"Die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der Stadt Köln"
Mitteilung Ausschuss 2223/2017 vom 24.08.2017
Stand: Am 07.09.2017 im Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/502/7 Vorlagen-Nummer 24.08.2017 2223/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 07.09.2017 Mitteilung zur Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der Stadt Köln Erstmalig 2016 legte die Sozialverwaltung für das Jahr 2015 einen Bericht über die Situation woh- nungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in Köln vor. Der Bericht wurde durch die Mitglieder des Ausschusses positiv zur Kenntnis genommen. In der anschließenden Erörterung in der Stadtarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenpolitik wurde die Verwaltung gebeten, diesen Bericht für die Folgejahre fortzuschreiben und an die aktuellen Entwicklungen anzupassen. Unter Einbindung der Träger der Wohlfahrtspflege, die Angebote für wohnungslose Frauen vorhalten, wurde der Bericht im Aufbau strukturell verändert. Darüber hinaus wurden frauenspezifische Gesichtspunkte zu den Themen: ältere Wohnungslose, Wohnungslose mit Kindern, psychisch kranke Wohnungslose, Gesundheit und Arbeit zusätzlich auf- genommen und ein Anhang erstellt, der die frauenspezifischen Angebote in einem Kurzprofil zusam- menfasst. gez. Dr. Rau -
Bericht_2016_Finalfassung_18.07.2017 2
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Die Oberbürgermeisterin Amt für Soziales und Senioren Juli 2017 Berichtsjahr 2016 Die Situation wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen in der Stadt Köln Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung ................................................................................................................................. 1 2. Wohnungslosigkeit bei Frauen ............................................................................................. 2 2.1 Hintergründe der Wohnungslosigkeit bei Frauen .................................................................. 2 2.2 Statistische Daten über Wohnungslosigkeit bei Frauen ...................................................... 2 2.2.1 Struktur der Altersgruppen der wohnungslose Frauen in NRW am 30.06.2016 ...... 3 2.2.2 Altersgruppen der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten wohnungslosen Frauen ............................................................................................................... 3 2.2.3 Haushaltsstruktur der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten Frauen . 3 2.2.4 Altersgruppen der wohnungslosen Frauen bei freien Trägern .................................... 4 2.2.5 Haushaltsstruktur der wohnungslosen Frauen bei den freien Trägern ...................... 4 2.2.6 Art der Unterkunft von wohnungslosen Frauen bei freien Trägern ............................. 4 2.3. Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen lt. der Wohnungsnotfallberichtserstattung des Landes NRW/ Situation in Köln ............................................................................................... 5 2.3.1 Darstellung der Gesamtzahl der kommunal und bei freien Trägern untergebrachten/betreuten Wohnungslosen ............................................................................ 5 2.3.2 Darstellung der kommunalrechtlichen Unterbringung oder bei freien Trägern ......... 5 2.3.3 Wohnungslose Frauen in Köln, die auf der Straße leben............................................. 6 3. Frauenspezifische Gesichtspunkte in der Arbeit mit wohnungslosen Frauen ............. 7 3.1 Wohnungslose Frauen mit Kindern oder schwangere wohnungslose Frauen ................. 7 3.2 Psychisch erkrankte wohnungslose Frauen .......................................................................... 8 3.3 Ältere wohnungslose Frauen ................................................................................................... 9 4. Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach dem SGB II und SGB XII ............... 10 4.1 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB II .................................................. 10 4.2 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB XII (Drittes und Viertes Kapitel ) ........................................................................................................................................................... 11 5. Versorgung wohnungsloser Frauen in Köln .................................................................... 12 6. Vermeidung von Wohnungslosigkeit – Prävention ......................................................... 13 7. Das Kölner Hilfesystem für Wohnungslose ...................................................................... 14 7.1 Angebotsverteilung der Hilfen im städtischen Raum .......................................................... 16 7.2 Auslastung und Annahme der Angebote durch Frauen ..................................................... 18 8. Arbeits- und Beschäftigungsangebote für wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug SGB II ............................................................................................................. 19 9. Kooperationsmodell zwischen Dorint Hotel und der Obdachlosenhilfe „Die Brücke Berlin e.V.“ ................................................................................................................................. 22 10. Angebote für psychisch und suchtkranke Wohnungslose .......................................... 23 11. Statistische Grundlagen .................................................................................................... 24 12. Fazit/ Ausblick ..................................................................................................................... 25 13. Anhang ................................................................................................................................. 26 1 1. Einleitung Das Sozialamt hat erstmalig 2015 einen Beri cht zur Situation wohnungsloser Frauen erstellt. Dieser Bericht wird nun jährlich aktualisiert und in einem Arbeitskreis, indem Träger der Wohnungslosenhilfe vertreten sind, erarbeitet. In diesem Bericht werden auch für das Jahr 2016 Bedarfe und Entwicklungen für wohnungslose Frauen dargestellt. Die Folgen von Wohnungslosigkeit sind ausreichend erforscht. Dennoch ist es erforderlich , bei der Entwicklung der Wohnungslosigkeit die Situation von wohnungslosen Frauen und wohnungslosen Frauen mit Kindern besonders in den Blick zu nehmen. Wohnungslosigkeit bei Frauen hat vielfältige Formen und muss anders betrachtet und bewertet werden, als bei wohnungslosen Männern. Neben den wohnungslosen Frauen, die auf der Straße leben, halten sich eine nicht unerhebliche Anzahl von Frauen in der verdeckten Wohnungslosigkeit auf. Hierbei leben sie bei Freunden/Freundinnen, Partnern oder Partnerinnen, ohne einen eigenen Mietvertrag zu besitzen. Neben dieser verdeckten Wohnungslosigkeit ver bleiben Frauen häufig in gewaltgeprägten Beziehungen oder in finanziellen Abhängigkeitsbeziehungen, wenn sie sich den Erhalt einer eigenständigen Wohnung nicht zutrauen. In diesen Abhängigkeitsbeziehungen droht die Wohnungslosigkeit. Soweit Wohnungslosigkeit von Frauen andere Erscheinungsformen oder frauenspezifische Bedarfe aufweist, ist die Wohnungslosenhilfe aufgefordert, sich entsprechend bedarfsgerecht auszurichten und Angebote und Standards zu entwickeln. Dieser Bericht bietet die Grundlage das Hilf esystem für wohnungslose Frauen in Köln zu analysieren, die bestehenden Hilfsangebote zukunftsfähig anzupassen und neue Bedarfslagen zu erkennen. 