2695/2022
Beantwortung der Anfrage zu Schuleingangsuntersuchungen (AN/1406/2022) für das Schuljahr 2022/23
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53 Vorlagen-Nummer 31.08.2022 2695/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 26.09.2022 Gesundheitsausschuss 27.09.2022 Beantwortung der Anfrage zu Schuleingangsuntersuchungen (AN/1406/2022) für das Schuljahr 2022/23 Mit Anfrage AN/1406/2022 vom 17.08.2022 stellen die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, die CDU-Fraktion und die Volt-Fraktion folgende Fragen: (1) Stimmen die im Kölner Stadtanzeiger veröffentlichen Zahlen? (2) Welche Bedeutung misst die Verwaltung den gesetzlich vorgesehenen Schuleingangsuntersu- chungen zu? (3) Warum ist es trotz der Zusage, die Situation zu verbessern, auch in diesem Jahr nicht gelungen, die Schulfähigkeit aller Erstklässler zu überprüfen und rechtzeitig gezielte Förderempfehlungen aus- zusprechen. (4) (Wie) will die Verwaltung im kommenden Jahr sicherstellen, dass wieder alle Kinder vor ihrer Ein- schulung schulärztlich untersucht werden? Dazu teilt die Verwaltung folgendes mit: Zu 1 Stimmen die im Kölner Stadtanzeiger veröffentlichen Zahlen? Mit Stand 19.08.22 sind 7400 Schuleingangsuntersuchungen durchgeführt worden. Dies ent- spricht einer Quote von 72,5%. Es werden weiterhin Untersuchungen durchgeführt, so dass mit 75% erfolgter Untersuchungen zum Einschulungsjahr 2022 zu rechnen ist. Damit wurde im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steige- rung der Untersuchungszahlen erreicht: 25% untersuchte Einschüler*innen im Jahr 2021 zu 75% in 2022. Zu 2 Welche Bedeutung misst die Verwaltung den gesetzlich vorgesehenen Schuleingangsunter- suchungen zu? Die Schuleingangsuntersuchungen haben eine hohe Bedeutung und werden daher mit hoher Priorität durchgeführt. Um vor allem Kinder mit Förder-/Unterstützungsbedarf zu erreichen, hat das Gesund- 2 heitsamt vor Beginn der Untersuchungen im Oktober 2021 eine Priorisierung vorgenommen: 46 Schulen wurden priorisiert: Es wurden 100% dieser Kinder untersucht. Alle Familien erhielten Termine im Zeitraum November 2021 bis Februar 2022. Es wurden die Schulen berücksichtigt, die in den bekannten Sozialräumen liegen oder einen hohen Anteil an Kindern mit Förder- /Unterstützungsbedarf haben. Alle Kinder konnten untersucht werden. Priorisierung an den übrigen Schulen: Es wurden 100% der Kinder untersucht, die von den Schu- len priorisiert worden sind. Alle weiteren Schulen haben im Rahmen der regulären Schulanmel- dung (vom 2.11. – 08.11.2021) Informationen zu den Kindern erfasst und an den Kinder- und Ju- gendärztlichen Dienst weitergegeben (Kinder mit bekannten Förderbedarfen, chronischen Erkran- kungen, Elternwünschen (wie z.B. Rückstellung, besonderer Beratungsbedarf). Diese Familien er- hielten ebenfalls priorisiert Untersuchungstermine, auch in dieser Gruppe wurden alle Kinder ge- sehen. Alle weiteren Schüler*innen wurden den Kapazitäten entsprechend eingeladen. Zu 3 Warum ist es trotz der Zusage, die Situation zu verbessern, auch in diesem Jahr nicht gelun- gen, die Schulfähigkeit aller Erstklässler zu überprüfen und rechtzeitig gezielte Förderempfeh- lungen auszusprechen. Pandemiebedingt konnten nicht alle Kinder untersucht werden: Der hohe Krankenstand (insbesondere durch Coviderkrankungen) bei den eingeladenen Familien führte dazu, dass ein Teil der Termine nicht wahrgenommen werden konnte. Das Personal des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes wurde ebenso durch Erkrankungen be- lastet, was die Anzahl der Untersuchungen reduziert hat. Allerdings wurde jede Möglichkeit ge- nutzt, die Anzahl der Absagen sehr gering zu halten. Die Pandemie hat die Anforderungen an die Hygienemaßnahmen ausgeweitet. Dadurch mussten längere Zeitfenster für die einzelnen Untersuchungen geplant werden. In der Folge konnten hier- durch etwas weniger Termine angeboten werden als noch vor der Pandemie. Aus allen Abteilungen des Gesundheitsamtes sind Mitarbeitende in der Pandemiebekämpfung eingesetzt. Das gilt auch für die Ärztinnen und Ärzte des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes. Dies führte zu einer weiteren Verknappung der Untersuchungskapazitäten. Trotz der genannten Gründe konnten bis jetzt 72,5 % der Erstklässler*innen untersucht werden. Durch die Priorisierung sind alle Kinder mit vermutetem Förderbedarf erreicht worden und es konnten Förderempfehlungen ausgesprochen werden. Für sämtliche Kinder, bei denen sich direkt nach Schulbeginn ein Untersuchungsbedarf zeigt, werden weiterhin kurzfristig Termine angeboten, um diese Kinder zeitnah zu untersuchen. Zu 4 (Wie) will die Verwaltung im kommenden Jahr sicherstellen, dass wieder alle Kinder vor ihrer Einschulung schulärztlich untersucht werden? Die Planung der Untersuchungen für die nächste Einschulung erfolgt unter Berücksichtigung der wei- terhin bestehenden pandemischen Lage. Der Unterstützungsbedarf in der Coronabekämpfung wird zunehmend reduziert. Neue Stellen im Bereich der Infektionshygiene ermöglichen diese Maßnahme. Die Besetzung der offenen Stellen im Kinder- und Jugendärztlichen Dienst erfolgt unter Hochdruck. Daher ist die Verwaltung sehr zuversichtlich, den kommenden Einschulungsjahrgang 2023/24 wieder vollständig untersuchen zu können. 3 Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2695/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 31.08.2022
- Erstellt
- 22.08.2022 11:39