2263/2024
MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Mitteilung über die Kostenfortschreibung gemäß § 25 Absatz 1 Nummer 2 der Kommunalen Haushaltsverordnung (KomHVO) in Verbindung mit § 12 der Haushaltssatzung der Stadt Köln
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Anlage 5 Konsumtive Folgekosten nach Inbetriebnahme des MiQua
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Anlage 5 - Konsumtive Folgekosten nach Inbetriebnahme des MiQua Kostenart Kosten p.a. Stadt Köln LVR Bemerkungen Kosten VII/3 Unterhaltung des Bodendenkmals 250.000,00 € 250.000,00 € Investitionen (Maschinen, Werkzeuge sonstige Grabungsmaterialien ) 50.000,00 € 50.000,00 € Personalkosten 669.900,00 € 669.900,00 € Anmietung Martinstr. 30 27.421,92 € 27.421,92 € Betriebskosten 6.000,00 € 6.000,00 € Mietzuschuss an LVR Gürzenichquartier 198.190,08 € 198.190,08 € Museumspädagogisches Zentrum (MPZ) Miete für insgesamt 449,21 qm (120 qm + 329,21 qm) 89.913,84 € 89.913,84 € Betriebskosten in Höhe von 51.000,00 €, davon Betriebskosten bis 4,00 € für 120 qm 5.760,00 € 5.760,00 € Betriebskosten oberhalb 4,00 € für 120 qm und für Restfläche (=329,21 qm) 45.240,00 € 45.240,00 € Museum Instandsetzung/-haltung des Museumsgebäudes an Dach und Fach 820.000,00 € 820.000,00 € Personalkosten 26 für Instandsetzung an Dach und Fach 160.000,00 € 160.000,00 € Wartung des Museumsgebäudes an Dach und Fach 820.000,00 € 820.000,00 € Personalkosten 26 für Wartung an Dach und Fach 250.000,00 € 250.000,00 € Instandhaltung im Inneren einschließlich Hausmeister*in x aktuell noch nicht bekannt Betriebskosten x aktuell noch nicht bekannt Bewachungskosten, hälftig aufgeteilt 1.100.000,00 € 550.000,00 € 550.000,00 € Versicherung Exponate x aktuell noch nicht bekannt Sonstiges Abschreibung 2.063.000,00 € 2.063.000,00 € Dem jährlichen Aufwand für die Abschreibung steht der ebenfalls jährlich zu veranschlagende Ertrag aus der Auf- lösung des Sonderpostens gegenüber (Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm des Landes NRW). Dieser Ertrag beläuft sich auf 421.250,00 € p.a.. S U M M E Kosten Stadt Köln p.a. 4.890.185,84 € gerundet 4.900.000,00 €
Anlage 7 Beantwortung der Nachfragen aus dem Finanzausschuss vom 23.09.2024
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Anlage 7 Geschäftsführung Finanzausschuss Herr Müller (20) Telefon: (0221) 221-24649 Fax: (0221) 221-23902 E-Mail: Michael.Mueller6@stadt- koeln.de Datum: 27.09.2024 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Finanzausschusses vom 23.09.2024 öffentlich 6.2.4 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Mit- teilung über die Kostenfortschreibung gemäß § 25 Absatz 1 Nummer 2 der Kommunalen Haushaltsverordnung (KomHVO) in Verbindung mit § 12 der Haushaltssatzung der Stadt Köln für die Haushaltsjahre 2023/2024 2263/2024 RM Schneeloch bittet um Erläuterung der Kostensteigerung. Herr Beigeordneter Greitemann führt aus, die Kostensteigerung beruhe auf der Bau- zeitverzögerung und der Trennung vom bisherigen Stahlbauer. Weitere Kostensteige- rungen infolge neuer Funde des Denkmalschutzes seien nicht ausgeschlossen. Herr Beigeordneter Charles berichtet, dass während der Baumaßnahme zusätzliche archäologisch wertvolle Funde gemacht wurden, die in den Parcours sinnvoll eingear- beitet werden. RM Kessing fragt nach den Folgekosten für Personal in Höhe von 669.000 € (Anlage 5). Herr Beigeordneter Greitemann bestätigt, dass diese jährlichen Kosten für die Erhal- tung und Pflege des Bodendenkmals erwartet werden. RM Joisten fragt, ob mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) Gespräche über die Kostenbeteiligung geführt werden. Herr Beigeordneter Charles berichtet, dass der mit dem LVR 2013 geschlossene Ver- trag eine Laufzeit bis 31.12.2031 habe und vier Jahre vor Ablauf die Möglichkeit be- stehe, in Gespräche für eine Fortführung oder Änderung einzutreten. RM Breite bittet um Mitteilung des Sachstands zu den Ausschreibungen für Trocken- bau und Elektroinstallation. Herr Beigeordneter Greitemann berichtet, dass die Ausschreibung für einen General- unternehmer für alle Innenausbauten derzeit laufe. Das Vergabeziel werde zum Proto- koll ergänzt. Anmerkung der Schriftführung: Die Gebäudew irtschaft der Stadt Köln teilt dazu mit, dass aus w irtschaftlichen und technischen Gründen eine Ausschreibung der Ausbau- gew erke nach Fachlosen nicht in Betracht komme. Gesucht w ird ein Generalunterneh- men, das alle Gew erke übernimmt. Da die beiden Gew erke Heizung/Kälte und Lüf- tungstechnik, sow ie Gebäudeautomation bereits einzeln beauftragt sind, soll das bie- tende Unternehmen die beiden beauftragten Firmen nach Möglichkeit übernehmen. Die Beauftragung soll im 1. Quartal 2025 ausgesprochen w erden. Der Finanzausschuss hat die haushaltsrechtliche Unterrichtung zur Kenntnis genom- men.
Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates
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Dezernat, Dienststelle VII/VII/3 Vorlagen-Nummer 04.09.2024 2263/2024 Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 05.09.2024 Bauausschuss GW 16.09.2024 Ausschuss Kunst und Kultur 17.09.2024 Finanzausschuss 23.09.2024 Rat 01.10.2024 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Mitteilung über die Kostenfortschreibung gemäß § 25 Absatz 1 Nummer 2 der Kommunalen Haushaltsverordnung (KomHVO) in Verbindung mit § 12 der Haushaltssatzung der Stadt Köln für die Haushaltsjahre 2023/2024. Der Rat der Stadt Köln nimmt die erneute Kostenerhöhung für die Baumaßnahme MiQua in Höhe von rund 63 Mio. € brutto zur Kenntnis. Die Gesamtkosten belaufen sich nunmehr auf rund 190 Mio. € brutto statt bisher 127 Mio. € brutto. Mitteilung Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei Komponenten. Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen dem Rathaus, dem Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Teil der Archäologischen Zone ist auch das Praetorium, das sich unter dem Spanischen Bau be- findet. Ein 600 m langer Ausstellungsparcours erstreckt sich auf eine rund 6.000 m² große un- terirdische Fläche. Den zweiten Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude. Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitsze- ntrale, werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. Im gesamten Projekt ist der Leitgedanke „Schutz der Archäologie“ die oberste Förderauflage der Bezirksregierung Köln. Dies zieht sich als roter Faden durch alle Teilmaßnahmen des Ge- samtprojektes. Die Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, das auf einem Stahlbetondeckel oberhalb einer archäologischen Befundebene gebaut wird, der Tatsa- che, dass die Gesamtmaßnahme als innerstädtische Baustelle im Herzen Kölns liegt, sowie der Auflage „Schutz der Archäologie“ macht die Komplexität eines solchen Projektes deutlich 2 und zeigt auf, dass hier ein erhöhter Schwierigkeitsgrad bei allen Planungs- und Ausführungs- prozessen vorliegt. Mehrkosten Ratsvorlage 2017 Mit Vorlage 1679/2017 vom 11.07.2017 wurde einer Erhöhung der Kosten von rund 61,58 Mio. € brutto auf 77 Mio. € brutto zugestimmt (siehe Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017). Mehrkosten Ratsvorlage 2021 Mit Vorlage 0061/2021 vom 30.03.2021 wurde der Rat über eine weitere Erhöhung der Kosten um 50 Mio. € brutto auf 127 Mio. € brutto in Kenntnis gesetzt (siehe Anlage 2 – Ratsvorlage 0061/2021 ). Kostenfortschreibung 2024 Diese Haushaltsrechtliche Unterrichtung beinhaltet die Kostenfortschreibung seit 2021 bis zum voraussichtlichen Fertigstellungstermin 12/2027 inklusive eines angepassten Risikobud- gets (siehe Anlage 3 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 06/2024). Erläuterung der Gründe für die erneute Kostenerhöhung in 2024 (127 Mio. € zu 190 Mio. €) Nach der Kündigung des Unternehmers für das Gewerk Stahlbau in 12/2021 wurde dieses in einem zweistufigen Ausschreibungsverfahren an ein neues Unternehmen vergeben. Hieraus resultiert eine Verzögerung im Baufortschritt mit der Folge, dass der Stahlbau nicht in 12/2021 abgeschlossen wurde, sondern voraussichtlich erst im Herbst 2024 fertiggestellt wer- den kann. Die Verzögerungen im Gewerk Stahlbau haben wiederum Einfluss auf die Folgegewerke, so dass der Endtermin des Gesamtprojektes von 12/2024 auf voraussichtlich 08/2027 prognosti- ziert wird. Diese Terminverschiebung konnte nicht durch Umstellungen im Bauablauf verhin- dert werden. Mit den Unternehmen der Folgegewerke müssen neue Vereinbarungen für die veränderten Zeitpläne getroffen werden. Hieraus resultieren Mehrkosten aufgrund der Projekt-/ Bauzeitver- längerung in allen Gewerken und auch im Bereich der Baunebenkosten. Auch sind die Baukosten im Zuge der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine stark gestiegen. Zusammenstellung der Gesamtaufwendungen Ratsbeschluss 2021 (gerundet) 127 Mio.€ brutto Mehrkosten aus Entscheidungsvorlagen, Mehrkosten bei den IST-Baukosten der Kostengruppen 300 bis 700 sowie bei der Teilmaßnahme Museumspädagogisches Zentrum (MPZ) 22 Mio. € brutto Zwischensumme inkl. Entscheidungsvorlagen 149 Mio. € brutto Zukünftige Projektlaufzeitverlängerungen (Preisanpas- sung, Massenmehrungen, Umplanung wegen Bestands- situation) sowie noch auszuschreibende und noch nicht beauftragte Gewerke inkl. Preissteigerungen 41 Mio. € brutto Gesamtprognose 06/2024 (gerundet) 190 Mio. € brutto 3 Aufstellung Kostentragung Stadt Köln/Fördermittel des Landes NRW aus dem Städte- bauförderprogramm Die Stadt Köln hat in den Jahren 2010/2011 Zuwendungen in Höhe von 14,3 Mio. € vom Land NRW erhalten. Ende des Jahres 2015, 2019 und 2020 folgten zusätzliche Be- scheide über jeweils 4 Mio. €, die einen Teil des durch die Bezirksregierung in Aussicht gestellten Zuwendungsbescheides über 18,4 Mio. € darstellen. In 2020 erhielt die Stadt Köln (aufgrund der Corona-Krise) im Rahmen des Investitionspa- ketes zur Entlastung der kommunalen Haushalte weitere 1 Mio. € Fördermittel durch das Land NRW. gemäß Ratsbeschluss 14. Juli 2011 Finanzierung Stadt Köln 37,473 Mio. € Fördermittel des Landes 14,300 Mio. € Summe 51,773 Mio. € nach Optimierung III Stand 2015 Finanzierung Stadt Köln 28,878 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € Summe 61,578 Mio. € Nachtragskostenberechnung 2017 Finanzierung Stadt Köln 44,300 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € Summe 77,000 Mio. € Nachtragskostenberechnung 2021 Finanzierung Stadt Köln 93,300 Mio. € Fördermittel des Landes 33,700 Mio. € Summe 127,000 Mio. € Nachtragskostenberechnung 2024 Finanzierung Stadt Köln 156,300 Mio. € Fördermittel des Landes 33,700 Mio. € Summe 190,000 Mio. € Finanzierung der Mehrkosten a) Kosten Gegenüber der Nachtragskostenberechnung 2021 liegt die Steigerung der Gesamtkosten der Maßnahme bei rund 63 Mio. €. Der Betrag von 63 Mio. € setzt sich zusammen aus rund 61 Mio. € für investive Auszahlungen sowie 2 Mio. € für konsumtive Aufwendungen. Bisher erfolgten Zahlungen in Höhe von insgesamt 89.388.674 € brutto (Stand: 07/2024). b) Mittelabfluss und Finanzierung Aufgrund zeitlicher Verzögerungen in Vorjahren wurden die bisher eingeplanten Mittel noch nicht vollständig in Anspruch genommen. Sie werden ebenfalls innerhalb der neuen Mittelab- flussplanung berücksichtigt. b1) investive Auszahlungen 4 Der investive Mittelabfluss wird wie folgt prognostiziert: 2024 2025 2026 2027 2028 2029 17,875 Mio. € 29,801 Mio. € 26,405 Mio. € 16,035 Mio. € 11,709 Mio. € 7,428 Mio. € Die noch offenen investiven Auszahlungen mit einem prognostizierten Mittelabfluss in den Jahren 2024 bis 2029 belaufen sich auf circa 109,25 Mio. €. Hiervon entfallen auf das Jahr 2024 17,875 Mio. €, wovon bereits rund 10,478 Mio. € ausgezahlt wurden (Stand: 07/2024). Die Deckung der investiven Auszahlungen im Haushaltsjahr 2024 erfolgt aus veranschlagten Mitteln im Teilfinanzplan der Stabsstelle Archäologische Zone in der Produktgruppe 0413-Ar- chäologische Zone und Jüdisches Museum, Finanzstelle 9073-0413-0-0001. Die restlichen investiven Mittel in Höhe von 91,4 Mio € entfallen auf die Jahre 2025 bis 2029. Das Dezernat für Kunst und Kultur wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsverfahrens 2025 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die ab 2025 erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. b2) konsumtive Aufwendungen Der voraussichtliche konsumtive Mittelabfluss stellt sich bis zur Eröffnung des Museums wie folgt dar: 2024 2025 2026 2027 0,5 Mio. € 0,5 Mio. € 0,5 Mio. € 0,5 Mio. € Für das Haushaltsjahr 2024 stehen die Mittel im Teilergebnisplan der Stabsstelle Archäologi- sche Zone in der Produktgruppe 0413-Archäologische Zone und Jüdisches Museum zur Ver- fügung. Das Dezernat für Kunst und Kultur wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsverfahrens 2025 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die ab 2025 erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. c) konsumtive Folgekosten Die konsumtiven Folgekosten sind der Anlage 5 - Konsumtive Folgekosten nach Inbetrieb- nahme des MiQua zu entnehmen. Ab 2027 sind diese im Teilergebnisplan der Stabsstelle Archäologische Zone in der Produkt- gruppe 0413-Archäologische Zone und Jüdisches Museum abzubilden. Das Dezernat für Kunst und Kultur wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsverfahrens 2025 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die ab 2027 erforderlichen Mittel, ggf. durch Umschichtungen, vorsehen. gez. i.V. Blome 5 Anlagen: Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017 Anlage 2 - Ratsvorlage 0061/2021 von 2021 Anlage 3 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 2024 Anlage 4 - Erläuterungen zu den Kostenfaktoren Anlage 5 - Konsumtive Folgekosten nach Inbetriebnahme des MiQua Anlage 6 – Mitteilung der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln zur Kostenfortschreibung
Anlage 6 Mitteilung der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln zur Kostenfortschreibung
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Anlage 6 zur Vorlage 2263/2024 - Mitteilung der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln zur Kostenfortschreibung Die Vorlage weist Mehrkosten in Höhe von rund 63 Mio. Euro brutto aus, woraus sich Gesamtkosten von rund 190 Mio. Euro ergeben. Um geschäftsfähig und handlungsfähig zu bleiben, ist es für das Projekt von dringender Notwendigkeit, dass diese Mehrkosten im Rahmen der Haushaltsrechtlichen Unterrichtung vom Rat der Stadt Köln zur Kenntnis genommen und akzeptiert werden. Denn erst nach der Genehmigung der Mehrkosten können - die Vergabe an ein Generalunternehmen (GU-Vergabe) für Ausbau und Technische Gebäude-Ausrüstung (TGA) gestartet werden, - die Teil-GU-Vergabe für Trockenbau und Elektrotechnik/Nachrichtentechnik (ET/NT) im Museumspädagogischen Zentrum (MPZ) und Praetorium beauftragt werden - und bisher offene Zusatzverträge mit den Planungsbüros für notwendige zusätzliche Planungsleistungen abgeschlossen werden. Die Erhöhung des Kostenrahmens ist im Projekt zwingend notwendig um geschäfts- und handlungsfähig zu bleiben und wird als Zielkostenrahmen angesehen. Die Gebäudewirtschaft weist darauf hin, dass die Verwaltung keinen Einfluss auf Marktschwankungen und Preisentwicklungen hat.
