0244/2022
Römisch-Germanisches Museum - Baubeschluss für vorgezogene notwendige Sanierung der Abdichtung über Dombauhütte und Trafo
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Anlage 4_Risikokosten
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RGM Nebenmaßnahme Dombauhütte Risikokosten Dombauhütte schmitz.reichard B. Risikobewertung Dombauhütte & Trafo Nr. Risiko Detailierte Beschreibung Eintrittswahr- scheinlichkeit Risikowert (Risikokosten* Eintrittswahrscheinlichkeit) (Unterpunkte möglich) Bezugsgröße (KG) Bezugsgröße € brutto %-Ansatz Risikokosten % € brutto gerundet (T€) 1. Organisatorische Risiken 42.000 € 1a Rechtsstreitigkeiten Mehrkostenrisiko durch Rechtsstreitigkeiten KG 100-500; 700 1.155.905 € 10,0% 115.591 € 10,0% 12.000 € 1b Organisationsverschulden Bauherr Beeinträchtigungen bei den originären Bauherren/Projektleitungsaufgaben der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln und zu beteiligender Ämter der Stadt Köln(z. B. fehlende Ressourcen) KG 200-500 928.438 € 5,0% 46.422 € 10,0% 5.000 € 1c Organisationsverschulden Nutzer Beeinträchtigungen bei der Zuarbeit durch den Nutzer (z. B. fehlende Ressourcen) KG 200-500 928.438 € 5,0% 46.422 € 10,0% 5.000 € 1d Geänderte Anforderungen (auch gesetzliche Grundlagen, Normen etc.) vor Ausschreibung Änderung der Anforderungen => erforderliche Umplanungen KG 700 227.467 € 10,0% 22.747 € 25,0% 6.000 € 1e Geänderte Anforderungen (auch gesetzliche Grundlagen, Normen etc.) nach Ausschreibung Änderung der Anforderungen => erforderliche Umplanungen und daraus folgende Nachträge bei ausführenden Unternehmen KG 300-400 928.438 € 10,0% 92.844 € 15,0% 14.000 € 2. Baukostenrisiken 155.000 € 2a Marktrisiko II Durch die anhaltend niedrige Zinspolitik bleibt die Erwartung für die konjunkturelle Entwicklung im Baugewerbe hoch. Dies kann zu einem Preisanstieg über dem, durch Baupreisindex abgebildeten Niveau führen. KG 200-500; 700 1.155.905 € 10,0% 115.591 € 15,0% 17.000 € 2b Bausubstanz Bestand Risiko durch ungeklärte Bausubstanz. KG 200-500; 700 2.134.343 € 10,0% 213.434 € 25,0% 53.000 € 2c Schadstoffrisiko Risiko durch unvorhergesehenes Außmaß für Rückbau von Schadstoffen KG 300 818.958 € 10,0% 81.896 € 15,0% 12.000 € 2d Mehrmassenrisiko Mehrmassen aus unvollständiger Planung / Ausschreibung KG 200-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 50,0% 46.000 € 2e Insolvenzrisiko Insolvenz und erforderliche Neubeauftragung KG 200-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 10,0% 9.000 € 2f Vertrags- und Vergaberisko Vergaberügen, wiederholte Ausschreibungen etc. KG 200-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 10,0% 9.000 € 2g Vandalismus Beschädigung oder Zerstörung von Leistung vor Abnahme geht zu Lasten AN KG 200-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 10,0% 9.000 € 3. Terminrisiken 50.000 € 3a Beschleunigungsmaßnahmen Mehrschichtsysteme, Wochenendarbeit, Werkplanung extern, zusätzliche Arbeitskräfte KG 300-400 928.438 € 10,0% 92.844 € 10,0% 9.000 € Risikobewertung Druck: 25.01.2022; Seite 1 RGM Nebenmaßnahme Dombauhütte Risikokosten Dombauhütte schmitz.reichard B. Risikobewertung Dombauhütte & Trafo Nr. Risiko Detailierte Beschreibung Eintrittswahr- scheinlichkeit