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V/0036/2006

Kunst im öffentlichen Raum

Vorlage 18.01.2006

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 07.02.2006, TOP 5

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

10033 Zeichen

V/0036/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Kunst im öffentlichen Raum 
hier: Maßnahmeplanung 2006/07 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
07.02.2006 Kulturausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Kulturausschuss nimmt die Liste der  erforderlichen Sanierungsmaßnahmen (Anlage) zur 
Kenntnis. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der verfügbaren 
Mittel mit dem Ziel der Wiederherrichtung bis Frühjahr 2007 auszuführen. 
 
3. Der Kulturausschuss nimmt zur Kenntnis, dass bei den Haushaltsstellen  
 
 HHSt. 3430.570.0000.9 „Pflege, Vermittlung Kunst im öffentlichen Raum“ und 
 HHSt. 3430.508.0000.3 „Sanierung Pardo-Steg“ 
 
 Restmittel aus dem Jahr 2005 in Höhe von in sgesamt rund 46.000,00 € als „Basisfinanzie-
rung“ zur Verfügung stehen und die Verwaltung zur ergänzenden Finanzierung der Maß-
nahmen versucht, Drittmittel zu erschließen. 
 
4. Die Verwaltung wird den Kulturausschuss fortlaufend über die Umsetzung unterrichten. 
 
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage 
 
 
Mit der Vorlage „Kunst im öffentlichen Raum; hier: Maßnahmen zur Reinigung und Sanie-
rung“ (Vorlage V/0987/2005) hat die Verwaltung dem Kulturausschuss zu seiner Sitzung am 
01.12.2005 einen Bericht über die anstehenden Sanierungsarbeiten vorgelegt. Der Kultur-
ausschuss bat daraufhin um Informationen zu den konkreten Kosten für die Wiederherrich-
tung. Darüber hinaus sollten Versuche unternommen werden, verstärkt Drittmittel für die 
Vorlagen-Nr.: 
V/0036/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Ehling 
Ruf: 
492 41 00 
E-Mail: 
EhlingK@stadt-muenster.de  
Datum: 
13.01.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

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V/0036/2006 
Pflege der Skulpturen zu akquirieren (zum Beispiel durch Patenschaften). Zum weiteren 
Vorgehen wurde eine Verfahrensvorlage zur Beschlussfassung im Kulturausschuss verabre-
det. 
 
 Aus der Liste, die der Vorlage (V/0987/2005) als Anlage beigefügt war, ergab sich, dass in 
vielen Fällen keine Reinigungs- oder Erhaltungsarbeiten erforderlich sind. 
 Die jetzt als Anlage beigefügte Liste umfasst nur die Objekte, bei denen tatsächlich Maß-
nahmen erforderlich sind. Die Liste ist unterteilt  in einen ersten Block „Instandsetzung“ und 
einen zweiten Block „Unterhaltung“. Zu den Instandsetzungsarbeiten sind die Arbeiten ge-
rechnet worden, bei denen größere Maßnahmen, zum Teil Neubauten, erforderlich sind. Alle 
übrigen laufenden Unterhaltungsarbeiten sind im zweiten Teil der Liste aufgeführt. Die aktu-
ell ermittelten Summen sind den Maßnahmen jeweils zugeordnet. 
 
 In der Sitzung des Kulturausschusses am 01.12.2005 wurde darauf hingewiesen, dass der 
Wewerka Pavillon ebenfalls sanierungsbedürftig ist. Unmittelbar danach wurde weiterer 
Schaden durch einen Brand im Pavillon angerichtet. Hier wird zurzeit ermittelt, in welchem 
Umfang die Schäden über Versicherungsleistungen abgedeckt werden können. Der Wewer-
ka Pavillon ist deshalb als „Instandhaltungsmaßnahme“ aufgeführt, kann aber mit hoher 
Wahrscheinlichkeit aus laufenden Mitteln bzw. Ersatzleistungen wiederhergerichtet werden. 
 
