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0256/2020

Betriebskostenzuschlag für den Verein 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

Beschlussvorlage Ausschuss 28.01.2020

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Anlage1 BV 0256-2020 Konzeptpapier 1700 Jahre jüdisches Leben

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage1 BV 0256-2020 Konzeptpapier 1700 Jahre jüdisches Leben

14420 Zeichen

321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.  
c/o Synagogen-Gemeinde Köln  Ottostraße 85  50823 Köln  Telefon: 0221/71662-0  Fax: 0221/71662-
599 
E-Mail: info@1700jahre.de  Web: www.1700jahre.de 
321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. 
 Bank für Kirche und Diakonie  eG | IBAN: DE96 3506 0190 1015 1860 18 | BIC: GENODED1DKD 
 
Konzeptpapier:  
321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. 
 
1. Entwicklungsgeschichte und Gründung des Vereins 321–2021:1700 Jahre jüdisches Leben in 
Deutschland 
Die Wurzeln gegenwärtigen jüdischen Lebens in Deutschland reichen zurück bis in die Spätantike. Am 
11. Dezember 321 erließ der römische Kaiser Konstantin der Große ein zentrales Edikt. Per Gesetz 
gestattete er dem Rat der Stadt Köln (Kurie), Juden in seine Reihen zu berufen und mit politischen Ämtern 
auszustatten. Die im vatikanischen Archiv befindliche Abschrift dieses Gesetzes gilt heute als ältester 
Beleg für die Existenz jüdischen Lebens in Mittel- und Nordeuropa.  
Am 18. April 2018 gründete sich in der Synagogen -Gemeinde Köln der Verein „321-2021: 1700 Jahre 
jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ Sein Ziel ist laut Satzung „das Wachhalten der Erinnerung an die 
1700-jährige jüdische Kultur und Geschichte in Deutschland und Europa“. Deshalb ist es die zentrale 
Aufgabe des Vereins, s ämtliche Verbundprojekte , aber auch Einzelveranstaltungen zu initiieren, zu 
koordinieren und den Durchführenden beratend zur Seite zu stehen. 
Zu den Gründungsmitgliedern und frühen Unterstützern des Vereins zählen unter anderem der 
Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland und Mitglied des Vorstandes der Synagogen-
Gemeinde Köln Abraham Lehrer, der ehemalige Bundesminister und Ministerpräsident von Nordrhein -
Westfalen Prof. Dr. Jürgen Rüttgers, die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette R eker, der 
Präsident des evangelischen Kirchentages 2019 Hans Leyendecker, der Präsident des Zentralkomitees 
der deutschen Katholiken Prof. Dr. Thomas Sternberg und der Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft 
für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Prof. Dr. Jürgen Wilhelm.  
 
Das jüdische Festivaljahr  2021 zeichnet sich dadurch aus, dass bundesweit – also in allen 16 
Bundesländern – an bedeutende gesellschaftliche Errungenschaften deutsch-jüdischer Kunst, Kultur , 
Religion und Wissenschaft erinnert wird. Dabei werden auch  soziale Phänomene und die Vielfalt des 
alltäglichen Zusammenlebens dargestellt. Das Festivaljahr 2021 wird auch über die Grenzen des heutigen 
Deutschlands hinausgehen und die europäische Dimension deutsch-jüdischer Geschichte thematisieren. 
 
Ausgehend von dem Edikt des Jahres 321 wird die zeitgeschichtliche Relevanz historische r Ereignisse 
bis in die Gegenwart erfahrbar, erlebbar und sichtbar sein. Hierbei soll insbesondere der jüdischen 
Perspektive ein großer Raum gegeben werden, um durch Wissensvermittlung ein gegenseitiges 
Verständnis – und Selbstverständnis – zu fördern. 
 
Durch die seit 2000 Jahren historisch belegten Wanderungen ist die jüdische Seinsgemeinschaft als erste 
kosmopolitische und globalisierte Gruppe (bis und vor allem heute!) zu begreifen. Daraus ergib sich eine 
Internationalität und kulturelle Vielfalt, Resilienz und Prosperität. 
 