Risikowert (Risikokosten* Eintrittswahrscheinlichkeit) (Unterpunkte möglich) Bezugsgröße (KG) Bezugsgröße € brutto %-Ansatz Risikokosten % € brutto gerundet (T€) Risikobewertung 3b Komplexe Innenstadtlage Exponierter Innenstadtlage, begrenzte BE- Flächen, externe Lagerflächen bzw. bedarfsorientierte Anlieferung durch Firmen. KG 200-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 25,0% 23.000 € 3c Gestörter Bauablauf Leistungsstörungen im Bauablauf, ungeplante Ereignisse haben Auswirkungen auf die Bauzeit und Kosten (Behinderungen, Bauzeitverlängerungsansprüche, ggf. Einschaltung eines Baubetrieblers) KG 200-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 10,0% 9.000 € 3d Vergaberügen wiederholte Ausschreibungen Terminverzug durch Vergaberügen und wiederholte Ausschreibungen KG 200-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 10,0% 9.000 € 4. Planungsrisiken 52.000 € 4a Zusätzliche Baunebenkosten Einbindung von Gutachtern und weiteren Fachplanern KG 700 227.467 € 10,0% 22.747 € 25,0% 6.000 € 4b Risiken aus Planung Bei der Planung vergessene Bauteile, (Sowieso-Kosten) KG 300-500 928.438 € 10,0% 92.844 € 25,0% 23.000 € 4c mangelnde Untersuchungen /Bestandsunterlagen Erhöhung des Aufwands aufgrund von Maßnahmen, die nicht in den heute vorliegenden Unterlagen ersichtlich sind KG 300-400 928.438 € 10,0% 92.844 € 25,0% 23.000 € SUMME Stand 01/2022 1.686.134 € 299.000 € C. Projektbudget inkl. Risiko A. Projektkosten 1.205.905 € B. Summe Risikowert GESAMT 299.000 € SUMME Projekt inkl. Risiko 1.504.905 € Druck: 25.01.2022; Seite 2
Anlage 2_Wegeführung zum Roncalli-Platz
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Lageplan Dom Museum LudwigRöm.Germ. Museum Sanierung RGM Dom-Carre Historische MitteMuseum Generalsanierung Tunnel Bahndammstr./Frankenplatz Gulliver-Tunnel Rampe Zugang Rathaus SB Sanierung Rheinpromenade Laurenz-Carre Am Hof Technische Infrastruktur Große Neugasse "Umweg" über Strasse am Hof - nicht Barrierefrei "Umweg" Dom Durchgang südl. RGM Geschlossen ab 07/23 mit Start Durchgang nördl. RGM Geschlossen 05/22 - 11/22 Erstellt am: 10.02.2022Seite 1 / 1 Herausgeber: Stadt Köln - Die Oberbürgermeisterin 1:2000 Tunnel Trankgasse Erstellt am: 10.02.2022Seite 1 / 1
Anlage 5_Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes
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14 .02.2022 143/1 Dezernat VII/4512 Stellungnahme zur Kostenberechnung der Beschlussvorlage 0244/2022 (Stand 23.02.22) Römisch-Germanisches-Museum (RGM), Baubeschluss für die vorgezogen notwen- dige Sanierung der Abdichtung über Dombauhütte und Trafo RPA-Nr. 2022/0230 Kosten: 1,2 Mio. € brutto plus 300.000 € Risikozuschlag (25%) Im Rahmen der geplanten Sanierung des RGM wurde bei intensiven Bauuntersuchungen festgestellt, dass die massiven Feuchteschäden im Untergeschoss des Museums haupt- sächlich durch die mangelhafte Deckenabdichtung der Dombauhütte und der Trafostation verursacht werden. Um die Sanierung des RGM nicht zu behindern und die erheblichen Einschränkungen der Wegebeziehungen im Domumfeld zu reduzieren, sollen die erforderlichen Abdichtungsarbei- ten als Nebenmaßnahme in der zweiten Jahreshälfte 2022 vorgezogen werden. Es wird vo- rausgesetzt, dass