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2223/2017

"Die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der Stadt Köln"

Mitteilung Ausschuss 24.08.2017

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Bericht_2016_Finalfassung_18.07.2017 2

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62782 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Soziales und Senioren 
          Juli 2017 
 
 
 
 
Berichtsjahr 2016 
Die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit 
bedrohter Frauen in der Stadt Köln

Inhaltsverzeichnis 
1. Einleitung ................................................................................................................................. 1 
2. Wohnungslosigkeit bei Frauen ............................................................................................. 2 
2.1 Hintergründe der Wohnungslosigkeit bei Frauen .................................................................. 2 
2.2 Statistische Daten über Wohnungslosigkeit bei Frauen ...................................................... 2 
2.2.1 Struktur der Altersgruppen der wohnungslose Frauen in NRW am 30.06.2016 ...... 3 
2.2.2 Altersgruppen der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten 
wohnungslosen Frauen ............................................................................................................... 3 
2.2.3 Haushaltsstruktur der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten Frauen . 3 
2.2.4 Altersgruppen der wohnungslosen Frauen bei freien Trägern .................................... 4 
2.2.5 Haushaltsstruktur der wohnungslosen Frauen bei den freien Trägern ...................... 4 
2.2.6 Art der Unterkunft von wohnungslosen Frauen bei freien Trägern ............................. 4 
2.3. Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen lt. der Wohnungsnotfallberichtserstattung 
des Landes NRW/ Situation in Köln ............................................................................................... 5 
2.3.1 Darstellung der Gesamtzahl der kommunal und bei freien Trägern 
untergebrachten/betreuten Wohnungslosen ............................................................................ 5 
2.3.2 Darstellung der kommunalrechtlichen Unterbringung oder bei freien Trägern ......... 5 
2.3.3 Wohnungslose Frauen in Köln, die auf der Straße leben............................................. 6 
3. Frauenspezifische Gesichtspunkte in der Arbeit mit wohnungslosen Frauen ............. 7 
3.1 Wohnungslose Frauen mit Kindern oder schwangere wohnungslose Frauen ................. 7 
3.2 Psychisch erkrankte wohnungslose Frauen .......................................................................... 8 
3.3 Ältere wohnungslose Frauen ................................................................................................... 9 
4. Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach dem SGB II und SGB XII ............... 10 
4.1 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB II .................................................. 10 
4.2 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB XII (Drittes und Viertes Kapitel )
 ........................................................................................................................................................... 11 
5. Versorgung wohnungsloser Frauen in Köln .................................................................... 12 
6. Vermeidung von Wohnungslosigkeit – Prävention ......................................................... 13 
7. Das Kölner Hilfesystem für Wohnungslose ...................................................................... 14 
7.1 Angebotsverteilung der Hilfen im städtischen Raum .......................................................... 16 
7.2 Auslastung und Annahme der Angebote durch Frauen ..................................................... 18 
8. Arbeits- und Beschäftigungsangebote für wohnungslose Frauen mit 
Leistungsbezug SGB II ............................................................................................................. 19 
9. Kooperationsmodell zwischen Dorint Hotel und der Obdachlosenhilfe „Die Brücke 
Berlin e.V.“ ................................................................................................................................. 22 
10. Angebote für psychisch und suchtkranke Wohnungslose .......................................... 23 
11. Statistische Grundlagen .................................................................................................... 24

12. Fazit/ Ausblick ..................................................................................................................... 25 
13. Anhang ................................................................................................................................. 26

1 
 
1. Einleitung 
 
Das Sozialamt hat erstmalig 2015 einen Beri cht zur Situation wohnungsloser Frauen 
erstellt. Dieser Bericht wird nun jährlich aktualisiert und in einem Arbeitskreis, indem Träger 
der Wohnungslosenhilfe vertreten sind, erarbeitet. In diesem Bericht werden auch für das 
Jahr 2016 Bedarfe und Entwicklungen für wohnungslose Frauen dargestellt. 
Die Folgen von Wohnungslosigkeit sind ausreichend erforscht. Dennoch ist es erforderlich , 
bei der Entwicklung der Wohnungslosigkeit die Situation von wohnungslosen Frauen und 
wohnungslosen Frauen mit Kindern besonders in den Blick zu nehmen. 
 
Wohnungslosigkeit bei Frauen hat vielfältige Formen und muss anders betrachtet und 
bewertet werden, als bei wohnungslosen Männern. Neben den wohnungslosen Frauen, die 
auf der Straße leben, halten sich  eine nicht unerhebliche Anzahl von Frauen in der 
verdeckten Wohnungslosigkeit  auf. Hierbei leben sie bei Freunden/Freundinnen, Partnern 
oder Partnerinnen, ohne einen eigenen Mietvertrag zu besitzen. Neben dieser verdeckten 
Wohnungslosigkeit ver bleiben Frauen häufig in gewaltgeprägten Beziehungen oder in 
finanziellen Abhängigkeitsbeziehungen, wenn sie sich den Erhalt einer eigenständigen 
Wohnung nicht zutrauen. In diesen Abhängigkeitsbeziehungen droht die 
Wohnungslosigkeit. 
 
Soweit Wohnungslosigkeit von Frauen andere Erscheinungsformen oder frauenspezifische 
Bedarfe aufweist, ist die Wohnungslosenhilfe aufgefordert, sich entsprechend 
bedarfsgerecht auszurichten und Angebote und Standards zu entwickeln. 
 
Dieser Bericht bietet die Grundlage das Hilf esystem für wohnungslose Frauen in Köln zu 
analysieren, die bestehenden Hilfsangebote zukunftsfähig anzupassen und neue 
Bedarfslagen zu erkennen.

2 
 
2. Wohnungslosigkeit bei Frauen 
2.1 Hintergründe der Wohnungslosigkeit bei Frauen 
 
Die Gründe für den Eintritt von Wohnungslosigkeit bei Frauen sind überwiegend 
mietwidriges Verhalten, Mietschulden, Arbeitslosigkeit, Trennung, Vereinsamung, Krankheit 
und Überforderung. 
Insbesondere aufgrund der schlechteren Einkommenssituation sind Frauen bei Trennungen 
häufiger von Wohnungslosigkeit bedroht, da sie aufgrund ihrer eigenen  
Einkommenssituation die Wohnung nicht mehr finanzieren können. 
Bei Eintritt von Wohnungslosigkeit leiden Frauen verstärkt unter Scham - und 
Versagungsgefühlen und versuchen ihre Not und ihre Wohnungslosigkeit zu verbergen. 
Zur Behebung der Wohnungslosigkeit suchen sie in aller Regel nicht die Regelangebote 
der ordnungsbehördlichen Unterbringungen (gewerbliche Einfachstunterkünfte) auf. Diese 
gewerblichen Einfachstunterkünfte werden geschlech tergemischt belegt. Von derzeit 511 
belegten OBG-Unterkunftsplätzen werden jedoch nur 87 Plätze durch Frauen in Anspruch 
genommen (17 %). Hingegen zeigt die Belegung des Frauenwohnheimes Pallenbergstraße 
vom Internationalen Bund (IB West gGmbH) eine hohe Auslastung. 
Da die ordnungsbehördlichen Angebote , die geschlechtergemischt belegt werden,  von 
wohnungslosen Frauen nur wenig genutzt werden, plant die Fachstelle Wohnen des Amtes 
für Soziales und Senioren , weitere, speziell für wohnungslose Frauen geeignete  
ordnungsbehördliche Unterbringungsangebote zu schaffen.  
Ihre Wohnungslos igkeit verdecken Frauen oftmals, indem sie  bei Freunden, Verwandten 
oder Bekanntschaften unterkommen. Häufig wechselnde unsichere Unterkünfte sind damit 
kennzeichnend für die Lebenslagen wohnungsloser Frauen.1  
 
2.2 Statistische Daten über Wohnungslosigkeit bei Frauen 
 
Die konkrete Entwicklung der Wohnungslosigkeit bei Frauen kann nicht speziell für die 
Region Köln dargelegt werden. Vielmehr ist hierbei auf die 
Wohnungsnotfallberichterstattung des MAIS NRW Berichtsjahr 201 6 zurückzugreifen, die 
landesweit Statistikdaten über die Anzahl der Wohnungslosen , unterteilt nach 
Einzelpersonen, Haushalten sowie die Geschlechterverteilung und Altersstruktur, erfasst.  
Die statistischen An gaben in NRW und in Köln basieren auf der Wohnungsnotfallstatistik 
des MAIS NRW. Die Wohnungsnotfallstatistik NRW erfasst alle Menschen, die über keinen 
eigenen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügen und durch die zuständigen 
Dienststellen (Wohnungsamt und Amt für Soziales und Senioren) untergebracht sind. Aus 
dieser Statistik ergibt sich nicht die Anzahl der Menschen, die sich auf der Straße aufhalten 
bzw. auf der Straße schlafen. 
                                                            
1 Siehe dazu auch Positionspapier der BAG Wohnungslosenhilfe „Frauen in Wohnungslosigkeit und 
Wohnungsnot, Stand Juni 2012

