Mandari Insight

V/0849/2016

Basisinformationen Jobcenter Stadt Münster

Vorlagen 04.10.2016

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung, Sitzung am 02.11.2016, TOP 7

BV_Basisinformationen_ASSGVAf_Anlage_2_Mittelabfluss_EGT

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3271 Zeichen

Anlage 2: Mittelabfluss Eingliederungstitel (EGT) 
Stand 28.09.2016 
 
 
Vermittlungsbudget 724.989,48 6,12% 377.283,70 3,18% 60.487,81 0,51% 287.217,97 2,42%
Reisekosten für Meldepflichten 700,00 0,01% 265,66 0,00% 0,00 0,00% 434,34 0,00%
Aktivierung und berufliche Eingliederung 3.308.456,62 27,91% 1.823.963,28 15,39% 491.371,12 4,14% 993.122,22 8,38%
Summe 4.034.146,10 34,03% 2.201.512,64 18,57% 551.858,93 4,66% 1.280.774,53 10,80%
Förderung berufl.  Weiterbildung (FbW) 2.883.299,39 24,32% 1.505.440,41 12,70% 21.224,10 0,18% 1.356.634,88 11,44%
Summe 2.883.299,39 24,32% 1.505.440,41 12,70% 21.224,10 0,18% 1.356.634,88 11,44%
Eingliederungszuschüsse (EGZ) 317.653,99 2,68% 241.970,76 2,04% 28.854,91 0,24% 46.828,32 0,40%
Eingliederungszuschuss für AN ab 50 Jahre 37.556,65 0,32% 7.556,65 0,06% 0,00 0,00% 30.000,00 0,25%
unbefristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 723.700,00 6,10% 565.967,69 4,77% 79.701,58 0,67% 78.030,73 0,66%
Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV( (ab 01.04.2012) 655.961,93 5,53% 522.245,76 4,41% 2.958,13 0,02% 130.758,04 1,10%
Einstiegsgeld 38.793,90 0,33% 27.857,83 0,23% 0,00 0,00% 10.936,07 0,09%
Begleitende Hilfen für Selbstständige 20.000,00 0,17% 3.336,11 0,03% 8.575,00 0,07% 8.088,89 0,07%
Summe 1.793.666,47 15,13% 1.368.934,80 11,55% 120.089,62 1,01% 304.642,05 2,57%
Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 334.346,04 2,82% 241.854,60 2,04% 82.534,61 0,70% 9.956,83 0,08%
Einstiegsqualifizierung (EQ) 35.612,81 0,30% 32.908,71 0,28% 1.492,90 0,01% 1.211,20 0,01%
ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 119.871,00 1,01% 76.032,00 0,64% 27.324,00 0,23% 16.515,00 0,14%
Summe 489.829,85 4,13% 350.795,31 2,96% 111.351,51 0,94% 27.683,03 0,23%
Ausbildungszuschuss 43.863,68 0,37% 23.863,68 0,20% 0,00 0,00% 20.000,00 0,17%
Probebeschäftigung behinderter Menschen 10.000,00 0,08% 3.409,70 0,03% 1.704,85 0,01% 4.885,45 0,04%
Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 90.107,02 0,76% 45.143,13 0,38% 10.988,40 0,09% 33.975,49 0,29%
Eingliederungszuschüsse f. Behinderte [222] 37.528,82 0,32% 24.504,75 0,21% 3.604,07 0,03% 9.420,00 0,08%
Eingliederungszuschüsse f. Schwerbehinderte [223] 866.673,57 7,31% 763.849,37 6,44% 38.611,87 0,33% 64.212,33 0,54%
besondere Maßnahmen zur Weiterbildung Reha 202.419,73 1,71% 124.977,43 1,05% 6.541,04 0,06% 70.901,26 0,60%
Summe 1.250.592,82 10,55% 985.748,06 8,32% 61.450,23 0,52% 203.394,53 1,72%
Arbeitsgelegenheit  Mehraufwand 864.343,54 7,29% 552.931,88 4,66% 262.760,63 2,22% 48.651,03 0,41%
Summe 864.343,54 7,29% 552.931,88 4,66% 262.760,63 2,22% 48.651,03 0,41%
Freie Förderung (§ 16f SGB II) 439.959,83 3,71% 170.881,00 1,44% 104.272,16 0,88% 164.806,67 1,39%
Summe 439.959,83 3,71% 170.881,00 1,44% 104.272,16 0,88% 164.806,67 1,39%
Sonstiges 98.830,00 0,83% 0,00 0,00% 98.829,22 0,83% 0,78 0,00%
Summe 98.830,00 0,83% 0,00 0,00% 98.829,22 0,83% 0,78 0,00%
Gesamtsumme 11.854.668,00 € 100,00% 7.136.244,10 € 60,20% 1.331.836,40 € 11,23% 3.386.587,50 € 28,57%
Verfügbares 
Budget %
Leistungen für Menschen mit Behinderung
Beschäftigung schaffende Leistungen
Freie Förderung
Sonstiges
Ausgaben 2016 Mittelbindungen 
2016
Beratung und Unterstützung der Arbeitsuche
Qualifizierung
Beschäftigung begleitende Leistungen
Maßnahmen für Jüngere
Budget % % %

