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A-N/0033/2021

Bereitstellung von Geldern für den Spielplatz am Hamannplatz

Antrag an die BV Nord 13.10.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Nord, Sitzung am 16.11.2021, TOP 7.1.3

Originalantrag

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Originalantrag

80061 Zeichen

Sport, Bewegung und Gesundheit  
Handlungsempfehlungen der kommunalen 
Gesundheitskonferenz Münster 
verabschiedet am 16.06.2021 
 
 Anlage 2 zur Berichtsvorlage V/0505/2021 
Anlage 2

2 
Inhalt 
 
1 Mitglieder der Projektgruppe ................................................................ .......................... 4 
1.1 Permanente Mitglieder ................................................................ ............................ 4 
1.2 Gäste ................................................................................................ ...................... 4 
1.3 Koordination und Redaktion ................................................................ .................... 4 
2 Einführung ................................................................................................ ...................... 5 
3 Ausgangslage ................................................................................................ ................ 6 
3.1 Bewegungsverhalten und dessen Auswirkungen ................................ .................... 6 
3.2 Nationale Empfehlungen für Bewegungsförderung ................................ .................. 8 
3.3 Sport und Bewegung in Münster ............................................................................10  
3.3.1 Akteure im Bereich Sport und Bewegung ........................................................10  
3.3.2 Bewegung im öffentlichen Raum .....................................................................13  
3.3.3 Zahlen zu Sport und Bewegung ......................................................................13  
4 Bedarfe und Handlungsempfehlungen ..........................................................................15  
4.1 Bewegung als Thema der Stadtplanung und -entwicklung .....................................15  
4.1.1 Handlungsempfehlung: Bewegung im öffentlichen Raum als 
institutionalisiertes, von Verwaltung und Politik getragenes Kriterium in der 
Stadtplanung .............................................................................................................15  
4.2 Niedrigschwellige Bewegungsangebote durch Sportboxen im öffentlichen Raum ..16  
4.2.1 Handlungsempfehlung: Aufbau weiterer Sportboxen .......................................16  
4.3 Animation zu mehr Alltagsbewegung .....................................................................16  
4.3.1 Handlungsempfehlung: Anzeige von Fußwegezeiten an Bushaltestellen ........17 
4.4 Koordination und Ausbau der Bewegungsangebote in Coerde ...............................17  
4.4.1 Handlungsempfehlung: Sport- und Bewegungskoordinator/-in für Coerde ......17  
4.4.2 Handlungsempfehlung: Gestaltung öffentlicher Räume als Bewegungsräume 18 
4.4.3 Handlungsempfehlung: Coerde als Standort für eine Sportbox .......................18  
4.4.4 Handlungsempfehlung: Stärkung der organisierten Sport- und 
Bewegungsangebote ................................................................................................19  
4.5 Verwaltung in Bewegung ........................................................................................19  
4.5.1 Handlungsempfehlung: Fußspuren zur Treppe ...............................................19  
4.5.2 Handlungsempfehlung: Aktionsmonat zum Thema Bewegung ........................19 
4.6 Bewegung im Kindesalter .......................................................................................20  
4.6.1 Handlungsempfehlung: Mehr anerkannte Bewegungskindergärten .................20 
4.7 Bewegung im frühen Seniorenalter ........................................................................20  
4.7.1 Handlungsempfehlung: Veranstaltung „Gesund & Aktiv - Älter werden in 
Münster“ zum Schwerpunktthema Bewegung ...........................................................20

3 
4.8 Niedrigschwellige Angebote für Menschen mit und ohne Depression .....................21  
4.8.1 Handlungsempfehlung: Laufgruppe für Menschen mit und ohne Depression ..21 
4.9 Transparenz über vorhandene Angebote ...............................................................21  
4.9.1 Handlungsempfehlung: Navigator/ Interaktive Karte als Baustein für die 
muenster:app ............................................................................................................21  
5 Fazit ..............................................................................................................................22  
6 Anlagen .........................................................................................................................22  
7 Literaturverzeichnis .......................................................................................................23

4 
1 Mitglieder der Projektgruppe 
 
1.1 Permanente Mitglieder  
Name Institution 
Bahtovic, Seida Amt für Schule und Weiterbildung (6. Sitzung) 
Becker, Simone Amt für Schule und Weiterbildung (1. bis 5. Sitzung) 
Dieckmann, Dr. Petra Bündnis 90/Die Grünen/GAL 
Heitkötter, Merle Gesundheits- und Veterinäramt 
Imsieke, Thorsten Sportamt 
Kempe, Brigitte Gesundheits- und Veterinäramt 
Köhl, Siegfried Piraten/OEDP 
König, Elisabeth Amt für Schule und Weiterbildung (1. bis 4. Sitzung) 
Völker, Prof. Klaus Stadtsportbund Münster e.V. (Sprecher der Projektgruppe) 
1.2 Gäste  
Name Institution 
Lammers, Thomas Stadtsportbund 
Oldenbüttel, Ute Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Popken, Frauke Stadtplanungsamt 
Röttgering, Fabian Stadtwerke Münster 
Schelhorn, Dirk Schelhorn - Landschaftsarchitektur 
Stoldt, Reimer Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Völker-Honscheid, Gabriele Stadtsportbund 
Völlmecke, Jochen Stadtplanungsamt 
1.3 Koordination und Redaktion 
Ansprechpartnerin Kontaktdaten 
Heitkötter, Merle  
Gesundheits- und 
Veterinäramt 
 
Tel. 0251/ 492-5388; E-Mail: Heitkoetter@stadt-muenster.de

5 
2 Einführung 
Im Jahr 2018 hat der Gesundheitsausschuss des Deutschen Städtetages die Mitgliedsstädte 
ermuntert, verstärkt mögliche Synergismen zwischen den verschiedenen Anbietern und 
Akteuren von Sportangeboten, von Gesundheitssport und von Prävention in den Kommunen 
aufzudecken, anzusprechen und umzusetzen. 
Am 6. Juni 2018 wurde in der Sitzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz vereinbart, 
dass sich eine Projektgruppe mit dem Thema „Sport, Bewegung und Gesundheit“ befassen 
wird. Die Gruppe solle Handlungsempfehlungen erarbeiten und an der Umsetzung dieser 
mitwirken. 
Besondere Aufmerksamkeit solle dabei den folgenden drei Bereichen gewidmet werden:  
 Förderung und Erhalt der Bewegungsfreude bei Kleinst- und Kleinkindern. Das „frühe 
Verkümmern“ des natürlichen Bewegungsdrangs des Kleinkindes ist als eine der 
entscheidenden Ursachen für spätere Adipositas, Koordinations-, Sprach-, und 
Entwicklungsstörungen anzusehen. Reaktive Programme sind kaum dazu in der 
Lage, diese Defizite nachhaltig auszugleichen. Neue quartiersnahe und ggfs. 
aufsuchende oder institutsgebundene (Kita, Kindertagespflege, Grundschule etc.) 
Angebote sind daher dringend zu entwickeln. 
 Erhalt und Verbesserung motorischer Fähigkeiten, von körperlicher Kraft, 
Koordination und Gleichgewichtsvermögen im frühen Seniorenalter können ein 
entscheidender Ansatz für mehr gesundheitliches Wohlbefinden, Fitness, Sturz- und 
Osteoporoseprävention für das hochaltrige Seniorenalter sein. 
Wegen der stetig steigenden Lebenserwartung entsteht hier ein völlig neuer 
Präventionsansatz und Auftrag mit völlig neuen zielgruppenspezifischen Angeboten. 
 Sport und Bewegung im öffentlichen Raum. „Livability“ und „Walkability“ sind die 
wesentlichen Schlagworte einer modernen und gesunden Stadtentwicklung. Nur 
wenn der öffentliche Raum grundsätzlich in allen Bereichen eine bestmögliche 
Aufenthaltsqualität hat und zu fußläufiger Bewegung einlädt, wird der einzelne 
Bürger/ die einzelne Bürgerin die tägliche Bewegung und Schrittzahl „automatisch im 
Alltag“ steigern. Die empfohlenen 10.000 Schritte am Tag lassen sich nicht additiv zu 
einem sitzenden und automobilen Lebensalltag erreichen. 
Wenn der öffentliche Raum gleichzeitig „alltägliche Anreize“ für additive Bewegung 
schafft (Spiel- und Sportgeräte, Trimm-Stationen etc. im öffentlichen Raum, möglichst 
mit regelmäßig anwesenden und motivierenden „Sportpaten“), wird Bewegung und 
Fitness im öffentlichen Raum zum Alltag vieler Bürger/-innen gehören und 
letztendlich auch zusätzlich mehr Personen zu regelmäßigen Sportangeboten im 
Verein motivieren. 
Ausgehend von den aufgeführten Arbeitsschwerpunkten solle die Projektgruppe darüber 
hinaus Projektideen nach dem Präventionsgesetz erarbeiten.  
Das Thema Sport, Bewegung und Gesundheit betrifft letztlich die gesamte Münsteraner 
Bevölkerung. Hierbei ist zu beachten, dass es sich nicht um eine homogene Gruppe handelt, 
sondern um Menschen, die je nach aktueller Lebenssituation, Geschlecht oder Alter 
unterschiedliche Bedarfe und Bedürfnisse haben. Hinzu kommt, dass es verschiedene 
Facetten des Themas Sport und Bewegung gibt wie z.B. die Differenzierung zwischen 
organisiertem und nicht organisiertem Sport oder die Differenzierung nach Alltagsbewegung, 
Freizeit- und Erlebnissport, Gesundheitssport, Leistungssport etc.. Diese 
Handlungsempfehlungen haben daher nicht den Anspruch, alle Aspekte aufzuzeigen, die zu 
einer Verbesserung des Bewegungsverhaltens aller Bürger/-innen in Münster führen 
könnten. Während der Arbeit der Projektgruppe hat sich der oben genannte dritte Punkt 
„Sport und Bewegung im öffentlichen Raum“ als Schwerpunkt mit besonderem 
Handlungsbedarf herauskristallisiert. Dieser hat entsprechend bei den 
Handlungsempfehlungen einen hohen Stellenwert.

