2223/2017
"Die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der Stadt Köln"
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Bericht_2016_Finalfassung_18.07.2017 2
62782 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Soziales und Senioren
Juli 2017
Berichtsjahr 2016
Die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit
bedrohter Frauen in der Stadt Köln
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ................................................................................................................................. 1
2. Wohnungslosigkeit bei Frauen ............................................................................................. 2
2.1 Hintergründe der Wohnungslosigkeit bei Frauen .................................................................. 2
2.2 Statistische Daten über Wohnungslosigkeit bei Frauen ...................................................... 2
2.2.1 Struktur der Altersgruppen der wohnungslose Frauen in NRW am 30.06.2016 ...... 3
2.2.2 Altersgruppen der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten
wohnungslosen Frauen ............................................................................................................... 3
2.2.3 Haushaltsstruktur der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten Frauen . 3
2.2.4 Altersgruppen der wohnungslosen Frauen bei freien Trägern .................................... 4
2.2.5 Haushaltsstruktur der wohnungslosen Frauen bei den freien Trägern ...................... 4
2.2.6 Art der Unterkunft von wohnungslosen Frauen bei freien Trägern ............................. 4
2.3. Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen lt. der Wohnungsnotfallberichtserstattung
des Landes NRW/ Situation in Köln ............................................................................................... 5
2.3.1 Darstellung der Gesamtzahl der kommunal und bei freien Trägern
untergebrachten/betreuten Wohnungslosen ............................................................................ 5
2.3.2 Darstellung der kommunalrechtlichen Unterbringung oder bei freien Trägern ......... 5
2.3.3 Wohnungslose Frauen in Köln, die auf der Straße leben............................................. 6
3. Frauenspezifische Gesichtspunkte in der Arbeit mit wohnungslosen Frauen ............. 7
3.1 Wohnungslose Frauen mit Kindern oder schwangere wohnungslose Frauen ................. 7
3.2 Psychisch erkrankte wohnungslose Frauen .......................................................................... 8
3.3 Ältere wohnungslose Frauen ................................................................................................... 9
4. Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach dem SGB II und SGB XII ............... 10
4.1 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB II .................................................. 10
4.2 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB XII (Drittes und Viertes Kapitel )
........................................................................................................................................................... 11
5. Versorgung wohnungsloser Frauen in Köln .................................................................... 12
6. Vermeidung von Wohnungslosigkeit – Prävention ......................................................... 13
7. Das Kölner Hilfesystem für Wohnungslose ...................................................................... 14
7.1 Angebotsverteilung der Hilfen im städtischen Raum .......................................................... 16
7.2 Auslastung und Annahme der Angebote durch Frauen ..................................................... 18
8. Arbeits- und Beschäftigungsangebote für wohnungslose Frauen mit
Leistungsbezug SGB II ............................................................................................................. 19
9. Kooperationsmodell zwischen Dorint Hotel und der Obdachlosenhilfe „Die Brücke
Berlin e.V.“ ................................................................................................................................. 22
10. Angebote für psychisch und suchtkranke Wohnungslose .......................................... 23
11. Statistische Grundlagen .................................................................................................... 24
12. Fazit/ Ausblick ..................................................................................................................... 25
13. Anhang ................................................................................................................................. 26
1
1. Einleitung
Das Sozialamt hat erstmalig 2015 einen Beri cht zur Situation wohnungsloser Frauen
erstellt. Dieser Bericht wird nun jährlich aktualisiert und in einem Arbeitskreis, indem Träger
der Wohnungslosenhilfe vertreten sind, erarbeitet. In diesem Bericht werden auch für das
Jahr 2016 Bedarfe und Entwicklungen für wohnungslose Frauen dargestellt.
Die Folgen von Wohnungslosigkeit sind ausreichend erforscht. Dennoch ist es erforderlich ,
bei der Entwicklung der Wohnungslosigkeit die Situation von wohnungslosen Frauen und
wohnungslosen Frauen mit Kindern besonders in den Blick zu nehmen.
Wohnungslosigkeit bei Frauen hat vielfältige Formen und muss anders betrachtet und
bewertet werden, als bei wohnungslosen Männern. Neben den wohnungslosen Frauen, die
auf der Straße leben, halten sich eine nicht unerhebliche Anzahl von Frauen in der
verdeckten Wohnungslosigkeit auf. Hierbei leben sie bei Freunden/Freundinnen, Partnern
oder Partnerinnen, ohne einen eigenen Mietvertrag zu besitzen. Neben dieser verdeckten
Wohnungslosigkeit ver bleiben Frauen häufig in gewaltgeprägten Beziehungen oder in
finanziellen Abhängigkeitsbeziehungen, wenn sie sich den Erhalt einer eigenständigen
Wohnung nicht zutrauen. In diesen Abhängigkeitsbeziehungen droht die
Wohnungslosigkeit.
Soweit Wohnungslosigkeit von Frauen andere Erscheinungsformen oder frauenspezifische
Bedarfe aufweist, ist die Wohnungslosenhilfe aufgefordert, sich entsprechend
bedarfsgerecht auszurichten und Angebote und Standards zu entwickeln.
Dieser Bericht bietet die Grundlage das Hilf esystem für wohnungslose Frauen in Köln zu
analysieren, die bestehenden Hilfsangebote zukunftsfähig anzupassen und neue
Bedarfslagen zu erkennen.
2
2. Wohnungslosigkeit bei Frauen
2.1 Hintergründe der Wohnungslosigkeit bei Frauen
Die Gründe für den Eintritt von Wohnungslosigkeit bei Frauen sind überwiegend
mietwidriges Verhalten, Mietschulden, Arbeitslosigkeit, Trennung, Vereinsamung, Krankheit
und Überforderung.
Insbesondere aufgrund der schlechteren Einkommenssituation sind Frauen bei Trennungen
häufiger von Wohnungslosigkeit bedroht, da sie aufgrund ihrer eigenen
Einkommenssituation die Wohnung nicht mehr finanzieren können.
Bei Eintritt von Wohnungslosigkeit leiden Frauen verstärkt unter Scham - und
Versagungsgefühlen und versuchen ihre Not und ihre Wohnungslosigkeit zu verbergen.
Zur Behebung der Wohnungslosigkeit suchen sie in aller Regel nicht die Regelangebote
der ordnungsbehördlichen Unterbringungen (gewerbliche Einfachstunterkünfte) auf. Diese
gewerblichen Einfachstunterkünfte werden geschlech tergemischt belegt. Von derzeit 511
belegten OBG-Unterkunftsplätzen werden jedoch nur 87 Plätze durch Frauen in Anspruch
genommen (17 %). Hingegen zeigt die Belegung des Frauenwohnheimes Pallenbergstraße
vom Internationalen Bund (IB West gGmbH) eine hohe Auslastung.
Da die ordnungsbehördlichen Angebote , die geschlechtergemischt belegt werden, von
wohnungslosen Frauen nur wenig genutzt werden, plant die Fachstelle Wohnen des Amtes
für Soziales und Senioren , weitere, speziell für wohnungslose Frauen geeignete
ordnungsbehördliche Unterbringungsangebote zu schaffen.
Ihre Wohnungslos igkeit verdecken Frauen oftmals, indem sie bei Freunden, Verwandten
oder Bekanntschaften unterkommen. Häufig wechselnde unsichere Unterkünfte sind damit
kennzeichnend für die Lebenslagen wohnungsloser Frauen.1
2.2 Statistische Daten über Wohnungslosigkeit bei Frauen
Die konkrete Entwicklung der Wohnungslosigkeit bei Frauen kann nicht speziell für die
Region Köln dargelegt werden. Vielmehr ist hierbei auf die
Wohnungsnotfallberichterstattung des MAIS NRW Berichtsjahr 201 6 zurückzugreifen, die
landesweit Statistikdaten über die Anzahl der Wohnungslosen , unterteilt nach
Einzelpersonen, Haushalten sowie die Geschlechterverteilung und Altersstruktur, erfasst.
Die statistischen An gaben in NRW und in Köln basieren auf der Wohnungsnotfallstatistik
des MAIS NRW. Die Wohnungsnotfallstatistik NRW erfasst alle Menschen, die über keinen
eigenen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügen und durch die zuständigen
Dienststellen (Wohnungsamt und Amt für Soziales und Senioren) untergebracht sind. Aus
dieser Statistik ergibt sich nicht die Anzahl der Menschen, die sich auf der Straße aufhalten
bzw. auf der Straße schlafen.
