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1441/2024

Letter of Intent zur geplanten Zusammenarbeit zwischen dem Kölnischen Stadtmuseum und der Forschungsstelle Geschichte Kölns am Historischen Institut der Universität zu Köln

Mitteilung Ausschuss 13.05.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 14.05.2024, TOP 8.1

Anlage 1 Letter of Intent

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Anlage 1 Letter of Intent

9773 Zeichen

Mitteilung 1441/2024, Anlage 1 
 
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Absichtserklärung zur kooperativen Zusammenarbeit zwischen der 
Stadt Köln, Kölnisches Stadtmuseum, im folgenden KSM, vertreten 
durch Dr. Matthias Hamann (Direktor) und der Forschungsstelle 
Geschichte Kölns, vertreten durch Prof. Dr. Gudrun Gersmann, am 
Historischen Institut der Universität zu Köln 
Die oben Genannten haben mit dem heutigen Tag die in der folgenden 
Absichtserklärung dargelegte Vereinbarung über die Entwicklung einer nachhaltigen 
Zusammenarbeit getroffen:  
Hintergrund und strategischer Rahmen 
Auf Basis der weltweit geltenden Definition der Aufgaben von Museen 
"Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst 
der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, 
bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und 
inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und 
kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. 
Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, 
Reflexion und Wissensaustausch." (ICOM) 
und des Forschungsprofils des KSM 
„Wir suchen den interdisziplinären fachlichen Austausch, initiieren einen 
aktiven Dialog mit anderen Museen sowie Hochschulen, anderen 
wissenschaftlichen Institutionen und weiteren Partnern, um unseren eigenen 
Horizont, unsere Kompetenzen und unseren Handlungsspielraum zu erweitern 
und uns gegenseitig zu fördern und zu unterstützen (Selbstverständnis des 
KSM)“ 
definiert sich das Kölnische Stadtmuseum nach mehrjähriger Schließung neu. Dabei 
wird es den inzwischen stark veränderten Anforderungen an Museen, Teilhabe, 
Partizipation, Vernetzung, Exzellenz und Digitalität gerecht werden.  
Neben einer inhaltlichen wie organisatorischen Neuausrichtung und der Suche nach 
einem angemessenen Standort für diese gesellschaftsrelevanten Aufgaben 
formulieren bereits weitere starke Institutionen in Köln daran anschlussfähige Ziele 
und Interessen.  
Die Universität zu Köln erklärt beispielsweise in ihrem neuen Leitbild für Studium und 
Lehre,  
„…mit der ihr zur Verfügung stehenden Innovationskraft Lösungen für die 
großen Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu suchen. An diesen 
Leitlinien wird die konkrete Ausgestaltung von Studium und Lehre 
ausgerichtet. Mit Respekt und Wertschätzung für die unterschiedlichen Fächer 
und Fachkulturen engagieren sich alle in der Universität zu Köln für die 
Realisierung und kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Leitgedanken und 
richten ihr Handeln an ihnen aus.“