6 
3 Ausgangslage 
Seit jeher werden Sport und Bewegung vielfältige Funktionen für die Gesellschaft 
zugeschrieben. So dienen Sport und Bewegung nicht nur als Möglichkeit zur Steigerung der 
Leistungsfähigkeit, der Gesundheitsförderung oder der Prävention, sondern erfüllen 
gleichzeitig sozialintegrative Funktionen. Sport vermittelt wichtige Werte, Orientierungs- und 
Verhaltensmuster wie Teamgeist, Respekt, Solidarität, Selbstbewusstsein, Regelakzeptanz 
und Fair Play.  
Im Zuge des gesellschaftlichen Wandels geht der moderne Lebensstil in den westlichen 
Industrienationen jedoch einher mit einem zunehmend bewegungsinaktiven Lebensstil. 
Dabei geht es nicht nur um den organisierten Sport, sondern auch um Bewegung im Alltag. 
Die Urbanisierung macht viele altbewährte Bewegungsvarianten unmöglich: Der Weg mit 
dem Fahrrad ist zu gefährlich, der Bolzplatz um die Ecke ist einem Neubau gewichen. Umso 
wichtiger könnte die Bewegung in Kita, Schule und Verein geworden sein. Doch geht dort 
das Dilemma weiter. Der Sportunterricht in der Schule nimmt immer noch einen 
untergeordneten Stellenwert ein und ist mit entsprechend schlechter Ausstattung versehen. 
Ähnliches findet sich auch in den Vereinen, die oftmals Geldmangel beklagen. Dann fehlen 
auch noch ausreichend Sporthallen und Schwimmbäder. Immerhin wurde das Thema 
Bewegungsförderung beim Gute-Kita-Gesetz berücksichtigt. Die aktuelle Entwicklung der 
Corona-Pandemie hat durch Homeoffice, Homeschooling, Social Distancing etc. das Leben 
in Gemeinschaft und im öffentlichen Raum zusätzlich eingeschränkt, was den 
bewegungsinaktiven Lebensstil weiter verstärkt hat und aktuell noch verstärkt. 
3.1 Bewegungsverhalten und dessen Auswirkungen 
Nicht zuletzt aufgrund der hohen Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit hat die 
Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2010 Bewegungsempfehlungen verabschiedet, 
die heute von vielen Ländern als Bezugspunkt für nationale Empfehlungen verwendet 
werden, so auch von Deutschland in Form der Nationalen Empfehlungen für Bewegung und 
Bewegungsförderung für die Bundesrepublik Deutschland (Rütten & Pfeifer, 2016).  
Die Empfehlungen werden differenziert nach Altersgruppen: Kinder und Jugendliche (0-18 
Jahre), Erwachsene (18-65 Jahre), ältere Erwachsene (ab 65). Als weitere Zielgruppe 
werden Erwachsene mit nicht übertragbaren Krankheiten aufgeführt.  
Säuglinge sollen sich so viel wie möglich bewegen, Kindergartenkinder sollen insgesamt 
eine Bewegungszeit von 180 Minuten/Tag und mehr erreichen und Grundschulkinder und 
Jugendliche eine tägliche Bewegungszeit von 90 Minuten und mehr in moderater bis hoher 
Intensität. Erwachsene und ältere Erwachsene sollten möglichst mindestens 150 Minuten / 
Woche ausdauerorientierte Bewegung mit moderater Intensität (z. B. 5 x 30 Minuten / 
Woche) und zusätzlich muskelkräftigende körperliche Aktivitäten an mindestens zwei Tagen 
pro Woche durchführen. Die detaillierten Empfehlungen für die jeweiligen Personengruppen 
sind der Anlage 1 zu entnehmen.  
Laut NRW-Gesundheitssurvey 2018 helfen Sport und Alltagsbewegung ungefähr 4 von 10 
Erwachsenen nach eigener Angabe dabei gesund zu bleiben. 78 % der Befragten messen 
Bewegung im Alltag einen hohen oder sehr hohen Beitrag zum Wohlbefinden bei und auch 
Sport trägt bei den regelmäßig sportlich Aktiven in hohem oder sehr hohem Maße zum 
Wohlbefinden bei (Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, 2020). Das gute Gefühl 
während oder nach der körperlichen Aktivität ist der Hauptmotivator für Bewegung im Alltag. 
Auch das persönliche Umfeld, gesundheitliche Anreize und eine bewegungsfreundliche 
Umwelt motivieren zur körperlichen Aktivität (Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-
Westfalen, 2019). 
Im NRW-Gesundheitssurvey 2016 wurden verschiedene Fragen an die Bürgerschaft zu 
bewegungsförderlichen Umweltbedingungen gestellt. Obwohl das Umfeld für die Motivation 
zu körperlicher Aktivität ausschlaggebend ist, besteht eine erhebliche Unwissenheit im

7 
Hinblick auf Partizipationsmöglichkeiten bei der Gestaltung des Wohnumfelds und nur jede/-r 
Sechste nutzte in der Vergangenheit oder nutzt aktuell die Chance sich auf kommunaler 
Ebene einzubringen. Eine stärkere Bürgerbeteiligung bei Planungsprozessen, z.B. durch 
gezielte Informationen über Partizipationsmöglichkeiten, bietet Chancen für eine 
Verbesserung der Bewegungsfreundlichkeit und damit der körperlichen Aktivität im 
Wohnumfeld (Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, 2019). 
Die Bewegungsfreundlichkeit und die Sportangebote am Wohnort wurden von den NRW-
Befragten mit rund 80 % mehrheitlich positiv bewertet. Ebenso ist die Mehrheit mit den 
Umweltbedingungen am Wohnort zufrieden, mit den Möglichkeiten, zu Fuß zu gehen oder 
mit dem Rad zu fahren und mit dem Angebot an öffentlichen Erholungsgebieten, 
Parkanlagen oder anderen Freiflächen. Der Mehrheit stehen Schwimmbäder, offene 
Gewässer, Parks und Grünanlagen sowie Freizeitsportanlagen in der Umgebung zur 
Verfügung. Vor allem Freizeitsportanlagen werden jedoch nur wenig genutzt. 
Verbesserungspotential bei Schwimmbädern besteht hinsichtlich der Gestaltung des 
Eintrittspreises und der Angebote. Bei offenen Gewässern, Parks und Grünanlagen sowie 
Freizeitsportanlagen könnte eine verbesserte Beleuchtung in den Abendstunden zu einer 
höheren Nutzung und damit zu mehr körperlicher Aktivität führen (Landeszentrum 
Gesundheit Nordrhein-Westfalen, 2019). 
Obwohl offensichtlich viele Bürger/-innen aus NRW durchaus mit den Rahmenbedingungen 
für eigene Bewegungsaktivitäten zufrieden sind, ist in Deutschland dennoch fast jeder Zweite 
zu inaktiv und erreicht nicht die Empfehlungen der WHO. Die Deutschen sitzen zu viel. Über 
sieben Stunden täglich verbringen sie durchschnittlich auf Bürostühlen, im Auto oder auf 
dem heimischen Sessel vor dem Fernseher. Insbesondere unter jungen Erwachsenen und 
Personen mit einem hohen Sozialstatus ist langes Sitzen weit verbreitet. Dem NRW-
Gesundheitssurvey 2016 zufolge sind jedoch 84% der Erwachsenen in NRW immerhin mehr 
als drei Stunden pro Woche körperlich aktiv (Gesamtaktivität = moderate und intensive 
körperliche Aktivität). 7% verzichten hingegen nach eigener Angabe auf jegliche Form von 
körperlicher Aktivität (Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, 2019). 
Ca. drei Viertel der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren in NRW sind 
weniger als 60 Minuten körperlich aktiv pro Tag und erreichen damit die 
Bewegungsempfehlung der WHO nicht (Finger et al., 2018). Querschnittsergebnisse der 
HBSC-Studie 2017/18 zeigen für die Altersgruppe zwischen 11 und 15 Jahren, dass nur 10 
% der Mädchen und ca. 17 % der Jungen die Bewegungsempfehlungen der WHO erreichen. 
Das stellt den niedrigsten Wert im Vergleich der vorigen HBSC-Studien 2009/10 und 2013/14 
dar. Der Erfüllungsgrad der WHO-Bewegungsempfehlungen nimmt mit steigendem Alter ab 
und ist bei Jugendlichen mit einem geringen sozioökonomischen Status niedriger. Für die 
Häufigkeit sportlicher Aktivitäten, die einen spezifischen Aspekt des gesamten körperlichen 
Aktivitätsumfangs ausmachen, zeigen sich bessere Ergebnisse für die Jungen. Es ist 
deshalb davon auszugehen, dass das Sporttreiben von Jungen das Erfüllen der 
Empfehlungen für gesundheitswirksame körperliche Aktivitäten insgesamt begünstigt. Eine 
umfassende Bewegungsförderung für ältere Kinder wird daher nur durch eine kombinierte 
Strategie zu erreichen sein, die neben einer Förderung der Teilnahme an strukturierten 
Sportangeboten eine allgemeine Förderung von körperlicher Aktivität in Freizeit und Alltag 
adressiert (Bucksch et al., 2020). 
Bewegungsmangel erhöht das Risiko für verschiedene Erkrankungen, u.a. für Adipositas. Im 
Alter von 3 bis 17 Jahren haben 15,4 % der Kinder Übergewicht und 5,9 % Adipositas 
(Schienkiewitz et al., 2018). Demnach ist ca. jedes fünfte Kind in Deutschland übergewichtig 
oder adipös. Die Übergewichts- und Adipositasprävalenzen bei Heranwachsenden haben 
sich in Deutschland auf diesem hohen Niveau stabilisiert. Ein wichtiges Ergebnis der KiGGS 
Welle2 ist, dass von den Teilnehmenden der KiGGS Basiserhebung mit Adipositas 47% 
auch gut zehn Jahre später noch von der Erkrankung betroffen sind. Dieses Ergebnis 
verweist auf die Notwendigkeit für früh einsetzende Präventionsmaßnahmen, um der

8 
Entstehung dieser potenziell chronisch verlaufenden Krankheit im Kindes- und Jugendalter 
vorzubeugen (Krause et al., 2021).  
Ebenso begünstigt Bewegungsmangel Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So kam eine Studie zu 
dem Ergebnis, dass mehr als 8 Stunden Sitzen ohne Sport als Ausgleich das Risiko für 
kardiovaskuläre Ereignisse um rund 80% erhöht. 5 Stunden körperliche Bewegung pro 
Woche sind erforderlich, um ein tägliches Sitzen von 8 und mehr Stunden zu kompensieren 
(Hollstein, 2019). Darüber hinaus erhöht Bewegungsmangel auch die Gefahr, um 
beispielsweise an Diabetes oder Darmkrebs zu erkranken. Mangelnde körperliche Aktivität 
beeinflusst auch die mentale und kognitive Gesundheit negativ und erhöht somit z.B. das 
Risiko an einer Demenz oder Depression zu erkranken. Dabei hilft Bewegung nicht nur 
präventiv, sondern zeigt auch therapeutische Wirkung, bei leichter bis mittelschwerer 
Depression durchaus vergleichbar mit der Wirkung antidepressiver Medikation und 
Psychotherapie (Stubbs et al., 2018).  
Auch auf die Lebenserwartung hat das Bewegungsverhalten Einfluss. Weltweit sterben etwa 
ähnlich so viele Menschen an den Folgen des Rauchens wie an Bewegungsmangel. Dabei 
stellt sich ein erster Gesundheitsnutzen von Bewegung nicht erst durch tägliches 
hochintensives Sporttreiben ein, sondern schon durch leichtes und moderates Training. 
Aktivitäten wie ein paar Stunden Radfahren oder Gehen pro Woche oder regelmäßiges 
Treppensteigen zeigen bei Erwachsenen bereits deutliche Effekte. Die Alltagsbewegungen 
Gehen und Radfahren gehen mit bedeutsamen Reduktionen des Gesamtmortalitätsrisikos 
einher (Dierker, 2018). 
3.2 Nationale Empfehlungen für Bewegungsförderung 
In einem oft bewegungsarmen Alltag haben die implizite und die gezielte 
Gesundheitsförderung durch körperliche Aktivität eine immer größere Bedeutung: 
Risikofaktoren abbauen und durch Bewegung körperliche Ressourcen fördern.  
Während sich die in Kapitel 3.1. und der Anlage 1 aufgeführten Empfehlungen für Bewegung 
an das Individuum richten, richten sich die Empfehlungen für Bewegungsförderung auf das 
Setting, insbesondere an politische Entscheidungsträger/-innen sowie Akteure und 
Organisationen der Prävention und Gesundheitsförderung. Die im folgenden aufgeführten 
Empfehlungen gliedern sich zumeist nach Interventionstypen, Lebenswelten oder 
Zielgruppen (Rütten & Pfeifer, 2017).  
„Bewegungsförderung für Kinder und Jugendliche: 
 Familie und häusliche Lebenswelt: In den ersten Lebensjahren ist das häusliche 
Umfeld für Kinder der wichtigste Impulsgeber für Bewegungsaktivitäten. Vor allem die 
Eltern spielen hier eine zentrale Rolle und sollten bei Interventionen zur 
Bewegungsförderung aktiv einbezogen werden. Es wird empfohlen, dass Eltern sich 
gemeinsam mit den Kindern bewegen, ein bewegtes Vorbild sind, 
Bewegungsimpulse der Kinder unterstützen und ihnen Materialien zur Verfügung 
stellen, die Bewegungsaktivitäten fördern. 
 Kindergärten und Kindertagesstätten: In Einrichtungen für Bildung und Betreuung von 
Kindern unter sechs Jahren, z. B. Kindergärten und Kindertagesstätten, sollte ein 
geeignetes Bewegungsumfeld geschaffen werden, damit die Kinder 
Bewegungsaktivitäten entwickeln können. Empfohlen werden insbesondere 
Bewegungsräume zur freien Gestaltung der Kinder. Für Bewegungsförderung gut 
qualifizierte pädagogische Fachkräfte sollten das Tun der Kinder begleiten. Es wird 
ebenfalls empfohlen, die Eltern bzw. Bezugspersonen für eine Steigerung der 
Bewegungsaktivitäten einzubinden. 
 Schulen: Die schulische Lebenswelt hat sich als ein zentraler Ansatzpunkt für die 
Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen erwiesen. Hier gibt es eine 
Reihe von Maßnahmen, die ausreichend evidenzbasiert sind. Besonders zu 
empfehlen sind demnach Mehrkomponentenansätze, d. h. schulbezogene

