genügt um zu zeigen, dass durch den Bus viele attraktive Verbindun-
gen geschaffen würden. 
b) Außerdem gilt es die Bahnlinien zu entlasten, die in Stoßzeiten kaum in noch dichterem 
Takt fahren könnten. (Siehe oben) 
c) Es gilt eben, nicht immer erst in die Innenstadt rein- und dann wieder rausfahren zu müs-
sen. (Siehe oben)  
 
4.5. Verwaltung: 
 
„Grundsätzlich wird das Potenzial an ein-/aussteigenden Fahrgästen auf der Inneren Kanal-
straße (nördlich der Aachener Straße) seitens Verwaltung und KVB als gering eingeschätzt,

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da die Innere Kanalstraße in diesem Bereich nahezu anbaufrei verläuft, so dass es hier 
kaum direktes Potenzial für die Buslinie gibt.“ 
 
a) Es gibt sehr wohl „Anbau“. Im Bezirk Innenstadt betrifft dies die Hochhäuser und Schulen 
im Grüngürtel, auch das neue Grundschul-Interims an der Kreuzerstraße, sowie die Bebau-
ung des nördlichen Agnes- und des Villenviertels. Außerdem verbringen viele ihre Freizeit im 
Inneren Grüngürtel (Innenstadt, Nippes) Zoo, Flora. 
b) Mit dem DEVK-Hochhaus werden viele Arbeitsplätze an der Inneren Kanalstraße / Frohn-
gasse entstehen. Diese sollten auch mit dem ÖPNV von Lindenthal, Braunsfeld, Ehrenfeld 
und Nippes, sowie von Kalk über die Zoobrücke aus prima angesteuert werden können, da-
mit der ÖPNV-Anreiseverkehr dorthin nicht primär über die überlasteten Innenstadttrassen 
geführt werden muss.  
 
4.6. Verwaltung: 
 
„…dass die im Beschluss erwähnten Mittel in einer Größenordnung von 100.000 Euro nach 
Einschätzung der KVB bei weitem nicht ausreichen würden, um eine solche Buslinie einzu-
richten. So könnten mit den angenommenen Kosten von rund 100.000 Euro/jährlich lediglich 
1 Fahrzeug und wenige Stunden Betrieb täglich finanziert werden.“ 
 
Hier hat die Fachverwaltung etwas missverstanden. Der Beschluss lautete nämlich: 
„Zur Anschub-Finanzierung der Planung bietet sich – unter Anderem! – der laut politischem 
Veränderungsnachweis für das Dezernat III zu verwendende TP 1201, Planungsmittel "Neue 
Busverbindungen" in der Höhe von 100.000 € an.“ 
 
Es ging den Bezirksvertretungen also nicht um den Betrieb, sondern um Planungskosten.  
 
 
 
 
Julie Cazier   Tim Cremer   Michael Scheffer 
 
Grüne Fraktion BV1  SPD-Fraktion BV1   BV-Fraktion Die Linke 
 
 
 
 
Christian Nüsser  Emanuel Florakis  Sabine Kader 
 
FDP    Klimafreunde   Die Partei

Beratungsverlauf (1)

27.10.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.5.1 Entscheidung
Zur Sitzung

Orte (9)

  • Universitätsstraße
  • Innere Kanalstraße
  • Neusser Straße
  • Lohsestraße
  • Aachener Straße
  • Appellhofplatz
  • Breslauer Platz
  • Zülpicher Platz
  • Zoobrücke

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
AN/1906/2022
Typ
Gem. Änderungsantrag BV1 (Grüne)
Datum
28.10.2022
Erstellt
26.10.2022 23:33