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1519/2020

Ergebnis Runder Tisch „Kulturbaustein Helios“: Abschlussdokumentation und Nutzungs- und Entwicklungskonzept der Initiative der Kulturschaffenden Helios

Mitteilung Ausschuss 04.06.2020

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Nächste Beratung: Stadtentwicklungsausschuss, Sitzung am 16.06.2020, TOP 17.4

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 1

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Mitteilung Ausschuss

7250 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/61/1 
612 Rhei Sa 
Vorlagen-Nummer  04.06.2020 
 1519/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 09.06.2020 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 15.06.2020 
Stadtentwicklungsausschuss 16.06.2020 
 
Ergebnis Runder Tisch "Kulturbaustein Helios": Abschlussdokumentation und Nutzungs- und 
Entwicklungskonzept der Initiative der Kulturschaffenden Helios 
Runder Tisch "Kulturbaustein Helios" 
 
Der Stadtentwicklungsausschuss hat am 09.11.2017 die Verwaltung beauftragt, einen Runden Tisch 
zur Thematik "Kultur auf dem Heliosgelände" zu initiieren. Mit dem Ziel, der vitalen Ehrenfelder Szene 
auch in Zukunft ausreichend Raum zur Verfügung zu stellen, sollten im Rahmen der Gespräche Ideen 
für die Nutzung und Entwicklung des Kulturbausteins auf dem Heliosgelände gesammelt werden. 
Hintergrund ist, dass auf Grundlage des 2012 entwickelten Leitbildes und Kodex die (Wieder-) An-
siedlung von Kunst und Kultur auf dem Heliosgelände unter dem Titel "Kulturmeile Helios" als Pla-
nungsvorgabe innerhalb des Kodex formuliert ist. Das städtebauliche Konzept zum Heliosgelände 
sieht dementsprechend einen "Kulturbaustein" an der Heliosstraße vor. In der frühzeitigen Öffentlich-
keitsbeteiligung zum Bebauungsplanverfahren im September 2017 wurde auf die Problemstellungen 
im Hinblick auf die Umsetzung eines Kulturbausteins hingewiesen. Es wurde z.B. angemerkt, dass 
die Mieten für Kulturschaffende bezahlbar sein müssen und Stellplatzanforderungen und Auflagen 
hinsichtlich Lärm Herausforderungen in der Planung und Umsetzung darstellen. Im städtebaulichen 
Konzept von Ortner & Ortner ist der Kulturbaustein mit einer Höhe von ca. 18 m und einer Grundflä-
che von ca. 22 m x 77,50 m geplant. Die sich ergebende Bruttogeschossfläche (BGF) steht in Abhän-
gigkeit von der Anzahl der Geschosse und somit erforderlichen Raumhöhen der angestrebten Nut-
zungen.  
 
Die Konzeption, Moderation und Dokumentation der Veranstaltungen des Runden Tisches "Kultur-
baustein Helios" wurde durch das Büro Dewey Muller Architekten Stadtplaner durchgeführt. Es fan-
den von Juni bis September 2018 drei Veranstaltungen statt (14. Juni, 10. Juli und 25 September 
2018).  
Teilnehmende waren interessierte Organisationen aus der kommerziellen wie freien Kunst- und Kul-
turszene vor Ort, insbesondere Kulturanbieter, die auf dem Gelände ansässig sind oder waren, sowie 
Vertreterinnen und Vertreter des Grundstückseigentümers, des Stadtentwicklungs- und Kulturaus-
schusses und der Bezirksvertretung Ehrenfeld, der Verwaltung (Stadtplanungsamt und Kulturamt), 
der Bürgerinitiative Helios und der Heliosschulen.  
 
Ein Ergebnis lag danach nicht vor, sondern es wurde vereinbart, dass es weitere Gespräche zwi-
schen der "Initiative der Kulturschaffenden Helios" und dem Eigentümer geben soll ohne Teilnahme 
von Politik und Verwaltung. Die Initiative wurde bei der Vorbereitung dieser Gespräche durch das 
Büro Dewey Muller beratend unterstützt. Diese Vorberatungen haben bis in den Herbst 2019 ange-
dauert. Danach hat das Gespräch zwischen Kulturschaffenden und Eigentümer nicht mehr stattge-
funden, da für den Ankauf des Kulturbausteins im Rahmen des politischen Veränderungsnachweises

2 
 
für das Haushaltsjahr 2020/2021 Mittel in Höhe von 5.000.000 € eingeplant worden sind und die Ver-
waltung damit beauftragt wurde, das Grundstück zu erwerben. 
 
Das Büro Dewey Muller hat Mitte Februar 2020 der Verwaltung den Entwurf der Abschlussdokumen-
tation zum "Runden Tisch Kulturbaustein Heliosgelände" zukommen lassen, der anschließend von 
der Verwaltung geprüft wurde.  
 
Nutzungs- und Entwicklungskonzept der Initiative der Kulturschaffenden Helios 
 
Die Abschlussdokumentation beinhaltet zum einen die Protokolle der drei Veranstaltungen zum Run-
den Tisch "Kulturbaustein Helios" sowie ab Kapitel 5 ein Nutzungs- und Entwicklungskonzeptes der 
"Initiative der Kulturschaffenden Helios". Das Konzept wurde von der Initiative mit Unterstützung 
durch Dewey Muller im Anschluss an die letzte Veranstaltung des Runden Tisches erarbeitet. Die 
Initiative als mögliches Betreiberkonsortium hat hierfür ihre räumlichen Bedarfe analysiert und eine 
Flächen- und Funktionsanalyse erstellt. Ohne einen architektonischen Entwurf vorwegzunehmen, 
werden die im Nutzungs- und Entwicklungskonzept aufgeführten Flächenbedarfe der unterschiedli-
chen Nutzungen visualisiert und in Form einer Volumenstudie als schematischer Baukörper darge-
stellt. Hierbei wurden in drei Szenarien unterschiedliche Möglichkeiten zur Anordnung der einzelnen 
Nutzungen innerhalb der Gebäudekubatur untersucht.  
Bei den Flächenangaben der Initiative handelt es sich überwiegend um reine Nutzungsflächen und 
lichte Raumhöhen; Wand- und Deckenaufbauten. Erschließungsflächen etc. sind noch nicht berück-
sichtigt. Zusätzlich sind für die Nutzungen weitere Räume für z. B. Verwaltung, WC und Technik er-
forderlich. Daher wären für eine realistische Berechnung voraussichtlich Aufschläge von bis zu 30 % 
auf die angegebenen Flächengrößen nötig. Insgesamt wird jedoch deutlich, dass sich die angeben-
den Flächengrößen der drei Hauptnutzungen – Konzertsäle und Ausstellungshalle – in Kombination 
mit deren Raumhöhen nicht in Gänze im Kulturbaustein realisieren lassen.  
 
Zwischenzeitlich hat sich für das Zentrum für Alte Musik (ZAMUS) ein Verbleib in der Rheinlandhalle 
eröffnet, so dass sich das ZAMUS nach Informationen der Verwaltung nicht mehr als prioritären Teil 
des möglichen Betreiberkonzeptes sieht und sich daher neue Raumoptionen ergeben.  
 
Aus Sicht der Verwaltung ist jedoch zu konstatieren, dass die Initiative für den Kulturbaustein bis dato 
kein überzeugendes inhaltliches sowie wirtschaftlich tragbares Konzept vorgelegt hat. Das in der Nut-
zungsstudie grob skizzierte Modell einer möglichen Betreibergemeinschaft besteht lediglich in einer 
groben Rechnung von Mietkosten. Deren Finanzierung geht größtenteils von Annahmen aus. Neben 
der Tatsache, dass noch das ZAMUS Teil des Konstruktes ist, geht das Finanzierungsmodell davon 
aus, dass die Betreiber der Contemporary Kunsthalle ein Teil ihrer Einnahmen durch die Vermietung 
von Ateliers erzielen. Dies kann jedoch von der Städtischen Atelierverwaltung übernommen werden, 
so dass für die Künstlerinnen und Künstler wesentlich bessere Preise erzielt werden können. Das von 
der Initiative aufgeführte Modell einer Quersubventionierung (ein Akteur zahlt Mietpreise über der 
ortsüblichen Miete, z.B. Club, um damit eine Quersubventionierung der Flächen von anderen Akteu-
ren zu erreichen), erscheint fragwürdig in der Umsetzung.  
 
Weiteres Vorgehen 
 
Die Verwaltung entwickelt derzeit Nutzungsoptionen für den Kulturbaustein und prüft die Kompatibili-
tät der möglichen Nutzungsoptionen auf Planungsrecht und Immissionsschutz.  
 
Den zuständigen Ausschüssen des Rates soll im August/September 2020 eine Beschlussvorlage 
über die Nutzungsoptionen vorgelegt werden.

3 
 
Darauf aufbauend sollen dann Grundstücksverhandlungen mit dem Eigentümer aufgenommen wer-
den.  
 
 
gez. Greitemann 
 
 
Anlage 
Abschlussdokumentation inklusive Nutzungs- und Entwicklungskonzept der "Initiative der Kulturschaf-
fenden Helios"

Anlage 1

111756 Zeichen

RUNDER TISCH
„KULTURBAUSTEIN HELIOS“
ABSCHLUSSDOKUMENTATION
Partizipationsverfahren für eine kulturelle und
kreativwirtschaftliche Nutzung auf dem
Helios-Gelände in Köln-Ehrenfeld

ModerationundDokumentation
Dewey Muller
Partnerschaft mbB
Architekten Stadtplaner
Flandrische Straße 4
50674 Köln
Herausgeber
Stadt Köln
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat VI – Stadtentwicklung,
Planen, Bauen und Wirtschaft
Stadtplanungsamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Köln, Februar 2020

INHALT
1. AnlassundAufgabe
2. Auftaktveranstaltung
3. Zwischentermin
4. Abschlusstermin
5. Nutzungskonzept,Finanzierung,Entwicklung
6. Ausblick
Anlagen
4
6
14
20
27
34
38

4
1. ANLASS UND AUFGABE
Als Ergebnis des Bürgerbeteiligungsverfahrens
HELIOS FORUMS (2011-2012) wurden ein Leitbild
mit Formulierungen zur angestrebten, zukünftigen
Entwicklung des Geländes und ein Kodex mit Zie-
len und Vorgaben für die zukünftige Gestaltung und
Nutzung des Geländes erarbeitet. Die Bedeutung
kreativer und kultureller Nutzungen sowie die Be-
teiligung der entsprechendenAkteure der Kultur-
und Kreativwirtschaft wurden durch das „Leitbild
A2“ stark hervorgehoben. Die (Wieder-)Ansiedlung
von Kunst und Kultur auf dem Gelände wurde unter
demTitel „Kulturmeile Helios“ als Planungsvorgabe
innerhalb des Kodex formuliert (Kodex B3). Unter
Berücksichtigung der Ergebnisse der Bürgerbeteili-
gung wurde eine städtebauliche Planung für das
Areal erarbeitet. Das vorliegende städtebauliche
Konzept für das Heliosgelände von Ortner & Ortner
Baukunst in Zusammenarbeit mit FSWLALand-
schaftsarchitektur (Gewinner des kooperativen
Gutachterverfahren 2013, Überarbeitung 2017)
sieht dementsprechend u. a. die Errichtung eines
sogenannten „Kulturbaustein“ an der Heliosstraße
vor. Im Zuge der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteili-
gung gem. § 3Abs. 1 BauGB am 26.09.2017
(Abendveranstaltung) und den weiterhin eingegan-
genen schriftlichen Stellungnahmen wurde auf ver-
schiedene Problemstellungen im Hinblick auf die
Umsetzung des „Kulturbausteins“ hingewiesen. Es
wurde z. B. angemerkt, dass die Mieten für Kultur-
schaffende bezahlbar sein müssen und dass Stell-
platzforderungen für Versammlungsstätten sowie
Auflagen hinsichtlich der Lärm-Emissionen bei ei-
ner Nutzung bspw. durch einen kommerziellen Mu-
sik-Club Herausforderungen bei der Planung
darstellen.
In seiner Sitzung vom 09.11.2017 hat der Stadtent-
wicklungsausschuss daher beschlossen, das Kul-
turamt gemeinsam mit der Bezirksvertretung
Ehrenfeld und dem Stadtplanungsamt zu einem
„RundenTisch“ zurThematik Kultur auf dem He-
liosgelände einzuladen. Mit dem Ziel, der vitalen
Ehrenfelder Szene auch in Zukunft ausreichend
Raum zur Verfügung zu stellen, sollten im Rahmen
der Gespräche Ideen für die Nutzung und Entwick-
lung des Kulturbausteins gesammelt werden.
Teilnehmende waren interessierte Organisationen
aus der kommerziellen wie freien Kunst- und Kul-
turszene vor Ort, insbesondere Kulturanbieter, die
auf dem Gelände ansässig sind oder waren, Ver-
treter der Grundstückseigentümerin PE Ehrenfeld-
gürtel GmbH & Co. KG, Vertreter aus dem
Stadtentwicklungs- und Kulturausschuss, Vertreter
städtischer Ämter (Kulturamt und Stadtplanungs-
amt), Vertreter der Bürgerinitiative Helios, Vertreter
der inklusiven Universitätsschule „IUS Heliosschu-
le“ sowie weitere politische Vertreter aus dem Rat
und der Bezirksvertretung Ehrenfeld. Die Konzep-
tion, Moderation und Dokumentation der Veranstal-
tungen des RundenTischs „Kulturbaustein Helios“
wurden vomArchitektur- und Stadtplanungsbüro
Dewey Muller durchgeführt.
Von Juni bis September 2018 wurden insgesamt
drei Veranstaltungen des RundenTisches „Kultur-
baustein Helios“ durchgeführt. Bis Oktober 2019
wurde ein weiteres moderiertes Gespräch vorberei-
tet, das mit Vertretern der Grundstückseigentüme-
rin und der sich 2018 gegründeten „Initiative der
Kulturschaffenden Helios“ stattfinden sollte.
Veränderte Rahmenbedingungen machten die
Durchführung des Gespräches jedoch obsolet. So
beschloss der Finanzausschuss der Stadt Köln in
seiner Sitzung vom 11.10.2019 die investive Maß-
nahme „Ankauf Kulturbaustein Heliosgelände“ mit
einer Summe von 5 Mio. € in den Haushaltsplan für
die Jahre 2020/21 aufzunehmen.
Die vorliegende Dokumentation umfasst eine Zu-
sammenstellung der Ergebnisse der Veranstaltun-
gen des RundenTisches in drei Protokollen sowie
eine Übersicht über das erarbeitete Nutzungskon-
zept und verschiedenen Finanzierungs- und Ent-
wicklungsszenarien für den Kulturbaustein.
Darüber hinaus wird ein Resümee zum Gesamtver-
fahren gezogen und einAusblick auf die weitere
Entwicklung und Realisierung des Kulturbausteins,
auch unter den geänderten Rahmenbedingungen,
gegeben.

5
Städtebauliches Planungskonzept, Lageplan Vorzugsvariante © Ortner & Ortner Baukunst GmbH und FSWLA(29.03.2017)

6
2. AUFTAKTVERANSTALTUNG
PROTOKOLL
2.1 VORBEMERKUNG
Am 14. Juni 2018 startete die Veranstaltungsreihe
RunderTisch „Kulturbaustein Helios“ mit derAuf-
taktveranstaltung in den Räumlichkeiten des DO-
MiD e.V. (Dokumentationszentrum und Museum
über die Migration in Deutschland) in Köln-Ehren-
feld. Der Einladung zurTeilnahme an der 1. Diskus-
sionsrunde waren ca. 30Akteure undAkteurinnen
aus dem Kulturbetrieb vor Ort, der Politik und der
Verwaltung gefolgt, um gemeinsam Ideen für die
Entwicklung des Kulturbausteins auf dem Heliosge-
lände zu sammeln und zu diskutieren.
2.2 BEGRÜSSUNG
Bezirksbürgermeister Josef Wirges erläutert den
Anlass für die Durchführung des RundenTisches
und betont die Bedeutung des geplanten Kultur-
bausteins für Ehrenfeld und für die im sogenannten
Helios Kodex enthaltene Kulturmeile.
Herr Dr. Robert Fuchs, Geschäftsführer des DO-
MiD e.V. richtet seine Begrüßung in der Rolle des
Hausherrn an dieAnwesenden und lädt zu einer
Führung durch die Räumlichkeiten des DOMiD im
Anschluss an die nächste Veranstaltung ein.
Frau Barbara Foerster, Leiterin des Kulturamtes
der Stadt Köln, betont den Bedeutungszuwachs
kultureller Nutzungen im Rahmen der Stadtent-
wicklung, z. B. in Form von Kulturquartieren. Sie
sieht den RundenTisch „Kulturbaustein Helios“
auch als Modellvorhaben für andere Orte innerhalb
Kölns mit ähnlichen Fragestellungen. Immer wieder
komme es zu Konflikten zwischen kulturellen und
anderen Nutzungen in der Umgebung, wobei es
darum geht, die Interessen gut miteinander zu ver-
knüpfen.Als Beispiel führt sie die Situation der Kul-
turschaffenden an der Deutz-Mülheimer Straße im
Angesicht der aktuellen Entwicklungsprozesse im
Umfeld an. Für die weitere Debatte regt sie an, den
Fokus auf mögliche Finanzierungs- und Betreiber-
modelle zu legen, dabei kann sie aus der Erfah-
rung des Kulturamtes als Betreiber kultureller
Einrichtungen beitragen.
FrauAnne Luise Müller, Leiterin des Stadtpla-
nungsamtes der Stadt Köln, gibt eine kurze inhaltli-
che Einführung, in der sie auf die Erfahrungen der
Anwesenden aus den vorherigen Planungsprozes-
sen und Beteiligungsverfahren hinweist. Sie betont
das Planungsziel, ein lebendiges Quartier zu entwi-
ckeln. Dabei liege der Fokus auf den zu berück-
sichtigenden rechtlichen Rahmenbedingungen, die
sich aus dem angestrebten Nebeneinander von
kulturellen Nutzungen, Wohnungsbau, Schule etc.
ergeben. Des Weiteren wird darauf hingewiesen,
dass sich das Grundstück des geplanten Kultur-
bausteins in privatem Eigentum befindet, die Pla-
nungshoheit im Sinne kommunaler
Selbstverwaltung jedoch in Händen der Stadt liegt.
2.3 STANDDERDINGE
Herr Burkard Dewey vom Büro Dewey Muller gibt
einen Überblick über den Stand der Dinge. Es wer-
den die vorangegangen Verfahrens- und Beteili-
gungsschritte genannt, beginnend mit der
2011/2012 durchgeführten Bürgerbeteiligung „Heli-
os Forum“, bei der ein Leitbild und ein Kodex für
die Entwicklung des Heliosgeländes erarbeitet wur-
den, über das kooperative Gutachterverfahren zur
Findung eines städtebaulichen Konzeptes im Jahr
2013 bis zum 2015 erfolgten architektonisch-frei-
raumplanerischen Realisierungswettbewerb zur
Planung der Heliosschule.Anschließend werden
die wesentlichen Inhalte des städtebaulichen Ent-
wurfs von den Planungsbüros Ortner & Ortner Bau-
kunst und FSWLALandschaftsarchitektur genannt.
Es folgt eine Übersicht der wichtigsten kulturellen
Einrichtungen der freien Szene auf dem Heliosge-
lände und in dessen Umgebung.Auf dem Gelände
selbst befinden sich das Zentrum für alte Musik
Köln (ZAMUS), Concerto Köln, die Stapelbar und
das Helios 37. Im Umfeld werden als wichtige Ein-
richtungen Popkultur Köln e.V., Electronic Music
School, Heinz Gaul, Live Music Hall, Sonic Ball-
room, Barinton, Jungle-Club, Kölner KünstlerThea-
ter, Club Bahnhof Ehrenfeld und Bumann & Sohn
genannt.