9 
Interventionen, die verschiedene Maßnahmen der Bewegungsförderung integrieren. 
Als Einzelmaßnahmen und in Kombination mit anderen Maßnahmen zu empfehlen 
sind:  
o die quantitative Erweiterung der Bewegungszeit, d. h. mehr Sportunterricht 
und mehr Bewegungsangebote außerhalb davon (z. B. Bewegungspausen), 
o die qualitative Verbesserung der Bewegungsangebote (z. B. Optimierung der 
Bewegungszeit im Sportunterricht durch verbesserte Angebote und 
Lehrmethoden) und  
o die Kompetenzentwicklung des zur Bewegungsförderung in der Schule 
eingesetzten Personals (z. B. der Sportlehrerinnen und Sportlehrer).  
Speziell im Rahmen von Mehrkomponentenansätzen werden darüber hinaus 
empfohlen:  
o die (bessere) Verankerung von Bewegungsförderung im Lehrplan der 
Schulen,  
o die Schaffung einer bewegungsfreundlichen Schulumwelt (z. B. durch 
Bewegungsmöglichkeiten über Infrastrukturen, Geräte),  
o die Einbeziehung der Eltern in die Bewegungsförderung ihrer Kinder und 
o die Förderung eines bewegungsaktiven Transports von Kindern zur Schule (in 
Kombination mit der Involvierung von Eltern und Gemeinde). 
Bewegungsförderung für Erwachsene: 
 Betriebliche Lebenswelt: Als evidenzbasierte Maßnahme der Bewegungsförderung 
im Betrieb werden Mehrkomponentenansätze empfohlen, die vor allem folgende 
Elemente umfassen sollten:  
o konkrete Kursangebote (Bewegungsprogramme) für die Belegschaft,  
o die Umgestaltung betrieblicher Abläufe (z. B. Einrichtung von 
Bewegungspausen) und  
o die Schaffung von bewegungsförderlichen Infrastrukturen im Betrieb (z. B. 
Fitnessräume, Fahrradparkplätze). 
 Bewegungsberatung und Bewegungsprogramme in verschiedenen Lebenswelten: 
Ein häufig untersuchter Ansatz der Bewegungsförderung in unterschiedlichen 
Lebenswelten ist die „Bewegungsberatung“. Diese kann die Weitergabe von 
Informationen zum gesundheitlichen Nutzen von Bewegung beinhalten, gezielte 
Anleitungen zur Bewegung umfassen und mit Bewegungsprogrammen verbunden 
sein. Aufgrund der vorliegenden Evidenz kann Bewegungsberatung als Ansatz der 
Bewegungsförderung in unterschiedlichen Lebenswelten empfohlen werden. Schon 
kurze Interventionen können etwas bewirken, allerdings gelingt eine Steigerung der 
Bewegung umso eher, je höher der zeitliche Umfang der Bewegungsberatung und je 
länger ihr Durchführungszeitraum ist. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang 
zudem die Verbindung der Beratung mit konkreten Maßnahmen der Aktivierung, 
insbesondere die Verwendung von Schrittzählern. 
Bewegungsförderung für ältere Menschen: 
 Bewegungsberatung und Bewegungsprogramme in verschiedenen Lebenswelten: 
Für Maßnahmen im häuslichen Umfeld und in der kommunalen Lebenswelt sind 
individuell auf diese Zielgruppe zugeschnittene Bewegungsberatungen und  
-programme empfehlenswert, die den sozialräumlichen Kontext (soziale Einbindung, 
Bewegungsgelegenheiten) angemessen berücksichtigen. Diese Kriterien empfehlen 
sich auch für Interventionen im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung (z. B. 
„Bewegung auf Rezept“). Aufgrund der noch bestehenden Defizite ist ein prioritärer 
Ausbau der Forschung zur Bewegungsförderung speziell bei älteren Menschen 
empfehlenswert. Zudem können die Empfehlungen für Erwachsene (s. o.) und für die 
gesamte Bevölkerung (s. u.) als Orientierung dienen.

10 
Bewegungsförderung für die gesamte Bevölkerung: 
 Massenmediale Kampagnen: Massenmediale Kampagnen sind als Ansatz der 
Bewegungsförderung dann empfehlenswert, wenn sie als Teil eines 
Mehrkomponentenansatzes eingesetzt werden, der insbesondere strukturelle 
Komponenten (umwelt- und politikbezogen) sowie kontextbezogene 
Bewegungsangebote integriert. 
 Motivationale Entscheidungshilfen: Motivationale Entscheidungshilfen zur 
Unterstützung der Alltagsbewegung, z. B. durch entsprechende Hinweise zur 
Benutzung von Treppen anstelle von Aufzügen oder Rolltreppen, sind 
empfehlenswert. Sie sind alleine aber kaum in der Lage, umfänglich ausreichende 
und nachhaltige Effekte zu erzeugen. Insofern empfiehlt sich auch hier die Integration 
in einen Mehrkomponentenansatz. 
 Umweltbezogene Ansätze: In einer Vielzahl von Studien wurden positive Wirkungen 
von unterschiedlichen Aspekten der bebauten Umwelt auf das populationsbezogene 
Bewegungsverhalten aufgezeigt. Empfehlenswert sind insbesondere:  
o eine räumliche Nähe, Durchmischung und räumliche Vernetzung von 
Wohnen, Einkaufen und Lernen/Arbeiten,  
o verkehrsberuhigte, sichere und ästhetisch ansprechende Zonen im 
Wohnumfeld,  
o wohnungsnahe, für die ganze Bevölkerung zugängliche Sport-, 
Freizeitanlagen und Parks sowie  
o eine möglichst flächendeckende Fahrrad- und (Geh-) Wegeinfrastruktur. 
 Populationsbezogene Maßnahmen: Für viele populationsbezogene Maßnahmen der 
Bewegungsförderung sind politische Entscheidungen und deren Umsetzung 
erforderlich. Aufgrund der vorliegenden wissenschaftlichen Studien ist eine 
bewegungsförderliche Politik insbesondere als konstitutiver Teil der Regulierungen 
für  
o die Stadt- und Raumplanung (z. B. Flächennutzungspläne und deren lokale 
Umsetzung),  
o die Verkehrspolitik (z. B. Verkehrsberuhigung, Fahrradinfrastruktur) sowie  
o die Grünflächen- und Sportraumpolitik (Einrichtung und Zugänglichkeit von 
Sport-/Freizeitanlagen und Parks)  
empfehlenswert.“ (Rütten & Pfeifer, 2017) 
3.3 Sport und Bewegung in Münster 
Münster ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Sport- und Bewegungsangeboten und 
entsprechend durch viele Akteure, die sich diesem Thema widmen. Diese werden in den 
folgenden Kapiteln dargestellt. Trotz der Angebotsvielfalt macht u.a. die in Kapitel 3.3.3 
dargestellte Datenlage Handlungsbedarf deutlich.  
3.3.1 Akteure im Bereich Sport und Bewegung  
In Münster gibt es eine Vielzahl an Vereinen, Institutionen und Organisationen, die sich dem 
Thema Sport und Bewegung widmen. Die Akteure setzen dabei unterschiedliche 
Schwerpunkte. Die im Folgenden aufgeführte alphabetische Auflistung erhebt keinesfalls den 
Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll ein erster Eindruck über die Vielzahl der Akteure 
und die damit verbundene Angebotsvielfalt vermittelt werden.  
Beim Amt für Schule und Weiterbildung ist das Bundesprojekt „Kommunale Koordinierung 
von Bildungsangeboten für Neuzugewanderte" angesiedelt. Dieses wird vom 
Bundesministerium für Bildung und Familie (BMBF) gefördert. In Münster liegt der 
Schwerpunkt der kommunalen Bildungskoordination auf der Verbindung der Themen "Sport, 
Sprache & Integration". Gerade im und durch den Sport können sowohl informelle 
Sprachbildungsprozesse ermöglicht und Sprache in sozialen Zusammenhängen erlernt 
werden als auch eine gegenseitige Annäherung verschiedener Kulturen erfolgen. Der Sport

11 
hat integrierendes Potential. Der kommunale Anspruch der Bildungskoordination in Münster 
ist es, eine bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Bildungs- und Sportlandschaft für (Neu-) 
Zugewanderte auf Basis von gesicherten und aktuellen Daten, transparentem und 
vernetztem Arbeiten und einem gemeinschaftlich betriebenem Wissens- und 
Bildungsmanagement zu gestalten. Ein Ergebnis der Projektarbeit ist die Interaktive 
Stadtkarte für Zugewanderte, die bei der Suche nach passenden Beratungs-, Sprach- und 
Sportangeboten für Zugewanderte unterstützt. Die Karte soll stets aktuell gehalten und nach 
Bedarf erweitert werden, z.B. um Sportangebote im öffentlichen Raum. 
Der Frauensportverein Münster (FSV) bietet einen Raum für Frauen und Mädchen. Im FSV 
kann jede Frau und jedes Mädchen Spaß an der Bewegung entdecken, die eigene Kraft 
spüren, Selbstvertrauen gewinnen und ihren Körper so akzeptieren, wie er ist. Seit 2016 
setzt der FSV das Projekt „Integration of Women in Sports“ (IoWiS) um. Das Projekt 
ermöglicht geflüchteten Frauen die (verstärkte) soziale und kulturelle Teilhabe an der 
Münsterschen Gesellschaft und bringt Frauen mit und ohne Migrationsvorgeschichte in 
Kontakt. Allen Frauen in Münster, einheimischen und (neu-)zugewanderten gleichermaßen, 
soll der Zugang zu Sportangeboten möglich sein. Daher werden mit IoWiS Sportangebote im 
FSV geschaffen, die kostenfrei oder sehr günstig sind und eine Kinderbetreuung umfassen. 
2018 wurde der FSV zu einem Stützpunktverein für Integration des Programms „Integration 
durch Sport“ im Landessportbund NRW ernannt.  
Das Gesundheitsamt berücksichtigt das Thema Bewegung in der eigenen Arbeit, so z.B. bei 
den Schuleingangsuntersuchungen oder den Frühen Hilfen, und ist zugleich Fördergeber für 
einzelne Angebote. Darüber hinaus werden öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zu den 
Themen Sport, Bewegung und Gesundheit umgesetzt. Mit der durch die Kommunale 
Gesundheitskonferenz beauftragten Projektgruppe „Sport, Bewegung und Gesundheit“, die 
vom Gesundheitsamt geleitet wurde, wurde die Vernetzung verschiedener Akteure 
vorangetrieben. Neue Impulse werden mit den hier vorgestellten Handlungsempfehlungen 
gesetzt. Das Gesundheitsamt bringt zudem eine gesundheitswissenschaftliche Perspektive 
und damit das Thema Bewegung in Stadtplanungsprozesse ein. Dies soll in Zukunft deutlich 
verstärkt werden. 
Kernaufgabe des Hochschulsports Münster ist die Bereitstellung eines facettenreichen, 
kostengünstigen, bedarfsorientierten und qualitativ hochwertigen Bewegungsangebotes für 
Studierende und Beschäftigte. Mit dem breit gefächerten Angebot ist der Hochschulsport ein 
fester Bestandteil des Leistungsspektrums der folgenden Hochschulen in Münster: 
Fachhochschule, Katholische Hochschule, Kunstakademie, Westfälische Wilhelms-
Universität. Das vielfältige Angebot beinhaltet neben den „klassischen" Sportarten des 
Breiten- und Leistungssports auch moderne Spiel- und Bewegungsformen. Das 
Angebotsspektrum umfasst in über 100 Sportarten Kurse, Sporttouren, Fortbildungen, 
Turniere und internationale Sportbegegnungen. Das Programmangebot wird stetig evaluiert 
und neuen Anforderungen und veränderten Bedürfnissen angepasst. Grundlage hierfür sind 
wissenschaftliche Untersuchungen und regelmäßige Befragungen der Teilnehmenden. 
Das Sportamt sorgt für attraktive Möglichkeiten im Freizeit-, Breiten- und Leistungssport. Es 
unterstützt die lokalen Sportvereine und kümmert sich um die Qualität der Sportplätze, 
Turnhallen, Bäder und Trendsportanlagen in Münster. Junge und alte Menschen finden für 
ihre unterschiedlichen Interessen in allen Stadtteilen ein vielfältiges Sportangebot. Durch die 
Vergabe städtischer Sportstätten an Vereine und die gute Sportinfrastruktur in der Stadt 
macht das Sportamt auch Leistungssport in Münster möglich und bietet verschiedene 
Förderprogramme und Entwicklungsmöglichkeiten für den vereinsgebundenen Sport. Die 
dem Stadtsportbund Münster e.V. angeschlossenen Vereine erhalten auf Antragstellung 
Baukostenzuschüsse für geplante Baumaßnahmen und Betriebskostenzuschüsse für den 
Betrieb dieser vereinseigenen Anlagen. Neben der Planung von schulübergreifenden 
Sportwettkämpfen organisiert das Sportamt zudem Lehrerfortbildungen, 
Schulsportgemeinschaften und die Umsetzung von Landesprogrammen wie beispielsweise 
Anfängerschwimmkurse „NRW kann Schwimmen“. Die gesamte Verwaltung und