1 Siehe dazu auch Positionspapier der BAG Wohnungslosenhilfe „Frauen in Wohnungslosigkeit und
Wohnungsnot, Stand Juni 2012
3
2.2.1 Struktur der Altersgruppen der wohnungslose Frauen in NRW am 30.06.2016
Von – bis; unter… Jahre Gesamtzahl in % Prozent Frauen Prozent Männer
Unter 18 8,3 15,0 5,9
18 – 21 6,2 7,9 5,6
21 – 25 10,8 10,2 10,9
25 – 30 12,2 9,8 13,1
30 – 40 19,7 16,5 20,9
40 – 50 17,5 16,1 18,0
50 – 65 19,6 17,8 20,2
über 65 5,8 6,7 5,4
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 5
2.2.2 Altersgruppen der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten
wohnungslosen Frauen
Von – bis;
unter…Jahren
Gesamtzahl Anzahl Frauen Prozent
Frauenanteil
Unter 18 1.966 941 23,1
18 – 21 529 205 5,0
21 – 25 743 230 5,6
25 – 30 880 269 6,6
30 – 40 1.682 558 13,7
40 – 50 1.850 667 16,4
50 – 65 2.352 822 20,2
über 65 884 379 9,3
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 6
2.2.3 Haushaltsstruktur der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten
Frauen
Haushaltsstruktur Gesamtzahl in Prozent Prozent
Frauenanteil
Alleinstehende 73,6 16,3
Alleinstehende mit Kind(er) 5,1 4,4
Paare mit Kinder 14,4 7,2
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 8
4
2.2.4 Altersgruppen der wohnungslosen Frauen bei freien Trägern
Von – bis;
unter…Jahren
Gesamt Anzahl Frauen Prozent
Frauenanteil
Unter 18 38 19 0,8
18 – 21 968 303 12,9
21 – 25 1.863 428 18,2
25 – 30 2.082 361 15,4
30 – 40 3.095 501 21,3
40 – 50 2.396 366 15,6
50 – 65 2.393 319 13,6
über 65 519 53 2,3
ohne Altersangaben 54 20
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 10
2.2.5 Haushaltsstruktur der wohnungslosen Frauen bei den freien Trägern
Haushaltsstruktur Gesamtzahl in Prozent Prozent
Frauenanteil
Alleinstehende 89,0 78,1
Alleinstehende mit Kind(er) 3,2 8,4
In Partnerschaft lebend ohne
Kind(er)
3,0 6,6
In Partnerschaft lebend mit
Kind(er)
2,3 4,5
In sonstigen
Mehrpersonenhaushalten lebend
2,6 2,4
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 12
2.2.6 Art der Unterkunft von wohnungslosen Frauen bei freien Trägern
Art der Unterkunft Gesamtzahl in Prozent Prozent Frauenanteil
Bei Bekannten 34,9 43,9
In der Facheinrichtung 30,3 20,7
Not-/Ersatzunterkunft 9,6 9,5
Familie/Partner 14,5 16,9
Sonstiges 2,4 2,9
Ohne Unterkunft 8,3 6,2
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 13
5
2.3. Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen lt. der
Wohnungsnotfallberichtserstattung des Landes NRW/ Situation in Köln
Die Entwicklung der wohnungslosen und untergebrachten Menschen in Köln wird in der
Wohnungsnotfallberichterstattung NRW über die Darstellung der Gesamtanzahl kommunal
und ordnungsbehördlich oder bei freien Trägern untergebrachten Menschen dargestellt.
2.3.1 Darstellung der Gesamtzahl der kommunal und bei freien Trägern
untergebrachten/betreuten Wohnungslosen
Jahr Anzahl der untergebrachten/betreuten
Personen
2016 4.871
2015 4.683
2014 4.584
2013 4.374
2012 4.242
2011 3.655
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 17
Erläuterung Bei den kommunal und ordnungsbehördlichen Unterbringungen handelt es sich um gewerbliche OBG-
Unterkünfte, Obdachlosenheime oder ordnungsbehördliche Beschlagnahmungen.
Bei den Trägern der Wohnungslosenhilfe handelt es sich um betreute Wohnprojekte, deren Zielsetzung
es ist, soziale Schwierigkeiten zu beseitigen oder zu mildern, damit perspektivisch eine reguläre
Unterbringung oder Wohnungsversorgung möglich ist.
2.3.2 Darstellung der kommunalrechtlichen Unterbringung oder bei freien Trägern
Jahr Gesamt davon Kommunal
nach OBG
davon bei freien
Trägern
2016 4.871 4.054 817
2015 4.683 3.736 947
2014 4.584 3.423 1.161
2013 4.374 3.405 969
2012 4.242 3.582 660
2011 3.655 3.214 441
Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 17
6
2.3.3 Wohnungslose Frauen in Köln, die auf der Straße leben
Die Zahl der wohnungslosen Frauen in Köln, die das Regelangebot ablehnen und auf der
Straße leben, kann nur geschätzt werden.
In Köln leben schätzungsweise insgesamt 200 Menschen, die das Regelangebot ablehnen
oder nur sporadisch annehmen und auch kein Alternativangebot einer
Unterkunftsmöglichkeit haben. Ausgehend von einem Geschlechterverhältnis von ca. 25 %
Frauen und 75 % Männer leben somit rd. 50 Frauen auf der Straße.
Jedoch muss eine deutlich höhere Dunkelziffer bei Frauen angenommen werden, da viele
Frauen ihre Wohnungslosigkeit verschweigen oder ungesicherte Wohnverhältnisse, z.B.
durch Einzug bei einem neuen Partner, eingehen.
Gesicherte Daten über die Situation wohnungslose r Frauen kann über den Leistungsbezug
von Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II und SGB XII gemacht werden (siehe
Punkt 4).
7
3. Frauenspezifische Gesichtspunkte in der Arbeit mit
wohnungslosen Frauen
3.1 Wohnungslose Frauen mit Kindern oder schwangere wohnungslose
Frauen
Wohnungslose Müt ter haben wohnungslose Kinder –oder: Kinder in der besonderen
Lebenslage Wohnungsnot.
Bezogen auf die Gesamtgruppe der im Jahr 2014 in Deutschland wohnungslosen Personen
schätzt die BAGW die Zahl der Kinder und minderjährigen Jugendlichen auf 9 % (29.000).
Diese Zahlen beziehen sich vor allem auf Kinder und Jugendliche, die gemeinsam mit ihren
wohnungslosen Eltern leben. Zu Kindern in prekären Wohnverhältnissen oder
alleinlebenden Kindern ohne feste Unterkunft gibt es keine gesicherten Zahlen.
Allen gemein ist Armut und dadurch bedingte geringe soziale Teilhabemöglichkeit. Das
Recht auf Wohnung in Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ändert
daran nichts; auch nicht Absatz 2, der expli zit den sozialen Schutz auch für Kinder
hervorhebt.
Welche Folgen hat Wohnungslosigkeit für Kinder?
Unangemessene Wohnverhältnisse , Zwangsräumungen und Wohnungslosigkeit haben
gravierende negative Auswirkungen auf das Aufwachsen, die Entwicklung, die
Bildungschancen, die Gesundheit und das persönliche Sicherheitsempfinden von Kindern.
Auch die „verdeckte Wohnungslosigkeit“, in die sich Frauen mit ihren Kindern immer wieder
begeben, beeinträchtigt die gesunde Entwicklung von Kindern.
Laut vorliegenden Studie n in den Niederlanden wirken sich besonders die
Zwangsräumungen verheerend auf Kinder aus (Depressionen, Angstzustände). Mit Eintritt
der Wohnungslosigkeit gehen schulische Leistungen signifikant zurück. Kinder, die
zeitweise getrennt von ihren Eltern unte rgebracht werden, haben ein doppelt so hohes
Risiko, als Erwachsene erneut wohnungslos zu werden, wie Kinder, die keine Trennung
erlebt haben.
Besonders nachhaltig auf das gesamte weitere Leben dieser Kinder wirken sich die
Ausgrenzungs- und Diskriminierun gserfahrungen und der erschwerte Zugang zu formaler
Bildung aus. Fehlende Schul - und in der Folge Berufsausbildung und psychische
Beeinträchtigungen sind im Erwachsenenalter nur schwer auszugleichen.2
In der Arbeit mit wohnungslosen Frauen ist es dabei zw ingend erforderlich , neben den
klassischen Themen der Hilfen gem. § 67 SGB XII Schwerpunkte zu bearbeiten, die eng
mit der Situation von Alleinerziehenden oder mit der Situation von Schwangeren verknüpft
sind: Das beinhaltet die Unterstützung bei der Geburtsvorbereitung/Nachsorge, der
Gesundheitsfürsorge der Kinder, der Beantragung von Kindergeld oder
Unterhaltsvorschuss, die Vermittlung von Kindergarten - bzw. Schulplätzen , die Beratung
zum Umgangsrecht mit Vätern und die Motivation zu verantwortungsvollem, entwicklungs -
orientiertem Umgang mit dem Kind.
2 Wohnungslos, 58. Jahrgang, 3. Quartal Nr.3/2016
8
3.2 Psychisch erkrankte wohnungslose Frauen
In den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe zeigt sich seit Jahren über alle Altersgruppen
hinweg ein steigender Anteil von Frauen mit m assiven psychischen Auffälligkeiten/
Erkrankungen.