7
Als nächstes werden geplante Bauvorhaben im di-
rekten Umfeld des Heliosgeländes vorgestellt. Di-
rekt gegenüber dem geplanten Kulturbaustein gibt
es Planungen für zwei Neubauvorhaben (Vogel-
sanger Str. 197 und 202). Beim Projekt Vogelsan-
ger Str. 202 soll der bestehende Discounter
abgerissen werden. Geplant sind Einzelhandel im
EG sowie Studentenwohnen und ein Hotel. Für
das Grundstück Vogelsanger Str. 197 gibt es Pla-
nungen für geförderte Wohnungen, Flexi-Studios,
Büros,Ateliers, Kindertagesstätte, Café und Klein-
gewerbeeinheiten. Bei beiden Projekten erfolgt
die planungsrechtliche Beurteilung nach § 34
BauGB. Wenn die planungs- und bauordnungs-
rechtlichen Vorschriften eingehalten werden, liegt
einAnspruch auf eine Genehmigung vor.
Weiterhin wird der aktuelle Stand der laufenden
184. Flächennutzungsplanänderung (FNP-Ände-
rung) der Stadt Köln vorgestellt, der eine Verände-
rung der bisherigen Darstellung weiterTeile des
Umfelds des Heliosgeländes vorsieht. Im Wesent-
lichen werden Flächen von Industriegebieten (GI)
in Gewerbegebiete (GE) bzw. von Gewerbegebie-
ten (GE) in gemischte Bauflächen (M) umgewan-
delt. Die FNP-Änderung reagiert damit auf den
allgemeinen Wandel Ehrenfelds von einem indus-
triell geprägten Stadtteil hin zu einem Wohnstand-
ort mit verträglichen gewerblichen Nutzungen. Das
Heliosgelände selbst bleibt von der FNP-Ände-
rung unberührt und bleibt wie bisher gemischte
Baufläche.
Aktuell wird seitens der Stadt Köln, auf Grundlage
des städtebaulichen Entwurfs von Ortner & Ortner
und FSWLA, das Verfahren zurAufstellung eines
Bebauungsplans für das Heliosgelände durchge-
führt. Der zuletzt erfolgte Verfahrensschritt war die
frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit im Sep-
tember 2017, bei der unter anderem auch ver-
schiedene Stellungnahmen zur kulturellen
Nutzung im Bebauungsplangebiet und dessen
Umfeld eingegangen sind.
Es wird auf die im städtebaulichen Entwurf ge-
planten Dimensionen des Kulturbausteins hinge-
wiesen. Dieser ist mit einer Höhe von ca. 18 Me-
tern und einer Grundfläche von rd. 1.700 m2 bei
ca. 22,0 bis 25,0 x 77,5 Metern geplant. Die sich
ergebende Brutto-Grundfläche (BGF) steht inAb-
hängigkeit von derAnzahl der Geschosse und so-
mit von den erforderlichen Raumhöhen der
angestrebten Nutzungen.
In Vorbereitung auf dieAuftaktveranstaltung wurde
durch das Stadtplanungsamt Köln eineAuflistung
möglicher Nutzungen des Kulturbausteins im Hin-
blick auf die Lärmbestimmungen erarbeitet.Auf-
grund der bestehenden und geplanten
Wohnbebauung in der Umgebung bestehen er-
höhteAnforderungen in Bezug auf die Einhaltung
der Immissionsrichtwerte derTA-Lärm (Techni-
scheAnleitung zum Schutz gegen Lärm). Nutzun-
gen im Kulturbaustein zumTageszeitraum
zwischen 6 und 22 Uhr, sofern mit geeigneten
Schallschutzmaßnahmen an der Lärmquelle ver-
sehen, erweisen sich als weitestgehend unproble-
matisch. Bei nächtlichen Nutzungen zwischen 22
und 6 Uhr, bspw. durch eine Diskothek oder einen
Club, sind insbesondere dieAußenbereiche pro-
blematisch (Ankunft, Rauchen, Verlassen des Ge-
bäudes).
Exkurs:HeliosKodex
Um alleTeilnehmer auf einen gemeinsamen Wis-
sensstand zu bringen, gibt Herr Dewey ein kurzes
Resümee zum Helios Kodex, der als Resultat des
ersten Beteiligungsverfahrens „Helios Forum“ her-
vorging und Ziele und Vorgaben für die Entwick-
lung des Gebietes definiert.Als wichtigste
Themen, in Bezug auf den RundenTisch „Kultur-
baustein Helios“ beinhaltet er das Schaffen von
qualitätvollen öffentlichen Räumen (B2 „Durchwe-
gung mit Plätzen und Grünflächen“) sowie den
Ausbau der Heliosstraße als Kulturschwerpunkt
(B3 „Kulturmeile Helios“).
2.4 AKTEUREUNDIHREPOSITIONEN
Als Einstieg in die anschließende Diskussion wur-
den dieTeilnehmer aufgefordert, je Institution/Un-
ternehmen/Interessensgruppe, sich vorzustellen

8
und in einem Kurzstatement ihre Intentionen und
Erwartungen in Bezug auf den Kulturbaustein bzw.
die Veranstaltung darzulegen.
ZAMUS(ZentrumfüralteMusikKöln)–Fiona
Stevens
Es sollen Synergien aufgebaut werden. Kulturelle
Nutzungen, insbesondere Musik sollten mit der He-
liosschule kooperieren. Es besteht ein Interesse an
Angeboten der Stadt zur Unterstützung von Betrei-
bern bzw. Entwicklern kultureller Nutzungen.
Klubkomme.V./ClubBahnhofEhrenfeld–
MankelBrinkmann
Als Vertreter des Interessenverbandes für Spiel-
stätten besteht ein besonderes Interesse an einem
Clubbetrieb und Konzerträumen bzw.Aufführungs-
orten auf dem Heliosgelände.
BürgerinitiativeHelios-HanswernerMöllmann
Sieht sich als Hüter des Helios Kodex, vor allem in
Bezug auf dessenAussagen zur Kultur. Daher soll-
ten die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens
„Helios Forum“ umgesetzt werden. Betrachtet wer-
den soll dabei das Heliosgelände, aber auch der
Kontext. Die Kulturmeile soll geschaffen werden,
die früheren kulturellen Nutzungen sollen zurück-
kehren können und neue kulturelle Nutzungen sol-
len angesiedelt werden.
GRÜNE(BezirksvertretungEhrenfeld)–Christi-
aneMartin
Auch das Umfeld des Heliosgeländes soll für kultu-
relle Nutzungen betrachtet werden. Die „Kulturmei-
le“ soll umgesetzt werden, eine Clubnutzung à la
Underground wird gewünscht. Es sollen mehrfach
nutzbare Räumlichkeiten in Rheinlandhalle und He-
liosschule geschaffen werden. Über eineAbwen-
dung der geplanten Wohnbebauung soll
nachgedacht werden, um somit auch laute Nutzun-
gen möglich zu machen.
GRÜNE(RatderStadtKöln/kulturpolitische
Sprecherin)–BrigittavonBülow
Die Schließung des Underground wird bedauert.
Antrag auf Ratsebene: Instrumente entwickeln, um
Kultur frühzeitig in Stadtentwicklungsplanung zu in-
tegrieren. Die Bedeutung desThemas Lärm wird
als hoch angesehen. Zum Einhalten der Immissi-
onsrichtwerte soll über alternative Maßnahmen
nachgedacht werden, so z.B. Lärmschutzborde,
eine abschirmende Bebauung oder ein geeigneter
Nutzungsmix in der Umgebung.
KulturamtKöln–Dr.Hermann-ChristophMüller
Das ZAMUS ist eine überregional bekannte und
wichtige Einrichtung.
COLABOR|RaumfürNachhaltigkeitGbR–
MartinHerrndorf
Der Kulturbaustein könnte für Co-Working, Filmvor-
führungen, Urban Gardening etc. genutzt werden
KünstlerTheaterKöln–RuthzumKley
Die isolierte Lage des KünstlerTheaters, zwischen
Melatengürtel und dem Wohngebiet Grüner Weg,
wird beklagt. Es besteht wenig Zusammenhang mit
anderen kulturellen Nutzungen, insofern sollen
mehr Synergien z.B. mit der Heliosschule entste-
hen.
1st.DivisionGmbH/Helios37/LiveMusicHall
/ehem.Underground–MickiPick
In Ehrenfeld sind immer weniger Clubs vorhanden.
Es wird eine Ähnlichkeit mit der „negativen Ent-
wicklung“ in der Südstadt gesehen. Die Stadt wird
aufgefordert, diesemTrend entgegenzuwirken und
den Erhalt der Clubszene zu unterstützen, z.B.
durch ein Entgegenkommen bei den rechtlichen
Anforderungen von Bauanträgen etc. Diese Belan-
ge seien bei der Planung für das Heliosgelände
nicht hinreichend berücksichtigt worden. Mit dem
Ziel des Erhalts der Clubnutzung auf dem Helios-
gelände wurde bereits ein Kaufangebot an den
Grundstückseigentümer gerichtet. Im Rahmen ei-
ner Neubaumaßnahme stellt sich die Frage, wel-
che Nutzungen über Kultur hinaus möglich sind.
DIELINKE(BezirksvertretungEhrenfeld)–
ChristophBesser
Die Nutzung des Kulturbaustein soll bezahlbar
sein. Bestehende Konflikte sollen in Synergien um-

9
gewandelt werden.
CDU(Stadtentwicklungsausschuss)–Niklas
Kienitz
Ehrenfeld ist das Opfer seines eigenen Erfolges.
Die Entwicklung soll anders ablaufen als andern-
orts. Ein Nebeneinander verschiedener Nutzun-
gen soll ermöglicht werden.
RatsgruppeGUT–ThorZimmermann
Die Bedeutung des Helios Kodex wird betont,
gleichzeitig wird aber seine Zeitgemäßheit hinter-
fragt. Es wird bezweifelt, dass eine Umsetzung
des Kodex mit dem derzeitigen Grundstückseigen-
tümer möglich ist. Daher könnte eine andere Insti-
tution oder aber die Stadt Köln das Grundstück
erwerben.Als Beispiele werden andere Projekte
genannt, bei denen die Stadt als Betreiber, Förde-
rer oder Eigentümer aktiv wurde. Etwa beim
Kunsthaus Rhenania in Köln.Als weiteres Beispiel
für eine Nutzung wird das Unperfekthaus in Essen
genannt. In jedem Fall soll Raum für kulturelle
Nutzungen geschaffen werden und der Woh-
nungsbau in der Umgebung soll möglichst vermie-
den werden.Als mögliche alternative Lösung wird
die Unterbringung einer öffentlichen Kulturinstituti-
on wie etwa einer Bibliothek oder des DOMiD e.V.
gesehen.
SPD(BezirksvertetungEhrenfeld)–PetraBos-
singer
Die Bedeutung des Heliosgeländes als kultureller
Mittelpunkt Ehrenfelds wird betont. Es ist bspw.
Ausgangspunkt verschiedener Veranstaltungen
wie derTheaternacht oder der Passagen. In Eh-
renfeld besteht zwar ein Mangel an Flächen für
bspw.Ateliers oder Proberäumen.Aufgrund der
zentralen Lage, der gutenAnbindung und der kul-
turellen Bedeutung des Gebiets sollte dort jedoch
eine angemessen bedeutsame Nutzung entste-
hen. Der Verlust desTheaters „Bühne der Kultu-
ren“ in Ehrenfeld wird beklagt.
InklusiveUniversitätsschulederStadtKöln
„Heliosschule“–AndreasNiessen
Auch Bildung ist Kultur. Daher sollen Synergien
zwischen Veedel und Schule entstehen. Es wird
ein gemeinsam nutzbarer Veranstaltungssaal vor-
geschlagen.Als Vorbild wird das Projekt „Zu-
kunftslabor“ in Bremen genannt, bei dem die
Gesamtschule Bremen Ost sich mit der Deut-
schen Kammerphilharmonie Bremen Räumlichkei-
ten teilt und kooperiert.
Artrmxe.V.-IrenTonoian
Bestehende kulturelle Nutzungen sollen erhalten
werden. Sie haben viel zur Entwicklung Ehren-
felds beigetragen und sind jetzt von Streichungen
betroffen.
2.5 DISKUSSION
Drei Fragestellungen wurden in der anschließen-
den Diskussion betrachtet:
- Welche möglichen Nutzungen für den Kultur-
baustein sind denkbar?
- Welchen zukünftigen Charakter soll die He-
liosstraße aufweisen?
- Wie könnten Finanzierungs- und Betreiber-
modelle aussehen?
Im Folgenden werden die wichtigsten Vorschläge
und Positionen, die sich im Rahmen der Diskussi-
on ergaben, zusammengefasst. Dabei wird auf
eine direkte oder dialektische Wiedergabe verzich-
tet. Die Beiträge werden thematischen Blöcken
zugeordnet. Konträre oder widersprüchliche Posi-
tionen werden neutral nebeneinander aufgeführt.
Verträglichkeit/planungs-undbauordnungs-
rechtlicheRestriktionen
Aufgrund des anhaltenden Wandels von Ehrenfeld
erfahren immer mehr Flächen, die ehemals durch
Industrie oder Gewerbe genutzt wurden, eine
wohnbauliche Entwicklung. Bestehende Gewerbe-
betriebe, Clubs, Diskotheken, Konzerträume etc.
müssen sich in Bezug auf ihr Emissionsverhalten
oftmals an umliegende oder heranrückende
Wohnnutzungen anpassen.

10
Eine der größten Einschränkungen bei der Ent-
wicklung des Kulturbausteins stellt insofern die Ein-
haltung der Immissionsrichtwerte derTA-Lärm dar.
NachTALärm muss der Richtwert 0,5 m außerhalb
vor der Mitte des geöffneten Fensters eingehalten
werden. Passive Schallschutzmaßnahmen wie
Schallschutzfenster sind daher nicht zulässig.
Der Grundstückseigentümer einer Fläche in einem
für Wohnbauzwecke festgesetzten Gebiet (Bebau-
ungsplan) oder in einem wohnbaulich geprägten
Umfeld (§ 34 BauGB) hat – solange die planungs-
und bauordnungsrechtlichenAnforderungen erfüllt
werden –Anspruch auf die Erteilung einer Baugen-
ehmigung. Die Sicherung bestehender immissions-
relevanter kultureller Nutzungen durch
Planungsrecht (Bebauungsplan) ist nicht rechtssi-
cher zu gestalten, da stets dieAnforderungen an
gesunde Wohn- undArbeitsverhältnisse einer um-
liegenden Wohnbebauung in dieAbwägung einge-
stellt werden müssen.
Die Einhaltung der Richtwerte und die Rücksicht-
nahme auf die Nachbarschaft sind unerlässlich.
Der Betreiber ist verantwortlich für die durch seinen
Betrieb direkt oder indirekt ausgelösten Immissio-
nen (Anlassverursacherprinzip).
Die Erfahrung der anwesenden Clubbetreiber hat
gezeigt, dass die Einhaltung der Richtwerte durch
Maßnahmen an der Lärmquelle möglich ist, wobei
Technik und Planung jedoch kostenintensiv sind.
Insbesondere die Nutzung derAußenflächen wird
als problematisch beschrieben, z.B. verursachen
das Rauchen vor derTür, derAufenthalt oder der
Hin- und Rückweg der Besucher regelmäßig Kon-
flikte.
So hat auch die Rechtsprechung der vergangenen
Jahre gezeigt, dass bereits eine Klage aus der
Nachbarschaft genügen kann, um etwa die Schlie-
ßung eines Clubs zu erwirken. Eine lärmintensive
Nutzung nach 22 Uhr auf dem Heliosgelände kann
folglich nur stattfinden, wenn sichergestellt wird,
dass die Richtwerte derTALärm eingehalten wer-
den.
Der Club Bahnhof Ehrenfeld wird als funktionieren-
des Beispiel genannt. Die Richtwerte werden an
der Lärmquelle durch technische Maßnahmen ein-
gehalten. ImAußenbereich sorgt ein Security-
Dienst für die Einhaltung der Nachtruhe, darüber
hinaus bestehen Vereinbarungen mit denAnwoh-
nern.
Es wird angeführt, dass im Bestand laute Nutzun-
gen wie Clubs und Konzerträume, wie z.B.Tsunami
Club Köln oder Stereo Wonderland, trotz angren-
zender oder darüber liegender Wohnnutzung funk-
tionieren.
Auch die Sauberkeit ist ein konfliktträchtigesThe-
ma im Hinblick auf eine gute Nachbarschaft von
Kulturbaustein und Wohnbebauung bzw. Schule. In
diesem Zusammenhang hätten sich Reinigungs-
dienste und teilweise auch nachbarschaftliche Ver-
einbarungen als Lösung bewährt. Generell wird die
Kommunikation mit denAnwohnern als sehr förder-
lich für ein gutes, verantwortungsbewusstes Nach-
barschaftsverhältnis betont.
Es wird insgesamt für eine lösungsorientierte Her-
angehensweise appelliert. Restriktionen sollten
vorerst, zugunsten einer ergebnisoffenen Diskussi-
on, zurückgestellt werden.
Beispiele,IdeenundVorschläge:
- Architektonische bzw. raumorganisatorische
Lösungen für eine konfliktfreie Nutzung der
Außenbereiche im Nachtzeitraum: Rauchen im
Innenhof, Eingang auf der Rückseite oder
auch Nutzung im Untergeschoss.
- Vereinbarungen mit den Nachbarn als Mittel
für ein konfliktfreies Nebeneinander von nächt-
lichen Nutzungen und Wohnbebauung.
- Sauberkeit und Ordnung können durch Reini-
gungsdienste und Security gewährleistet wer-
den.
- Zusammenstellung von Best Practice Beispie-

