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2556/2024

Sachstand Umsetzung Toilettenkonzept

Mitteilung Ausschuss 05.09.2024

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Nächste Beratung: Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik, Sitzung am 01.04.2025, TOP 4.6

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

13141 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/VIII/3 
 
Vorlagen-Nummer 05.09.2024 
 2556/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 10.09.2024 
 
Sachstand Umsetzung Toilettenkonzept 
Vorbemerkung 
Seit Juli 2022 ist der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln für die Umsetzung des Toiletten-
konzepts verantwortlich. Die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH sind mit der operati-
ven Umsetzung beauftragt. Die Verwaltung möchte im Folgenden einen Überblick über den 
aktuellen Stand der Umsetzung geben. Die ursprüngliche Mitteilung unter 3829/2023 wurde 
im Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln am 25.04.24 zugesetzt. Diese 
Mitteilung wird gleichlautend und nachholend für die Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Be-
hindertenpolitik am 10.09.24 zugesetzt. 
 
Aktueller Toilettenbestand 
Der Bestand öffentlicher Toiletten ist in folgende Toilettentypen unterteilt. Die unterschiedli-
chen Toilettentypen werden ab Seite 2 erläutert: 
 
Datum MWC CWC SaS Happy Toilet Urinal SHS Trocken WC Gesamt
zum 31.12.2022 34 7 5 37 1 0 0 84
zum 31.12.2023 39 9 5 50 1 0 1 105
Zuwachs 5 2 0 13 0 0 1 21
Geplant 2024 15 2 0 15 0 9 2 43
Auf Anfrage wird diese Tabelle gerne als Excel-Datei zur Verfügung gestellt. 
 
Seit Übernahme der Aufgabe durch den Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln konnte die 
Zahl der jährlich umgesetzten Toiletten deutlich gesteigert werden. Mit der Zusetzung finanzi-
eller und personeller Ressourcen in 2023 sind allein in 2023 21 Toilettenangebote dazu ge-
kommen. Für 2024 sind 28 zusätzliche öffentliche Toilettenangebote geplant, welche mit be-
stimmten Toilettentypen auf standortspezifische Bedürfnisse reagiert. Darunter befindet sich 
der neue Toilettentyp SHS WC, der besonders in Ballungsgebieten zum Einsatz kommt. Wo 
das SWS WC mit aktuellen Begebenheiten umgeht, zeigt der neue Toilettentyp Trockentoi-
lette eine nachhaltige und zukunftsweisende Ausrichtung, die im Anschluss näher betrachtet 
wird.  
 
Ziele und Anforderungen 
Das Ziel des Toilettenkonzepts 2013 war eine Erweiterung des Toilettenangebots im Kölner 
Stadtgebiet. Dabei wurden einheitliche Prozesse zur Bedarfsermittlung, Bewirtschaftung, Kos-
tenkalkulation und verwaltungsinternen Abstimmung integriert. 
Die neuen Anforderungen an das aktuelle Toilettenkonzept haben sich insgesamt erweitert 
und umfassen Themen wie Gendergerechtigkeit, Barrierefreiheit, Vandalismus, nachhaltige

2 
 
Bauweisen, Hitzeplanung, soziale Kontrolle und besondere standortspezifische Anforderun-
gen. Diese Anforderungen beziehen sich auf bestimmte Lagen, z.B. auch im Hinblick auf Dro-
genkonsum und Obdachlosigkeit. Des Weiteren werden stadtgestalterische und denkmal-
schutzgerechte Anforderungen sowie verkehrssicherheitswahrende Aspekte berücksichtigt. 
Insgesamt soll das Toilettenkonzept zur allgemeinen Sauberkeit betragen, mehr Teilhabe er-
möglichen und somit die allgemeine Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erhöhen. 
Bislang gibt es keinen Toilettentypen, welcher sämtliche Anforderungen in sich vereint. Des-
wegen wird auf verschiedene Modelle je nach Bedarf und Standort zurückgegriffen. Beim 
Merkmal Barrierefreiheit werden beispielsweise alternative Angebote über barrierearme Mo-
bile WCs (siehe Toilettentyp 3) und das Happy Toilet Programm (siehe Toilettentyp 6) ge-
schaffen. 
 