Anlage 4 Erläuterungen der Kostenfaktoren
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MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Anlage 4 – Erläuterung der Kosten Mehrkosten Teil 1 22,225 Mio. Euro ca. 35% Mehrkosten aus Entscheidungsvorlagen, Mehrkosten bei IST Baukosten der Kosten- gruppen 300-700 sowie bei der Teilmaßnahme Museumspädagogisches Zentrum (MPZ) Beispielhaft: - Höhere Kosten für aufwendige Unterfangungen der a rchäologischen Befunde (z.B. durch Spezial-Pfähle) und aufwendigen Durchbrüche (komplizierte Sägeschnitttechnik) innerhalb der archäologischen Befunde; da der Aufwand erst nach Freilegung der Befunde ermittelt werden - Umplanungen und Anpassungen der Ausstellungsarchi tektur aufgrund neuer Befundsituatio- nen und neuen Funden, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse zulassen (z.B. Verände- rung der Vitrinengrößen und deren Standorten) - Zusätzliche Polleranlagen - Zusätzlicher Fernwärmeanschluss - Honorare für verschiedene Sachverständige (z.B. B arrierefreiheit, Stahlbau, Außenanlagen) - Honorarkosten Ausstellungsplaner durch geänderte Befundlage und sich daraus resultie- rende Änderungen des Ausstellungskonzeptes, wie z.B. im Tanzhaus - Honorarkosten wegen der Anpassungen der Sicherhei tstechnik im MPZ (z.B. Fingerprintsys- tem) - Honorarkosten für Überarbeitung des Brandschutzko nzeptes aufgrund neuer Befunde in der Archäologie - Honorarkosten wegen Interimsausstellung im Praeto rium (Umplanungen, Brandschutzkon- zept und Bauantrag) Mehrkosten Teil 2 41,030 Mio. Euro ca. 65% Zukünftige Projetlaufzeitverlängerungen (Preisanpassungen, Massenmehrungen, Um- planungen wegen Bestandssituationen) sowie noch auszuschreibende und noch nicht beauftragte Gewerke inklusive Preissteigerung Die Kündigung und Neuausschreibung des Gewerkes Stahlbau hatten zur Folge, dass die nachfolgenden Gewerke nach geltendem Baurecht nicht mehr an die ursprünglich vertraglich vereinbarten Termine und Preise gebunden waren. Eine Kostenerhöhung ist unvermeidbar gewesen. Es wurden intensive Verhandlungen mit den Firmen über die Bauzeitverschiebung und daraus resultierende Nachtragsansprüche geführt. Beispielhaft: - Neubeauftragung Stahlbau und Sanierung Stahlbau d es gekündigten Stahlbauunternehmens - Baupreisanpassung der Nachfolgegewerke - Kosten für ein Schwerlastgerüst durch geänderten Bauablauf für den Stahlbau - Laufzeitverlängerung Planungshonorare aufgrund vo n Bauzeitenverlängerung - Verlängerte Vorhaltezeit für die Messeinrichtunge n und Betreuung der Alarmierung durch Bauwerksbewegungen und Schwingungen - Mehraufwand Wachdienst - Mehraufwand Baustelleneinrichtung wie Containeran lage, Drehkreuz etc.
Anlage 3 Nachtragskostenberechnung
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Stand: 24.07.2024 Drees & Sommer SE Habsburgerring 2 50674 Köln Telefon +49 221 13050-0 Telefax +49 221 13050-155 info.koeln@dreso.com www.dreso.com Bearbeiter: Herr Tepner MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anlage zur haushaltsrechtlichen Unterrichtung MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 24.07.2024 Einleitung: Mehrkosten Ratsvorlage 2017: Mehrkosten haushaltsrechtliche Unterrichtung 2021: Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei Komponenten. Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen dem Rathaus, dem Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Teil der Archäologischen Zone ist auch das Prätorium, das sich unter dem Spanischen Bau befindet. Ein 600 m langer Ausstellungsparcours erstreckt sich auf eine rund 6.000 m² große unterirdische Fläche. Den zweiten Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude. Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitszentrale, werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. Im gesamten Projekt ist der Leitgedanke „Schutz der Archäologie“ die oberste Förderauflage der Bezirksregierung Köln. Dies zieht sich als roter Faden durch alle Teilmaßnahmen des Gesamtprojektes. Die Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, das auf einem Stahlbetondeckel oberhalb einer archäologischen Befundebene gebaut wird, die Tatsache, dass die Gesamtmaßnahme als innerstädtische Baustelle im Herzen Kölns liegt sowie der Auflage „Schutz der Archäologie“ macht die Komplexität eines solchen Projektes deutlich und zeigt auf, dass hier ein erhöhter Schwierigkeitsgrad bei allen Planungs- und Ausführungsprozessen vorliegt. Mit Vorlage 0061/2021 vom 30.03.2021 wurde einer Erhöhung der Kosten von 77 Mio. brutto auf 127 Mio. Euro brutto vom Rat am 06.05.2021 zugestimmt. (siehe Anlage XX - Haushaltsrechtliche Unterrichtung 0061/2021 von 2021) Mit Vorlage 1679/2017 vom 12.06.2017 wurde einer Erhöhung der Kosten von 61,578 Mio. brutto auf 77 Mio. Euro brutto vom Rat am 11.07.2017 zugestimmt. (siehe Anlage XX - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017) MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 24.07.2024 Kostenfortschreibung 2024: Einer der maßgeblichen Gründe für die enorme Verzögerung und Terminverschiebung im Projekt ist die Kündigung des vorherigen Unternehmers für das Gewerk Stahlbau, die in 12/2021 vollzogen wurde. Es wurde damals ein neues Unternehmen in einem 2-stufigen Ausschreibungsverfahren beauftragt. Die Beauftragung der neuen Stahlbaufirma erfolgte Ende 11/2022. Nach Einarbeitung der neuen Stahlbaufirma in das Projekt und detaillierter Prüfung der zu übernehmenden Stahlbauteile, die teilweise bereits vor Ort verbaut und teilweise bereits gefertigt waren, stellte sich heraus, dass hier teils erhebliche Mängel vorlagen. Im Zuge intensiver Abstimmungsgespräche zur Lösungsfindung und zum Umgang mit den Stahlbauteilen sowie der Erstellung eines Sanierungskonzept für die zu sanierenden Bauteile, liegt der aktuelle Fertigstellungstermin für das Gewerk Stahlbau in 12/2024. Die Verschiebung des Gewerkes Stahlbau hat wiederum einen Einfluss auf die Folgegewerke und führt in Summe zu einem verschobenen Baufertigstellungs- und Übergabetermin an den LVR für die Gesamtmaßnahme von 09/2024 auf 12/2027. Es werden aktuell mit den Folgegewerken der Gebäudehülle (Dach + Fassade) neue Terminvereinbarungen für deren Zeitpläne getroffen. Parallel erfolgt die Zusammenführung eines Großteils der noch ausstehenden Ausbaugewerke zu einem Generalunternehmer- Paket. Die Vorbereitungen für die Ausschreibung + Vergabe dieses Pakets laufen aktuell. Auch sollen die Ausstellungsgewerke nach Abschluss der Ausstellungsplanung als Paket ausgeschrieben werden. Aus diesen zuvor genannten Sachverhalten resultiert der Großteil der Mehrkosten sowie aus den laufenden