11
len für mögliche Nutzungsarten, Betreiber-
und Finanzierungsmodelle und dem Umgang
mit der Lärmproblematik.
- KünstlerTheater Köln als Beispiel für eine rei-
bungsloses Nebeneinander einer lauten kultu-
rellen Nutzung und Wohnen.
- Entwicklungsgebiet „Cologneo“ in Köln-Mül-
heim:Ateliers und Gebäude 9 werden erhal-
ten (in einem ausgewiesenen Gewerbegebiet)
und mit stilleren Nutzungen als Pufferzonen
im Übergang zu sensiblen Nutzungen umge-
ben. (Auf dem Heliosgelände wegen Platzver-
hältnissen bzw. der geplanten Vorhaben im
direkten Umfeld nicht umsetzbar.)
Kooperation
Der Kontext der kulturellen Nutzungen in der Um-
gebung war ursprünglich einArgument für dieAn-
siedlung der Heliosschule. Insofern sollen
Synergien zwischen Schule und Kulturbaustein,
aber auch mit anderen kulturellen Nutzungen ge-
schaffen werden. In diesem Zusammenhang wird
auch die räumliche Verbindung als wichtig betont.
Eine Kooperation mit der Heliosschule würde auch
das Verantwortungsbewusstsein steigern, wo-
durch Konflikten vorgebeugt werden könnte. Ins-
besondere wenn der Schulbetrieb
montagsmorgens wieder losgeht, dürften keine
negativen Spuren der Nutzung im Kulturbaustein
auf dem Schulgelände mehr zu sehen sein.
Beispiele,IdeenundVorschläge:
- Kooperation zwischen Helios Schule und Kul-
turbaustein bei der Nutzung von Räumlichkei-
ten.
NutzungenundMischung
Insgesamt wird eine Mischung verschiedener kul-
tureller Nutzungsarten als richtig für den Kultur-
baustein angesehen. Diese Nutzungsarten gilt es
zu konkretisieren.Als Leitbild wird eine 24-Stun-
den-Mischung/Nutzung vorgeschlagen, die ent-
sprechend den vorhandenen kulturellen Nutzun-
gen in Ehrenfeld eine Nutzbarkeit auch nachts zu-
lässt.
Es wird jedoch davor gewarnt, den bereits vollzo-
genen Wegfall verschiedener Nutzungen in Ehren-
feld durch den Kulturbaustein kompensieren zu
wollen. Dazu würden u.a. die vorhandenen Platz-
verhältnisse nicht ausreichen.
Angesichts der Lärm-Restriktionen und der damit
verbundenen zeitlichen Einschränkungen wird be-
zweifelt, dass überhaupt andere Nutzungen der
Musikszene als etwa Proberäume möglich sein
können.
Die bisherigen Nutzungen haben vom Charme der
alten Bestandsgebäude profitiert. So etwas sei
schwer durch einen Neubau zu erlangen.
Die Pachtverträge für die Rheinlandhalle laufen
bis zum Jahr 2027, es ist nicht bekannt, ob diese
verlängert werden.
Beispiele,IdeenundVorschläge:
- Cultural Hub, z.B. Royal Festival Hall, London
(mit Konzerten, Bibliothek, Philharmonie etc.)
- Co-Working
- Club im Keller
- Mischnutzung, z.B. nur ein gemeinsamer
Hausmeister erforderlich.
- Rheinische Musikschule
- Unperfekthaus, Essen
- nahegelegene Bahnbögen als Ort für laute
kulturelle Nutzungen
- Verlegung des ZAMUS aus der Rheinlandhal-
le raus in den Kulturbaustein

12
- Ateliernutzungen: Es wird angeregt, den kon-
kretenAtelierbedarf vom Kulturamt offenlegen
zu lassen. Eine aktuelle Datenerhebung läge
vor.
- Zusätzlich zum RundenTisch und vor dem
nächstenTermin:Treffen undAustausch der
Kultur-Akteure „auf gute Nachbarschaft“, um
Nutzungs-Synergien zu konkretisieren, die je-
weiligen Flächenbedarfe zu benennen, als
Grundlage zur Formulierung möglicher Raum-
programme für den Kulturbaustein.
Betreibermodelle/Finanzierung
Verschiedene Nutzungsarten bzw. Nutzer verfügen
über unterschiedliche Budgets, z.B. könnenAtelier-
oder Proberaumnutzer nicht soviel Miete zahlen
wie ein kommerziell erfolgreicher Club. Daher soll
eine ausgewogene Mischung der Nutzungen eine
Querfinanzierung innerhalb des Kulturbausteins er-
möglichen.Auch eine Mischung von Finanzie-
rungsmodellen wie selbsttragend, subventioniert
etc. wird zur Diskussion gestellt.
Es wird befürchtet, dass der Grundstückseigentü-
mer einen Kulturbaustein, der den Wünschen und
Anforderungen entspricht, nicht ermöglichen wird.
Beispiele,IdeenundVorschläge:
- Querfinanzierung bzw. Mischkalkulation durch
einAustarieren von gestaffelten Mieten und
Pachten je nach Wirtschaftlichkeit der Nut-
zungsbausteine. .
- Darstellung einer (finanziell) funktionierenden
Mischung bei der Flächennutzung (Raumpro-
gramm).
- Betrieb mit Zuschüssen/Fördermitteln, z.B.Ak-
tion Mensch
- Gründung einer Stiftung bzw. Finanzierung
durch eine bestehende Stiftung
Umfeld
Es wird beklagt, dass das Gelände einer der letz-
ten Orte in Ehrenfeld für „laute“ Subkultur bzw. kul-
turelle Nutzungen ist.
Kulturelle Betriebe der freien Szene funktionieren
immer besonders gut, wenn sie in ein Netz ver-
schiedener anderer Nutzungen eingebettet sind
und somit von „Laufkundschaft“ entlang etablierter
Event-Routen profitieren können. Daher sind viele
Einrichtungen nötig, um den Kulturbetrieb in Ehren-
feld zu erhalten. Einzeln und isoliert funktionieren
kulturelle Nutzungen in der Regel nur schwer. Die
Breite desAngebots ist daher entscheidend.
Wenn das Heliosgelände als der zentrale Ort für
derartige Nutzungen in Ehrenfeld wegfällt, wird be-
fürchtet, dass dann alles andere auch zusammen-
bricht. Die baulichen Entwicklungen in der
Umgebung dürfen nicht dazu führen, dass diese
Funktion komplett verloren geht und ein kulturelles
„Loch“ auf dem Heliosgelände entsteht.
Beim Erhalt bzw. bei der Weiterentwicklung von
Kultur genügt ein Konzentrieren auf das Heliosge-
lände nicht.Auch das Umfeld soll hinsichtlich der
Möglichkeiten und Erfordernisse kultureller Nutzun-
gen berücksichtigt werden, explizit wird die Ent-
wicklung am Güterbahnhof Ehrenfeld erwähnt.
Der Kulturbaustein soll einen wichtigen Beitrag zur
kulturellen Entwicklung leisten. Er kann jedoch
schon alleine aufgrund seiner Größe nicht alle Nut-
zungen beinhalten, die schon verloren gingen.
Die Mischnutzung (Wohnen/studentisches Wohnen
mit u.a. Café oder Hotel) bei den geplanten Vorha-
ben an der Vogelsanger Straße 197 und 202 wird
begrüßt. Es wird aber angemerkt, dass ein Hotel
z.B. auch nur dann funktioniert, wenn Ehrenfeld in-
teressant, d.h. durchmischt und kulturell vielfältig
bleibt.
Es wird darauf hingewiesen, dass z.B. die Planung
für das Grundstück Vogelsanger Straße 197 hin-
sichtlich der Nutzung an den geplanten Kulturbau-

13
stein angepasst wurde, sodass auch belebende
Nutzungen für die Erdgeschosse vorgesehen wur-
den. Es wird vorgeschlagen, auch die Planung für
das Vorhaben an der Vogelsanger Straße 202 da-
hingehend zu lenken.
Andererseits wird argumentiert, dass die Verlage-
rung bzw. Verdrängung von (lauten) kulturellen
Nutzungen als „natürlicher“ Vorgang in der Stadt-
entwicklung stattfindet, wodurch aber zwangsläu-
fig auch eine Erweiterung des Betrachtungsraums
erforderlich werde. Das grundlegende Problem
von Gentrifizierung wird angesprochen. Wohin sol-
len die ursprünglichen Pioniere ausweichen? Und
ist der Wandel von Ehrenfeld aufhaltbar?
(Sub-) Kultur lebt von un- oder mindergenutzten
Zwischenräumen und ist insofern dynamisch und
mobil. Daher wird auch bezweifelt, ob es das
Richtige ist, eine „Glocke“ über das Heliosgelände
und die bestehenden kulturellen Nutzungen zu
stülpen.
Generell wird die städtebaulicheAnbindung be-
tont; das Gebiet muss gut mit der Umgebung ver-
knüpft sein.
2.6 AUSBLICKAUFDIENÄCHSTE
VERANSTALTUNGUND„HAUSAUFGABEN“
Es wird entschieden, dass am 10.07.18 um 16:30
Uhr ein Zwischentermin stattfinden soll.Aufgrund
der vielen Ideen und dem großen Diskussionsbe-
darf soll die zweite Veranstaltung ebenfalls noch
ohne den Grundstückseigentümer durchgeführt
werden. Bei der dritten Veranstaltung soll der
Grundstückseigentümer anwesend sein, dann sol-
len konkrete Nutzungsideen sowie Betreiber- und
Finanzierungsmodelle vorliegen.
Durch die Stadt Köln bzw. durch das begleitende
Moderationsteam sollen Best Practice Beispiele
vorgestellt werden. Es sollen infrage kommende
Nutzungen, Finanzierungs- und Betreibermodelle
sowie rechtliche und technische Möglichkeiten ge-
zeigt werden, die dazu dienen, unter Einhaltung
der Immissionsrichtwerte eine möglichst intensive
Nutzung des Kulturbausteins zu ermöglichen.
Erfahrene Betreiber wie Herr Pick oder Herr Brink-
mann werden zur Veranschaulichung eineAufstel-
lung von Raumbedarfen für potenzielle Nutzungen
aufstellen.
Generell sollen Varianten eines möglichen Raum-
programms erarbeitet werden, das zur Darlegung
einer funktionierenden Querfinanzierung innerhalb
des Kulturbausteins dient. Zu diesem Zweck und
als Vorbereitung auf den Zwischentermin am
10.07.2018 soll es kurzfristig zu einemArbeitstref-
fen zwischen den Kulturschaffenden kommen. Da-
bei sollen mögliche Kooperationen ausgelotet
werden und konkrete Nutzungsvorschläge erarbei-
tet werden. Zudem soll dasTreffen einem umfas-
senden Informationsaustausch der
kulturschaffendenAkteure untereinander dienen.
Im Hinblick auf den Zwischentermin haben sich
die folgenden dreiThemenblöcke für die weitere
Arbeit des RundenTisches herauskristallisiert, auf
die sich dieTeilnehmer aus ihrem jeweiligen Blick-
winkel vorbereiten sollten:
A) Nutzungsmischung, Raumprogramm, Nut-
zungssynergien
B) Best Practice Beispiele, Mehrfachnutzungen,
Finanzierungsmodelle
C) Praktikabilität möglicher informeller Verabre-
dungen mit denAnliegern bzw. Nachbarn
[aufgestellt10.07.2018
DeweyMuller]

14
3. ZWISCHENTERMIN
PROTOKOLL
3.1 VORBEMERKUNG
Am 10. Juli 2018 fand der Zwischentermin zum
RundenTisch „Kulturbaustein Helios“ in den Räu-
men des DOMiD e.V. (Dokumentationszentrum und
Museum über die Migration in Deutschland) in
Köln-Ehrenfeld statt. Der Einladung zurTeilnahme
an der 2. Diskussionsrunde waren 15Akteurinnen
undAkteure aus dem Kulturbetrieb vor Ort, der Po-
litik und der Verwaltung gefolgt, um gemeinsam
Nutzungskonzepte sowie Betreiber- und Finanzie-
rungsmodelle für den Kulturbaustein zu diskutieren
und zu konkretisieren.
3.2 BEGRÜSSUNG
Bezirksbürgermeister Josef Wirges erläutert, dass
der zusätzlich anberaumte Zwischentermin dazu
dient, ein konkretes Nutzungsmodell für den Kultur-
baustein zu erarbeiten. Im Hinblick auf den bevor-
stehenden letztenTermin der Veranstaltungsreihe,
der gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer
und potenziellen Investor stattfinden wird, sind kon-
sensfähige Ideen erforderlich.
3.3 RÜCKBLICKUNDINPUT
Herr Dewey vom Büro Dewey Muller stellt im Rah-
men einer Beamerpräsentation den geplantenAb-
lauf der Veranstaltung vor und gibt eine
Zusammenfassung der Ergebnisse der ersten Ver-
anstaltung. Dabei wurden Rahmenbedingungen
und Vorschläge zu denThemenblöcken Verträg-
lichkeit von Nutzungen / Planungs- und Baurecht,
Kooperationsmöglichkeiten, Nutzungen und Mi-
schung, Betreibermodelle und Finanzierung sowie
Einbindung in das Umfeld gesammelt und disku-
tiert.
ImAnschluss werden generelle Fördermöglichkei-
ten für verschiedene Bereiche von Kulturbetrieb
und Kreativwirtschaft aufgeführt. DieAuflistung ist
als nicht abschließend zu betrachten, da es teilwei-
se für die einzelnen Sparten sehr spezifische För-
derprogramme gibt.
Frau Hähner, stellvertretende Leiterin des Kultur-
amtes, geht darüber hinaus auf die aktuelle Be-
darfs- undAngebotslage fürAteliers und
Proberäume in Ehrenfeld ein. Es wird betont, dass
in Köln insgesamt und insbesondere in Ehrenfeld
ein hoher Bedarf an derartigen Räumen vorliegt.
Raumgrößen ab 50 m2 und speziell eine Mischung
aus Wohn- undArbeitsräumen (Wohnateliers) wird
verstärkt nachgefragt. BeiAteliers besteht aufgrund
besserer Lichtverhältnisse eine Präferenz für obere
Geschosse.AlsAusnahme werden Bildhauerateli-
ers genannt, die Räume in unteren Geschossen,
vorzugsweise im Erdgeschoss, präferieren.Auch
der Bedarf an Räumen für die Probe, die Produkti-
on und dieAufführung von Musik ist groß. Hierbei
wird darauf hingewiesen, dass nicht nur eine akus-
tische Isolation nach außen erforderlich ist, son-
dern es auch untereinander zu keinen Störungen
innerhalb des Gebäudes kommen darf.
Eine Übersicht der städtischenAtelierangebote
stellt das Kulturamt der Stadt Köln auf folgender In-
ternetseite zur Verfügung:
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/
kulturfoerderung/ateliers
Als gelungenes Beispiel für eine verträgliche Mi-
schung verschiedener künstlerischer Sparten wird
dasAtelierhaus „Quartier am Hafen“ in Köln-Poll
genannt. Weitere Informationen unter:
http://qah.koeln/de/gebaeude/.
BestPracticeBeispiele
Als nächstes werden verschiedene Best Practice
Beispiele vorgestellt, die sich als besonders erfolg-
reich beiThemen wie Nutzungsmischung, Betrei-
ber- und Eigentümermodell, Finanzierung und/oder
Umgang mit denAnforderungen der Immissionsbe-
stimmungen auszeichnen und insofern als Ideen-
geber und Inspiration dienen können.
Unperfekthaus,Essen
Beispiel für eine vielfältige Nutzungsmischung (Ate-
liers, Proberäume, Veranstaltungssaal, Gastrono-
mie, Seminarräume, WG-Hotel etc.) in einer sehr
zentralen, innerstädtischen Lage mit einer beson-

15
deren Betriebsart, die den Künstlern eine kosten-
lose Raumnutzung ermöglicht und gleichzeitig der
Öffentlichkeit einen Einblick in dasTreiben der
Kunstschaffenden ermöglicht.
https://www.unperfekthaus.de/
Kreativ-Haus,Münster
Beispiel für ein gut funktionierendes Nebeneinan-
der von Wohnen und Musik- undTheaterauffüh-
rungen in geschlossener Bauweise, Wand an
Wand. Lärmbedingten Konflikten wird mittels orga-
nisatorischer und technischer Maßnahmen, aber
vor allem, im Sinne eines guten nachbarschaftli-
chen Verhältnisses, durch Kommunikation und
Einbeziehen derAnwohner vorgebeugt.
https://kreativ-haus.de/
Samtweberei,Krefeld
Beispiel für eine gemeinnützige Projektentwick-
lung, im Kontext eines Stadtteils mit großen sozio-
ökonomischen Herausforderungen, bei der eine
Stiftung das Initialkapital und die Stadt das Grund-
stück zur Verfügung gestellt hat.
http://samtweberviertel.de/
Zukunftslabor,Bremen
Beispiel für eine Kooperation zwischen einer
Schule und einem professionellen Orchester
durch gemeinsame Raumnutzungen und musikali-
sche Bildungsprojekte, ebenfalls im Kontext eines
sozial schwachen Stadtteils.
http://zukunftslabor.de/
CasadaMúsica,Porto
Beispiel einer Verbindung zwischen Hochkultur
und Zugänglichkeit für eine breite Öffentlichkeit mit
demAnspruch der Jugendbildung in einem Neu-
bau mit eigenständiger, zeitgenössischerArchitek-
tursprache.
http://www.casadamusica.com/en/
Cologneo,Köln-Mülheim
Beispiel für eine planungsrechtliche Sicherung ei-
nes Musikclubs im Kontext eines gemischt genutz-
ten Quartiers inkl. Wohnen. Der Musikclub
befindet sich auf einer als Gewerbegebiet ausge-
wiesenen Fläche, die an ein Mischgebiet grenzt.
Dabei erfolgt der Lärmschutz durch eine grenz-
ständige Lärmschutzwand, dieAufstockung des
„Gebäude 9“ und Maßnahmen wie Gebäudeorien-
tierung und Grundrissorientierung bei der Wohn-
und Mischbebauung.
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/
vo0050.asp?__kvonr=74260&voselect=18388
ClubkulturinBerlin
Darüber hinaus werden Hinweise auf den Lärm-
schutzfonds in Berlin gegeben, der den Erhalt der
Clubvielfalt als Ziel verfolgt, sowie auf das Bera-
tungsangebot für Clubbetreiber durch die Club-
commission bzw. ClubConsult GmbH, Berlin.
http://www.clubcommission.de/themen/clubconsult
DiePräsentationwurdedenTeilnehmernzurVer-
fügunggestellt.
3.4 DISKUSSIONVONNUTZUNGS-
SZENARIEN
ImAnschluss wurden Nutzungsszenarien anhand
derThemen:
- Nutzungen und Flächenbedarfe
- Einbindung in die Kulturmeile, Synergien und
Kooperationen
- Finanzierung und Betreibermodell
- Grundstückseigentum
vorgestellt und diskutiert. Im Folgenden werden
die wichtigsten Vorschläge undAnregungen, die
sich im Rahmen der Diskussion ergaben, zusam-
mengefasst. Dabei wird auf eine wörtliche, chro-
nologische Wiedergabe verzichtet. Die Beiträge
werden thematischen Blöcken zugeordnet. Kon-
träre oder widersprüchliche Positionen werden
neutral nebeneinander aufgeführt.
Zu Beginn der Veranstaltung war seitens der Ver-
treter von KGAM e.V. (ZAMUS) eine schriftliche