Berichtsvorlage

12913 Zeichen

V/0849/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Jobcenter 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Basisinformationen Jobcenter Stadt Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
02.11.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und 
Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1.) Strukturdaten und Kennzahlen 
 
Im aktuellen Berichtsmonat Mai 2016 befinden sich 21.974 Personen in Bedarfsgemeinsch aften 
im Leistungsbezug, dies sind 27 Personen mehr als im Vormonat (vgl. Abbildung 1). Der Bestand 
der Personen im Regelleistungsbezug setzt sich zusammen aus 14.674 erwerbsfähigen und 
6.072 nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Entsprechend zum Ges amtpersonenbestand 
zeigt der Vergleich zum Vormonat für beide Personengruppen eine weitgehend konstante En t-
wicklung. 
 
Der Zuwachs im Bestand der ausländischen Personen wird weiterhin durch die rückläufige En t-
wicklung im Bestand der deutschen Leistungsberec htigten kompensiert. Durch die schnellere 
Abarbeitung der noch ausstehenden Asylverfahren durch das Bundesamt für Migration und 
Flüchtlinge (BAMF) wird insbesondere die Zahl der geflüchteten Menschen im Leistungsbezug 
nach dem SGB II in der zweiten Jahreshälfte noch deutlicher zunehmen.  
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0849/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Nilles 
Ruf: 
492-9002 
E-Mail: 
Nilles@stadt-muenster.de 
Datum: 
11.10.2016 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0849/2016 
 
Strukturdaten Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Mai 16 April 16 Abweichung Mai 15 Abweichung Durchschnitt
Personen in Bedarfsgemeinschaften 21.974             21.947             0,1% 21.992             -0,1% 21.936          
männlich 11.056             11.064             -0,1% 11.028             0,3% 11.000          
weiblich 10.918             10.883             0,3% 10.964             -0,4% 10.936          
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) 14.674             14.664             0,1% 14.635             0,3% 14.589          
männlich 7.371               7.384               -0,2% 7.237               1,9% 7.242            
weiblich 7.303               7.280               0,3% 7.398               -1,3% 7.348            
Nichterwerbsfähige Leistungberechtigte (NEF) 6.072               6.054               0,3% 6.230               -2,5% 6.181            
männlich 3.046               3.040               0,2% 3.174               -4,0% 3.132            
weiblich 3.026               3.014               0,4% 3.056               -1,0% 3.049            
Erwerbstätige Leistungsbeziehende* 4.423               4.424               0,0% 4.564               -3,1% 4.540            
abhängig erwerbstätig 4.143               4.126               0,4% 4.243               -2,4% 4.227            
mit Einkommen bis zu 450 € 2.131               2.126               0,2% 2.225               -4,2% 2.196            
mit Einkommen über 450 € bis 850 € 820                  839                  -2,3% 843                  -2,7% 842              
mit Einkommen über 850 € bis 1200 € 641                  620                  3,4% 603                  6,3% 607              
mit Einkommen über 1200 € 551                  541                  1,8% 572                  -3,7% 582              
selbständig erwerbstätig 325                  343                  -5,2% 375                  -13,3% 365              
* Berichtsmonat April 2016
 
Abbildung 1: Strukturdaten 
 
Die Ausgabensummen für Leistungen zum Lebensunterhalt und für Unterkunft und Heizung ze i-
gen sich im Vergleich zum Vormonat weiterhin konstant bis rückläufig (vgl. A bbildung 2) und im 
Jahresverlauf insgesamt unauffällig. 
 