12 
Organisation sowie der Betrieb der insgesamt neun städtischen Bäder (davon sechs Hallen- 
und drei Freibäder) obliegt dem Sportamt. Darüber hinaus widmet sich das Sportamt der 
Sportentwicklungsplanung und bringt sich in Stadtplanungsprozesse ein. Einen weiteren 
Bereich bildet das Sport- und Veranstaltungsmanagement. Jährlich werden gemeinsam mit 
den Münsteraner Sportvereinen, dem Hochschulsport der Westfälischen Wilhelms-
Universität sowie mit den Fachverbänden auf lokaler, Landes- und Bundesebene 
hochkarätige Projekte und Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. 
Der Stadtsportbund Münster e.V. (SSB) ist der Dachverband aller eingetragenen 
Sportvereine der Stadt Münster. Der SSB vereint mehr als 90.000 organisierte Sportler/-
innen in fast 200 Mitgliedsvereinen und Betriebssportvereinen, die 30.000 Kinder und 
Jugendliche betreuen. Er ist somit die kommunale Dachorganisation der 
Sportselbstverwaltung. Der SSB vertritt als Bindeglied zwischen Vereinen, Politik und 
Verwaltung die Interessen der Vereine. Zum Aufgabenspektrum des SSB gehören darüber 
hinaus u.a. die Beratung der Vereine, die Vergabe der von der Stadt Münster übertragenen 
Sportfördermittel, die Aus- und Fortbildung von Übungsleiter/-innen und Führungskräften, die 
Weiterbildung im Sport, die Förderung von Bewegungs- und Gesundheitsangeboten für 
Ältere und die Förderung des Leistungssports in Münster. Ebenso gehört die Umsetzung von 
öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen wie „Sport im Park“ zu den Aufgaben. Mit folgenden 
Projekten widmet sich der SSB spezifisch verschiedenen thematischen Schwerpunkten und 
Zielgruppen: 
 Bewegt GESUND bleiben in NRW 
 Bewegt ÄLTER werden in NRW 
 NRW bewegt seine Kinder 
 SPITZENSPORT fördern in NRW 
 Ehrenamt im Sport 
 Integration im Sport 
Der Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie Münster e.V. (VGS) arbeitet als 
anerkannter Verein für Rehabilitations- und Gesundheitssport dafür, allen Bürger/-innen ein 
vielfältiges, attraktives Sportprogramm mit immer wieder neuen Angeboten zum Thema 
Sport und Gesundheit anzubieten. Der Verein verfolgt präventivmedizinische Zielsetzungen 
zur Vorbeugung zivilisationsbedingter Krankheiten und Funktionsstörungen und betreut 
bereits erkrankte Menschen durch gezielte bewegungs- und sporttherapeutische 
Maßnahmen.  
Der Verein für Mototherapie und Psychomotorische Entwicklungsförderung e.V. arbeitet mit 
Kindern und Jugendlichen, die Auffälligkeiten oder Störungen in ihrer Bewegung, ihrem 
sozialen Verhalten und ihrer emotionalen Befindlichkeit zeigen. Der Verein gestaltet im 
Rahmen des PowerPfiff Projektes auch Angebote in Kitas in sozial schwächeren Stadtteilen.  
Die Volkshochschule Münster (VHS) ist die größte kommunale Weiterbildungseinrichtung. In 
ihrem Leitbild verpflichtet sie sich, mit ihren Angeboten zur beruflichen, persönlichen, 
sozialen, politischen, kulturellen und allgemeinen Bildung lebensbegleitendes Lernen und 
Lebensqualität unabhängig von Alter, Herkunft, Weltanschauung, sozialer Situation und 
Geschlecht zu fördern. Unter den Angeboten finden sich eine Vielzahl zum Thema Sport und 
Bewegung.  
Zwischen diesen Anbietern und Akteuren besteht eine gute Zusammenarbeit, allerdings 
besteht aus gesundheitswissenschaftlicher und präventiver Sichtweise noch Potential bei der 
strukturellen, systematischen und vernetzten Entwicklung gemeinsamer strategischer Ziele. 
Auch von der Wissenschaft wird das Thema Sport und Bewegung in Münster aktuell intensiv 
bearbeitet. Eine Studie der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und 
Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster befasst sich damit, wie sich die Qualität 
und Quantität von Bewegung in Zeiten der Corona-Pandemie verändert haben und welchen

13 
Einfluss das möglicherweise auf das psychische Wohlbefinden hat. In der Studie werden 
Schüler/-innen und Studierende bis zu einem Alter von 25 Jahren befragt. 
3.3.2 Bewegung im öffentlichen Raum 
Die Stadt Münster bietet viele Potentiale, so dass es gute Grundlagen für die Planung und 
Umsetzung von bewegungsförderlichen Maßnahmen im öffentlichen Raum gibt. In Münster 
liegt der Anteil der Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen mit 4,6 % über dem NRW-
Durchschnitt von 2,5 % (Stand 31.12.2018) (Information und Technik Nordrhein-Westfalen, 
2019). Münster verfügt z.B. über mehrere Naherholungsgebiete, viele Grünflächen und gute 
Fuß- und Radwegsysteme. Exemplarisch können hier der Aasee, der Hiltruper See, der 
Kanal und die Rieselfelder genannt werden. Positiv sind auch aktuelle kleinere und größere 
Maßnahmen hervorzuheben, die Bewegung im öffentlichen Raum fördern. Hierzu zählen 
z.B. das Konzept der stadtregionalen Velorouten, das Aufstellen einer Sportbox oder das 
Aufgreifen von Trendsportarten und den dadurch entstehenden Pumptrack- und Dirt-Bike-
Parks an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet.  
Seit mehreren Jahren gilt für Münster als wachsende Stadt jedoch das Schaffen von 
Wohnraum als eine wichtige Leitlinie für das Verwaltungshandeln. Nach der Postbank-Studie 
"Wohnatlas 2016" führt Münster in Sachen Neubau die „Top Ten" der deutschen Großstädte 
an. Auf den weiteren Plätzen folgen Potsdam, München, Frankfurt a.M., Mainz, Augsburg, 
Bonn, Rostock, Köln und Hamburg. Die Studie nahm die Wohnungsmärkte in den 36 größten 
Städten unter die Lupe und untersuchte die Steigerung des Wohnungsbestandes von 2000 
bis 2014. In Münster stieg der Bestand in dieser Zeit um 14 %. Auch für die folgenden Jahre 
lag Münster bei einem Vergleich der relativen Wohnungsbautätigkeit von 32 Großstädten in 
Deutschland mit Frankfurt am Main mit je ca. 29 Wohnungen je 1.000 Einwohnern in den 
Jahren 2012 bis 2017 auf dem vordersten Rang (Institut für Landes- und 
Stadtentwicklungsforschung, 2019). Für 2019 wurde von Seiten der Stadt von einer neuen 
Rekordmarke beim Bauüberhang gesprochen, der Aufschluss über den „Bauvorrat" in der 
Stadt gibt. Diese seit Jahren geltende Vorreiterstellung ist auf städtische Bemühungen um 
Nachverdichtung und das Schaffen neuer Wohnquartiere im Innen- und Außenbereich 
gemäß dem Baulandprogramm zurückzuführen.  
Damit Münster trotz des großen Drucks, neue Wohnungen zu schaffen, eine lebenswerte 
und gesunde Stadt bleibt, muss jedoch zugleich dafür Sorge getragen werden, dass es 
weiterhin viele und im Stadtgebiet gut verteilte Grün- und Erholungsflächen gibt. Das reine 
Vorhandensein dieser Flächen hat bereits positive Auswirkungen auf die Gesundheit. 
Letztlich sollten die Flächen jedoch auch gezielt gesundheitsförderlich gestaltet sein. Ein 
zentrales Augenmerk ist hierbei auf Sport- und Bewegungsangebote im öffentlichen Raum 
zu legen. Auch die Art der Gestaltung von Freiflächen und öffentlichen Plätzen sowie die 
Planung als partizipativer Prozess sind ausschlaggebend dafür, ob die Angebote tatsächlich 
in Anspruch genommen werden und Menschen zu mehr Bewegung animiert werden. 
Münster trägt nicht ohne Grund Titel wie „Nachhaltige Stadt“, „Fahrradstadt“ oder „Gesunde 
Stadt“. Ziel sollte es sein, diesen Titeln auch künftig gerecht werden zu können.  
3.3.3 Zahlen zu Sport und Bewegung 
Zum Gesundheits- und Entwicklungszustand von Kindern werden im Rahmen der 
Schuleingangsuntersuchungen (SEU) umfassende Daten durch das Gesundheitsamt 
erhoben. Anhand der Daten lassen sich Zielgruppen und Sozialräume mit besonderem 
Bedarf an gesundheitsförderlichen und präventiven Angeboten identifizieren. Im Folgenden 
werden dazu ausgewählte Daten der SEU der zusammengefassten Einschulungsjahrgänge 
2016-2019 dargestellt, die für das Themenfeld Sport, Bewegung und Gesundheit als 
besonders relevant eingeschätzt werden.  
 Die Auswertung der Gewichtsdaten zeigt, dass der Anteil an Kindern mit Übergewicht 
und Adipositas in den Stadtteilen sehr unterschiedlich ist. Im städtischen Durchschnitt