16
Stellungnahme „Kulturmeile Ehrenfeld: Wunsch
und Wirklichkeit“ an dieTeilnehmenden des Run-
denTisches verteilt worden (sieheAnlage 3). Un-
terzeichner sind verschiedeneAkteure aus der
freien Kulturszene in Ehrenfeld, auch solche, die
nicht im direkten Kontext des Heliosgeländes ste-
hen.
Grundsätzlich wird der Raumbedarf der Kultur in
Ehrenfeld wesentlich höher eingeschätzt, als er
durch den geplanten Kulturbaustein abgedeckt
werden könne. Der KGAM e.V. wünscht einen Kon-
zert-/Aufführungsraum für 400 Besucher mit einer
Raumhöhe von 8 m. Weiter wird vorgeschlagen, in
zwei ObergeschossenAusstellungsflächen,Ateli-
ers, Proberäume und Studio(s) mit jeweils 4 m
Raumhöhe unterzubringen.
Vor diesem Hintergrund verständigen sich dieTeil-
nehmer des RundenTisches darauf, in der folgen-
den Diskussion Ideen,Anregungen und konkrete
Nutzungen für den Kulturbaustein zu sammeln, die
ein möglichst breites Spektrum der freien Kultur-
szene berücksichtigen.
Die maximal mögliche Grundfläche des Baukörpers
beträgt ca. 1.700 m²und demnach beträgt die ma-
ximale oberirdische BGF ca. 6.800 m²(ohne Flä-
chen im UG) bei IV Vollgeschossen. Es ist eine
maximale Gebäudehöhe von 18 m festgelegt.
Folgendes Nutzungsszenario in einem 4-geschos-
sigen Baukörper zuzüglich Nutzung im UG wird
festgehalten (Geschosshöhen: EG ca. 7,0 m / 1.
OG ca. 4,0 m / 2. und 3. OG je ca. 3,5 m):
Untergeschoss:
- Musikclub
Erdgeschoss:
- multifunktionaler Veranstaltungssaal für u.a.
Musik-/Theateraufführungen und
-produktionen mit ca. 300 bis 400 Plätzen (fle-
xible Raumakustik für unterschiedliche Musik-
gattungen)
- Foyer teilweise 2-geschossig mit Empore
- Ausstellungsraum / Showroom für Ehrenfelder
Kunst- und Kultursparten (evtl. in Verbindung
mit Foyer, Empore bzw. 1. OG)
- Gastronomie, z. B. Café mit sozialemAspekt /
alsAnlaufpunkt für die Kulturmeile,
- Geschosshöhe: Veranstaltungssaal ca. 7 m,
besser 8 m, ggf. mit versetzten Geschossde-
cken zwischen den unterschiedlichen Nut-
zungsbereichen
Obergeschosse:
- Ausstellungsflächen im 1. OG unter anderem i.
V. m. Foyer und Empore
- Atelierräume, ggf. Wohnateliers, Seminarräu-
me, Verwaltung
- Geschosshöhen: 3 bis 4 m
Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen,
dass die KGAM e.V. mit ihren Proberäumen und ih-
rer Verwaltung langfristig in der Rheinlandhalle be-
heimatet bleibt.
Anregungen,BeispieleundErgänzungen:
Planungs-undBauordnungsrecht
- Im Bebauungsplan sollen die Nutzungsmi-
schung und die Deckenhöhen festgesetzt wer-
den. Eine Festsetzung der neuen Gebiets-
kategorie Urbane Gebiete (MU) gem. § 6a
BauNVO wird vorgeschlagen, auch für die um-
liegenden Wohnbauvorhaben. Es wird darauf
hingewiesen, dass die Richtwerte derTALärm
bei einem MU nachts die gleichen sind wie bei
einem Mischgebiet (MI): 45 dB(A). Lediglich

17
tagsüber ist der Richtwert bei einem MU 3
dB(A) höher als bei einem MI. Insofern bietet
die Festsetzung eines MU keinen Vorteil für
die gewünschte Clubnutzung zwischen 22
und 6 Uhr.
- Die in der direkten Umgebung geplanten Bau-
vorhaben mit u.a. Wohnnutzung sind nach §
34 BauGB zulässig, wenn die planungs- und
bauordnungsrechtlichen Vorschriften einge-
halten werden. Durch Einwirken auf die Inves-
toren soll eine bessere Kompatibilität mit der
potenziellen Nutzung des Kulturbausteins er-
zielt werden.
NutzungenundFlächenbedarfe
- Nutzungsbeispiel Konzertsaal undAusstel-
lungshalle:Altes Pfandhaus in Köln http://ww-
w.altes-pfandhaus.de/das-haus.html
- Beispiel für ein selbstverwaltetes Kulturzen-
trum:ARGEkultur, Salzburg https://www.arge-
kultur.at/
- Als ergänzende Nutzungen könnten die Be-
reiche Kulturvermittlung und Seminarangebo-
te aufgenommen werden. Diese Nutzungen
generieren höhere Einnahmen als bspw.Ateli-
erräume.
- Es wird angemerkt, dass eine vertikal konzen-
trierte Nutzung im Kulturbaustein als Nukleus
im Widerspruch zu der eigentlich beabsichtig-
ten, horizontal verteilten Nutzung entlang ei-
ner Kulturmeile steht.
- Es wird der Hinweis gegeben, dass multifunk-
tionale Veranstaltungsräume immer großeAn-
forderungen anTechnik undAkustik stellen,
insbesondere dieAnsprüche eines Kammer-
musiksaals sind wenig kompatibel mit ande-
ren Nutzungen wieTheateraufführungen oder
Rockkonzerten. Es wird angeregt, eineThea-
ternutzung von vornherein mit in der (techni-
schen) Planung zu berücksichtigen.
- Es wird darauf hingewiesen, dass der Kultur-
baustein aufgrund seiner Größe nicht alle Be-
darfe und Wünsche erfüllen kann. Daher solle
eine Priorisierung stattfinden.
- Den Nutzern des Kulturbausteins sollte ein
gemeinsames Bespielen der Räume (z. B.
Ausstellungshalle, Showroom, Saal) ermög-
licht werden. Es könnten wechselnde oder
auch dauerhafte Nutzungen stattfinden. Da
eine große Nachfrage nach Wohnateliers be-
steht, wird angeregt die Kombination aus
Wohnen und kulturellem bzw. künstlerischem
Arbeiten als Nutzungsbaustein mit einzube-
ziehen.
- Generell wird angeregt, möglichst flexible und
leicht umbaubare Räume im Kulturbaustein
vorzuhalten.
- Die meisten Veranstaltungen, auch solche bei
denen es sich nicht um Party- oder Clube-
vents handelt, haben Schwierigkeiten, Störun-
gen in der Nachtzeit von 22 bis 6 Uhr
auszuschließen. Flankierende Maßnahmen
(Ansprache,Aufklärung, Hausverbote etc.)
sowie bauliche Vorgaben (Lage des Ein-
gangs, Innenhof für Raucher etc.) sind zu
konkretisieren.
- Der Stellplatzbedarf muss bei der Dimensio-
nierung der Nutzungsbausteine berücksichtigt
werden. Durch die guteAnbindung an den
ÖPNV kann die Zahl der erforderlichen Stell-
plätze reduziert werden. Eine wahrscheinlich
erforderlicheTiefgarage stünde in Konkurrenz
zu einer Clubnutzung im Untergeschoss.
- Es wird vorgeschlagen, auch Zielgruppen jen-
seits der Subkultur miteinzubeziehen. So
brächten etwa Karnevalsvereine immer auch
eine gute finanzielleAusstattung mit.
Umfeld/EinbindungindieKulturmeile
- Es wird angeregt, die Kulturmeile Helios zu

18
einer Kulturmeile Ehrenfeld zu erweitern, die
vom Stadtgarten über das Heliosgelände bis
zum ehemaligen Güterbahnhof / Jack in the
Box führt. Generell wird angeregt die Vernet-
zung mit dem Veedel als wichtigesThema mit
in die Überlegungen einzubeziehen.
Betreiber/Eigentum/Finanzierung
- Bei der Erarbeitung eines Nutzungskonzepts
sollte die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Nut-
zungen mitberücksichtigt werden. Eine Ge-
samtwirtschaftlichkeit des Kulturbausteins
könnte durch eine Querfinanzierung der ver-
schiedenen Nutzungen untereinander erreicht
werden.
- Die Kulturschaffenden werden aufgefordert,
ihren Flächenbedarf sowie eine Preisspanne,
in der sich für sie tragbare Mietkosten bewe-
gen, zu benennen.Als Referenz für Mieten
werden die Preise vonAtelier- und Künstler-
räumen im Künstlerhof um das Gebäude 9 in
Köln-Mülheim genannt, die rd. 6,50 € pro qm
betragen.
- Ohne ein überzeugendes Konzept sei zu be-
fürchten, dass ein Investor ein Nutzungspro-
gramm ausschließlich nach
Vermarktungsaspekten realisiert (z. B. „Kreati-
vbüros“).
- Es wird die generelle Rentabilität einer Kultur-
nutzung in Frage gestellt. Es wird befürchtet,
dass der Kulturbaustein nur ein „Zuschuss“-
Projekt für den Investor sein wird und sich wirt-
schaftlich nicht selbst tragen kann. Der Kultur-
baustein würde vermutlich nur im
Zusammenspiel mit den rentablen Wohnnut-
zungen auf dem Heliosgelände finanzierbar.
- Eine kulturelle Nutzung im Umfeld neu entste-
hender Wohnbebauung könne aber auch ein
wichtiges Vermarktungsargument bzw. ein
Standortvorteil sein.
- Als kostengünstiges Modell wird das Konzept
eines „veredelten Rohbaus“ vorgeschlagen,
bei dem die Kunstschaffenden sich die Räume
nach eigenen Bedarfen selbst ausbauen und
einrichten. Dabei würden vorrangigAteliers
und Proberäume zustande kommen. Demge-
genüber stehen die hohen technischenAnfor-
derungen und die hochwertigeAusstattung
bspw. bei einem Kammermusiksaal, aber auch
generell beim Schallschutz und bei der Raum-
akustik.
- AlsTrägermodell wird zum einen eine Stiftung
in Kooperation mit dem Grundstückseigentü-
mer vorgeschlagen, wodurch ein Betrieb mög-
lich würde, der dem gewünschten
Gemeinschaftsgedanken Rechnung trägt. Da-
bei könnte auch eine Zusammenarbeit mit der
bestehenden Bürgerstiftung Ehrenfeld entste-
hen. Zum anderen wird das Modell eines Ver-
eins alsTräger genannt, da ein Verein leichter
Fördermittel akquirieren könne als eine Stif-
tung. So hat bspw. das Kölner KünstlerThea-
ter eine Mischform aus Verein und GbR
gewählt.
- Es besteht Einigkeit, dass dem Grundstücksei-
gentümer ein attraktives Nutzungskonzept vor-
gestellt werden muss, um ihn davon zu
überzeugen, den Kulturbaustein zu realisieren.
- Alternativ könnte ein anderer privater Investor
in Verbindung mit einem potenziellen Betreiber
das Grundstück erwerben und entwickeln.
- Als weitere Option wird der Erwerb des Grund-
stücks durch die Stadt Köln vorgeschlagen.
Diese Option wird zunächst – vor dem Hinter-
grund offener Fragen bezüglich Finanzierung,
Bau und Betrieb – zugunsten der vorgenann-
ten Realisierungs- und Betreibermodelle zu-
rückgestellt.
KooperationmitSchule
- Aufgrund der räumlichen Nähe umliegender

19
Institutionen wird eine Kooperation im Bereich
Musik und musikalische Bildung zwischen
dem Kulturbaustein und der Heliosschule, z.
B. in Form einer Mitnutzung der Schulaula
durch außerschulische, kulturelle Veranstal-
tungen als sinnvoll erachtet. Es wird jedoch
darauf hingewiesen, dass dieAula auch au-
ßerhalb der Unterrichtszeiten schulisch ge-
nutzt wird. Der Zeitraum für eine mögliche
Mitnutzung ist dementsprechend begrenzt.
Außerdem sei die kommerzielle Nutzung ei-
nes öffentlichen Gebäudes, wie etwa einer
Schulaula nur eingeschränkt möglich.
- Die Kooperation mit der Heliosschule wird als
wünschenswert betrachtet, aber es handelt
sich dabei um einen organischen Prozess der
Verstetigung, der nicht planbar ist bzw. er-
zwungen werden kann.
3.5 AUSBLICKAUFDIENÄCHSTE
VERANSTALTUNGUNDWEITERES
VORGEHEN
Am 25.09.2018 wird der letzteTermin in der Reihe
RunderTisch „Kulturbaustein Helios“ stattfinden.
An diesemTermin wird auch der Grundstücksei-
gentümer des Kulturbausteins teilnehmen. Zur in-
haltlichenAbstimmung derTeilnehmer
untereinander wird entschieden, sich wie geplant
um 16:30 Uhr zu treffen und die Vertreter der
BAUWENS GmbH & Co. KG für 17:30 Uhr einzu-
laden.
Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass der
gemeinsameTermin mit dem Eigentümer eine gro-
ße Chance für die Kulturschaffenden darstellt, um
Einfluss auf die künftige Entwicklung zu nehmen.
Empfohlen wird daher, ein überzeugendes, kon-
sensfähiges Konzept vorzustellen, das konkrete
Aussagen zu Nutzung, Raumbedarfen, Betrieb
und Finanzierung enthält.
Als Vorbereitung auf den nächstenTermin werden
folgendeAufgaben definiert:
DieTeilnehmenden sind angehalten weitere Kon-
zeptideen bzw.Teilkonzepte zu sammeln, zu kon-
kretisieren, untereinander abzustimmen und bis
spätestens 31.08.2018 an das Büro Dewey Muller
zu schicken (Johannes Roderer, E-Mail:
j.roderer@deweymuller.com).
Um einen Konsens hinsichtlich der Konzeption zu
erlangen wird angeregt, dass sich die Kulturschaf-
fenden außerhalb der Veranstaltungsreihe Runder
Tisch treffen.
Auf Grundlage der eingehenden Vorschläge und
Nutzungskonzepte wird das Büro Dewey Muller
maximal drei sich grundlegend unterscheidende
Nutzungsvarianten schematisch in eine grafische
Darstellung übersetzen.
[aufgestellt01.08.2018,DeweyMuller]

20
4. ABSCHLUSSTERMIN
PROTOKOLL
4.1 VORBEMERKUNG
Am 25. September 2018 fand derAbschlusstermin
des RundenTisches „Kulturbaustein Helios“ in den
Räumen des DOMiD e.V. (Dokumentationszentrum
und Museum über die Migration in Deutschland) in
Köln-Ehrenfeld statt. Der Einladung zurTeilnahme
an der 3. Diskussionsrunde waren 18Akteurinnen
undAkteure aus dem Kulturbetrieb vor Ort, der Po-
litik und der Verwaltung sowie Vertreter der Grund-
stückseigentümerin BAUWENS GmbH & Co. KG
gefolgt, um gemeinsam ein Nutzungskonzept so-
wie Betreiber- und Finanzierungsmodelle für den
Kulturbaustein zu diskutieren.
4.2 BEGRÜSSUNG
Herr Bezirksbürgermeister Josef Wirges kann auf-
grund anderer Verpflichtungen erst mit Verspätung
teilnehmen. Er lässt vom Büro Dewey Muller aus-
richten, der ersteTeil der Veranstaltung solle zum
Ziel haben, zwischen Stadtverwaltung, Politik und
Kulturschaffenden möglichst viele Übereinstimmun-
gen zum vorliegenden Nutzungskonzept zu finden.
Im Hinblick auf die anschließende Diskussion mit
den Vertretern der Grundstückseigentümerin im
zweitenTeil solle eine konsensfähige Gesprächs-
grundlage vorbereitet werden.
4.3 RÜCKBLICK
Herr Dewey stellt den geplantenAblauf der heuti-
gen Veranstaltung vor und fasst die Ergebnisse der
ersten und zweiten Veranstaltung kurz zusammen.
In derAuftaktveranstaltung hatten sich die Kultur-
schaffenden mit ihren Positionen vorgestellt.An-
schließend waren Rahmenbedingungen und
Vorschläge zu den folgendenThemenblöcken ge-
sammelt und diskutiert worden: Verträglichkeit von
Nutzungen vor dem Hintergrund von Planungs-
und Baurecht; Kooperationsmöglichkeiten; Nutzun-
gen und Nutzungsmischung; Betreibermodelle und
Finanzierung; Einbindung in das Umfeld.
Im Zwischentermin waren zunächst generelle För-
dermöglichkeiten für verschiedene Sparten und
Formate im Kulturbetrieb und in der Kreativwirt-
schaft vorgestellt worden.Außerdem wurde auf
den akuten Bedarf anAteliers und Proberäumen in
Ehrenfeld hingewiesen. ImAnschluss wurden Best
Practice Beispiele vorgestellt, die sich als beson-
ders erfolgreich hinsichtlich Nutzungsmischung, Fi-
nanzierung und Betreibermodell sowie im Umgang
mit denAnforderungen des Immissionsschutzes er-
wiesen haben.
Nach der Vorstellung eines durch dieTeilnehmer
formulierten ersten Nutzungsszenarios waren im
Anschluss dieThemen „Nutzungen und Flächenbe-
darfe“, „Einbindung in die Kulturmeile“, „Synergien
und Kooperationen“, „Finanzierung und Betreiber-
modelle“ diskutiert worden.
Eine ausführliche Zusammenfassung ist den Proto-
kollen zurAuftaktveranstaltung und zum Zwischen-
termin zu entnehmen.
4.4 VORSTELLUNGVON
NUTZUNGSIDEEN
Als „Initiative der Kulturschaffenden Helios“ hatten
dieAkteure Büro Sabine Voggenreiter, artrmx e.V.,
ZAMUS und 1st. Division GmbH nach dem Zwi-
schentermin ein gemeinsames Konzept für die Nut-
zung des Kulturbausteins erarbeitet. Die vier
Akteure betreiben bereits viele Jahre auf dem He-
liosgelände und im direkten Umfeld kulturelle Nut-
zungen oder taten dies in der Vergangenheit.
Die Einzelheiten des Nutzungskonzepts werden
durch Herrn Pick von der 1st. Division GmbH und
Frau Voggenreiter vom Büro Sabine Voggenreiter
vorgestellt. Es sind drei Bereiche unter denTiteln
„Kunst und Design“ / „Klassik und mehr“ / „Partys
und Pop-/Rockkonzerte“ mit je 1.700 m2 vorgese-
hen. Die maximale Grundfläche des Kulturbau-
steins beträgt 1.700 m2. Das Raumprogramm mit
unterschiedlichen Raumhöhen von bis zu 10 m
muss in das durch den städtebaulichen Entwurf de-
finierte Volumen des Kulturbausteins – 77,5 m Brei-
te, 22,0 mTiefe, 18,0 m Höhe – passen. Die

