AN/0813/2019
Mehrgenerationen-Freizeitplätze bauen
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Antrag nach § 3 (CDU BV1)
5832 Zeichen
CDU -Fraktion in der Bezirksvertretung 1 · Innenstadt/Deutz
Bezirksrat haus · Lu dwigstraß e 8 · 50667 Köln
CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 1
Ralf Uerlich · Vorsitzender
Bezirksrathaus
Ludwigstraße 8
50667 Köln
Tel.: 0221 / 221 -91305
Mob: 0172 / 2951 497
Fax: 0221 / 221 -6569702
E-Mail: f raktion -bv 1@cdu-koeln-innenstadt.de
Mehr Inf ormationen im Internet:
www.cdu-koeln-innenstadt.de
www.cdu-koeln.de
Twitter: CDUKoeln1
Herrn
Bezirksbürgermeister
Andreas Hupke
Herrn
Bürgeramtsleiter
Dr. Ulrich Höver
Frau
Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 12.06.2019
AN/0813/2019
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 27.06.2019
Mehrgenerationen-Freizeitplätze bauen
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Herren,
die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt bittet Sie, folgenden Antrag auf die
Tagesordnung der nächsten Bezirksvertretungssitzung zu setzen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. eine Konzeption für einen die Generationen übergreifenden und verbindenden
Freizeitplatz vorzulegen;
2. mindestens drei Standorte von Kinderspielplätzen im Bezirk Innenstadt
vorzuschlagen, die sich für die Erstumsetzung einer solchen Konzeption besonders
eignen;
3. die Übergabe an die Nutzer zum Beginn der Saison 2020 zu ermöglichen.
Begründung:
Die Freizeitbedürfnisse junger Kölnerinnen und Kölner stehen neben den Freizeitbedürfnissen
der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das soziale Miteinander und gegenseitiges
Verständnis sind ein wichtiger werdender Kitt zwischen beiden Lebenswelten.
CDU -Fraktion in der Bezirksvertretung 1 · Innenstadt/Deutz
Bezirksrat haus · Lu dwigstraß e 8 · 50667 Köln
CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 1
Ralf Uerlich · Vorsitzender
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Diesen Lernprozess soll nach Auffassung der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Innenstadt
durch neue Angebote der Betätigung und Begegnung voran bringen. Der wohnortnahe
Mehrgenerationen-Freizeitplatz ist dazu ein richtungweisendes Mittel.
Im Bezirk Innenstadt nimmt die Zahl der Minderjährigen in allen Teilaltersgruppen (U 3, 3 -
6, 6 - 10, 10 - 18) bis 2025 um 10 bis 12 Prozent zu, um dann im Wesentlichen bis 2040 bei
nur geringem Rückgang zu verharren1.
Gesamtstädtisch nimmt die Zahl der Haushalte mit Kindern bis 2025 um 11 Prozent, bis 2040
um weitere 1,7 Prozent zu2.
Die Aufgabe, wohnortnahe Räume der Begegnung, der Kommunikation und des
selbstbestimmten Spielens für Kinder zu erhalten, weiterzuentwickeln und auch neue zu
schaffen, behält also höchste Priorität.
Daneben tritt das Bedürfnis der älteren Kölnerinnen und Kölner, sich unabhängig vom
Konsum von Kuchen, Kaffee und Kölsch wohnortnah zu treffen. Die Zahl der älteren
Kölnerinnen und Kölner wird sich zwar am stärksten erhöhen, das Durchschnittsalter
der Kölnerinnen und Kölner aber nur geringfügig beeinflussen (bis 2025 gleich
bleibend bei 42 Jahren, bis 2040 auf 43,3 Jahre steigend)3. Kommunikative Räume
müssen auch für die älteren Menschen zu Fuß erreichbar sein. Ältere Menschen achten
zudem immer mehr und immer länger auf ihre physische Beweglichkeit . Sie haben
Spaß daran, sich nicht nur mit Gleichaltrigen zu messen, sondern es gilt vor allen
Dingen das Motto „ Dabei sein ist alles „.
.
1 Kölner Statistik Nachrichten 1/2016, Kleinräumige Bevölkerungsprognose Köln 2015 -
2040, Seite 12.