Toilettenmodelle 
1. Stein auf Stein (SaS) 
Diese Toiletten sind in Gebäude integriert (Dom, Friesenplatz, Ebertplatz, Venloer 
Str./Gürtel, Stapelhaus). Sie sind an Öffnungszeiten gebunden, werden durchgehend be-
wirtschaftet und sind bedingt barrierefrei. Es fällt eine Nutzungsgebühr von €0,50 an. 
 
  
Domtoilette (Quelle: AWB) 
 
2. City WC (CWC) 
Das freistehende CWC befindet sich an hoch frequentierten Punkten der Stadt. Es erfüllt 
die DIN-Norm einer barrierefreien Bauweise, verfügt über eine Dachbegrünung und ist 
24h verfügbar. Es fällt eine Nutzungsgebühr von €0,50 an. Für Modelle mit Urinal fallen 
keine Gebühren an. 
 
  
Brüsseler Platz (Quelle: AWB) 
 
3. Mobiles WC (MWC) 
Das MWC ist eine freistehende Dixi-Toilette mit einer Einhausung gegen Vandalismus. Es 
befindet sich vornehmlich in Parkanlagen, Grünflächen und an Marktplätzen. Es ist flexi-
bel abbaubar (z.B. Hochwasserschutz), meist barrierearm, kostenfrei und 24h verfügbar.

3 
 
  
Rathenauplatz (Quelle: AWB) 
 
4. Sitzen-Hocken-Stehen WC (SHS) 
Beim SHS handelt es sich um ein Testmodell, welches 2024 erstmalig aufgestellt werden 
soll. Es ist gender-gerecht, 24h verfügbar, kostenfrei, vandalismushemmend und reini-
gungsoptimiert. Es reagiert auf die besonderen Anforderungen in Lagen wie dem Neu-
markt und dem Domumfeld (Bahnhofsvorplatz, Breslauer Platz, Gereonstr., Richartzstr., 
Auf dem Brand). Es ist nicht barrierefrei.  
 
  
Hamburg Hbf (Quelle: Hering Sanikonzept GmbH) 
 
5. Kombination CWC + SHS 
Da es bisher kein Toilettenmodell gibt, welches sämtliche Anforderungen an eine öffentli-
che Toilette erfüllt, wird ein Kombinationsmodell aus CWC und SHS geplant. Aktuell wird 
am Standort Gereonstr. mit diesem Modell geplant. Ein weiterer Standort wird am Was-
serspielplatz an der Venloer Str./Innerer Grüngürtel geplant.

4 
 
  
Beispielbild (Quelle: Hering Sanikonzept GmbH) 
 
6. Happy Toilet 
Beim Happy Toilet Programm kooperiert die Stadt Köln z.B. mit gastronomischen Betrie-
ben und Hotels, die ihre Toilette der Öffentlichkeit zugänglich machen Dieses Programm 
dient als Ergänzung in jenen Bereichen, in denen kein öffentliches Toilettenangebot ge-
schaffen werden kann. Die Nutzung dieser Toiletten ist an Öffnungszeiten gebunden, teils 
barriere- und meist kostenfrei (max. Nutzungsentgelt €1). 
 
   
Happy Toilet Schild (2024) 
 
 
Pilotprojekt Test Trockentoilette 
Bei der Trockentoilette handelt es sich um ein Testmodell, welches 2023 erstmalig aufgestellt 
wurde. Es ist gender-gerecht, 24h verfügbar, kostenfrei, solarunterstützt und flexibel abbau-
bar. Das Alleinstellungsmerkmal ist die Verwertbarkeit der anfallenden Feststoffe. Der Test 
dieses Toilettentyps wurde vom Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung vom 08.12.2022 be-
schlossen (AN/2226/2022) und soll in Ergänzung zum bestehenden Toilettenkonzept für eine 
Pilotphase von zwei Jahren neue Toilettenangebote erproben. Das Ziel des Pilotprojekts ist 
es, ein ökologisch nachhaltiges und energetisch regeneratives Toilettenangebot zu schaffen. 
Durch die Verwertung der Reststoffe leistet dieses Toilettenmodell einen zukunftsweisenden 
Beitrag zur Klimaneutralität und zur Sanitärwende. Dabei sollen insb. folgende Aspekte ge-
prüft bzw. beachtet werden: 
 Toiletten sollten je nach Möglichkeit barrierefrei, geschlechterneutral sein und über eine 
Wickelmöglichkeit verfügen. 
 Die Standorte der Toiletten sollten sich in verschiedenen Veedeln (öffentlichen Plätzen, 
Spielplätzen, Parks etc.) befinden.