2. Ausgangssituation im Jahre 2021: jüdisches Leben in Deutschland heute 
Dass das heutige jüdische Leben keine Selbstverständli chkeit ist, zeigt vor allem die Geschichte des 
Neubeginns nach der Shoah nach 1945 auf.  Der Weg zu den heutigen vitalen Gemeinden ist eine 
Geschichte der Wiederkehr, der Immigration aus Ostmitteleuropa und  den ehemaligen Staaten der

2 
 
Sowjetunion. Entsprechend ist die jüdische Identität in Deutschland durch einen umfassenden 
demografischen und kulturellen Wandel geprägt: einerseits durch die Wiedervereinigung und 
andererseits durch die Zuwanderung von ca. 250.000 jüdisch-russischsprachigen Menschen. Derzeit sind 
in Deutschland ca. 100.000 Mitglieder in den jüdischen Gemeinden eingetragen.1 
  
Vielfältige jüdische Institutionen prägen heute das jüdische Leben in der Bundesrepublik Deutschland: 
• Der Zentralrat der Juden vertritt heute politisch 23 jüdische Landesverbände. Diese sind in 105 
Städten und Regionen nach orthodoxem, konservativem bis hin zu liberalem Ritus organisiert.
2 
 
• In einigen größeren Städten haben sich zusätzlich auch Religionsgemeinschaften wie z.  B. die 
Chabad-Lubavitch-Bewegung etabliert, die teilweise mit den ortsansässigen Einheitsgemeinden 
kooperieren.  
• Die Zentralwohlfahrtsstelle (ZWST) der Juden in Deutschland engagiert sich in den Bereichen 
Jugend, Sozialarbeit, Bildung und Erziehung. 
• Lehre und Wissenschaft sind an Hochschulen auch wieder mit dem S tudienfach Judaistik 
etabliert. 
• Zudem wurde vor 40 Jahren im Jahre 1979  die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg  
(HfJS) gegründet. Sie ist wissenschaftlich im In- und Ausland anerkannt. 
• Rabbinerinnen und Rabbiner werden wieder in D eutschland an Rabbinerseminaren ausgebildet 
und ordiniert.  
• Jüdische Kindergärten, Grund - und weiterführende Schulen, Jugendzentren, Religionsschulen 
und Lehrhäuser sind heute wieder überall in Deutschland zu finden.  
• Seniorenzentren und Elternheime bieten  Unterstützung und aktive Freizeitbeschäftigungen für 
ältere Menschen an.  
• An vielen Universitäten sind jüdische Hochschulgruppen aktiv.  
• Der jüdische Ärzteverband mit Sitz in Düsseldorf organisiert alljährlich internationale 
medizinische Kongresse.  
• Der j üdische Sportverband Makkabi Deutschland nimmt an nationalen und internationalen 
Wettbewerben teil. 
• Jüdische Kulturtage und Filmreihen, von Städten und jüdischen Gemeinden verantwortet, finden 
jedes Jahr großen Anklang und tragen zu einem sich veränderndem Bild der jüdischen Existenz 
innerhalb der Mehrheitsgesellschaft bei. 
 
Weitere tausende jüdische Menschen leben ohne eine Anbindung an eine Kultusgemeinde in 
Deutschland. Sie fühlen sich der jüdischen Seins -Gemeinschaft verbunden. Dazu zählt auch die 
Zuwanderung aus Israel. Zur Anzahl von jüdischen Menschen aus Israel in Deut schland liegen keine 
offiziellen Zahlen vor. Ausgegangen wird davon, dass heute z.B. in Städten wie Berlin ca. 20 .000 
Menschen aus Israel leben. Auch sie prägen das kulturelle jüdische Leben in Deutschland mit.  
 
Der Antisemitismus als drängendes gesellschaftliches Phänomen 
Leider prägt auch ein wachsender Antisemitismus das aktuelle jüdische Selbstverständnis in 
Deutschland3. Laut dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, 
 
1
 Vgl. Kessler, Judith: Jüdische Migration aus der ehemaligen Sowjetunion seit 1990. In: hagalil.com vom 
28.02.2003, s. http:/www.berlin-judentum.de/gemeinde Migration (Zugriff: 29.11.2016). 
2
 https://www.zentralratderjuden.de/vor-ort/gemeinden/ (Zugriff: 24.07.2019). 
3
 Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus. Unterrichtung durch die Bundesregierung, 
07.04.2017, s. https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/119/1811970.pdf, S. 95.