2 Ebenda, Seite 13
3 Ebenda, Seite 12
CDU -Fraktion in der Bezirksvertretung 1 · Innenstadt/Deutz
Bezirksrat haus · Lu dwigstraß e 8 · 50667 Köln
CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 1
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Die Bedürfnisse der jüngeren und der älteren Kölnerinnen und Kölner lassen sich
hervorragend verbinden im Modell des Mehrgenerationen-Freizeitplatzes: Auf ausreichend
großer Grundfläche des klassischen Kinderspielplatzes können Geräte und Funktionsflächen
für Kinder und Jugendliche ergänzt werden um Geräte und Aufenthaltsräume für die älteren
Menschen.
Mehrgenerationen-Freizeitplätze ermöglichen neue zwischenmenschliche Erfahrungen. Denn
immer mehr Kinder "erleben" ihre häufig weit entfernt lebenden Großeltern kaum noch. Die
Begegnung von Jung und Alt auf dem Mehrgenerationen-Freizeitgelände schafft also einen
neuen Erlebnisraum. Das gilt besonders für kleine Kinder. Bis in den frühen Nachmittag
nutzen die kleinen Kinder mit ihren Vätern und Müttern den Spielplatz, die nicht in den
Genuss einer Betreuung in einer Kindertagesstätte kommen.
Ab dem frühen Nachmittag treffen auf dem Mehrgenerationen-Freizeitplatz ältere Menschen
auf Kinder jeglichen Alters. Das rücksichtsvolle Miteinander kann hier ohne pädagogisches
Begleitprogramm eingeübt werden: Möglichkeiten zu nutzen, ohne die Interessen einer
anderen Gruppen zu beeinträchtigen, und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
Mit freundlichen Grüßen
Gez.
Ralf Uerlich Wolfgang Micheel-Fischer
Fraktionsvorsitzender stellv. Fraktionsvorsitzender
Sachstandsbericht 2021
3142 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
/
___________________________
Vorlagen-Nummer
AN/0813/2019
Stand: 04.01.2022
Sachstandsbericht
Mehrgenerationen-Freizeitplätze bauen, Antrag CDU
Beschluss:
1. Die Verwaltung wird beauftragt,
eine Konzeption für einen die Generationen übergreifenden und verbindenden Freizeitplatz vorzule-
gen;
mindestens drei Standorte im Bezirk Innenstadt vorzuschlagen, die sich für die Erstumsetzung einer
solchen Konzeption besonders eignen; ohne Beschränkung von Kinderspielplätzen
die Übergabe an die Nutzer zum Beginn der Saison 2020 zu ermöglichen.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Vor 2021: Grundsätzlich befürwortet die Verwaltung die Errichtung von Spiel- und Bewegungsräumen
für Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters. Durch vorhandene und nachverdichtete Wohn-
bebauung gibt es generell immer weniger geeignete Flächen im öffentlichen Raum für sportliche Akti-
vitäten. Das Bedürfnis an Bewegungsangeboten im öffentlichen Raum hingegen steigt generations-
übergreifend kontinuierlich an. Hier gibt es einen gesamtstädtischen Handlungsbedarf. Die Verwal-
tung hat hier Maßnahmen durchgeführt.
Für die Kinder- und Jugendverwaltung ist hierbei zu beachten, dass die vorhandenen Flächen für
Kinder und Jugendliche zu schützen sind. In der Spielplatzbedarfsanalyse der Stadt Köln 2018 wird
darauf hingewiesen, dass eine als Kinderspielplatz ausgewiesene planungsrechtlich gesicherte Spiel-
fläche im Zuge der Umwidmung in einen Mehrgenerationenplatz mit sofortiger Wirkung der Kategorie
„Freizeitanlage“ zuzuordnen ist. Damit verliert diese ihren grundsätzlich gegebenen immissions-
schutzrechtlichen Sonderstatus als Kinderspielplatz und ist nachfolgend gemäß der aktuellen Freizeit-
lärmrichtlinie NRW mit den dort definierten Grenzwerten neu zu beurteilen. Aufgrund dieser Rechtsla-
ge kann in der Regel kein Angebot für ältere Menschen auf einem Spielplatz in unmittelbarer Nähe
der Wohnbebauung bereitgehalten werden. Im Übrigen ist es auch aufgrund des in vielen Stadtteilen
gegebenen Fehlbedarfs an Kinderspielplätzen nicht möglich, vorhandene Kinderspielflächen in Mehr-
generationenplätze umzuwidmen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass ein Großteil der Fitnessgerä-
te aufgrund der Sicherheitsbestimmungen nur ab dem 14. Lebensjahre genutzt werden dürfen. Für
die Errichtung von Mehrgenerationenplätzen sind daher gesondert Grundstücke zur Verfügung zu
stellen.