Baunebenkosten, die sich durch den Anstieg aufgrund des Zeitverzugs ergeben. Darüber hinaus sind in den Steigerungen seit 2021 bis 2024 die enormen Marktpreissteigerungen aufgrund von Corona sowie dem Ukraine-Krieg enthalten. Erläuterung der Gründe für die Kostenerhöhungen von 03/2021 zu 07/2024 (127 Mio. zu 190 Mio. €) Die haushaltsrechtliche Unterrichtung aus 2021 beinhaltete die Bewertung des IST-Standes der Kostenprognose zum damaligen Stand sowie einer Prognose der möglichen Mehrkosten, die sich aus den Auswirkungen der Terminverschiebung der Fertigstellung auf 09/2024 ergeben. Die monetäre Bewertung der Auswirkungen der Terminverschiebung der Fertigstellung von 09/2024 auf 12/2027 ist in der aktuellen haushaltrechtlichen Unterrichtung berücksichtigt. Diese Vorlage beinhaltet die Kostenfortschreibung seit 2021 bis zum voraussichtlichen Fertigstellungstermin 2027. MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 24.07.2024 - Neuausschreibung des Stahlbaus - Verlängerte Vorhaltezeit für die Messeinrichtungen und Betreuung der Alarmierung durch Bauwerksbewegungen und Schwingungen - Laufzeitverlängerung Planerhonorare aufgrund von Bauzeitverlängerung / Projektlaufzeitverlängerung - Honorarkosten im Zusammenhang mit der Neuausschreibung des Gewerkes Stahlbau sowie der Begleitung der Lösungsfindung im Zuge des Sanierungskonzeptes für die mangelbehafteten Stahlbauteile - zusätzliche Honorarkosten bei der Statik wegen erneuter statischer Berechnung der Wände zum Prätorium nach Freilegen der Bestandswände sowie geänderter Parcoursführung zwischen in archäologischen Befunden - Honorare für verschiedene Sachverständige (Barrierefreiheit, Stahlbau, Dachabdichtungen, Fassade, Sicherheitskonzept etc.) - Honorarkosten Ausstellungsplaner durch geänderte Befundlage und daraus resultierende Änderungen des Ausstellungskonzeptes wie im Haus Bardowiek - Mehraufwand bei der Sandabsaugung und der Begleitung der archäologischen Arbeiten in der Ebene 00 - Kündigungen aufgrund von Verzug und deren Neuausschreibung - Mehrkosten aufgrund von komplexeren und aufwendigeren Unterfangungen der archäologischen Befunde (z.B. durch Spezial-Pfähle / Fa. ERKA-Pfahl) - Höhere Kosten für die aufwendigen Durchbrüche des Parcours innerhalb der archäologischen Befunde; da der Aufwand erst nach Freilegung der Befunde ermittelt werden konnte (sensibles Vorgehen durch komplizierte Sägeschnitttechnik) - Mit der Neuausschreibung des Stahlbaus verbundene Folgekosten im Gewerk selber sowie bei den Folgegewerken der Gebäudehülle und der Zusammenführung eines Großteils der ausstehenden Baugewerke in einer GU-Vergabe Die Mehrkosten resultieren im Wesentlichen aus folgenden Gründen: MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 24.07.2024 (alle Angaben in € brutto) Baukosten Baunebenkosten Grabungskosten A) Projektbudget / Kostenberechnung Optimierung III (06/2015) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Mehrkosten Projekt Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Kostenschätzung MPZ Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Restrisiko Grabung + Umplanungskosten Entscheidungsvorlagen (EVs) Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Risikozuschlag 5% B) Zwischensumme Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 07/2017 Zwischensumme A + B Ratsbeschluss 07/2017 - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) Ratsbeschluss 05/2021 - Anteil Mehrkosten Projekt Ratsbeschluss 05/2021 - Anteil Risiko (RC) C) Zwischensumme Erhöhung Projektbudget Ratsbeschluss 05/2021 Zwischensumme A + B + C Stand 07/2024 37.777.135,25 € 16.622.838,24 € 7.178.997,44 € 61.578.970,91 € 3.670.000,00 € 7.039.000,00 € 1.750.000,00 € 2.631.800,00 € 400.000,00 € 15.490.800,00 € 77.000.000,00 € 49.618.900,00 € 127.000.000,00 € 11.571.000,00 € 34.374.000,00 € 3.673.900,00 € MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur Ratsvorlage Stand: 24.07.2024 (alle Angaben in € brutto) Stand 07/2024 Zwischensumme A + B + C Erhöhung - Anteil Entscheidungsvorlagen (EVs) - Stand 07/2024 Mehrkosten KGR 200 (VE 2000er) Mehrkosten KGR 300 (VE 3000er) Mehrkosten KGR 400 (VE 4000er) Mehrkosten KGR 500 (VE 5000er) Mehrkosten KGR 600 (VE 6000er) Mehrkosten KGR 700 (VE 7000er) Mehrkosten Grabung (VE 7901) Mehrkosten Teilprojekt MPZ (VE 9000) D) Mehrkosten (07/2024) - Teil 1 Zwischensumme A + B + C + D Zukünftige Projektlaufzeitverlängerungen (Preisanpassung, Massenmehrungen, Umplanung wegen Bestandssituation) sowie noch auszuschreibende und noch nicht beauftragte Gewerke inkl. Preissteigerungen E) Mehrkosten (07/2024) - Teil 2 Gesamtprognose Gesamtmaßnahme 07/2024 1.327.900,00 € 0,00 € 41.029.900,00 € 190.030.000,00 € 41.029.900,00 € 0,00 € 800,00 € 22.478.500,00 € 149.000.000,00 € 20.167.100,00 € 0,00 € 117.700,00 € in Teil 2 (zukünftige Kosten - siehe unten - enthalten) 865.000,00 € 127.000.000,00 € MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Nachtragskostenberechnung als Anhang zur haushaltsrechtlichen Unterrichtung Stand: 24.07.2024 Anlage 1 - Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 24.07.2024 Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) (alle Angaben in € brutto) Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) bis 07/2017 - Reine Baukosten exkl. Planungskosten KGR 700 EV 16 - Neuer Parcoursverlauf -28.100,00 € EV 16.2 - Fortschreibung Parcoursverlauf 250.000,00 € EV 17 - Umbau WC-Anlage Spanischer Bau 104.200,00 € EV 18 - Hauptzugang Jüdisches Museum 55.600,00 € EV 19 - Müllraum Historisches Rathaus - Anteil Hauptmaßnahme 87.300,00 € EV 23 - Dachaufbau -260.600,00 € EV 24 - Planung nach Energieleitlinie 2010 - 2012 0,00 € EV 25.1 - Gebäudesicherheit (I) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Durchschusshemmung für Glasflächen + Eingangstüren in FB4, Poller zum Schutz gegen anfahrende PKW) 293.900,00 € EV 25.2 - Gebäudesicherheit (II) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Sicherheitszentrale im Historischen Rathaus, Erweiterung der Einbruchmeldeanlage, Ertüchtigung der Videoüberwachungsanlage) 752.400,00 € EV 25.3 - Gebäudesicherheit (III) - Planänderungen wegen Sicherheitsempfehlungen in Abstimmung u.a. mit der Kriminalpolizei (z.B. Schleuse Eingangsbereich inkl. Sicherheitsgeräte) 452.400,00 € EV 28 - Fahrradstellplätze 10.500,00 € EV 29 - Platzaufbau in gebundener Ausführung 44.500,00 € EV 30 - Ergänzung Kampfmittelsondierung 53.700,00 € EV 31 - Grabung vor der Laube (in Schätzkosten Grabung VII/3 enthalten) 0,00 € EV 32 - Verglasung durchschusshemmend (integriert in EV 25.1) 0,00 € EV 34 - Fassade Historisches Rathaus Judengasse 31.700,00 € EV 