3 
 
2.2.1 Struktur der Altersgruppen der wohnungslose Frauen in NRW am 30.06.2016 
 
Von – bis; unter… Jahre Gesamtzahl in % Prozent Frauen Prozent Männer 
 
Unter 18   8,3 15,0   5,9 
18 – 21   6,2   7,9   5,6 
21 – 25 10,8 10,2 10,9 
25 – 30 12,2   9,8 13,1 
30 – 40 19,7 16,5 20,9 
40 – 50 17,5 16,1 18,0 
50 – 65 19,6 17,8 20,2 
über 65   5,8   6,7   5,4 
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 5 
 
2.2.2 Altersgruppen der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten 
wohnungslosen Frauen  
 
Von – bis; 
unter…Jahren 
 
Gesamtzahl Anzahl Frauen Prozent 
Frauenanteil 
Unter 18 1.966 941 23,1 
18 – 21    529 205   5,0 
21 – 25    743 230   5,6 
25 – 30    880 269   6,6 
30 – 40 1.682 558 13,7 
40 – 50 1.850 667 16,4 
50 – 65 2.352 822 20,2 
über 65    884 379   9,3 
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 6 
 
2.2.3 Haushaltsstruktur der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten 
Frauen 
 
Haushaltsstruktur Gesamtzahl in Prozent Prozent 
Frauenanteil 
 
Alleinstehende  73,6 16,3 
Alleinstehende mit Kind(er)   5,1   4,4 
Paare mit Kinder 14,4   7,2 
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 8

4 
 
2.2.4 Altersgruppen der wohnungslosen Frauen bei freien Trägern  
 
Von – bis; 
unter…Jahren 
 
Gesamt Anzahl Frauen Prozent 
Frauenanteil 
Unter 18      38   19   0,8 
18 – 21    968 303 12,9 
21 – 25 1.863 428 18,2 
25 – 30 2.082 361 15,4 
30 – 40 3.095 501 21,3 
40 – 50 2.396 366 15,6 
50 – 65 2.393 319 13,6 
über 65    519   53   2,3 
ohne Altersangaben      54   20  
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 10 
 
2.2.5 Haushaltsstruktur der wohnungslosen Frauen bei den freien Trägern 
 
Haushaltsstruktur Gesamtzahl in Prozent Prozent 
Frauenanteil 
 
Alleinstehende  89,0 78,1 
Alleinstehende mit Kind(er)   3,2   8,4 
In Partnerschaft lebend ohne 
Kind(er) 
  3,0   6,6 
In Partnerschaft lebend mit 
Kind(er) 
  2,3   4,5 
In sonstigen 
Mehrpersonenhaushalten lebend 
  2,6   2,4 
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 12 
 
2.2.6 Art der Unterkunft von wohnungslosen Frauen bei freien Trägern 
 
Art der Unterkunft Gesamtzahl in Prozent Prozent Frauenanteil 
 
Bei Bekannten 34,9 43,9 
In der Facheinrichtung 30,3 20,7 
Not-/Ersatzunterkunft   9,6   9,5 
Familie/Partner 14,5 16,9 
Sonstiges   2,4   2,9 
Ohne Unterkunft   8,3   6,2 
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 13

5 
 
2.3. Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen lt. der 
Wohnungsnotfallberichtserstattung des Landes NRW/ Situation in Köln 
 
Die Entwicklung der wohnungslosen und untergebrachten Menschen in Köln wird in der 
Wohnungsnotfallberichterstattung NRW über die Darstellung der Gesamtanzahl kommunal 
und ordnungsbehördlich oder bei freien Trägern untergebrachten Menschen dargestellt. 
 
2.3.1 Darstellung der Gesamtzahl der kommunal und bei freien Trägern 
untergebrachten/betreuten Wohnungslosen  
 
Jahr Anzahl der untergebrachten/betreuten 
Personen 
 
2016 4.871 
2015 4.683 
2014 4.584 
2013 4.374 
2012 4.242 
2011 3.655 
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 17 
Erläuterung  Bei den kommunal und ordnungsbehördlichen Unterbringungen handelt es sich um gewerbliche OBG- 
Unterkünfte, Obdachlosenheime oder ordnungsbehördliche Beschlagnahmungen. 
Bei den Trägern der Wohnungslosenhilfe handelt es sich um betreute Wohnprojekte, deren Zielsetzung 
es ist, soziale Schwierigkeiten zu beseitigen oder zu mildern, damit perspektivisch eine reguläre 
Unterbringung oder Wohnungsversorgung möglich ist. 
 
2.3.2 Darstellung der kommunalrechtlichen Unterbringung oder bei freien Trägern 
 
Jahr Gesamt davon Kommunal 
nach OBG 
davon bei freien 
Trägern 
 
2016 4.871 4.054    817 
2015 4.683 3.736    947 
2014 4.584 3.423 1.161 
2013 4.374 3.405    969 
2012 4.242 3.582    660 
2011 3.655 3.214    441 
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 17

6 
 
2.3.3 Wohnungslose Frauen in Köln, die auf der Straße leben 
 
Die Zahl der wohnungslosen Frauen in Köln, die das Regelangebot ablehnen und auf der 
Straße leben, kann nur geschätzt werden.  
In Köln leben schätzungsweise insgesamt 200 Menschen, die das Regelangebot ablehnen 
oder nur sporadisch annehmen und auch kein Alternativangebot einer 
Unterkunftsmöglichkeit haben. Ausgehend von einem Geschlechterverhältnis von ca. 25 % 
Frauen und 75 % Männer leben somit rd. 50 Frauen auf der Straße.  
Jedoch muss eine deutlich höhere Dunkelziffer bei Frauen angenommen werden, da viele 
Frauen ihre  Wohnungslosigkeit verschweigen oder ungesicherte Wohnverhältnisse, z.B. 
durch Einzug bei einem neuen Partner, eingehen. 
Gesicherte Daten über die Situation wohnungslose r Frauen kann über den Leistungsbezug 
von Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II und SGB XII gemacht werden (siehe 
Punkt 4).

7 
 
3. Frauenspezifische Gesichtspunkte in der Arbeit mit 
wohnungslosen Frauen 
3.1 Wohnungslose Frauen mit Kindern oder schwangere wohnungslose 
Frauen 
 
Wohnungslose Müt ter haben wohnungslose Kinder –oder: Kinder in der besonderen 
Lebenslage Wohnungsnot. 
Bezogen auf die Gesamtgruppe der im Jahr 2014 in Deutschland wohnungslosen Personen 
schätzt die BAGW die Zahl der Kinder und minderjährigen Jugendlichen auf 9 % (29.000). 
Diese Zahlen beziehen sich vor allem auf Kinder und Jugendliche, die gemeinsam mit ihren 
wohnungslosen Eltern leben. Zu Kindern in prekären Wohnverhältnissen oder 
alleinlebenden Kindern ohne feste Unterkunft gibt es keine gesicherten Zahlen. 
Allen gemein ist Armut und dadurch bedingte geringe soziale Teilhabemöglichkeit. Das 
Recht auf Wohnung in Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ändert 
daran nichts; auch nicht Absatz 2, der expli zit den sozialen Schutz  auch für Kinder 
hervorhebt. 
Welche Folgen hat Wohnungslosigkeit für Kinder? 
Unangemessene Wohnverhältnisse , Zwangsräumungen und Wohnungslosigkeit haben 
gravierende negative Auswirkungen auf das Aufwachsen, die Entwicklung, die 
Bildungschancen, die Gesundheit und das persönliche Sicherheitsempfinden von Kindern. 
Auch die „verdeckte Wohnungslosigkeit“, in die sich Frauen mit ihren Kindern immer wieder 
begeben, beeinträchtigt die gesunde Entwicklung von Kindern. 
Laut vorliegenden Studie n in den Niederlanden wirken sich besonders die 
Zwangsräumungen verheerend auf Kinder aus (Depressionen, Angstzustände). Mit Eintritt 
der Wohnungslosigkeit gehen schulische Leistungen signifikant zurück. Kinder, die 
zeitweise getrennt von ihren Eltern unte rgebracht werden, haben ein doppelt so hohes 
Risiko, als Erwachsene erneut wohnungslos zu werden, wie Kinder, die keine Trennung 
erlebt haben. 
Besonders nachhaltig auf das gesamte weitere Leben dieser Kinder wirken sich die 
Ausgrenzungs- und Diskriminierun gserfahrungen und der erschwerte Zugang zu formaler 
Bildung aus. Fehlende Schul - und in der Folge Berufsausbildung und psychische 
Beeinträchtigungen sind im Erwachsenenalter nur schwer auszugleichen.2 
 
In der Arbeit mit wohnungslosen Frauen ist es dabei zw ingend erforderlich , neben den 
klassischen Themen der Hilfen gem. § 67 SGB XII Schwerpunkte zu bearbeiten, die eng 
mit der Situation von Alleinerziehenden oder mit der Situation von Schwangeren verknüpft 
sind: Das beinhaltet die Unterstützung bei der Geburtsvorbereitung/Nachsorge, der 
Gesundheitsfürsorge der Kinder, der Beantragung von Kindergeld oder 
Unterhaltsvorschuss, die Vermittlung von Kindergarten - bzw. Schulplätzen , die Beratung 
zum Umgangsrecht mit Vätern und die Motivation zu verantwortungsvollem, entwicklungs -
orientiertem Umgang mit dem Kind. 
                                                            
2 Wohnungslos, 58. Jahrgang, 3. Quartal Nr.3/2016

8 
 
3.2 Psychisch erkrankte wohnungslose Frauen 
 
In den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe zeigt sich seit Jahren über alle Altersgruppen 
hinweg ein steigender Anteil von Frauen mit m assiven psychischen Auffälligkeiten/  
Erkrankungen. 
Die Erfahrungen in den Kölner Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe für Frauen decken 
sich mit den Erkenntnissen verschiedener Studien, wie der sogenannten SEEWOLF -
Studie, die 2014 veröffentlicht wurde.3 
Laut dieser Studie „ haben 22,9% der Untersuchten genau eine Achse -I-
Lebenszeitdiagnose4, 31,8% eine Doppeldiagnose sowie 38,6 % drei und mehr 
psychiatrische Diagnosen (bis zu sieben). Insofern ist auch eine hohe psychiatrische 
Komorbidität festzustellen.“5 
44,9%  der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zeigten keine Achse II Störungen 
(Persönlichkeitsstörungen), 34,7% eine und  20,3% der Probanden erfüllten bei der 
SEEWOLF-Studie die diagnostischen Indikatoren für mehrere – bis zu sechs – 
Persönlichkeitsstörungen.  
 