Mitteilung 1441/2024, Anlage 1 
 
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Mit der Forschungsstelle Geschichte Kölns wurde bereits 2018 eine Einrichtung 
gegründet, die mit ihren stadtgeschichtlichen Forschungsschwerpunkten eine große 
inhaltliche Nähe zu den Aufgaben des KSM aufweist: 
Die Forschungsstelle versteht sich als ein wissenschaftliches, auf die Erforschung 
der Geschichte der Vormoderne konzentriertes Forum für den Dialog und die 
Vernetzung zwischen (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen, Kölner 
Gedächtnisinstitutionen sowie städtischen, nationalen und internationalen Projekt- 
und Kooperationspartnern. Die multiperspektivischen Forschungen zur Kölner 
Stadtgeschichte, die in der longue durée von etwa 500 bis 1800 ausgerichtet sind, 
verfolgen dabei zugleich auch einen vergleichenden, überregionalen Ansatz. Darüber 
hinaus ist die Forschungsstelle dem "Third-Mission-Gedanken" verpflichtet und 
organisiert insbesondere für die Zeit um 1800 (Lehrstuhl Frühe Neuzeit) ergänzende 
Projekte mit dem Ziel der (digitalen) Wissenschaftskommunikation und des Dialogs 
mit Nicht-Expert*innen in Köln und über die Stadtgrenzen hinaus. 
KSM und Forschungsstelle verfolgen damit parallele Ziele  
- der Erforschung historischer Zusammenhänge bezogen auf Köln, 
- der Förderung des „public understanding of science and research“, 
- der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie 
- der Vernetzung am Standort Köln. 
Kooperationspotenziale und Synergien 
Eine institutionelle Zusammenarbeit zwischen KSM und Forschungsstelle eröffnet die 
Perspektive, die Bestrebungen der Universität, des Museums und auch der 
Stadtgesellschaft im Kontext der Erforschung und Vermittlung der Vormoderne zu 
bündeln, um auf der Grundlage etablierter Forschung und praktischer Erfahrung 
innovative Ansätze für die Auseinandersetzung, gemeinsame Bearbeitung und 
Vermittlung des Kulturellen Erbes zu entwickeln. Dies entspricht weitgehend 
nationalen wie auch internationalen forschungs- und kulturpolitischen Agenden.  
Zweck und Ziele 
Die intendierte Zusammenarbeit richtet sich - mit Fokus auf das Forschungsprofil der 
Vormoderne - auf Themenfelder, die von den genannten Beteiligten als inhaltlich 
vielversprechend erachtet werden und verfolgt im Wesentlichen folgende Ziele: 
 Wissenschaftliche Forschungsergebnisse werden in einer zeitgemäßen Form 
und unter Nutzung des KSM-Netzwerks der Gesellschaft zugänglich gemacht. 
 Innerhalb des Museums wird ein produktiver Dialog über die Forschung und 
die Nutzbarmachung des kulturellen Erbes geführt werden, so dass alle 
relevanten Perspektiven berücksichtigt werden können.  
 Es wird ein (virtueller) Ort der Begegnung geschaffen, an dem Theorie und 
Praxis im Austausch innerhalb der Gemeinschaft zusammengeführt werden.  
 Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wird auf die Bedeutung der Erhaltung 
und Entwicklung des Kölner materiellen und immateriellen kulturellen Erbes in 
einer Zeit der Globalisierung gelenkt.

Mitteilung 1441/2024, Anlage 1 
 
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Die zusammenarbeitenden Partner fungieren physisch und virtuell als Vermittler, 
Netzwerkbildner und Begegnungsorte für Kulturerbe-Institutionen, Wissenschaft, 
Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft.  
In der Zusammenarbeit werden bereits bestehende Initiativen und Projekte, wie 
bspw. der Tag des offenen Denkmals, das Projekt Ferdinand Franz Wallraf oder die 
Via Culturalis, gestärkt bzw. Möglichkeiten der Weiterentwicklung abgesteckt. Mit 
diesem neuen Modell einer vertrauensvollen Zusammenarbeit können beide Partner 
positive Beiträge in folgenden Aufgabenfeldern leisten:  
 Forschung und Lehre sowie der Transfer beider Aufgabenfelder in die 
Öffentlichkeit  
 Kulturelle und historische Bildung 
 Tourismus- und Kreativwirtschaft 
Die Kooperation soll auch ein Zentrum des Kölner Kulturerbe-Bereichs bilden, 
insbesondere durch die digitale Erschließung des öffentlichen Raums und der 
Sichtbarmachung von vergangenen Zeitschichten und historischen Persönlichkeiten 
in ihrem Wirkungsumfeld. 
Geplante Aktivitäten 
In einem ersten Schritt soll gemeinsam mit dem Team des Lehrstuhls von Prof. 
Gersmann erprobt bzw. geprüft werden, welche Schnittstellenformate in Bezug auf 
die Erforschung und Vermittlung der Kölner Stadtgeschichte „um 1800“ dauerhaft 
etabliert werden könnten.  
Dazu gehören Seminare, Konferenzen sowie Weiterbildungen und 
Praktikumsmöglichkeiten für Studierende. Auch ein erweitertes Netzwerktreffen 
unterschiedlicher historischer Interessensgruppen, das beispielsweise als einmal 
jährlich stattfindende Studienwoche organisiert wird, kann dies ergänzen.  
Zudem sollen Forschungsergebnisse mit dem entsprechenden inhaltlichen Potenzial 
durch digitale Formate oder konkrete Veranstaltungen im Museum zugänglich 
gemacht.  
Hierfür ist beabsichtigt, bis zum Ende des ersten Quartals 2025 gemeinsam eine 
erste digitale Anwendung zu veröffentlichen, die mit Forschungsinhalten aus der 
Universität (Lehrstuhl Frühe Neuzeit) auf der einen Seite und der musealen 
Kompetenz des KSM auf der anderen Seite entwickelt wird. Als Modell für künftige 
Kooperationen soll diese Anwendung im Sinn eines Single Point of Contact über das 
Kölnische Stadtmuseum bereitgestellt werden. Konkret bedeutet dies für das 
Pilotprojekt: Forschung und Bereitstellung der Fachinhalte zur Stadtgeschichte um 
1800 erfolgen aus den inhaltlichen Schwerpunkten der „Frühen Neuzeit“ , die 
konzeptionelle und redaktionelle Entwicklung der digitalen Anwendung erfolgt 
gemeinsam, Produktion und Hosting verantwortet die Stadt Köln, vertreten durch das 
Kölnische Stadtmuseum. 
Jede Seite übernimmt dabei den eigenen Anteil an der Ressourcenbereitstellung der 
zugewiesenen Projektaufgabe.