14 
haben 5,1 % der untersuchten Kinder Übergewicht und 3,6 % Adipositas. Im Stadtteil 
Buddenturm sind keine Kinder mit Übergewicht oder Adipositas zu verzeichnen. 
Coerde weist die höchsten Werte auf (Übergewicht: 8,3 %; Adipositas: 9,0 %).  
 Auch hinsichtlich der Schwimmfähigkeit wurden deutliche Unterschiede in den 
Münsteraner Stadtteilen erkennbar. Im Münsteraner Durchschnitt haben 42,3 % der 
Vorschulkinder noch kein Seepferdchen-Abzeichen erworben und haben auch noch 
keinen Schwimmkurs besucht. Berg Fidel weist mit 78,3 % den schlechtesten und 
das Kreuzviertel mit 18,1 % den besten Wert auf.  
 Zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchungen übten im städtischen Durchschnitt 
45,5 % der Kinder nicht regelmäßig Sport aus (institutionalisierter Sport wie Verein, 
Sportgruppen o.ä.). In Coerde ist der Anteil der Kinder, die nicht regelmäßig Sport 
ausüben, mit 75,2 % am größten, in Hiltrup-Ost mit 25,7 % am geringsten. 
Die Übersicht zu den Daten aller Stadtteile sind der Anlage 1 zu entnehmen.1  
In allen drei Erhebungskategorien wird deutlich, dass es auch in einer Stadt wie Münster 
Handlungsbedarf gibt und dieser in den einzelnen Stadtteilen sehr unterschiedlich ist. 
Demnach erscheinen stadtteilbezogene Maßnahmen zielführend, stets im Kontext eines 
städtischen Gesamtkonzeptes.  
Die bei den SEU erhaltenen Erkenntnisse zum Thema Sport werden durch Zahlen des 
Stadtsportbundes Münster bekräftigt. Die im Folgenden dargestellten Zahlen können 
lediglich eine Orientierung bzgl. der unterschiedlichen Nutzung der Vereinsangebote in den 
Stadtteilen bieten, sind statistisch jedoch nicht belastbar. So wurde die Mitgliederzahl des 
jeweiligen Stadtteilvereins in Bezug gesetzt zur Bevölkerungszahl des Stadtteils. Inwiefern 
Bürger/-innen andere Vereinsangebote im Stadtteil oder in anderen Stadtteilen nutzen, ist 
nicht berücksichtigt. Im Folgenden werden die Zahlen von vier Stadtteilvereinen dargestellt:  
 Coerde: 3,9 % der Einwohner/-innen im SV Teutonia Coerde 60 e.V. 
 Kinderhaus: 11,2 % der Einwohner/-innen im SC Westfalia Kinderhaus 1920 e.V. 
 Hiltrup: 15,8 % der Einwohner/-innen im Turn- u. Sportverein Hiltrup 1930 e. V. 
 Gremmendorf: 19,9 % der Einwohner/-innen im Sportclub Gremmendorf 1946 e.V. 
Trotz der statistischen Ungenauigkeiten wird deutlich, dass die Zahlen in den Stadtteilen 
stark variieren, was ebenfalls eine stadtteilbezogene Maßnahmenentwicklung implizieren 
würde. Selbst wenn die Bürger/-innen z.B. Angebote im Nachbarstadtteil wahrnehmen 
würden, würde dies ebenfalls nicht für den Sportverein im „eigenen“ Stadtteil sprechen. 
Zu berücksichtigen ist, dass neben dem durch den Stadtsportbund organisierten Sport 
weitere institutionalisierte Angebote bestehen. Ebenso liegen keine Informationen über die 
Inanspruchnahme von Sport- und Bewegungsangeboten im öffentlichen Raum vor. Inwiefern 
diese ggf. in manchen Stadtteilen ausgleichend wirken, kann nicht eingeschätzt werden. Es 
ist jedoch davon auszugehen, dass sich die stadtteilbezogenen Unterschiede bei den Daten 
der SEU insgesamt in der sportlichen/ bewegungsreichen Aktivität bzw. Inaktivität 
widerspiegeln.  
  
                                                
 
1 Die Stadtteile Bahnhof, Überwasser, Martini und Hafen werden aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht einzeln 
aufgeführt.

15 
4 Bedarfe und Handlungsempfehlungen 
In den folgenden Kapiteln werden die von der Projektgruppe herausgearbeiteten Bedarfe 
und entsprechend dazu entwickelten Handlungsempfehlungen dargestellt.  
4.1 Bewegung als Thema der Stadtplanung und -entwicklung 
Da Sport zu ca. 60% frei organisiert (außerhalb von Vereinen) betrieben wird, muss der 
öffentliche Raum stärker als Sport- und Bewegungsfläche gesehen und gestaltet werden. 
Ebenso ist die Gestaltung des öffentlichen Raumes für die Alltagsbewegung 
ausschlaggebend. Laut den Ergebnissen des NRW-Gesundheitssurveys 2016 ist für 57% 
der Befragten eine bewegungsfreundliche Umwelt (z.B. ansprechende Geh- und 
Fahrradwege, Parkanlagen) ein individueller Motivator für körperliche Aktivität. Bei knapp 
30% dieser Befragten besteht Unwissenheit darüber, ob sich Bürger/-innen einbringen 
können, wenn es um die bewegungsfreundliche Gestaltung des Wohnortes geht. 
(Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, 2019) 
Wie in Kapitel 3.3.2 beschrieben, bietet die Stadt Münster viele Potentiale, so dass es gute 
Grundlagen für die Planung und Umsetzung von bewegungsförderlichen Maßnahmen im 
öffentlichen Raum gibt. Allerdings besteht ein Zielkonflikt mit dem Schaffen von Wohnraum, 
dem Freiflächen für Bewegung und Begegnung zum Opfer fallen. Für Spielplätze bleiben 
teilweise nur kleine Restflächen am Rande der Bebauungsfläche. Dies ist zwar kritisch zu 
sehen, kann aber kaum beeinflusst werden, solange alle Vorschriften in der Planung 
eingehalten wurden. Wichtig ist daher nicht nur Spielplätze zu planen, sondern Fläche zum 
Spielen. Die öffentlichen Räume müssen als Bewegungs- und Begegnungsräume für alle 
Altersgruppen gestaltet werden. So muss ein Paradigmenwechsel hin zur Stadt als 
erlebbarer Raum erfolgen. 
Dabei ist es wichtig, die Stadt nicht mit vielen Einzelmaßnahmen zu „möblieren“, sondern im 
Sinne eines umfassenden Raumkonzeptes Orte zu identifizieren. Hierbei können die ganze 
Stadt und auch einzelne Stadtteile etc. als „Raum" verstanden werden. Die Angebote sollten 
in das Stadtbild integriert werden und in den Lebenswelten der Bürger/-innen verortet sein. 
Ein quartiersbezogenes Vorgehen wird daher als sinnvoll erachtet.  
Zielführend ist es, an bereits laufende Planungsprozesse anzudocken und sich gezielt auf 
den Aspekt „Bewegung und Gesundheit“ zu fokussieren. Gute Anbindungsstellen sind z.B. 
die Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepte für Coerde (s. Kapitel 4.4) und Berg Fidel 
sowie Münsters Zukünfte 20/30/50.  
Es ist eine übergeordnete und auch politische Entscheidung, ob neben der 
Wohnraumverdichtung auch das „gesunde Wohnen“ mit Grünflächen und 
Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum Ziel der Stadt Münster sein sollte. 
4.1.1 Handlungsempfehlung: Bewegung im öffentlichen Raum als institutionalisiertes, von 
Verwaltung und Politik getragenes Kriterium in der Stadtplanung 
Bei Stadtplanungs- und -entwicklungsprozessen soll künftig eine engere Verzahnung von 
Stadtplanung und Gesundheit sowohl in der Verwaltung als auch in der Politik erfolgen. Die 
Fachbereiche Sport und Gesundheit werden künftig konsequent z.B. über Stellungnahmen 
oder über frühzeitige gemeinsame Betrachtung und Diskussion von Bauleitplänen 
eingebunden. 
Darüber hinaus sollen Kriterien entwickelt werden, inwiefern Gesundheit und damit auch das 
Thema Bewegung in Stadtplanungsprozessen berücksichtigt werden muss. Ziel sollte es 
sein, dass auf dieser Grundlage der Grundsatz „öffentlicher Raum als Bewegungs-, 
Begegnungs- und Gesundheitsraum" bei allen Auslobungen und Planungsprozessen 
berücksichtigt wird.

16 
Mit dieser Zielrichtung der Verankerung von gesundheitsbezogenen Themen in der 
Stadtplanung und -entwicklung arbeiten das Wissenschaftsbüro von Münster Marketing, die 
Westfälische Wilhelms-Universität und das Gesundheits- und Veterinäramt in dem Projekt 
„Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ zusammen. In dem Projekt wird ein 
Handlungsprogramm mit festgelegten Kriterien zur Berücksichtigung von Gesundheit in der 
Stadtplanung und -entwicklung erstellt, das von den relevanten Fachbereichen der 
Verwaltung und Politik beschlossen werden soll. Das Projekt hat eine Laufzeit von 5 Jahren 
(01.04.2021-31.03.2026) und wird über die Gelder des Präventionsgesetzes von der 
Techniker-Krankenkasse (TK) gefördert. Auf Bitte der TK wird die Förderhöhe nicht 
publiziert. Eingebunden wird das Projekt in den Prozess Münsters Zukünfte 20/30/50. 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Gesundheits- und Veterinäramt 
Münster Marketing, Wissenschaftsbüro 
Politik 
Sportamt 
Stadtplanungsamt 
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Geografie 
4.2 Niedrigschwellige Bewegungsangebote durch Sportboxen im öffentlichen Raum 
Wie bereits in verschiedenen Kapiteln deutlich wurde, müssen Anreize geschaffen werden, 
sich im öffentlichen Raum zu bewegen. Hierbei ist wichtig, dass die Angebote 
niedrigschwellig und für alle Bürger/-innen erreichbar sind.  
Als eine geeignete Maßnahme werden Sportboxen gesehen. Der Sportpark an der Sentruper 
Höhe wurde als erster Standort für eine Sportbox in Münster ausgewählt. In der Sportbox ist 
eine vielfältige Auswahl an Sportuntensilien zu finden, die für jeden zur Verfügung stehen. 
Mit den Materialien können verschiedenste Trainingseinheiten umgesetzt werden, ob zu 
zweit oder alleine, ob zur Förderung der Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit oder Koordination. 
Und so funktioniert’s: Einfach über die App "SportBox- app and move" registrieren, im 
digitalen Terminkalender einen freien Slot buchen, Box öffnen und lostrainieren. Wie man die 
Geräte richtig benutzt, zeigen kleine Videosequenzen mit Übungsanleitungen.  
4.2.1 Handlungsempfehlung: Aufbau weiterer Sportboxen 
Die Erfahrungen mit der ersten Münsteraner Sportbox sind sehr positiv, viele 
Sportinteressierte nutzen dieses Angebot. In den ersten sechs Monaten (1.11.2020 – 
30.4.2021) haben sich rund 350 Personen registriert, welche die Sportbox insgesamt rund 
870-mal genutzt haben. Weitere Sportboxen sollten in Münster aufgestellt werden. Bei der 
Standortsuche sollten sozial schwächere Stadtteile bzw. Stadtteile mit einem größeren 
Handlungsbedarf besondere Berücksichtigung erhalten (s. Kapitel 4.4.3).  
An der Umsetzung Beteiligte: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Sportamt 
4.3 Animation zu mehr Alltagsbewegung 
Wie in Kapitel 3 beschrieben, führen gesellschaftliche Entwicklungen dazu, dass die Bürger/-
innen sich zunehmend weniger bewegen, u.a. in Hinblick auf die Fortbewegung im Alltag.  
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) mit Bus und Bahn hat einen hohen Stellenwert 
bei der aktuellen und langfristigen Verkehrsplanung der Stadt Münster. Zusammen mit dem 
Fußgängerverkehr und Radverkehr bildet der ÖPNV eine wichtige Säule in Münsters 
starkem Umweltverbund. Dieser weist mit 71 % aller durchgeführten Wege und Fahrten –