Die Quote zur Nachhaltigkeit der Integrationen (vgl. Abbildung 2) liegt im Berichtsmonat Februar 
2016 bei 67,7 %, sie ist somit gegenüber dem Vormonat erneut angestiegen. Dieses Ergebnis 
(zweithöchster Wert bezogen auf alle Jobcenter in Nordrhein -Westfalen) verdeutlicht, dass der 
hohe Qualitätsanspruch, verbunden mit dem Leitsatz „Vermeidung von Drehtüreffekten!“ durch 
passgenaue Vermittlung als zentrales Anliegen des Jobcenters im Vordergrund steht. 
 
Kennzahlen und Ergänzungsgrößen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Mai 16 April 16 Abweichung Mai 15 Abweichung Durchschnitt
 K1 - Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt 
 (Monatswert) 4.156.667         4.156.908         0,0% 4.069.812         2,1% 3.934.445     
 Jahresfortschritt der Leistungen zum Lebensunterhalt
 (kumulierte Werte Januar bis Mai) 20.764.090       16.607.423       20.313.169       2,2%
 K1E1 - Summe der Leistungen für Unterkunft und Heizung
 (Monatswert) 4.564.384         4.595.656         -0,7% 4.558.221         0,1% 4.475.769     
 Jahresfortschritt der Leistungen für Unterkunft und Heizung
 (kumulierte Werte Januar bis Mai) 22.871.230       18.306.846       22.779.666       0,4%
 K1E2 - Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
 (Monatswert) 14.674             14.664             0,1% 14.635             0,3% 14.447          
 K2E3 - Nachhaltigkeit der Integrationen* 
 (Durchschnittswert der vergangenen zwölf Monate) 67,7                 67,5                 0,3% 64,0                 5,7% 61,6             
 * Berichtsmonat Februar 2016 
 
Abbildung 2: Kennzahlen und Ergänzungsgrößen 
 
Die Arbeitslosenquote der Stadt Münster ist im Berichtsmonat August 2016 um 0,1 Prozentpun k-
te auf 5,9 % gestiegen (vgl. Abbildung 3). Der Bestand der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II ist 
um 121 Personen gewachsen.

3 
V/0849/2016 
 
Die vergleichsweise hohe Abweichungsrate in der Personengruppe der jungen Arbeitslosen bis 
24 Jahre (+ 12,5 %) ist vordergründig saisonal darauf zurückzuführen, dass nach Ende des 
Schuljahres im Juli überwiegend erst ab September mit Beginn des neuen Schuljahres bzw. der 
Aufnahme einer schulischen/ betrieblichen Ausbildung vermehrt Abgänge aus der kurzzeitigen 
Arbeitslosigkeit zu erwarten sind.  
 
Der Vorjahresvergleich zeigt indes, dass insgesamt deutlich mehr junge Me nschen arbeitslos 
gemeldet sind. Dies lässt sich u. a. durch erhöhte Zuwächse auf Grund von Fluchtmigration e r-
klären. 
 
Arbeitslose Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat VorjahrBerichtsmonat: Jul. 15
August 16 Juli 16 Abweichung August 15 Abweichung Durchschnitt
 Arbeitslosenquote Münster (in %) 5,9             5,8                   1,7% 5,9                   0,0% 5,8               
 Anteil SGB II an Arbeitslosenquote (in %) 67,8              67,2              0,8% 67,8                 0,0% 68,6             
 Bestand Arbeitslose SGB II 6.533               6.412               1,9% 6.424               1,7% 6.368            
 männlich 3.692               3.662               0,8% 3.614               2,2% 3.574            
 weiblich  2.841               2.750               3,3% 2.810               1,1% 2.793            
    15 bis unter 25 Jahre 632                  562                  12,5% 516                  22,5% 500              
    50 Jahre und älter 1.928               1.927               0,1% 1.897               1,6% 1.915            
    Schwerbehinderte 393                  394                  -0,3% 399                  -1,5% 388              
    Ausländer 1.763               1.704               3,5% 1.604               9,9% 1.529            
    Langzeitarbeitslose 3.598               3.555               1,2% 3.520               2,2% 3.515            
 