Mitteilung 1441/2024, Anlage 1 
 
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Diese erste Kooperation zwischen KSM und der „Frühen Neuzeit“ soll den 
Ausgangspunkt bilden für die mögliche Initiierung eines erweiterten strukturierten 
Netzwerkes unterschiedlicher Akteure, die sich im Rahmen von Arbeitsgruppen 
finden können, um bestimmte Themen oder Schwerpunkte im Sinne der eingangs 
formulierten Ziele zu bearbeiten.  
Organisation  
Die Zusammenarbeit benötigt zunächst keinen gesonderten Lenkungsausschuss, die 
Einzelprojekte werden jeweils über gemeinsame Projektvereinbarungen und die 
jeweiligen Rollen und Verantwortlichkeiten der Kooperationspartner definiert.  
Die Auswahl, Planung und Durchführung von Themen und Aktivitäten wird 
gemeinsam zwischen den Partnern abgestimmt. Die Forschungsstelle (für den 
Bereich Frühe Neuzeit) und das KSM werden für die Projektsteuerung jeweils eine 
Person aus ihrer Institution auswählen.  
Die einzelnen Kooperationspartner sind offen für weitere Teilnehmende, sofern dies 
den Projektzielen dient und beide Parteien einverstanden sind. 
Ausblick und Anschlussperspektiven an die erste Kooperationsphase 
Die Ergebnisse der ersten Kooperationsphase werden spätestens Anfang 2027 einer 
kurzen Zwischenevaluierung unterzogen, um daraus eventuelle weitere Perspektiven 
und Formen der Zusammenarbeit z.B. einer weiterführenden Rahmenvereinbarung 
abzuleiten.

Mitteilung Ausschuss

2005 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4518 
 
Vorlagen-Nummer 
 1441/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 14.05.2024 
 
Letter of Intent zur geplanten Zusammenarbeit zwischen dem Kölnischen Stadtmuseum 
und der Forschungsstelle Geschichte Kölns am Historischen Institut der Universität zu 
Köln 
Das Kölnische Stadtmuseum und die Forschungsstelle Geschichte Kölns am Histori-
schen Institut der Universität zu Köln freuen sich, über eine geplante Zusammenarbeit 
berichten zu können. 
 
Ausgehend von einer ersten Kooperation wollen das Kölnische Stadtmuseum und die 
Forschungsstelle Frühe Neuzeit neben einem Pilotprojekt zu einer digitalen Anwen-
dung (zu Ferdinand Franz Wallraf) konkretisieren, welche Formate und Formen diese 
Kooperation weiter mit Leben füllen können und wie und unter welchen Voraussetzun-
gen eine Kooperation nachhaltig zu erweitern wäre. 
 
Die konkreten Leistungspakete werden in einem zweiten Schritt in konkreten Projekt-/ 
Kooperationsvereinbarungen zwischen den institutionellen Partnern beschrieben. 
 
In dieser Konstellation wollen das Kölnische Stadtmuseum und die Forschungsstelle 
Geschichte Kölns am Historischen Institut der Universität zu Köln eine neue Art der in-
stitutionellen Zusammenarbeit erproben, die eine längerfristige Kooperation zwischen 
der Stadt Köln und einer Einrichtung der Universität zu Köln mit Blick auf Austausch 
und Wissenstransfer zum Ziel hat. 
 
Diese Zusammenarbeit dient der Erfüllung des stadtstrategischen Ziels 2.2 „Köln baut 
seine Position als führende Wissenschaftsstadt aus“. 
 
Die im Zuge der Kooperation geplante Digital-Maßnahme entspricht der Digitalstrate-
gie der Museen in den drei Handlungsfeldern „Digitale Vermittlung“, „Das erweiterte 
Museum“ und „New Work“. Die Finanzierung der geplanten digitalen Anwendung er-
folgt daher aus den für das Kölnische Stadtmuseum im zentralen Digitaletat reservier-
ten Mitteln. 
 
Anlage: Entwurf Letter of Intent (ausstehend zur Unterschrift)

Beratungsverlauf (1)

14.05.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1441/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
13.05.2024
Erstellt
26.04.2024 09:07