die Arbeiten an der Trafostation mit der Rhein Energie abgestimmt sind. Für die geplanten Abdichtungsarbeiten wurden für die Hauptkostengruppen 300- Baukon- struktion und 400 Technische Anlagen rund 780.000 € netto ermittelt. Für die Baunebenkos- ten wurden rund 190.000 € veranschlagt. Mit Hinweis auf die noch nicht entschiedene Kos- tenteilung zwischen der Stadt Köln und der Hohen Domkirche wird davon ausgegangen, dass die voraussichtlichen Kosten unter den Beteiligten abgestimmt wurden. Ebenfalls wird davon ausgegangen, dass eventuelle Gewährleistungsansprüche die nach der Ausführung entstehen können unter den Eigentümern geklärt sind. Der pauschale Risikozuschlag in Höhe von 25% (300.000 €) wurde bei einer Fachtagung der Politik und Verwaltung erörtert und befindet sich noch in Bearbeitung. Ein Beschluss in den politischen Gremien steht hierzu noch aus. Anhand der vorgelegten Unterlagen ergeben sich bis auf die noch ausstehende Klärung der Kostenteilung keine erkennbaren Auffälligkeiten, die einem Baubeschluss für die vorgezoge- nen Abdichtungsarbeiten entgegenstehen. Ralf Jülich (Amtsleitung Rechnungsprüfungsamt) 23
Anlage 1_Kosten
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Stand: 25.01.2022 Kostenaufstellung Generalinstandsetzung RGM_ Nebenmaßnahmen DBH und Trafostation Objekt: Römisch-Germanisches Museum, Köln Maßnahme: Generalinstandsetzung, Nebenmaßnahme Abdichtung Kostenberechnung LPH 5-9 KG 100 Grundstück 0,00 € KG 200 Herrichten + Erschließen 0,00 € KG 300 Baukonstruktion 688.200,00 € KG 400 Technische Gebäudeausrüstung 92.000,00 € KG 500 Außenanlagen 0,00 € KG 600 Ausstattung 0,00 € KG 700 Nebenkosten, 35% der Baukosten (GP und PS und EL GW) 191.150,00 € Angabe anteilig ab LPH5 Summe KG 100-700 netto 971.350,00 € Sonstiges, Zulagen, BPI, Risiko 299.047,50 € Summe KG 100-700 netto, inkl. Sonstiges, Zulagen,BPI, Risiko 1.270.397,50 € Summe KG 100-700 brutto, inkl. Sonstiges, Zulagen,BPI, Risiko 1.511.773,03 € Die Kostenaufstellung der KG 100-600 beruht auf der Kostenberechnung von Allmann-Sattler-Wappner Architekten vom 18.01.2022 Die Risikokosten und die Kosten der KG 700 beruhen auf der Risikokostenermittlung von Schmitz-Reichard vom 25.01.2022
Anlage 6 - Beantwortung einer Nachfrage aus dem FA am 14.03.2022
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Anlage 6 – Beantwortung einer Nachfrage aus dem Finanzausschuss vom 14. März 2022 In der Sitzung des Finanzausschusses am 14. März 2022 fragte RM Klemm nach, warum die Kostenkalkulation dieser Vorlage einen Risikozuschlag von 25% beinhalte, obwohl die Dis- kussion in Bauausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss über den Einsatz des pauscha- len Risikozuschlags noch nicht abgeschlossen sei. Antwort der Verwaltung In der Tat stimmen sich die Verwaltung aktuell mit der Politik und dem Rechnungsprüfungs- amt in konstruktiven Gesprächen ab, wie in zukünftigen Beschlussvorlagen Risiken berech- net und ausgewiesen werden. Der in dieser Vorlage ausgewiesene Risikozuschlag von 25 % der Baukosten wurde jedoch nicht pauschal sondern mittels einer umfangreichen Risikoliste mit einzeln bewerteten Risi- ken ermittelt. Die Risikoliste liegt auch als Anlage 4 der Beschlussvorlage bei.
