4480/2020
Olympische und Paralympische Spiele 2032
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Anlage 2 Präsentation Initiative Rhein-Ruhr-City 2032
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Anlage 1 - 2019 Präsentation Olympia 2032 Keyfacts
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Rhein Ruhr City-Initiative Olympia2032 Folie 1Sportamt (522) Stand: 06.01.2020 Rhein Ruhr City-Initiative Olympia2032 Folie 2Sportamt (522) • Am 18. April 2018 hat Michael Mronz als Gründer der Rhein Ruhr City-Initiative sein Planungspapier (182 Seiten) für eine mögliche Bewerbung Nordrhein-Westfalens für Olympische und Paralympische Spiele 2032 der Landespolitik vorgelegt • Träger des Konzeptes ist eine privatwirtschaftliche Initiative • Zielsetzung: Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 in der Metropol-Region Rhein-Ruhr mit 14 Kommunen. Darunter Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Duisburg, Leverkusen, Bonn und Aachen • Argument Nachhaltigkeit: 80 Prozent der benötigten Sportstätten sind bereits heute an den 14 Standorten vorhanden. Ungeklärt ist bisher der Neubau des Olympiastadions und der Standort eines Olympischen Dorfes • Köln soll laut Konzept Austragungsort für Fechten, Fußball, Golf, Kunstturnen und Rhythmische Sportgymnastik, Rugby, Freiwasserschwimmen, Trampolin und Triathlon sein Rhein Ruhr City-Initiative Olympia2032 • Das Konzept findet Lob und Zustimmung in Politik u nd Sport • Bislang: Keine offizielle Entscheidung des DOSB zu r Bewerbung für Sommerspiele 2032, eine Entscheidung ist in 2020/2021 zu erwarten. Nachfolgend die Entscheidung, wer nationaler Ausrichter wird (bspw. Rhein-Ruhr Metropole). Der Bewerbungsdialog mit dem IOC müsste 2023 starten (Hinweis: Der Deutsche Olympische Sportbund DOSB ist allein zuständig über die Entscheidung ob, wann und in welcher Form sich Deutschland um die Ausrichtung von Olympischen Spielen bemüht) • Der Ministerpräsident und Vertreter der NRW-Oberbü rgermeister haben in Berlin dem Parlament die Grundzüge einer NRW Bewerbung vorgestellt und dafür viel Zuspruch erhalten • Als nationale Konkurrenz zur Rhein-Ruhr Region ist eine Bewerbung von Berlin zu erwarten Folie 3Sportamt (522) Rhein Ruhr City-Initiative Olympia 2032 • Ratsbeschluss in Düsseldorf vom 11. Oktober 2018: „Konkretisierung des Projekts unterstützen und auf zeitnahe Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hinsichtlich Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele 2032 drängen“ • Ende Februar hat die Stadt Düsseldorf den bisherig en Sportamtsleiter Pascal Heithorn zum Olympiabeauftragten ernannt. Zugleich wurde ein Projektbüro eingerichtet. Ziel: Werbung in der Bevölkerung für Olympia 2032 • Die Stadt Essen hat im Januar den Sportmanager Ste fan Settelmeyer zum Olympiabeauftragten benannt. OB Thomas Kufen kündigt an, dass die Olympiabewerbung der Region für 2032 von einem Büro auf der Zeche Zollverein aus gesteuert werden soll • Der Landtag NRW hat am 05.11.2019 auf Antrag der F raktionen von CDU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen positiven Beschluss zur Olympia-Bewerbung Rhein Ruhr City gefasst Folie 4Sportamt (522)
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/52/522 Vorlagen-Nummer 4480/2020 Freigabedatum 09.01.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Olympische und Paralympische Spiele 2032 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln begrüßt und unterstützt die Initiative „Rhein Ruhr City 2032“, die die Ausrich- tung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2032 als Metropolverbund unter der Betei- ligung der Stadt Köln sowie 13 anderen Städten in NRW anstrebt. Köln erhält dadurch die historische Gelegenheit, an der größten Sportveranstaltung und dem größten Jugendfest der Welt zur Völkerverständigung als Gastgeber mitzuwirken. Rat und Stadt Köln verbin- den damit die Botschaft: Köln ist als renommierter und hervorragend geeigneter Austragungsort für sportliche Großereignisse bei der Bewerbung für Olympischen und Paralympische Sommerspiele 2032 mit dabei. Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung ist es, dass das Vorhaben von der Stadtgesellschaft mit- getragen wird. Deshalb hält es der Rat für erforderlich, dass ein geregelter Bürgerbeteiligungsprozess in der gesamten Region durchgeführt wird und hierdurch die Bürgerinnen und Bürger intensiv an der Gestaltung und Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2032 mitwirken können. Der Rat beauftragt die Verwaltung, sich strukturell auf die Unterstützung des Projektes vorzubereiten, um im Falle einer Olympiakandidatur durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die kurz- fristige Handlungsfähigkeit der Stadt Köln zu gewährleisten. Er bittet die Verwaltung, über die Fortentwicklung des Projektes zu informieren und beim Land darauf hinzuwirken, dass entsprechende Beteiligungsformen von zentraler Stelle zu entwickeln sind. Alternative: Der Rat der Stadt Köln hat die Initiative „Rhein-Ruhr City 2032“ zur Kenntnis genommen und sieht zum jetzigen Zeitpunkt keine Erfordernis zur Unterstützung. Sportausschuss 23.01.2020 Rat 06.02.2020 2 Begründung Die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele sind die größte Sportveranstaltung und das größte Jugendfest der Welt. Etwa 200 Nationen nehmen alle vier Jahre an den breitgefächerten Sportwettbewerben teil. Insgesamt ist mit der Teilnahme von etwa 15.000 Sportlerinnen und Sportlern mit und ohne Behinderung an diesem Fest der Völkerverständigung auszugehen. Auf Grundlage der Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), welche zukünftig kostenbewusste und nachhaltige Olympische und Paralympische Spiele fordert, ist erstmals die Be- werbung einer Region möglich. Die privatrechtlich finanzierte Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ hat ein Konzept erarbeitet, das eine ökologische und ökonomische Ausrichtung der Olympischen und Para- lympischen Spiele auf Basis der zu rd. 90 Prozent bereits vorhandenen Sportstätten in 14 Städten der Region Rhein-Ruhr vorsieht. Die Stadt Köln ist in diesem Konzept mit den Sportstätten Rhein-Energie Stadion, LanxessArena, Radsportzentrum und der Sportgroßanlage Fühlinger See wesentlicher Be- standteil. Die Stadt Köln als renommierter Austragungsort für sportliche Großereignisse erhält damit die historische Gelegenheit, als Gastgeber für das größte Sportfest der Welt mitzuwirken und ein her- ausragendes Ereignis für die sportbegeisterte Kölner Bevölkerung zu präsentieren. Der Landtag NRW begrüßt das Konzept der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ nachdrücklich und un- terstützt diese. Er befürwortet den breiten Dialog, der bisher bereits stattgefunden hat und in Form geeigneter Bürgerbeteiligungsformate weitergeführt werden soll. Insoweit wurde auch ein interkom- munaler Zusammenschluss der 14 Ausrichterstädte im Landtag gewürdigt. Das gemeinschaftliche Projekt kann eine kraftvolle Beschleunigung von Investitionen jeglicher Art in essentielle Zukunftsaufgaben der Stadt in den Bereichen Infrastruktur, vernetzte Mobilität und Digita- lisierung ermöglichen. Nicht zuletzt die Sportstätteninfrastruktur kann von einer solchen Bewerbung, nicht nur im Hochleistungssport, sondern auch im Behinderten- und Breitensportbereich profitieren. Es sind durch die Vorbereitungen für Olympischen und Paralympische Spiele Modernisierungen der vorhandenen Sportanlagen, aber auch Investitionen in den Bereichen Mobilität und Wohnungsbau zu erwarten. Zudem sind sie ein „starker Motor“ für die oben beschriebenen Entwicklungen und können viele Themen beschleunigen. Olympische und Paralympische Spiele sind als Fest des Sportes für die Menschen in Stadt und Regi- on ein herausragendes Erlebnis. Durch sie wird auch das ehrenamtliche Engagement im Sport be- sonders gewürdigt und Anerkennung entgegengebracht. Sie bieten somit die Chance, bei einer öko- nomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen Ausgestaltung einen Mehrwert für die Bevölkerung in Form einer gesteigerten Lebensqualität zu erbringen, die über den Rahmen der Spiele hinaus erleb- bar werden kann. Es gilt, sich dabei an nachhaltigen Konzepten von München (1972), Barcelona (1992) und London (2012) zu orientieren und diese entsprechend der aktuellen Anforderungen weiter zu entwickeln. Die Austragung von Olympischen und Paralympischen Spielen in der Region RheinRuhr kann somit für das gesamte Bundesland Nordrhein-Westfalen als Katalysator für Zukunftsentwicklung wirken. Viele der aktuellen Herausforderungen im öffentlichen Nahverkehr oder bei Fragen des Umweltschut- zes und des Wohnbaus könnten mit einem nachhaltigen Olympia-Konzept angegangen werden. Das Konzept der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ stellt somit einen Gegenentwurf zu den vielfach teuren Neubaukonzepten bei Sportgroßveranstaltungen dar. Im Zusammenhang mit der Konkretisierung des Konzepts „Rhein Ruhr City 2032“ müssen die Kosten für notwendige Ertüchtigungsmaßnahmen so- wie Neuerrichtungen von dauerhaften oder temporären Sportstätten jedoch transparent und nachvoll- ziehbar dargelegt und daneben die Belastungen der Kostenträger (IOC, Bund, Land, Kommune) auf- geschlüsselt werden. Nach aktueller Planung ist eine Entscheidung des DOSB, ob eine Deutsche Kandidatur für die Olym- pischen und Paralympischen Sommerspiele 2032 erfolgt, in absehbarer Zukunft zu erwarten. Soweit diese Entscheidung positiv getroffen wird, ist in 2021 mit einer innerdeutschen Festlegung des Aus- tragungsstandortes unter den bestehenden Kandidaten (Stadt oder Region) durch den DOSB zu rechnen. Der Beginn des entscheidenden Bewerbungsverfahrens gegenüber der internationalen Konkurrenz beim IOC ist für 2023 vorgesehen. Von einer Vergabe der Sommerspiele 2032 ist dann erst in den Jahren 2024 oder 2025 auszugehen. Trotz der langen Entscheidungswege bietet sich für Köln durch die Olympiabewerbung 2032 einmalig die Möglichkeit, die anstehenden Herausforderungen mit einem innovativen und nachhaltigen Kon- 3 zept sowohl regional, als auch überregional anzugehen. Köln sieht somit die große Chance, mit einer erfolgreichen Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland - unter Teilnahme der Region Rhein-Ruhr als Austragungsort - dieses Großereignis für die Weiterentwick- lung von Stadt und Region zu nutzen. Insoweit ist ein frühzeitiges Bekenntnis zu einer angestrebten Beteiligung der Stadt Köln notwendig. