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AN/1495/2025

Anfrage zum Thema: Rassismus auf Kölner Fußballplätzen – Schutz von Kindern und Jugendlichen

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 05.01.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration, Sitzung am 13.01.2026, TOP 4.1

Vorsitzendenrunde _Anfrage zum Thema Rassismus auf Kölner Fußballplätzen Schutz von Kindern und Jugendlichen

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Vorsitzendenrunde _Anfrage zum Thema Rassismus auf Kölner Fußballplätzen Schutz von Kindern und Jugendlichen

5098 Zeichen

An den          Datum: 19.12.2025 
Vorsitzenden des Integrationsrates 
Herrn Tayfun Keltek 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Frau Dr. Gülşen Dikbaş 
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 22.12.2025 
 
AN/1495/2025 
Anfrage gemäß § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates der Stadt Köln 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 13.01.2026 
 
Anfrage zum Thema: Rassismus auf Kölner Fußballplätzen – Schutz von Kindern 
und Jugendlichen 
In der Berichterstattung des Kölner Stadt -Anzeigers sowie des Kölner Express vom 
10.12.2025 wurde über wiederholte rassistische Beleidigungen gegenüber Nachwuchs-
spielern (U12) auf einem Fußballplatz in Köln-Ehrenfeld berichtet. Die geschilderten Vor-
fälle stehen nach Einschätzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integra-
tion nicht für einen Einzelfall, sondern reihen sich in eine zunehmende Zahl von Berichten 
und Rückmeldungen über rassistische Diskriminierung im Kinder- und Jugendsport ein. 
Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Köln beobachtet diese 
Entwicklung mit großer Sorge. Rassistische Beleidigungen und Ausgrenzungen auf Sport-
plätzen treffen Kinder und Jugendliche in einem besonders sensiblen Lebensbereich, in 
dem Sport eigentlich Werte wie Respekt, Fairness und Zusammenhalt vermitteln soll. Die 
Vorfälle haben nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die betroffenen Kinder und Fami-
lien, sondern auch auf das Vereinsleben und das gesellschaftliche Miteinander insge-
samt. 
Darüber hinaus ist die Stadt Köln als „Kinderfreu ndliche Kommune“ ausgezeichnet. Mit 
dieser Selbstverpflichtung geht ein besonderer Anspruch einher, die Rechte von Kindern 
und Jugendlichen konsequent zu schützen und ihr Wohl in allen kommunalen Handlungs-
feldern  und ausdrücklich auch im Sport zu gewährleisten. Dies verpflichtet die Stadtver-
waltung insgesamt und das Sportamt im Besonderen, den bestehenden Schutzauftrag 
ernst zu nehmen und Kölner Kinder und Jugendliche wirksam vor Kindeswohlgefährdun-
gen, einschließlich rassistischer Gewalt und Diskriminierung, zu schützen.

Vor diesem Hintergrund sieht dem Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 
einen dringenden und unmittelbaren Handlungsbedarf. Es bedarf klarer Zuständigkeiten, 
wirksamer Schutz- und Präventionskonzepte sowie konsequenter Maßnahme n gegen 
rassistisches Verhalten, um Kinder und Jugendliche auf Kölner Sportplätzen wirksam zu 
schützen.  
Um klarzustellen, ob und wie das Sportamt grundsätzlich sicherstellt, dass entsprechende 
Hinweise und Meldungen zeitnah geprüft, ernst genommen und in konkrete Schutz- und 
Interventionsmaßnahmen überführt werden, richtet sich diese  Anfrage daher an das 
Sportamt der Stadt Köln. Es wird gebeten folgende Fragen zu beantworten: 
1. Wie ist das Sportamt im konkreten Fall der wiederholten rassistischen Vorfälle ge-
genüber der U12-Mannschaft des TuS Ehrenfeld mit den mehrfachen Probleman-
zeigen und Hilfsgesuchen des Trainers umgegangen, und aus welchen Gründen 
kam es nach Kenntnis des Ausschusses bislang nicht zu wirksamen und konse-
quenten Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Kinder und Jugendlichen?  
2. Welche städtischen Beratungs-, Unterstützungs- und Interventionsangebote ste-
hen Kölner Sportvereinen bei rassistischen Vorfällen insbesondere im Kinder- und 
Jugendbereich zur Verfügung, und wie sind diese Angebote organis atorisch und 
fachlich im Sportamt bzw. innerhalb der Stadtverwaltung verankert? 
3. Gibt es verbindliche Konzepte, Leitlinien oder Handlungsempfehlungen der Stadt 
Köln bzw. des Sportamtes für den Umgang mit rassistischen Vorfällen auf Sport-
plätzen, einschließlich klar geregelter Zuständigkeiten und Meldewege, und wie 
wird deren Umsetzung in der Praxis sichergestellt? 
4. In welcher Weise berücksichtigt das Sportamt bei rassistischen Vorfällen im Kin-
der- und Jugendsport den Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII, und exis tieren spe-
zifische Schutz- oder Krisenkonzepte für betroffene Kinder und Jugendliche? 
5. Welche präventiven Maßnahmen (z. B. Schulungen, Fortbildungen oder Sensibili-
sierungsangebote) bietet oder plant das Sportamt für Trainer*innen, Vereine, El-
tern und Zuschauer*innen, welche Konsequenzen sind bei rassistischem Verhal-
ten vorgesehen und wie ist die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie dem 
Landessportbund Nordrhein-Westfalen und dem Fußballverband Mittelrhein gere-
gelt? 
Weiterleitung 
Angesichts der Tragweite der geschilderten Vorfälle, der besonderen Schutzbedürftigkeit 
von Kindern und Jugendlichen sowie der Notwendigkeit eines abgestimmten Vorgehens 
zwischen Verwaltung, Politik und Sportorganisationen bitten wir darum, diese Anfrage so-
wie die Beantwortung auch dem Sportausschuss der Stadt Köln, dem Ausschuss für Kin-
der, Jugend und Familie sowie weiteren relevanten Stellen wie dem Landessportbund 
Nordrhein-Westfalen und dem Fußballverband Mittelrhein zur Kenntnis zu geben.  
 
Mit freundlichen Grüßen

Tayfun Keltek, Ahmet Edis, Malik Karaman, Carine Weber, Anna Maria Klimaszewska -
Golan, Prof. Dr. Adli

Beratungsverlauf (1)

13.01.2026 Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
TOP 4.1 Antrag / Anfrage
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1495/2025
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
05.01.2026
Erstellt
19.12.2025 13:33