2 2. Wohnungslosigkeit bei Frauen 2.1 Hintergründe der Wohnungslosigkeit bei Frauen Die Gründe für den Eintritt von Wohnungslosigkeit bei Frauen sind überwiegend mietwidriges Verhalten, Mietschulden, Arbeitslosigkeit, Trennung, Vereinsamung, Krankheit und Überforderung. Insbesondere aufgrund der schlechteren Einkommenssituation sind Frauen bei Trennungen häufiger von Wohnungslosigkeit bedroht, da sie aufgrund ihrer eigenen Einkommenssituation die Wohnung nicht mehr finanzieren können. Bei Eintritt von Wohnungslosigkeit leiden Frauen verstärkt unter Scham - und Versagungsgefühlen und versuchen ihre Not und ihre Wohnungslosigkeit zu verbergen. Zur Behebung der Wohnungslosigkeit suchen sie in aller Regel nicht die Regelangebote der ordnungsbehördlichen Unterbringungen (gewerbliche Einfachstunterkünfte) auf. Diese gewerblichen Einfachstunterkünfte werden geschlech tergemischt belegt. Von derzeit 511 belegten OBG-Unterkunftsplätzen werden jedoch nur 87 Plätze durch Frauen in Anspruch genommen (17 %). Hingegen zeigt die Belegung des Frauenwohnheimes Pallenbergstraße vom Internationalen Bund (IB West gGmbH) eine hohe Auslastung. Da die ordnungsbehördlichen Angebote , die geschlechtergemischt belegt werden, von wohnungslosen Frauen nur wenig genutzt werden, plant die Fachstelle Wohnen des Amtes für Soziales und Senioren , weitere, speziell für wohnungslose Frauen geeignete ordnungsbehördliche Unterbringungsangebote zu schaffen. Ihre Wohnungslos igkeit verdecken Frauen oftmals, indem sie bei Freunden, Verwandten oder Bekanntschaften unterkommen. Häufig wechselnde unsichere Unterkünfte sind damit kennzeichnend für die Lebenslagen wohnungsloser Frauen.1 2.2 Statistische Daten über Wohnungslosigkeit bei Frauen Die konkrete Entwicklung der Wohnungslosigkeit bei Frauen kann nicht speziell für die Region Köln dargelegt werden. Vielmehr ist hierbei auf die Wohnungsnotfallberichterstattung des MAIS NRW Berichtsjahr 201 6 zurückzugreifen, die landesweit Statistikdaten über die Anzahl der Wohnungslosen , unterteilt nach Einzelpersonen, Haushalten sowie die Geschlechterverteilung und Altersstruktur, erfasst. Die statistischen An gaben in NRW und in Köln basieren auf der Wohnungsnotfallstatistik des MAIS NRW. Die Wohnungsnotfallstatistik NRW erfasst alle Menschen, die über keinen eigenen mietvertraglich abgesicherten Wohnraum verfügen und durch die zuständigen Dienststellen (Wohnungsamt und Amt für Soziales und Senioren) untergebracht sind. Aus dieser Statistik ergibt sich nicht die Anzahl der Menschen, die sich auf der Straße aufhalten bzw. auf der Straße schlafen. 1 Siehe dazu auch Positionspapier der BAG Wohnungslosenhilfe „Frauen in Wohnungslosigkeit und Wohnungsnot, Stand Juni 2012 3 2.2.1 Struktur der Altersgruppen der wohnungslose Frauen in NRW am 30.06.2016 Von – bis; unter… Jahre Gesamtzahl in % Prozent Frauen Prozent Männer Unter 18 8,3 15,0 5,9 18 – 21 6,2 7,9 5,6 21 – 25 10,8 10,2 10,9 25 – 30 12,2 9,8 13,1 30 – 40 19,7 16,5 20,9 40 – 50 17,5 16,1 18,0 50 – 65 19,6 17,8 20,2 über 65 5,8 6,7 5,4 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 5 2.2.2 Altersgruppen der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten wohnungslosen Frauen Von – bis; unter…Jahren Gesamtzahl Anzahl Frauen Prozent Frauenanteil Unter 18 1.966 941 23,1 18 – 21 529 205 5,0 21 – 25 743 230 5,6 25 – 30 880 269 6,6 30 – 40 1.682 558 13,7 40 – 50 1.850 667 16,4 50 – 65 2.352 822 20,2 über 65 884 379 9,3 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 6 2.2.3 Haushaltsstruktur der kommunal und ordnungsrechtlich untergebrachten Frauen Haushaltsstruktur Gesamtzahl in Prozent Prozent Frauenanteil Alleinstehende 73,6 16,3 Alleinstehende mit Kind(er) 5,1 4,4 Paare mit Kinder 14,4 7,2 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 8 4 2.2.4 Altersgruppen der wohnungslosen Frauen bei freien Trägern Von – bis; unter…Jahren Gesamt Anzahl Frauen Prozent Frauenanteil Unter 18 38 19 0,8 18 – 21 968 303 12,9 21 – 25 1.863 428 18,2 25 – 30 2.082 361 15,4 30 – 40 3.095 501 21,3 40 – 50 2.396 366 15,6 50 – 65 2.393 319 13,6 über 65 519 53 2,3 ohne Altersangaben 54 20 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 10 2.2.5 Haushaltsstruktur der wohnungslosen Frauen bei den freien Trägern Haushaltsstruktur Gesamtzahl in Prozent Prozent Frauenanteil Alleinstehende 89,0 78,1 Alleinstehende mit Kind(er) 3,2 8,4 In Partnerschaft lebend ohne Kind(er) 3,0 6,6 In Partnerschaft lebend mit Kind(er) 2,3 4,5 In sonstigen Mehrpersonenhaushalten lebend 2,6 2,4 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 12 2.2.6 Art der Unterkunft von wohnungslosen Frauen bei freien Trägern Art der Unterkunft Gesamtzahl in Prozent Prozent Frauenanteil Bei Bekannten 34,9 43,9 In der Facheinrichtung 30,3 20,7 Not-/Ersatzunterkunft 9,6 9,5 Familie/Partner 14,5 16,9 Sonstiges 2,4 2,9 Ohne Unterkunft 8,3 6,2 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 13 5 2.3. Gesamtzahl der wohnungslosen Menschen lt. der Wohnungsnotfallberichtserstattung des Landes NRW/ Situation in Köln Die Entwicklung der wohnungslosen und untergebrachten Menschen in Köln wird in der Wohnungsnotfallberichterstattung NRW über die Darstellung der Gesamtanzahl kommunal und ordnungsbehördlich oder bei freien Trägern untergebrachten Menschen dargestellt. 2.3.1 Darstellung der Gesamtzahl der kommunal und bei freien Trägern untergebrachten/betreuten Wohnungslosen Jahr Anzahl der untergebrachten/betreuten Personen 2016 4.871 2015 4.683 2014 4.584 2013 4.374 2012 4.242 2011 3.655 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 17 Erläuterung Bei den kommunal und ordnungsbehördlichen Unterbringungen handelt es sich um gewerbliche OBG- Unterkünfte, Obdachlosenheime oder ordnungsbehördliche Beschlagnahmungen. Bei den Trägern der Wohnungslosenhilfe handelt es sich um betreute Wohnprojekte, deren Zielsetzung es ist, soziale Schwierigkeiten zu beseitigen oder zu mildern, damit perspektivisch eine reguläre Unterbringung oder Wohnungsversorgung möglich ist. 2.3.2 Darstellung der kommunalrechtlichen Unterbringung oder bei freien Trägern Jahr Gesamt davon Kommunal nach OBG davon bei freien Trägern 2016 4.871 4.054 817 2015 4.683 3.736 947 2014 4.584 3.423 1.161 2013 4.374 3.405 969 2012 4.242 3.582 660 2011 3.655 3.214 441 Quelle: Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung 2016 in Nordrhein-Westfalen-MAIS NRW, Seite 17 6 2.3.3 Wohnungslose Frauen in Köln, die auf der Straße leben Die Zahl der wohnungslosen Frauen in Köln, die das Regelangebot ablehnen und auf der Straße leben, kann nur geschätzt werden. In Köln leben schätzungsweise insgesamt 200 Menschen, die das Regelangebot ablehnen oder nur sporadisch annehmen und auch kein Alternativangebot einer Unterkunftsmöglichkeit haben. Ausgehend von einem Geschlechterverhältnis von ca. 25 % Frauen und 75 % Männer leben somit rd. 50 Frauen auf der Straße. Jedoch muss eine deutlich höhere Dunkelziffer bei Frauen angenommen werden, da viele Frauen ihre Wohnungslosigkeit verschweigen oder ungesicherte Wohnverhältnisse, z.B. durch Einzug bei einem neuen Partner, eingehen. Gesicherte Daten über die Situation wohnungslose r Frauen kann über den Leistungsbezug von Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II und SGB XII gemacht werden (siehe Punkt 4). 