Die Erfahrungen in den Kölner Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe für Frauen decken
sich mit den Erkenntnissen verschiedener Studien, wie der sogenannten SEEWOLF -
Studie, die 2014 veröffentlicht wurde.3
Laut dieser Studie „ haben 22,9% der Untersuchten genau eine Achse -I-
Lebenszeitdiagnose4, 31,8% eine Doppeldiagnose sowie 38,6 % drei und mehr
psychiatrische Diagnosen (bis zu sieben). Insofern ist auch eine hohe psychiatrische
Komorbidität festzustellen.“5
44,9% der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zeigten keine Achse II Störungen
(Persönlichkeitsstörungen), 34,7% eine und 20,3% der Probanden erfüllten bei der
SEEWOLF-Studie die diagnostischen Indikatoren für mehrere – bis zu sechs –
Persönlichkeitsstörungen.
Bestehende s omatische und psychische Erkrankungen verschlimmern sich durch das
Leben auf der Straße oder in unsicheren Wohnverhältnissen . Häufig sind sie Auslöser für
Obdachlosigkeit, weil es Frauen aufgrund der Erkrankung nicht mehr möglich i st, ihre
Wohnung, Arbeit und ein soziales Umfeld zu erhalten.
In anderen Fällen löst das Leben in der Wohnungslosigkeit oder in einer unsicheren Wohn -
und Lebenssituation psychische Auffälligkeiten/ Erkrankungen aus bzw. verstärkt diese.
Die SEEWOLF-Studie besagt außerdem , dass 80% der Befragten unter einer
Suchterkrankung leiden . Eine adäquate Behandlung ihrer psychischen
Erkrankungen/Suchterkrankungen erhält laut der Münchner Studie aber nur etwa ein Drittel
der Befragten. 6
Bei einem Teil der Frauen, die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Köln betreut
werden, liegen Diagnosen vor, in anderen Fällen kann aufgrund der Auffälligkeiten nur eine
Erkrankung vermutet werden.
Fehlende Krankheitseinsicht, geringe eigene Ressourcen, mangeln de Unterstützung durch
oder ein fehlendes soziales und familiäres Stützsystem, selbst gewählte Isolation oder
gesellschaftliche Segregation erschweren es ihnen, Hilfe anzunehmen bzw. erfordern vor
der Annahme von Hilfe Vertrauensaufbau und die Zusicherung einer längerfristigen
Begleitung.
Viele Frauen empfinden Aufenthalte in Krankhäusern, Suchtkliniken oder Psychiatrien als
Zwangsmaßnahmen, was die Annahme weiterer Hilfen zusätzlich erschwert und sicherlich
neben der Unstetigkeit des Lebens auf der Straße auch ein Grund für eine unzureichende
medizinische Verso rgung der bestehenden psychischen Erkrankungen bzw.
Suchterkrankungen ist.
3 Brönner, M., Baur, B., Pitschel-Walz, G., Jahn, T., Bäuml, J.: Seelische Erkrankungsrate in den Einrichtungen
der Wohnungslosenhilfe im Großraum München. Kooperation des Klinikums rechts der Isar München mit der
Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern, dem Bayerisches Staatsministerium für
Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, dem Bezirk Oberbayern, dem Katholischer
Männerfürsorgeverein München e.V. und der Landeshauptstadt München, München 2014.
4 Psychiatrische Erkrankungen außer Persönlichkeitsstörungen
5 Vergleiche Zusammenfassung der Studie, S. 7, http://www.mri.tum.de/node/2685
6 Vgl. http://www.mri.tum.de/node/2685
9
3.3 Ältere wohnungslose Frauen
Die Zahl der vorgealterten, älteren und alten Frauen in der Wohnungslosenhilfe steigt seit
Jahren auf niedrigem Niveau beständig an.
Grund hierfür ist die bessere medizinische Versorgung, die z.B. auch suchtkranken Frauen
ein längeres (Über)-Leben ermöglicht. Aber auch die zunehmende Zahl von alleinlebenden
Frauen, die in höherem Alter aufgrund nachlassender Gesundheit oder Überforderung mit
der Re gelung alltagspraktischer Themen (Mietschu lden, andere Verbindlichkeiten ) ihre
Wohnung verlieren oder aufgeben müssen, sorgen für eine Zunahme von Betroffenen.
Vorgealterte, ältere und alte Frauen zeigen z.T. psychische Auffälligkeiten/Erkrankungen,
vor a llem aber somatische Erkrankungen, die auf das lange Leben in unsicheren
Wohnverhältnissen, auf Substanzenkonsum, auf das Alter selbst oder eine Kombination
aus allen Indikationen zurückzuführen sind.
Auch wenn die Frauen seltener psychische Erkrankungen oder Auffälligkeiten zeigen als
der Durchschnitt der wohnungslosen Frauen, sind viele der Betroffenen extrem
misstrauisch und brauchen daher eine längere Phase, um Vertrauen aufzubauen.
Viele der Frauen haben gearbeitet, hatten ein „eigenes“ Leben und fühlen sich im Alter und
in der Wohnungslosigkeit oder in prekären Wohnverhältnissen lebend, um ihre
Lebensleistung betrogen und ins Unrecht gesetzt.
Die Zukunftsperspektive älterer Frauen ist häufig unklar. Teilweise hindern unrealisti sche
Vorstellungen oder die Annahmebereitschaft altersgerechter Alternativen notwendige
Anschlussversorgungen. Angesichts des Alters und der Erkrankungen der Klientinnen
verändern sich auch die Hilfeprozesse. Viele Frauen benötigen die regelmäßige Begleitu ng
bei Arztbesuchen, die Medikation muss überwacht und bei fortschreitender
Pflegebedürftigkeit müssen Anträge auf Pflegeleistungen gestellt und die Begutachtung
durch den Medizinischen Dienst begleitet werden. Da einige Frauen nicht mehr in allen
Belangen des täglichen Lebens für sich selbst Sorge tragen können, muss die Einrichtung
einer gesetzlichen Betreuung angeregt werden.
10
4. Wohnungslose Frauen mit Leistun gsbezug nach dem SGB II
und SGB XII
Mit Inkrafttreten des SGB II zum 01.01.2005 wurde im Amt für Soziales und Senioren das
Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln gegründet. Hierbei werden, gebündelt an einem
Ort, alle Leistungen für Wohnungslose, auch für wohnungslose Frauen, eingeleitet oder
erbracht. Mit Inkrafttreten des SGB II wurde das Amt für Soziales und Senioren durch das
Jobcenter Köln mit der Wahrnehmung der Aufgaben nach dem SGB II für wohnungslose
Menschen in Köln beauftragt. Durch die Zentralisierung aller Hilfen für Wohnungslose
können Aussagen für die Situation arbeitssuchender woh nungsloser Menschen getroffen
werden.
Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln ist in dieser Form bundesweit einmalig und
wurde bereits in der Fachwelt der Wohnungslosenhilfe als gelungene und beispielhafte
Umsetzung des SGB II für wohnungslose Menschen benannt.
Bei den frauenspezifischen Angeboten , wie z.B. Seni(o)ra, Respekt oder auch die
Betreuung von Frauenhausfällen wird die Bearbeitung der Hilfefälle durch eine weibliche
Sachbearbeitung durchgeführt.
Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln des Amtes für Soziales und Senioren
gewährt wohnungslosen Menschen Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII. Die
Aufschlüsselung nach Geschlecht, Alter, Migrationshintergrund, Schwerbehinde rung wird
nachfolgend dargelegt und basiert auf Daten Stand Dezember 2016.
4.1 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB II
Alter Gesamt weiblich % Anteil weiblich
< 25 Jahre 147 43 29 %
< 40 Jahre 635 137 22 %
< 50 Jahre 368 57 15 %
50 - < 65 Jahre 338 58 17 %
Gesamt 1.488 295 20 %
Nationalität Gesamt weiblich % Anteil
weiblich
Deutsch 1.109 208 19 %
Nicht Deutsch 379 87 23%
Alleinerziehende Frauen
Mit einem Kind < 3 Jahren 11 (*)
Anmerkung: Frauen mit Kleinkindern werden bei eintretender Wohnungslosigkeit in geeignete Unterkünfte, wie z.B.
das Elisabeth-Fry-Haus der Diakonie Michaelshoven, die Wohngruppe Gereonstraße des SkF e.V., das
Haus Rosalie der Vinzentinerinnen, das Frauenwohnheim Pallenbergstraße des IB oder bei
Gewaltsituationen ins Frauenhaus vermittelt.
Soweit die Wohnungslosigkeit der Frau auch im Zusammenhang mit Suchtmittelabusus oder psychischen
Erkrankungen steht, werden die Kinder in aller Regel durch das Jugendamt fremduntergebracht.