Bestehende s omatische und psychische Erkrankungen verschlimmern sich durch das 
Leben auf der Straße oder in unsicheren Wohnverhältnissen . Häufig sind sie Auslöser für 
Obdachlosigkeit, weil es Frauen aufgrund der Erkrankung nicht mehr möglich i st, ihre 
Wohnung, Arbeit und ein soziales Umfeld zu erhalten.  
In anderen Fällen löst das Leben in der Wohnungslosigkeit oder in einer unsicheren Wohn - 
und Lebenssituation psychische Auffälligkeiten/ Erkrankungen aus bzw. verstärkt diese.  
Die SEEWOLF-Studie besagt außerdem , dass 80% der Befragten unter einer 
Suchterkrankung leiden . Eine adäquate Behandlung ihrer psychischen  
Erkrankungen/Suchterkrankungen erhält laut der Münchner Studie aber nur etwa ein Drittel 
der Befragten. 6 
Bei einem Teil der Frauen, die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Köln betreut 
werden, liegen Diagnosen vor, in anderen Fällen kann aufgrund der Auffälligkeiten nur eine 
Erkrankung vermutet werden.  
 
Fehlende Krankheitseinsicht, geringe eigene Ressourcen, mangeln de Unterstützung durch 
oder ein fehlendes soziales und  familiäres Stützsystem, selbst gewählte Isolation oder 
gesellschaftliche Segregation erschweren es ihnen, Hilfe anzunehmen bzw. erfordern vor 
der Annahme von Hilfe Vertrauensaufbau und die Zusicherung einer längerfristigen 
Begleitung.  
 
Viele Frauen empfinden Aufenthalte in Krankhäusern, Suchtkliniken oder Psychiatrien als 
Zwangsmaßnahmen, was die Annahme weiterer Hilfen zusätzlich erschwert und sicherlich 
neben der Unstetigkeit des Lebens auf der Straße auch ein Grund für eine unzureichende 
medizinische Verso rgung der bestehenden psychischen Erkrankungen bzw. 
Suchterkrankungen ist.   
 
                                                            
3 Brönner, M., Baur, B., Pitschel-Walz, G., Jahn, T., Bäuml, J.: Seelische Erkrankungsrate in den Einrichtungen 
der Wohnungslosenhilfe im Großraum München. Kooperation des Klinikums rechts der Isar München mit der 
Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern, dem Bayerisches Staatsministerium für 
Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, dem Bezirk Oberbayern, dem Katholischer 
Männerfürsorgeverein München e.V. und der Landeshauptstadt München, München 2014.  
4 Psychiatrische Erkrankungen außer Persönlichkeitsstörungen 
5 Vergleiche Zusammenfassung der Studie, S. 7, http://www.mri.tum.de/node/2685  
6 Vgl. http://www.mri.tum.de/node/2685

9 
 
3.3 Ältere wohnungslose Frauen 
 
Die Zahl der vorgealterten, älteren und alten Frauen in der Wohnungslosenhilfe steigt seit 
Jahren auf niedrigem Niveau beständig an.  
Grund hierfür ist die bessere medizinische Versorgung, die z.B. auch suchtkranken Frauen 
ein längeres (Über)-Leben ermöglicht. Aber auch die zunehmende Zahl von alleinlebenden 
Frauen, die in höherem Alter aufgrund nachlassender Gesundheit oder Überforderung mit 
der Re gelung alltagspraktischer Themen (Mietschu lden, andere Verbindlichkeiten ) ihre 
Wohnung verlieren oder aufgeben müssen, sorgen für eine Zunahme von Betroffenen. 
 
Vorgealterte, ältere und alte Frauen zeigen z.T. psychische Auffälligkeiten/Erkrankungen, 
vor a llem aber somatische Erkrankungen, die auf das lange Leben in unsicheren 
Wohnverhältnissen, auf Substanzenkonsum, auf das Alter selbst oder eine Kombination 
aus allen Indikationen zurückzuführen sind.  
Auch wenn die Frauen seltener psychische Erkrankungen oder Auffälligkeiten zeigen als 
der Durchschnitt der wohnungslosen Frauen, sind viele der Betroffenen extrem 
misstrauisch und brauchen daher eine längere Phase, um Vertrauen aufzubauen.  
Viele der Frauen haben gearbeitet, hatten ein „eigenes“ Leben und fühlen sich im Alter und 
in der Wohnungslosigkeit oder in prekären Wohnverhältnissen lebend, um ihre 
Lebensleistung betrogen und ins Unrecht gesetzt.  
Die Zukunftsperspektive älterer Frauen ist häufig unklar. Teilweise hindern unrealisti sche 
Vorstellungen oder die Annahmebereitschaft altersgerechter Alternativen notwendige 
Anschlussversorgungen. Angesichts des Alters und der Erkrankungen der Klientinnen 
verändern sich auch die Hilfeprozesse. Viele Frauen benötigen die regelmäßige Begleitu ng 
bei Arztbesuchen, die Medikation muss überwacht und bei fortschreitender 
Pflegebedürftigkeit müssen Anträge auf Pflegeleistungen gestellt und die Begutachtung 
durch den Medizinischen Dienst begleitet werden. Da einige Frauen nicht mehr in allen 
Belangen des täglichen Lebens für sich selbst Sorge tragen können, muss die Einrichtung 
einer gesetzlichen Betreuung angeregt werden.

10 
 
4. Wohnungslose Frauen mit Leistun gsbezug nach dem SGB II 
und SGB XII  
 
Mit Inkrafttreten des SGB II zum 01.01.2005 wurde im Amt  für Soziales und Senioren das 
Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln gegründet. Hierbei werden, gebündelt an einem 
Ort, alle Leistungen für Wohnungslose, auch für wohnungslose Frauen, eingeleitet oder 
erbracht. Mit Inkrafttreten des SGB II wurde das Amt für Soziales und Senioren durch das 
Jobcenter Köln mit der Wahrnehmung der Aufgaben nach dem SGB II für wohnungslose 
Menschen in Köln beauftragt. Durch die Zentralisierung aller Hilfen für Wohnungslose 
können Aussagen für die Situation arbeitssuchender woh nungsloser Menschen getroffen 
werden. 
Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln ist in dieser Form bundesweit einmalig und 
wurde bereits in der Fachwelt der Wohnungslosenhilfe als gelungene und beispielhafte 
Umsetzung des SGB II für wohnungslose Menschen benannt. 
 
Bei den frauenspezifischen Angeboten , wie z.B. Seni(o)ra, Respekt oder auch die 
Betreuung von Frauenhausfällen wird die Bearbeitung der Hilfefälle durch eine weibliche 
Sachbearbeitung durchgeführt. 
Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln des  Amtes für Soziales und Senioren 
gewährt wohnungslosen Menschen Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII. Die 
Aufschlüsselung nach Geschlecht, Alter, Migrationshintergrund, Schwerbehinde rung wird 
nachfolgend dargelegt und basiert auf Daten Stand Dezember 2016. 
 
4.1 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB II  
 
Alter Gesamt weiblich % Anteil weiblich 
< 25 Jahre 147   43 29 % 
< 40 Jahre 635 137 22 % 
< 50 Jahre 368   57 15 % 
50 - < 65 Jahre 338   58 17 % 
    
Gesamt 1.488 295 20 % 
 
 
Nationalität Gesamt weiblich % Anteil 
weiblich 
Deutsch 1.109 208 19 % 
Nicht Deutsch    379   87 23% 
 
Alleinerziehende Frauen  
Mit einem Kind < 3 Jahren 11   (*) 
  
 
Anmerkung: Frauen mit Kleinkindern werden bei eintretender Wohnungslosigkeit in geeignete Unterkünfte, wie z.B. 
das Elisabeth-Fry-Haus der Diakonie Michaelshoven, die Wohngruppe Gereonstraße des SkF e.V., das 
Haus Rosalie der Vinzentinerinnen, das Frauenwohnheim Pallenbergstraße des IB oder bei 
Gewaltsituationen ins Frauenhaus vermittelt.  
Soweit die Wohnungslosigkeit der Frau auch im Zusammenhang mit Suchtmittelabusus oder psychischen 
Erkrankungen steht, werden die Kinder in aller Regel durch das Jugendamt fremduntergebracht.