7 3. Frauenspezifische Gesichtspunkte in der Arbeit mit wohnungslosen Frauen 3.1 Wohnungslose Frauen mit Kindern oder schwangere wohnungslose Frauen Wohnungslose Müt ter haben wohnungslose Kinder –oder: Kinder in der besonderen Lebenslage Wohnungsnot. Bezogen auf die Gesamtgruppe der im Jahr 2014 in Deutschland wohnungslosen Personen schätzt die BAGW die Zahl der Kinder und minderjährigen Jugendlichen auf 9 % (29.000). Diese Zahlen beziehen sich vor allem auf Kinder und Jugendliche, die gemeinsam mit ihren wohnungslosen Eltern leben. Zu Kindern in prekären Wohnverhältnissen oder alleinlebenden Kindern ohne feste Unterkunft gibt es keine gesicherten Zahlen. Allen gemein ist Armut und dadurch bedingte geringe soziale Teilhabemöglichkeit. Das Recht auf Wohnung in Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ändert daran nichts; auch nicht Absatz 2, der expli zit den sozialen Schutz auch für Kinder hervorhebt. Welche Folgen hat Wohnungslosigkeit für Kinder? Unangemessene Wohnverhältnisse , Zwangsräumungen und Wohnungslosigkeit haben gravierende negative Auswirkungen auf das Aufwachsen, die Entwicklung, die Bildungschancen, die Gesundheit und das persönliche Sicherheitsempfinden von Kindern. Auch die „verdeckte Wohnungslosigkeit“, in die sich Frauen mit ihren Kindern immer wieder begeben, beeinträchtigt die gesunde Entwicklung von Kindern. Laut vorliegenden Studie n in den Niederlanden wirken sich besonders die Zwangsräumungen verheerend auf Kinder aus (Depressionen, Angstzustände). Mit Eintritt der Wohnungslosigkeit gehen schulische Leistungen signifikant zurück. Kinder, die zeitweise getrennt von ihren Eltern unte rgebracht werden, haben ein doppelt so hohes Risiko, als Erwachsene erneut wohnungslos zu werden, wie Kinder, die keine Trennung erlebt haben. Besonders nachhaltig auf das gesamte weitere Leben dieser Kinder wirken sich die Ausgrenzungs- und Diskriminierun gserfahrungen und der erschwerte Zugang zu formaler Bildung aus. Fehlende Schul - und in der Folge Berufsausbildung und psychische Beeinträchtigungen sind im Erwachsenenalter nur schwer auszugleichen.2 In der Arbeit mit wohnungslosen Frauen ist es dabei zw ingend erforderlich , neben den klassischen Themen der Hilfen gem. § 67 SGB XII Schwerpunkte zu bearbeiten, die eng mit der Situation von Alleinerziehenden oder mit der Situation von Schwangeren verknüpft sind: Das beinhaltet die Unterstützung bei der Geburtsvorbereitung/Nachsorge, der Gesundheitsfürsorge der Kinder, der Beantragung von Kindergeld oder Unterhaltsvorschuss, die Vermittlung von Kindergarten - bzw. Schulplätzen , die Beratung zum Umgangsrecht mit Vätern und die Motivation zu verantwortungsvollem, entwicklungs - orientiertem Umgang mit dem Kind. 2 Wohnungslos, 58. Jahrgang, 3. Quartal Nr.3/2016 8 3.2 Psychisch erkrankte wohnungslose Frauen In den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe zeigt sich seit Jahren über alle Altersgruppen hinweg ein steigender Anteil von Frauen mit m assiven psychischen Auffälligkeiten/ Erkrankungen. Die Erfahrungen in den Kölner Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe für Frauen decken sich mit den Erkenntnissen verschiedener Studien, wie der sogenannten SEEWOLF - Studie, die 2014 veröffentlicht wurde.3 Laut dieser Studie „ haben 22,9% der Untersuchten genau eine Achse -I- Lebenszeitdiagnose4, 31,8% eine Doppeldiagnose sowie 38,6 % drei und mehr psychiatrische Diagnosen (bis zu sieben). Insofern ist auch eine hohe psychiatrische Komorbidität festzustellen.“5 44,9% der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zeigten keine Achse II Störungen (Persönlichkeitsstörungen), 34,7% eine und 20,3% der Probanden erfüllten bei der SEEWOLF-Studie die diagnostischen Indikatoren für mehrere – bis zu sechs – Persönlichkeitsstörungen. Bestehende s omatische und psychische Erkrankungen verschlimmern sich durch das Leben auf der Straße oder in unsicheren Wohnverhältnissen . Häufig sind sie Auslöser für Obdachlosigkeit, weil es Frauen aufgrund der Erkrankung nicht mehr möglich i st, ihre Wohnung, Arbeit und ein soziales Umfeld zu erhalten. In anderen Fällen löst das Leben in der Wohnungslosigkeit oder in einer unsicheren Wohn - und Lebenssituation psychische Auffälligkeiten/ Erkrankungen aus bzw. verstärkt diese. Die SEEWOLF-Studie besagt außerdem , dass 80% der Befragten unter einer Suchterkrankung leiden . Eine adäquate Behandlung ihrer psychischen Erkrankungen/Suchterkrankungen erhält laut der Münchner Studie aber nur etwa ein Drittel der Befragten. 6 Bei einem Teil der Frauen, die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Köln betreut werden, liegen Diagnosen vor, in anderen Fällen kann aufgrund der Auffälligkeiten nur eine Erkrankung vermutet werden. Fehlende Krankheitseinsicht, geringe eigene Ressourcen, mangeln de Unterstützung durch oder ein fehlendes soziales und familiäres Stützsystem, selbst gewählte Isolation oder gesellschaftliche Segregation erschweren es ihnen, Hilfe anzunehmen bzw. erfordern vor der Annahme von Hilfe Vertrauensaufbau und die Zusicherung einer längerfristigen Begleitung. Viele Frauen empfinden Aufenthalte in Krankhäusern, Suchtkliniken oder Psychiatrien als Zwangsmaßnahmen, was die Annahme weiterer Hilfen zusätzlich erschwert und sicherlich neben der Unstetigkeit des Lebens auf der Straße auch ein Grund für eine unzureichende medizinische Verso rgung der bestehenden psychischen Erkrankungen bzw. Suchterkrankungen ist. 3 Brönner, M., Baur, B., Pitschel-Walz, G., Jahn, T., Bäuml, J.: Seelische Erkrankungsrate in den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe im Großraum München. Kooperation des Klinikums rechts der Isar München mit der Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe München und Oberbayern, dem Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, dem Bezirk Oberbayern, dem Katholischer Männerfürsorgeverein München e.V. und der Landeshauptstadt München, München 2014. 4 Psychiatrische Erkrankungen außer Persönlichkeitsstörungen 5 Vergleiche Zusammenfassung der Studie, S. 7, http://www.mri.tum.de/node/2685 6 Vgl. http://www.mri.tum.de/node/2685 9 3.3 Ältere wohnungslose Frauen Die Zahl der vorgealterten, älteren und alten Frauen in der Wohnungslosenhilfe steigt seit Jahren auf niedrigem Niveau beständig an. Grund hierfür ist die bessere medizinische Versorgung, die z.B. auch suchtkranken Frauen ein längeres (Über)-Leben ermöglicht. Aber auch die zunehmende Zahl von alleinlebenden Frauen, die in höherem Alter aufgrund nachlassender Gesundheit oder Überforderung mit der Re gelung alltagspraktischer Themen (Mietschu lden, andere Verbindlichkeiten ) ihre Wohnung verlieren oder aufgeben müssen, sorgen für eine Zunahme von Betroffenen. Vorgealterte, ältere und alte Frauen zeigen z.T. psychische Auffälligkeiten/Erkrankungen, vor a llem aber somatische Erkrankungen, die auf das lange Leben in unsicheren Wohnverhältnissen, auf Substanzenkonsum, auf das Alter selbst oder eine Kombination aus allen Indikationen zurückzuführen sind. Auch wenn die Frauen seltener psychische Erkrankungen oder Auffälligkeiten zeigen als der Durchschnitt der wohnungslosen Frauen, sind viele der Betroffenen extrem misstrauisch und brauchen daher eine längere Phase, um Vertrauen aufzubauen. Viele der Frauen haben gearbeitet, hatten ein „eigenes“ Leben und fühlen sich im Alter und in der Wohnungslosigkeit oder in prekären Wohnverhältnissen lebend, um ihre Lebensleistung betrogen und ins Unrecht gesetzt. Die Zukunftsperspektive älterer Frauen ist häufig unklar. Teilweise hindern unrealisti sche Vorstellungen oder die Annahmebereitschaft altersgerechter Alternativen notwendige Anschlussversorgungen. Angesichts des Alters und der Erkrankungen der Klientinnen verändern sich auch die Hilfeprozesse. Viele Frauen benötigen die regelmäßige Begleitu ng bei Arztbesuchen, die Medikation muss überwacht und bei fortschreitender Pflegebedürftigkeit müssen Anträge auf Pflegeleistungen gestellt und die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst begleitet werden. Da einige Frauen nicht mehr in allen Belangen des täglichen Lebens für sich selbst Sorge tragen können, muss die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung angeregt werden. 10 4. Wohnungslose Frauen mit Leistun gsbezug nach dem SGB II und SGB XII Mit Inkrafttreten des SGB II zum 01.01.2005 wurde im Amt für Soziales und Senioren das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln gegründet. Hierbei werden, gebündelt an einem Ort, alle Leistungen für Wohnungslose, auch für wohnungslose Frauen, eingeleitet oder erbracht. Mit Inkrafttreten des SGB II wurde das Amt für Soziales und Senioren durch das Jobcenter Köln mit der Wahrnehmung der Aufgaben nach dem SGB II für wohnungslose Menschen in Köln beauftragt. Durch die Zentralisierung aller Hilfen für Wohnungslose können Aussagen für die Situation arbeitssuchender woh nungsloser Menschen getroffen werden. Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln ist in dieser Form bundesweit einmalig und wurde bereits in der Fachwelt der Wohnungslosenhilfe als gelungene und beispielhafte Umsetzung des SGB II für wohnungslose Menschen benannt. Bei den frauenspezifischen Angeboten , wie z.B. Seni(o)ra, Respekt oder auch die Betreuung von Frauenhausfällen wird die Bearbeitung der Hilfefälle durch eine weibliche Sachbearbeitung durchgeführt. Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln des Amtes für Soziales und Senioren gewährt wohnungslosen Menschen Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII. Die Aufschlüsselung nach Geschlecht, Alter, Migrationshintergrund, Schwerbehinde rung wird nachfolgend dargelegt und basiert auf Daten Stand Dezember 2016. 4.1 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB II Alter Gesamt weiblich % Anteil weiblich < 25 Jahre 147 43 29 % < 40 Jahre 635 137 22 % < 50 Jahre 368 57 15 % 50 - < 65 Jahre 338 58 17 % Gesamt 1.488 295 20 % Nationalität Gesamt weiblich % Anteil weiblich Deutsch 1.109 208 19 % Nicht Deutsch 379 87 23% Alleinerziehende Frauen Mit einem Kind < 3 Jahren 11 (*) Anmerkung: Frauen mit Kleinkindern werden bei eintretender Wohnungslosigkeit in geeignete Unterkünfte, wie z.B. das Elisabeth-Fry-Haus der Diakonie Michaelshoven, die Wohngruppe Gereonstraße des SkF e.V., das Haus Rosalie der Vinzentinerinnen, das Frauenwohnheim Pallenbergstraße des IB oder bei Gewaltsituationen ins Frauenhaus vermittelt. Soweit die Wohnungslosigkeit der Frau auch im Zusammenhang mit Suchtmittelabusus oder psychischen Erkrankungen steht, werden die Kinder in aller Regel durch das Jugendamt fremduntergebracht. 11 4.2 Wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug nach SGB XII (Drittes und Viertes Kapitel ) Insgesamt 345 Personen erhalten Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherungsleistungen im Alter oder bei dauerhafter voller Erwerbsunfähigkeit nach dem SGB XII. Hiervon sind 79 weiblich (22,9 %). Altersstruktur Anzahl Frauen < 25 Jahren 8 < 40 Jahren 28 < 50 Jahren 13 < 65 Jahren 30 Ab 65 Jahren 0 Nationalität Anzahl Frauen Deutsch 64 Nicht Deutsch 15 12 5. Versorgung wohnungsloser Frauen in Köln Die Ansprache, Beratung und Versorgung wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen ist eine zentrale Aufgabe des Amtes für Soziales und Senioren. Aufgrund der besonderen Problemlagen und der hohen fachl ichen Anforderungen im Umgang mit dieser Personengruppe wurden alle Angebote in der Abteilung Fachstelle Wohn en, wirtschaftliche Hilfen und Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln im Amt für Soziales und Senioren zentralisiert. Bereits seit Beginn der 1990er Jahre wurden die Hilfen für wohnungslose Frauen umfassend ausgeweitet. In Köln stehen seitdem die kontinuierliche Innovation von Projekten sowie die Ausdifferenzierung nach besonderen Bedarfen bei den Frauen im Vordergrund. 13 6. Vermeidung von Wohnungslosigkeit – Prävention Unter Berücksichtigung der seit Jahren angespannten Situation der Wohnraumversorgung, insbesondere im Segment der bezahlbaren Wohnungen für Alleinstehende, kommt der Präventionsarbeit elementare Bedeutung zu. Das Amt für Soz iales und Senioren, Fachstelle Wohnen, verfolgt dabei für die Prävention von Wohnungsverlust einen lokalen Ansatz. Bei den Personengruppen der alleinstehenden und alleinerziehenden Frauen wird besonders darauf geachtet , einen sich abzeichnenden Wohnungsverlust frühestmöglich zu vermeiden. Zur Verbesserung der Notunterbringung hat die Fachstelle Wohnen darüber hinaus spezielle Unterbringungseinrichtungen geschaffen, die für Frauen mit Kindern eine zusätzliche Unterstützung bei der Reintegration in den Wohnungsmarkt bieten. Ein weiterer Ausbau dieses Angebots, gegebenenfalls auch durch einen Neubau einer entsprechenden Einrichtung, ist dringend notwendig und wird intensiv verfolgt. 14 7. Das Kölner Hilfesystem für Wohnungslose Das Amt für Soziales und Senioren bietet für wohnungslose Frauen in Kooperation mit Trägern der Wohlfahrtspflege und dem Landschaftsver band Rheinland als überörtlichen Sozialhilfeträger ein umfangreiches und differenziertes Hilfesystem an. Nachfolgend wird das Hilfesystem mit dem Schwerpunkt für wohnungslose Frauen dargestellt. Eine umfangreiche Auflistung aller Angebote ist dem Bericht als Anlage beigefügt Fachberatungsstellen Das Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln bezuschusst in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland insgesamt drei Fachberatungsstellen für die Beratung und Unterstützung von wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Frauen . Die Fachberatungsstellen werden durch den Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF e.V.) und die Diakonie Michaelshoven e.V. angeboten. Neben der Beratung halten diese Beratungsstellen auch Versorgungsangebote wie Mahlzeiten, Kleiderkammern und hygienische Grundversorgung vor. Notschlafstellen Bei diesen Angeboten handelt es sich nicht um ordnungsbehördliche Notschlafstellen, sondern um zielgruppenorientierte und pädagogisch betreute Notschlafstellen. Der Aufenthalt in den Notschlafstellen ist in aller Regel nur während der frühen Abendstunden und der Nachstunden möglich. In den Notschlafstellen werden Verpflegung und andere Versorgungsangebote (Duschen, Wäsche waschen, Spritzentausch) angeboten. Für wohnungslose Frauen stehen in Köln 19 Schlafplätze zur Verfügung. Diese werd en vom SkF e.V., der Diakonie Michaelshoven e.V. und den Vinzentinerinnen angeboten. Ambulante Hilfen Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen können als Einzelfallhilfe sozialarbeiterische Unterstützung und Begleitung erhalten. Im Rahmen der Einzelfallhilfe bieten die Träger SkF e.V., Diakonie Michaelshoven e.V., die Vinzentinerinnen sowie agisra e.V. spezielle Unterstützung an. Ambulant betreutes Wohnen Zielgruppenorientierte Wohnangebote sind auf die speziellen Bedarfe von Zielgruppen zugeschnittene Unterbringungsangebote, in denen persönliche Unterstützungsleistungen als ambulante Hilfe für einen zeitlich begrenzten Zeitraum gewährt werden. Spezielle Angebote für wohnungslose Frauen bestehen bei folgenden Trägern: SkF e.V. Vinzentinerinnen Diakonie Michaelshoven e.V. Diakonisches Werk 15 Im Bereich der ordnungsbehördlichen Unterbringung steht das Frauenwohnheim Pallenbergstraße des Internationalen Bundes zur Verfügung. Dieses Angebot wird über das Amt für Wohnungswesen belegt. Darüber hinaus bestehen betreute Wohnangebote bei anderen Trägern der Wohlfahrtspflege, die von Männern und Frauen genutzt werden können. Stationäre Hilfen Für wohnungslose Frauen, die einen umfassenden Hilfebedarf haben und ein stationäres Angebot benötigen, bietet der Landschaftsverband Rheinland als überörtlicher Sozialhilfeträger in Kooperation mit d er Diakonie Michaelshoven ein stationäres Angebot (Elisabeth-Fry-Haus) an. Weitere Angebote Neben den oben genannten Angeboten existieren weitere frau enspezifische Beratungsstellen, die andere Beratungsschwerpunkte haben, aber deren Beratungsarbeit sich auch auf die Wohnraumsicherung auswirkt. Beispielhaft und nicht abschließend sind hier genannt: • Zwei Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt (Diakonie Michaelshoven und SkF e.V.) • Spezialisierte frauenspezifische Beratungsstellen wie z.B. agisra e.V., Frauen lernen Leben e.V. u.a. 16 7.1 Angebotsverteilung der Hilfen im städtischen Raum Im Rahmen des zielgruppenorientierten Ausbaues des Hilfesystems wurde besonderer Wert auf die dezentrale Verteilung der Angebotsstruktur gelegt: Wohnungs- angebote Beratungsstellen Notschlafstellen Stationäre Heime Altstadt-Süd Deutz Dünnwald Ehrenfeld Humbold Innenstadt Kalk Lindenthal Mülheim Mechernich Neustadt- Süd Neustadt- Nord Nippes Porz- Zündorf Porz- Wahn Raderthal Rath Weidenpesch Zollstock Angebote nur für Frauen Angebote für Frauen und Männer Im Bereich der Notschlafstellen ist auf eine zentrale Lage und gute Erreichbarkeit zu achten. Dies führte jedoch zu einer in der Innenstadt dominierenden Angebotslage. Daher werden die Angebote seitdem nicht mehr konzentriert in der Innenstadt angeboten, sondern auch in den Stadtbezirken. Unter Berücksichtigung der dort bestehenden und bekannten Strukturen kann erfahrungsgemäß eine Wiedereingliederung am ehesten gelingen. 