21
Mitglieder der Initiative planen, eine Betreiberge-
sellschaft zu gründen, die als Vertragspartner des
Eigentümers/Vermieters des Gebäudes auftritt
und alle internen Belange des Kulturbausteins or-
ganisiert und abwickelt. Der Initiative ist es wich-
tig, dass im Sinne der „Kulturmeile Heliosstraße“
unterschiedliche kulturelle Nutzungen in dem
Haus Platz finden, die nicht in Konkurrenz zuein-
ander stehen, sondern ein Miteinander pflegen.
Das Nutzungskonzept der „Initiative der Kultur-
schaffenden Helios“ ist dem Protokoll alsAnlage
angefügt.
Flächen-undFunktionsanalyse
Herr Dewey stellt eine Flächen- und Funktions-
analyse zu dem vorliegenden Konzept der „Initiati-
ve der Kulturschaffenden Helios“ vor. Ohne einen
architektonischen Entwurf vorwegzunehmen, wer-
den die im Konzept aufgeführten Flächenbedarfe
der unterschiedlichen Nutzungen in Form eines
schematischen Baukörpers abgebildet.
Bei den Flächenangaben der Initiative handelt es
sich jedoch überwiegend um reine Nutzungsflä-
chen und lichte Raumhöhen; Wand- und Decken-
aufbauten, Erschließungsflächen etc. sind noch
nicht berücksichtigt. Zusätzlich sind für die Nut-
zungen weitere Räume für z. B. Verwaltung, WC
undTechnik erforderlich. Insgesamt wären für eine
realistische BerechnungAufschläge von bis zu 30
% auf die angegebenen Flächengrößen nötig.
Insgesamt wird deutlich, dass sich die angeben-
den Flächengrößen der drei Hauptnutzungen –
Konzertsäle undAusstellungshalle – in Kombinati-
on mit deren Raumhöhen nicht in Gänze im Kul-
turbaustein realisieren lassen.
4.5 DISKUSSIONDESKONZEPTES
Anschließend diskutieren und ergänzen die Ver-
treter aus Stadtverwaltung, Politik und Kulturbe-
trieb das vorliegende Nutzungskonzept anhand
derThemen:
- Raumprogramm
- Betreibermodell
- Projektentwicklung und Finanzierung
Die wichtigstenArgumente undAnregungen wer-
den im Folgenden zusammengefasst.
Anmerkung:Eswirdaufeinewörtlicheundchro-
nologischeWiedergabeverzichtet.DieBeiträge
werdenthematischgeordnet.Konträreoderwider-
sprüchlichePositionenwerdenneutralnebenein-
anderaufgeführt.
Raumprogramm
- Es wird betont, dass drei große Säle mit je-
weils über 800 m2 Fläche und lichten Raum-
höhen von 8-10 m am selben Standort
unverhältnismäßig sind.
- Der Vorschlag, die geplante Gebäudehöhe
von ca. 18 m zu vergrößern wird aus städte-
baulichen Gründen abgelehnt. Der städtebau-
liche Entwurf bezieht sich in seiner
Höhenentwicklung auf die Bebauung in der
Umgebung, zielt insofern auf ein harmoni-
sches Einfügen ab und ist Ergebnis eines in-
tensiven Dialogprozesses vor Ort im Rahmen
des Werkstattverfahrens.
- Als Lösung wird auch der Verzicht auf einen
der drei großen Räume vorgeschlagen, wo-
durch eine Mehrfachnutzung erforderlich wür-
de.
- Aufgrund der jeweils sehr spezifischenAnfor-
derungen der Nutzungen z. B. anTechnik,
Akustik,Atmosphäre oder Sicherheit wird an
der Praktikabilität von Mehrfachnutzungen ge-
zweifelt. Daher sollten die Räume lieber klei-
ner dimensioniert werden, als gänzlich auf
einen zu verzichten.
- Bei der weiteren Konkretisierung des Konzep-

22
tes soll das Potenzial einer gemeinschaftlichen
oder mehrfachen Nutzung der Räume (Säle,
Ausstellunghalle, Foyer etc. aber auch Neben-
räume) ausgelotet werden. Hierin werden
Möglichkeiten zur Reduzierung von Flächenin-
anspruchnahme und Kosten gesehen.
- Die Nutzungsebene „Kunst und Design“ strebt
ein ganzjährigesAusstellungsprogramm an.
Eine Verkleinerung der Fläche (z. B. auf ca.
600 m2) und der Raumhöhe desAusstellungs-
raums wird nicht grundsätzlich ausgeschlos-
sen. Vergleichbar der Programmatik des
„Design Quartier Ehrenfeld“ sollen etwa 20 %
der Veranstaltungen imAusstellungsraum ei-
nen multidisziplinären Charakter haben, was
bereits einer Mehrfachnutzung entspräche.
- Beim Konzertsaal für klassische Musik ist kei-
ne ganzjährige Nutzung vorgesehen. Im Ge-
gensatz zur Veranstaltungstaktung sind die
Anforderungen anTechnik undAkustik jedoch
ungleich größer. Durch eine Mitnutzung der
Aula der Heliosschule durch ZAMUS könnte
der Konzertsaal innerhalb des Kulturbausteins
entfallen.
- Es wird befürchtet, dass durch die teilweise
Auslagerung von Nutzungen in die durch öf-
fentliche Gelder errichtete und ausgestattete
Schulaula eine unfaire Konkurrenzsituation zu
den privatwirtschaftlich betriebenen, bestehen-
den Nutzungen in der Umgebung und im ge-
planten Kulturbaustein entsteht. Eine
Kooperation zwischen Schule und Kulturbau-
stein wurde bereits im Zwischentermin disku-
tiert und einvernehmlich positiv bewertet. Die
Schule wurde im Rahmen des „School is
open“ BildungsRaumProjektes gegründet, das
eine Öffnung zum Veedel z. B. durch öffentli-
che Sport- und Kulturangebote vorsieht. Die
Art der geplantenAngebote wird nicht als Kon-
kurrenz zu den kommerziellen Nutzungen in
der Umgebung und im Kulturbaustein gewer-
tet. Um eine Konkurrenzsituation auszuschlie-
ßen, wird vorgeschlagen, die Programmatik
der kulturellenAktivitäten von Schule und Kul-
turbaustein aufeinander abzustimmen.
- Beim geplanten Konzertsaal für Pop/Rock-Mu-
sik wird ebenfalls keine kompletteAuslastung
im Verlauf eines Jahres prognostiziert, da in
den Sommermonaten u. a. aufgrund von Festi-
valbuchungen Lücken im Spielkalender entste-
hen. Diese Kapazitäten stehen für eine
Mehrfachnutzung zur Verfügung.
- Generell wird bei allen Nutzungsebenen eine
hohe Wirtschaftlichkeit angestrebt, die eine
möglichst lückenloseAuslastung der Räum-
lichkeiten impliziert.
- Ergänzend wird der Bedarf für weitere Nutzun-
gen angemerkt. Insbesondere multifunktionale
Räume für die darstellenden KünsteTheater
und Performance fehlen in Köln insgesamt. Da
der Raumbedarf für kulturelle Nutzungen in
Ehrenfeld und Köln generell wesentlich höher
ist, als dass er durch den geplanten Kulturbau-
stein abgedeckt werden könne, wird vorge-
schlagen eine Begrenzung der möglichen
Nutzungen vorzunehmen. Einvernehmlich wird
befürwortet, insbesondere den ursprünglichen
Nutzern von Heliosgelände und Umgebung –
so wie durch das Konzept vorgesehen – im
Kulturbaustein eine neue Heimat zu geben.
- Die Öffnung zum Veedel wird betont. Im Sinne
des Helios Kodex solle der Kulturbaustein ma-
ximal öffentliche Nutzungen beherbergen, von
denen das Quartier profitiert.
Betreibermodell
- Insgesamt wird befürwortet, dass sich die ver-
schiedenenAkteure gemeinsam organisieren.
Anstatt mit mehreren müsste z. B. der Vermie-
ter, Investor oder Eigentümer nur mit einem
Ansprech- bzw. Vertragspartner kommunizie-
ren, die angestrebte Querfinanzierung der Nut-
zungen untereinander könnte innerhalb der
Betreiberstruktur organisiert werden und die

23
Akquirierung von Fördermitteln ließe sich
bündeln und somit effizient gestalten.
- Als Modelle werden eine Betreibergesell-
schaft, eine Genossenschaft oder ein Verein
vorgeschlagen, wobei das Management z. B.
durch die 1st. Division GmbH oder durch eine
Public-Private-Partnership-Struktur (PPP)
übernommen werden könnte.
- Bei einem öffentlichenTräger wie der Stadt
Köln wird der Vorteil in vereinfachten Kommu-
nikationswegen mit der städtischen Schule
gesehen. Konflikten, die z. B. im Hinblick auf
die Verschmutzung des Schulgeländes durch
Nutzer des Kulturbausteins entstehen, könnte
gezielter begegnet werden.
ProjektentwicklungundFinanzierung
- Um die angestrebte gemeinwohlorientierte
Ausrichtung mit günstigen, ggf. subventionier-
ten Mieten zu gewährleisten, wird der Kauf
des Grundstücks durch die Stadt Köln mit an-
schließender Konzeptvergabe oder Verpach-
tung im Erbbaurecht vorgeschlagen.Als
weiteres Instrument zur Sicherung der kultu-
rellen Nutzung wird das Bebauungsplanver-
fahren für das Heliosgelände gesehen,
innerhalb dessen die Stadt Köln ihre Pla-
nungshoheit als Bestandteil ihres Selbstver-
waltungsrechts geltend mache.
- In der Projektentwicklung durch einen priva-
ten Investor wird der Vorteil gesehen, dass
dieser ein Projekt erfahrungsgemäß schneller
und effizienter als die öffentliche Hand entwi-
ckelt.
- Die Idee des Kulturbausteins – alsTeil des
städtebaulichen Konzeptes – ist im Rahmen
des Bürgerbeteiligungsverfahrens „Helios Fo-
rum“ im Dialog mit der Grundstückseigentü-
merin entwickelt worden. Insofern werde eine
Realisierung des Kulturbausteins als verbind-
lich angesehen.
- Im Falle eines Grundstücksverkaufs an einen
anderen privaten Investor wird eine Steige-
rung des Bodenpreises und somit der gesam-
ten Projektkosten befürchtet.
- Es wird befürwortet, dass zur Unterstützung
einer gemeinwohlorientierten kulturellenAus-
richtung des Projektes öffentliche Gelder ein-
gebracht werden.
4.6 DISKUSSIONMITVERTRETERNDER
GRUNDSTÜCKSEIGENTÜMERIN
Den Vertretern der Grundstückseigentümerin
BAUWENS GmbH & Co. KG, Herrn Jacobi und
Frau Miosić, wird ein kurzer Überblick überAn-
lass,Arbeitsweise und die bisherigen Ergebnisse
des RundenTisches gegeben und das Nutzungs-
konzept der „Initiative der Kulturschaffenden Heli-
os“ vorgestellt.
Anschließend diskutieren die Vertreter aus Stadt-
verwaltung, Politik und Kulturbetrieb mit den Ver-
tretern der Grundstückseigentümerin anhand des
Nutzungskonzeptes dieThemen:
- Betreibermodell
- Finanzierung und Wirtschaftlichkeit
- Architektur und Raumprogramm
- Verantwortung für Kultur
Die wichtigstenArgumente undAnregungen wer-
den im Folgenden zusammengefasst.
Anmerkung:Eswirdaufeinewörtlicheundchro-
nologischeWiedergabeverzichtet.DieBeiträge
werdenthematischgeordnet.Konträreoderwider-
sprüchlichePositionenwerdenneutralnebenein-
anderaufgeführt.
Betreibermodell
- Eine Vertragsschließung mit mehreren Einzel-

24
mietern, die möglicherweise unterschiedlich fi-
nanzkräftig oder abhängig von zeitlich befriste-
ten Förderprogrammen sind, wird abgelehnt.
- Um dem Investor eine finanzielle Sicherheit zu
gewährleisten wird vorgeschlagen, dass die
Stadt Köln die Rolle eines Generalmieters für
den Kulturbaustein übernimmt.
FinanzierungundWirtschaftlichkeit
- Grundsätzlich wird konstatiert, dass eine kultu-
relle Nutzung, wie sie im Kulturbaustein ge-
plant ist, keine allzu großen
Renditeerwartungen erfüllen werde.
- Unabhängig von der tatsächlichen Nutzung
des Kulturbausteins muss die Wirtschaftlich-
keit für die Grundstückseigentümerin gewähr-
leistet werden.
- DieArt der Projektentwicklung, z. B. in Form
von Verkauf oder selbstständiger Vermietung
nach der Errichtung des Gebäudes, ist für die
Grundstückseigentümerin vorerst nicht ent-
scheidend. In erster Linie muss die Rentabilität
des Vorhabens und insofern die Bonität der
Mieter gewährleistet sein. Zum Nachweis wird
vorgeschlagen, dass die Nutzer einen
Businessplan vorlegen, in dem die langfristige
Finanzierung der Nutzungen dargelegt wird.
- Da es sich um einen Neubau mit teilweise ho-
hen fixen Baukosten handelt, wird eine durch-
schnittliche Miete von 15-16 €/m2 als
rentables Minimum angeführt.
- Als Beispiel für die Realisierung bezahlbarer
Mieten fürAtelierräume wird auf die Entwick-
lung des Clouth-Geländes verwiesen. Die Fi-
nanzierung des dort entstehenden
Atelierhauses wird durch eine Vermietung an
unterschiedliche Nutzer gewährleistet. Neben
Künstlerateliers sind Betriebe aus der Kreativ-
wirtschaft wieArchitekturbüros oder ein großes
Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche
vorgesehen, wodurch dieAteliers zu einem
Preis von 8,50 €/m2 vermietet werden können.
- Es wird angemerkt, dass es sich bei demAteli-
erhaus auf dem Clouth-Gelände im Unter-
schied zum geplanten Kulturbaustein, um eine
Bestandshalle handle, deren Umbau zuAteli-
ers deutlich günstiger ausfalle, als die Errich-
tung eines Neubaus.
- Eine rentable Miete fürAteliers setzt die
Grundstückseigentümerin im Bereich von 12-
15 €/m2 an.
- Als kritischster Faktor für die Wirtschaftlichkeit
des Gebäudes wird die Dimension derTiefga-
rage gesehen. DieArt der Gebäudenutzung
und die damit einhergehendeAnzahl der erfor-
derlichen Stellplätze sind entscheidend.
ArchitekturundRaumprogramm
- Aus Gründen der wirtschaftlichen Nachhaltig-
keit soll die Drittverwendungsmöglichkeit des
Gebäudes bzw. einzelner Räume gegeben
sein.Als positives Beispiel wird die Nutzung
vonAteliers als Wohnlofts genannt. Die im
Konzept enthaltenen Raumhöhen von teilwei-
se 8-10 m werden in diesem Zusammenhang
kritisch gesehen.
- Bei der Errichtung eines „veredelten Rohbaus“
und demAusbau in Eigenleistung durch die
Nutzer könne davon profitiert werden, dass
Fördermittel für die technischeAusstattung ab-
rufbar sind.
- Zur Konkretisierung des Raumprogrammes
und einer ersten Kostenschätzung wird emp-
fohlen, dass einArchitekturbüro eine Konzept-
studie mit einenTestentwurf erarbeitet. Die
Kosten der Studie solle die Grundstückseigen-
tümerin oder die Stadt Köln tragen.
- Die derzeitige Nutzung der Mantelbebauung
der Rheinlandhalle als Proberäume und Ver-

25
waltung von ZAMUS wird weiterhin begrüßt.
Aufgrund dringender Instandsetzungsarbeiten
müsse von einer Erhöhung der Mieten ausge-
gangen werden. Es wird vorgeschlagen, die
Mantelbebauung der Rheinlandhalle auch für
Ateliernutzungen in Betracht zu ziehen, wo-
durch die Räumlichkeiten von ZAMUS voll-
ständig im Kulturbaustein untergebracht
werden könnten.
VerantwortungfürKultur
- Einerseits wird bei neuen Projekten für Wohn-
oder Büronutzungen mit der kulturellen Viel-
falt des lebendigen Viertels Ehrenfeld gewor-
ben.Andererseits fallen die kulturellen
Nutzungen häufig den baulichen Entwicklun-
gen zum Opfer. Es wird an die sich daraus
begründende Verantwortung von Investoren
für die Kultur in Ehrenfeld appelliert. In die-
sem Zusammenhang wird auch auf den „Heli-
os Kodex“ und die darin enthaltene
„Kulturmeile Helios“ hingewiesen.
- Die Grundstückseigentümerin leiste durch die
Ermöglichung des Schulbaus und durch die
Gewährung einer günstigen Miete für die Nut-
zung von ZAMUS in der Rheinlandhalle seit
langem und auch aktuell bereits einen Beitrag
für das Viertel und die Kultur.
4.6 WEITERESVORGEHEN
Als Resultat derAbschlussveranstaltung des Run-
denTisches „Kulturbaustein Helios“ wird beschlos-
sen, dass ein weitererTermin für ein moderiertes
Gespräch zwischen Vertretern der Grundstücksei-
gentümerin und der Initiative der Kulturschaffen-
den erforderlich ist. Dieses sollte ohneTeilnahme
der Vertreter aus Verwaltung und Politik geführt
werden. Die Organisation, Moderation und Proto-
kollierung diesesArbeitsgesprächs soll das Büro
Dewey Muller übernehmen. Die angesetzte Dauer
desTreffens von maximal zwei bis drei Stunden
erfordert eine sehr gute Vorbereitung durch die In-
itiative der Kulturschaffenden.
Im Hinblick auf den nächstenTermin werden fol-
gendeAufgaben als sinnvoll erachtet:
- Auf Grundlage konkretisierter Nutzungsideen
und Flächenbedarfe sowie eines ausgereiften
Betreibermodells soll die Initiative der Kultur-
schaffenden einen Businessplan aufstellen.
Anhand dessen soll nachvollziehbar werden,
welcher Mietpreis maximal gezahlt werden
kann.
- Der Grundstückseigentümerin wird nahege-
legt eine eigene Kalkulation vorzunehmen,
anhand derer abgeschätzt werden kann, wel-
che Miete mindestens erwirtschaftet werden
muss, um das Projekt rentabel zu machen.
ImAnschluss an denTermin soll ferner die Erar-
beitung eines detaillierten Raumprogramms und
einesTestentwurfs im Rahmen einer Konzeptstu-
die durch einArchitekturbüro erfolgen. Es wird das
Büro Ortner + Ortner genannt, das bereits den Be-
bauungsentwurf erstellt hat. Die Frage, wer die
Konzeptstudie beauftragt, bleibt offen.
[aufgestellt25.10.2018,DeweyMuller]

26
Impressionen vom Zwischentermin 10.07.2018 © Dewey Muller

27
5. NUTZUNGS- UND
ENTWICKLUNGSKONZEPT
Im Hinblick auf das geplante zusätzliche moderier-
te Gespräch mit Vertretern der Grundstückseigen-
tümerin und der „Initiative der Kulturschaf-fenden
Helios“ wurde die Initiative durch das Büro Dewey
Muller beratend unterstützt.
Das in derAbschlussveranstaltung vorgestellte
Nutzungskonzept (siehe S. 20-23) wurde fortge-
schrieben. Für eine detaillierte Beschreibung (für
die Bausteine „Partys und Konzerte“, „Contempora-
ry Kunsthalle“, „Veedelskantine“) sieheAnlage 3.
Zur Konkretisierung und Darstellung des Nutzungs-
konzeptes wurde auf Grundlage der von der Initiati-
ve benannten Raumbedarfe eine Funktions- und
Volumenstudie angefertigt.Anschließend wurden
verschiedene Finanzierungs- und Entwicklungssze-
narien für den Kulturbaustein ausgearbeitet.
4.1 FUNKTIONSDIAGRAMM
Das Funktionsdiagramm stellt die einzelnen Nut-
zungen des Konzeptes der „Initiative der Kultur-
schaffenden Helios“ dar. Die abgebildeten Kreis-
größen sind proportional zu den Flächengrößen
der Räume. Die gestrichelten Linien zeigen die
Nettoflächen; die durchgezogenen Linien umfassen
die Bruttoflächen, die zusätzliche Erschließungs-
und Konstruktionsflächen von 5 % beinhalten.
Das Diagramm verdeutlicht die funktionalen Zu-
sammenhänge und die dementsprechend erforder-
lichen Wegeverbindungen von den Haupt- und
Nebennutzungen innerhalb der einzelnen Nut-
zungseinheiten sowie zwischen den Nutzungsein-
heiten und der gemeinschaftlichen Erschließungs-
fläche. Die Überlagerung der Wegeverbindungen
im Foyer unterstreicht dessen Potenzial für eine
gemeinschaftliche Nutzung mit Bezugnahme auf
denAußenraum und das Veedel insgesamt.