3 
 
werden in bürgerlichen Kreisen vermehrt antisemitische oder rassistische Gedanken geäußert, „was man 
sich bis vor einigen Jahren nicht getraut hätte“.4  
 
Nach einem Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus der Bundesregierung ist 
Antisemitismus heutzutage in sozial schwachen Milieus zu finden. Es werden vermehrt antisemitische 
Stereotypen und Vorurteile verbreitet, insbesondere durch die sozialen Medien. Hierbei wird der 
antisemitische Diskurs oft auf einer emotionalen Ebene ausgetragen.5  
 
3. Zielsetzung und inhaltliche Ausrichtung – bundesweites Festivaljahr 01.01.2021 – 31.12.2021  
1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Diese Geschichte und Gegenwart einer breiten Öffentlichkeit 
zu vermitteln ist das Kernziel der Gründung des Vereins. 
Der Verein wird mit dem Festivaljahr 2021 neue Wege beschreiten, indem (1) eine bundesweite 
Umsetzung erfolgt, wodurch die überregionale Bedeutung des Jubiläums mit seiner internationalen 
Strahlkraft deutlich hervorgehoben wird. Die vielfältigen Veranstalt ungen sollen (2) eine breite 
Zielgruppe ansprechen, um das gemeinsame deutsch -jüdische Erbe in all seinen Facetten – besonders 
auch den positiven Aspekten! – im (3) gesamtgesellschaftlichen Bewusstsein nachhaltig zu verankern. 
Dabei ist es bei der Planung und Umsetzung des Festivaljahres dem Verein wichtig, besonders (4) die 
jüdische Perspektive auf die wechselvolle Geschichte, aber auch (5) gegenwärtige Dynamiken der 
deutsch-jüdischen Kultur herauszuarbeiten. Mit dem Festivaljahr soll ein starkes Signal zu r (6) 
Bekämpfung eines sichtbarer gewordenen Antisemitismus gesetzt werden. Das Erreichen dieser 
Zielsetzungen wird durch ein (7) breites Kooperationsbündnis öffentlicher sowie originär jüdisch er 
Institutionen gewährleistet. 
 
Aus den Vorüberlegungen entwickelt sich ein Leitbild, das folgende Aspekte beinhaltet:  
Anlässlich des Jubiläumsjahres 2021 wird die Bedeutung der jüdischen Geschichte und Kultur für 
Deutschland und Europa sichtbar gemacht. Öffentlichkeitswirksam soll dazu beitragen werden, 
kulturelle, politische und interreligiöse Debatten innerhalb der Gesellschaft anzuregen sowie vielfältige 
Veranstaltungen zu realisieren.  
 
Es sollen deutliche Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus gesetzt werden. Hierbei sucht der 
Verein eine gesamtgesellschaftliche Ansprache. Es ist geplant, die Öffentlichkeit bundesweit in das 
Festivaljahr einzubinden mit der Aufforderung, sich mit vielen unterschiedlichen Veranstaltungen zu 
beteiligen. Dazu gehören jüdische und nicht jüdische Institutionen s owie Einzelakteure, u.a. Vereine, 
Initiativen, Verbände, Parteien, Künstler usw. 
 
Somit möchte der Verein auf eine neue Normalität des Miteinanders hinwirken, eine Sensibilisierung und 
Wahrnehmung für die gemeinsame Geschichte und Gegenwart erreichen und d adurch das 
gesellschaftliche Zusammenleben im Alltag stärken. Gleichzeitig werden Klischees und Stereotypen 
durchbrochen und Barrieren überwunden. So werden die Brücken nicht nur gebaut, sondern auch 
überschritten.  
 
Der Verein verfolgt einen offenen Dialog in seinen Veranstaltungen, möchte neue Impulse und innovative 
Ideen einbringen und eine explizit jüdische Perspektive auf Geschichte, Gegenwart und Kultur 
 
4
 Interview mit Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland.“ Das Gefühl, etwas zu 
bewegen.“ In: Jüdische Allgemeine, Berlin, 25.10.2018. 
5
 Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus. Unterrichtung durch die Bundesregierung, 
07.04.2017, s. https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/119/1811970.pdf, S. 312.

4 
 
Deutschlands aufzeigen. So soll das gegenseitige Verständnis nachhaltig erweckt und gefördert werden. 
Zugleich wird über die Landesgrenzen hinaus die europäische Dimension jüdischer Geschichte und 
Kultur aufgezeigt. Miteinander statt übereinander reden ist ein Leitgedanke.  
 