17 18 7.2 Auslastung und Annahme der Angebote durch Frauen Notschlafstellen und ordnungsbehördliche Unterbringungen in gewerblichen Einfachstunterkünften, in denen beide Geschlechter untergebracht sind, werden von Frauen deutlich weniger angenommen. In diesen Einrichtungen befürchten Frauen physische und psychische Gewaltausübung durch Männer. Hingegen haben Notschlafstellen für Frauen, wie zum Beispiel das Elisabeth -Fry-Haus der Diakonie Michaelshoven e.V. oder das Comeback des SkF e.V. eine hohe Akzeptanz bei den Frauen. Auch die frauenspezifischen Beratungsstellen zeigen hinsichtlich der Kontaktzahlen, dass diese Angebote intensiver angenommen werde n, als Angebote für beide Geschlechter. Die hohe Akzeptanz von frauenspezifischen Angeboten spiegelt auch die Forderung der BAG Wohnungslosenhilfe wider 7, die auf ein frauengerechtes und an den spez ifischen weiblichen Lebensumständen orientiertes Hilfesystem besteht. Im Bereich der Hilfen nach § 67 SGB XII zur Überwindung der besonderen sozialen Schwierigkeiten wird bereits seit vielen Jahren ein frauenspezialisiertes Hilfesystem angeboten und hat sich durch die besondere Nachfrage etabliert. Im Bereich der ordnungsbehördlichen Unterbringungen ist eine frauenspezifische Ausrichtung derzeit nur im Rahmen des Frauenwohnheimes Pallenbergstraße des Internationalen Bundes möglich. Das Angebot wird federführend über das Amt für Wohnungswesen belegt und gesteuert. Eine Ausweitung besondere r Unterbringungsangebote für wohnungslose Frauen im Rahmen der ordnungsbehördlichen Unterbringungen wird durch das Amt für Soziales und Senioren angestrebt und forciert. 7 Positionspapier der BAGW vom Fachausschuss Frauen von Juni 2013 19 8. Arbeits- und Beschäftigungsangebote für wohnungslose Frauen mit Leistungsbezug SGB II Wohnungslose Frauen haben bei Vorliegen der Erwerbsfähigkeit über drei Stunden arbeitstäglich grundsätzlich Ansprüche nach dem SGB II. Wohnungslosigkeit ist auf das Vorliegen multipler Problemlagen zurückzuführen. In diesen Fällen ist eine unmittelbare Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ohne vorangehende Fördermaßnahmen in aller Regel ausgeschlossen. Daher werden für Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen im Bereich der kommunalen Eingliederungsmaßnahmen nach § 16 a SGB II Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen angeboten. Ein konkretes Arbeitsangebot allein für wohnungslose Frauen ist nicht sinnvoll. Bestehende Wohnungslosigkeit ist eine Rahmenbedingung, die die Vermittlung in Arbeit erschwert, deren Ursache in persönlichen und sozialen Schwierigkeiten besteht, die im Rahmen von Arbeitsangeboten berücksichti gt werden müssen. Für Frauen mit bestehenden persönlichen und sozialen Schwierigkeiten stehen nachfolgende Angebote zur Verfügung. Der Wendepunkt Die Frauenberatungsstelle mit Standorten in Kalk, Mülheim und Porz -Finkenberg der Diakonie Michaelshoven e.V. bietet Unterstützung für Migrantinnen un d von Gewalt betroffene Frauen (teilweise Beratung auch in der Muttersprache). Problemstellungen aus den Bereichen Wohnung, Verschuldung, Trennung, Gewalt sowie Familie werden bearbeitet. Die Beratung zielt auf die Stabilisierung der psychosozialen Gesamtsituation der Frauen und ihrer Familien ab und bietet Unterstützung bei der Beseitigung von Vermittlungshemmnissen. Casa Blanca Casa Blanca ist eine Arbeitsgelegenheit für Frauen mit insges amt 30 Teilnahmeplätzen. Das Beschäftigungsprojekt wird vom SkF e.V. angeboten. Die dort beschäftigten Frauen weisen in aller Regel schwere Vermittlungshemmnisse auf und bedürfen zur Heranführung an eine Erwerbsintegration erheblicher psychosozialer Unterstützung. Strickleiter I und Strickleiter II Beide Angebote sind Projekte des SkF e.V. Köln. Strickleiter I richtet sich an Opfer häuslicher Gewalt, bei denen die Folgen der zum Teil über Jahre erlebten Gewalt zur Ausprägung von psychosozialen Vermittlungshemmnissen geführt bzw. bestehende Vermittlungshemmnisse verstärkt haben. Das Angebot funktioniert als Lotse hinein in das Hilfesystem, Strickleiter I stellt im Rahmen des Case Managements sicher, dass die Opfer (und deren Kinder) die notwendigen und möglichen Hilfen erhalten. 20 85% der Betroffenen leben mit mehreren Kindern zusammen. H äufig leiden sie unter psychischen oder somatischen Erkrankungen, viele leben in ungesicherten Wohnverhältnissen oder unter drohendem Wohnungsverlust. Strickleiter II ist ein Angebot für Frauen mit ma ssiven Problemlagen, die einer Arbeits - oder Beschäftigungsaufnahme entgegenstehen. Die Hilfen von Strickleiter II reichen von der Existenzsicherung, der Sicherung der Wohnung und der psychischen und somatischen Gesundheit der Klientinnen bis hin zur Stabi lisierung in der ersten Phase bei der Aufnahme einer Maßnahme, einer Aus- oder Weiterbildung oder einer Beschäftigung. FrauenLeben e.V. Die Frauenberatungsstelle des gemeinnützigen Trägervereins FrauenLeben e.V. bietet Beratung, Krisen - und Orientierungsg espräche, themenbezogene Gruppen, Beratung für Angehörige sowie Vortrags - und Themenabende. Zu den Arbeitsschwerpunkten gehören gestörtes Essverhalten (Magersucht, Bulimie, Binge Eating und Adipositas), Unterstützung bei Gewalterfahrung (häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Stalking u.a.), Probleme in der Familie und Partnerschaft, Trennung/ Scheidung, psychische Erkrankungen , wie Depressionen, Ängste, u.a. berufsbezogene Problemlagen, Arbeitslosigkeit und deren psychosoziale Folgen, Selbstwertprobleme u.v.m. Arbeit sofort Hinter diesem Projekt stehen der S KM e.V., der SkF e.V. und der Internationale Bund. Das Projekt richtet sich an SGB II leistungsberechtigte Personen, die neben den komplexen sozialen Problemen häufig von Wohnungslosigkeit betroffen sind und weder in Beschäftigungsangebote noch in Integrationsjobs zu verm itteln sind. Ziel des Projektes ist die Heranführung an Arbeit oder die Beschäftigung durch die Bereitstellung eines niederschwelligen Tätigkeitsangebots. Die Stabilisierung der Teilnehmer soll über persönliche und psychosoziale Beratung und Betreuung sowi e über alltagspraktische Anleitung gelingen. Die Teilnehmer rekrutieren sich nur aus dem Personenkreis der Wohnungslosen. JobLotsen Reso Die JobLotsen Reso, ein Angebot des Beruflichen Trainingszentrum Köln e.V., begleiten Menschen ohne festen Wohnsitz. D ie Lotsen arbeiten in erster Linie aufsuchend. Mit ihrer Unterstützung sollen bestehende Vermittlungshemmnisse erkannt und Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, die schrittweise umgesetzt werden können. Die Begleitung der Kunden zu Angeboten, Behörden, zu Ärzten und in Therapie nimmt den Klienten Unsicherheit und Scheu und stärkt das Selbsthilfepotenzial des Einzelnen. Weitere Stabilisierung und das Entwickeln von Eigenbemühungen sind Ergebnisse aus zahlreichen Motivationsgesprächen. Das Unterstützungsangeb ot der ResoLotsen steht wohnungslosen Männern und Frauen zur Verfügung. 