5 
 
 Es sollten insbesondere autarke Ökotoiletten bzw. nachhaltige Sanitärsysteme zum Ein-
satz kommen. 
 Kauf-, Miet- oder Mietkaufoption für die Toiletten sind möglich. 
 Für das zweite Jahr der Pilotphase soll eine niedrigschwellige Bürgerbeteiligung geprüft 
werden. 
 Das Pilotprojekt soll jährlich evaluiert werden. 
 
Unter Beachtung der gestellten Anforderungen wurde der Trockentoilettentyp von Holy Shit für 
das Pilotprojekt ausgewählt. Sie erfüllt die gestellten Anforderungen insgesamt am besten. 
Die Holy Shit-Toilette geht aus einer Masterarbeit von Anastasia Bondar hervor, welche im 
Rahmen des Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) 
„zirkulierBAR“ gefördert wurde. Die in der Masterarbeit konzipierte Holy Shit-Toilette wurde 
2022 mit dem Kölner Design Preis ausgezeichnet und stellt die Grundlage für den ersten zu 
testenden Prototyp dieser Toilette in Köln dar.  
 
Hinsichtlich ihrer Merkmale in Bezug auf die gestellten Anforderungen sind folgende Eigen-
schaften zu verzeichnen: 
 
Merkmale Holy Shit 
barrierefrei folgt 
geschlechterneutral ja 
Wickelmöglichkeit  folgt 
mobil ja 
benötigt Strom nein  
benötigt Wasser  nein 
benötigt Kanal  nein 
Solarunterstützung ja 
getrennte Stoffströme ja 
Hygienisierung ja 
Kompostierung ja 
Verwertung flüssig nein 
Verwertung fest ja 
 
Der erste Prototyp der Holy Shit-Toilette ist noch nicht barrierefrei ausgeführt und verfügt auch 
noch nicht über eine Wickelmöglichkeit. Dies ist derzeit in Entwicklung, sodass künftig eine 
barrierefreie Ausführung und Wickelmöglichkeit vorgesehen sind. 
 
Derzeit ermöglichen die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht, dass hygienisierte Fest-
stoffe aus Toiletten verwertet werden können. Die über die Holy Shit-Toilette gesammelten 
Feststoffe werden zum Klärwerkstandort der Stadtentwässerungsbetrieb in Langel transpor-
tiert. Dort werden die Feststoffe hygienisiert und die Feststoffbehälter gereinigt. Aus den hygi-
enisierten Feststoffen werden letztlich Ton-Humus-Komplexe, deren Kompostierung am Inno-
vationsstandort „:metabolon“ außerhalb Kölns vorgesehen ist. Mit der TH Köln sollen so Ana-
lysen und Daten zur Düngewirkung und hygienischen Unbedenklichkeit erhoben werden. Der 
Humusdünger soll anschließend in Feldversuchen ausgebracht und evaluiert werden. Einge-
bunden in ein bundesweites Forschungsvorhaben, zielt dieser Versucht darauf ab, Ansätze 
zur Weiterentwicklung der Deutschen Düngemittelverordnung aufzuzeigen durch hergestellten 
Dünger aus sogenannten Trockentoiletten.

6 
 
 
Holy Shit (Rendergrafik) (Quelle: Anastasia Bondar) 
 