35 - Introraum E02 0,00 € EV 36 - Anpassung Bohrpfahlwand Laube und Rathausturm 33.500,00 € EV 37 - Änderung Lagerflächen 14.100,00 € EV 38 - Änderungen Schweißnähte (vom BH abgelehnt) 0,00 € EV 40 - Optimierung Raumanforderungen in E02 (Personalräume, Putzmaschinenraum, Hausmeisterlager, etc.) 131.700,00 € EV 41 - Evakuierungskonzept 155.000,00 € EV 56 - Römerkanal 50.000,00 € EV Baustellensicherheit und -überwachung 400.000,00 € Zwischensumme Entscheidungsvorlagen (EVs) bis 05/2017 2.631.800,00 € MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 24.07.2024 Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) (alle Angaben in € brutto) Korrektursummen, da einige EVs 2017 nur als Kostenschätzung vorlagen und mittlerweile konkretisiert wurden -53.800,00 € EV 16.3 - Fortschreibung Parcoursverlauf 28.300,00 € EV 25.4 - Gebäudesicherheit (IV) - Verlegung der Sicherheitszentrale (siehe EV 25.2) aus dem Historischen Rathaus ins MPZ -155.500,00 € EV 42 - Halogenfreie Installationsmaterialien 205.300,00 € EV 45 - Fassadenpfosten -9.800,00 € EV 46 - Entspiegelung Innenverglasung (Empfehlung Gutachter) 123.800,00 € EV 47a - VdS- Klasse C (Sicherheitskonzept; Anforderung des Versicherers) 107.300,00 € EV 48 - Brandschutzbeschichtung (Optimierung, da Ausschreibungsprodukt nicht mehr zulässig) 586.100,00 € EV 49 - Überarbeitung Nebenräume Ebene 00 56.300,00 € EV 50 - Unterfangungen Archäologie 525.700,00 € EV 51 - Aufsplittung Gewerke Prät. / Neubau 204.200,00 € EV 52 - WLAN 78.500,00 € EV 53 - Anstrich Ausstellungskonzept 110.500,00 € EV 54 - Spolien 260.600,00 € EV 55 - Vorrüstung Videoüberwachung Dachhaut (Sicherheitskonzept) 60.500,00 € EV 57 - Sprechanlage MPZ 57.600,00 € EV 58 - Lichtkuppeln / NRAs aus Glas (Sicherheitskonzept) 60.200,00 € EV 59 - Durchgänge Archäologische Wände 1.083.300,00 € EV 60 - Wände Außenräume E03 als Sandwichpaneel - entfällt 0,00 € EV 61 - Museumstitel Fassade 17.500,00 € EV 62 - Zusätzliche Abdichtungslage Dach 66.100,00 € EV 63 - Ausführung Drainage mittels Lehmrinne und Rückstaupumpen 125.000,00 € EV 64 - Komponenten Klima-Monitoring 55.000,00 € EV 65 - Vitrinenfühler Klima-Monitoring 75.000,00 € EV 66 - Heizkörper Windfang MPZ 1.200,00 € EV 69 - Anbindung Drainagepumpen 5.000,00 € Zwischensumme Entscheidungsvorlagen (EVs) ab 07/2017 bis 05/2021 3.673.900,00 € Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) ab 07/2017 bis 05/2021 - Reine Baukosten exkl. Planungskosten KGR 700 - für technische notwendige Ergänzungen - MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 24.07.2024 Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) (alle Angaben in € brutto) Korrektursummen, da einige EVs aus dem Zeitraum 2017 bis 2021 nur als Kostenschätzung vorlagen und mittlerweile konkretisiert wurden -83.000,00 € EV 70 - Unterverteilung MPZ 28.800,00 € EV 71 - Zutrittskontrollanlage MiQua 163.200,00 € EV 72 - Zutrittskontrollanlage MPZ 100.800,00 € EV 73 - Interimsnutzung MPZ 73.100,00 € EV 74 - Polleranlage Außenanlagen + Rufsäule 99.000,00 € EV 75 - Erhöhung Ausstellungsbeleuchtung 328.800,00 € EV 76 - Planungsänderung Treppe 23 (E00 zu Foyer E01) + Erhalt Arch. Wand jüdisches Hospital 135.000,00 € EV 78 - Installation Außensteckdosen und Anbindung Infotafel 6.500,00 € EV 79 - BOS-Campusanlage 48.200,00 € EV 80 - Römerkanal - Teil 2 -6.200,00 € EV 81 - Umluftkühlgerät MPZ 12.100,00 € EV 82 - Kamera Tiefgaragenausfahrt MPZ 17.000,00 € EV 84 - Fernwärme 115.100,00 € EV 86 - Sandwichpaneele 85.900,00 € EV 88 - Exponatsicherung 56.200,00 € EV 90 - Hochsicherheitspoller 147.400,00 € EV 91 - Natursteinpflaster Außenanlagen MiQua (kostenneutrale Änderung) 0,00 € Zwischensumme Entscheidungsvorlagen (EVs) ab 05/2021 bis 07/2024 1.327.900,00 € Gesamtsumme Entscheidungsvorlagen (EVs) 7.633.600,00 € Übersicht Entscheidungsvorlagen (EVs) ab 05/2021 bis 07/2024 - Reine Baukosten exkl. Planungskosten KGR 700 - für technische notwendige Ergänzungen -
Anlage 1 Ratsvorlage 2017
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/2 Vorlagen-Nummer 1679/2017 Freigabedatum 19.06.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln. Nachtragskostenberechnung Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Der Rat nimmt die Aufwandserhöhung für die Baumaßnahme MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in Höhe von rd. 15,42 Mio. Euro brutto vor Umsetzung zur Kenntnis. Die Gesamtaufwendungen betragen nun rd. 77 Mio. Euro brutto. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Landesregierung in Kontakt zu treten, um die Mög- lichkeit einer finanziellen Förderung für die zusätzlichen baulichen und technischen Maßnah- men des Sicherheitskonzeptes zu erörtern. 3. Der Rat beschließt überplanmäßige Auszahlungen in Höhe von 4,4 Mio. € im Teilplan 0413 – Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Teilplanzeile 8 – Auszahlungen für Baumaß- nahmen. Die Refinanzierung in entsprechender Höhe erfolgt aus Mitteln zur Sanierung des Kölnischen Stadtmuseums im Teilplan 0408 – Kölnisches Stadtmuseum, Teilplanzeile 8 – Auszahlungen für Baumaßnahmen, Hj. 2017. 4. Der Rat beschließt überplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 0,6 Mio. € im Teilplan 0413, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Die Refinanzierung in ent- sprechender Höhe erfolgt aus Wenigeraufwendungen bei der Maßnahme Sanierung Halle Kalk, Teilplan 0402 – Museum Ludwig, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Hj. 2017. Ausschuss Kunst und Kultur 27.06.2017 Finanzausschuss 10.07.2017 Rat 11.07.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen 13,42 Mio.€ Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 2 Mio € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 a) Personalaufwendungen 694.180 € b) Sachaufwendungen etc. 911.200 € c) bilanzielle Abschreibungen 850.000 € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2020 a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten 388.235 € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei Komponenten. Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen dem Rathaus, dem Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Hier erstreckt sich ein 600 m langer Ausstellungsparcours. Den zweiten Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude. Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitszentrale, werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. Zur Genese des Projekts: Im Rahmen der „Regionale 2010“ plante die Stadt Köln eine Archäologische Zone als denkmalhaften Bereich und archäologisch-historisches Museum als Erweiterung der bisherigen unterirdischen Aus- stellung zum Praetorium zu schaffen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Mu- seumslandschaft in Köln sollte somit über bauliche Maßnahmen im historischen Kontext wichtige Im- pulse erhalten. In zentraler Lage, im Bereich des Historischen Rathauses, sollten zwei Baumaßnah- men von unterschiedlichen Bauherren realisiert werden, welche für die Innenstadtentwicklung von weitreichender Bedeutung sind. Beide Bausteine, die Archäologische Zone und das Jüdische Muse- um Köln, sollten von verschiedenen Bauherren realisiert und in getrennter Trägerschaft geführt wer- den. Ausloberin des Wettbewerbs für die „Archäologische Zone“ war die Stadt Köln, vertreten durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, und Ausloberin für das Jüdische Museum Köln war die „Stif- tung Haus und Museum der Jüdischen Kultur Köln e.V.“ „Mit der Durchführung des Wettbewerbs soll eine dem Ort und der Nutzung angemessene Lösung gefunden werden, die gestalterisch überzeugt und nachhaltig ist. Dabei sollen beide Bausteine städ- 3 tebaulich und architektonisch aufeinander abgestimmt sein“, so der Auslobungstext. Die Preisgerichtssitzung fand 2008 statt und fand mit dem Entwurf des Büros Wandel, Hoefer und Lorch (WHL) einen anerkannten und erfahrenen Preisträger. International bekannt wurden WHL durch ihren Entwurf zur neuen Dresdner Synagoge. Dieser wurde 2002 auf dem XXI. Architektur- Weltkongress UIA mit dem World Architecture Award für das beste Gebäude Europas ausgezeichnet. Beim 2001 ausgelobten, zweistufigen städtebaulichen Architekturwettbewerb für das Jüdische Zent- rum Münchens, an dem über 300 Architekturbüros aus ganz Europa ihre Arbeiten eingereicht hatten, erhielten sie ebenfalls den Zuschlag und übernahmen sowohl Planung als auch Bauleitung. Das Jüdi- sche Zentrum München erhielt den Deutschen Städtebaupreis 2008 und eine Auszeichnung des Deutschen Architekturpreises 2011. Der Siegerentwurf von WHL wurde von der Jury mit nur wenigen Auflagen versehen, die konsequent umgesetzt wurden. Dazu gehörte eine Veränderung der Eingangssituationen zum Alter Markt im Sin- ne eines stärkeren öffentlichen Auftritts hin, der Schaffung einer Raumsituation gegenüber dem Wall- raf-Richartz Museum & Fondation Corboud und respektvoller Umgang mit den archäologischen Fun- den, der zum Beispiel Durchbrüche für unzulässig erklärte. Der Schutz der Archäologie ist auch die wichtigste Förderauflage der Bezirksregierung Köln. Die Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, den Schutzzielen für die Archäolo- gie und der Tatsache, dass sich die Baustelle in unmittelbarer Nähe des Rathauses befindet, macht die Komplexität und Einmaligkeit eines solchen Projektes deutlich. Es zeigt auf, dass hier ein erhöhter Schwierigkeitsgrad bei allen Planungs- und Ausführungsprozessen vorliegt. In dem vergangenen Jahrzehnt hat das Projekt sowohl in finanzieller sowie in baulicher Hinsicht di- verse Veränderungen erfahren. Nach der Erklärung des Vereins zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur in Köln, für den Bau und Betrieb des Museums nicht mehr zur Verfü- gung zu stehen, entschied sich der Rat der Stadt Köln in Sitzungen 2009 und 2010 das Projekt den- noch fortzusetzen. In dem Ratsbeschluss heißt es unter anderem: “Nach dem Rückzug der Gesell- schaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur aus Betrieb, Finanzierung und Bauherrenschaft wird die bisherige Planung in folgender Weise überbearbeitet: der Baukörper wird zu Gunsten eines großzügigen Platzes vor dem WRM reduziert und die Ausstellung der kölnisch- jüdischen Geschichte wird organisatorisch in die Archäologische Zone integriert. Es entfiel der sepa- rate Eingang in das Jüdische Museum auf dem Rathausplatz. Diese Änderung war insofern kurzfristig realisierbar, da der Eingang zur Archäologischen Zone vom Alter Markt aus mit seiner Infrastruktur wie etwa Garderobe, Sozialräumen, Lager und Toilettenanla- gen erhalten blieb. In dem Entwurf waren im Bereich des Ratskellers auch ein Buchladen mit 36 m² Größe sowie ein fensterloses Café mit 50 m² vorgesehen. Während die Einrichtung eines Cafés auf- grund der Reduzierung der Flächen im Hinblick auf eine ausreichende Gastronomie rund um den Alter Markt sowie eine potentielle Kooperation mit dem Museumscafé des Wallraf- Richartz-Museums & Fondation Corboud entfallen ist, wird es in den aktuellen Planungen im Bereich der Kasse weiterhin die Möglichkeit geben, Museumsartikel und Kataloge zu erwerben. Der Vollständigkeit halber ist erwähnt, dass der Originalentwurf keinerlei Einrichtungen zur Muse- umspädagogik vorgesehen hat. Diese wurden erst im Zuge des Planungsprozesses als unabdingbar in das Raumprogramm aufgenommen. Obwohl seit 1953 Ausgrabungen in diesem Bereich stattgefunden haben, waren alle Beteiligten Archi- tekten und Fachplaner sowohl während der Planung als auch bei der Ausführung vor Ort, um auf ver- schiedene Situationen zu reagieren. Kontinuierlich wurden die Belange der Architektur, die Einlas- sungen aus den Lenkungskreisen und Ausschüssen, Wünsche des späteren Betreibers und alle Not- wendigkeiten, die sich aus geänderten Anforderungen an die Architektur ergaben, von der Verwaltung berücksichtigt und kommuniziert. Mit dem neu gefundenen Partner und zukünftigen Betreiber des Museums, dem Landschaftsverband 4 Rheinland, wurde zwischen 2011 und 2015 eine Planung weiter entwickelt, die dem Rat im Jahre 2015 als so genannte Optimierung III präsentiert wurde und aufgrund der Kostensteigerung auch be- schlossen wurde. So konnte etwa im fortlaufenden Planungsprozess erreicht werden, dass die archäologischen Funde nunmehr auf einer Länge von 600 m, einer Größe von 6000 m² und 16 Themenstationen barrierefrei erlebbar werden. Auch wurde nach einer breiten Diskussion, dass das aufgehende Museumsgebäude auch einen eigenen Eingang auf dem Rathausplatz haben müsste, dieser wieder in das Gebäude eingefügt. Dieser Planungsprozess führte im Verlauf zu einer Lösung mit zwei Eingängen und Ende des dritten Quartals 2016 zu einer Reduzierung wieder zurück auf einen Eingang, welcher auf Grund der notwendigen Sicherheitsarchitektur, nunmehr nur noch zum Rathausplatz hin, realisiert werden kann. Die externe Projektsteuerung Drees & Sommer hat eine umfangreiche Nachtragskostenberechnung erstellt, die als Anlage beigefügt ist und die wichtigsten Kostenpositionen aufführt. So hatte die Pro- jektsteuerung diverse Entscheidungsvorlagen erarbeitet, die letztlich zu einer Steigerung von 1,137 Millionen € geführt haben. Darin wird erkennbar, dass vielfach tagesaktuell auf die Ereignisse auf der Baustelle reagiert werden musste. Es