Veedels-
kantine
BÜRO
50qm
FOYER
mind.
150qm
NEBEN-
EINGANG
mind.
50qm
AUSSTELLUNGS-
HALLE
600 qm
SHOWROOMS
200qm
ATELIERS
200 qm
MULTIMEDIA
200 qm
BESUCHER-WC
60qm
PARTYRAUM / CLUB
300 qm
TIEFGARAGE
1.000qm
KÜCHE
100qm
KÜHLUNG UND
LAGER
200 qm
BESUCHER-WC
25qm
BEWIRTUNGS-
FLÄCHE
200 qm
AUSSEN-
BEREICH
200 qm
KÜNSTLER-
GADEROBEN
110 qm
Contemporary
Kunsthalle
Erschlie-
ßung
KulturbausteinHelios
Funktions-und Volumenstudie
erarbeitetmit: "InitiativederKulturschaffendenHelios"
Stand02.09.19, jro,VORABZUG
FunktionenundZusammenhänge
28
Funktionsdiagramm © Dewey Muller (02.09.2019)

LAGER
100qm
KÜNSTLER-
GADEROBEN,
WC,DUSCHEN
90qm
LAGERFÜR
AUSSENBEREICH
100qm
TECHNIK
10qm
KÜHLRAUM
10qm
PARTYRAUM / CLUB
BESUCHER-WC
100qm
KNEIPE
200qm
KONZERTSAAL
POP /ROCK
800 qm
ERSTEHILFE
10qm
AUSSEN-
BEREICH
200 qm
TECHNIK
20qm
LAGER
100qm
KÜNSTLER-
GADEROBEN
110 qm
REGIE
15qm
BÜRO
50qm
MEHRZWECKRAUM
KLASSIK
975 qm
BESUCHER-WC
60qm
Partys
undKonzerte
Klassik
&mehr
Funktions-und Volumenstudie
Szenario3:"belebtesErdgeschoss/ÖffnungzumQuartier"
-Lage imErdgeschoss/ ebenerdigeErschließungder Nutzungen
mitÖffnungszeiten tagsüber
-Pop/Rock-Konzertsaal undVeedelskantine mit Loggien
Szenario2:"PopundRockimErdgeschoss"
-Partys, Konzerteund Kneipe ebenerdigerschlossen
-schalltechnisch günstigeTrennung vonPop/Rock-
undMehrzweckraum Klassik
Szenario1:"PopundRock"mit AtriumundDachgarten
-Partysund Konzerte imoberstenGeschoss
-schalltechnisch günstigeTrennung vonPop/Rock-
undMehrzweckraum Klassik
-Veedelskantinein promineterLage
Volumenstudie
Voggenreiter/Tonoian
Voggenreiter/Tonoian
1St.DivisionGmbH
ZAMUS
Gemeinschaft
29

30
4.2 VOLUMENSTUDIE
Ausgehend von den Flächengrößen und Raumhö-
hen wurden Volumen für die einzelnen Räume er-
mittelt. In drei Szenarien wurden unterschiedliche
Möglichkeiten zurAnordnung der einzelnen Nut-
zungen innerhalb der im städtebaulichen Konzept
definierten Kubatur – Grundfläche: 22,0 m x 77,5 m
und Höhe: von 18,0 m – untersucht. In der Visuali-
sierung stellen die gesättigten Farbtöne die Haupt-
nutzungen dar, bei den weniger gesättigtenTönen
handelt es sich um die Nebenräume.
Es hat sich gezeigt, dass aufgrund der Flächenbe-
darfe und insbesondere der erforderlichen Raum-
höhen der angegebenen Nutzungen der Initiative
die jeweiligen Nutzungseinheiten nur getrennt auf
verschiedenen Ebenen angeordnet werden kön-
nen. In einer solchenAnordnung liegt jedoch das
Potenzial, den angestrebten Nutzungsmix des Kul-
turbausteins zu thematisieren, für die Besucher er-
lebbar zu machen undAnreize zu schaffen, die
Angebote aus den verschiedenen Sparten auszu-
probieren. DieserAspekt soll durch ein gemein-
schaftliches, großzügiges Foyer unterstützt
werden, das sich darüber hinaus zur „Kulturmeile“
Heliosstraße orientiert und öffnet.
Die Studie geht zudem in allen Szenarien von zwei
Untergeschossen aus, umTeile des Kulturbetriebs
und den ruhenden Verkehr unterbringen zu kön-
nen.Auf ein zweites Untergeschoss kann nur ver-
zichtet werden, wennTeile des Nutzungskonzeptes
entfallen oder verkleinert werden bzw. wenn der
Stellplatzschlüssel drastisch reduziert oder der ru-
hende Verkehr anderweitig z. B. in einer Quartiers-
garage (Heliosschule) untergebracht werden kann.
Szenario1
Das Szenario zeigt die Verortung des Nutzungs-
bausteins „Partys und Konzerte“ im obersten Ge-
schoss. Durch eine Öffnung sind einAtrium und ein
Dachgarten möglich, in denenAußengastronomie
und ein Raucherbereich besonders lärmverträglich
in Richtung Südosten angeordnet werden können.
Der Mehrzweckraum des Nutzungsbausteins „Klas-
sik und mehr“ ist teils unterirdisch angeordnet und
kann direkt vom Foyer aus erschlossen werden.
Durch die Verortung derAusstellungshalle und der
Showrooms (Baustein „Contemporary Kunsthalle“)
zwischen den beiden Konzerträumen entsteht eine
schaltechnisch günstigeTrennung der Nutzungen.
Die „Veedelskantine“ befindet sich im Erdgeschoss
in einer prominenten Lage am geplanten Vorplatz
und an der Heliosstraße. Die Lage ist förderlich für
die angestrebte Nutzung rund um die Uhr, mit ei-
nem breitgefächertenAngebot für unterschiedliche
Zielgruppen.
Szenario2
Im Szenario ist der Nutzungsbaustein „Partys und
Konzerte“ im Erdgeschoss und teilweise im 1. Un-
tergeschoss verortet. Dadurch besteht die Möglich-
keit diese Nutzungen ebenerdig zu erschließen,
was angesichts derAnlieferung von Equipment für
Livebands durchTrucks von Vorteil ist. Die Kneipe
nimmt die prominente Lage am Platz ein.
Durch die Lage derAusstellungshalle und der
Showrooms (Baustein „Contemporary Kunsthalle“)
zwischen den beiden Konzerträumen entsteht eine
schaltechnisch günstigeTrennung der Nutzungen.
Die „Veedelskantine“ befindet sich im Oberge-
schoss in einer weithin sichtbaren Lage mitAus-
richtung zum Platz. DerAußenbereich der
Gastronomie befindet sich in einer großzügigen
Loggia.
Szenario3
Um die Leitidee eines offenen, mit dem Veedel
kommunizierenden Kulturbausteins umzusetzen,
sind diejenigen Nutzungen mit den meisten Besu-
chern imTageszeitraum (Ausstellungshalle, Kneipe
und Veedelskantine) im Erdgeschoss bzw. direkt
von dort aus erreichbar angeordnet. Die anderen
Nutzungen sind losgelöst von ihren betrieblichen
Zusammenhängen innerhalb des Baukörpers ver-
teilt, wodurch eine Mischung der verschiedenen
Besuchergruppen begünstigt und die Heterogenität
der Nutzungen betont wird.

31
KONZERTSAAL
POP /ROCK
800 qm
undKonzerte
POP/ ROCK
MITANGRENZENDER
LOGGIA
KNEIPE
CLUB AUSSTELLUNGEN
ATELIERS,
SHOWROOMS,
MULTIMEDIA
VEEDELSKANTINE
MITLOGGIA
KLASSIK & MEHR
FOYER
TIEFGARAGE
Szenario3:"belebtesErdgeschoss/ÖffnungzumQuartier"
-Lage imErdgeschoss/ ebenerdigeErschließungder Nutzungen
mitÖffnungszeiten tagsüber
-Pop/Rock-Konzertsaal undVeedelskantine mit Loggien
Szenario2:"PopundRockimErdgeschoss"
-Partys, Konzerteund Kneipe ebenerdigerschlossen
-schalltechnisch günstigeTrennung vonPop/Rock-
undMehrzweckraum Klassik
Szenario1:"PopundRock"mit AtriumundDachgarten
-Partysund Konzerte imoberstenGeschoss
-schalltechnisch günstigeTrennung vonPop/Rock-
undMehrzweckraum Klassik
-Veedelskantinein promineterLage
Volumenstudie
KNEIPE
SHOWROOMS,
MULTIMEDIA
KLASSIK& MEHR VEEDELSKANTINE
MITLOGGIA
AUSSTELLUNGEN
ATELIERS
POP/ ROCK CLUB
FOYERTIEFGARAGE
POP/ ROCK CLUB
AUSSTELLUNGEN ATELIERS
VEEDELSKANTINE
KLASSIK& MEHR FOYER
TIEFGARAGE
SHOWROOMS,
MULTIMEDIA
KNEIPE
MITATRIUM UND
DACHGARTEN
Szenario3
Szenario2
Szenario1
Volumenstudie © Dewey Muller (02.09.2019)

32
3.FINANZIERUNGS-UNDENTWICK-
LUNGSSZENARIENDER„INITIATIVEDER
KULTURSCHAFFENDENHELIOS“
Für die Entwicklung, die Finanzierung und den
Betrieb haben die Mitglieder der „Initiative der
Kulturschaffenden Helios“ folgende Szenarien
erarbeitet.
Entwicklung
1. Grundstück:
- Verbleib bei PE Ehrenfeldgürtel GmbH & Co.
KG
- Verbleib bei einer Stiftung
- Veräußerung an Genossenschaft der
Betreiber
- Veräußerung an Investor
- Veräußerung an die Stadt Köln
- Veräußerung an Eigentümergemeinschaft /
Baugruppe
2. Bauen des veredelten Rohbaus
Variante 1:
PE Ehrenfeldgürtel behält Grundstück, baut
„veredelten Rohbau“ (s. u.), vermietet an Be-
treibergemeinschaft.
- Pick, Voggenreiter,Tonoian, ZAMUS gründen
eine GmbH oder einen Verein (förderwürdig)
als Betreibergemeinschaft
-Ausbau der Geschosse für die jeweilige
Nutzung auch in Eigenregie möglich
(z.B. Kunsthalle, Club)
Variante 2.1:
Betreibergemeinschaft/Genossenschaft kauft,
baut und vermietet anteilig im Innenverhältnis
und ggf. an externe Nutzer. Gründung einer
Genossenschaft mit den Betreibern und weite-
renAnteilseignern.
Variante 2.2:
Baugruppe baut, Gesellschafter nutzen selbst
nachAnteilen und vermieten ggf. an externe
Nutzer.
- Gründung einer Baugruppe nur mit den Be-
treibern
Variante 3:
Grundstückseigentümerin gründet Stiftung,
übernimmt das Grundstück, verpachtet (Erb-
pachtvertrag) an Betreibergemeinschaft / Ge-
nossenschaft / Baugruppe.
Variante 4:
Stadt Köln kauft das Grundstück und vergibt
es als Erbbaurecht an Betreibergemeinschaft /
Genossenschaft.
Finanzierungskonzept
(beiAnmietung von PE Ehrenfeldgürtel GmbH & Co. KG)
Gesamtsumme 54.960 Euro; durchschnittlich 12,00 Euro / qm.
Einheit qm-Preis Fläche(brutto) Miete(netto)
Club und Gastro 15,00 Euro 1.860 qm 27.900 Euro
ZAMUS 11,30 Euro 1.400 qm 15.840 Euro
Contemporary Kunsthalle 8,50 Euro 1.320 qm 11.220 Euro
Gesamt 4.580 qm 54.960 Euro

33
Mögliche Förderungen
KFPContemporary Kunsthalle
1.Ausgaben
2. Einnahmen Contemporary Kunsthalle
3. Förderung Contemporary Kunsthalle projektweise
- Bundesmittel
- Stiftungen
- Sponsoren
Mieteinnahmen / Eigenanteil 600 qm à 10 Euro 6.000 Euro
Stadt Köln monatlich 4.000 Euro
Land NRW monatlich 10.220 Euro
Einheit Art Förderer
ZAMUS
Technik,Ausbau,
Mietzuschüsse,
Projektzuschüsse
StadtKöln
Land NRW
Stadtbezirk Ehrenfeld
Bundesmittel
Contemporary Kunsthalle
Technik,Ausbau,
Mietzuschüsse,
Projektzuschüsse
Stadt Köln
Land NRW
Stadtbezirk Ehrenfeld
Bundesmittel
Club Technik,Ausbau, Gastro Mieteinnahmen
Sponsoring
Mietkosten monatlich 11.220 Euro
Personalkosten monatlich 6.500 Euro
Sachkosten und Betriebs-
kosten monatlich 2.500 Euro
Gesamt 20.220Euro

Der RundeTisch „Kulturbaustein Helios“ knüpft an
die Erfahrungen des HELIOS FORUMS, das 2011-
2012 durchgeführt wurde, an. Entsprechend den
Vorgaben und Zielen aus Kodex und Leitbild sowie
des städtebaulichen Konzeptes wurden im Hinblick
auf die Realisierung des Kulturbausteins im Kon-
text der Kulturmeile Heliosstraße wichtige Erkennt-
nisse gesammelt und Prozesse in Gang gesetzt.
Die Bedrohung von kultur- und kreativwirtschaftli-
chen Nutzungen bzw. von deren Räumen am Bei-
spiel des dynamischen und lebhaften Köln-
Ehrenfeld wurde durch Politik und Verwaltung als
ernstzunehmendes Problem anerkannt. Mit der
Durchführung des RundenTisches und den imAn-
schluss geplanten Maßnahmen wird ein klares Zei-
chen gesetzt für eine Förderung von Kunst und
Kultur jenseits der Hochkultur, für ein nutzungsge-
mischtes Köln und für den Erhalt von Lebensquali-
tät.
Im Rahmen der intensiven Diskussionen mit den
verschiedenenAkteuren wurden die Chancen und
Hindernisse bei einer Realisierung des Kulturbau-
steins aus den verschiedenen Perspektiven aufge-
zeigt. Die Bedeutung des Standorts für die Kultur in
Köln und für den Stadtteil wurde hervorgehoben.
Handlungsbedarf wird im Hinblick auf Nutzungs-
konflikte mit der Umgebung, insbesondere Lärm-
schutz gesehen. Durch die teilnehmenden Kultur-
schaffenden wurden große Bedarfe für kulturelle
und kreative Produktions- undAufführungsräume,
aber auch gastronomischeAngebote ermittelt. Vor-
bild und Inspiration für dieThemenfelder Nutzungs-
mischung, Betreiber- und Eigentümermodelle,
Finanzierung und Umgang mit denAnforderungen
der Immissionsbestimmungen wurden anhand von
Best-Practice Beispielen gesammelt.
Zahlreiche Nutzungsideen wurden zu einem Kon-
zept verdichtet, das eine einzigartige Mischung ver-
schiedenerAngebote und Sparten verspricht.
Anhand verschiedener Modelle zur Finanzierung
wurden erste Schritte in Richtung Entwicklung und
Betrieb aufgezeigt.Aufgrund prognostizierter hoher
Investitionskosten und derAttraktivität des Standor-
tes - auch für andere Nutzungen - wurden Miet-
preis-Vorstellungen durch die Eigentümerin for-
muliert, die nicht im Einklang mit den Bedürfnissen
und Möglichkeiten der Kulturnutzer stehen.
Auch der Wunsch der Kulturschaffenden nach ei-
ner langfristigen Nutzung bei bezahlbaren Mietprei-
sen steht der Erwartung der Grundstückseigen-
tümerin entgegen, ein gewinnbringendes Projekt zu
entwickeln, das flexibel im Hinblick auf eine „Dritt-
verwertbarkeit“ des Gebäudes ist.Als Kompromiss
für eine flexible und günstige Gestaltung undAus-
stattung des Baukörpers wurde die Errichtung als
„veredelter Rohbau“ als mögliche Lösung identifi-
ziert.
Darüber hinaus wurde erkannt, dass die Nutzeriniti-
ative geeint agieren und als rechtsfähige Betreiber-
gesellschaft organisiert sein muss, um bei der
Kommunikation mit Grundstückseigentümern,
Geldgebern, Bauherren oder Behörden verbindlich
auftreten zu können.
Der im Oktober 2019 erfolgte Beschluss des Fi-
nanzausschuss zum „Ankauf Kulturbaustein He-
liosgelände“ durch die Stadt Köln erweitert den
Handlungsspielraum bei Entwicklung, Bau, Betrieb
und Vermietung des Kulturbausteins erheblich. Das
Bekenntnis für den Standort und dessen kulturelle
Nutzung wurde gestärkt. DieArt der Verwendung
der Haushaltsgelder ist noch nicht abschließend
geklärt.Aber grundsätzlich steht die Stadt verschie-
denen Entwicklungsszenarien offen gegenüber, so
auch dem Erwerb des Grundstücks mit anschlie-
ßender langfristiger Vergabe als Erbbaurecht an
kulturelle Nutzer bzw. Betreiber.
Ob das im Rahmen des RundenTisches erarbeite-
te Nutzungskonzept umgesetzt wird oder ob die
„Initiative der Kulturschaffenden Helios“ Betreiber
oder Nutzer des Kulturbausteins sein wird, ist der-
zeit ungewiss. Dass der Kulturbaustein umgesetzt
6. RESÜMEE UND AUSBLICK
34

wird und dass er Raum für neuartige Nutzungskon-
zepte und eine langfristige Perspektive für die Kul-
tur und Kreativwirtschaft in Ehrenfeld und Köln
bieten wird, ist jedoch deutlich gewisser geworden.
Die Erkenntnisse aus dem Verfahren und die da-
durch beeinflussten politischen Entscheidungen
stellen insofern einen wegweisenden Schritt bei der
Realisierung des Kulturbausteins Helios dar.
35