17 
natürlich auch dank des in Münster traditionell hohen Radverkehrs – deutschlandweit einen 
Spitzenwert auf. Ziel der Nahverkehrsplanung ist es, die Position des ÖPNV als 
umweltverträgliches Verkehrsmittel und als Bestandteil des Umweltverbundes zu sichern und 
auszubauen. 
Der ÖPNV ist gegenüber der Nutzung von Autos, Motorrädern etc. also zu begrüßen. Aus 
gesundheitlicher Sicht sind dem ÖPNV jedoch aktivere Fortbewegungsarten wie Radfahren 
und Gehen vorzuziehen. 
4.3.1 Handlungsempfehlung: Anzeige von Fußwegezeiten an Bushaltestellen 
Das Nutzen des ÖPNV ist häufig verbunden mit Wartezeiten, die im Sinne von „Walken statt 
warten“ sinnvoller genutzt werden könnten. Hierfür wäre eine Anzeige an Bushaltestellen 
erforderlich, wie lange man zu Fuß zur nächsten Haltestelle braucht. So können die 
Wartezeiten für Bewegung genutzt werden, indem eine oder vielleicht auch zwei Stationen 
zu Fuß zurückgelegt werden.  
Die Projektgruppe hat die Idee an die Stadtwerke herangetragen. Laut Auskunft der 
Stadtwerke sei es aufgrund des komplexen Busliniennetzes technisch nur mit sehr viel 
Aufwand umsetzbar. An Haltstellen, die von mehreren Buslinien angefahren werden, gebe 
es so viele Möglichkeiten, in welcher Richtung die nächste Haltestelle liegt, dass das nicht 
darstellbar sei. Zudem würde es nicht dem Ziel der Stadtwerke entsprechen, die Menschen 
von der Nutzung des ÖPNV „abzuhalten“. Dennoch sei es bereits möglich bei der 
muenster:app Parameter so auszuwählen, dass auch der Fußweg angezeigt wird, wenn 
dieser eine Zeitersparnis gegenüber der Fahrt mit dem Bus bedeutet.  
An der Umsetzung Beteiligte: 
Stadtwerke Münster 
4.4 Koordination und Ausbau der Bewegungsangebote in Coerde 
Coerde ist ein Stadtteil, der gekennzeichnet ist durch eine besondere Sozialstruktur und 
damit einhergehender gesundheitlicher Chancenungleichheit. Daten u.a. der 
Schuleingangsuntersuchungen zur Gesundheit und zum Sport- und Bewegungsverhalten 
zeigen einen deutlichen Handlungsbedarf. Trotz verschiedenster Aktivitäten aus dem Sozial-, 
Gesundheits- und Bildungssektor spezifisch für den Stadtteil Coerde, hat das Handlungsfeld 
Sport und Bewegung bislang kaum Beachtung gefunden. Der durch Daten belegte, im Alltag 
festgestellte und in den Stadtteil-Arbeitskreisen definierte Bedarf, wurde durch das Integrierte 
Stadtteilentwicklungskonzept (InSek) Coerde bestätigt. Bewegung wurde als ein zentrales 
Handlungsfeld herausgearbeitet, was nicht zuletzt zu dem Titel des InSek geführt hat: 
„Coerde – ein Stadtteil in Bewegung“ (V/0224/2020).  
Im InSek werden verschiedene Maßnahmen zum Thema Sport und Bewegung aufgeführt, 
die zum Teil auch aus der Projektgruppe „Sport, Bewegung und Gesundheit“ resultieren. Die 
im Folgenden aufgeführten Maßnahmen werden von der Projektgruppe als besonders 
wichtig eingeschätzt. 
4.4.1 Handlungsempfehlung: Sport- und Bewegungskoordinator/-in für Coerde 
Das Gesundheits- und Veterinäramt, der Stadtsportbund Münster e.V. und der Verbund 
Sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V. haben sich zusammengeschlossen und beim 
Landeszentrum Gesundheit NRW einen Antrag nach dem Präventionsgesetz für das Projekt 
„Coerde in Bewegung“ gestellt. Das Projekt ist auf drei Jahre befristet angelegt und bezieht 
sich auf den im InSek formulierten Bedarf für einen Sport- und Bewegungskoordinator. 
Ziel des Projektes ist die Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Kindern 
und Jugendlichen. In Coerde sollen bewegungs- und gesundheitsförderliche Lebenswelten

18 
für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre geschaffen werden. Die im Projekt angedachten 
Maßnahmen nehmen die verschiedenen Altersgruppen im Sinne einer Präventionskette und 
damit verschiedene Settings in den Blick. Entsprechend stehen die folgenden Bereiche im 
Fokus:  
 Frühkindliche Bewegungsförderung (vor der Kita) 
 Bewegung in den Lebenswelten Kita und Schule 
 Bewegung in der Freizeit, u.a. Bewegung im öffentlichen Raum 
Um das Angebot an Sport- und Bewegungsangeboten bedarfsgerecht zu optimieren, die 
Anbieter aus den Themenbereichen Sport, Bewegung und Gesundheit miteinander zu 
vernetzen und um Synergien zu schaffen, bedarf es der Organisation durch einen Sport- und 
Bewegungskoordinator. Auch die Implementierung neuer Angebote gehört zu den Aufgaben 
des Koordinators. Die in den Kapiteln 4.4.2 bis 4.4.4 dargestellten Maßnahmen sollen von 
dem Sport- und Bewegungskoordinator mitgestaltet werden.  
Eine Entscheidung der AG Lebenswelten der gesetzlichen Krankenkassen hinsichtlich des 
Präventionsgesetzantrags wird frühestens ab Mitte Juni erwartet. 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Gesundheits- und Veterinäramt 
Stadtsportbund Münster e.V. 
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen NRW e.V. 
4.4.2 Handlungsempfehlung: Gestaltung öffentlicher Räume als Bewegungsräume 
Zentraler Ort in Coerde ist der Hamannplatz. Dieser sollte als Bewegungs- und 
Begegnungsraum gestaltet werden und Aufenthaltsqualität für verschiedene Altersgruppen 
bieten. Auch bei der Neu-/ Umplanung von Spielplätzen sollte dies berücksichtigt werden. 
Eine abwechslungsreiche und innovative Gestaltung für alle Altersklassen losgelöst von 
ausschließlich klassischen Spielplatzgeräten wie Schaukel, Rutsche und Wipptier sollte 
angestrebt werden. Thematisiert wurde diesbezüglich u.a. auch ein Abenteuer-/Bauspielplatz 
sowie eine Skate- oder Pumptrack-Anlage. Wichtig ist dabei ein Gesamtkonzept für Coerde 
zu entwickeln. Die verschiedenen Fachbereiche aus Verwaltung und Politik sollen 
einbezogen werden. 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Gesundheits- und Veterinäramt 
Politik 
Sportamt 
Stadtplanungsamt 
4.4.3 Handlungsempfehlung: Coerde als Standort für eine Sportbox 
Wie in Kapitel 4.2 beschrieben, wurde die erste Münsteraner Sportbox von vielen 
Sportinteressierten genutzt. Der Stadtteil Coerde scheint als Standort für eine weitere 
Sportbox prädestiniert zu sein. Zum einen zeigt sich im InSek der deutliche Bedarf. Zum 
anderen wird Coerde derzeit an vielen Orten neu bzw. umgestaltet. Die Sportbox in das 
Gesamtkonzept zu integrieren ist sinnvoll. Ein geeigneter Standort hierfür ist zu prüfen. 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Sportamt

19 
4.4.4 Handlungsempfehlung: Stärkung der organisierten Sport- und Bewegungsangebote 
Ein im InSek identifiziertes Handlungsfeld ist die mangelnde Verfügbarkeit von 
Räumlichkeiten für Sport- und Bewegungsangebote. Es soll eine Optimierung der Nutzung 
der Sporthallen und Prüfung neuer Bewegungsräume erfolgen. Bereits erreicht wurde, dass 
bei der Planung des Integrierten Stadtteilhauses am Hamannplatz ein Bewegungsraum 
berücksichtigt wird.  
Darüber hinaus soll der Coerder Sportverein SV Teutonia und damit die ehrenamtliche 
Vereinsarbeit gestärkt werden. Dies beinhaltet eine engere Einbindung des Sportvereins in 
die Netzwerkstrukturen im Stadtteil, eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, das Schaffen neuer 
bedarfsgerechter Angebote sowie die Suche nach neuen Kurs-/ Übungsleitungen.  
An der Umsetzung Beteiligte: 
Sportamt 
Stadtsportbund 
4.5 Verwaltung in Bewegung 
In der städtischen Verwaltung gibt es zahlreiche Berufsgruppen, die den überwiegenden Teil 
sitzend am Schreibtisch verbringen. Das Personalamt mit dem Betrieblichen 
Gesundheitsmanagement setzt diesbezüglich immer wieder einzelne Impulse. Dies sollte 
verstärkt werden, so dass die Verwaltung als gutes Beispiel vorangeht. Denn wie die 
Nationalen Empfehlungen für Bewegungsförderung zeigen, ist die betriebliche Lebenswelt 
zentraler Ansatzpunkt. 
4.5.1 Handlungsempfehlung: Fußspuren zur Treppe 
Als motivationale Entscheidungshilfen sind Fußspuren nachweislich wirksam, die den Weg 
zur Treppe leiten, ggf. gekoppelt mit motivierenden Slogans an den Treppenstufen. Hierüber 
werden Menschen dazu animiert, die Treppe zu steigen statt mit dem Aufzug zu fahren. Dies 
soll in städtischen Gebäuden exemplarisch umgesetzt werden. Sofern die Maßnahme 
Wirkung zeigt, könnte über eine Ausweitung auf andere Orte nachgedacht werden. 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Amt für Immobilienmanagement 
Betriebsmedizinischer Dienst der Stadt Münster  
Gesundheits- und Veterinäramt 
Personalamt, Betriebliches Gesundheitsmanagement 
4.5.2 Handlungsempfehlung: Aktionsmonat zum Thema Bewegung 
Wie in Kapitel 3.2. erläutert sind motivationale Entscheidungshilfen alleine kaum in der Lage, 
umfänglich ausreichende und nachhaltige Effekte zu erzeugen. Insofern empfiehlt sich auch 
hier die Integration in einen Mehrkomponentenansatz. Denkbar wäre z.B. ein Monat mit 
verschiedenen Aktionen zum Thema Bewegung für die städtischen Mitarbeiter/-innen. Diese 
sind noch von den u. g. an der Umsetzung Beteiligten zu entwickeln.  
An der Umsetzung Beteiligte: 
Betriebsmedizinischer Dienst der Stadt Münster  
Gesundheits- und Veterinäramt 
Personal- und Organisationsamt, Betriebliches Gesundheitsmanagement