 
2. Instandsetzungsarbeiten 
 
1. 
Pier am Aasee - Jorge Pardo 
2. Schiff für Münster - Ludger Gerdes 
3. 100 Arme der Guan-yin - Huang Yong Ping 
4. Wewerka Pavillon 
5. Rotierende Quadrate - Gerorge Rickey (keine Instandsetzung, sondern eventuell Ver-
setzung an einen anderen Standort) 
 
 Pier am Aasee 
 
 
Der Pier wurde zur letzten Skulpturenausstellung 1997 von Jorge Pardo errichtet und an-
schließend von der Stadt Münster angekauft. Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass trotz einer 
stabilen Grundkonstruktion aus Stahl die Holzbeplankung nicht dauerhaft wetterbeständig ist. 
Es lösten sich zunehmend einzelne Planken, die sofort Gefahrenstellen darstellten, die je-
weils notdürftig behoben wurden. Durch die zunehmende Verwitterung nahm dieses Problem 
zu. Ende 2004 wurde dann zunächst der Zugang zum Pier mittels eines Zaunes versperrt. 
Nachdem dieser im Laufe des Jahres 2005 aber mehrfach entwendet bzw. niedergerissen 
wurde, hat die Verwaltung Ende 2005 die ersten Meter des Piers vollständig entfernt, so 
dass ein Zugang jetzt nicht mehr möglich ist. 
 Die Kostenermittlung im Herbst des vergangenen Jahres hat - bei Verwendung von wetter-
beständigem Eichenholz - Aufwendungen von rund 55.000,00 € ergeben. Ein Rückbau der 
Arbeit wird aufgrund der festen Stahlverankerung unter Wasser nach Einschätzung des Am-
tes für Gebäudemanagement ähnliche Aufwendungen versursachen. 
 Aufgrund seiner Bedeutung, der Beliebtheit in der Bevölkerung, insbesondere aber wegen 
der zentralen und prominenten Lage, ist eine baldige Instandsetzung erforderlich. 
 
 Schiff für Münster 
 
 
Eine der bekanntesten Arbeiten der Skulpturenausstellung 1987 ist die Arbeit von Ludger 
Gerdes „Schiff für Münster“ am Horstmarer Landweg. Die Arbeit ist aufgrund ihrer unter-
schiedlichen Einzelelemente (Wasser, Stein, Holz, Vegetation) und zusätzlich äußeren Witte-
rungseinflüssen in höherem Maße pflegeintensiv als andere Arbeiten. Dennoch hielt sich der 
damit verbundene Aufwand in den vergangenen Jahren in Grenzen. Lediglich im Jahr 2005

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V/0036/2006 
war eine größere Maßnahme erforderich, nachdem die für die Umwälzung des Wassers ein-
gesetzte Pumpe defekt und dadurch das Gewässer umgekippt war. 
 Nach Auskunft des Amtes für Gebäudemanagement würde eine Restaurierung im dargestell-
ten Umfang von rund 26.500,00 € dazu führen, dass die Arbeit wieder für rund 15 Jahre nur 
kleinerer Unterhaltungsarbeiten bedarf, soweit keine Beschädigungen durch die zum Kunst-
werk gehörenden Pappeln entstehen. Angesichts dieser doch langen Dauer und der Promi-
nenz der Arbeit als Referenzobjekt der Skulptur 1987 schlägt die Verwaltung vor, diese 
Maßnahme ebenfalls anzugehen. 
 
 100 Arme der Guan-yin 
 
 
Die Arbeit wurde anlässlich der Skulpturenausstellung 1997 auf dem Marienplatz durch den 
chinesischen Künstler Huang Yong Ping errichtet und im Anschluss an die Skulpturenaus-
stellung mit Hilfe der Kaufmannschaft der Ludgeristraße erworben. Schon nach einigen Jah-
ren stellte sich heraus, dass die Arme aus einem nicht dauerhaft witterungsbeständigen Ma-
terial hergestellt waren. Im Jahr 2004 bröckelten weite Teile der Arme ab, so dass diese de-
montiert und eingelagert wurden. 
 Das Grundgerüst wurde daraufhin vom Rost befreit und wiederhergerichtet. Zur Neuinstalla-
tion oder Neuanfertigung der Arme ist über das Landesmuseum Kontakt zu Huang Yong 
Ping aufgenommen worden. Die Gespräche mit dem Künstler, der sich überwiegend in Chi-
na aufhält, gestalten sich aber ausgesprochen schwierig, ebenso wie die Frage, welches Ma-
terial verwendet werden kann, das sowohl witterungsbeständig ist als auch den statischen 
Möglichkeiten des Grundgerüstes entspricht. Hier ist zum augenblicklichen Zeitpunkt nicht 
abzuschätzen, ob und in welchem zeitlichen Rahmen diese Fragen letztlich geklärt werden 
können. Die Kostenermittlung wurde nach ersten Gesprächen durch Herrn Ping erstellt und 
vom Amt für Gebäudemanagement ergänzt. 
 Die Verwaltung schlägt vor, auch diese Maßnahme mit dem Ziel der Wiederherstellung an-
zugehen. Sollte sich jedoch bis Mitte des Jahres 2006 keine Lösung abzeichnen, wird die 
Verwaltung dem Kulturausschuss ggf. einen Rückbau der Arbeit vorschlagen. 
 