36

37

38
Moderation:
Burkard Dewey, Dewey Muller Partnerschaft mbB
Architekten Stadtplaner
Johannes Roderer, Dewey Muller Partnerschaft
mbBArchitekten Stadtplaner
PolitikundVerwaltung:
Josef Wirges, Bezirksbürgermeister
Niklas Kienitz, CDU
Brigitta von Bülow, GRÜNE
Alexandra Ehlting, GRÜNE
Kirsten Jahn, GRÜNE
Christiane Martin, GRÜNE
Thor Zimmermann, Ratsgruppe GUT
Christoph Besser, DIE LINKE
Petra Bossinger, SPD
Anne Luise Müller, Stadtplanungsamt Köln
Silke Rheinschmidt, Stadtplanungsamt Köln
Barbara Foerster, Kulturamt Köln
Ursula Hähner, Kulturamt Köln
Dr. Hermann-Christoph Müller, Kulturamt Köln
BenjaminThele, Kulturamt Köln
Till Kniola, Kulturamt Köln
A
kteurevorOrt:
Georg Schmitz-Behrenz, 1st. Division GmbH /
Helios 37 / Live Music Hall / ehem. Underground
Micki Pick, 1st. Division GmbH / Helios 37 / Live
Music Hall / ehem. Underground
IrenTonoian,Artrmx e.V.
Hanswerner Möllmann, Bürgerinitiative Helios
Martin Herrndorf, COLABOR | Raum für
Nachhaltigkeit GbR
Jochen Schäfsmeier, CONCERTO
Jan van Weegen, Klubkomm e.V. / Gebäude 9
Mankel Brinkmann, Klubkomm e.V. / Club Bahnhof
Ehrenfeld
Ruth zum Kley, KünstlerTheater Köln
Elisa Cominato, KünstlerTheater Köln
Andreas Niessen, Schulleitung Inklusive
Universitätsschule der Stadt Köln „Heliosschule“
Florian Gatz, Musiklehrer Inklusive
Universitätsschule der Stadt Köln „Heliosschule“
Sabine Voggenreiter, Büro Sabine Voggenreiter
Fiona Stevens, ZAMUS (Zentrum für alte Musik
Köln) / KGAM e.V. (Kölner Gesellschaft fürAlte
Musik)
Alexander Scherf, ZAMUS (Zentrum für alte Musik
Köln)
Grundstückseigentümerin:
Alexander Jacobi, Bauwens GmbH & Co. KG / PE
Ehrenfeldgürtel GmbH & Co. KG
Maike Miosić, Bauwens GmbH & Co. KG / PE
Ehrenfeldgürtel GmbH & Co. KG
ANLAGE 1
TEILNEHMERLISTE

39
[StadtplanungsamtderStadtKöln,14.06.2018]
WelcheNutzungsmöglichkeitensind–imHin-
blickaufdieLärmbestimmungen–ineinem
KulturbausteinanderHeliosstraßerealisier-
bar?
I)Sachverhalt
Das Bebauungskonzept für das Heliosgelände
sieht einen Kulturbaustein entlang der Heliosstra-
ße im Bereich der heutigen DQE-Halle vor.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Vogel-
sanger Straße 202) befindet sich derzeit ein Dis-
counter (Netto). Dieser soll abgerissen und das
Grundstück nach § 34 BauGB bebaut werden. Ge-
plant sind weiterhin Einzelhandel (im EG) sowie
Studentenwohnen und ein Etagenhotel. Eine Bau-
voranfrage wurdeAnfang Juni 2018 eingereicht.
Für das Grundstück Vogelsanger Str. 197 gibt es
Planungen für einen 4 stöckigen Neubau in Block-
randbebauung mit geförderten Wohnungen, Flexi-
Studios, Büronutzung,Ateliers, Kindertagesstätte,
Café und Kleingewerbeeinheiten.
Auf dem Heliosgelände selbst ist ebenfalls teilwei-
se Wohnbebauung am Ehrenfeldgürtel geplant. In
der Heliosstr. 2-6 sind bestehende Wohnungen
vorhanden.
Die Genehmigungsfähigkeit einer zukünftigen kul-
turellen Nutzung hängt von den zu erwartenden
Emissionen gegenüber der benachbarten Bebau-
ung, insbesondere der geplanten Wohnbebauung
„Heliosgelände“, „Vogelsanger Str. 197“ und „Vo-
gelsanger Str. 202“ sowie der vorhandenen Wohn-
bebauung Heliosstr. 2-6 ab.
II)WelcheNutzungenwären–imHinblickauf
dieLärmbestimmungen(TA-Lärm)-imKultur-
bausteinmöglich?
1. Diskothek / Club und vergleichbare Veranstal-
tungsräume (ähnlich wie „Underground“)
- ausreichende Schallschutzmaßnahmen an
der Lärmquelle notwendig
- Problematisch sind Geräusche von Besu-
chern, die sich vor dem Club aufhalten bzw.
zum Gelände kommen oder weggehen.
- Es kann davon ausgegangen werden, dass
der Großteil der Besucher zu einem Club erst
nach 22 Uhr (Nachtzeit) kommt. Die zulässi-
gen Richtwerte derTA-Lärm würden durch die
Eröffnung einer Diskothek oder eines Clubs in
der Nachtzeit voraussichtlich erheblich über-
schritten.
2. Veranstaltungsräume für Konzerte
- Konzertveranstaltungen sind innerhalb derTa-
geszeit (bis 22:00 Uhr) mit den Richtwerten
derTA-Lärm zu vereinbaren bei ausreichen-
den Schallschutzmaßnahmen an der Lärm-
quelle.
- Einzelne Konzerte müssen so festgelegt wer-
den, dass ein ausreichender Zeitraum für den
Abgang der Besucher besteht (bspw. geplan-
tes Konzertende inkl. Zugabe gegen 21:30
Uhr).
- Für seltene Ereignisse gestattet dieTA-Lärm
Ausnahmen (Überschreitungen der Immissi-
onsrichtwerte an bis zu 10Tagen oder Näch-
ten eines Kalenderjahres).
3. Film- undTheatervorführungen
- Film- undTheateraufführungen sind innerhalb
derTageszeit möglich.
- Für die Film- undTheatersäle sind Schall-
schutzmaßnahmen an der Lärmquelle erfor-
derlich.
4. Gastronomie mit Livemusik
- Innengastronomie mit Livemusik ist möglich,
sofern die Richtwerte derTA-Lärm eingehal-
ten werden.
- Es besteht hier eine vergleichbare Problema-
tik wie bei den Veranstaltungsräumen für
Konzerte (vgl. Punkt 2.).
5. Nachtflohmarkt
- Ein Nachtflohmarkt kann bis 22 Uhr unproble-
matisch stattfinden.
- Öffnungszeiten bis 23 oder 24 Uhr könnten
über dieAusnahmeregelung (10 seltene Er-
eignisse pro Jahr) erfolgen.
ANLAGE 2
NUTZUNGSOPTIONEN UND
RESTRIKTIONEN

40
6.Ausstellungen
- Innerhalb derTageszeit sindAusstellungen un-
problematisch.
7. Lesungen
- Es ist davon auszugehen, dass Lesungen in-
nerhalb derTageszeit stattfinden und somit mit
den Richtwerten derTA-Lärm vereinbar sind.
8. Proberäume
- Proberäume für Kölner Musiker/Bands oder
ähnliches sind sowohl in derTageszeit, als
auch in der Nachtzeit mit den Immissionsricht-
werten vereinbar, sofern Schallschutzmaßnah-
men an der Lärmquelle getroffen werden.
9. Kultur-pädagogisches Zentrum / Service-Center
- Solange die Immissionsrichtwerte eingehalten
werden und Schallschutzmaßnahmen an der
Lärmquelle errichtet werden, steht einer sol-
chen Errichtung nichts entgegen.
10. Kreativhaus
- Punkt C3.6 des Kodex schlägt die Errichtung
eines Kreativhauses vor.
- Darunter könnten z.B. eine Jugendkunstschu-
le,Angebote der Weiterbildung (Workshops
und Vorträge) und eineTheaterbühne gemeint
sein.
- Bei Einhaltung der Richtwerte derTALärm ist
dies möglich
11. Gründerzentrum
- Die Errichtung eines Gründerzentrums für
„Start-Ups“ und Flächen für Serviceleistungen,
Beratungs- und Betreuungsangebote ist unter
den bereits genannten Voraussetzungen mög-
lich.
12. Handwerkerhof
- Folgende Werkstätten könnten unproblema-
tisch errichtet werden: Schneiderei,Töpferei
und Papierwerkstatt.
- Bei Errichtung einer Schmiede, Schreinerei
oder Bäckerei muss die Vereinbarkeit mit den
Richtwerten derTA-Lärm gewährleistet sein.
III)Fazit
Für die geplante Wohnbebauung spielt es keine
Rolle, ob sie nach § 34 BauGB erfolgt oder in ei-
nem Bebauungsplan festgesetzt wird, da die Im-
missionsrichtwerte derTA-Lärm immer einzuhalten
sind. Die Festsetzung in einem Bebauungsplan
bietet jedoch bessere Steuerungsmöglichkeiten im
Hinblick auf konkrete Schallschutzmaßnahmen.

41
ANLAGE 3
NUTZUNGSKONZEPTE DER
„INITIATIVE DER KULTURSCHAFFENDEN“

1
Inhalt
ImÜberblick
INITIATIVE DER KULTURSCHAFFENDEN HELIOS
DieGastronomie
DieKultur
Standortanalyse
DieGesellschafter
DieKooperationspartner/Sponsoren

2
INITIATIVE DER KULTURSCHAFFENDEN BAUSTEIN
HELIOS
DerNameHeliosisteineMarkeaufdemHeliosgelände,andem
KulturschaffendeverschiedeneKultur--Bausteineentwickeln.
DiesesZielistjetztingrei�bareNähegerückt.DennseiteinigerZeit
liegteinKodexbetreffendderKulturmeiledemRatderStadtKölnauf
demTisch.
BeiderGestaltungdesObjektessolldieKulturnichtLockvogelfürdie
Gastronomiesein,sonderndieGastronomiesubventioniertdieKultur.
SowohldasKulturprogrammalsauchdieGastronomiewerdenderart
konzipiert,dassseineExistenzauchohnediejeweiligenPartner
denkbarist.
EinattraktivesProgrammistauchmittelsEintrittsgeldernund
Mindestmietenmachbar.
DieGastronomieistauchohneVeranstaltungsbesucherindieser
Größenordnunglebensfähig.
DieAbhängigkeitbeiderBereichevoneinanderistdaherlediglich
positivbestimmt.
AttraktiveundgutbesuchteVeranstaltungenerhöhenauchdie
UmsätzederGastronomie.HöhereUmsätzeerhöhenauchdie
SubventionsmittelfürdenProgrammbereich.
DerHelios--Kultur--BausteingarantiertOriginalität,Kreativitätund
RisikobereitschaftbeiderGestaltungdesProgramms.

3
StandortEhrenfeld
Dieserhatsichindenletzten15JahreninjeglicherHinsichtpositiv
entwickelt.VorallemdurchdieKulturschaffendenimBereich
Subkultur,demzumgroßenTeilzuverdankenist,dassEhrenfeldzu
demgewordenist–ein�lorierenderStadtteil,imdemauch
mittlerweilesehrvielegehobeneFirmenansässigsind.DieMieten
undKaufpreisefürHäusersindenormgestiegen,undesentstandin
denletztenJahreneineregelrechteKulturszenemitverschiedensten
Genres.
LeideristindenletztenJahrenpeuapeueinRückgangzu
verzeichnen,dadasHauptmerkmalbeiderStadtaufWohnungenliegt,
sodassdereineoderandereClubschließenmusste.
EinGrundmehr,dassdieKulturerhaltenbleibensollundsomitauch
DerKultur--BausteinHeliosseitensderStadtgefördertwerdenmuss

4
SchwerpunktfürdasgesamteProjekt
DieinhaltlicheKonzeptiondesHelios-- Bausteinssiehtwiefolgtaus:
SchwerpunktwirddiePräsentationder
Rock/Pop/Reggae/Elektronik/Hip--HopMusicszene
sein.
Zielgruppe:20--40--Jährige
DarüberhinauszählenauchalleweiterenFormen,diesichmitMusik
beschäftigen.
AngestrebtistdieKooperationmitdiversenMedienhäusernwie
WDR
DuMont--Gruppe
DeutscheWelle
Internetanbieterusw.
ZudemVorhabenisteinganzwichtigerPunktdieAußengastronomie,
dienichtnurwährendderKonzertesondernauchimSommermit
Kleinkunstbelebtwerdenkann
EinweiteresElement
PartysimPartyräumen
EssollendenBesucherninverschiedenenAreasparallelmehrere
Musik--Veranstaltungenangebotenwerden.
Einlass:ca.22.00Uhr
Ende:7.00Uhr
Kapazität:durchschnittlich1.000Besucher

5
Konzertsaal–Live--Konzerte
Größe:ca.800qm–Saal
Höhe:8--10m
Raum:20mB reitex40mLänge=800qm
Ca.800Stehplätze+200Sitzplätze
Öffnungszeiten:
Einlass:19.00Uhr
Beginn:21.00Uhr
Ende:24.00Uhr
DurchschnittlichwerdenproMonatca.10Live-- Veranstaltungen
durchgeführtwerden.DiezuerwartendeZuschauerzahlbeträgt
Durchschnittlichca.800Personen.
BaulicheGestaltungdesKonzertsaalsetc.
DieBühnemusseineGrößevon12mBreiteund8mTiefehaben.
Licht+ Ton:
AnderDeckemüssenTrägerhängen,damitdieseminde stens1Topro
MeterGewichtLasttragenkönnen.
DieStromversorgungmitStarkstrommussgesichertsein.
4GarderobenfürKünstler(jeweils3x4m=12qm)
WCssowie2DuschenfürdieKünstler(Parterre)
Besucher--WC
Lagerräume:10mx10m=100qm
Kühlraum
Sanitätsraum
Technikraum
BürofürMitarbeiter:mindestens100qm

6
Heizungmit Zuluft
EsmusseineEinfahrtfürBand-- LKWsmitdirektemZugangzurBühne
ohneTreppenzumAusladengeben.
NachdemwireinePrognosedurcheinenprofessionellen
SchallschutzbeauftragtenfürdasjetzigeHelios37erstellthaben,
könnenwirbelegen,dassobwohlaufderHeliosstraßeeinige
Nachbarnwohnen,esnichtzueinerLärmbelästigungseitensder
Musikdarbietungenkommenwürde.
BeidemBaumüsstemandaraufachten,schalldämmendesMaterial
zubenutzen.
Wir,die1stDivisionGmbHalseinerderBetreiber,veranstaltenschon
seitvielenJahrzehntenKonzerteundverfügenübereingroßes
NetzwerkvonAgenturen,mitdenenwirKonzerteveranstalten
können.EsbestehthiersomiteinBedarf.
Nachwuchsförderung
EinweitererSchwerpunktdiesesProjekteswirdsein,denNachwuchs
zufördern.DerNachwuchs(Bands),diesonstkeineMöglichkeit
haben,sollendieMöglichkeiterhalten,aufeinerBühnevoreinem
breitenPublikumzuspielen.AuchinderVergangenheithattenwir
sowohlinderLiveMusicHall,alsauchimUnderground,jungen
NachwuchsbandsdieMöglichkeitgegeben,vorPublikumzuspielen.
HierdurchhattedieeineoderandereBandauchdendadurch
erhofftenErfolgwiez.BSilbermond,Brings,Cro,Donuts,Materia und
vielemehr.

7
Partys
GeradeEhrenfeldzähltinderPartyszenezuderbegehrtestenMeilein
KölnundüberKölnsGrenzenhinaus.
ZumKonzertsaalkommteinweitererPartyraumvon300qm.Dieser
istalsweitereAreawichtig,umweitereVeranstaltungen
durchzuführen.
Höhe:6--8m
DieserPartyraummussdementsprechenddekoriertwerden,dassdas
AmbienteletzlichdieAtmosphärewiderspiegelt.
Esistausgesprochenwichtig,dassdasLichtundderTonvon
allerhöchsterQualitätsind.
EssollendenBesucherninverschiedenenAreasparallelmehrere
Musik--Veranstaltungenangebotenwerden.
Einlass:22.00Uhr
Ende:7.00Uhr
Kapazität:durchschnittlich600BesucherimDurchlauf.
Kneipenbereich
ZwischendemKonzertsaalunddemPartyraumsolleseinen3.Raum
geben,deralsKneipegenutztwerdensoll.
Größe:200qm
HierkannderBesuchersichineinereherruhigenAtmosphäre
(Wohnzimmeratmosphäre)wohlfühlen.

8
Außengastronomie:
Größe:200qm+LagerräumefürAußengastronomievon200qm
HierkönnendieBesucherdraußensitzenunddieUmgebung
genießen.
Raucherbereich
ImSommergibtesverschiedensteAngebotevonSpeisenund
Getränken.
Verkehrslenkung
Hierbeisolltemandaraufauchten,dassderEinlassundAuslassüber
dieVogelsangerStr.erfolgensoll,damitesnicht
a) zuLärmbelästigungenund
b) zuVerkehrsau�kommenaufderHeliosstr.kommenkann.
Schlusswort
BeieinerAnmietungimkulturellenBereichliegtdieDurchschnitts--
MietefürgewerblicheRäumebeica,6,50€proqm.
Hierbeisolltemandaraufachten,dassderKulturschaffendenichtin
derLageist,einenüberdurchschnittlichenMietpreiszubezahlen.

KULTURBAUSTEINHELIOS
ImKulturbausteinHeliosbefindensicheinClub,einmul�funk�onalerVeranstaltungs ---/
Kammermusiksaalfürca.400Personen,eineAusstellungsflächesowieAteliers,
Muli�media---RäumeundShowrooms.
Einkonzep�onellanspruchsvolles,innova�vesGastronomieangebot(innenundaußen)
öffnetdasHausfürdieBewohner*innendesStad�eilsauchjenseitsdeskulturellen
Programms.DieGastronomiesollmul�kulturellundpreislichandenLebenss�lder
AnwohnerdesStad�eilsangepasstsein.
DerKulturbausteinsollzurHäl�edurchöffentlicheMi�elsubven�oniertwerden,zu
anderenHäl�edurchdieeinzelnenGewerbetreibenden/Kulturunternehmen(Pächter
Gastronomie,Club,Konzertsaal,Aussteller)erwirtscha�etwerden(PublicPrivate
Partnership).
DieMietpreisekönnenaufgrundstarkvariierenderGewinnmargendereinzelnen
Unternehmenunterschiedlichseinbzw.Kostenkompensieren.
DasfolgendeKonzeptgehtdavonaus,dassdiedreivertretenenKultureinrichtungen
(Club/M.Pick,Klassik/Zamus,KunstundDesign/S.VoggenreiterundI.Tonoian)jeweilseine
Flächevon1200qmunterhalten,wasderFlächeeinerEtageentspricht.
ImUntergeschossbefindensichParkmöglichkeitenaufca.1000qm,dierestlichen200qm
sindfürdenKühlraumunddasLagervonderGastronomiegedacht.
DiesesKonzeptstellteinenFlächenbedarfvor,dasindenAugenderBetreiberwirtscha�lich
betriebenwerdenkann,undnichteinekonkreteAu�eilungdieserFlächenoderder
Geschosse,dadasimArbeitsbereichderArchitekturliegt.
Gastronomie
EineGastronomie,diedurchgehendarbeitet,nichtnur,wennVeranstaltungensta�inden,
mussjedeArtPublikumbedienenkönnen–seiesVeedelbewohneroderBesucherder
verschiedenar�genVeranstaltungenimKulturbaustein.
DasKonzeptsiehteineFlächevon200qm(wovon100qmaußen)imlockerenS�lsowieeine
Flächevon200qm(wovon100qmaußen)imgehobenemS�lvor.Siewerdenbeidevonnur
einemPächterbetriebenunddasEssenineinergemeinsamenKüchezubereitet,dieeine
Flächevon100qmbenö�gt.
DerGesamtbedarfderGastronomie:
--- 400qmBewirtungsfläche
--- 100qmKüche
--- 200qmLager---undKühlräume
--- verteiltimGebäude.