11 
 
4.2 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB XII (Drittes 
und Viertes Kapitel )  
 
Insgesamt 345 Personen erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt oder 
Grundsicherungsleistungen im Alter oder bei dauerhafter voller Erwerbsunfähigkeit nach 
dem SGB XII. Hiervon sind 79 weiblich (22,9 %). 
 
Altersstruktur Anzahl Frauen 
< 25 Jahren   8 
< 40 Jahren 28 
< 50 Jahren 13 
< 65 Jahren 30 
Ab 65 Jahren   0 
 
 
Nationalität Anzahl Frauen 
Deutsch 64 
Nicht Deutsch 15

12 
 
5. Versorgung wohnungsloser Frauen in Köln 
 
Die Ansprache, Beratung und Versorgung wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit 
bedrohter Frauen ist eine zentrale Aufgabe des Amtes für Soziales und Senioren. Aufgrund 
der besonderen Problemlagen und der hohen fachl ichen Anforderungen im Umgang mit 
dieser Personengruppe wurden alle Angebote in der Abteilung Fachstelle Wohn en, 
wirtschaftliche Hilfen und Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln im Amt für Soziales 
und Senioren zentralisiert.  
Bereits seit  Beginn der 1990er Jahre wurden die Hilfen für wohnungslose Frauen 
umfassend ausgeweitet. In Köln  stehen seitdem die kontinuierliche Innovation von 
Projekten sowie die Ausdifferenzierung nach besonderen Bedarfen bei den Frauen  im 
Vordergrund.

13 
 
6. Vermeidung von Wohnungslosigkeit – Prävention 
 
Unter Berücksichtigung der seit Jahren angespannten Situation der Wohnraumversorgung, 
insbesondere im Segment der bezahlbaren Wohnungen für Alleinstehende, kommt der 
Präventionsarbeit elementare Bedeutung zu. 
Das Amt für Soz iales und Senioren, Fachstelle Wohnen, verfolgt dabei für die Prävention 
von Wohnungsverlust einen lokalen Ansatz. Bei den  Personengruppen der alleinstehenden 
und alleinerziehenden Frauen wird besonders darauf geachtet , einen sich abzeichnenden 
Wohnungsverlust frühestmöglich zu vermeiden. 
Zur Verbesserung der Notunterbringung hat die Fachstelle Wohnen  darüber hinaus 
spezielle Unterbringungseinrichtungen geschaffen, die für Frauen mit  Kindern eine 
zusätzliche Unterstützung bei der Reintegration in den Wohnungsmarkt bieten. Ein weiterer 
Ausbau dieses Angebots, gegebenenfalls auch durch einen Neubau einer entsprechenden 
Einrichtung, ist dringend notwendig und wird intensiv verfolgt.

14 
 
7. Das Kölner Hilfesystem für Wohnungslose 
 
Das Amt für Soziales und Senioren bietet für wohnungslose Frauen in Kooperation mit 
Trägern der Wohlfahrtspflege und dem Landschaftsver band Rheinland als überörtlichen  
Sozialhilfeträger ein umfangreiches und differenziertes Hilfesystem an. Nachfolgend wird 
das Hilfesystem mit dem Schwerpunkt für wohnungslose Frauen  dargestellt. Eine 
umfangreiche Auflistung aller Angebote ist dem Bericht als Anlage beigefügt 
Fachberatungsstellen  
 
Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln bezuschusst in Kooperation mit dem 
Landschaftsverband Rheinland insgesamt drei Fachberatungsstellen für die Beratung und 
Unterstützung von wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Frauen . Die 
Fachberatungsstellen werden durch den Sozialdienst katholischer  Frauen e.V. (SkF e.V.) 
und die Diakonie Michaelshoven e.V. angeboten. 
Neben der Beratung halten diese Beratungsstellen auch Versorgungsangebote wie  
Mahlzeiten, Kleiderkammern und hygienische Grundversorgung vor. 
Notschlafstellen 
Bei diesen Angeboten handelt es sich nicht um ordnungsbehördliche Notschlafstellen, 
sondern um zielgruppenorientierte und pädagogisch betreute Notschlafstellen. Der 
Aufenthalt in den Notschlafstellen ist in aller Regel  nur während der frühen Abendstunden 
und der Nachstunden möglich. In den Notschlafstellen werden Verpflegung und andere 
Versorgungsangebote (Duschen, Wäsche waschen, Spritzentausch) angeboten.  
Für wohnungslose Frauen stehen  in Köln 19 Schlafplätze  zur Verfügung. Diese werd en 
vom SkF e.V., der Diakonie Michaelshoven e.V. und den Vinzentinerinnen angeboten. 
Ambulante Hilfen  
Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen  können als Einzelfallhilfe 
sozialarbeiterische Unterstützung und Begleitung erhalten.  Im Rahmen der Einzelfallhilfe 
bieten die Träger SkF e.V., Diakonie Michaelshoven e.V., die Vinzentinerinnen sowie agisra 
e.V. spezielle Unterstützung an.  
Ambulant betreutes Wohnen 
Zielgruppenorientierte Wohnangebote sind auf die speziellen Bedarfe von Zielgruppen 
zugeschnittene Unterbringungsangebote, in denen persönliche Unterstützungsleistungen 
als ambulante Hilfe für einen zeitlich begrenzten Zeitraum gewährt werden. 
Spezielle Angebote für wohnungslose Frauen bestehen bei folgenden Trägern: 
 SkF e.V.  
 Vinzentinerinnen 
 Diakonie Michaelshoven e.V. 
 Diakonisches Werk

15 
 
Im Bereich der ordnungsbehördlichen Unterbringung steht das Frauenwohnheim 
Pallenbergstraße des Internationalen Bundes zur Verfügung. Dieses Angebot wird über das 
Amt für Wohnungswesen belegt. 
Darüber hinaus bestehen betreute Wohnangebote bei anderen Trägern der 
Wohlfahrtspflege, die von Männern und Frauen genutzt werden können. 
Stationäre Hilfen 
Für wohnungslose Frauen, die einen umfassenden Hilfebedarf haben und ein stationäres 
Angebot benötigen, bietet der Landschaftsverband Rheinland als überörtlicher 
Sozialhilfeträger in Kooperation mit d er Diakonie Michaelshoven ein stationäres Angebot 
(Elisabeth-Fry-Haus) an.  
Weitere Angebote 
Neben den oben genannten Angeboten existieren weitere frau enspezifische 
Beratungsstellen, die andere Beratungsschwerpunkte haben, aber deren Beratungsarbeit 
sich auch auf die Wohnraumsicherung auswirkt. Beispielhaft und  nicht abschließend sind 
hier genannt: 
• Zwei Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt (Diakonie Michaelshoven und SkF 
e.V.) 
• Spezialisierte frauenspezifische Beratungsstellen wie z.B. agisra e.V., Frauen lernen 
Leben e.V. u.a.

16 
 
7.1 Angebotsverteilung der Hilfen im städtischen Raum  
 
Im Rahmen des zielgruppenorientierten Ausbaues des Hilfesystems wurde besonderer 
Wert auf die dezentrale Verteilung der Angebotsstruktur gelegt: 
 
 Wohnungs-
angebote Beratungsstellen Notschlafstellen Stationäre 
Heime 
Altstadt-Süd     
Deutz     
Dünnwald     
Ehrenfeld     
Humbold     
Innenstadt     
Kalk     
Lindenthal     
Mülheim     
Mechernich     
Neustadt-
Süd 
    
Neustadt-
Nord 
    
Nippes     
Porz- 
Zündorf 
    
Porz- Wahn     
Raderthal     
Rath     
Weidenpesch     
Zollstock     
 
 Angebote nur für Frauen 
 Angebote für Frauen und Männer 
 
Im Bereich der Notschlafstellen ist auf eine zentrale Lage und gute Erreichbarkeit zu 
achten. Dies führte jedoch zu einer in der Innenstadt dominierenden Angebotslage.  
Daher werden die Angebote seitdem nicht mehr konzentriert in der Innenstadt angeboten, 
sondern auch in den Stadtbezirken. Unter Berücksichtigung der dort bestehenden und 
bekannten Strukturen kann erfahrungsgemäß eine Wiedereingliederung am ehesten 
gelingen.

