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3746/2023

Bilanz 11.11.2023

Mitteilung Ausschuss 24.11.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 29.01.2024, TOP 4.3

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

11594 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/32/32/0 
 
Vorlagen-Nummer 24.11.2023 
 3746/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 27.11.2023 
 
Bilanz 11.11.2023 
Die Verwaltung teilt dem Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales als Bilanz zum 11.11.2023 Folgendes mit:  
 
Der 11.11.2023 fiel in diesem Jahr auf einen milden und teils sonnigen Samstag, sodass die 
bekannten Kölner Hotspots erwartungsgemäß sehr gut besucht waren. Der Sessionsbeginn 
stellte daher für die Ordnungs- und Sicherheitsbehörden erneut eine große Herausforderung 
dar.  
 
Insgesamt zieht die Verwaltung dabei eine positive Bilanz: 
Die von der Verwaltung, ihren Partner*innen und Dienstleister*innen umgesetzten Maßnah-
men des Sicherheitskonzeptes haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die 
zehntausenden Menschen in Köln ganz überwiegend gefahrlos feiern konnten. 
 
Der Einsatzschwerpunkt der Ordnungskräfte lag im Bereich rund um das „Kwartier Latäng“. 
Durch die Zugangsregelungen zur Besuchersteuerung zum Schutz der Anwohnenden und 
Feiernden konnte eine Überfüllung der Zülpicher Straße verhindert werden. Nach Schließung 
der Zugangssperren zum Kwartier Latäng konnten die Feiernden auf die Uni-Wiese verwiesen 
werden. Die Nutzung der angrenzenden Uni-Wiese als erforderliche Ausweichfläche hat sich 
daher erneut bewährt. Durch entsprechende Abdeckungen und Nachreinigungen wurde der 
Schutz der Wiese bestmöglich gewährleistet. 
 
Ähnlich wie an Hochsommertagen hielten sich viele Feiernde am 11.11.2023 im Hiroshima-
Nagasaki-Park und rund um den Aachener Weiher auf.  
Die Auslastung in der Altstadt hat im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen. Die im Be-
reich des Heumarkts von der Willi-Ostermann-Gesellschaft durchgeführte Veranstaltung er-
fuhr ebenfalls großen Zulauf und konnte sicher und professionell umgesetzt werden.  
 
Auch die Südstadt war von einem großen Aufkommen von Feiernden, die dort den Sessions-
beginn begehen wollten, geprägt. Über die dann im Tagesverlauf erforderlichen Sperrungen 
der Severinstraße sowie der näheren Umgebung für den allgemeinen Fahrzeugverkehr hinaus 
waren jedoch keine Auffälligkeiten festzustellen. 
 
Neben den bekannten Hotspots in der Innenstadt wurde außerdem in vielen Veedeln in Köln 
ausgelassen gefeiert. 
 
 
Präventive Maßnahmen vor dem Sessionsauftakt

2 
 
Ordnungsrechtliche Maßnahmen 
Im Rahmen der Gefahrenabwehr war das Amt für öffentliche Ordnung bereits im Vorfeld der 
Sessionseröffnung seit Monaten planerisch intensiv tätig: 
 
Im Zuge der Vorbereitungen wurden umfangreiche und erforderliche Sicherheitsmaßnahmen 
mit sämtlichen zu beteiligenden Stellen und Behörden (wie beispielsweise der Polizei, der 
Feuerwehr sowie der KVB AG) eng abgestimmt und koordiniert. 
 
Parallel zu der Planung der Sicherheitsmaßnahmen wurden Anwohner*innen über die beste-
henden Zugangsregelungen durch Postwurfsendungen und Aushänge sowie die im Kernbe-
reich der Zülpicher Straße ansässigen Gastronom*innen durch Zustellung eines Informations-
briefs über die geltenden Regelungen informiert. Ebenso wurde analog der Vorjahre wieder 
ein Glasverbot für das Kwartier Latäng sowie den Altstadtbereich zur Vermeidung von Verlet-
zungen vorbereitet und umgesetzt. 
 
Des Weiteren wurden das Prüfungsverfahren für die zum Einsatz vorgesehenen Ordnungs-
kräfte der zusätzlich beauftragen Sicherheitsunternehmen sowie die Zulassungsmechanismen 
am Einsatztag nochmals überprüft und im Sinne von klaren und transparenten Zulassungskri-
terien nachjustiert. 
 
Im Vorfeld des 11.11. wurden insgesamt 140 Schrottfahrräder sowie mehrere Gegenstände, 
mobile Werbeanlagen und Aufbauten im Zülpicher Viertel zum Schutz der Feiernden entfernt. 
 
Zwischen Montag, 6. November, und Freitag, 10. November 2023, wurden zur Vorbereitung 
der eigentlichen Absperrmaßnahmen im Kwartier Latäng und im Severinsviertel insgesamt 68 
Fahrzeugführer verwarnt und 48 Fahrzeuge sichergestellt, im Bereich Innenstadt und Deutz 
gab es 22 Verwarnungen (16), 6 (8) Autos mussten sichergestellt werden. 
 
Gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie wurden Präventivansprachen in 
Gastronomie- und Kioskbetrieben auf der Zülpicher Straße zum Thema Jugendschutz durch-
geführt und Informationsmaterial, auch zum bestehenden Glasverbot und den geltenden Re-
gelungen am 11.11., verteilt. 
 
Um eine sichere Durchführung der Veranstaltung im Altstadtbereich gewährleisten zu können, 
wurde am Veranstaltungstag in den frühen Morgenstunden gemeinsam mit Vertreter*innen 
des Ordnungsamtes, der Willi-Ostermann-Gesellschaft, der Polizei und der Feuerwehr eine 
Abnahme der Veranstaltungsfläche durchgeführt. 
 
 
Kampagne #wasfürrespekt 
Die Verwaltung hatte als Ergebnis aus dem Runden Tisch Karneval für den diesjährigen Ses-
sionsbeginn eine groß angelegte crossmediale Kommunikationskampagne aufgelegt, die zum 
Einen zu einem respektvollen Feiern aufrufen und zum Anderen die Informationen zum 11.11. 
an die junge Zielgruppe vermitteln sollte.. Schon frühzeitig wurde auf Social Media und mit 
Out-of-Home-Plakatierung begonnen. 
 
Die Reichweiten-Zahlen lassen darauf schließen, dass die Kampagne die Zielgruppe der 15 
bis 25- bzw. 35-jährigen sehr gut erreicht hat. Insbesondere die Kooperation mit koelnistkool 
auf Social Media ist hervorzuheben. Mit keiner anderen Kampagne zuvor haben die städti-
schen Kanäle eine so hohe Reichweite erreicht. Auch die Out-of-Home-Kampagne (Plakate, 
Poster, Postkarten, Spiegelaufkleber, Citycards im öffentlichen Raum) ist positiv zu bewerten, 
da sie für die angestrebte Aufmerksamkeit gesorgt hat.  
 
Social Media 
Die Inhalte, die auf den städtischen Social Media Kanälen ausgespielt wurden, haben insge-
samt eine Reichweite von 2 Millionen Aufrufen generiert.  
 
Betrachtet man die Inhalte, die koelnistkool, die Stadt Köln und unterstützende Influencer*in-
nen im Zuge der Respekt-Kampagne ausgespielt haben, liegt die Reichweite bei rund 5.5 Mil-
lionen.

3 
 
 
Out of Home 
Für die Out of Home-Kampagne wurden insgesamt vier Motive entwickelt. Zwei Motive („frei-
bier!“ und „gästeliste zülpicher!“) waren ab dem 27.10.2023 im Stadtbild zu sehen (Litfaßsäu-
len, Mega-Light-Plakate in U-Bahnhöfen und am Dom, City-Light-Plakatsäulen, Postkarten, 
Spiegelaufkleber in Gaststätten, Swing-Cards in KVB-Bahnen, Poster in Gaststätten des 
Kwartier Latängs). Diese Motive wurden ab dem 7.11. abgelöst durch die Motive „respektvoll 
kölsch“ und „respektvoll feiern“.  
Hinzu kommen 19.000 Postkarten, 1300 Aufkleber, 5000 Swing Cards und Miniposter in der 
KVB, deren Kontakte nicht ermittelt werden können. 
Die QR-Codes auf den Plakaten wurden insgesamt 29.384 Mal eingescannt.  
 
Online  
Im Rahmen der Kampagne wurde die Domain karneval.koeln zusätzlich intensiv beworben. 
Die Online-Abrufzahlen der Seite lagen in diesem Jahr 7,5 fach höher als im Vorjahr. So 
wurde die Seite zwischen dem 24.10. und dem 13.11.2023 42.410 Mal aufgerufen; im Vorjahr 
lediglich 5700 Mal.  
 
Presse 
Die Out of Home-Kampagne hat aufgrund ihrer provokativen und innovativen Herangehens-
weise (QR-Codes und Slogans „freibier!“ bzw. „gästeliste zülpicher!“) für besonders viel Auf-
merksamkeit im öffentlichen Raum und auch in der Medienlandschaft gesorgt. Das führte 
dazu, dass viele Medien in Print, Bild und Ton auch überregional über die Kampagne berichtet 
haben.  
 
Fazit: Insgesamt bleibt festzuhalten, dass eine solche Kampagne naturgemäß eine sehr be-
grenzte Wirkung auf das tatsächliche Verhalten der Zielgruppe hat. Gleichwohl wurde das Ziel 
erreicht, insbesondere junge Menschen anzusprechen und zu informieren.  
Dies kann mit Blick auf den Straßenkarneval und mögliche dezentrale Veranstaltungen fortge-
führt werden. 
 