entsprach beispielsweise der Bestand von Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen in den Plänen nicht der tatsächlichen Situation vor Ort. Archäologische Funde führten nicht nur zu statischen Umplanungen sondern auch zu Änderungswünschen und Er- gänzungen, die mit dem Kooperationspartner Landschaftsverband Rheinland entwickelt wurden. Bei- spielsweise konnte der gesamte Rundgang durch die Archäologische Zone final barrierefrei gestaltet werden. Dazu war eine regelmäßige Anpassung des Raumprogramms, wie auch die Umplanung der Personalräume im Obergeschoss oder die barrierefreie Umgestaltung des Eingangsbereiches not- wendig. Auch die neue Sicherheitseinschätzung der Kriminalpolizei hinsichtlich der jüngsten terroristischen Ereignisse haben Planungsänderungen verursacht. Neben dem Intrusionsschutz mit der ihm beige- stellten Technik, wie zum Beispiel der Türschleuse am Ein- und Ausgang, musste auch schusssiche- re Verglasung am aufgehenden Gebäude vorgesehen und die Sicherheitszentrale im Spanischen Bau neu geplant werden. Da die Baumaßnahme parallel zum laufenden Rathausbetrieb durchgeführt wurde, musste auf Ver- anstaltungen im Rathaus und den Betrieb des Standesamtes Rücksicht genommen werden. Dies hat zu Stillstandsaufwendungen geführt. Die Vorlage wird zum jetzigen Zeitpunkt erstellt, da zwischenzeitlich 75% der Gewerke ausgeschrie- ben und submittiert sind. Die wichtigen Submissionsergebnisse, gerade die der Technischen Ausbau Gewerke (TGA), konnten so mit den Vergabeverlusten oder Vergabegewinnen in die Vorlage einflie- ßen und eine genauere Prognose liefern. Finanzen Zusammenstellung der Gesamtaufwendungen: Kostenberechnung Optimierung III 06/2015 61.578.970,91 Euro brutto Mehraufwendung durch unabdingbare Entscheidungsvorlagen 1.137.550,18 Euro brutto (Gebäudesicherheit) Summe der Kostenberechnung Optimierung III inkl. EVs 62.716.521,09 Euro brutto Mehraufwendung während der Ausführung 7.039.323,30 Euro brutto 5 (Medienplaner, Anpassung Bohrpfahlwände, Kampfmittelsondierung, etc.) Die Summe der Aufwendungen beläuft sich gerundet auf 69.760.000,00 Euro brutto Hinzu kommen: Kostenprognose Herrichten Spanischer Bau 1.750.000,00 Euro brutto (Museumspädagogik und Sicherheitszentrale) Kostenprognose Grabung im Böschungsbereich 100.000,00 Euro brutto (Randbereiche an der Bohrpfahlwand) Kostenprognose Planerhonorare durch Umplanungen 300.000,00 Euro brutto (statische Änderungen, architektonische Umplanungen) Kostenprognose weiterer Entscheidungsvorlagen 1.491.028,45 Euro brutto (Baustellensicherheit, Evakuierungskonzept, etc.) Die Summe der Kostenprognosen beläuft sich gerundet auf 3.640.000,00 Euro brutto Kosten inklusiv aller Mehraufwendung und Prognosen 73.400.000,00 Euro brutto Gesamtkosten zuzüglich 5 % Risikoaufschlag 77.000.000,00 Euro brutto Aufstellung Kostentragung Stadt Köln / Fördermittel des Landes NW Die Stadt Köln hat in den Jahren 2010/11 Zuwendungen in Höhe von 14,3 Mio. Euro vom Land NW erhalten. Ende des Jahres 2015 folgte ein zusätzlicher Bescheid über 4 Mio. Euro, der einen Teil des durch die Bezirksregierung in Aussicht gestellten Zuwendungsbescheids über 18,4 Mio. darstellt. gemäß Ratsbeschluss 14. Juli 2011 Finanzierung Stadt Köln 37,473 Mio. Euro Fördermittel des Landes 14,300 Mio. Euro Summe 51,773 Mio. Euro nach Optimierung III Stand 2015 Finanzierung Stadt Köln 28,878 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 61,578 Mio. Euro Nachtragskostenberechnung 2017 Finanzierung Stadt Köln 44,300 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 77,000 Mio. Euro 6 Verglichen mit der Kostenberechnung 2015 liegt die Steigerung der Gesamtaufwendungen und so auch der städtischen Aufwendungen bei 15,42 Mio. Euro brutto. Davon entfallen auf das Haushalts- jahr 2017 5,0 Mio. €, hiervon 600.000 € konsumtiv und 4,4 Mio. € investiv. Die Refinanzierung der konsumtiven Aufwendungen erfolgt durch Mittel der Maßnahme Sanierung Halle Kalk. Die zukünftige Finanzierung der Halle Kalk erfolgt durch Mittel des Konjunkturprogrammes III. Die Refinanzierung der investiven Auszahlungen erfolgt durch Mittel der Maßnahme Sanierung des Kölnisches Stadtmuseums. Aufgrund zeitlicher Verzögerung werden die Mittel im Haushaltsjahr 2017 nicht benötigt. Die verbleibenden Mittel in Höhe von 10,42 Mio. € für die Folgejahre ab 2018 werden im endgültigen Haushaltsplan 2018 incl. Mittfristplanung 2019-2021 veranschlagt. Folgekosten Der Rahmenvertrag zwischen der Stadt Köln und dem Landschaftsverband sieht vor, dass der LVR das Museum betreibt und die Stadt für den Unterhalt des Bodendenkmals und des Baus verantwort- lich ist. Die Stadt Köln beteiligt sich mit einer jährlichen Pauschale an der Anmietung für externe Räumlichkeiten des Landschaftsverbandes. Der Bedarf für das Personal, das für die Instandhaltung des Baus und der Bodendenkmäler zuständig sein wird, wurde bereits beim Personalamt angemel- det. Ebenfalls im Rahmenvertrag festgehalten ist die Notwendigkeit der Ausarbeitung eines Nut- zungsvertrages in dem die Regelungen zu den Kosten für die Bewachung getroffen werden sollen. Prüfung durch Rechnungsprüfungsamt Die Nachtragskostenberechnung wurde dem RPA zur Prüfung vorgelegt. Das Rechnungsprüfungs- amt hat die Kostenberechnungen unter der RPA-Nr. KOB 2017/0670 geprüft und anerkannt. Die Zu- stimmung ist als Anlage beigefügt Anlage 1: Nachtragskostenberechnung von Drees & Sommer Anlage 2: Stellungnahmen des RPA vom 18.05.2017 Anlage 3: Aufstellung Folgekosten und Mittelabfluss Mehrkosten
Anlage 2 Ratsvorlage 2021
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/3 Vorlagen-Nummer 0061/2021 Freigabe: 30.03.2021 Haushaltsrechtliche Unterrichtung des Rates öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 22.04.2021 Bauausschuss 26.04.2021 Ausschuss Kunst und Kultur 27.04.2021 Finanzausschuss 03.05.2021 Rat 06.05.2021 MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln - Kostenerhöhung Der Rat nimmt die Aufwandserhöhung für die Baumaßnahme MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in Höhe von rund 50 Mio. Euro brutto vor Umsetzung zur Kenntnis. Die Gesamtaufwendungen betragen nun rund 127 Mio. Euro brutto. Mitteilung Das Projekt MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln besteht aus drei Komponenten. Der erste Bereich, die Archäologische Zone, befindet sich unterirdisch zwischen dem Rathaus, dem Spanischen Bau, Unter Goldschmied und Obenmarspforten. Teil der Archäologi- schen Zone ist auch das Prätorium, das sich unter dem Spanischen Bau befindet. Ein 600 m langer Ausstellungsparcours erstreckt sich auf eine rund 6000 m² große