17

18 
 
7.2 Auslastung und Annahme der Angebote durch Frauen 
 
Notschlafstellen und ordnungsbehördliche Unterbringungen  in gewerblichen 
Einfachstunterkünften, in denen beide Geschlechter untergebracht sind, werden von 
Frauen deutlich weniger angenommen. In diesen Einrichtungen befürchten Frauen 
physische und psychische Gewaltausübung durch Männer. 
Hingegen haben Notschlafstellen für Frauen, wie zum Beispiel das Elisabeth -Fry-Haus der 
Diakonie Michaelshoven e.V. oder das Comeback des SkF e.V. eine hohe Akzeptanz bei 
den Frauen. Auch die frauenspezifischen Beratungsstellen zeigen hinsichtlich der 
Kontaktzahlen, dass diese Angebote intensiver angenommen werde n, als Angebote für 
beide Geschlechter. 
Die hohe Akzeptanz von frauenspezifischen Angeboten spiegelt auch die Forderung der 
BAG Wohnungslosenhilfe wider 7, die auf ein frauengerechtes und an den spez ifischen 
weiblichen Lebensumständen orientiertes Hilfesystem besteht. 
Im Bereich der Hilfen nach § 67 SGB XII zur Überwindung der besonderen sozialen 
Schwierigkeiten wird bereits seit vielen Jahren ein frauenspezialisiertes Hilfesystem 
angeboten und hat sich durch die besondere Nachfrage etabliert. 
Im Bereich der ordnungsbehördlichen Unterbringungen ist eine frauenspezifische 
Ausrichtung derzeit nur im Rahmen des Frauenwohnheimes Pallenbergstraße des 
Internationalen Bundes möglich. Das Angebot wird federführend über das Amt für 
Wohnungswesen belegt und gesteuert. 
Eine Ausweitung besondere r Unterbringungsangebote für wohnungslose Frauen im 
Rahmen der ordnungsbehördlichen Unterbringungen wird durch das Amt für Soziales und 
Senioren angestrebt und forciert. 
 
  
                                                            
7 Positionspapier der BAGW vom Fachausschuss Frauen von Juni 2013

19 
 
8. Arbeits- und Beschäftigungsangebote für wohnungslose Frauen 
mit Leistungsbezug SGB II 
 
Wohnungslose Frauen haben bei Vorliegen der Erwerbsfähigkeit über drei Stunden 
arbeitstäglich grundsätzlich Ansprüche nach dem  SGB II. Wohnungslosigkeit ist auf das 
Vorliegen multipler Problemlagen zurückzuführen. In diesen Fällen ist eine unmittelbare 
Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ohne vorangehende Fördermaßnahmen in aller 
Regel ausgeschlossen. Daher werden für Menschen mit multiplen 
Vermittlungshemmnissen im Bereich der kommunalen Eingliederungsmaßnahmen nach      
§ 16 a SGB II Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen angeboten. 
Ein konkretes Arbeitsangebot allein für wohnungslose Frauen ist nicht sinnvoll. Bestehende 
Wohnungslosigkeit ist eine Rahmenbedingung, die die Vermittlung in Arbeit erschwert, 
deren Ursache in persönlichen und sozialen Schwierigkeiten besteht, die im Rahmen von 
Arbeitsangeboten berücksichti gt werden müssen. Für Frauen mit bestehenden 
persönlichen und sozialen Schwierigkeiten stehen nachfolgende Angebote zur Verfügung.  
Der Wendepunkt 
Die Frauenberatungsstelle mit Standorten in Kalk, Mülheim und Porz -Finkenberg der 
Diakonie Michaelshoven  e.V. bietet Unterstützung für Migrantinnen un d von Gewalt 
betroffene Frauen (teilweise Beratung auch in der Muttersprache).  
Problemstellungen aus den Bereichen Wohnung, Verschuldung, Trennung, Gewalt sowie 
Familie werden bearbeitet. Die Beratung zielt auf die  Stabilisierung der psychosozialen 
Gesamtsituation der Frauen und ihrer Familien ab und bietet Unterstützung bei der 
Beseitigung von Vermittlungshemmnissen.  
Casa Blanca 
Casa Blanca ist eine Arbeitsgelegenheit für Frauen mit insges amt 30 Teilnahmeplätzen. 
Das Beschäftigungsprojekt wird vom SkF e.V. angeboten. 
Die dort beschäftigten Frauen weisen in aller Regel schwere Vermittlungshemmnisse auf 
und bedürfen zur Heranführung an eine Erwerbsintegration erheblicher  psychosozialer 
Unterstützung.  
Strickleiter I und Strickleiter II 
Beide Angebote sind Projekte des SkF e.V. Köln. 
Strickleiter I richtet sich an Opfer häuslicher Gewalt, bei denen die Folgen der zum Teil 
über Jahre erlebten Gewalt zur Ausprägung von psychosozialen Vermittlungshemmnissen 
geführt bzw. bestehende Vermittlungshemmnisse verstärkt haben. 
Das Angebot funktioniert als Lotse  hinein in das Hilfesystem, Strickleiter I stellt im Rahmen 
des Case Managements sicher, dass die Opfer (und deren Kinder) die notwendigen und 
möglichen Hilfen erhalten.

20 
 
85% der Betroffenen leben mit mehreren Kindern  zusammen. H äufig leiden sie unter 
psychischen oder somatischen Erkrankungen, viele leben in ungesicherten 
Wohnverhältnissen oder unter drohendem Wohnungsverlust. 
Strickleiter II ist ein Angebot für Frauen mit ma ssiven Problemlagen, die einer Arbeits - oder 
Beschäftigungsaufnahme entgegenstehen. Die Hilfen von Strickleiter II reichen von der 
Existenzsicherung, der Sicherung der Wohnung und der psychischen und somatischen 
Gesundheit der Klientinnen bis hin zur Stabi lisierung in der ersten Phase bei der Aufnahme 
einer Maßnahme, einer Aus- oder Weiterbildung oder einer Beschäftigung.  
FrauenLeben e.V. 
Die Frauenberatungsstelle des gemeinnützigen Trägervereins FrauenLeben e.V. bietet 
Beratung, Krisen - und Orientierungsg espräche, themenbezogene Gruppen, Beratung für 
Angehörige sowie Vortrags - und Themenabende. Zu den Arbeitsschwerpunkten gehören 
gestörtes Essverhalten (Magersucht, Bulimie, Binge Eating und Adipositas), Unterstützung 
bei Gewalterfahrung (häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Stalking u.a.), Probleme in 
der Familie und Partnerschaft, Trennung/ Scheidung, psychische Erkrankungen , wie 
Depressionen, Ängste, u.a. berufsbezogene Problemlagen, Arbeitslosigkeit und deren 
psychosoziale Folgen, Selbstwertprobleme u.v.m. 
Arbeit sofort 
Hinter diesem Projekt stehen der S KM e.V., der SkF e.V. und der Internationale Bund. Das 
Projekt richtet sich an SGB II leistungsberechtigte Personen, die neben den komplexen 
sozialen Problemen häufig von Wohnungslosigkeit betroffen sind und weder in 
Beschäftigungsangebote noch in Integrationsjobs zu verm itteln sind. Ziel des Projektes ist 
die Heranführung an Arbeit oder die Beschäftigung durch die Bereitstellung eines 
niederschwelligen Tätigkeitsangebots. Die Stabilisierung der Teilnehmer soll über 
persönliche und psychosoziale Beratung und Betreuung sowi e über alltagspraktische 
Anleitung gelingen. Die Teilnehmer rekrutieren sich nur aus dem Personenkreis der 
Wohnungslosen.  
JobLotsen Reso 
Die JobLotsen Reso, ein Angebot des Beruflichen Trainingszentrum Köln e.V., begleiten 
Menschen ohne festen Wohnsitz. D ie Lotsen arbeiten in erster Linie aufsuchend. Mit ihrer 
Unterstützung sollen bestehende Vermittlungshemmnisse erkannt und 
Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, die schrittweise umgesetzt werden können. Die 
Begleitung der Kunden zu Angeboten, Behörden, zu Ärzten und in Therapie nimmt den 
Klienten Unsicherheit und Scheu und stärkt das Selbsthilfepotenzial des Einzelnen. Weitere 
Stabilisierung und das Entwickeln von Eigenbemühungen sind Ergebnisse aus zahlreichen 
Motivationsgesprächen. 
Das Unterstützungsangeb ot der ResoLotsen steht wohnungslosen Männern und Frauen 
zur Verfügung.

21 
 
Gulliver und Lore 
Die Arbeitsprojekte des Kölner Arbeitslosenzentrums KALZ e.V. richten sich an Menschen, 
die meist ohne festen Wohnsitz sind und unter multiplen Problemlagen leiden  wie Sucht, 
Schulden, physische und psychische Einschränkungen. Die „Überlebensstation Gulliver“ ist 
eine Anlaufstelle für Obdachlose und fungiert als Kommunikationszentrum. Das Projekt hat 
eine Cafeteria, einen Waschsalon und einen Aufenthaltsraum. Das „LObby-REstaurant 
LORE“ bietet ein Mittagessen an. Die Kunden arbeiten im Rahmen eines Stufenmodells in 
den Beschäftigungsfeldern Reinigung, Hauswirtschaft, Gastronomie und im 
kaufmännischen Bereich. Ziel ist die Übernahme der Kunden in ein befristetes 
sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, das in den allgemeinen 
Arbeitsmarkt münden soll. Um Beschäftigungsabbrüche zu vermeiden, findet intensive 
Krisenintervention bei den Teilnehmern statt. Suchtproblematik und geringe 
Frustrationstoleranz führen immer wieder zu Rückschlägen.  
Zweiradwerkstatt 180° 
Die Zweiradwerkstatt 180° wird seit dem 01. Juli 2002 in Kooperation zwischen der 
Aidshilfe Köln e.V. und dem Internationalen Bund  als Arbeitsprojekt geführt . Das Projekt 
richtet sich an die Zielgru ppe der akut Drogengebrauchenden ab 18 Jahren, die ihren 
Wohnort oder ihren ständigen Aufenthalt in Köln haben und Arbeitslosengeld II beziehen. 
Die Zweiradwerkstatt 180° ist ein regulärer, bei der Handwerkskammer eingetragener 
Zweiradbetrieb, der bewusst als offene Werkstatt mit Kundenkontakt konzipiert ist. 
Die Zielgruppe besteht aus schwerst und akut drogenabhängigen Menschen, die durch 
handwerkliche Tätigkeiten und sozialpädagogische Begleitung stabilisiert werden sollen, so 
dass eine Beschäftigung erre icht werden kann. Das Projekt 180° ist hierbei das derzeit 
einzige Beschäftigungs - und Qualifizierungsangebot mit dem Ansatz der akzeptierenden 
Drogenarbeit. Das Arbeitsfeld einer Zweirad - bzw. Fahrradwerkstatt bietet der Zielgruppe 
die Möglichkeit, ihre A rbeits- und Leistungsfähigkeit zu erproben und zu verbessern sowie 
berufsbezogene Interessen und Fähigkeiten herausarbeiten zu können.