Anlage 3_Lageplan
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PLANUNGSBEREICH MASSNAHME ABDICHTUNG DBH+TRAFOGENERALSANIERUNG RÖMISCH-GERMANISCHES MUSEUM KÖLN 15.02.2022 RGM RheinEnergie Dombauhütte RheinEnergie Nutzung RGM RGM DBH+RE 2 1 300 322 311 302376 29 317 323 331 330 303 319320 321 375 29 301 318 Planungsbereich 611,60 m2 Planungsbereich optional 50,89 m2 302317 Grundriss EG 1:200 Hohe Domkirche Stadt Köln Grenze Eigentümer Hohe Domkirche - Stadt Köln UG - Römisch-Germanisches Museum Planungsbereich Flurstücke UG - Dombauhütte UG - RheinEnergie UG - Dombauhütte/RheinEnergie UG - RheinEnergie Nutzer: RGM Hohe Domkirche Stadt Köln PLANUNGSBEREICH MASSNAHME ABDICHTUNG DBH+TRAFOGENERALSANIERUNG RÖMISCH-GERMANISCHES MUSEUM KÖLN 15.02.2022 RGM RheinEnergie Dombauhütte RheinEnergie Nutzung RGM RGM DBH+RE 300 322 311 302376 29 317 323 331 330 303 319320 321 375 29 301 318 302317 Grundriss UG 1:200 Hohe Domkirche Stadt Köln Grenze Eigentümer Hohe Domkirche - Stadt Köln UG - Römisch-Germanisches Museum Planungsbereich Flurstücke UG - Dombauhütte UG - RheinEnergie UG - Dombauhütte/RheinEnergie UG - RheinEnergie Nutzer: RGM SchmiedeSteinsägeSteinmetzSteinmetzSteinmetzSteinmetz TechnikTechnik Holzwerkstatt Halle Trafo Innenhof Planungsbereich 611,60 m2 Planungsbereich optional 50,89 m2 Hohe Domkirche Stadt Köln
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4512 Vorlagen-Nummer 0244/2022 Freigabedatum 07.03.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Römisch-Germanisches Museum - Baubeschluss für vorgezogene notwendige Sanierung der Abdichtung über Dombauhütte und Trafo Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln beschließt die vorgezogene Ausführung und Umsetzung der dringend erforderlichen Maßnahmen zur Erneuerung der Abdichtung der Decke über der Dombauhütte und über der Trafostation der RheinEnergie sowie notwendige Sanierungsmaßnahmen der Decke mit Kosten von rund 1,2 Mio. Euro brutto. 2. Zudem genehmigt der Rat einen Risikozuschlag von 25 % bezogen auf die Gesamtbaukosten der vorgezogenen Maßnahmen gemäß Kostenberechnung. Dies entspricht einem Betrag von rund 300.000 Euro brutto. Hierzu liegt eine Liste mit einzeln bewerteten Risiken anbei. 3. Der Rat beschließt die Freigabe einer investiven Auszahlungsermächtigung in Höhe von 1,5 Mio. Euro im Teilfinanzplan 0403 - Römisch-Germanisches Museum in der Teilplanzeile 8 - Auszahlungen für Baumaßnahmen auf der Finanzstelle 4512-0403-0-1000 - Sanierung Rö- misch-Germanisches Museum, Haushaltsjahr 2022. Durch den Beschluss wird jedoch lediglich das Maßnahmenbudget ohne Risikozuschlag als Vergabe- volumen freigegeben. Die Verwaltung darf über den Risikozuschlag nicht unmittelbar, sondern nur bei Risikoeintritt und nach entsprechender Mitteilung im Bauausschuss verfügen. Alternative: Der Rat der Stadt Köln beschließt, die vorgezogenen Maßnahmen nicht jetzt, sondern erst nach er- folgreich vereinbarter Kostenteilung zwischen der Hohen Domkirche und der Stadt Köln durchführen zu lassen. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Einigung erst nach Beginn der Bauarbeiten oder sogar erst nach Fertigstellung der Baumaßnahmen „Sanierung Römisch-Germanisches Museum (RGM) und Neubau Historische Mitte“ erfolgen kann. Aktuell ist davon auszugehen, dass zumindest zeitweise beide Projekte zeitgleich gebaut werden. Bauausschuss 07.03.2022 Ausschuss Kunst und Kultur 08.03.2022 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 10.03.2022 Finanzausschuss 14.03.2022 Rat 17.03.2022 2 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 1.500.000€ Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung 1. Ausgangslage Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 11. Juli 2017 die Sanierung des Römisch- Germanischen Museums (RGM) mit Planungskosten von rund 