21 Gulliver und Lore Die Arbeitsprojekte des Kölner Arbeitslosenzentrums KALZ e.V. richten sich an Menschen, die meist ohne festen Wohnsitz sind und unter multiplen Problemlagen leiden wie Sucht, Schulden, physische und psychische Einschränkungen. Die „Überlebensstation Gulliver“ ist eine Anlaufstelle für Obdachlose und fungiert als Kommunikationszentrum. Das Projekt hat eine Cafeteria, einen Waschsalon und einen Aufenthaltsraum. Das „LObby-REstaurant LORE“ bietet ein Mittagessen an. Die Kunden arbeiten im Rahmen eines Stufenmodells in den Beschäftigungsfeldern Reinigung, Hauswirtschaft, Gastronomie und im kaufmännischen Bereich. Ziel ist die Übernahme der Kunden in ein befristetes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, das in den allgemeinen Arbeitsmarkt münden soll. Um Beschäftigungsabbrüche zu vermeiden, findet intensive Krisenintervention bei den Teilnehmern statt. Suchtproblematik und geringe Frustrationstoleranz führen immer wieder zu Rückschlägen. Zweiradwerkstatt 180° Die Zweiradwerkstatt 180° wird seit dem 01. Juli 2002 in Kooperation zwischen der Aidshilfe Köln e.V. und dem Internationalen Bund als Arbeitsprojekt geführt . Das Projekt richtet sich an die Zielgru ppe der akut Drogengebrauchenden ab 18 Jahren, die ihren Wohnort oder ihren ständigen Aufenthalt in Köln haben und Arbeitslosengeld II beziehen. Die Zweiradwerkstatt 180° ist ein regulärer, bei der Handwerkskammer eingetragener Zweiradbetrieb, der bewusst als offene Werkstatt mit Kundenkontakt konzipiert ist. Die Zielgruppe besteht aus schwerst und akut drogenabhängigen Menschen, die durch handwerkliche Tätigkeiten und sozialpädagogische Begleitung stabilisiert werden sollen, so dass eine Beschäftigung erre icht werden kann. Das Projekt 180° ist hierbei das derzeit einzige Beschäftigungs - und Qualifizierungsangebot mit dem Ansatz der akzeptierenden Drogenarbeit. Das Arbeitsfeld einer Zweirad - bzw. Fahrradwerkstatt bietet der Zielgruppe die Möglichkeit, ihre A rbeits- und Leistungsfähigkeit zu erproben und zu verbessern sowie berufsbezogene Interessen und Fähigkeiten herausarbeiten zu können. 22 9. Kooperationsmodell zwischen Dorint Hotel und der Obdachlosenhilfe „Die Brücke Berlin e.V.“ Hier ein ganz besonderes Beschäftigungsprojekt – insbesondere für wohnungslose Frauen. Der Arbeitsmarkt ist für viele Wohnungslose auf direktem Wege schwer erreichbar. Wohnungslose sind im Wettbewerb mit anderen Arbeitslosen nahezu chancenlos! Einige Wohnungslose haben über dieses Beschäftigungsprojekt bereits eine Chance erhalten. Die Kooperation des Dorint Hotels mit dem Dienstleistungszentrum ResoDienste Köln hat eine eigene und ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Seit 2010 wird über den Verein „Obdachlosenhilfe Die Brücke Berlin e.V.“ für das Amt für Soziales und Senioren regelmäßig ein Handbuch über die Angebote für Wohnungslose in Köln herausgegeben. Dieser Wegweiser hat bereits die vierte überarbeitete Auflage. Diese Broschüre ist allen in der Arbeit mit wohnungslosen Menschen tätigen Trägern und Organisationen eine hilfreiche Netzwerkhilfe. Der Geschäftsführer des Vereines „ Obdachlosenhilfe Die Brücke e.V.“ fand in der Geschäftsführung des Dor int Hotels einen Gesprächspartner, der bereit war, speziell wohnungslosen Menschen, einen Arbeitsversuch zu ermöglichen. Das Dorint Hotel bietet über den Einstieg einer geringfügigen Beschäftigung die Möglichkeit, schrittweise den Einstieg ins Berufsleben zu testen und mögliche Anschlussperspektiven (z.B. versicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung) zu überprüfen. 23 10. Angebote für psychisch und suchtkranke Wohnungslose Für psychische und suchtkranke Wohnungslose stellt das Gesundheitsamt nachfolgende Angebote zur Verfügung . Diese kooperieren bei wohnungslosen Frauen insbesondere mit den frauenspezifischen Angeboten und Trägern. Mobiler Medizinischer Dienst (MMD) Der MMD des Gesundheitsamtes bietet Sprechstunden in sozialen Einrichtungen der Drogen-, Wohnungslosen - und Jugendhilfe an. Hier arbeiten Ärztinnen, Ärzte und Krankenschwestern, die den Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, eine an gemessene medizinische Versorgung sichern, die nicht über eine ambulante ärztliche Versorgung durch einen niedergelassenen Arzt/Ärztin erbracht wird. Der MMD bietet in seinen Sprechstunden eine medizinische Gru ndversorgung unter allgemeinmedizinischem Blickwinkel an. Frauen machen langjährig ca. 20% der vom MMD betreuten Patienten aus. Wenn möglich , wird eine Vermittlung in weiterführen de Hilfen angeboten und angestrebt. Die Akzeptanz des Angebotes ist insgesamt gut. Bei der niederschwelligen Arbeit hinsichtlich einer Weitervermittlung gestaltet sie sich sehr unterschiedlich, dabei für Akutmaßnahmen (z.B. Vermittlung in eine Entgiftungsbehandlung) höher. B.O.J.E Die „B.O.J.E.“ – (Beratung und Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene) ist ein umgebauter Linienbus, der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Kölner Bahnhofsmilieu als niedrigschwellige Kontakt - und Anlaufstelle zur Verfügung steht. Das Angebot leistet das Gesundheitsamt in Kooperation mit AUF ACHSE / KJSH e.V. und mit Unterstützung durch das Amt für Soziales und Senioren. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bieten vor Ort vertrauliche Beratungen zu allen relevanten Themen an und vermitteln und begleiten in weiterführende Hilfs- und Unterstützungsangebote. Ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit liegt auf der Gesundheitsprävention, insbesondere der HIV -Prävention. Zudem werden Sprechstunden des MMD durchgeführt. Das „Aufsuchende Suchtclearing“ (ASC) Das ASC im Gesundheitsamt ist kein unmittelbar „helferisches“ Angebot. Die Aufgabe ist vielmehr, die bisher fehlende Anbindung der Klient/ -innen zwischen dem Hilfesystem und dem Ordnungsbereich von Polizei und Ordnungsamt herzustellen. Als Bindeglied zwischen diesen Bereichen leitet es Klient/ -Innen, für die Ordnungsmaßnahmen dr ohen oder die von Ordnungsmaßnahmen bereits erfasst sind, zur Vermeidung oder zur Flankierung von repressiv orientierten Vorgehensweisen in direkter Zusammenarbeit mit den Ordnungsinstanzen zum Hilfesystem über. Vor diesem Hintergrund vermittelt das ASC de s Gesundheitsamtes im Rahmen des Streetwork auch obdachlose, von Wohnungslosigkeit bedrohte oder inhaftierte suchtkranke Frauen in das bestehende Kölner Suchthilfesystem. Das Angebot des ASC wird von den betroffenen Frauen in der Regel gut angenommen. 24 11. Statistische Grundlagen Um die Entwicklung der Wohnungslosigkeit auf Bundes, - Landes oder auf kommunaler Ebene darstellen zu können, wurde auf folgende statistische Erhebungen oder Erfahrungen zurückgegriffen: • Integrierte Wohnungsnotfallberichterstattung NRW-Kurzanalyse 2015 • Berichtswesen Fachstelle Wohnen des Amtes für Soziales und Senioren • Berichtswesen des Dienstleistungszentrums ResoDienste Köln des Amtes für Soziales und Senioren • Berichtswesen Jobcenter 25 12. Fazit/ Ausblick Wohnungslose Frauen benötigen spezifische Hilfen, denn bei ihnen geht es oft darum, Kreisläufe von Abhängigkeit und Gewalt zu durchbrechen. Häufig steht ihr Wohnungsverlust im Zusammenhang mit Gewalterfahrungen in Partnerschaft und Familie oder mit Beziehungskonflikten. Auch strukturelle Benachteiligungen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt führen oft zu einer wirtschaftlichen Abhängigkeit und erhöhen das Armutsrisiko. Frauen bemühen sich meist über lange Zeiträume, ihre Wohnungslosigkeit verdeckt zu halten und wenden sich erst se hr spät an das öffentliche Hilfesystem. Häufiger als Männer sind wohnungslose Frauen von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen betroffen und verhalten sich psychisch auffällig. Wohnungslose Frauen sind auf der Straße zudem nicht nur von Gewalt, sondern auch von sexueller Belästigung besonders bedroht. Angebote in der Wohnungslosenhilfe müssen daher gezielt die Bedürfnisse wohnungsloser Frauen in den Blick nehmen , um deren besonderen B edarfen gerecht zu werden. Sie müssen so konzipiert sein, dass si e die besonderen Lebenssituationen dieser Frauen berücksichtigen. Schon seit Beginn der 1990er Jahre plant und baut daher die Stadt Köln zusammen mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege frauenspezifische Angebote auf. Unter Berücksichtigung der steige nden Zahlen von Wohnungslosen, insbesondere wohnungsloser Frauen und der zunehmenden Wohnraumv erknappung, muss insbesondere der Wohnungserhalt und die Wohnraumversorgung von Frauen verstärkt in den Fokus der Wohnungslosenhilfe genommen werden. Dieser Herausforderung muss mit neuen und innovativen Ideen der Wohn ungslosenhilfe begegnet werden. Die derzeitige zunehmende Nachfrage auf dem sich verknappenden Wohnungsmarkt, bedeutet insbesondere für Frauen einen oft jahrelangen Verbleib in den Hilfsangeboten der Wohnungslosenhilfe , ohne Aussicht auf einen selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Wohnraum. Die Verwaltung ist derzeit mit den Trägern der Wohlfahrtspflege und dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW in Gesprächen zum Thema zukunftsweisender Hilfen für wohnungslose Frauen, insbesondere zur Vermittlung in selbstbestimmten Wohnraum. 