22 
 
9. Kooperationsmodell zwischen Dorint Hotel und der 
Obdachlosenhilfe „Die Brücke Berlin e.V.“ 
 
Hier ein ganz besonderes Beschäftigungsprojekt – insbesondere für wohnungslose Frauen. 
Der Arbeitsmarkt ist für viele Wohnungslose auf direktem Wege schwer erreichbar. 
Wohnungslose sind im Wettbewerb mit anderen Arbeitslosen nahezu chancenlos! 
Einige Wohnungslose haben über dieses Beschäftigungsprojekt bereits eine Chance 
erhalten. Die Kooperation des Dorint Hotels mit dem Dienstleistungszentrum ResoDienste 
Köln hat eine eigene und ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. 
Seit 2010 wird über den Verein „Obdachlosenhilfe Die Brücke Berlin e.V.“ für das Amt für 
Soziales und Senioren regelmäßig ein Handbuch  über die Angebote für Wohnungslose in 
Köln herausgegeben. Dieser Wegweiser hat bereits die vierte überarbeitete Auflage. Diese 
Broschüre ist allen in der Arbeit mit wohnungslosen Menschen tätigen Trägern und 
Organisationen eine hilfreiche Netzwerkhilfe. 
Der Geschäftsführer des Vereines „ Obdachlosenhilfe Die Brücke e.V.“ fand in der 
Geschäftsführung des Dor int Hotels einen Gesprächspartner, der bereit war,  speziell 
wohnungslosen Menschen, einen Arbeitsversuch zu ermöglichen.  
Das Dorint Hotel bietet über den Einstieg einer geringfügigen Beschäftigung die 
Möglichkeit, schrittweise den Einstieg ins Berufsleben zu testen und mögliche 
Anschlussperspektiven (z.B. versicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung) zu 
überprüfen.

23 
 
10. Angebote für psychisch und suchtkranke Wohnungslose  
 
Für psychische und suchtkranke Wohnungslose stellt das  Gesundheitsamt nachfolgende  
Angebote zur Verfügung . Diese kooperieren  bei wohnungslosen Frauen insbesondere mit 
den frauenspezifischen Angeboten und Trägern. 
Mobiler Medizinischer Dienst (MMD) 
Der MMD des Gesundheitsamtes bietet Sprechstunden in sozialen Einrichtungen der 
Drogen-, Wohnungslosen - und Jugendhilfe an. Hier arbeiten Ärztinnen, Ärzte und 
Krankenschwestern, die den Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, 
eine an gemessene medizinische Versorgung sichern, die nicht über eine ambulante 
ärztliche Versorgung durch einen niedergelassenen Arzt/Ärztin erbracht wird.  
Der MMD bietet in seinen Sprechstunden eine medizinische Gru ndversorgung unter 
allgemeinmedizinischem Blickwinkel an. Frauen machen langjährig ca. 20% der vom MMD 
betreuten Patienten aus.  
Wenn möglich , wird eine Vermittlung in weiterführen de Hilfen angeboten und angestrebt. 
Die Akzeptanz des Angebotes ist insgesamt gut. Bei der niederschwelligen Arbeit 
hinsichtlich einer Weitervermittlung gestaltet sie sich sehr unterschiedlich, dabei für 
Akutmaßnahmen (z.B. Vermittlung in eine Entgiftungsbehandlung) höher. 
B.O.J.E 
Die „B.O.J.E.“ – (Beratung und Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene) ist ein 
umgebauter Linienbus, der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Kölner 
Bahnhofsmilieu als niedrigschwellige Kontakt - und Anlaufstelle zur Verfügung steht. Das 
Angebot leistet das Gesundheitsamt in Kooperation mit AUF ACHSE / KJSH e.V.  und mit 
Unterstützung durch das Amt für Soziales und Senioren. 
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bieten vor Ort vertrauliche Beratungen zu allen 
relevanten Themen an und vermitteln und begleiten in weiterführende  Hilfs- und 
Unterstützungsangebote. Ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit liegt auf der 
Gesundheitsprävention, insbesondere der HIV -Prävention. Zudem werden Sprechstunden 
des MMD durchgeführt. 
Das „Aufsuchende Suchtclearing“ (ASC)  
Das ASC im Gesundheitsamt ist kein unmittelbar „helferisches“ Angebot. Die Aufgabe ist 
vielmehr, die bisher fehlende Anbindung der Klient/ -innen zwischen dem Hilfesystem und 
dem Ordnungsbereich von Polizei und Ordnungsamt herzustellen. Als Bindeglied zwischen 
diesen Bereichen leitet es Klient/ -Innen, für die Ordnungsmaßnahmen dr ohen oder die von 
Ordnungsmaßnahmen bereits erfasst sind, zur Vermeidung oder zur Flankierung von 
repressiv orientierten Vorgehensweisen in direkter Zusammenarbeit mit den 
Ordnungsinstanzen zum Hilfesystem über. Vor diesem Hintergrund vermittelt das ASC de s 
Gesundheitsamtes im Rahmen des Streetwork auch obdachlose, von Wohnungslosigkeit 
bedrohte oder inhaftierte suchtkranke Frauen in das bestehende Kölner Suchthilfesystem. 
Das Angebot des ASC wird von den betroffenen Frauen in der Regel gut angenommen.

24 
 
11. Statistische Grundlagen  
 
Um die Entwicklung der Wohnungslosigkeit auf Bundes, - Landes oder auf kommunaler 
Ebene darstellen zu können, wurde auf folgende statistische Erhebungen oder Erfahrungen 
zurückgegriffen: 
• Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung NRW-Kurzanalyse 2015 
• Berichtswesen Fachstelle Wohnen des Amtes für Soziales und Senioren 
• Berichtswesen des Dienstleistungszentrums ResoDienste Köln des Amtes für Soziales 
und Senioren 
• Berichtswesen Jobcenter

25 
 
12. Fazit/ Ausblick 
 
Wohnungslose Frauen benötigen spezifische Hilfen, denn bei ihnen geht es oft darum, 
Kreisläufe von Abhängigkeit und Gewalt zu durchbrechen. Häufig steht ihr 
Wohnungsverlust im Zusammenhang mit Gewalterfahrungen in Partnerschaft und Familie 
oder mit Beziehungskonflikten. Auch strukturelle Benachteiligungen von Frauen auf dem 
Arbeitsmarkt führen oft zu einer wirtschaftlichen Abhängigkeit und erhöhen das 
Armutsrisiko. 
Frauen bemühen sich meist über lange Zeiträume, ihre Wohnungslosigkeit verdeckt zu 
halten und wenden sich erst se hr spät an das öffentliche Hilfesystem. Häufiger als Männer 
sind wohnungslose Frauen von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen 
betroffen und verhalten sich psychisch auffällig. Wohnungslose Frauen sind auf der Straße 
zudem nicht nur von Gewalt, sondern auch von sexueller Belästigung besonders bedroht. 
Angebote in der Wohnungslosenhilfe müssen daher gezielt die Bedürfnisse wohnungsloser 
Frauen in den Blick nehmen , um deren besonderen B edarfen gerecht zu werden. Sie 
müssen so konzipiert  sein, dass si e die besonderen Lebenssituationen dieser Frauen 
berücksichtigen. Schon seit Beginn der 1990er Jahre plant und baut daher die Stadt Köln 
zusammen mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege frauenspezifische Angebote auf.  
Unter Berücksichtigung der steige nden Zahlen von Wohnungslosen, insbesondere 
wohnungsloser Frauen und der zunehmenden Wohnraumv erknappung, muss 
insbesondere der Wohnungserhalt und die Wohnraumversorgung von Frauen verstärkt in 
den Fokus der Wohnungslosenhilfe genommen werden. 
Dieser Herausforderung muss mit neuen und innovativen Ideen der Wohn ungslosenhilfe 
begegnet werden. Die derzeitige zunehmende Nachfrage auf dem sich verknappenden 
Wohnungsmarkt, bedeutet insbesondere für Frauen einen oft jahrelangen Verbleib in den 
Hilfsangeboten der Wohnungslosenhilfe , ohne Aussicht auf einen selbstbestimmten und 
eigenverantwortlichen Wohnraum. 
Die Verwaltung ist derzeit mit den Trägern der Wohlfahrtspflege und dem Ministerium für 
Arbeit, Integration und Soziales NRW in Gesprächen zum Thema zukunftsweisender Hilfen 
für wohnungslose Frauen, insbesondere zur Vermittlung in selbstbestimmten Wohnraum.