 Rotierende Quadrate 
 
 
Die „Rotierenden Quadrate“ von George Rickey wurden 1977 auf einer öffentlichen Grünflä-
che an der Engelenschanze installiert. Die Rotation wird durch Windeinfall ausgelöst. 
 Die Aufstellung erfolgte seinerzeit unter maßgeblicher Beteiligung der WestLB. Seitens des 
ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der WestLB wurde nunmehr die Anregung gegeben, das 
Objekt zu versetzen. Im Laufe der nunmehr fast 30 Jahre ist die umgebende Vegetation er-
heblich angewachsen mit der Folge, dass der Windeinfall reduziert, fast verhindert wird. 
Nach Vorprüfung durch das Kulturamt und das Amt für Gebäudemanagement ist eine solche 
Versetzung vorstellbar, wird aber nicht vorrangig priorisiert, da es sich nicht um eine notwen-
dige Instandhaltung handelt. 
 
 
3. Finanzierung 
 
 
In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass mit den laufenden Mitteln der Bauunter-
haltung die kleineren Instandhaltungsarbeiten möglich sind, dies aber auch nur in einem ein-
geschränkten Umfang. Sobald größere Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich werden, 
führt dies zu Schwierigkeiten. Die Verwaltung hat deshalb im vergangenen Jahr nicht ver-
brauchte Haushaltsmittel dazu verwendet, um außerplanmäßig Mittel in Höhe von rund 
46.000,00 € für diesen Zweck bereitzustellen. Die Mittel sind in das Haushaltsjahr 2006 über-
tragen worden und stehen als „Basisfinanzierung“ für die Maßnahmeplanung zur Verfügung.  
 Im Einzelnen handelt es sich um folgende Haushaltsstellen: 
 
 HHSt. 3430.570.0000.9 „Pflege, Vermittlung Kunst im öffentlichen Raum“ und 
 HHSt. 3430.508.0000.3 „Sanierung Pardo-Steg“

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V/0036/2006 
 
 Seitens der Verwaltung ist beabsichtigt, die o. a. Instandsetzungsmaßnahmen als Paket zu 
sehen, um den Versuch zu unternehmen, mit dieser Basisfinanzierung sämtliche Maßnah-
men auch umsetzen zu können. Das heißt, dass die Mittel nicht zu 100 % für die erste Maß-
nahme eingesetzt werden mit der Folge, dass für die zweite Maßnahme keine Mittel zur Ver-
fügung stünden. Zunächst wird die Verwaltung versuchen, Partner für alle vier Maßnahmen 
zu finden, die dann auch jeweils anteilig aus den verfügbaren Restmitteln mitfinanziert wer-
den sollen. 
 
 Die kleineren laufenden Unterhaltungsmaßnahmen werden, wie auch die größeren Instand-
haltungsmaßnahmen, potenziellen Partnern als „Paten“ angeboten. Unabhängig davon er-
folgt die Wiederherrichtung aus laufenden Mitteln (nicht priorisiert) im Rahmen der Verfüg-
barkeit der Haushaltsmittel in den Jahren 2006 und 2007 mit dem Ziel, sämtliche anstehen-
den Unterhaltungsarbeiten zu Beginn der Skulpturprojekte abgeschlossen zu haben. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
Liste der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen

Beratungsverlauf (1)

07.02.2006 Kulturausschuss
TOP 5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Horstmarer Landweg
  • Marienplatz
  • Schiff für Münster
  • Engelenschanze

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0036/2006
Typ
Vorlage
Datum
18.01.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37