Abbildung 3: Arbeitslose 
 
Im Berichtsmonat Mai 2016 sind insgesamt 524 Sanktionen wirksam (vgl. Abbildung 4 ), dies sind 
10 Sanktionen mehr als im Vormonat. Die hohe Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresm o-
nat (+21,3%) lässt sich dadurch erklären, dass im Mai 2015 vergleichsweise wenig wirksam w a-
ren. 
 
Die Sanktionsquote liegt unverändert bei 2,6 %. Der Kürzung sbetrag ist um 5,8 % auf 96,00 € 
angestiegen, zeigt sich um Vergleich mit Bund und Land weiterhin moderat.  
 
Sanktionen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Mai 16 April 16 Abweichung Mai 15 Abweichung Durchschnitt
 Anzahl der wirksamen Sanktionen 524                    514                        1,9% 432                        21,3% 479                   
 Sanktionsquote 
 Münster 2,6                     2,6                         0,5% 2,3                         11,8% 2,5                    
 Nordrhein-Westfalen 2,7                     2,7                         0,8% 2,7                         0,2% 2,8                    
 Deutschland 3,1                     3,0                         0,9% 2,9                         5,0% 3,0                    
 Durchschnittliche Höhe der Kürzung 
 Münster 96,00 €               90,71 €                   5,8% 91,94 €                   4,4% 91,44 €               
 Nordrhein-Westfalen 104,09 €             103,77 €                 0,3% 103,40 €                 0,7% 102,99 €            
 Deutschland 108,18 €             109,63 €                 -1,3% 107,65 €                 0,5% 107,55 €            
 
Abbildung 4: Sanktionen

4 
V/0849/2016 
 
 
2.) Zielerreichung 
 
a) Integrationen 
 
Hinsichtlich des mit dem MAIS NRW vereinbarten Ziels zur ab soluten Anzahl der Integrationen 
werden die unterjährigen Sollzahlen weiterhin nicht erreicht. Im Berichtsmonat Mai sind kumuliert 
1.147 Integrationen zu zählen, dies sind 127 weniger als geplant (vgl. Abbildung 5).  
 
Ursächlich hierfür ist u. a. die Perso nalsituation im Jobcenter mit einer hohen Zahl an nicht b e-
setzten Stellen. Fehlende Personalressourcen mindern zwangsläufig die Anzahl der Integrati o-
nen und die Einmündungen in qualifizierende und stabilisierende Angebote des Jobcenters.  
 
 
 
Abbildung 5: K2 – Absolute Anzahl von Integrationen 
 
Die Zielwerte zur Integrationsquote werden seit Jahresbeginn 2016 ebenfalls nicht erreicht. Der 
Berichtsmonat Mai 2016 zeigt die bislang deutlichste Abweichung zum  Sollwert mit einer Abwei-
chung von -0,5 Prozentpunkten (vgl. Abbildung 6). 
 
Anzumerken bleibt, dass das Jobcenter Münster in Bezug auf die Integrationsquote - trotz der 
hinter den Planungen zurückbleibenden Ergebnisse seit Jahresbeginn 2016 – im interkommuna-
len Vergleich jeweils solide bis gute Platzierungen erreicht (insbesondere in der Vergleichsgru p-
pe der Städte in Nordrhein-Westfalen).

5 
V/0849/2016 
 
 
Abbildung 6: K2 – Integrationsquote 
 
 
b) Langzeitleistungsbeziehende 
 
Im Berichtsmonat Mai 2016 werden durchschnittlich 9.058 Langzeitleistungsbeziehende betreut 
(vgl. Abbildung 7). Der unterjährige Sollwert wird erneut zielkonform unterschritten, es zeigt sich 
die bisher deutlichste Unterschreitung des geplanten Höchst wertes im Jahresverlauf 2016. Von 
der Zielerreichung zum Jahresende 2016 ist zum jetzigen Zeitpunkt auszugehen. 
 