unterirdische Fläche. Den zweiten Bereich bildet das aufgehende Museumsgebäude. Weitere Räumlichkeiten für das Museum, wie die Museumspädagogik und die Sicherheitszentrale, werden im Spanischen Bau untergebracht und bilden den dritten Bereich. Im gesamten Projekt ist der Leitgedanke „Schutz der Archäologie“ die oberste Förderauflage der Be- zirksregierung Köln. Dies zieht sich als roter Faden durch alle Teilmaßnahmen des Gesamtprojektes. Die Kombination aus den baulichen Besonderheiten eines Museums, das auf einem Stahlbetondeckel oberhalb einer archäologischen Befundebene gebaut wird, die Tatsache, dass die Gesamtmaßnahme als innerstädtische Baustelle im Herzen Kölns liegt sowie der Auflage „Schutz der Archäologie“ macht die Komplexität eines solchen Projektes deutlich und zeigt auf, dass hier ein erhöhter Schwierigkeits- grad bei allen Planungs- und Ausführungsprozessen vorliegt. (Detaillierte Genese des Projekts siehe Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017) 2 Mehrkosten Ratsvorlage 2017 Mit Vorlage 1679/2017 nahm der Rat am 11.07.2017 die zu diesem Zeitpunkt bekannte Erhöhung der Kosten von 61,578 Mio. Euro brutto auf 77 Mio. Euro brutto zur Kenntnis. (siehe Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017) Kostenfortschreibung 2021 Diese haushaltsrechtliche Unterrichtung beinhaltet die Kostenfortschreibung seit 2017 bis zum vo- raussichtlichen Fertigstellungstermin 2024 inklusive eines angepassten Risikobudgets. (siehe Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 2021) Zusammenstellung der Gesamtaufwendungen Ratsbeschluss 2017 (gerundet) 77,000 Mio. Euro brutto Erhöhung- Anteil Entscheidungsvorlagen 3,674 Mio. Euro brutto Zwischensumme inkl. Entscheidungsvorlagen 80,674 Mio. Euro brutto Mehrkosten während der Projektdurchführung 34,374 Mio. Euro brutto Zwischensumme inkl. EV und Mehrkosten 115,048 Mio. Euro brutto Risikoanteil KG 200-700; Teilprojekt MPZ 11,571 Mio. Euro brutto Gesamtprognose 11/2020 (gerundet) 127,000 Mio. Euro brutto Die Mehrkosten in Höhe von 50 Mio. Euro können verschiedenen Kosten-Faktoren zugeordnet wer- den. (siehe ausführliche Darstellung in Anlage 3 - Erläuterungen zu den Kostenfaktoren) 1. Mehrkosten, die dem Bestand geschuldet sind 14.925.000 Euro 30 % 2. Geänderte Nutzeranforderungen 267.000 Euro 1 % 3. Auslagerung 0 % 4. Massenmehrungen 6.715.000 Euro 13 % 5. Zusätzliche (Fach-) Planerleistungen 4.297.000 Euro 9 % 6. verspäteter Baubeginn u. Bauzeitverzögerung 6.227.000 Euro 12 % 7. höhere Submissionsergebnisse 4.626.000 Euro 9 % 8. geänderte rechtliche Vorgaben 988.000 Euro 2 % 9. Nutzung von Synergieeffekten 0 % 10. Sonstiges / Risikozuschlag 11.571.000 Euro 23 % Gesamt 49.616.000 Euro 100% Gesamt (gerundet) 50.000.000 Euro Aufstellung Kostentragung Stadt Köln / Fördermittel des Landes NRW Die Stadt Köln hat in den Jahren 2010/11 Zuwendungen in Höhe von 14,3 Mio. Euro vom Land NRW erhalten. In den Jahren 2015, 2019 und 2020 folgten zusätzliche Bescheide über jeweils 4 Mio. Euro, die einen Teil des durch die Bezirksregierung in Aussicht gestellten Zuwendungsbescheids über 18,4 Mio. darstellen. gemäß Ratsbeschluss 14. Juli 2011 Finanzierung Stadt Köln 37,473 Mio. Euro Fördermittel des Landes 14,300 Mio. Euro Summe 51,773 Mio. Euro 3 nach Optimierung III Stand 2015 Finanzierung Stadt Köln 28,878 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 61,578 Mio. Euro Nachtragskostenberechnung 2017 Finanzierung Stadt Köln 44,300 Mio. Euro Fördermittel des Landes 32,700 Mio. Euro Summe 77,000 Mio. Euro Nachtragskostenberechnung 2021 Finanzierung Stadt Köln 93,300 Mio. Euro Fördermittel des Landes 33,700 Mio. Euro Summe 127,000 Mio. Euro Im Zuge der Corona-Krise hat die Landesregierung am 23.06.2020 ein Investitionspaket zur Entlas- tung der Kommunalen Haushalte beschlossen. Ein Kernpunkt des Beschlusses ist die vollständige Übernahme der Kommunalen Eigenanteile in der Städtebauförderung 2020. Damit erhöhen sich die Fördermittel um 1 Mio. Euro auf 33,7 Mio. Euro. Kosten und Finanzierung a) Kosten Gegenüber der Nachtragskostenberechnung 2017 liegt die Steigerung der Gesamtkosten der Maß- nahme bei rd. 50 Mio. Euro, davon entfallen 49 Mio. Euro auf den städtischen Anteil, 1,0 Mio. umfasst der städtebauliche Zuschuss. Der Betrag von 50 Mio. € setzt sich zusammen aus ca. 48 Mio. Euro investiven Auszahlungen sowie 2 Mio. Euro für konsumtive Aufwendungen. b) Finanzierung Aufgrund zeitlicher Verzögerungen aus Vorjahren wurden die bisher eingeplanten Mittel noch nicht vollständig in Anspruch genommen. Sie werden ebenfalls innerhalb der neuen Mittelabflussplanung berücksichtigt. b1) investive Auszahlungen Die noch offenen investiven Auszahlungen mit einem prognostizierten Mittelabfluss in den Jahren 2021-2027 belaufen sich auf ca. 75,6 Mio. Euro. Hiervon entfallen auf das Haushaltsjahr 2021 27,8 Mio. Euro. Die Deckung der investiven Auszahlungen im Haushaltsjahr 2021 erfolgt aus nicht verausgabten in- vestiven Ermächtigungen aus dem Haushaltsjahr 2020 im Teilfinanzplan 0413- Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Finanzstelle 9073-0413-0-0001 sowie dem im Haushaltsjahr 2021 angesetz- ten Planwert. Eine verbleibende Differenz in Höhe von 64.232,39 Euro wird aus Mitteln zur Beschaf- fung eines Bibliothekbusses aus dem Teilplan 0418- Stadtbibliothek, Finanzstelle 4300-0418-0-0500 gedeckt. Die eingeplante Beschaffung verzögert sich. Die verbleibenden investiven Mittel in Höhe von 47,8 Mio. Euro werden im Rahmen des Haushalts- planaufstellungsverfahrens 2022 ff. in den Jahren 2022- 2027 im Teilfinanzplan 0413- Archäologische Zone und Jüdisches Museum jeweils bedarfsgerecht veranschlagt. b2) konsumtive Aufwendungen Die konsumtiven Aufwendungen während der Bauphase (2021-2024) belaufen sich zusätzlich auf 0,5 Mio. Euro p.a. Für das Haushaltsjahr 2021 stehen die Mittel im Teilergebnisplan 0413- Archäologi- sche Zone und Jüdisches Museum zur Verfügung. Die konsumtiven Aufwendungen für die Jahre 2022 bis 2024 werden im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsverfahrens 2022 ff. innerhalb des dann zugewiesenen Budgets des Dezernat für Kunst und Kultur berücksichtigt. 4 Folgekosten und Mittelabfluss (Detaillierte Aufstellung siehe Anlage 4 Folgekosten und Mittelabfluss) Anlagen Anlage 1 - Ratsvorlage 1679/2017 von 2017 Anlage 2 - Nachtragskostenberechnung Drees & Sommer 2021 Anlage 3 - Erläuterungen zu den Kostenfaktoren Anlage 4 - Aufstellung Folgekosten und Mittelabfluss
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2263/2024
- Typ
- Haushaltsrechtl. Unterrichtung d. Rates
- Datum
- 04.09.2024
- Erstellt
- 22.07.2024 09:17