1200qmContemporaryKunsthalle ---ZentrumfürUrbanis�k,Soziokultur,KunstundDesign
--- ZeitgenössischeKunst,Architektur,UrbanismusundDesign
--- Ausstellungen,Austausch,Networking,Präsenta�onen,Diskussionen,Shows
--- offenunddurchlässig,Teilnahmegaran�erendfürBewohnerinnenund
BewohnerdesStad�eils
--- künstlerisch,krea�v,nachhal�g,wissenscha�lichinnova�v,trotzdem
niederschwelliginderVermi�lunganLaienundInteressierte
--- KulturundKrea�vitätalsMotorfürdieStadtentwicklungundPar�zipa�onvon
BürgerinnenundBürgern
--- betriebenvoneinergemeinnützigenGmbH(vertretendurchSabineVoggenreiter
undIrenTonoian)
--- Ausstellungshalle600---800qm,Deckenhöhe5- --6m
ShowroomsundAteliers400- --600qm,Deckenhöheca.4m
--- subven�oniertdurchöffentlicheMi�elsowieinTeilenfinanziertdurch
MieteinnahmeninShowroomsundAteliers
--- Sonderkondi�onenoderkomple�erMieterlassfürAteliersund
AusstellungsmöglichkeitenfürKölnerKünstlerinnenundKünstlersowie
Kulturakteure(--->BedarfeinerAlterna�vefürdievorJahrenabgerissene
KunsthalleimJosef- --Haubrich---Hof,s.Kulturentwicklungsplan2018/2019)
--- EinrichtungeinerFachjuryfürKura�onderKölnerKünstler*inneninder
Ausstellungshalle
--- ZusammenarbeitmitGastkuratoren
--- Ganztägig,7TagedieWochegeöffnet
--- Angliederungangüns�geGastronomieerwünscht(zB.Veedelskan�ne)
DasBüroSabineVoggenreiter(planArchitektur ---Fes�val,PASSAGENDesignFes�val,Design
Quar�erEhrenfeld)undIrenTonoian(artrmxe.V.,AtelierzentrumEhrenfeld,CityLeaks
UrbanArtFes�val)möchtenaufeinerAusstellungsetagedesneuerrichtetenKulturbausteins
Heliosdie Contemporary Kunsthalle – ein interdiziplinäres Zentrum für Urbanis�k,
Soziokultur Kunst und Designausrufen.
Hiersollgeforscht,disku�ert,ausgestelltundinteragiertwerden.Basierendaufder
bisherigenArbeitbeiderKulturmacherinnensollenThemenderArchitektur,derUrbanität,
derSoziokultur,derKunstunddesDesignsinregelmäßigenAusstellungenundeinem
permanentenLaborsamtShowroomsundAtelierszurSchauundzurDiskussiongestellt
werden.
DarüberhinaussollendieAusstellungsräumlichkeitenimneuenKulturbausteinHeliosdie
langebestehendeLückederabgerissenKunsthalleschließen.Sogaran�erendieBetreiber,
einSpezialangebotfürKölnerKünstlerinnenundKünstlerzuschaffen,sodassdiesedie
Räumlichkeitensehrvergüns�gtoderkomple�mie�reifürAusstellungszweckezur
Verfügunggestelltbekommenkönnen.
DiesesBildungs---,Ausstellungs---undUnterhaltungsangebotsowiedaszurVerfügung ---Stellen
vonRaumfürKünstler*innen,Expert*innen,Wissenscha�ler*innenundLaienwirdvon
einernochzugründendengemeinnützigenGmbHzwischenSabineVoggenreiterundIren
Tonoianentwickeltundumgesetzt.

DieZusammenarbeitmitkulturellen,na�onalenundinterna�onalenAkteurenausden
BereichenWissenscha�,Kunst,Kultur,Architektur,DesignundBildungwirdstets
angestrebt.
Dieveranschlagten1200qmFlächebeinhaltensowohleineAusstellungshallevonca.600 -- -
800qmGrößealsauchdieEinrichtungentsprechenderAteliers,Showroomsund
Mul�mediaräume,diedieverbleibendeFlächeeinnehmen.DieAusstellungshallebenö�gt
eineRaumhöhevonca.5- --6Metern,währenddieAteliersundShowroomsauchin4m
RaumhöheineinerzweitenEbenegestaffeltseinkönnen.
DiestarkeAusrichtungaufsoziokulturelleBelangedesstäd�schen(Zusammen
---)Lebens
verlangteineAnbindungdesZentrumsfürUrbanitätundSoziokulturandieThemen,diedie
Nachbarscha�entangieren.
DerWissensaustauschzwischen„jung“und„alt“solleineRollespielen.Außerdemwirdeine
BarrierearmutdesZentrumsangestrebt.SolcheRäumederSoziokulturexis�ereninKöln
nicht,aberesbedarfihrer!
TeilhabeundPar�zipa�onsowieTransparenz,Durchlässigkeit,OffenheitundNutzungvon
KunstundKulturalsMotorfürgesellscha�liche,kulturelleundstadtpoli�scheEntwicklung
sollendieProgramma�kdesneuenZentrumsinhaltlichprägen.Zuüberlegenwäre,diese
OffenheitundDurchlässigkeitaucharchitektonischaufdengesamtenKulturbausteinzu
übertragen.
DieContemporaryKunsthalle–ZentrumfürUrbanis�k,Soziokultur,KunstundDesign
möchtefüralleBewohnerdesStad�eilseininteressantesundabwechslungsreiches
Angebotganztägigliefern.EsschlägtfolgendeÖffnungszeitenvor:Mo.- --So.:9:00bis20:00
Uhr,beiSonderveranstaltungbisopenEnd.
EineAngliederungandieGastronomie(z.B.eineVeedelskan�ne)istsehrerwünschtund
kanndabeihelfen,nichtnurdasHausgenerelloffenfürjeglichesPublikumzugestalten,
sondernauchdenBedarfanGetränkenundEssenbeiVeranstaltungenzudecken.Darüber
hinausermöglichteineVerpachtungderGastronomieflächeaneinennochzu
bes�mmendenGastronomeneinezusätzlicheQuerfinanzierungderkulturellgenutzten
Flächen.
Beispiele/Inspia�on/LeitplankenfürPlanungenvonkrea�venQuar�eren,Kulturzentren,
Kulturbauten/Architektur/LowCost:
TeleinternetcaféMünchen
IledeNantes
MataderoMadrid
HangarBarcelona
KulturbautenLacatonVassal
Mul�funk�onaleKulturbautenArnoBrandlhuber&Co.
AlteSamtwebereiKrefeld
Posi�vesBeispielausHamburgzurErrichtungeinesneuenQuar�ers(WohnenundKultur)–
DasPalomaViertel ---StädtebaulichenVertragPaloma- --Viertel

h�ps://www.hamburg.de/
h�p://suche.transparenz.hamburg.de/?q=Paloma+Viertel+Pauli&sort=score+desc%2C�tle_string+as
c&esq_not_all_versions=true

1816 KULTURBAUSTEIN HELIOSRaumprogramm SZENARIO 1"Pop und Rock mit Atrium und Dachgarten"
DEWEY MULLERStand: 02.09.2019, jro
1/2
Kennwerte Kulturbaustein (gem. Planungskonzept Ortner&Ortner):
Klassik und mehr(ZAMUS) Vorgabe Zamus Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Mehrzweckraum(Barockmusik, Theater, Tanz)18:00 - 22:30 Uhr
450-500 Besucher, Bühne ca. 15,0 * 20,0 m(Annahme: 450 Besucher * 1,5 m²  + 300 m²  Bühne = 975 m²)
1026 m² 1080 m² 0,0 m² 6,0 m 
Nebennutzflächen(Regieraum, Lager, 7 Künstlergarderoben, Verwaltungs- und Technikbüros, Latenfahrstuhl, Tageskasse, Gästegarderobe, Besuchertoiletten)
- 380 m² 400 m² 0,0 m² 3,0 m 
Partys und Konzerte(1st Division GmbH)Vorgabe1st Division Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Konzertsaal Pop/Rock800 Stehplätze + 200 Sitzplätze; 19:00 - 24:00 Uhr, 10 Konzerte pro Monat
800 m², Höhe 8-10 m 836 m² 880 m² 0,0 m² 9,0 m 
Partyraum (Club) 600 Stehplätze; 22:00 - 07:00 Uhr300 m², Höhe 6-8 m 323 m² 340 m² 0,0 m² 6,0 m 
Kneipe mit Außenbereich200 m² + 200 m² 190 m² 200 m² 120 m² 6,0 m 
Hauptnutzung gesamt - 1349 m² 1420 m² 120 m² -
Nebennutzflächen(Künstlergarderoben, Lager, Kühlraum,  Sanitätsraum, Verwaltungs- und Technikbüros, Lastenfahrstuhl, Tageskasse, Gästegarderobe, Besuchertoiletten)
- 727 m² 765 m² 0,0 m² 3,0 m 
22,0 * 77,5 m = 1.705 m² Höhe = ca. 18 m

1816 KULTURBAUSTEIN HELIOSRaumprogramm SZENARIO 1"Pop und Rock mit Atrium und Dachgarten"
DEWEY MULLERStand: 02.09.2019, jro
2/2
Contemporary Kunsthalle(Büro Voggenreiter und artrmx als gGmbH)
VorgabeVoggenreiter / artrmxNettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Ausstellungshalleganztägig, 7 Tage die Woche, 09:00 - 20:00 Uhr; teils open end600-800 m², Höhe 5-6 m627 m² 660 m² 0,0 m² 6,0 m 
Showrooms, Ateliers, Multimediaräumeganztägig, 7 Tage die Woche, 09:00 - 20:00 Uhr; teils open end
400-600 m², Höhe ca. 4 m632 m² 665 m² 0,0 m² 6,0 m 
Hauptnutzung gesamt - 1259 m² 1325 m² 0,0 m² 
Nebennutzflächen(Besucher-WC, Verwaltungsbüros)- 114 m² 120 m² 0,0 m² 6,0 m 
Veedelskantine(gemeinschaftlich)Vorgabe Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Bewirtungsfläche mit Außenbereich (gehobene und lockere Gastronomie)2 x 100 m² innen, 2 x 100 m² außen 209 m² 220 m² 200,0 m² 6,0 m 
Nebennutzflächen(Küche, Kühl- und Lagerraum, Besucher-WC) 300 m²  328 m² 345 m² 0,0 m² 3,0 m 
Erschließungsflächen(gemeinschaftlich)Vorgabe Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Tiefgarage ca. 1.000 m²  1520 m² 1600 m² 0,0 m² 3,0 m 
Besuchereingang, Foyer,  Kasse und Gästegarderobe, Fahrstuhl, Treppenhaus, Nebeneingang, Anlieferung, Lastenfahrstuhl
- 798 m² 840 m² 0,0 m² 3,0 - 6,0 m

1816 KULTURBAUSTEIN HELIOSRaumprogramm SZENARIO 2"Pop und Rock im EG"
DEWEY MULLERStand: 02.09.2019, jro
1/2
Kennwerte Kulturbaustein (gem. Planungskonzept Ortner&Ortner):
Klassik und mehr(ZAMUS) Vorgabe Zamus Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Mehrzweckraum(Barockmusik, Theater, Tanz)18:00 - 22:30 Uhr
450-500 Besucher, Bühne ca. 15,0 * 20,0 m(Annahme: 450 Besucher * 1,5 m²  + 300 m²  Bühne = 975 m²)
1026 m² 1080 m² 0,0 m² 6,0 m 
Nebennutzflächen(Regieraum, Lager, 7 Künstlergarderoben, Verwaltungs- und Technikbüros, Latenfahrstuhl, Tageskasse, Gästegarderobe, Besuchertoiletten)
- 352 m² 370 m² 0,0 m² 3,0 m 
Partys und Konzerte(1st Division GmbH)Vorgabe1st Division Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Konzertsaal Pop/Rock800 Stehplätze + 200 Sitzplätze; 19:00 - 24:00 Uhr, 10 Konzerte pro Monat
800 m², Höhe 8-10 m 836 m² 880 m² 0,0 m² 9,0 m 
Partyraum (Club) 600 Stehplätze; 22:00 - 07:00 Uhr300 m², Höhe 6-8 m 352 m² 370 m² 0,0 m² 6,0 m 
Kneipe mit Außenbereich200 m² + 200 m² 238 m² 250 m² 200 m² 6,0 m 
Hauptnutzung gesamt - 1425 m² 1500 m² 200 m² -
Nebennutzflächen(Künstlergarderoben, Lager, Kühlraum,  Sanitätsraum, Verwaltungs- und Technikbüros, Lastenfahrstuhl, Tageskasse, Gästegarderobe, Besuchertoiletten)
- 523 m² 550 m² 0,0 m² 3,0 m 
22,0 * 77,5 m = 1.705 m² Höhe = ca. 18 m

1816 KULTURBAUSTEIN HELIOSRaumprogramm SZENARIO 2"Pop und Rock im EG"
DEWEY MULLERStand: 02.09.2019, jro
2/2
Contemporary Kunsthalle(Büro Voggenreiter und artrmx als gGmbH)
VorgabeVoggenreiter / artrmxNettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Ausstellungshalleganztägig, 7 Tage die Woche, 09:00 - 20:00 Uhr; teils open end600-800 m², Höhe 5-6 m627 m² 660 m² 0,0 m² 6,0 m 
Showrooms, Ateliers, Multimediaräumeganztägig, 7 Tage die Woche, 09:00 - 20:00 Uhr; teils open end
400-600 m², Höhe ca. 4 m651 m² 685 m² 0,0 m² 6,0 m 
Hauptnutzung gesamt - 1278 m² 1345 m² 0,0 m² 
Nebennutzflächen(Besucher-WC, Verwaltungsbüros)- 71 m² 75 m² 0,0 m² 6,0 m 
Veedelskantine(gemeinschaftlich)Vorgabe Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Bewirtungsfläche mit Außenbereich (gehobene und lockere Gastronomie)2 x 100 m² innen, 2 x 100 m² außen 238 m² 250 m² 200,0 m² 6,0 m 
Nebennutzflächen(Küche, Kühl- und Lagerraum, Besucher-WC) 300 m²  328 m² 345 m² 0,0 m² 3,0 m 
Erschließungsflächen(gemeinschaftlich)Vorgabe Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Tiefgarage ca. 1.000 m²  1520 m² 1600 m² 0,0 m² 3,0 m 
Besuchereingang, Foyer,  Kasse und Gästegarderobe, Fahrstuhl, Treppenhaus, Nebeneingang, Anlieferung, Lastenfahrstuhl
- 898 m² 945 m² 0,0 m² 3,0 - 6,0 m

1816 KULTURBAUSTEIN HELIOSRaumprogramm SZENARIO 3"belebtes EG / Öffnung zum Quartier"
DEWEY MULLERStand: 02.09.2019, jro
1/2
Kennwerte Kulturbaustein (gem. Planungskonzept Ortner&Ortner):
Klassik und mehr(ZAMUS) Vorgabe Zamus Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Mehrzweckraum(Barockmusik, Theater, Tanz)18:00 - 22:30 Uhr
450-500 Besucher, Bühne ca. 15,0 * 20,0 m(Annahme: 450 Besucher * 1,5 m²  + 300 m²  Bühne = 975 m²)
993 m² 1045 m² 0,0 m² 6,0 m 
Nebennutzflächen(Regieraum, Lager, 7 Künstlergarderoben, Verwaltungs- und Technikbüros, Latenfahrstuhl, Tageskasse, Gästegarderobe, Besuchertoiletten)
- 347 m² 365 m² 0,0 m² 3,0 m 
Partys und Konzerte(1st Division GmbH)Vorgabe1st Division Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Konzertsaal Pop/Rock800 Stehplätze + 200 Sitzplätze; 19:00 - 24:00 Uhr, 10 Konzerte pro Monat
800 m², Höhe 8-10 m 836 m² 880 m² 0,0 m² 9,0 m 
Partyraum (Club) 600 Stehplätze; 22:00 - 07:00 Uhr300 m², Höhe 6-8 m 366 m² 385 m² 0,0 m² 6,0 m 
Kneipe mit Außenbereich200 m² + 200 m² 162 m² 170 m² 135 m² 6,0 m 
Hauptnutzung gesamt - 1363 m² 1435 m² 200 m² -
Nebennutzflächen(Künstlergarderoben, Lager, Kühlraum,  Sanitätsraum, Verwaltungs- und Technikbüros, Lastenfahrstuhl, Tageskasse, Gästegarderobe, Besuchertoiletten)
- 447 m² 470 m² 0,0 m² 3,0 m 
22,0 * 77,5 m = 1.705 m² Höhe = ca. 18 m

1816 KULTURBAUSTEIN HELIOSRaumprogramm SZENARIO 3"belebtes EG / Öffnung zum Quartier"
DEWEY MULLERStand: 02.09.2019, jro
2/2
Contemporary Kunsthalle(Büro Voggenreiter und artrmx als gGmbH)
VorgabeVoggenreiter / artrmxNettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Ausstellungshalleganztägig, 7 Tage die Woche, 09:00 - 20:00 Uhr; teils open end600-800 m², Höhe 5-6 m627 m² 660 m² 0,0 m² 6,0 m 
Showrooms, Ateliers, Multimediaräumeganztägig, 7 Tage die Woche, 09:00 - 20:00 Uhr; teils open end
400-600 m², Höhe ca. 4 m722 m² 760 m² 0,0 m² 6,0 m 
Hauptnutzung gesamt - 1349 m² 1420 m² 0,0 m² 
Nebennutzflächen(Besucher-WC, Verwaltungsbüros)- 195 m² 205 m² 0,0 m² 3,0 - 6,0 m
Veedelskantine(gemeinschaftlich)Vorgabe Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Bewirtungsfläche mit Außenbereich (gehobene und lockere Gastronomie)2 x 100 m² innen, 2 x 100 m² außen 209 m² 220 m² 250,0 m² 6,0 m 
Nebennutzflächen(Küche, Kühl- und Lagerraum, Besucher-WC) 300 m²  409 m² 430 m² 0,0 m² 3,0 m 
Erschließungsflächen(gemeinschaftlich)Vorgabe Nettofläche (inkl. Konstruktionsfläche)
Bruttofläche (+5% Verkehrsflächen)AußenflächeGeschosshöhe 
Tiefgarage ca. 1.000 m²  1520 m² 1600 m² 0,0 m² 3,0 m 
Besuchereingang, Foyer,  Kasse und Gästegarderobe, Fahrstuhl, Treppenhaus, Nebeneingang, Anlieferung, Lastenfahrstuhl
- 865 m² 910 m² 0,0 m² 3,0 - 6,0 m

Beratungsverlauf (3)

09.06.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen mit erneuter Wiedervorlage

Zur Sitzung
15.06.2020 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.06.2020 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 17.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1519/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
04.06.2020
Erstellt
20.05.2020 10:21