 
Maßnahmen am Tag des Sessionsauftakts 
 
Am 11.11. wurde ganztägig bis in die Nachtstunden ein Koordinierungsstab unter Teilnahme 
von Vertreter*innen des Ordnungsamtes, der Landes- und Bundespolizei, der KVB AG sowie 
der seitens der Stadt Köln beauftragten Logistikfirma eingerichtet; so war eine laufende Be-
trachtung sämtlicher relevanter Bereiche und die Koordinierung und Umsetzung von notwen-
digen Maßnahmen und Anpassungen jederzeit möglich. 
 
Die Mitarbeitenden des Ordnungsamtes der Stadt Köln waren am 11.11.2023 ab 6 Uhr bis in 
die Nacht im Einsatz:  
 
Dabei waren einige Mitarbeitende in zivil unterwegs, um Sicherheitskräfte zu kontrollieren. Bei 
den 499 Kontrollen wurde im Zülpicher Viertel eine Ordnerkraft identifiziert, die nicht im Sys-
tem erfasst war. Die Person trug wie vorgeschrieben eine nummerierte Weste. Die Westen-
nummer war allerdings einem anderen Ordner zugewiesen, der vorher bereits kontrolliert wor-
den war. Der Sachverhalt wird nun mit Hilfe der Polizei aufgearbeitet.  
An einer anderen Stelle identifizierte die Polizei einen 20 Jahre alten Mitarbeiter eines beauf-
tragten Sicherheitsdienstes, der im Verdacht steht, Bargeld für den Einlass auf die Zülpicher 
Straße genommen zu haben. Bei ihm wurden mehrere tausend Euro sichergestellt. Woher 
das Geld stammt, wird geprüft.  
 
Der Ordnungsdienst der Stadt Köln richtete sein Augenmerk auch auf den Jugendschutz. Ins-
gesamt wurden 264 Gespräche im Rahmen des Jugendschutzes und 253 Maßnahmen durch-
geführt. So mussten in der Altstadt 54 junge Feiernde Alkohol und 98 Tabak bzw. Zigaretten 
abgeben. Im Zülpicher Viertel waren es 91 Maßnahmen. Auch hier lag der Schwerpunkt auf 
der Abgabe von Alkohol und Tabakwaren.

4 
 
Wegen des Glasverbots im Zülpicher Viertel und in der Altstadt mussten 39 (Vorjahr: 66) Fei-
ernde ihre Getränke in Plastikbecher umfüllen. Ein Gewerbebetrieb hielt sich nicht an das 
Glasverbot.  
 
Trotz der großen Zahl von Toiletten und Urinalen, die die Stadt aufgestellt hatte (567 Dixis, 
166 Rinnen/Urinale, 17 Container/Wagen), machten nicht alle Feiernden Gebrauch davon. 
Insgesamt wurden 344 Personen wegen Wildpinkelns verwarnt und müssen ein Bußgeld in 
Höhe von mindestens 85 Euro bezahlen. 118 wurden in der Altstadt angetroffen, 226 im Zülpi-
cher Viertel. 
 
Durch die Gewerbeabteilung wurden vier Gewerbebetriebe und 18 Gaststätten kontrolliert. In 
zehn Fällen wurde gegen die Gewerbeordnung verstoßen, in fünf Fällen gegen Sondernut-
zungsrecht. So wurden in einem Fall aus einer Garage heraus alkoholische Getränke ver-
kauft, in anderen Fällen auf öffentlichem Straßenraum.  
 
Der Verkehrsdienst ließ im „Kwartier Latäng“ und im Severinsviertel am Samstag, 11. Novem-
ber 2023, zwischen 6 und 12 Uhr insgesamt 20 (Vorjahr acht) Autos sicherstellen, 59 (Vorjahr 
16) Fahrzeugbesitzer wurden verwarnt.  
 
Hoch war die Zahl der hilflosen Personen, um die sich die Mitarbeitenden des Ordnungsdiens-
tes kümmerten. Insgesamt waren 87 Personen auf Hilfe angewiesen, die meisten, weil sie 
stark alkoholisiert waren. Sie wurden den Hilfsdiensten übergeben. 
 
Zwölf Mitarbeitende des Ordnungsdienstes der Stadt Wuppertal unterstützten den Ordnungs-
dienst der Stadt Köln an diesem Tag. 
 
Im Gegensatz zu den Vorjahren gab es in diesem Jahr fünf Widerstandshandlungen gegen 
Außendienstkräfte des Ordnungsamtes, in drei Fällen musste die Polizei hinzugezogen wer-
den. Verletzt wurde bei den Einsätzen niemand. Anders als bei vorherigen Karnevalseinsät-
zen wurden keine Dienstfahrzeuge beschädigt.  
 
 
Ausblick 
 
In den nächsten Wochen wird eine Nachbetrachtung der Erfahrungen mit allen Beteiligten 
stattfinden. Die Erkenntnisse werden in die Vorbereitung des Straßenkarnevals 2024 einflie-
ßen. 
 
 
 
Gez. Blome

Beratungsverlauf (1)

29.01.2024 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3746/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
24.11.2023
Erstellt
14.11.2023 12:53