AN/1864/2023
Kontakte der Oberbürgermeisterin zu Kölner Bundestags- Landtagsabgeordneten
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AfD Anfrage nach § 4
5065 Zeichen
An die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
Frau Henriette Reker
Haus Neuerburg
Gülichplatz 1 – 3
50667 Köln
Stephan Boyens
Zimmer 320
Tel: +49 (221) 221-25396
Stephan.Boyens @stadt-
koeln.de
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 20.10.2023
AN/1864/2023
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Rat 26.10.2023
07.12.2023
Kontakte der Oberbürgermeisterin zu Kölner Bundestags- Landtagsabgeordneten
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren,
die Verwaltung hat die Vorlage (2303/2023) zur Akquise von Fördermitteln für die Instandsetzung
des Colonius in der letzten Sitzung des Rates am 07. September 2023 überraschend zurückgezogen.
Die dazu in der Presse durch die Stadt Köln abgegebene Begründung, der angeblich veränderten
Förderbedingungen überzeugt nicht, da die Vorlage sehr aktuell war. Diese war ca. 3 Wochen
alt. Vielmehr kommt der Eindruck auf, dass sie aufgrund der fehlerhaften Aussagen über die Unter-
stützung durch alle Kölner Bundestagsabgeordneten zurückgezogen werden musste. Grund hierfür
muss die konsequente Ausgrenzung und Geringschätzung der demokratisch gewählten AfD Man-
datsträger durch die Verwaltung der Stadt Köln sein.
Laut den städtischen Presseverlautbarungen haben sich die Förderbedingungen geändert. Die Vor-
lage datiert vom 18. August 2023. Diese Bedingungen und potentiellen Veränderungen sollten doch
zu dem Zeitpunkt bekannt gewesen sein und es gab keinen Hinweis in der Vorlage, dass diese sich
noch kurzfristig verändern könnten. Im STEA am 31. August 2023 gab es auch keine Hinweise da-
rauf. Solche Hinweise sind auch nicht aus der Sitzung des Finanzausschusses am 04. September
2023 bekannt, welcher drei Tage vor der Ratssitzung war. Es erscheint wenig schlüssig, dass sich in
dieser kurzen Zeit die Förderbedingungen so grundlegend verändert haben sollen, welche die Rück-
nahme der Vorlage erforderlich gemacht hätte.
Im STEA teilte der Dezernent Haack jedoch mit, dass mit den beiden Kölner Bundestagsabgeordne-
ten der AfD Jochen Haug und Fabian Jacobi nicht gesprochen wurde.
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Über diesen Vorgang sind die beiden Herren selbstverständlich informiert worden. Sicherlich hätten
sie dieses Anliegen um den Colonius auch gerne wohlwollend geprüft. Darüber hinaus würden die
beiden bestimmt auch gerne von der Oberbürgermeisterin in die Gespräche mit den anderen Kölner
Bundestagsabgeordneten in politischen Sachfragen eingebunden werden. Die Oberbürgermeisterin
hatte ja auch in der letzten Sitzung des Hauptausschusses von entsprechenden Gesprächen kurz be-
richtet.
Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter von Herrn Haug und Herrn Jacobi hat Mittwoch vor der Ratssit-
zung versucht, das Büro der Frau Oberbürgermeisterin bezgl. dieser Vorlage telefonisch zu kontak-
tieren.
Weshalb der Eindruck entsteht, dass diese Vorlage nur zurückgezogen wurde, weil die Aussage zu
den Kölner Bundestagsabgeordneten leider so nicht richtig war. Die AfD-Fraktion schreibt bewusst
"leider", weil es in unseren Augen nicht akzeptabel ist, dass die Kölner Verwaltung unter Führung
der Frau Oberbürgermeisterin nicht mit allen Mitgliedern des Deutschen Bundestags gleichermaßen
kommuniziert. Das Grundgesetz kennt keine Abgeordneten erster oder zweiter Klasse.
Wie bereits erwähnt, es geht nicht darum, die Vorlage als solche zu bewerten. Jedoch wird an die-
sem Vorgang deutlich, dass die Kölner Stadtverwaltung AfD Mandatsträger ohne Grund ausgrenzt.
Es entsteht grundsätzlich der Eindruck, dass die Oberbürgermeisterin und die ihr unterstellte Ver-
waltung die Kölner AfD Abgeordneten auf Landes- oder Bundesebene nicht auf die gleiche Weise in
ihre Arbeit wie die Vertreter der anderen Parteien einbezieht. Selbiges gilt natürlich auch für die
kommunalen Mandatsträger in Köln.
Des Weiteren existieren die Instandhaltungsbedarfe des Colonius weiterhin. Das heißt auch die För-
dermittel des Bundes werden immer noch gebraucht.
Daraus ergeben sich die folgenden Fragen und die AfD Fraktion bittet darum, die nachfolgende
Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung am 26.10.2023 zu setzen:
1. Wann und wie hat die Verwaltung Kenntnis von den veränderten Förderbedingungen erhal-
ten, so dass es zu dieser kurzfristigen Rücknahme der Vorlage kam?
2. Wie haben diese Förderbedingungen sich verändert?
3. Warum hat die Kölner Verwaltung nicht mit den AfD Bundestagsabgeordneten in dieser
Frage gesprochen?
4. In welchem Umfang hat die Oberbürgermeisterin in den Jahren 2023, 2022, 2021, 2020,
2019, 2018 und 2017 die Kölner Abgeordneten aus Bundestag und Landtag zu Gesprächen
getroffen? Wir bitten hier um Nennung des Themas, Zeitpunkt und Ort und welche Abgeord-
neten dies waren?
5. Wie oft hat die Kölner Oberbürgermeisterin seit der Landtagswahl 2017 Abgeordnete aus
Landtag und Bundestag zu Gesprächen eingeladen?
Gez. Matthias Büschges Gez. Christer Cremer
(Fraktionsgeschäftsführer) (stellv. Fraktionsvorsitzender)
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Gülichplatz 1
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1864/2023
- Typ
- AfD Anfrage nach § 4
- Datum
- 15.11.2023
- Erstellt
- 20.10.2023 14:49