26 
 
13. Anhang 
 
Übersicht über die Beratungs - und Unterbringungsangebote für wohnungslose Frauen des 
Amtes für Soziales und Senioren in Kooperation mit den Trägern der Wohlfahrtspflege:  
 
Träger Diakonie Michaelshoven e.V. 
Angebot Ambulante Begleitung für Frauen nach § 67 SGB XII 
Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten im eigenen 
Wohnraum 
Platzanzahl  
Adresse Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln 
Telefonnummer 0221-99 56-43 00 und 0173-906 26 67 
E-Mail AmBe@diakonie-michaelshoven.de  
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Anstieg von Klientinnen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und  
Alleinerziehenden. Schwerpunkt: Wohnungserhalt! (vermittelnde 
Gespräche mit Vermietern, Einbeziehung Mieterverein, Unterstützung 
bei Möbelbeschaffung, Klärung finanzieller Belange); Überschuldung. 
 
Träger Diakonie Michaelshoven e.V. 
Angebot 
Elisabeth-Fry-Haus- 
Stationäre Hilfe für Frauen nach § 67 SGB XII 
Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. 
Platzanzahl 29 Plätze 
Adresse Elisabeth-Fry- Haus, Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln 
Telefonnummer 0221-99 56-43 00 
E-Mail efh@diakonie-michaelshoven.de  
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Weiterhin verstärkt psychische Belastungen und Erkrankungen und /  
oder Suchtprobleme; mangelnde Wohnperspektive auf Grund von  
Wohnraumverknappung; Verschuldung; enge Kooperation mit JVA;  
Auseinandersetzung mit Thema: Transgender.

27 
 
Träger Diakonie Michaelshoven e.V. 
Angebot Notaufnahme 
Zielgruppe Frauen, auch mit Kindern in akuten psychosozialen Notsituationen 
und ohne Unterkunft nach § 67 SGB XII 
Platzanzahl 8 Plätze 
Adresse Elisabeth-Fry- Haus, Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln 
Telefonnummer 0221-99 56-43 00 
E-Mail aufnahme-efh@diakonie-michaelshoven.de  
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Information und bei entsprechend formuliertem Bedarf 
Weitervermittlung in weiterführende Hilfen; viele Frauen in sehr 
schlechter psychischer und/oder physischer Verfassung mit deutlich 
hohem Hilfebedarf.  
Dauer der anhaltenden Wohnungslosigkeit stieg deutlich an.  
 
 
Träger Diakonie Michaelshoven e.V. 
Angebot Wohngruppe für Mütter mit Kindern nach § 67 SGB XII 
Zielgruppe Frauen mit Kindern in besonderen sozialen Schwierigkeiten 
Platzanzahl 6 Plätze für Frauen mit ihren Kindern 
Adresse Diakonie Michaelshoven e.V., Die Sozialen Hilfen, Außenwohngruppe 
für Frauen und Kinder 
Loorweg 202, 51143 Porz-Zündorf 
Telefonnummer 0221-99 56-4403 
E-Mail awg-loorweg@diakonie-michaelshoven.de  
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Vertiefung und Erweiterung des professionellen Netzwerkes am 
neuen Standort Porz (Umzug in großzügige Immobilie Herbst 2015); 
Absicherung der wirtschaftlichen Situation der alleinerziehenden 
Mütter mit ihren Kindern - hoher Unterstützungsbedarf im Umgang mit 
Behörden; Klärung von Betreuungssituationen.

28 
 
Träger Diakonie Michaelshoven e.V. 
Angebot Der Wendepunkt-  
Fachberatungsstelle nach § 67 SGB XII 
Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten 
Platzanzahl  
Adresse 
Kalker Hauptstr. 247-273, 51103 Köln und 
Bergisch-Gladbacher Str. 71, 51063 Köln 
Telefonnummer 0221-99 56-4444 
E-Mail wendepunkt@diakonie-michaelshoven.de  
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
In der Fachberatung gemäß § 67 SGB XII im Wendepunkt wurden in 
2016 vor allem die Themen häusliche Gewalt, prekäre 
Wohnsituationen für Frauen und Kinder, psychische Krisen und 
gesundheitliche Probleme behandelt. Näheres dazu finden Sie in 
unserem ausführlichen Jahresbericht 2016.

29 
 
Träger Diakonisches Werk Köln 
Angebot Diakoniehaus Salierring - Ambulant Betreutes Wohnen  nach § 67 
SGB XII in einer Frauen- WG 
Zielgruppe Das Betreute Wohnen im Außenwohnprojekt in Köln-Rath, richtet sich 
an wohnungslose Männer und Frauen zwischen 21 und 65 Jahren, 
bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen 
Schwierigkeiten verbunden sind. Hierfür stellt die ev. 
Kirchengemeinde Rath-Heumar dem Diakoniehaus Salierring ein 
Wohnprojekt  mit zwei Wohnungen zur Verfügung. Das Wohnprojekt 
umfasst eine Wohngemeinschaft für Männer und eine für Frauen mit 
jeweils drei Plätzen. 
Im Wohnprojekt ist der Konsum von Alkohol und Drogen verboten. 
Aus diesem Grund können keine Menschen im akuten Suchtprozess 
aufgenommen werden. Auch ist eine Aufnahme von Personen, die 
unter einer akuten psychischen Erkrankung leiden, insbesondere 
dann, wenn die Notwendigkeit einer stationären psychiatrischen 
Akutversorgung erkennbar ist, nicht möglich.  
Die Arbeit im Betreuten Wohnen zielt darauf ab, die Schwierigkeiten 
des Hilfesuchenden und deren Ursachen festzustellen sowie 
Bereitschaft und Fähigkeiten zu fördern, um diese Schwierigkeiten zu 
überwinden. Das Ziel aller Maßnahmen ist es, den betroffenen 
Menschen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in 
sozialer Sicherheit und größtmöglicher Unabhängigkeit von sozialen 
Transferleistungen zu ermöglichen. Die Betreuten werden auf ein 
selbstständiges Wohnen in einer eigenen Wohnung vorbereitet und 
bei der Suche nach eigenem Wohnraum unterstützt.  
Platzanzahl 3 Plätze 
Adresse Salierring 19,050677 Köln 
Telefonnummer 0221-0221-276970-17 (ASP: Sonja Walbert) 
E-Mail sonja.walbert@diakonie-koeln.de  
Homepage http://www.diakonie-koeln.de/angebote/wohnungslose/diakoniehaus-
salierring/ambulant-betreutes-wohnen/  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Wie bereits in den Jahren zuvor, war die Frauen-WG auch in 2016 
zeitweise unterbelegt. Unseren Erfahrungen nach bevorzugen 
Frauen, bei Wahlmöglichkeit, die Unterbringung in 
gemischtgeschlechtlichen Wohngemeinschaften.

30 
 
Träger HiK- Heimatlos in Köln e.V.  
Angebot Notfallhilfe, Selbsthilfegruppe, Einzelfallhilfe, Patenschaften 
Zielgruppe Wohnungs- und obdachlose Frauen 
Platzanzahl Zwei Gruppen mit max. zehn Teilnehmerinnen 
Adresse Topsstr. 10a, 51063 Köln 
Telefonnummer 0221-82 82 20 63  
E-Mail hik-heimatlos@gmx.de  
Homepage www.hik-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
In 2016 befanden sich acht Frauen in der Einzelfallhilfe, der 
Betreuungszeitraum variierte zwischen 14 Tagen und einem ¾ Jahr. 
Es fanden wöchentliche Selbsthilfegruppen mit max. zehn 
Teilnehmerinnen statt. Es wurden mehrere Frauen im Rahmen der 
Betreuung in eigenen Wohnraum und / oder in betreute 
Wohnhilfeeinrichtungen übergeleitet.  Darüber hinaus erhielt der 
Verein Sachspenden in Höhe von etwa 18.000 €. Diese wurden nach 
Bedarf vermittelt und selbst ausgegeben in Höhe von etwa 9.000 €.

31 
 
Träger Internationaler Bund- IB West gGmbH  
Angebot 
Wohnheim für Frauen 
Zielgruppe Volljährige, wohnungslose Frauen mit und ohne Kindern 
Platzanzahl Bis zu 28 Frauen mit 14 Kindern 
Adresse Pallenbergstr. 24, 50737 Köln 
Telefonnummer 0221- 74 68 41  
E-Mail Frauenwohnheim-koeln@internationaler-bund.de  
Homepage www.internationaler-bund.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 23 Kinder betreut, dabei stieg 
der Anteil der Frauen mit Säuglingen und Kleinkindern deutlich an. 
Der Anteil der älteren Frauen hat zugenommen. Viele Bewohnerinnen 
haben einen Migrationshintergrund. Es gab wenige Auszüge aufgrund 
des knappen, bezahlbaren Wohnraums in Köln.