4,5 Mio. Euro beschlossen (Vorlagen- Nummer 1767/2017). Am 19. Dezember 2017 hat er ergänzend beschlossen, „sofern und soweit eine vergaberechtlich und projektbezogen ausreichende Begründung vorliegt, die spätere Vergabe sämtli- cher Bauleistungen über einen Generalunternehmer (GU) anzustreben und die Planungsarbeiten entsprechend darauf auszurichten“ (Vorlagen-Nummer 2983/2017). Der Generalplaner und alle weiteren erforderlichen Planer sind seit März 2021 beauftragt und führen neben der Planung intensive Bestandsuntersuchungen durch. Hierbei wurde - unter anderem - der Fokus auf die Ursachen der massiven Feuchteschäden im Untergeschoss des Museums gelegt. Mit Unterstützung eines Abdichtungsgutachters ergeben die Untersuchungen, dass die Hauptursache in der bestehenden mangelhaften Abdichtung der direkt angrenzenden Gebäude der Hohen Domkir- che, der Dombauhütte (DBH) und der Trafostation, liegt. Die gesamte öffentlich begehbare Fläche zwischen DBH und Nordseite des RGM muss umfassend saniert und die Abdichtung erneuert wer- den, um auch das Museum zukünftig von Feuchteschäden frei zu halten. Derzeit ist die Oberfläche 4 provisorisch mit einem Remopla-Plattenbelag belegt, der eine Stolperfalle darstellt. Der Belag soll die mangelhafte Abdichtung ersetzen und weiteren Wassereintritt verhindern. Dieses Provisorium ist we- der optisch der prominenten Umgebung angemessen, noch erfüllt es seinen Zweck, da weiterhin Wasser eintreten kann. Als weitere Schadstellen wurden mangelhafte Anschlüsse an die Entwässe- rungsrinne zwischen den zwei Baukörpern sowie an aufgehenden Bauteilen (Brüstungsmauer Rich- tung Lichthof DBH) festgestellt. Die Abmessungen der Rinne müssen außerdem größer dimensioniert werden, um nach den anerkannten Regeln der Technik eine auskömmliche Entwässerung der Platz- fläche zu ermöglichen. Die geplante Sanierung der Abdichtung an den beschriebenen Flächen umfasst im Wesentlichen die Dombauhütte und die Trafostation, deren Räume beide im Besitz der Hohen Domkirche sind. Direkt neben den Räumlichkeiten liegt das Untergeschoss des RGM. Beide Bauteile sind durch die Abdich- tung und den Oberbelag miteinander verbunden, so dass eine Sanierung und Erneuerung für beide Bauteile gemeinsam eine dauerhafte Abdichtung gegen Wassereintrag darstellt. Die sehr komplexe Lage, mit der alles verbindenden Ebene Roncalliplatz und ihren zahlreichen horizontalen Bauteilfu- gen, macht eine gemeinsame Betrachtung der Maßnahmen unabdingbar. Um den Projektfortschritt der Sanierung des RGM nicht zu behindern, soll die sogenannte Neben- maßnahme „Decke Dombauhütte und Decke Trafostation“ vorbehaltlich der noch ausstehenden Übereinkunft der Kostenteilung zwischen der Stadt Köln und der Hohen Domkirche durchgeführt wer- den. Wird die Maßnahme noch in 2022 durchgeführt, kann die wichtige Wegebeziehung zwischen Rhein und Roncalliplatz zwischen Dom und RGM während und zu Beginn der weiteren Baumaßnahmen „Sanierung RGM und Neubauten Historische Mitte“ erhalten bleiben. Während der Bauzeit der beiden Maßnahmen ist mit erheblichen Einschränkungen der Wegebeziehungen im Domumfeld zu rechnen. Sollte die Sanierung der Abdichtung später beginnen, wären dann alle drei öffentlichen Zuwegungen aus Richtung der Hohenzollernbrücke zum südlichen Domumfeld zu gleicher Zeit durch die Baumaß- nahmen gesperrt. Es handelt sich hierbei um viel genutzte Fußgänger- und Fahrradwege. Die Schlie- ßung dieses Durchgangs würde eine große Beeinträchtigung der Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer bedeuten. Der gesamte Fußgänger- und Radverkehr müsste nördlich um den Dom herum- geführt oder alternativ über die Altstadt zur Rampe der Hohenzollernbrücke durch den Rheingarten geleitet werden. Darüber hinaus würden die bereits vorhandenen Schäden an der Decke des RGM