20 
4.6 Bewegung im Kindesalter 
Wie u.a. die Daten der Schuleingangsuntersuchungen zeigen (s. Kapitel 3.3.3), gibt es bei 
Kindern im Kindergartenalter deutlichen Handlungsbedarf, der sich in den jeweiligen 
Stadtteilen unterscheidet. Entsprechend der nationalen Empfehlungen für 
Bewegungsförderung sind Kindertagesstätten ein wichtiges Setting für Bewegungsförderung. 
Das Schaffen eines geeigneten Bewegungsumfeldes, die Qualifizierung pädagogischer 
Fachkräfte und die Einbindung von Eltern sind dabei wichtig.   
Gut geeignet ist das Programm „Anerkannter Bewegungskindergarten des 
Landessportbundes NRW“. In Münster gibt es bisher nur acht anerkannte 
Bewegungskindergärten. Hürden sind oftmals die Kosten, die angesammelten Überstunden 
der pädagogischen Fachkräfte durch die Schulung im Programm sowie die erforderliche 
Kooperation mit einem Sportverein. 
4.6.1 Handlungsempfehlung: Mehr anerkannte Bewegungskindergärten 
Die Zahl der anerkannten Bewegungskindergärten in Münster wird gesteigert, insbesondere 
in den Stadtteilen mit besonderem Handlungsbedarf. Die Träger der Einrichtungen sollten sich 
für die Programmteilnahme einsetzen und finanzielle Mittel dafür bereitstellen. 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sowie weitere Träger der Einrichtungen 
Stadtsportbund Münster e.V. 
4.7 Bewegung im frühen Seniorenalter 
Erhalt und Verbesserung motorischer Fähigkeiten, von körperlicher Kraft, Koordination und 
Gleichgewichtsvermögen im frühen Seniorenalter können ein entscheidender Ansatz für 
mehr gesundheitliches Wohlbefinden, Fitness, Sturz- und Osteoporoseprävention für das 
späte Seniorenalter sein. 
Wegen der stetig steigenden Lebenserwartung entsteht hier ein völlig neuer 
Präventionsansatz und Auftrag mit völlig neuen zielgruppenspezifischen Angeboten. 
4.7.1 Handlungsempfehlung: Veranstaltung „Gesund & Aktiv - Älter werden in Münster“ 
zum Schwerpunktthema Bewegung 
Die jährlich stattfindende, etablierte Veranstaltung „Gesund & Aktiv - Älter werden in 
Münster“ hat am 15. November 2019 zum Schwerpunktthema Bewegung stattgefunden. Die 
mit fast 300 Personen bestbesuchte Veranstaltung dieser Reihe hat offensichtlich die 
Interessen des Publikums getroffen.  
Vorträge gab es zu folgenden Themen:  
 Bewegung to go - Bewegung im öffentlichen Raum 
 Kraft- und Bewegungstraining im Alter – Erkenntnisse und Erfahrungen 
 Bewegt ÄLTER werden in MÜNSTER 
 MOVITA - das Tanz- und Bewegungsprogramm 
Nach den Vorträgen konnten zwölf Infostände von Einrichtungen wie Begegnungsstätten, 
Beratungsstellen, Vereinen mit Angeboten zu Sport und Selbsthilfe besucht werden. 
Erstmals hatten die Besucher/-innen die Gelegenheit, verschiedene Bewegungsangebote in 
kurzen Schnupperworkshops kennenzulernen: 
 Alltags-Fitness-Test 
 Kraft für den Alltag 
 MOVITA und Linedance 
 Hula-Hoop - nicht nur für Kinder

21 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Gesundheits- und Veterinäramt 
Kommunale Seniorenvertretung 
Selbsthilfe-Kontaktstelle 
Stadtsportbund Münster e.V. 
Volkshochschule 
4.8 Niedrigschwellige Angebote für Menschen mit und ohne Depression 
Wie in Kapitel 3.1. dargestellt beeinflusst körperliche Inaktivität auch die psychische und 
kognitive Gesundheit negativ und erhöht somit z.B. das Risiko an einer Depression zu 
erkranken. Viele vorhandene Studien beziehen sich auf das Laufen als körperliche Aktivität, 
dessen positive Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist. 
Gute Erfahrungen wurden in Münster diesbezüglich bereits im stationären Setting gemacht. 
Eine Erweiterung auf den ambulanten Bereich erscheint sinnvoll, um präventiver wirken und 
einem stationären Aufenthalt vorbeugen zu können.  
4.8.1 Handlungsempfehlung: Laufgruppe für Menschen mit und ohne Depression 
Von verschiedenen lokalen Bündnissen gegen Depression wie zum Beispiel in Koblenz, 
Ludwigshafen oder Mainz werden bereits Laufgruppen für Menschen mit Depression 
angeboten. Das Bündnis gegen Depression entwickelt auf der Grundlage der dort 
gemachten Erfahrungen ein niedrigschwelliges Laufangebot für Münster. Das Angebot soll 
auch für Menschen ohne Depression zur Verfügung stehen. Damit wird zum einen der 
präventiven Wirkung des Laufens Rechnung getragen und zum anderen einer 
Stigmatisierung von Menschen mit Depression vorgebeugt. 
An der Umsetzung Beteiligte: 
Bündnis gegen Depression Münster 
münsterAKTIV 
Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie Münster e.V.  
4.9 Transparenz über vorhandene Angebote 
Wie bereits die exemplarische Darstellung im Kapitel 3.3.1 zeigt, gibt es viele Akteure, die in 
Münster im Themenfeld Sport und Bewegung aktiv sind. Diese Akteure gestalten zahlreiche 
Angebote, die für die Münsteraner Bürgerschaft nicht mehr zu erfassen sind. Demnach ist es 
für die Bürger/-innen umso schwieriger, das individuell am besten geeignetste Angebot zu 
finden. Hierzu zählen Angebote des organisierten Sports, aber auch Angebote im 
öffentlichen Raum. 
Es gibt bereits Übersichtsbroschüren, z.B. vom Sportamt „Sportvereine in Münster – 
Angebote und Adressen der Sportvereine“ und die Broschüre „Gesundheitssport für Alle – 
Navigator durch Münsters Bewegungsangebote“ vom Stadtsportbund. In letzterer sind in der 
letzten Neuauflage erstmals auch öffentliche Trimmanlagen aufgeführt. Die Broschüren sind 
eine gute Grundlage, bilden jedoch nicht alle Angebote ab und sind nicht so aufbereitet, dass 
sie unkompliziert von der breiten Bürgerschaft genutzt werden.  
4.9.1 Handlungsempfehlung: Navigator/ Interaktive Karte als Baustein für die muenster:app 
Die vorhandenen Übersichtsbroschüren sollten als Grundlage und durch weitere Inhalte 
ergänzt werden, um das Sport- und Bewegungsangebot umfassend abzubilden. Dies 
beinhaltet möglichst alle institutionalisierten/ organisierten Sport- und Bewegungsangebote 
sowie Bewegungsangebote im öffentlichen Raum einschließlich Wander- und Laufrouten. 
Um weitere Zugangswege zu den Daten zu eröffnen und zusätzliche Nutzungsoptionen zu

22 
gewährleisten, soll eine digitale interaktive Karte entwickelt werden. Die Sport- und 
Bewegungsangebote sollen bürgerfreundlich nach verschiedenen Kategorien gefiltert 
werden können, wie z.B. räumlicher Lage, Altersgruppen, Sportart. Um die breite Nutzung 
der Karte zu gewährleisten sollte diese mit der muenster:app verknüpft werden. Die 
muenster:app enthält bereits einen Stadtplan, auf dem verschiedene Dinge in der näheren 
Umgebung des Handynutzers angezeigt werden können, ganz nach dem Motto „Wo bin ich 
gerade und was passiert um mich herum?“. Zur Darstellung der Angebote in der Umgebung 
können verschiedene Kategorien ausgewählt werden, eine könnten Sport- und 
Bewegungsangebote sein. 
Von dieser Idee ausgehend hat die „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für 
Neuzugewanderte – Sport, Sprache, Integration“ des Amtes für Schule und Weiterbildung 
mit dem Vermessungs- und Katasteramt eine interaktive Karte zu Beratungs-, Sprach- und 
Sportangeboten für Zugewanderte erstellt. Diese Karte soll nun um weitere Zielgruppen 
sowie um Bewegungsangebote im öffentlichen Raum ergänzt und für die muenster:app 
entsprechend technisch aufbereitet werden.  
An der Umsetzung Beteiligte: 
Amt für Schule und Weiterbildung 
Gesundheits- und Veterinäramt 
Katasteramt 
Sportamt 
Stadtsportbund Münster e.V. 
Stadtwerke Münster  
5 Fazit 
Münster weist bereits viele gute Strukturen für eine bewegungsreiche und damit gesunde 
Lebensweise auf. Zahlreiche Akteure sind im Themenfeld „Sport und Bewegung“ aktiv. Auch 
bzgl. der Planung und Umsetzung bewegungsförderlicher Maßnahmen im öffentlichen Raum 
gibt es viel Potential.  
Dennoch zeigen sich Handlungsbedarfe, die sich teilweise gesamtstädtisch, aber vor allem 
in einzelnen Stadtteilen/-quartieren zeigen. Mit den vorgestellten Handlungsempfehlungen 
werden diesbezüglich wichtige Impulse gegeben. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass 
über die Präventionsmittel der Krankenkassen ein bis zwei Projekte finanziert werden, die 
sich über mehrere Jahre ausschließlich oder zumindest unter anderem dem Thema Sport 
und Bewegung widmen können. 
Um das Thema in Münster weiter voranzubringen, ist es erforderlich, dass die von der 
Umsetzung betroffenen Mitglieder der Gesundheitskonferenz den Handlungsempfehlungen 
zustimmen und sich zur Umsetzung verpflichten. 
6 Anlagen 
Anlage 1:  Nationale Empfehlungen für Bewegung 
Anlage 2:  Daten der Schuleingangsuntersuchungen 2016-2019

23 
7 Literaturverzeichnis 
Bucksch, J. et al. (2020). Bewegungs- und Ernährungsverhalten von älteren Kindern und 
Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse der HBSC-Studie 2017/18 und 
Trends. Journal of Health Monitoring, 5, 22-38. 
Dierker, H. (2018). Gesundheitlicher Nutzen von Sport und Bewegung. Berlin: 
Senatsverwaltung für Inneres und Sport. 
Hollstein, T. (2019). Sport als Prävention: Fakten und Zahlen für das individuelle Maß an 
Bewegung. Deutsches Ärzteblatt,116, 35-36. 
Information und Technik Nordrhein-Westfalen (2019). Anteile der Sport-, Freizeit- und 
Erholungsflächen in Nordrhein-Westfalen am 31.12.2018. [www.it.nrw/atom/8610/direct] 
Zugriff am 15.05.2021. 
Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (2019). Stadt oder Umland? Aktuelle 
Trends des Bauens und Wohnens in deutschen Stadtregionen. ILS-Trends. 2/19. 
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (2019). Körperliche Aktivität im Alltag. 
Ergebnisse des NRW-Gesundheitssurveys 2016. 
[www.lzg.nrw.de/_php/login/dl.php?u=/_media/pdf/ges_bericht/survey/koerperliche_aktiv
itaet_2016.pdf]. Zugriff am 15.05.2021. 
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (2020). Ergebnisse des NRW-
Gesundheitssurveys 2018. Individuelle Gesundheitsressourcen. 
[www.lzg.nrw.de/_php/login/dl.php?u=/_media/pdf/ges_bericht/survey/gesundheitsresso
urcen_2018.pdf]. Zugriff am 15.05.2021. 
Krause, L. et al. (2021). Individuelle Verläufe von Asthma, Adipositas und ADHS beim 
Übergang von Kindheit und Jugend ins junge Erwachsenenalter. Journal of Health 
Monitoring, 6 (S5). 
Finger, J. D. et al. (2018). Körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland 
– Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. Journal of Health Monitoring, 
3, 24-31. 
Rütten, A. & Pfeifer, K. (Hrsg.) (2016). Nationale Empfehlungen für Bewegung und 
Bewegungsförderung. Erlangen-Nürnberg: Friedrich-Alexander-Universität. 
Schienkiewitz, A. et al. (2018). Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter in 
Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. Journal of Health 
Monitoring, 3, 16-23. 
Stubbs, B. et al. (2018). EPA guidance on physical activity as a treatment for severe mental 
illness: a meta-review of the evidence and Position Statement from the European 
Psychiatric Association (EPA), supported by the International Organization of Physical 
Therapists in Mental Health (IOPTMH). European Psychiatry, 54, 124-144.