26 13. Anhang Übersicht über die Beratungs - und Unterbringungsangebote für wohnungslose Frauen des Amtes für Soziales und Senioren in Kooperation mit den Trägern der Wohlfahrtspflege: Träger Diakonie Michaelshoven e.V. Angebot Ambulante Begleitung für Frauen nach § 67 SGB XII Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten im eigenen Wohnraum Platzanzahl Adresse Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln Telefonnummer 0221-99 56-43 00 und 0173-906 26 67 E-Mail AmBe@diakonie-michaelshoven.de Homepage www.diakonie-michaelshoven.de Kurzer Jahresbericht 2016 Anstieg von Klientinnen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und Alleinerziehenden. Schwerpunkt: Wohnungserhalt! (vermittelnde Gespräche mit Vermietern, Einbeziehung Mieterverein, Unterstützung bei Möbelbeschaffung, Klärung finanzieller Belange); Überschuldung. Träger Diakonie Michaelshoven e.V. Angebot Elisabeth-Fry-Haus- Stationäre Hilfe für Frauen nach § 67 SGB XII Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Platzanzahl 29 Plätze Adresse Elisabeth-Fry- Haus, Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln Telefonnummer 0221-99 56-43 00 E-Mail efh@diakonie-michaelshoven.de Homepage www.diakonie-michaelshoven.de Kurzer Jahresbericht 2016 Weiterhin verstärkt psychische Belastungen und Erkrankungen und / oder Suchtprobleme; mangelnde Wohnperspektive auf Grund von Wohnraumverknappung; Verschuldung; enge Kooperation mit JVA; Auseinandersetzung mit Thema: Transgender. 27 Träger Diakonie Michaelshoven e.V. Angebot Notaufnahme Zielgruppe Frauen, auch mit Kindern in akuten psychosozialen Notsituationen und ohne Unterkunft nach § 67 SGB XII Platzanzahl 8 Plätze Adresse Elisabeth-Fry- Haus, Albert-Schweizer-Str. 2, 50968 Köln Telefonnummer 0221-99 56-43 00 E-Mail aufnahme-efh@diakonie-michaelshoven.de Homepage www.diakonie-michaelshoven.de Kurzer Jahresbericht 2016 Information und bei entsprechend formuliertem Bedarf Weitervermittlung in weiterführende Hilfen; viele Frauen in sehr schlechter psychischer und/oder physischer Verfassung mit deutlich hohem Hilfebedarf. Dauer der anhaltenden Wohnungslosigkeit stieg deutlich an. Träger Diakonie Michaelshoven e.V. Angebot Wohngruppe für Mütter mit Kindern nach § 67 SGB XII Zielgruppe Frauen mit Kindern in besonderen sozialen Schwierigkeiten Platzanzahl 6 Plätze für Frauen mit ihren Kindern Adresse Diakonie Michaelshoven e.V., Die Sozialen Hilfen, Außenwohngruppe für Frauen und Kinder Loorweg 202, 51143 Porz-Zündorf Telefonnummer 0221-99 56-4403 E-Mail awg-loorweg@diakonie-michaelshoven.de Homepage www.diakonie-michaelshoven.de Kurzer Jahresbericht 2016 Vertiefung und Erweiterung des professionellen Netzwerkes am neuen Standort Porz (Umzug in großzügige Immobilie Herbst 2015); Absicherung der wirtschaftlichen Situation der alleinerziehenden Mütter mit ihren Kindern - hoher Unterstützungsbedarf im Umgang mit Behörden; Klärung von Betreuungssituationen. 28 Träger Diakonie Michaelshoven e.V. Angebot Der Wendepunkt- Fachberatungsstelle nach § 67 SGB XII Zielgruppe Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten Platzanzahl Adresse Kalker Hauptstr. 247-273, 51103 Köln und Bergisch-Gladbacher Str. 71, 51063 Köln Telefonnummer 0221-99 56-4444 E-Mail wendepunkt@diakonie-michaelshoven.de Homepage www.diakonie-michaelshoven.de Kurzer Jahresbericht 2016 In der Fachberatung gemäß § 67 SGB XII im Wendepunkt wurden in 2016 vor allem die Themen häusliche Gewalt, prekäre Wohnsituationen für Frauen und Kinder, psychische Krisen und gesundheitliche Probleme behandelt. Näheres dazu finden Sie in unserem ausführlichen Jahresbericht 2016. 29 Träger Diakonisches Werk Köln Angebot Diakoniehaus Salierring - Ambulant Betreutes Wohnen nach § 67 SGB XII in einer Frauen- WG Zielgruppe Das Betreute Wohnen im Außenwohnprojekt in Köln-Rath, richtet sich an wohnungslose Männer und Frauen zwischen 21 und 65 Jahren, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind. Hierfür stellt die ev. Kirchengemeinde Rath-Heumar dem Diakoniehaus Salierring ein Wohnprojekt mit zwei Wohnungen zur Verfügung. Das Wohnprojekt umfasst eine Wohngemeinschaft für Männer und eine für Frauen mit jeweils drei Plätzen. Im Wohnprojekt ist der Konsum von Alkohol und Drogen verboten. Aus diesem Grund können keine Menschen im akuten Suchtprozess aufgenommen werden. Auch ist eine Aufnahme von Personen, die unter einer akuten psychischen Erkrankung leiden, insbesondere dann, wenn die Notwendigkeit einer stationären psychiatrischen Akutversorgung erkennbar ist, nicht möglich. Die Arbeit im Betreuten Wohnen zielt darauf ab, die Schwierigkeiten des Hilfesuchenden und deren Ursachen festzustellen sowie Bereitschaft und Fähigkeiten zu fördern, um diese Schwierigkeiten zu überwinden. Das Ziel aller Maßnahmen ist es, den betroffenen Menschen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in sozialer Sicherheit und größtmöglicher Unabhängigkeit von sozialen Transferleistungen zu ermöglichen. Die Betreuten werden auf ein selbstständiges Wohnen in einer eigenen Wohnung vorbereitet und bei der Suche nach eigenem Wohnraum unterstützt. Platzanzahl 3 Plätze Adresse Salierring 19,050677 Köln Telefonnummer 0221-0221-276970-17 (ASP: Sonja Walbert) E-Mail sonja.walbert@diakonie-koeln.de Homepage http://www.diakonie-koeln.de/angebote/wohnungslose/diakoniehaus- salierring/ambulant-betreutes-wohnen/ Kurzer Jahresbericht 2016 Wie bereits in den Jahren zuvor, war die Frauen-WG auch in 2016 zeitweise unterbelegt. Unseren Erfahrungen nach bevorzugen Frauen, bei Wahlmöglichkeit, die Unterbringung in gemischtgeschlechtlichen Wohngemeinschaften. 30 Träger HiK- Heimatlos in Köln e.V. Angebot Notfallhilfe, Selbsthilfegruppe, Einzelfallhilfe, Patenschaften Zielgruppe Wohnungs- und obdachlose Frauen Platzanzahl Zwei Gruppen mit max. zehn Teilnehmerinnen Adresse Topsstr. 10a, 51063 Köln Telefonnummer 0221-82 82 20 63 E-Mail hik-heimatlos@gmx.de Homepage www.hik-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 In 2016 befanden sich acht Frauen in der Einzelfallhilfe, der Betreuungszeitraum variierte zwischen 14 Tagen und einem ¾ Jahr. Es fanden wöchentliche Selbsthilfegruppen mit max. zehn Teilnehmerinnen statt. Es wurden mehrere Frauen im Rahmen der Betreuung in eigenen Wohnraum und / oder in betreute Wohnhilfeeinrichtungen übergeleitet. Darüber hinaus erhielt der Verein Sachspenden in Höhe von etwa 18.000 €. Diese wurden nach Bedarf vermittelt und selbst ausgegeben in Höhe von etwa 9.000 €. 31 Träger Internationaler Bund- IB West gGmbH Angebot Wohnheim für Frauen Zielgruppe Volljährige, wohnungslose Frauen mit und ohne Kindern Platzanzahl Bis zu 28 Frauen mit 14 Kindern Adresse Pallenbergstr. 