0270/2018
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Sperrung der Merkenicher Straße in Höhe der Hausnummer 301 (Az.: 02-1600-165/17)
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Anlage 1 Eingabe
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08.11.17: 16:16:03 Seite 1 von 5 Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretungen Per Fax: 0221 221 26005 8. November 2017 Betreff: Sperrung „Merkenicher Straße“ Höhe Hausnummer 301 Sehr geehrte Damen und Herren, mit Herrn Bezirksbürgermeister Bernd Schößler hatte ich bereits Kontakt bzgl. meines Anliegens, er hat mich jedoch an Sie verwiesen. Seit 6 Jahren wohne ich nun Seit unserem Umzug nach Niehl müssen wir den Umweg über die „Merkenicher Straße“ in Richtung „Sebastianstraße“ nehmen, wenn wir aus unserem Wohngebiet herausfahren wollen, da die „Merkenicher Straße" für die Durchfahrt in Richtung „Niehler Damm“ gesperrt ist. Dabei gibt es drei Varianten, entweder... 1. wir fahren in Richtung „Niehler Ei“, oder 2. wir fahren in Richtung „Niehler Hafen“ oder 3, wir fahren in Richtung „Sebastianstraße“ bzw. „Rennbahn“ Bei mir ist die erste auch die häufigste Variante, da dies mein Weg zur: Arbeit ist. An rechnerisch etwa 250 Arbeitstagen im Jahr fahre ich hier 1,4 km, bis ich an der auf folgender Karte eingezeichneten Kreuzung bin. 08.12.17 16:16:03 Seite 2 von 5 Wäre die Durchfahrt durch die „Merkenicher Straße“ in Richtung „Niehler Damm“ für Anliegerverkehr frei, wären es nur 280 Meter, wie folgender Karte zu entnehmen ist: Daher fahre ich im Jahr an 250 Tagen für Hin- und Rückfahrt gerundet 2,2 km Umweg, insgesamt sind das 550 km pro Jahr. Mein VW Touareg hat leider einen sehr hohen Verbrauch von durchschnittlich 13 Litern Diesel im Stadtverkehr, auf Autobahnen lediglich 8 Liter. Da es sich hier aber um Stadtverkehr handelt, rechne ich mit 13 Litern. Bei einem aktuellen Dieselpreis von € 1,26 pro Liter entstehen mir dadurch Kosten von etwa € 90,- im Jahr und es kommt zu einem unnötigen Schadstoffausstoß von etwa 190 kg CO2 (bei 2,65 kg CO2 pro Liter Diesel) auf dieser Strecke. 08-11.17 16:16:03 Seite 3 von 5 Bei Fahrten in die Stadt, zum einkaufen, zur Tankstelle, zur Packstation, zum Balıılıuf elc., die mich mon ımaleı weise übeı dei „Nieltler Das“ fülner, bLeliäyl der Umweg durch die dauerhafte Sperrung der „Merkenicher Straße“ etwa 650 m, dazu die folgenden Kartenausschnitte: Diese Strecke fahre ich etwa jeden dritten Tag zusätzlich zum Weg zur Arbeit. Bei gerundet 120 Tagen im Jahr und den o.g. Annahmen, sind dies (hin und zurück) etwa 150 km, ca. € 24,50 und 51,5 kg CO2. 08.11.17 16:16:03 Seite 4 von 5 Einzig die Strecke in Richtung „Sebastianstraße“ bzw. in Richtung der „Rennbahn“ führt nicht zu einem Umweg: Somit entstehen mir durch die Sperrung der Durchfahrt „Merkenicher Straße“ in Richtung „Niehler Damm“ im Jahr etwa Kosten in Höhe von € 114,50 sowie unnötig erzeugter CO2-Ausstoß von 241,5 kg. Alleine in unserem Haus wohnen 36 Parteien, bei durchschnittlich 1,1 Fahrzeugen. pro Haushalt in 2016 (nach www.destatis.de) sind dies 40 Fahrzeuge, die Mehrkosten von € 4.580,- und der unnötig erzeugte CO2-Ausstoß bei 9,7 Tonnen pro Jahr. 08.11.17 16:16:03 Seite 5 von 5 Allein