AN/0518/2020
Sucht und Migration – Anfrage zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von Migranten und Migrantinnen in Kölner Kliniken, LVR-Kliniken
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Herr Abeke - Anfrage-Sucht und Migration
3172 Zeichen
im Integrationsrat der Stadt Köln Bündnis14 Afrika · Lungengasse 24 · 50676 Köln Bündnis14 Afrika │Lungengasse 24 · 50676 Köln E-Mail: eli.abeke@web.de · Tel. +49 160 96909201 · www.buendnis14afrika.com An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter 24.04.2020 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 27.05.2020 Sucht und Migration – Psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Migranten und Migrantinnen in Kölner Kliniken, LVR-Kliniken – AN/0518/2020 Sehr geehrter Herr Vorsitzender, ausgehend von einem Besuch in einer LVR-Klinik in Köln, auf Bitten eines Familienangehörigen von einem dort aufgenommenen Patienten afrikanischer Herkunft, nehme ich wahr, dass sich offensichtlich viele Patient*innen mit Migrationshintergrund, Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Konfessionen und Herkunft, in psychiatrisch/psychotherapeutischer Behandlung befinden. In meine n Gesprächen mit den Familienangehörigen stellt e sich heraus, dass bedingt durch die Sprachbarrieren ernstzunehmende Verständigungsschwierigkeiten bzw. Missverständnisse entstanden sind, die Anlass für Konflikte gegeben haben. In Kontakt mit dem dortigen Integrationsbeauftragten habe ich nun erfahren, dass gerade diese Klinik verstärkt Dolmetscher in Anspruch nimmt, um die Verständigungsbarrieren zu senken und Patient*innen angemessen zu behandeln. Ausgehend aus dieser Erfahrung möchte ich der Verwaltung folgende Fragen stellen und bitte um baldige Stellungnahme dazu: 1. Als Ergebnis von 23 Arbeitsgruppen mit rund 300 fachkompetenten Teilnehmer*innen wurde in etwa zwei jähriger Arbeit vor einigen Jahren ein "Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft" u.a. mit konkreten Handlungsempfehlungen zum Thema psychiatrische und psychotherapeutische Ver sorgung von Migrant*innen erarbeitet. Welche von diesen Handlungsempfehlungen sind in welcher Weise bzw. in welchem Umfang umgesetzt worden? 2. Ist der Bedarf der psychiatrisch/psychotherapeutische Versorgung für diesen Personenkreis in Köln ermittelt und sichergestellt? 3. Wie hoch ist der Anteil der mutter - bzw. fremds prachigen Psychiater*innen und psychologischen Psychotherapeut*innen in den Kölner psychiatrischen Kliniken und bei der ambulanten psychiatrisch/ psychotherapeutischen Versorgung in Köln? 4. Wie hoch sind die Ausgaben der Kliniken beim Einsatz von kultursensiblen Dolmetscher*innen zur Beseitigung der sprachlichen und kulturellen Barrieren? 5. Gibt es in Köln im Bereich der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung ausreichende Angebote für die kultursensible Dolmetschertätigkeit in allen erforderlichen Sprachen und ist dieses Angebot dauerhaft gesichert? Einige Fragestellungen fallen nicht in den unmittelbaren Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung Köln. Es wird gebeten diese Fragen an die zuständigen Stellen zur Beantwortung weiter zu leiten. Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung. Mit freundlichen Grüßen Gez. Eli Abeke
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Orte (1)
- Lungengasse 24
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0518/2020
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 06.05.2020
- Erstellt
- 29.04.2020 14:49