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Abschluss einer Dienstvereinbarung zur Durchführung von Angebotsuntersuchungen
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(Änderungswünsche des PR vom 15.05.2008 in blauer Schrift!!!)
Dienstvereinbarung zur Durchführung von Angebotsuntersuchungen
zwischen
der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
vertreten durch den Oberbürgermeister,
und
dem Gesamtpersonalrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
vertreten durch die Vorsitzende.
§ 1
Ziel und Zweck
Auf Grundlage der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) bietet die Wissenschaftsstadt Darmstadt ihren Beschäftigten Angebotsuntersuchungen an. Diese Dienstvereinbarung regelt die Durchführung dieser Angebotsuntersuchungen im Einzelnen.
§ 2
Geltungsbereich
Diese Dienstvereinbarung wird abgeschlossen für die Stadtverwaltung Darmstadt, für alle Eigenbetriebe der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie die Feuerwehr Darmstadt.
§ 3
Begriffsbestimmungen
Angebotsuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anzubieten sind.
Für welche Tätigkeiten arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen angeboten werden, bestimmt sich nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) vom 18.12.2008 -Anhang Arbeitsmedizinische Pflicht- und Angebotsuntersuchungen sowie weitere Maßnahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge- in der jeweils geltenden Fassung, bzw. deren ändernde, ergänzende oder diese ersetzende gesetzliche Regelungen.
§ 4Beauftragung und Überwachung
Angebotsuntersuchungen werden als Erstuntersuchung und in regelmäßigen Abständen als Nachuntersuchungen angeboten. Die Inanspruchnahme bleibt der/dem Beschäftigten freigestellt. Nachuntersuchungen sind auch dann weiterhin anzubieten, wenn einzelne Angebotsuntersuchungen von der/dem Beschäftigten nicht angenommen wurden.
Angebotsuntersuchungen sind darüber hinaus unverzüglich anzubieten, wenn der Arbeitgeber/Dienstherr Kenntnis von einer Erkrankung erhält, die in ursächlichem Zusammenhang mit der Tätigkeit der/des Beschäftigten stehen kann. Dies gilt auch für Beschäftigte mit vergleichbaren Tätigkeiten, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie ebenfalls gefährdet sein können.
Sofern nichts anderes geregelt ist, erfolgt die Beauftragung der Untersuchung durch die Beschäftigungsstelle mit dem entsprechenden Vordruck.
Die Überwachung der Nachuntersuchungen in den festgelegten Abständen oder nach Empfehlung des Betriebsarztes, der Betriebsärztin sowie die Veranlassung weiterer Angebotsuntersuchungen liegt ebenfalls im Verantwortungsbereich der Beschäftigungsstelle.
§ 5
Durchführung der Angebotsuntersuchungen
Die Untersuchung wird grundsätzlich von der/dem für die Wissenschaftsstadt Darmstadt zuständigen Betriebsärztin/Betriebsarzt durchgeführt.
Falls die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter ausnahmsweise die Durchführung der Untersuchung bei einer von ihr/ihm gewählten Ärztin, einem von ihr/ihm gewählten Arzt wünscht, so muss die gewählte Ärztin, der gewählte Arzt, Fachärztin/Facharzt für Arbeitsmedizin sein oder die Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin führen. Eine Ausnahme gilt bei Untersuchungen über die Bildschirmtauglichkeit
(G 37). Diese darf auch von einer anderen fachkundigen Person (z.B. Optiker/Optikerin) durchgeführt werden.
Die jeweilige Untersuchung muss nach den gültigen Regeln der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung (G-Untersuchungen) durchgeführt werden.
§ 6
Teilnahmebescheinigung/Untersuchungsergebnis
Beschäftigte, die das Untersuchungsangebot wahrnehmen, verpflichten sich, ihrem Arbeitgeber oder Dienstherrn eine Bescheinigung über die Teilnahme zur Verfügung zu stellen.
Zeigt das Ergebnis der Untersuchung gesundheitliche Beeinträchtigungen auf, die eine Ausübung der bisherigen Tätigkeit einschränken oder unmöglich machen, so ist die/der Beschäftigte verpflichtet, den Arbeitgeber/Dienstherrn unverzüglich darüber in Kenntnis zu setzten und bei Bedarf auch das Untersuchungsergebnis zur Verfügung zu stellen, damit weitere Maßnahmen ergriffen werden können. Gleiches gilt auch, wenn festgestellt wird, dass die Gesundheit durch die weitere Ausübung gefährdet ist.
§ 7
Kostenübernahme
Kostenersatz für die Untersuchungskosten bei einem selbst gewählten Arzt, einer selbst gewählten Ärztin, kann auf Antrag gewährt werden. Bei entsprechender Genehmigung kann Kostenerstattung jedoch nur bis zu dem Betrag gewährt werden, der für die entsprechende Untersuchung bei der/dem bestellten Betriebsarzt/Betriebsärztin angefallen wäre. Ggf. darüber hinausgehende Kosten müssen von der/dem Beschäftigten selbst getragen werden.
§ 8
Laufzeit
Änderungen und/oder Ergänzungen können nur in beiderseitigem Einvernehmen als Anhang zur Dienstvereinbarung aufgenommen werden.
Die Dienstvereinbarung kann von beiden Seiten mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Jahresende gekündigt werden.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung ganz oder teilweise rechtsunwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleiben die übrigen Teile der Vereinbarung unberührt. Die Vereinbarungspartner verpflichten sich für diesen Fall, eine wirksame Regelung zu vereinbaren, die dem gewollten Zweck entspricht.
Diese Dienstvereinbarung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2011 in Kraft.
Darmstadt, den
Walter Hoffmann Heidi Schecker
Oberbürgermeister Vorsitzende
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2010/0526
1870 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 30.11.2010 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat II Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Personalamt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2010/0526 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Abschluss einer Dien stvereinbarung zur Durchführung von Angebotsuntersuchungen Vorlage vom: 29.11.2010 Beschlussvorschlag: Der Magistrat nimmt von dem Entwurf der Dienstvereinbarung zur Durchführung von Angebotsuntersuchungen Kenntnis und stimmt dem Abschluss der Dienstvereinbarung zu. Anlagen: DV Entwurf Angebotsuntersuchungen 08.11.2010 Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 29. Nov. 2010 Mit der Neufassung des § 6 der Bildschirmarbeitsverordnung wurde die Regelung über die Arbeit an Bildschirmgeräten auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt. Für Untersuchungen der Augen und des Sehvermögens gilt nun die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV), die darüber hinaus auch andere notwendige Angebotsuntersuchungen festlegt. Die Durchführung dieser Angebotsuntersuchungen sowie die Kostenübernahme soll in der abzuschließenden Dienstvereinbarung näher geregelt werden. Der Gesamtpersonalrat hat vorab sein grundsätzliches Einverständnis zum Abschluss der vorliegenden Dienstvereinbarung signalisiert. Darmstadt, 29. November 2010 I / II / 11 Walter Hoffmann Wolfgang Glenz Oberbürgermeister Bürgermeister Anlage
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2010/0526
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 29.11.2010
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00