in den Straßen „Flittarder Weg“, „Halfengasse“, „Pastor-Wolff-Straße“ und „Auf der Seekante“ stehen mindestens 250 Häuser, dabei sind von mir Mehr- und Einfamilienhäuser gleich als ein Haushalt gewertet. Bei diesen rechnerischen 275 Fahrzeugen (1,1 pro Haushalt) lägen die Mehrkosten bereits bei € 31.487,50 und der unnötig erzeugte CO2-Ausstoß bei 66,7 Tonnen pro Jahr. Andererseits, wieso gibt es die Sperrung? Herr Bezirksbürgermeister Bernd Schößler hat mir erläutert, dass die Sperrung auf Betreiben des Niehler Bürger und Heimatvereins eingerichtet wurde. Die Gründe dafür waren u.a., dass 1. als dort noch ein Baustoffhandel war, wo jetzt die Einfamilienhäuser stehen. 2. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl herumirrender Zulieferer, die eigentlich in den Teil der „Merkenicher Straße“ wollten, der heute „St. Leonardus Straße“ heißt. 3. Auch Ford Mitarbeiter haben diesen Weg durch Niehl gerne gewählt, weil er ampelfrei war. Jedoch sind alle von Herrn Bezirksbürgermeister Bernd Schößler aufgeführten Gründe, die ursprünglich zu der Sperrung geführt haben, hinfällig: 1. Der Baustoffhandel existiert nicht mehr. 2. Die Ford-Zulieferer haben nun eine eindeutige Adresse. 3. Die Durchfahrt durch Niehl ist durch den Kreisverkehr, der im Jahr 2016 gebaut wurde, auch so ampelfrei möglich. Meines Erachtens ließe sich diesem Problem nach Aufhebung der Sperrung durch ein „Anlieger frei“-Schild mit 30-km/h-Zone und entsprechend häufiger Kontrolle nach der Einführung begegnen, die Anwohner würden dadurch nicht benachteiligt. Zugegeben: Die direkten Anwohner der Sperrung freuen sich darüber, dass Ihre Straße keine Durchgangsstraße ist - sie haben keinen Durchgangsverkehr und immer einen Parkplatz direkt vor der Haustür. Meines Erachtens sollte das berechtigte Interesse der übrigen Anwohner auch berücksichtigt werden und der unnötige Verbrauch von Ressourcen sowie die Belastung der Umwelt minimiert werden. Es wäre wünschenswert nach den Veränderungen der letzten Jahre/Jahrzehnte, die Sperrung einer Prüfung zu unterziehen. Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören. Gerne diskutiere ich dieses Thema persönlich oder telefonisch mit Ihnen. Mit freundlichen Grüßen
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/663/34 Vorlagen-Nummer 0270/2018 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Sperrung der Merkenicher Straße in Höhe der Hausnummer 301 (Az.: 02-1600-165/17) Beschlussorgan Bezirksvertretung 5 (Nippes) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Nippes dankt dem Petenten für seine Eingabe, spricht sich jedoch gegen die Aufhebung der Sperrung aus. Bezirksvertretung 5 (Nippes) 15.03.2018 2 Begründung: Die Sperrung der Merkenicher Straße ist seinerzeit auf Beschluss der Bezirksvertretung Nippes er- folgt, um u.a. den Durchgangsverkehr zum Niehler Damm zu unterbinden. Wie sich im Rahmen einer aktuellen Baumaßnahme, die eine Aufhebung der Sperrung erforderte, gezeigt hat, findet die Sper- rung bei vielen Anwohnern weiterhin Zustimmung und soll daher beibehalten werden. Anlage
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0270/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 29.01.2018
- Erstellt
- 19.01.2018 13:00