 
Abbildung 7: K3 - Bestand Langzeitleistungsbeziehende

6 
V/0849/2016 
 
Analog zur allgemeinen Integrationsquote werden die unterjährig geplanten Sollwerte zur Integra-
tionsquote der Langzeitleistungsbeziehenden bislang ebenfalls - allerdings knapperen Ausmaßes 
- verfehlt (vgl. Abbildung 8). Die Abweichung zum Zielwert beträgt im Mai 2016 wie zuvor 0,2 
Prozentpunkte. 
 
 
Abbildung 8: K3E1 - Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende 
 
c) Jugendliche 
 
Die durchschnittliche Jugendarbeitslosenquote im SGB II liegt in Münster bereits auf vergleich s-
weise niedrigem Ni veau. Die mit dem Land vereinbarte ambitionierte Zielsetzung (Stagnation) 
verdeutlicht die Schwerpunktsetzung, mit dem das Jobcenter Münster die besonderen Anford e-
rungen der Zielgruppe der jungen Menschen Rechnung trägt. Die Vermittlung in Form der lan g-
fristigen Integration in Ausbildung hat grundsätzlich Vorrang gegenüber der kurzfristigen Integr a-
tion in den Arbeitsmarkt.   
 
Im Berichtsmonat August 2016 wird der unterjährige Sollwert der durchschnittlichen Jugenda r-
beitslosenquote von 2,5 % abermals knapp um 0,1 Prozentpunkte verfehlt.

7 
V/0849/2016 
 
 
Abbildung 9: Jugendarbeitslosenquote SGB II 
 
 
d) Leistungsbeziehende mit Behinderung 
 
Der unterjährige Sollwert hinsichtlich des vereinbarten Ziels zur Integrationsquote de r arbeitssu-
chenden Schwerbehinderten wird weiterhin nicht erreicht. Die Quote beträgt im Mai 2016 im Ja h-
resfortschritt 5,5 %, die Abweichung liegt bei -3,5 Prozentpunkten.  
 
Die erstmalig mit dem Land zu diesem Ziel getroffene Vereinbarung wurde von Anfang  an ambi-
tioniert angegangen, um dem besonderen Anliegen der Stadt zu diesem Personenkreis Rec h-
nung zu tragen. Leider zeigen sich die zuvor bereits erläuterten Auswirkungen der aktuellen Pe r-
sonalsituation auch hier besonders deutlich. Die Schwerpunktsetzung  wird konsequent weiterge-
führt, um die bislang erkennbare Zielverfehlung zum Jahresende so gering wie möglich zu halten.

8 
V/0849/2016 
 
 
Abbildung 10: Integrationsquote der arbeitssuchenden Schwerbehinderten 
 
 
In Vertretung 
 
 
Gez. 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1 – Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik 
Anlage 2 – Bericht Mittelabfluss Eingliederungstitel (EGT – Stand: 28.09.2016)

BV_Basisinformationen_ASSGVAf_Anlage_1_Glossar

9040 Zeichen

Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster 
Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) 
 
Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ 
Weiterbildung (z. B. Umschulung). 
Aktivierungsquote  
der Langzeitleis-
tungsbeziehenden 
(K3E2) 
Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden  in einer Maßnahme der aktiven A r-
beitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der La ngzeitleistungsbeziehenden 
gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die Aktivi e-
rungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet. 
Alo = Arbeitslose 
Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige 
zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen 
und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. 
Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl 
der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen 
setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen 
und den mithelfenden Familienangehörigen.  
Asu = Arbeitsuchende 
Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der B e-
griff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeit slo-
sen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung suchen, auch wenn sie  
beispielsweise bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich 
in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. 
AUS = Vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen 
Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber keinen Anspruch auf Leistun-
gen nach dem SGB II haben. Hierunter fallen u. a. Leistungsberechtigte nach dem Asylbe-
werberleistungsgesetz und Personen mit einem Anspruch auf Altersrente. 
 
