AN/1524/2024
Leistbar und ökologisch wohnen: Energetische Sanierung kommunaler Wohnungen
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Linke Anfrage nach § 4
4485 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Herrn Ausschussvorsitzenden Pascal Pütz Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221 -27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 07.11.2024 AN/1524/2024 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Unterausschuss Wohnen 18.11.2024 Leistbar und ökologisch wohnen: Energetische Sanierung kommunaler Wohnungen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrter Herr Pütz, die Fraktion DIE LINKE bittet darum, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Unterausschusses Wohnen zu setzen: Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, dass Köln bis 2035 klimaneutral werden soll. Gemäß Ratsbeschluss (AN/1377/2021 geänderte Fassung) sollen „alle von der Stadt Köln direkt beeinflussbaren THG-Emittent*innen inkl. der Beteiligungsgesellschaften innerhalb und außerhalb des Stadtgebiets nicht mehr Treibhausgase (THG) emittieren als auf natürliche oder künstliche Art und Weise gebunden werden können.“ Die Verwaltung wurde beauftragt, „einen Maßnahmenplan zur Erreichung des Klimaziels der Stadtverwaltung, ihrer Beteiligungsgesellschaften sowie unter Einbezug möglichst vieler weiterer THG-Emittent*innen erarbeiten.“ Dieser Maßnahmenplan wurde dann als „Aktionsplan Klimaschutz“ der Verwaltung und städtischer Beteiligungen vom Rat am 7.12.2023 zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Rat begrüßte ausdrücklich das von den städtischen Beteiligungen vorgelegte Maßnahmenpaket und befürwortete deren Anstrengungen, in Eigenverantwortung substantielle Beiträge zur Treibhausgasminderung zu leisten. In der Anlage 4 Übersicht Aktionsplan der städtischen Beteiligungen wird allerdings nur eine einzige Maßnahme der GAG Immobilien AG und keine Maßnahme der Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln (WSK) aufgelistet. Auch zehn Monate später haben weder GAG noch WSK dem Rat dargelegt, wie sie das Ziel, bis 2035 nicht mehr Treibhausgase zu emittieren als auf natürliche oder künstliche Art und Weise gebunden werden können, erreichen wollen. Im Geschäftsbericht 2023 der GAG ist hingegen zu lesen, es werde „aktuell ein Pfad zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 erarbeitet.“ Es ist daher erforderlich, in den politischen Gremien über die (Nicht-)Beachtung des Ratsbeschlusses durch städtische Beteiligungen, hier: die GAG Immobilien AG und die Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln (WSK) , zu beraten. Damit Politik und Öffentlichkeit die Diskussion auf einer qualifizierten Faktenlage führen können, ist die Beantwortung der folgenden Fragen durch die genannten Unternehmen erforderlich. Um die Diskussion über den kommunal kontrollierten Wohnungsbestand als Ganzes führen zu können, werden auch die Wohnungen, die sich im direkten Eigentum der Stadt Köln befinden, in die Anfrage aufgenommen. Fragen: 1. In welchem energetische Zustand (Angabe der Energieeffizienzklassen) sind die Bestände der GAG Immobilien AG und der Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln (WSK) sowie die Wohnungen, die sich im direkten Eigentum der Stadt Köln befinden, und wie hoch ist der Anteil der Worst Performing Buildings? 2. Aus welchen Förderprogrammen und in welcher Höhe haben die genannten Unternehmen und die Stadt Köln in den letzten fünf Kalenderjahren Fördermittel für energetische Gebäudesanierungen erhalten? 3. In welchem Umfang wurden durch die genannten Unternehmen und durch die Stadt die Nettomieten durch die Umlage der Kosten der energetischen Gebäudesanierung erhöht und wurde diese Mieterhöhung durch Einsparung der Heizkosten ausgeglichen? (Kostenneutralität) 4. Welche Maßnahmen wären erforderlich und welche Finanzmittel wären aufzuwenden, damit die genannten Unternehmen und die Stadt Köln in den Wohnungen, die sich in ihrem Eigentum befinden, das städtische Klimaziel, bis 2035 klimaneutral zu sein, erreichen? Hinweise: Energieeffizienzklassen zeigen an, wie es um den energetischen Zustand des Gebäudes steht. Ein Gebäude kann dabei je nach Energieverbrauch von A+ bis H klassifiziert werden. Worst Performing Buildings sind Gebäude, die hinsichtlich des energetischen Sanierungszustands zu den schlechtesten 25 % der Gebäude in Deutschland gehören. Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1524/2024
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 07.11.2024
- Erstellt
- 07.11.2024 10:50