11
4.2 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB XII (Drittes
und Viertes Kapitel )
Insgesamt 345 Personen erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt oder
Grundsicherungsleistungen im Alter oder bei dauerhafter voller Erwerbsunfähigkeit nach
dem SGB XII. Hiervon sind 79 weiblich (22,9 %).
Altersstruktur Anzahl Frauen
< 25 Jahren 8
< 40 Jahren 28
< 50 Jahren 13
< 65 Jahren 30
Ab 65 Jahren 0
Nationalität Anzahl Frauen
Deutsch 64
Nicht Deutsch 15
12
5. Versorgung wohnungsloser Frauen in Köln
Die Ansprache, Beratung und Versorgung wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit
bedrohter Frauen ist eine zentrale Aufgabe des Amtes für Soziales und Senioren. Aufgrund
der besonderen Problemlagen und der hohen fachl ichen Anforderungen im Umgang mit
dieser Personengruppe wurden alle Angebote in der Abteilung Fachstelle Wohn en,
wirtschaftliche Hilfen und Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln im Amt für Soziales
und Senioren zentralisiert.
Bereits seit Beginn der 1990er Jahre wurden die Hilfen für wohnungslose Frauen
umfassend ausgeweitet. In Köln stehen seitdem die kontinuierliche Innovation von
Projekten sowie die Ausdifferenzierung nach besonderen Bedarfen bei den Frauen im
Vordergrund.
13
6. Vermeidung von Wohnungslosigkeit – Prävention
Unter Berücksichtigung der seit Jahren angespannten Situation der Wohnraumversorgung,
insbesondere im Segment der bezahlbaren Wohnungen für Alleinstehende, kommt der
Präventionsarbeit elementare Bedeutung zu.
Das Amt für Soz iales und Senioren, Fachstelle Wohnen, verfolgt dabei für die Prävention
von Wohnungsverlust einen lokalen Ansatz. Bei den Personengruppen der alleinstehenden
und alleinerziehenden Frauen wird besonders darauf geachtet , einen sich abzeichnenden
Wohnungsverlust frühestmöglich zu vermeiden.
Zur Verbesserung der Notunterbringung hat die Fachstelle Wohnen darüber hinaus
spezielle Unterbringungseinrichtungen geschaffen, die für Frauen mit Kindern eine
zusätzliche Unterstützung bei der Reintegration in den Wohnungsmarkt bieten. Ein weiterer
Ausbau dieses Angebots, gegebenenfalls auch durch einen Neubau einer entsprechenden
Einrichtung, ist dringend notwendig und wird intensiv verfolgt.
14
7. Das Kölner Hilfesystem für Wohnungslose
Das Amt für Soziales und Senioren bietet für wohnungslose Frauen in Kooperation mit
Trägern der Wohlfahrtspflege und dem Landschaftsver band Rheinland als überörtlichen
Sozialhilfeträger ein umfangreiches und differenziertes Hilfesystem an. Nachfolgend wird
das Hilfesystem mit dem Schwerpunkt für wohnungslose Frauen dargestellt. Eine
umfangreiche Auflistung aller Angebote ist dem Bericht als Anlage beigefügt
Fachberatungsstellen
Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln bezuschusst in Kooperation mit dem
Landschaftsverband Rheinland insgesamt drei Fachberatungsstellen für die Beratung und
Unterstützung von wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Frauen . Die
Fachberatungsstellen werden durch den Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF e.V.)
und die Diakonie Michaelshoven e.V. angeboten.
Neben der Beratung halten diese Beratungsstellen auch Versorgungsangebote wie
Mahlzeiten, Kleiderkammern und hygienische Grundversorgung vor.
Notschlafstellen
Bei diesen Angeboten handelt es sich nicht um ordnungsbehördliche Notschlafstellen,
sondern um zielgruppenorientierte und pädagogisch betreute Notschlafstellen. Der
Aufenthalt in den Notschlafstellen ist in aller Regel nur während der frühen Abendstunden
und der Nachstunden möglich. In den Notschlafstellen werden Verpflegung und andere
Versorgungsangebote (Duschen, Wäsche waschen, Spritzentausch) angeboten.
Für wohnungslose Frauen stehen in Köln 19 Schlafplätze zur Verfügung. Diese werd en
vom SkF e.V., der Diakonie Michaelshoven e.V. und den Vinzentinerinnen angeboten.
Ambulante Hilfen
Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen können als Einzelfallhilfe
sozialarbeiterische Unterstützung und Begleitung erhalten. Im Rahmen der Einzelfallhilfe
bieten die Träger SkF e.V., Diakonie Michaelshoven e.V., die Vinzentinerinnen sowie agisra
e.V. spezielle Unterstützung an.
Ambulant betreutes Wohnen
Zielgruppenorientierte Wohnangebote sind auf die speziellen Bedarfe von Zielgruppen
zugeschnittene Unterbringungsangebote, in denen persönliche Unterstützungsleistungen
als ambulante Hilfe für einen zeitlich begrenzten Zeitraum gewährt werden.
Spezielle Angebote für wohnungslose Frauen bestehen bei folgenden Trägern:
SkF e.V.
Vinzentinerinnen
Diakonie Michaelshoven e.V.
Diakonisches Werk
15
Im Bereich der ordnungsbehördlichen Unterbringung steht das Frauenwohnheim
Pallenbergstraße des Internationalen Bundes zur Verfügung. Dieses Angebot wird über das
Amt für Wohnungswesen belegt.
Darüber hinaus bestehen betreute Wohnangebote bei anderen Trägern der
Wohlfahrtspflege, die von Männern und Frauen genutzt werden können.
Stationäre Hilfen
Für wohnungslose Frauen, die einen umfassenden Hilfebedarf haben und ein stationäres
Angebot benötigen, bietet der Landschaftsverband Rheinland als überörtlicher
Sozialhilfeträger in Kooperation mit d er Diakonie Michaelshoven ein stationäres Angebot
(Elisabeth-Fry-Haus) an.
Weitere Angebote
Neben den oben genannten Angeboten existieren weitere frau enspezifische
Beratungsstellen, die andere Beratungsschwerpunkte haben, aber deren Beratungsarbeit
sich auch auf die Wohnraumsicherung auswirkt. Beispielhaft und nicht abschließend sind
hier genannt:
• Zwei Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt (Diakonie Michaelshoven und SkF
e.V.)
• Spezialisierte frauenspezifische Beratungsstellen wie z.B. agisra e.V., Frauen lernen
Leben e.V. u.a.
16
7.1 Angebotsverteilung der Hilfen im städtischen Raum
Im Rahmen des zielgruppenorientierten Ausbaues des Hilfesystems wurde besonderer
Wert auf die dezentrale Verteilung der Angebotsstruktur gelegt:
Wohnungs-
angebote Beratungsstellen Notschlafstellen Stationäre
Heime
Altstadt-Süd
Deutz
Dünnwald
Ehrenfeld
Humbold
Innenstadt
Kalk
Lindenthal
Mülheim
Mechernich
Neustadt-
Süd
Neustadt-
Nord
Nippes
Porz-
Zündorf
Porz- Wahn
Raderthal
Rath
Weidenpesch
Zollstock
Angebote nur für Frauen
Angebote für Frauen und Männer
Im Bereich der Notschlafstellen ist auf eine zentrale Lage und gute Erreichbarkeit zu
achten. Dies führte jedoch zu einer in der Innenstadt dominierenden Angebotslage.
Daher werden die Angebote seitdem nicht mehr konzentriert in der Innenstadt angeboten,
sondern auch in den Stadtbezirken. Unter Berücksichtigung der dort bestehenden und
bekannten Strukturen kann erfahrungsgemäß eine Wiedereingliederung am ehesten
gelingen.
17
18
7.2 Auslastung und Annahme der Angebote durch Frauen
Notschlafstellen und ordnungsbehördliche Unterbringungen in gewerblichen
Einfachstunterkünften, in denen beide Geschlechter untergebracht sind, werden von
Frauen deutlich weniger angenommen. In diesen Einrichtungen befürchten Frauen
physische und psychische Gewaltausübung durch Männer.
Hingegen haben Notschlafstellen für Frauen, wie zum Beispiel das Elisabeth -Fry-Haus der
Diakonie Michaelshoven e.V. oder das Comeback des SkF e.V. eine hohe Akzeptanz bei
den Frauen. Auch die frauenspezifischen Beratungsstellen zeigen hinsichtlich der
Kontaktzahlen, dass diese Angebote intensiver angenommen werde n, als Angebote für
beide Geschlechter.
Die hohe Akzeptanz von frauenspezifischen Angeboten spiegelt auch die Forderung der
BAG Wohnungslosenhilfe wider 7, die auf ein frauengerechtes und an den spez ifischen
weiblichen Lebensumständen orientiertes Hilfesystem besteht.
Im Bereich der Hilfen nach § 67 SGB XII zur Überwindung der besonderen sozialen
Schwierigkeiten wird bereits seit vielen Jahren ein frauenspezialisiertes Hilfesystem
angeboten und hat sich durch die besondere Nachfrage etabliert.
Im Bereich der ordnungsbehördlichen Unterbringungen ist eine frauenspezifische
Ausrichtung derzeit nur im Rahmen des Frauenwohnheimes Pallenbergstraße des
Internationalen Bundes möglich. Das Angebot wird federführend über das Amt für
Wohnungswesen belegt und gesteuert.
Eine Ausweitung besondere r Unterbringungsangebote für wohnungslose Frauen im
Rahmen der ordnungsbehördlichen Unterbringungen wird durch das Amt für Soziales und
Senioren angestrebt und forciert.
7 Positionspapier der BAGW vom Fachausschuss Frauen von Juni 2013
19
8. Arbeits- und Beschäftigungsangebote für wohnungslose Frauen
mit Leistungsbezug SGB II
Wohnungslose Frauen haben bei Vorliegen der Erwerbsfähigkeit über drei Stunden
arbeitstäglich grundsätzlich Ansprüche nach dem SGB II. Wohnungslosigkeit ist auf das
Vorliegen multipler Problemlagen zurückzuführen. In diesen Fällen ist eine unmittelbare
Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ohne vorangehende Fördermaßnahmen in aller
Regel ausgeschlossen. Daher werden für Menschen mit multiplen
Vermittlungshemmnissen im Bereich der kommunalen Eingliederungsmaßnahmen nach
§ 16 a SGB II Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen angeboten.
Ein konkretes Arbeitsangebot allein für wohnungslose Frauen ist nicht sinnvoll. Bestehende
Wohnungslosigkeit ist eine Rahmenbedingung, die die Vermittlung in Arbeit erschwert,
deren Ursache in persönlichen und sozialen Schwierigkeiten besteht, die im Rahmen von
Arbeitsangeboten berücksichti gt werden müssen. Für Frauen mit bestehenden
persönlichen und sozialen Schwierigkeiten stehen nachfolgende Angebote zur Verfügung.
Der Wendepunkt
Die Frauenberatungsstelle mit Standorten in Kalk, Mülheim und Porz -Finkenberg der
Diakonie Michaelshoven e.V. bietet Unterstützung für Migrantinnen un d von Gewalt
betroffene Frauen (teilweise Beratung auch in der Muttersprache).
Problemstellungen aus den Bereichen Wohnung, Verschuldung, Trennung, Gewalt sowie
Familie werden bearbeitet. Die Beratung zielt auf die Stabilisierung der psychosozialen
Gesamtsituation der Frauen und ihrer Familien ab und bietet Unterstützung bei der
Beseitigung von Vermittlungshemmnissen.
Casa Blanca
Casa Blanca ist eine Arbeitsgelegenheit für Frauen mit insges amt 30 Teilnahmeplätzen.
Das Beschäftigungsprojekt wird vom SkF e.V. angeboten.
Die dort beschäftigten Frauen weisen in aller Regel schwere Vermittlungshemmnisse auf
und bedürfen zur Heranführung an eine Erwerbsintegration erheblicher psychosozialer
Unterstützung.
Strickleiter I und Strickleiter II
Beide Angebote sind Projekte des SkF e.V. Köln.
Strickleiter I richtet sich an Opfer häuslicher Gewalt, bei denen die Folgen der zum Teil
über Jahre erlebten Gewalt zur Ausprägung von psychosozialen Vermittlungshemmnissen
geführt bzw. bestehende Vermittlungshemmnisse verstärkt haben.
Das Angebot funktioniert als Lotse hinein in das Hilfesystem, Strickleiter I stellt im Rahmen
des Case Managements sicher, dass die Opfer (und deren Kinder) die notwendigen und
möglichen Hilfen erhalten.
20
85% der Betroffenen leben mit mehreren Kindern zusammen. H äufig leiden sie unter
psychischen oder somatischen Erkrankungen, viele leben in ungesicherten
Wohnverhältnissen oder unter drohendem Wohnungsverlust.
Strickleiter II ist ein Angebot für Frauen mit ma ssiven Problemlagen, die einer Arbeits - oder
Beschäftigungsaufnahme entgegenstehen. Die Hilfen von Strickleiter II reichen von der
Existenzsicherung, der Sicherung der Wohnung und der psychischen und somatischen
Gesundheit der Klientinnen bis hin zur Stabi lisierung in der ersten Phase bei der Aufnahme
einer Maßnahme, einer Aus- oder Weiterbildung oder einer Beschäftigung.
FrauenLeben e.V.
Die Frauenberatungsstelle des gemeinnützigen Trägervereins FrauenLeben e.V. bietet
Beratung, Krisen - und Orientierungsg espräche, themenbezogene Gruppen, Beratung für
Angehörige sowie Vortrags - und Themenabende. Zu den Arbeitsschwerpunkten gehören
gestörtes Essverhalten (Magersucht, Bulimie, Binge Eating und Adipositas), Unterstützung
bei Gewalterfahrung (häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Stalking u.a.), Probleme in
der Familie und Partnerschaft, Trennung/ Scheidung, psychische Erkrankungen , wie
Depressionen, Ängste, u.a. berufsbezogene Problemlagen, Arbeitslosigkeit und deren
psychosoziale Folgen, Selbstwertprobleme u.v.m.
Arbeit sofort
Hinter diesem Projekt stehen der S KM e.V., der SkF e.V. und der Internationale Bund. Das
Projekt richtet sich an SGB II leistungsberechtigte Personen, die neben den komplexen
sozialen Problemen häufig von Wohnungslosigkeit betroffen sind und weder in
Beschäftigungsangebote noch in Integrationsjobs zu verm itteln sind. Ziel des Projektes ist
die Heranführung an Arbeit oder die Beschäftigung durch die Bereitstellung eines
niederschwelligen Tätigkeitsangebots. Die Stabilisierung der Teilnehmer soll über
persönliche und psychosoziale Beratung und Betreuung sowi e über alltagspraktische
Anleitung gelingen. Die Teilnehmer rekrutieren sich nur aus dem Personenkreis der
Wohnungslosen.
JobLotsen Reso
Die JobLotsen Reso, ein Angebot des Beruflichen Trainingszentrum Köln e.V., begleiten
Menschen ohne festen Wohnsitz. D ie Lotsen arbeiten in erster Linie aufsuchend. Mit ihrer
Unterstützung sollen bestehende Vermittlungshemmnisse erkannt und
Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, die schrittweise umgesetzt werden können. Die
Begleitung der Kunden zu Angeboten, Behörden, zu Ärzten und in Therapie nimmt den
Klienten Unsicherheit und Scheu und stärkt das Selbsthilfepotenzial des Einzelnen. Weitere
Stabilisierung und das Entwickeln von Eigenbemühungen sind Ergebnisse aus zahlreichen
Motivationsgesprächen.
Das Unterstützungsangeb ot der ResoLotsen steht wohnungslosen Männern und Frauen
zur Verfügung.
21
Gulliver und Lore
Die Arbeitsprojekte des Kölner Arbeitslosenzentrums KALZ e.V. richten sich an Menschen,
die meist ohne festen Wohnsitz sind und unter multiplen Problemlagen leiden wie Sucht,
Schulden, physische und psychische Einschränkungen. Die „Überlebensstation Gulliver“ ist
eine Anlaufstelle für Obdachlose und fungiert als Kommunikationszentrum. Das Projekt hat
eine Cafeteria, einen Waschsalon und einen Aufenthaltsraum. Das „LObby-REstaurant
LORE“ bietet ein Mittagessen an. Die Kunden arbeiten im Rahmen eines Stufenmodells in
den Beschäftigungsfeldern Reinigung, Hauswirtschaft, Gastronomie und im
kaufmännischen Bereich. Ziel ist die Übernahme der Kunden in ein befristetes
sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, das in den allgemeinen
Arbeitsmarkt münden soll. Um Beschäftigungsabbrüche zu vermeiden, findet intensive
Krisenintervention bei den Teilnehmern statt. Suchtproblematik und geringe
Frustrationstoleranz führen immer wieder zu Rückschlägen.
Zweiradwerkstatt 180°
Die Zweiradwerkstatt 180° wird seit dem 01. Juli 2002 in Kooperation zwischen der
Aidshilfe Köln e.V. und dem Internationalen Bund als Arbeitsprojekt geführt . Das Projekt
richtet sich an die Zielgru ppe der akut Drogengebrauchenden ab 18 Jahren, die ihren
Wohnort oder ihren ständigen Aufenthalt in Köln haben und Arbeitslosengeld II beziehen.
Die Zweiradwerkstatt 180° ist ein regulärer, bei der Handwerkskammer eingetragener
Zweiradbetrieb, der bewusst als offene Werkstatt mit Kundenkontakt konzipiert ist.