24 
Anlage 1: Nationale Empfehlungen für Bewegung (Rütten & Pfeifer, 2016) 
 
 
Zielgruppe Empfehlungen für Bewegung 
Kinder und 
Jugendliche 
(0 - 18 Jahre) 
 Säuglinge und Kleinkinder (0 bis 3 Jahre)  
Säuglinge und Kleinkinder sollten sich so viel wie möglich bewegen und 
so wenig wie möglich in ihrem natürlichen Bewegungsdrang gehindert 
werden; dabei ist auf sichere Umgebungsbedingungen zu achten. 
 Kindergartenkinder (4 bis 6 Jahre)  
Für Kindergartenkinder soll insgesamt eine Bewegungszeit von 180 
Minuten/Tag und mehr erreicht werden, die aus angeleiteter und 
nichtangeleiteter Bewegung bestehen kann.  
 Grundschulkinder (6 bis 11 Jahre) und Jugendliche (12 bis 18 Jahre) 
Kinder ab dem Grundschulalter und Jugendliche sollen eine tägliche 
Bewegungszeit von 90 Minuten und mehr in moderater bis hoher 
Intensität erreichen. 60 Minuten davon können durch Alltagsaktivitäten, 
wie z. B. mindestens 12.000 Schritte/Tag, absolviert werden. 
 Spezifische Aspekte  
o Ab dem Grundschulalter soll zur Verbesserung von Kraft und 
Ausdauer an zwei bis drei Tagen pro Woche eine höherintensive 
Beanspruchung der großen Muskelgruppen erfolgen, jeweils unter 
Berücksichtigung des jeweiligen Entwicklungsstands. 
o Besonderheiten, aber auch Neigungen, Bedürfnisse und mögliche 
Barrieren der jeweiligen Zielgruppe sollen berücksichtigt werden, z. B. 
Alter, Geschlecht, soziokulturelle Faktoren. 
o Bewegungsarme Kinder und Jugendliche sollten schrittweise an das 
Ziel herangeführt werden, z. B. durch zunächst 30 Minuten Bewegung 
an ein bis zwei Tagen pro Woche. Anschließend werden der zeitliche 
Umfang, dann die Intensität gesteigert. 
 Sitzende Tätigkeiten und Nutzung von Bildschirmmedien (Fernseher, 
Computer / Tablet, Smartphone etc.) 
o Vermeidbare Sitzzeiten sollten auf ein Minimum reduziert werden. 
Neben (motorisiertem) Transport, z. B. in Babyschale oder Kindersitz, 
oder unnötig im Haus verbrachten Zeiten, betrifft dies insbesondere 
die Reduktion des Bildschirmmedienkonsums auf ein Minimum: 
 Säuglinge und Kleinkinder: 0 Minuten 
 Kindergartenkinder: so wenig wie möglich, maximal 30 
Minuten/Tag 
 Grundschulkinder: so wenig wie möglich, maximal 60 
Minuten/Tag 
 Jugendliche: so wenig wie möglich, maximal 120 Minuten/Tag 
Erwachsene  
(18 - 65 Jahre) 
 Erwachsene sollten regelmäßig körperlich aktiv sein. Sie können dadurch 
bedeutsame Gesundheitswirkungen erzielen und die Risiken der 
Entstehung chronischer Erkrankungen reduzieren. 
 Der größte gesundheitliche Nutzen entsteht bereits dann, wenn 
Personen, die gänzlich körperlich inaktiv waren, in geringem Umfang 
aktiv werden. Das heißt, jede zusätzliche Bewegung ist mit 
gesundheitlichem Nutzen verbunden. Jeder auch noch so kleine Schritt 
weg vom Bewegungsmangel ist wichtig und fördert die Gesundheit. 
 Um die Gesundheit zu erhalten und umfassend zu fördern, gelten 
folgende Mindestempfehlungen:

25 
o Erwachsene sollten möglichst mindestens 150 Minuten/Woche 
aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität durchfuhren (z. 
B. 5 x 30 Minuten/Woche) oder 
o mindestens 75 Minuten/Woche aerobe körperliche Aktivität mit 
höherer Intensität durchführen oder 
o aerobe körperliche Aktivität in entsprechenden Kombinationen beider 
Intensitäten durchführen  
o und dabei die Gesamtaktivität in mindestens 10-minütigen einzelnen 
Einheiten verteilt über Tag und Woche sammeln (z. B. mind. 3 x 10 
Minuten/Tag an fünf Tagen einer Woche). 
 Erwachsene sollten zusätzlich muskelkräftigende körperliche Aktivitäten 
an mindestens zwei Tagen pro Woche durchführen. 
 Erwachsene sollten lange, ununterbrochene Sitzphasen meiden und nach 
Möglichkeit das Sitzen regelmäßig mit körperlicher Aktivität unterbrechen. 
 Erwachsene können weitere Gesundheitseffekte erzielen, wenn sie den 
Umfang und / oder die Intensität der Bewegung über die 
Mindestempfehlungen hinaus weiter steigern. 
 Diese Empfehlungen gelten jeweils unter Berücksichtigung der 
schwangerschaftsspezifischen körperlichen Anpassungen auch für 
schwangere Frauen bzw. Frauen nach der Entbindung. 
Ältere 
Erwachsene  
(ab 65 Jahre) 
 Ältere Erwachsene sollten regelmäßig körperlich aktiv sein. Sie können 
dadurch bedeutsame Gesundheitswirkungen erzielen und die Risiken der 
Entstehung chronischer Erkrankungen reduzieren. 
 Der größte gesundheitliche Nutzen entsteht bereits dann, wenn ältere 
Personen, die gänzlich körperlich inaktiv waren, in geringem Umfang 
aktiv werden. Das heißt, jede zusätzliche Bewegung ist mit 
gesundheitlichem Nutzen verbunden. Jeder auch noch so kleine Schritt 
weg vom Bewegungsmangel ist wichtig und fördert die Gesundheit. 
 Um die Gesundheit zu erhalten und umfassend zu fördern, gelten für 
ältere Erwachsene folgende Mindestempfehlungen: 
o Ältere Erwachsene sollten möglichst mindestens 150 Minuten / 
Woche ausdauerorientierte Bewegung mit moderater Intensität 
durchführen (z. B. 5 x 30 Minuten / Woche), oder 
o mindestens 75 Minuten / Woche ausdauerorientierte Bewegung mit 
höherer Intensität durchführen, oder 
o ausdauerorientierte Bewegung in entsprechenden Kombinationen 
beider Intensitäten durchführen 
o und dabei die Gesamtaktivität in mindestens 10-minütigen einzelnen 
Einheiten 
o verteilt über Tag und Woche sammeln (z. B. mindestens 3 x 10 
Minuten / Tag bzw. 5 x 30 Minuten / Woche). 
 Ältere Erwachsene mit Mobilitätseinschränkungen sollten an mindestens 
drei Tagen der Woche Gleichgewichtsübungen zur Sturzprävention 
durchführen. 
 Ältere Erwachsene sollten muskelkräftigende körperliche Aktivitäten an 
mindestens zwei Tagen pro Woche durchführen. 
 Ältere Erwachsene sollten lange, ununterbrochene Sitzphasen meiden 
und nach Möglichkeit das Sitzen regelmäßig mit körperlicher Aktivität 
unterbrechen. 
 Ältere Erwachsene können weitere Gesundheitseffekte erzielen, wenn sie 
den Umfang und /oder die Intensität der Bewegung über die 
Mindestempfehlungen hinaus weiter steigern.

26 
 Ältere Erwachsene, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht 
entsprechend den Empfehlungen körperlich aktiv sein können, sollen sich 
so viel bewegen, wie es ihre aktuelle gesundheitliche Situation zulässt. 
Erwachsene 
mit nicht 
übertragbaren 
Krankheiten 
 Erwachsene mit nichtübertragbaren Krankheiten sollten regelmäßig 
körperlich aktiv sein. Sie erzielen dadurch bedeutsame 
Gesundheitswirkungen. 
 Gesundheitswirkungen entstehen bereits dann, wenn Personen, die 
gänzlich körperlich inaktiv waren, in geringem Umfang aktiv werden. Das 
heißt, jede zusätzliche Bewegung ist mit gesundheitlichem Nutzen 
verbunden. Jeder auch noch so kleine Schritt weg von der Inaktivität ist 
wichtig und fördert die Gesundheit. 
 Um die Gesundheit zu erhalten und umfassend zu fördern, sollten 
Erwachsene mit nichtübertragbaren Krankheiten sich an den 
Bewegungsempfehlungen für Erwachsene ohne chronische Krankheiten 
orientieren. Die meisten Erwachsenen mit nichtübertragbaren Krankheiten 
können und sollten 
o möglichst mindestens 150 Minuten / Woche ausdauerorientierte 
Bewegung mit moderater Intensität durchführen (z. B. 5 x 30 Minuten / 
Woche), oder 
o mindestens 75 Minuten / Woche ausdauerorientierte Bewegung mit 
höherer Intensität durchführen, oder 
o ausdauerorientierte Bewegung in entsprechenden Kombinationen 
beider Intensitäten durchführen, 
o dabei jeweils die Gesamtaktivität in mindestens 10-minütigen 
einzelnen Einheiten verteilt über Tag und Woche sammeln (z. B. 
mindestens 3 x 10 Minuten / Tag an fünf Tagen einer Woche) 
o und zusätzlich zweimal wöchentlich muskelkräftigende Übungen 
durchführen. 
 Erwachsene mit nichtübertragbaren Krankheiten sollten in Phasen, in 
denen sie nicht in dem Maße körperlich aktiv sein können, wie es die 
Empfehlungen für gesunde Erwachsene nahelegen – z. B. aufgrund von 
Krankheitsschwere, Symptomatik oder körperlicher Funktionsfähigkeit –, 
so aktiv sein, wie es ihre momentane Situation zulässt. 
 Um die Sicherheit und Effektivität körperlicher Aktivität zu erhöhen, sollten 
Erwachsene mit nichtübertragbaren Krankheiten –– beim Einstieg in einen 
körperlich aktiven Lebensstil bzw. in ein körperliches Trainingsprogramm, 
eine (sport-)medizinische Eingangsuntersuchung durchführen lassen, 
 gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt entscheiden, ob die 
selbstständige Durchführung körperlicher Aktivitäten sicher und 
angemessen ist oder zu Beginn eher eine professionelle Betreuung durch 
Personen aus Bewegungsfachberufen angebracht ist, 
 gemeinsam mit einer Person aus einem Bewegungsfachberuf die Dosis 
(Bewegungsart, Trainingsintensität, -dauer und -frequenz) an körperlicher 
Aktivität individuell anpassen, 
 in Phasen der Krankheitsprogression, mangelnder Krankheitskontrolle 
oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes den professionellen 
Rat von Personen aus Gesundheitsfachberufen einholen, da z. B. 
veränderte körperliche Aktivitäten oder sogar eine Aktivitätspause 
notwendig sein können.

27 
Anlage 2: Daten der Schuleingangsuntersuchungen 2016-2019 2 
 
 
                                                
 
2 Die Stadtteile Bahnhof, Überwasser, Martini und Hafen werden aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht einzeln 
aufgeführt.

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29

Beratungsverlauf (1)

16.11.2021 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 7.1.3 Antrag Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Sentruper Höhe
  • Kinderhaus 1920e

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
A-N/0033/2021
Typ
Antrag an die BV Nord
Datum
13.10.2021
Erstellt
13.10.2021 12:24