und der Dombau- hütte zunehmend größer werden. Sollte die Maßnahme erst nach Fertigstellung der Sanierung des RGM durchgeführt werden können, ist nicht auszuschließen, dass Wasser durch die komplizierte Verbindung der verschiedenen Gebäu- deteile erneut seinen Weg unter die sanierte Abdichtung des Museumsgebäudes findet. Es ist vor- stellbar, dass ohne die Sanierung der Abdichtung über der Decke der Dombauhütte und über der Trafostation einschließlich der Erneuerung der deutlich unterdimensionierten und direkt an das Ge- bäude angrenzenden Rinne die Schadensursache nicht vollständig behoben wird und erneut Was- serschäden in dem frisch sanierten Museumsgebäude auftreten. 2. Beschreibung der Maßnahme Sanierung der Abdichtung und der Decke über der Dombauhütte und des RGM Der bisherige Bodenaufbau wird mitsamt der alten Abdichtung bis auf die Rohdecke rückgebaut. Die Deckenkonstruktion (Hohlkörperdecke) wird punktuell nach Erfordernis saniert. Auf die Decke wird eine Gefälledämmung mit Abdichtung und einer Drainagematte aufgebracht. Die oberste Ebene bildet der Plattenbelag. Der Plattenbelag wird nahezu vollständig erneuert und besteht aus großformatigen Granitplatten. Die Verlegung soll sich am sehr klaren bestehenden Bodenraster orientieren. Gleich- zeitig werden bestehende Entwässerungsrinnen und deren Einläufe erneuert sowie die bestehenden Fallrohre ersetzt. Die Sanierung soll von Sommer bis Winter 2022 durchgeführt werden. Aufgrund verschiedener gleichzeitig stattfindender Baumaßnahmen im Domumfeld werden vorhan- dene Wegebeziehungen stark beeinträchtigt oder entfallen in Gänze. Daher ist es förderlich, diese Nebenmaßnahme der Hauptmaßnahme (Sanierung des Museumsgebäudes RGM) zeitlich so vorzu- 5 ziehen, dass sich die erforderlichen Baustelleneinrichtungs- und Baustellenflächen möglichst wenig gegenseitig einschränken und auch der jährliche Weihnachtsmarkt möglichst geringfügig bis gar nicht eingeschränkt wird. Darüber hinaus besteht dringender Handlungsbedarf, um weitere Schäden und Kosten durch das eindringende Wasser zu vermeiden. 3. Kosten und Finanzierung a) Allgemein Der jetzt zu sanierende Bereich liegt nahezu vollständig im Besitz der Hohen Domkirche. Durch die öffentliche Nutzung der Wegeflächen oberhalb der Decke der DBH und Trafostation und die dies be- treffenden vertraglichen Vereinbarungen muss eine juristische Klärung zur Kostenteilung erfolgen. Mit der Klärung der rechtlichen Sachverhalte wurde bereits begonnen. Um die dringend erforderliche Sa- nierung in Angriff nehmen zu können, ist es im Vorgriff auf diese Klärung notwendig, dass die Gebäu- dewirtschaft der Stadt Köln in Vorleistung tritt. Nach der Einigung zur Kostenteilung würde der entste- hende Betrag von der Hohen Domkirche an die Stadt Köln zurückgezahlt. Die hier bewilligten Kosten sind somit in ihrer Gesamtheit als Risikokosten zu betrachten und stellen die Gesamtkosten der Deckensanierung dar. Das Risiko besteht darin, dass die Kosten nicht oder nur zu einem Teil von der Hohen Domkirche übernommen werden. b) Finanzierung Die Finanzierung der Baumaßnahme erfolgt im Rahmen des Wirtschaftsplanes der Gebäudewirt- schaft der Stadt Köln. Die Refinanzierung der investiven Kosten von rund 1,5 Mio. Euro erfolgt aus dem städtischen Haushalt nach Fertigstellung der Baumaßnahme. Die erforderliche investive Auszahlungsermächtigung in Höhe von 1,5 Mio. Euro steht im Teilfinanz- plan 0403 - Römisch-Germanisches Museum in der Teilplanzeile 8 - Auszahlungen für Baumaßnah- men auf der Finanzstelle 4512-0403-0-1000 - Sanierung Römisch-Germanisches Museum, Haus- haltsjahr 2022 zur Verfügung. 