Standorte der Holy Shit Toilette im Rahmen des Pilotprojekts 
Bei der Standortauswahl für die Holy Shit Toilette wurden dieselben Kriterien zugrunde gelegt, 
die auch zur Realisierung der öffentlichen Toilettenanlagen im Rahmen des Toilettenkonzepts 
angewendet werden. Wesentlich sind dabei u. a. die Aspekte Erreichbarkeit, Nutzungsfre-
quentierung und Sozialkontrolle.  
Die Standorte werden grundsätzlich auf Basis von Bedarfen ausgewählt, die aus der Stadtge-
sellschaft über verschiedene Wege formuliert werden (bspw. über Bürger*inneneingaben, Be-
schwerden, Anträge und Beschlüsse aus Bezirksvertretungen). 
Die ausgewählten Standorte befinden sich unmittelbar neben einer bereits bestehenden Mo-
biltoilette. Ein bereits etablierter Toilettenstandort hilft dabei, auf das neue Toilettenangebot 
aufmerksam zu machen und hat zudem den Vorteil einer bereits funktionierenden Sozialkon-
trolle. Durch diese Standortwahl können notwendige Logistikdienstleistungen der AWB kos-
tengünstiger ausgestaltet werden. 
 
 
Standort der ersten Holy Shit-Toilette im Volksgarten 
 
Weitere Standorte für die Toilettenmodelle sollen im Verlauf des Pilotprojekts umgesetzt wer-
den.  
 
 
Finanzierung des Pilotprojekts 
Die anfallenden Kosten pro Toilette belaufen sich voraussichtlich auf eine Höhe von 8.390 
Euro pro Monat:

7 
 
Leistung Kosten 
Toilettenmiete 2.678 € 
Leerung & Reinigung Behälter 1.190 € 
Hygienisierung der Fäzes (1-5 Toiletten) 3.511 € 
Reinigung AWB 1.012 € 
Kosten/Monat (brutto) 8.390 € 
 
Über die Laufzeit des Tests von zwei Jahren fallen damit je Holy Shit-Toilette voraussichtliche 
Kosten in Höhe von jeweils rund 200.000 Euro an. Insgesamt sollen fünf Toilettenstandorte 
getestet werden. Unter Berücksichtigung des für das Pilotprojekt zur Verfügung stehenden 
Budgets in Höhe von 1 Mio. Euro über zwei Jahre (500.000 Euro pro Jahr), können diese rea-
lisiert werden. 
 
Genauere Kostenangaben für die Holy Shit-Toilette sind ab dem 2. Quartal 2024 möglich. 
 
Evaluierung des Pilotprojekts 
Anhaltspunkte zur Inanspruchnahme und Akzeptanz der zu testenden Toilettenmodelle sollen 
durch Zählvorrichtungen an der Toilette sowie die Leerungsfrequenz der Flüssigtanks und 
Feststoffbehälter gesammelt werden. Ergänzende Instrumente zur Evaluierung werden im 
Verlauf des ersten Pilotjahres geprüft. Aktuell werden weitere Anbieter von Trockentoiletten 
geprüft. 
 
Ausblick Toilettenkonzept 
Die Anforderungen an die Bereitstellung öffentlicher Toiletten haben sich in den vergangenen 
Jahren erhöht. Die ursprünglichen Ziele aus dem Toilettenkonzept konnten in der Vergangen-
heit überwiegend nicht erreicht werden. 2022 konnten für 2023/2024 Ressourcen zugesetzt 
werden. In der Folge konnten auch mehr öffentliche Toilettenangebote realisiert werden. Die 
bisherige enge Zusammenarbeit des Abfallwirtschaftsbetriebs der Stadt Köln und der AWB im 
Bereich der Abfallentsorgung und Stadtreinigung hat sich für die Umsetzung von öffentlichen 
Toiletten als förderlich erwiesen. Diese Entwicklung soll möglichst verstetigt werden. Damit 
soll das Ziel, mindestens vier öffentliche Toilettenangebote pro Jahr umzusetzen, erreicht wer-
den. Schließlich soll das Toilettenkonzept auch die anforderungsgerechte Weiterentwicklung 
von bestehenden Toilettentypen durch Marktentwicklungen und Innovationen sowie die Erpro-
bung von entsprechenden neuen Toilettenmodellen ermöglichen. 
 
Die auf dem Ratsbeschluss zum Toilettenkonzept basierende Fachplanung erfordert jedoch 
langfristig auskömmliche Haushaltsmittel, aktuell stehen diese noch unter dem Vorbehalt des 
Ergebnisses des Haushaltsaufstellungsprozesses 2025/2026 ff.  
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

01.04.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
TOP 4.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2556/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.09.2024
Erstellt
22.08.2024 18:11