Die Zielgruppe besteht aus schwerst und akut drogenabhängigen Menschen, die durch
handwerkliche Tätigkeiten und sozialpädagogische Begleitung stabilisiert werden sollen, so
dass eine Beschäftigung erre icht werden kann. Das Projekt 180° ist hierbei das derzeit
einzige Beschäftigungs - und Qualifizierungsangebot mit dem Ansatz der akzeptierenden
Drogenarbeit. Das Arbeitsfeld einer Zweirad - bzw. Fahrradwerkstatt bietet der Zielgruppe
die Möglichkeit, ihre A rbeits- und Leistungsfähigkeit zu erproben und zu verbessern sowie
berufsbezogene Interessen und Fähigkeiten herausarbeiten zu können.
22
9. Kooperationsmodell zwischen Dorint Hotel und der
Obdachlosenhilfe „Die Brücke Berlin e.V.“
Hier ein ganz besonderes Beschäftigungsprojekt – insbesondere für wohnungslose Frauen.
Der Arbeitsmarkt ist für viele Wohnungslose auf direktem Wege schwer erreichbar.
Wohnungslose sind im Wettbewerb mit anderen Arbeitslosen nahezu chancenlos!
Einige Wohnungslose haben über dieses Beschäftigungsprojekt bereits eine Chance
erhalten. Die Kooperation des Dorint Hotels mit dem Dienstleistungszentrum ResoDienste
Köln hat eine eigene und ungewöhnliche Entstehungsgeschichte.
Seit 2010 wird über den Verein „Obdachlosenhilfe Die Brücke Berlin e.V.“ für das Amt für
Soziales und Senioren regelmäßig ein Handbuch über die Angebote für Wohnungslose in
Köln herausgegeben. Dieser Wegweiser hat bereits die vierte überarbeitete Auflage. Diese
Broschüre ist allen in der Arbeit mit wohnungslosen Menschen tätigen Trägern und
Organisationen eine hilfreiche Netzwerkhilfe.
Der Geschäftsführer des Vereines „ Obdachlosenhilfe Die Brücke e.V.“ fand in der
Geschäftsführung des Dor int Hotels einen Gesprächspartner, der bereit war, speziell
wohnungslosen Menschen, einen Arbeitsversuch zu ermöglichen.
Das Dorint Hotel bietet über den Einstieg einer geringfügigen Beschäftigung die
Möglichkeit, schrittweise den Einstieg ins Berufsleben zu testen und mögliche
Anschlussperspektiven (z.B. versicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung) zu
überprüfen.
23
10. Angebote für psychisch und suchtkranke Wohnungslose
Für psychische und suchtkranke Wohnungslose stellt das Gesundheitsamt nachfolgende
Angebote zur Verfügung . Diese kooperieren bei wohnungslosen Frauen insbesondere mit
den frauenspezifischen Angeboten und Trägern.
Mobiler Medizinischer Dienst (MMD)
Der MMD des Gesundheitsamtes bietet Sprechstunden in sozialen Einrichtungen der
Drogen-, Wohnungslosen - und Jugendhilfe an. Hier arbeiten Ärztinnen, Ärzte und
Krankenschwestern, die den Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben,
eine an gemessene medizinische Versorgung sichern, die nicht über eine ambulante
ärztliche Versorgung durch einen niedergelassenen Arzt/Ärztin erbracht wird.
Der MMD bietet in seinen Sprechstunden eine medizinische Gru ndversorgung unter
allgemeinmedizinischem Blickwinkel an. Frauen machen langjährig ca. 20% der vom MMD
betreuten Patienten aus.
Wenn möglich , wird eine Vermittlung in weiterführen de Hilfen angeboten und angestrebt.
Die Akzeptanz des Angebotes ist insgesamt gut. Bei der niederschwelligen Arbeit
hinsichtlich einer Weitervermittlung gestaltet sie sich sehr unterschiedlich, dabei für
Akutmaßnahmen (z.B. Vermittlung in eine Entgiftungsbehandlung) höher.
B.O.J.E
Die „B.O.J.E.“ – (Beratung und Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene) ist ein
umgebauter Linienbus, der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Kölner
Bahnhofsmilieu als niedrigschwellige Kontakt - und Anlaufstelle zur Verfügung steht. Das
Angebot leistet das Gesundheitsamt in Kooperation mit AUF ACHSE / KJSH e.V. und mit
Unterstützung durch das Amt für Soziales und Senioren.
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bieten vor Ort vertrauliche Beratungen zu allen
relevanten Themen an und vermitteln und begleiten in weiterführende Hilfs- und
Unterstützungsangebote. Ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit liegt auf der
Gesundheitsprävention, insbesondere der HIV -Prävention. Zudem werden Sprechstunden
des MMD durchgeführt.
Das „Aufsuchende Suchtclearing“ (ASC)
Das ASC im Gesundheitsamt ist kein unmittelbar „helferisches“ Angebot. Die Aufgabe ist
vielmehr, die bisher fehlende Anbindung der Klient/ -innen zwischen dem Hilfesystem und
dem Ordnungsbereich von Polizei und Ordnungsamt herzustellen. Als Bindeglied zwischen
diesen Bereichen leitet es Klient/ -Innen, für die Ordnungsmaßnahmen dr ohen oder die von
Ordnungsmaßnahmen bereits erfasst sind, zur Vermeidung oder zur Flankierung von
repressiv orientierten Vorgehensweisen in direkter Zusammenarbeit mit den
Ordnungsinstanzen zum Hilfesystem über. Vor diesem Hintergrund vermittelt das ASC de s
Gesundheitsamtes im Rahmen des Streetwork auch obdachlose, von Wohnungslosigkeit
bedrohte oder inhaftierte suchtkranke Frauen in das bestehende Kölner Suchthilfesystem.
Das Angebot des ASC wird von den betroffenen Frauen in der Regel gut angenommen.
24
11. Statistische Grundlagen
Um die Entwicklung der Wohnungslosigkeit auf Bundes, - Landes oder auf kommunaler
Ebene darstellen zu können, wurde auf folgende statistische Erhebungen oder Erfahrungen
zurückgegriffen:
• Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung NRW-Kurzanalyse 2015
• Berichtswesen Fachstelle Wohnen des Amtes für Soziales und Senioren
• Berichtswesen des Dienstleistungszentrums ResoDienste Köln des Amtes für Soziales
und Senioren
• Berichtswesen Jobcenter
25
12. Fazit/ Ausblick
Wohnungslose Frauen benötigen spezifische Hilfen, denn bei ihnen geht es oft darum,
Kreisläufe von Abhängigkeit und Gewalt zu durchbrechen. Häufig steht ihr
Wohnungsverlust im Zusammenhang mit Gewalterfahrungen in Partnerschaft und Familie
oder mit Beziehungskonflikten. Auch strukturelle Benachteiligungen von Frauen auf dem
Arbeitsmarkt führen oft zu einer wirtschaftlichen Abhängigkeit und erhöhen das
Armutsrisiko.
Frauen bemühen sich meist über lange Zeiträume, ihre Wohnungslosigkeit verdeckt zu
halten und wenden sich erst se hr spät an das öffentliche Hilfesystem. Häufiger als Männer
sind wohnungslose Frauen von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
betroffen und verhalten sich psychisch auffällig. Wohnungslose Frauen sind auf der Straße
zudem nicht nur von Gewalt, sondern auch von sexueller Belästigung besonders bedroht.
Angebote in der Wohnungslosenhilfe müssen daher gezielt die Bedürfnisse wohnungsloser
Frauen in den Blick nehmen , um deren besonderen B edarfen gerecht zu werden. Sie
müssen so konzipiert sein, dass si e die besonderen Lebenssituationen dieser Frauen
berücksichtigen. Schon seit Beginn der 1990er Jahre plant und baut daher die Stadt Köln
zusammen mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege frauenspezifische Angebote auf.
Unter Berücksichtigung der steige nden Zahlen von Wohnungslosen, insbesondere
wohnungsloser Frauen und der zunehmenden Wohnraumv erknappung, muss
insbesondere der Wohnungserhalt und die Wohnraumversorgung von Frauen verstärkt in
den Fokus der Wohnungslosenhilfe genommen werden.
Dieser Herausforderung muss mit neuen und innovativen Ideen der Wohn ungslosenhilfe
begegnet werden. Die derzeitige zunehmende Nachfrage auf dem sich verknappenden
Wohnungsmarkt, bedeutet insbesondere für Frauen einen oft jahrelangen Verbleib in den
Hilfsangeboten der Wohnungslosenhilfe , ohne Aussicht auf einen selbstbestimmten und
eigenverantwortlichen Wohnraum.