BG = Bedarfsgemeinschaft 
Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft 
miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehe-
gatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte. Bedarfs-
gemeinschaften lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaften und 
sonstige Bedarfsgemeinschaften. 
BM = Berichtsmonat 
Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem 
statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten 
statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). 
ELB = Erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, 
die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. 
gE = gemeinsame Einrichtung 
Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie 
Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des 
kommunalen Trägers.  
Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen 
Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. 
Integrationsquote  
(K2) 
Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf 
Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberech-
tigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation

des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend 
der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). 
JDW = Jahresdurchschnittswert  
Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
JFW = Jahresfortschrittswert  
Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
Jugendarbeitslosen-
quote 
Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) 
und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurch-
schnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen 
Zielvereinbarung). 
KOL = Kind ohne Leistungsanspruch 
Minderjährige, unverheiratete Kinder in Bedarfsgemeinschaften, die ihren individuellen Bedarf 
durch eigenes Einkommen decken können und daher nicht hilfebedürftig sind.  
 
LB = Leistungsberechtigte 
Personen in Bedarfsgemeinschaften, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialge-
setzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) haben. Leistungsberech-
tigte lassen sich differenzieren nach Regelleistungs-Berechtigten und sonstigen Leistungsbe-
rechtigten. 
 
LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, 
Neben- und Heizkosten).  
LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsener-
gie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt).  
LZA = Langzeitarbeitslose 
Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. 
LZB = Langzeitleistungsbeziehende 
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 
Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 
15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden ausschließlich Zeiten berücksichtigt, in denen 
die Person als erwerbsfähiger Leistungsberechtigte im Bezug stand. 
Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Be-
schäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. 
Nachhaltigkeitsquote 
(K2E3) 
Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten 
(Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in 
den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). 
NEF = Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft, die selbst noch nicht im erwerbsfähigen Alter 
sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. 
rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den 
üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Sie erhalten Sozialgeld. 
NLB = Nicht Leistungsberechtigte 
Personen ohne Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Hierzu gehören vom Leistungsan-
spruch ausgeschlossene Personen und Kinder ohne Leistungsanspruch. 
 
PERS = Personen in Bedarfsgemeinschaften 
Personen, die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft leben. Es lässt sich

differenzieren zwischen Leistungsberechtigten und nicht Leistungsberechtigten. 
 
RLB = Regelleistungs-Berechtigte 
Personen mit Anspruch auf Gesamtregelleistungen. Hierzu gehören u. a. Regelbedarfe (Ar-
beitslosengeld II oder Sozialgeld), Mehrbedarfe sowie laufende und einmalige Leistungen für 
Unterkunft und Heizung. 
 
RL-BG = Regelleistungs-Bedarfsgemeinschaft 
Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört mindestens ein Regelleistungsberechtigter, zusätzlich 
können auch Personen mit anderem Status dazugehören. 
 
Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen oder Meldeversäumnisse 
durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten.  
Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gül-
tigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten  zum 
Stichtag (Nenner).  
S-BG = Sonstige Bedarfsgemeinschaften 
Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehört kein Regelleistungs-Berechtigter, dafür jedoch mindes-
tens ein sonstiger Leistungsberechtigter. 
 
SLB = Sonstige Leistungsberechtigte 
Personen ohne Anspruch auf Gesamtregelleistungen, die ausschließlich sonstige Leistungen 
erhalten. Hierzu gehören u. a. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung, abweichend 
zu erbringende Leistungen wie die Erstausstattung der Wohnung, Leistungen für Auszubil-
dende und Leistungen zur Bildung und Teilhabe.  
 
Veränderungsrate des 
Bestands der Lang-
zeitleistungsbezie-
henden (K3) 
Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der 
Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als Jahresdurchschnitts-
wert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielverein-
barung). 
zkT = zugelassener kommunaler Träger  
Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Options-
kommune) – z. B. Jobcenter Münster

Beratungsverlauf (1)

02.11.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 7 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0849/2016
Typ
Vorlagen
Datum
04.10.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37