Die Kinder- und Jugendverwaltung hat das Modellprojekt Mehrgenerationenplatz Graseggerstraße in
Longerich neben dem bestehenden Spielplatz mit Mitteln der Sportverwaltung geplant und umgesetzt
und mit Fitnessgeräten für Senioren ausgestattet.
Die räumliche Trennung der Flächen durch einen Weg bietet auf der einen Seite den Kinder und Ju-
2
gendlichen den geschützten Rahmen -auch durch die Regelungen der KSO (Kölner Stadtordnung)
auf Spielplätzen zum Rauch- und Trinkverbot von Alkohol- auf der anderen Seite können Großeltern
mit ihren Enkeln in Ruf und Sichtweite gemeinsam aktiv sein. Die Fläche wird bis heute gut ange-
nommen.
Protokoll Bezirksarbeitsgemeinschaft 23. Sept. 2019
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Protokoll- Auszug aus der Sitzung Bezirksarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik am 23. Sept. 2019 16.00 Uhr Bezirksrathaus Innenstadt Ludwigstr. 8, 50667 Köln Top 3: Mehrgenerationen-Freizeitplätze – Antrag der CDU-Fraktion an die BV Innenstadt vom 27. Juni 2019 Herr Uerlich erläutert namens der CDU-Fraktion den Hintergrund des Antrages und bittet die Seniorenvertretung Köln-Innenstadt und das Gremium um ein Votum zu dem Antrag. Die CDU- Fraktion sieht die Notwendigkeit generationenübergreifenden Freizeitraum (Spielplätze) zu gestalten und verweist auf Beispiele in anderen Städten. Er verweist darüber hinaus auf die hohe Bevölkerungsdichte in der Innenstadt von Köln und den hohen Bedarf an derartigen Plätzen. Frau Heinemann stellt die Sicht der Verwaltung dar und stellt die Problematik dar, dass man nicht nur Plätze für Alt und Jung schaffen muss, sondern möglichst den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werden muss. Sie sieht dies auch als ein interdisziplinäres Projekt verschiedener Ämter in der Stadt Köln. Weiter verweist sie auf die aktuelle Haushaltslage der Stadt Köln, die derzeit (nach Beschlussfassung über den Doppelhaushalt 2020/2021) keine Mittel für derartige Projekte vorsieht. Die Stadt Köln hat einen Mehrgenerationen-Freizeitplatz in Longerich gebaut und wertet derzeit die Erfahrungen aus. Die Seniorenvertretung unterstützt diesen Antrag und begrüßt die Initiative der CDU-BV-Fraktion. Der Antrag wird auch von Frau Kleinpass-Börschel namens der SPD-BV-Fraktion unterstützt. Auf Vorschlag des Sitzungsleiters wird der Beschluss der Seniorenvertretung aus der Sitzung der SVK- Innenstadt vom 9. Juli zur Abstimmung gestellt und einstimmig angenommen. (Beschluss: Der Antrag der CDU-Fraktion wird ausdrücklich begrüßt und unterstützt. Er entspricht der von der Seniorenvertretung Innenstadt vertretenen Position, dass die Generationen die öffentlichen Räume nicht getrennt sondern gemeinsam nutzen sollen.)
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Ludwigstraße 8
- Graseggerstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/0813/2019
- Typ
- Antrag nach § 3 BV1 (CDU)
- Datum
- 12.06.2019
- Erstellt
- 12.06.2019 11:30