Die gesamtgesellschaftliche Ansprache erfordert eine neue Herangehensweise bei der Konzeption und 
Umsetzung von Programminhalten. Hier möchte der Verein mit dem Festivaljahr 2021 neue Wege gehen 
und auch plattformübergreifende und innovative Konzepte fordern und fördern. Neue Generationen 
verlangen nach neuen Kommunikationsmitteln. D eshalb will der Verein mit dem Festival dazu 
motivieren, fachliche Reflexion zu fördern und emotionale Momente zu schaffen.  
 
Die Beiträge sollen die 1700-jährige Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland in besonderem Maße 
abbilden, um gleichsam das mode rne und vielfältige jüdische Leben in Deutschland darzustellen. 
Darbietungen, die auch über 2021 nachwirken und fortgesetzt werden können, müssen im Jahre 2021 
starten.  
 
4. Projektstruktur 
Die Veranstaltungen des Jubiläumsjahres erstrecken sich auf die Ze itspanne von Januar bis Dezember 
2021. In diesem Zeitraum plant der Verein die Umsetzung von Leuchtturmprojekten (P1), 
Verbundprojekten (P2) und das Einbeziehen von Partnerprojekten (P3): 
 
Projektförderung auf drei Ebenen (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien – BKM) 
 
 
Ziel dieser Projektstruktur ist es, mit eigenen, medienwirksamen Leuchtturmprojekten (P1) eine breite 
Bevölkerungsschicht nachhaltig zu erreichen und mit Verbund - und Partnerprojekten (P2/P3) eine 
größtmögliche Anzahl von Projektpartner*innen an dem Jubilä umsjahr zu beteiligen. Insbesondere von 
den Leuchtturmprojekten (P1) und Verbundprojekten (P2) ist eine Impulswirkung für die beteiligten 
Kommunen und Regionen sowie für die Bildungs- und Vermittlungspolitik insgesamt zu erwarten.

5 
 
5. Organisationsstruktur 
An der Planung, Organisation und Durchführung des bundesweiten Festivaljahres 2021 sind verschiedene 
Arbeitsgremien beteiligt. 
 
Geschäftsstelle 
 
Neben den momentan beschäftigten zwei hauptamtlichen Mitarbeiter*innen des Vereins wird noch in 
diesem Jahr eine Person das Team fachlich unterstützen. In den Jahren 2020 und 2021 wird das Team 
durch weitere Mitarbeitende ergänzt. 
Vorstandsmitglieder 
Laut Satzung besteht der Vorstand aus drei ehrenamtlichen Mitgliedern, von denen zwei den Vorsitz 
innehaben und eine dritte Person die Funktion der Kassierer*in übernimmt.  
Wissenschaftlicher Beirat 
Erstmals werden die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates am 25. August 2019 nach Köln 
eingeladen, um über Groß- und Leuchtturmprojekte zu befinden, die für die Auswahl von Anträgen in 
Frage kommen. Die Vorschlagliste der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wird 
bei der Ansprache dieser Wissenschaftler*innen als Grundlage herangezogen.  
Kuratorium 
Die Mitglieder des Kuratoriums werden in 2020 zur ersten konstituierenden Sitzung eingeladen. 
Professor Dr. Jürgen Rüttgers wird in seiner Funktion als Vorsitzender des Kuratoriums diesen Termin 
vorbereiten.  
Mitgliederversammlung 
Vorsitzender der Mitgliederversammlung ist Abraham Lehrer, der auch den Vorsitz der Synagogen-
Gemeinde Köln innehat. Die nächste Mitgliederversammlung des Vereins 321-1.700 Jahre jüdisches 
Leben in Deutschland wird am 27.08.2019 in der Synagogen-Gemeinde Köln stattfinden. Sowohl 
Institutionen als auch privat Personen sind Mitglieder des Vereins.  
6. Zeitplan  
Die Veranstaltungen des Festivaljahres erstrecken sich auf einen Zeitraum von Januar bis Dezember 
2021. Das offizielle Festivaljahr wird mit einem Festakt am 21. Februar 2021 in Köln feierlich eröffnet.