Die Verwaltung ist derzeit mit den Trägern der Wohlfahrtspflege und dem Ministerium für
Arbeit, Integration und Soziales NRW in Gesprächen zum Thema zukunftsweisender Hilfen
für wohnungslose Frauen, insbesondere zur Vermittlung in selbstbestimmten Wohnraum.
26
13. Anhang
Übersicht über die Beratungs - und Unterbringungsangebote für wohnungslose Frauen des
Amtes für Soziales und Senioren in Kooperation mit den Trägern der Wohlfahrtspflege:
Träger Diakonie Michaelshoven e.V.
Angebot Ambulante Begleitung für Frauen nach § 67 SGB XII
Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten im eigenen
Wohnraum
Platzanzahl
Adresse Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln
Telefonnummer 0221-99 56-43 00 und 0173-906 26 67
E-Mail AmBe@diakonie-michaelshoven.de
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Anstieg von Klientinnen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und
Alleinerziehenden. Schwerpunkt: Wohnungserhalt! (vermittelnde
Gespräche mit Vermietern, Einbeziehung Mieterverein, Unterstützung
bei Möbelbeschaffung, Klärung finanzieller Belange); Überschuldung.
Träger Diakonie Michaelshoven e.V.
Angebot
Elisabeth-Fry-Haus-
Stationäre Hilfe für Frauen nach § 67 SGB XII
Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten.
Platzanzahl 29 Plätze
Adresse Elisabeth-Fry- Haus, Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln
Telefonnummer 0221-99 56-43 00
E-Mail efh@diakonie-michaelshoven.de
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Weiterhin verstärkt psychische Belastungen und Erkrankungen und /
oder Suchtprobleme; mangelnde Wohnperspektive auf Grund von
Wohnraumverknappung; Verschuldung; enge Kooperation mit JVA;
Auseinandersetzung mit Thema: Transgender.
27
Träger Diakonie Michaelshoven e.V.
Angebot Notaufnahme
Zielgruppe Frauen, auch mit Kindern in akuten psychosozialen Notsituationen
und ohne Unterkunft nach § 67 SGB XII
Platzanzahl 8 Plätze
Adresse Elisabeth-Fry- Haus, Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln
Telefonnummer 0221-99 56-43 00
E-Mail aufnahme-efh@diakonie-michaelshoven.de
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Information und bei entsprechend formuliertem Bedarf
Weitervermittlung in weiterführende Hilfen; viele Frauen in sehr
schlechter psychischer und/oder physischer Verfassung mit deutlich
hohem Hilfebedarf.
Dauer der anhaltenden Wohnungslosigkeit stieg deutlich an.
Träger Diakonie Michaelshoven e.V.
Angebot Wohngruppe für Mütter mit Kindern nach § 67 SGB XII
Zielgruppe Frauen mit Kindern in besonderen sozialen Schwierigkeiten
Platzanzahl 6 Plätze für Frauen mit ihren Kindern
Adresse Diakonie Michaelshoven e.V., Die Sozialen Hilfen, Außenwohngruppe
für Frauen und Kinder
Loorweg 202, 51143 Porz-Zündorf
Telefonnummer 0221-99 56-4403
E-Mail awg-loorweg@diakonie-michaelshoven.de
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Vertiefung und Erweiterung des professionellen Netzwerkes am
neuen Standort Porz (Umzug in großzügige Immobilie Herbst 2015);
Absicherung der wirtschaftlichen Situation der alleinerziehenden
Mütter mit ihren Kindern - hoher Unterstützungsbedarf im Umgang mit
Behörden; Klärung von Betreuungssituationen.
28
Träger Diakonie Michaelshoven e.V.
Angebot Der Wendepunkt-
Fachberatungsstelle nach § 67 SGB XII
Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten
Platzanzahl
Adresse
Kalker Hauptstr. 247-273, 51103 Köln und
Bergisch-Gladbacher Str. 71, 51063 Köln
Telefonnummer 0221-99 56-4444
E-Mail wendepunkt@diakonie-michaelshoven.de
Homepage www.diakonie-michaelshoven.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
In der Fachberatung gemäß § 67 SGB XII im Wendepunkt wurden in
2016 vor allem die Themen häusliche Gewalt, prekäre
Wohnsituationen für Frauen und Kinder, psychische Krisen und
gesundheitliche Probleme behandelt. Näheres dazu finden Sie in
unserem ausführlichen Jahresbericht 2016.
29
Träger Diakonisches Werk Köln
Angebot Diakoniehaus Salierring - Ambulant Betreutes Wohnen nach § 67
SGB XII in einer Frauen- WG
Zielgruppe Das Betreute Wohnen im Außenwohnprojekt in Köln-Rath, richtet sich
an wohnungslose Männer und Frauen zwischen 21 und 65 Jahren,
bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen
Schwierigkeiten verbunden sind. Hierfür stellt die ev.
Kirchengemeinde Rath-Heumar dem Diakoniehaus Salierring ein
Wohnprojekt mit zwei Wohnungen zur Verfügung. Das Wohnprojekt
umfasst eine Wohngemeinschaft für Männer und eine für Frauen mit
jeweils drei Plätzen.
Im Wohnprojekt ist der Konsum von Alkohol und Drogen verboten.
Aus diesem Grund können keine Menschen im akuten Suchtprozess
aufgenommen werden. Auch ist eine Aufnahme von Personen, die
unter einer akuten psychischen Erkrankung leiden, insbesondere
dann, wenn die Notwendigkeit einer stationären psychiatrischen
Akutversorgung erkennbar ist, nicht möglich.
Die Arbeit im Betreuten Wohnen zielt darauf ab, die Schwierigkeiten
des Hilfesuchenden und deren Ursachen festzustellen sowie
Bereitschaft und Fähigkeiten zu fördern, um diese Schwierigkeiten zu
überwinden. Das Ziel aller Maßnahmen ist es, den betroffenen
Menschen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in
sozialer Sicherheit und größtmöglicher Unabhängigkeit von sozialen
Transferleistungen zu ermöglichen. Die Betreuten werden auf ein
selbstständiges Wohnen in einer eigenen Wohnung vorbereitet und
bei der Suche nach eigenem Wohnraum unterstützt.
Platzanzahl 3 Plätze
Adresse Salierring 19,050677 Köln
Telefonnummer 0221-0221-276970-17 (ASP: Sonja Walbert)
E-Mail sonja.walbert@diakonie-koeln.de
Homepage http://www.diakonie-koeln.de/angebote/wohnungslose/diakoniehaus-
salierring/ambulant-betreutes-wohnen/
Kurzer
Jahresbericht
2016
Wie bereits in den Jahren zuvor, war die Frauen-WG auch in 2016
zeitweise unterbelegt. Unseren Erfahrungen nach bevorzugen
Frauen, bei Wahlmöglichkeit, die Unterbringung in
gemischtgeschlechtlichen Wohngemeinschaften.
30
Träger HiK- Heimatlos in Köln e.V.
Angebot Notfallhilfe, Selbsthilfegruppe, Einzelfallhilfe, Patenschaften
Zielgruppe Wohnungs- und obdachlose Frauen
Platzanzahl Zwei Gruppen mit max. zehn Teilnehmerinnen
Adresse Topsstr. 10a, 51063 Köln
Telefonnummer 0221-82 82 20 63
E-Mail hik-heimatlos@gmx.de
Homepage www.hik-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
In 2016 befanden sich acht Frauen in der Einzelfallhilfe, der
Betreuungszeitraum variierte zwischen 14 Tagen und einem ¾ Jahr.
Es fanden wöchentliche Selbsthilfegruppen mit max. zehn
Teilnehmerinnen statt. Es wurden mehrere Frauen im Rahmen der
Betreuung in eigenen Wohnraum und / oder in betreute
Wohnhilfeeinrichtungen übergeleitet. Darüber hinaus erhielt der
Verein Sachspenden in Höhe von etwa 18.000 €. Diese wurden nach
Bedarf vermittelt und selbst ausgegeben in Höhe von etwa 9.000 €.
31
Träger Internationaler Bund- IB West gGmbH
Angebot
Wohnheim für Frauen
Zielgruppe Volljährige, wohnungslose Frauen mit und ohne Kindern
Platzanzahl Bis zu 28 Frauen mit 14 Kindern
Adresse Pallenbergstr. 24, 50737 Köln
Telefonnummer 0221- 74 68 41
E-Mail Frauenwohnheim-koeln@internationaler-bund.de
Homepage www.internationaler-bund.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 23 Kinder betreut, dabei stieg
der Anteil der Frauen mit Säuglingen und Kleinkindern deutlich an.
Der Anteil der älteren Frauen hat zugenommen. Viele Bewohnerinnen
haben einen Migrationshintergrund. Es gab wenige Auszüge aufgrund
des knappen, bezahlbaren Wohnraums in Köln.