4. Begründung der Auswirkungen auf den Klimaschutz Der Betrieb von Gebäuden führt zu einem Ressourcenverbrauch, der eine Zunahme der CO²- Emis- sionen über den Lebenszyklus bewirkt. Begründung der Dringlichkeit Der nördliche Durchgang zwischen dem Römisch-Germanischen Museum, RGM, und der Dombau- hütte, DBH, ist ein stark frequentierter Fuß- und Radweg und die kürzeste Verbindung zwischen Hein- rich-Böll- und Roncalli-Platz. Eine weitere Verbindung besteht südlich des RGM. 1. Zeitliches Entzerren der Maßnahmen Wird die Sanierung der Abdichtung über der DBH bereits vor Beginn der Hauptmaßnahme, Instand- setzung RGM, abgeschlossen, so die Idee, kann für die Bauphase der Hauptmaßnahme RGM der nördliche begleitende Fuß- und Radweg offen gehalten werden. Die Verbindung südlich des RGM zum Roncalli-Platz entfällt mit Start des Abrisses des Verwaltungs- gebäudes des RGM. Die Hauptmaßnahme RGM sowie der Abbruch Verwaltungsgebäude starten parallel. Durch das Vorziehen der Nebenmaßnahme über der DBH würde die verkehrliche Situation wesent- lich verbessert und dem hohen Fußgänger- und Radverkehr entsprochen. Vom Heinrich-Böll-Platz kommend ist dies im Übrigen der einzige barrierefreie Zugang zum Roncalli- Platz. (Es sei denn, man nimmt den wesentlich längeren Weg um den Dom in Kauf.) Die Sanie- rungsmaßnahme muss Anfang November abgeschlossen sein, da die zu sanierenden Flächen ab Mitte November vom Weihnachtsmarkt genutzt werden. Ist dies nicht möglich, muss die Maßnahme um ein Jahr verschoben werden. 6 2. Verhindern weiterer Schäden in den Bauwerken Die Undichtigkeiten in der Abdichtung haben auch zu erheblichen Schäden im RGM geführt. Oberflächenwasser dringt in die Decke über 1. Untergeschoss (Bunkerdecke), verteilt sich von dort großflächig in angrenzende Wände und dringt weiter bis in die Decke über 2. Untergeschoss. Ausblühungen, Farbabblätterungen, Rostflecken und Risse im Putz befinden sich großflächig an De- cken und Wänden. Im Bereich des Treppenhauses Nord sind Feuchtigkeitsspuren in Höhe des Mittelpodestes und unter dem Treppenlauf erkennbar. Ebenfalls ist Wasser in Lüftungskanäle eingedrungen. Es ist zu befürchten, dass auch die Bewehrung des Stahlbetons in Mitleidenschaft gezogen ist. In der Bunkerdecke sind Schadstellen in Form von Betonausbrüchen und rostigen Bewehrungseisen zu erkennen. Um weitere Schäden und damit einhergehende weitere Kosten zu vermeiden, ist eine umgehende Sanierung dringend erforderlich. 3. Verbesserungen im öffentlichen Raum (Domplateau) Der öffentliche Weg zwischen Dombauhütte und RGM ist seit Jahren provisorisch mit einem schwar- zen Noppenbelag (Remopla) abgedeckt. Mit Sanierung der Decke über der Dombauhütte wird die provisorische Abdeckung verschwinden, was auch im allgemeinen Interesse der Kölner Bürger und Bürgerinnen liegen dürfte. Zum Einen ent- wertet der Belag den Bereich rund um den Dom und zum Anderen führt er regelmäßig zu kleineren Unfällen, da er eine Stolperkante für Radfahrer und Fußgänger bildet. Untersuchungen zur Ursache der Feuchteschäden sind in Zusammenarbeit mit einem Gutachter für Abdichtung abgeschlossen, die Kostenberechnung für die Sanierungsmaßnahme liegt vor, die Pla- nungen sind so weit fertiggestellt, dass die Sanierungsmaßnahme umgehend ausgeschrieben werden kann. Um dies zu ermöglichen, ist eine zeitnahe Beschlussfassung erforderlich und ein Verschieben um einen Sitzungslauf nicht möglich. Die für die Beschlussvorlage erforderlichen Abstimmungen sowie die Kostenberechnung konnten erst in den letzten Tagen abgeschlossen werden, daher war es nicht möglich, die Vorlage früher einzu- bringen. Anlagen: Anlage 1: Kostenaufstellung nach Kostengruppen Anlage 2: Wegeführung zum Roncalli- Platz Anlage 3: Lageplan der zu sanierenden Bereiche Anlage 4: Risikoliste Anlage 5: Stellungnahme des Rechnungsprüfungsamtes
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0244/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 07.03.2022
- Erstellt
- 20.01.2022 09:10