24, 50737 Köln Telefonnummer 0221- 74 68 41 E-Mail Frauenwohnheim-koeln@internationaler-bund.de Homepage www.internationaler-bund.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 23 Kinder betreut, dabei stieg der Anteil der Frauen mit Säuglingen und Kleinkindern deutlich an. Der Anteil der älteren Frauen hat zugenommen. Viele Bewohnerinnen haben einen Migrationshintergrund. Es gab wenige Auszüge aufgrund des knappen, bezahlbaren Wohnraums in Köln. 32 Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Angebot Aufbruch- Ambulante Begleitung wohnungsloser Frauen nach § 67 SGB XII Zielgruppe Wohnungslose Frauen Platzanzahl Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln Telefonnummer 0221-12 69 50 E-Mail aufbruch@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Jahr 2016 wurden insgesamt 52 Frauen durch „Aufbruch“ begleitet und betreut. Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Angebot Bewo 67- Ambulante Hilfen zum selbstständigen Wohnen für Frauen nach § 67 SGB XII Zielgruppe Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen Platzanzahl Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln Telefonnummer 0221-12 69 50 E-Mail bewo@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 2016 gab es 23 Neuanfragen von Frauen, die in das Betreute Wohnen aufgenommen werden wollten. Bei 13 Frauen kam es über diese erste Anfrage hinaus zu keinem weiteren Kontakt. 10 Frauen konnten sich auf ein ausführliches Erst - und Klärungsgespräch einlassen, worauf sich acht Frauen für eine Unterstützung durch das Betreute Wohnen entschieden. Davon wurden vier Frauen im „Haus Mer“ und zwei Frauen in der „WG Georgstraße“ aufgenommen. Zwei Frauen lebten zum Zeitpunkt der Aufnahme in „Bewo § 67“ in eigenem Wohnraum und wurden dort durch Hausbesuche begleitet. 33 Träger Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Angebot Comeback- Notschlafstelle Zielgruppe Wohnungslose Frauen, Tiere erlaubt Platzanzahl 9 Plätze Adresse Mauritiussteinweg 77, 50676 Köln Telefonnummer 0221-12 69 5-210 E-Mail comeback@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Comeback gab es im Jahr 2016 bei 150 Besucherinnen 3.285 Übernachtungen. Im Rahmen der Winterhilfe wurde das Platzangebot um zwei Plätze aufgestockt. Im Rahmen der Winterhilfe wurden 92 Übernachtungen angenommen. Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Angebot Café Auszeit- Kontakt- und Beratungsstelle nach § 67 SGB XII Zielgruppe Wohnungslose Frauen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen Platzanzahl Adresse Mauritiussteinweg 77, 50676 Köln Telefonnummer 0221-12 69 5-310 E-Mail cafe-auszeit@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 2016 besuchten 464 Frauen das „Café Auszeit“, darunter nutzten 388 Frauen das Angebot erstmals. Die Zahl der persönlichen und telefonischen Beratungskontakte lag bei 5.460. 34 Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Angebot Café Auszeit Schäl Sick- Kontakt- und Beratungsstelle nach § 67 SGB XII Zielgruppe Wohnungslose Frauen und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen Platzanzahl Adresse Buchheimer Str. 36, 51063 Köln Telefonnummer 0221- 94 69 624 E-Mail cafe-auszeit.schaelsick@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 2016 besuchten 215 Frauen das „Café Auszeit Schäl Sick“, darunter nutzten 132 Frauen das Angebot erstmals. Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Angebot Strickleiter II- Psychosoziale Betreuung von Frauen mit Vermittlungshemmnissen nach §16 Abs. 2 SGB Zielgruppe Frauen mit Vermittlungshemmnissen, zugewiesen über das JobCenter Platzanzahl Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln Telefonnummer 0221- 12 69 50 E-Mail strickleiterII@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Jahr 2016 gab es 327 neue Zuweisungen durch die Integrationskräfte. 35 Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Angebot Quartier 67- Eigenständiger Wohnraum Zielgruppe Ältere, wohnungslose und wohnfähige Frauen Platzanzahl 3 Plätze Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln Telefonnummer 0221- 12 69 50 E-Mail seniora@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Jahr 2016 bezogen 3 Frauen ihre eigenen Appartement im Quartier 67. Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Angebot Respekt- Ambulante Hilfen zum selbstständigen Wohnen Zielgruppe Nach § 53 SGB XII psychisch kranke/ auffällige und nach § 67 SGB XII wohnungslose Frauen Platzanzahl Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln Telefonnummer 0221- 12 69 50 E-Mail respekt@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Jahr 2016 wurden 25 Frauen durch „Respekt“ begleitet und betreut. 36 Träger Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Angebot Sen(i)ora- Ambulante Begleitung wohnungsloser und/ oder psychisch kranker Frauen nach §§53,67 SGB XII Zielgruppe Wohnungslose und/ oder psychisch kranke Frauen nach §§ 53, 67 SGB XII Platzanzahl Adresse Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln Telefonnummer 0221- 12 69 50 E-Mail seniora@skf-koeln.de Homepage www.skf-koeln.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Jahr 2016 wurden insgesamt 14 Frauen durch „Sen(i)ora“ begleitet. 37 Träger Vinzentinerinnen Angebot Haus Rosalie Betreutes Wohnen und Notaufnahme Zielgruppe Frauen und Mütter mit Kindern in akuter Notlage gem. § 67 SGB XII Platzanzahl 7 Plätze im Betreuten Wohnen; 3 Plätze Notaufnahme Adresse Gocher Str. 45, 50733 Köln Telefonnummer 0221- 97 30 88 88 E-Mail haus-rosalie@vinzentinerinnen.de Homepage www.vinzentinerinnen.de Kurzer Jahresbericht 2016 Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 17 Klientinnen betreut (Notaufnahme: 8 Frauen, Betreutes Wohnen: 9 Frauen). In der Notaufnahme wird intensiv der individuelle Bedarf geprüft und realistische Perspektiven besprochen, so dass die Bedarfsermittlung häufig eine Verlängerung des Aufenthaltes erfordert. Die Weiter- vermittlung ist daher immer sehr vielfältig; im vergangenen Jahr wurde eine Klientin in eine Pflegeeinrichtung nach einem Schlaganfall vermittelt; eine Klientin zu einem anderen Träger, eine Klientin benötigte einen längeren Aufenthalt in der Psychiatrie, eine Klientin zog zu ihrem Freund, eine Klientin verließ ungeplant unsere Einrichtung und bei zwei Frauen wurde der Aufenthalt in der Notaufnahme soweit verlängert, bis ein Platz hier in der Einrichtung im Betreuten Wohnen frei wurde. Im Betreuten Wohnen gab es nur wenig Fluktuation; es gab vier Neuaufnahmen und vier Auszüge; insgesamt wurden neun Klientinnen betreut. Die Altersstruktur war sehr gemischt, die Klientinnen waren zwischen Ende 20 und 65 Jahre alt; die Aufenthaltsdauer in unserer Einrichtung lag in der Regel zwischen fünf und 15 Monaten, wobei eine Klientin 38 Monate in unserer Einrichtung lebte, dann aber Anfang 2016 eine Wohnung gefunden hat. Der Großteil der Klientinnen war vor der Aufnahme in unserem Haus schon seit längerem wohnungslos und hatte sich zumeist bei der Familie oder beim Freund aufgehalten; eine Klientin wurde von der Krankenwohnung in unser Haus vermittelt, in allen Fällen kam der Kontakt über einen anderen sozialen Träger zustande. Die Klientinnen hatten einen hohen Unterstützungsbedarf; zu nennen sind hier insbesondere Probleme bei der Erledigung von Formalitäten, Regelung von Schuldenangelegenheiten, Entwicklung beruflicher Perspektiven, Klärung von familiären Angelegenheiten, Einüben einer geregelten Tagesstruktur, usw. Das Ziel unserer Arbeit ist die Bewältigung aller erforderlichen Bereiche des Alltags, um ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben führen zu können, gegebenenfalls mit weiterer Unterstützung.
Beratungsverlauf
-
07.09.2017
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 7.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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