32
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Angebot Aufbruch-
Ambulante Begleitung wohnungsloser Frauen nach § 67 SGB XII
Zielgruppe Wohnungslose Frauen
Platzanzahl
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln
Telefonnummer 0221-12 69 50
E-Mail aufbruch@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Jahr 2016 wurden insgesamt 52 Frauen durch „Aufbruch“ begleitet
und betreut.
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Angebot Bewo 67-
Ambulante Hilfen zum selbstständigen Wohnen für Frauen nach § 67
SGB XII
Zielgruppe Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen
Platzanzahl
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln
Telefonnummer 0221-12 69 50
E-Mail bewo@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
2016 gab es 23 Neuanfragen von Frauen, die in das Betreute
Wohnen aufgenommen werden wollten.
Bei 13 Frauen kam es über diese erste Anfrage hinaus zu keinem
weiteren Kontakt.
10 Frauen konnten sich auf ein ausführliches Erst - und
Klärungsgespräch einlassen, worauf sich acht Frauen für eine
Unterstützung durch das Betreute Wohnen entschieden. Davon
wurden vier Frauen im „Haus Mer“ und zwei Frauen in der „WG
Georgstraße“ aufgenommen. Zwei Frauen lebten zum Zeitpunkt der
Aufnahme in „Bewo § 67“ in eigenem Wohnraum und wurden dort
durch Hausbesuche begleitet.
33
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Angebot Comeback-
Notschlafstelle
Zielgruppe Wohnungslose Frauen, Tiere erlaubt
Platzanzahl 9 Plätze
Adresse Mauritiussteinweg 77, 50676 Köln
Telefonnummer 0221-12 69 5-210
E-Mail comeback@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Comeback gab es im Jahr 2016 bei 150 Besucherinnen 3.285
Übernachtungen. Im Rahmen der Winterhilfe wurde das Platzangebot
um zwei Plätze aufgestockt. Im Rahmen der Winterhilfe wurden 92
Übernachtungen angenommen.
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Angebot Café Auszeit-
Kontakt- und Beratungsstelle nach § 67 SGB XII
Zielgruppe Wohnungslose Frauen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen
Platzanzahl
Adresse Mauritiussteinweg 77, 50676 Köln
Telefonnummer 0221-12 69 5-310
E-Mail cafe-auszeit@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
2016 besuchten 464 Frauen das „Café Auszeit“, darunter nutzten 388
Frauen das Angebot erstmals.
Die Zahl der persönlichen und telefonischen Beratungskontakte lag
bei 5.460.
34
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Angebot Café Auszeit Schäl Sick-
Kontakt- und Beratungsstelle nach § 67 SGB XII
Zielgruppe Wohnungslose Frauen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen
Platzanzahl
Adresse Buchheimer Str. 36, 51063 Köln
Telefonnummer 0221- 94 69 624
E-Mail cafe-auszeit.schaelsick@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
2016 besuchten 215 Frauen das „Café Auszeit Schäl Sick“, darunter
nutzten 132 Frauen das Angebot erstmals.
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Angebot Strickleiter II-
Psychosoziale Betreuung von Frauen mit Vermittlungshemmnissen
nach §16 Abs. 2 SGB
Zielgruppe
Frauen mit Vermittlungshemmnissen,
zugewiesen über das JobCenter
Platzanzahl
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln
Telefonnummer 0221- 12 69 50
E-Mail strickleiterII@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Jahr 2016 gab es 327 neue Zuweisungen durch die
Integrationskräfte.
35
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Angebot Quartier 67-
Eigenständiger Wohnraum
Zielgruppe Ältere, wohnungslose und wohnfähige Frauen
Platzanzahl 3 Plätze
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln
Telefonnummer 0221- 12 69 50
E-Mail seniora@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Jahr 2016 bezogen 3 Frauen ihre eigenen Appartement im
Quartier 67.
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Angebot Respekt-
Ambulante Hilfen zum selbstständigen Wohnen
Zielgruppe Nach § 53 SGB XII psychisch kranke/ auffällige und nach § 67 SGB
XII wohnungslose Frauen
Platzanzahl
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln
Telefonnummer 0221- 12 69 50
E-Mail respekt@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Jahr 2016 wurden 25 Frauen durch „Respekt“ begleitet und
betreut.
36
Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Angebot Sen(i)ora-
Ambulante Begleitung wohnungsloser und/ oder psychisch kranker
Frauen nach §§53,67 SGB XII
Zielgruppe Wohnungslose und/ oder psychisch kranke Frauen nach §§ 53, 67
SGB XII
Platzanzahl
Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln
Telefonnummer 0221- 12 69 50
E-Mail seniora@skf-koeln.de
Homepage www.skf-koeln.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Jahr 2016 wurden insgesamt 14 Frauen durch „Sen(i)ora“
begleitet.
37
Träger Vinzentinerinnen
Angebot
Haus Rosalie
Betreutes Wohnen und Notaufnahme
Zielgruppe Frauen und Mütter mit Kindern in akuter Notlage gem. § 67 SGB XII
Platzanzahl 7 Plätze im Betreuten Wohnen; 3 Plätze Notaufnahme
Adresse Gocher Str. 45, 50733 Köln
Telefonnummer 0221- 97 30 88 88
E-Mail haus-rosalie@vinzentinerinnen.de
Homepage www.vinzentinerinnen.de
Kurzer
Jahresbericht
2016
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 17 Klientinnen betreut
(Notaufnahme: 8 Frauen, Betreutes Wohnen: 9 Frauen).
In der Notaufnahme wird intensiv der individuelle Bedarf geprüft und
realistische Perspektiven besprochen, so dass die Bedarfsermittlung
häufig eine Verlängerung des Aufenthaltes erfordert. Die Weiter-
vermittlung ist daher immer sehr vielfältig; im vergangenen Jahr wurde
eine Klientin in eine Pflegeeinrichtung nach einem Schlaganfall
vermittelt; eine Klientin zu einem anderen Träger, eine Klientin
benötigte einen längeren Aufenthalt in der Psychiatrie, eine Klientin
zog zu ihrem Freund, eine Klientin verließ ungeplant unsere
Einrichtung und bei zwei Frauen wurde der Aufenthalt in der
Notaufnahme soweit verlängert, bis ein Platz hier in der Einrichtung im
Betreuten Wohnen frei wurde.
Im Betreuten Wohnen gab es nur wenig Fluktuation; es gab vier
Neuaufnahmen und vier Auszüge; insgesamt wurden neun
Klientinnen betreut. Die Altersstruktur war sehr gemischt, die
Klientinnen waren zwischen Ende 20 und 65 Jahre alt; die
Aufenthaltsdauer in unserer Einrichtung lag in der Regel zwischen
fünf und 15 Monaten, wobei eine Klientin 38 Monate in unserer
Einrichtung lebte, dann aber Anfang 2016 eine Wohnung gefunden
hat.
Der Großteil der Klientinnen war vor der Aufnahme in unserem Haus
schon seit längerem wohnungslos und hatte sich zumeist bei der
Familie oder beim Freund aufgehalten; eine Klientin wurde von der
Krankenwohnung in unser Haus vermittelt, in allen Fällen kam der
Kontakt über einen anderen sozialen Träger zustande.
Die Klientinnen hatten einen hohen Unterstützungsbedarf; zu nennen
sind hier insbesondere Probleme bei der Erledigung von Formalitäten,
Regelung von Schuldenangelegenheiten, Entwicklung beruflicher
Perspektiven, Klärung von familiären Angelegenheiten, Einüben einer
geregelten Tagesstruktur, usw.
Das Ziel unserer Arbeit ist die Bewältigung aller erforderlichen
Bereiche des Alltags, um ein selbstständiges und
eigenverantwortliches Leben führen zu können, gegebenenfalls mit
weiterer Unterstützung.
Mitteilung Ausschuss
1224 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/502/7 Vorlagen-Nummer 24.08.2017 2223/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 07.09.2017 Mitteilung zur Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der Stadt Köln Erstmalig 2016 legte die Sozialverwaltung für das Jahr 2015 einen Bericht über die Situation woh- nungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in Köln vor. Der Bericht wurde durch die Mitglieder des Ausschusses positiv zur Kenntnis genommen. In der anschließenden Erörterung in der Stadtarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenpolitik wurde die Verwaltung gebeten, diesen Bericht für die Folgejahre fortzuschreiben und an die aktuellen Entwicklungen anzupassen. Unter Einbindung der Träger der Wohlfahrtspflege, die Angebote für wohnungslose Frauen vorhalten, wurde der Bericht im Aufbau strukturell verändert. Darüber hinaus wurden frauenspezifische Gesichtspunkte zu den Themen: ältere Wohnungslose, Wohnungslose mit Kindern, psychisch kranke Wohnungslose, Gesundheit und Arbeit zusätzlich auf- genommen und ein Anhang erstellt, der die frauenspezifischen Angebote in einem Kurzprofil zusam- menfasst. gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2223/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 24.08.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27