Beschlussvorlage Ausschuss

4613 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/41 
 
Vorlagen-Nummer 
 0256/2020 
Freigabedatum 
28.01.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Betriebskostenzuschlag für den Verein 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. 
Beschlussorgan 
Finanzausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss beschließt – im Teilplan 0416 – Kulturförderung in der Teilplanzeile 15 – Transferauf-
wendungen für den Zeitraum vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021 – dem Verein 1700 Jahre 
jüdisches Leben in Deutschland e.V. institutionelle Förderung in Höhe von jeweils 200.000 Euro pro 
Jahr zu gewährleisten für den Aufbau und Unterhalt einer Geschäftsstelle. 
 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 28.01.2020 
Finanzausschuss 03.02.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  200.000   € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Zur Würdigung der 1700-jährigen deutsch-jüdischen Geschichte hat der Verein 1700 Jahre jüdisches 
Leben in Deutschland e.V. zusammen mit der Stadt Köln ein Festjahr 2021 initiiert. Der Verein 321–
2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. hat sich am 18. April 2018 im Gemeindehaus 
der Synagoge Köln gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Bedeutung der jüdischen Kultur und Ge-
schichte für Deutschland und Europa wachzuhalten, auf ihr 1700-jähriges Bestehen hinzuweisen und 
dazu zentrale Feierlichkeiten im und rund um das Festjahr 2021 anzustoßen bzw. zu organisieren. In 
Planung stehen neben einem Festakt in Köln zahlreiche bundesweite Kulturevents sowie die Heraus-
gabe von Publikationen. Dadurch möchte der Verein öffentlichkeitswirksam dazu beitragen, kulturelle, 
politische und interreligiöse Debatten innerhalb der Gesellschaft anzustoßen und deutliche Zeichen 
gegen den wachsenden Antisemitismus zu setzen. 
 
(Nähere Informationen zum Konzept siehe Anlage 1) 
 
 
Der Rat der Stadt Köln unterstützt den Verein mit einer Förderung von jeweils 200.000 € für die Jahre 
2020/2021. Das Geld ist bestimmt für den Aufbau einer Geschäftsstelle sowie die organisatorische 
und technische Vorbereitung und Abwicklung des Festjahres.

3 
Institution Förder
der-
jahr 
Förderzweck  Gesamt-
kosten der 
Geschäfts-
stelle 
Höhe Landes-
zuschuss (Staats-
kanzlei NRW) 
Höhe städtischer 
Zuschuss 
1700 Jahre 
jüdisches 
Leben in 
Deutschland 
e.V.  
2020 Aufbau der Ge-
schäftsstelle sowie 
organisatorische 
Vorbereitung des 
Festjahres 
450.000 € 250.000 € 200.000 € 
2021 Unterhaltung der 
Geschäftsstelle 
sowie Abwicklung 
des Festjahres  
450.000€ 250.000 € 200.000 € 
 
Der Landeszuschuss ist zweckgebunden für die Personalkosten der Geschäftsführungen sowie der 
Projektkoordinatoren und deren Reiskosten. 
Der städtische Zuschuss unterstützt die laufende Büromiete, laufende Bürokosten, Personal- und 
Honorarkosten für Projektleitung sowie weiteres Personal, Aufwandsentschädigungen für ein Kurato-
rium und einen wissenschaftlichen Beirat, die Kosten für die Erstellung und Unterhalt der Webseite 
sowie Kosten für Aufbau und Unterhaltung einer Förderdatenbank, die die Projektförderung des Ver-
eins an freie Projektträger verwaltet. 
 
 
Finanzierung 
 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung in Höhe von 400.000 € 
(200.000 € im Jahr 2020 und 200.000 € im Jahr 2021) stehen im Teilergebnisplan 0416 - Kulturförde-
rung, Teilplanzeile 15 - Transferaufwendungen im Förderbereich Kulturdezernat VII bereit. 
Begründung der Dringlichkeit: 
 
Ein Vorgespräch zwischen Verein und Kulturamt hinsichtlich der Kosten- und Finanzplanung hat vor 
einigen Tagen stattgefunden. Weiterhin hat der Verein am 21.01.2020 bei der Bundespressekonfe-
renz in Berlin sein Vorhaben vorgestellt. Der Verein beginnt in diesen Wochen mit der operativen Ar-
beit und ist auf die Fördersumme angewiesen. 
 
 
 
 
 
Anlage 1 (Konzeptpapier)

Beratungsverlauf (2)

28.01.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.10 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
03.02.2020 Finanzausschuss
TOP 10.28 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0256/2020
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
28.01.2020
Erstellt
24.01.2020 09:45