32 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V.  
Angebot Aufbruch-  
Ambulante Begleitung wohnungsloser Frauen nach § 67 SGB XII 
Zielgruppe Wohnungslose Frauen 
Platzanzahl  
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221-12 69 50  
E-Mail aufbruch@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Jahr 2016 wurden insgesamt 52 Frauen durch „Aufbruch“ begleitet  
und betreut.  
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V. 
Angebot Bewo 67-  
Ambulante Hilfen zum selbstständigen Wohnen für Frauen nach § 67 
SGB XII 
Zielgruppe Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen 
Platzanzahl  
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221-12 69 50  
E-Mail bewo@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
2016 gab es 23 Neuanfragen von Frauen, die in das Betreute 
Wohnen aufgenommen werden wollten.  
Bei 13 Frauen kam es über diese erste Anfrage hinaus zu keinem 
weiteren Kontakt.  
10 Frauen konnten sich auf ein ausführliches Erst - und 
Klärungsgespräch einlassen, worauf sich acht Frauen für eine 
Unterstützung durch das Betreute Wohnen entschieden. Davon  
wurden vier Frauen im „Haus Mer“ und zwei Frauen in der „WG 
Georgstraße“ aufgenommen. Zwei Frauen lebten zum Zeitpunkt der 
Aufnahme in „Bewo § 67“ in eigenem Wohnraum und wurden dort 
durch Hausbesuche begleitet.

33 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V.  
Angebot Comeback-  
Notschlafstelle 
Zielgruppe Wohnungslose Frauen, Tiere erlaubt 
Platzanzahl 9 Plätze 
Adresse Mauritiussteinweg 77, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221-12 69 5-210 
E-Mail comeback@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Comeback gab es im Jahr 2016 bei 150 Besucherinnen 3.285  
Übernachtungen. Im Rahmen der Winterhilfe wurde das Platzangebot 
um zwei Plätze aufgestockt.  Im Rahmen der Winterhilfe wurden 92 
Übernachtungen angenommen. 
 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.  
Angebot Café Auszeit-  
Kontakt- und Beratungsstelle nach § 67 SGB XII 
Zielgruppe Wohnungslose Frauen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen 
Platzanzahl  
Adresse Mauritiussteinweg 77, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221-12 69 5-310 
E-Mail cafe-auszeit@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
2016 besuchten 464  Frauen das „Café Auszeit“, darunter nutzten 388 
Frauen das Angebot erstmals.  
Die Zahl der persönlichen und telefonischen Beratungskontakte lag 
bei 5.460.

34 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.  
Angebot Café Auszeit Schäl Sick-  
Kontakt- und Beratungsstelle nach § 67 SGB XII 
Zielgruppe Wohnungslose Frauen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen 
Platzanzahl  
Adresse Buchheimer Str. 36, 51063 Köln 
Telefonnummer 0221- 94 69 624 
E-Mail cafe-auszeit.schaelsick@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
2016 besuchten 215 Frauen das „Café Auszeit Schäl Sick“, darunter 
nutzten 132 Frauen das Angebot erstmals. 
 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.  
Angebot Strickleiter II-  
Psychosoziale Betreuung von Frauen mit Vermittlungshemmnissen 
nach §16 Abs. 2 SGB  
Zielgruppe 
Frauen mit Vermittlungshemmnissen,  
zugewiesen über das JobCenter 
Platzanzahl  
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221- 12 69 50 
E-Mail strickleiterII@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Jahr 2016 gab es 327 neue Zuweisungen durch die 
Integrationskräfte.

35 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.  
Angebot Quartier 67-  
Eigenständiger Wohnraum  
Zielgruppe Ältere, wohnungslose und wohnfähige Frauen 
Platzanzahl 3 Plätze 
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221- 12 69 50 
E-Mail seniora@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Jahr 2016 bezogen 3 Frauen ihre eigenen Appartement im 
Quartier 67.  
 
 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.  
Angebot Respekt-  
Ambulante Hilfen zum selbstständigen Wohnen  
Zielgruppe Nach § 53 SGB XII psychisch kranke/ auffällige und nach § 67 SGB 
XII wohnungslose Frauen 
Platzanzahl  
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221- 12 69 50 
E-Mail respekt@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Jahr 2016 wurden 25 Frauen durch „Respekt“ begleitet und 
betreut.

36 
 
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.  
Angebot Sen(i)ora-  
Ambulante Begleitung wohnungsloser und/ oder psychisch kranker 
Frauen nach §§53,67 SGB XII 
Zielgruppe Wohnungslose und/ oder psychisch kranke Frauen nach §§ 53, 67 
SGB XII  
Platzanzahl  
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln 
Telefonnummer 0221- 12 69 50 
E-Mail seniora@skf-koeln.de  
Homepage www.skf-koeln.de  
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Jahr 2016 wurden insgesamt 14 Frauen durch „Sen(i)ora“ 
begleitet.

37 
 
Träger Vinzentinerinnen  
 
Angebot 
Haus Rosalie 
Betreutes Wohnen und Notaufnahme  
Zielgruppe Frauen und Mütter mit Kindern in akuter Notlage gem. § 67 SGB XII 
Platzanzahl 7 Plätze im Betreuten Wohnen; 3 Plätze Notaufnahme 
Adresse Gocher Str. 45, 50733 Köln 
Telefonnummer 0221- 97 30 88 88 
E-Mail haus-rosalie@vinzentinerinnen.de 
Homepage www.vinzentinerinnen.de 
Kurzer 
Jahresbericht 
2016 
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 17 Klientinnen betreut 
(Notaufnahme: 8 Frauen, Betreutes Wohnen: 9 Frauen).                    
In der Notaufnahme wird intensiv der individuelle Bedarf geprüft und 
realistische Perspektiven besprochen, so dass die Bedarfsermittlung 
häufig eine Verlängerung des Aufenthaltes erfordert. Die Weiter-
vermittlung ist daher immer sehr vielfältig; im vergangenen Jahr wurde 
eine Klientin in eine Pflegeeinrichtung nach einem Schlaganfall 
vermittelt; eine Klientin zu einem anderen Träger, eine Klientin 
benötigte einen längeren Aufenthalt in der Psychiatrie, eine Klientin 
zog zu ihrem Freund, eine Klientin verließ ungeplant unsere 
Einrichtung und bei zwei Frauen wurde der Aufenthalt in der 
Notaufnahme soweit verlängert, bis ein Platz hier in der Einrichtung im 
Betreuten Wohnen frei wurde. 
Im Betreuten Wohnen gab es nur wenig Fluktuation; es gab vier 
Neuaufnahmen und vier Auszüge; insgesamt wurden neun 
Klientinnen betreut. Die Altersstruktur war sehr gemischt, die 
Klientinnen waren zwischen Ende 20 und 65 Jahre alt; die 
Aufenthaltsdauer in unserer Einrichtung lag in der Regel zwischen 
fünf und 15 Monaten, wobei eine Klientin 38 Monate in unserer 
Einrichtung lebte, dann aber Anfang 2016 eine Wohnung gefunden 
hat.  
Der Großteil der Klientinnen war vor der Aufnahme in unserem Haus 
schon seit längerem wohnungslos und hatte sich zumeist bei der 
Familie oder beim Freund aufgehalten; eine Klientin wurde von der 
Krankenwohnung in unser Haus vermittelt, in allen Fällen kam der 
Kontakt über einen anderen sozialen Träger zustande.  
Die Klientinnen hatten einen hohen Unterstützungsbedarf; zu nennen 
sind hier insbesondere Probleme bei der Erledigung von Formalitäten, 
Regelung von Schuldenangelegenheiten, Entwicklung beruflicher 
Perspektiven, Klärung von familiären Angelegenheiten, Einüben einer 
geregelten Tagesstruktur, usw. 
Das Ziel unserer Arbeit ist die Bewältigung aller erforderlichen 
Bereiche des Alltags, um ein selbstständiges und 
eigenverantwortliches Leben führen zu können, gegebenenfalls mit 
weiterer Unterstützung.

Mitteilung Ausschuss

1224 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/502/7 
 
Vorlagen-Nummer 24.08.2017 
 2223/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 07.09.2017 
 
Mitteilung zur Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der 
Stadt Köln 
Erstmalig 2016 legte die Sozialverwaltung für das Jahr 2015 einen Bericht über die Situation woh-
nungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in Köln vor. Der Bericht wurde durch die 
Mitglieder des Ausschusses positiv zur Kenntnis genommen. In der anschließenden Erörterung in der 
Stadtarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenpolitik wurde die Verwaltung gebeten, diesen Bericht für die 
Folgejahre fortzuschreiben und an die aktuellen Entwicklungen anzupassen. 
 
Unter Einbindung der Träger der Wohlfahrtspflege, die Angebote für wohnungslose Frauen vorhalten, 
wurde der Bericht im Aufbau strukturell verändert. 
Darüber hinaus wurden frauenspezifische Gesichtspunkte zu den Themen: ältere Wohnungslose, 
Wohnungslose mit Kindern, psychisch kranke Wohnungslose, Gesundheit und Arbeit zusätzlich auf-
genommen und ein Anhang erstellt, der die frauenspezifischen Angebote in einem Kurzprofil zusam-
menfasst. 
 
gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

07.09.2017 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2223/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
24.08.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27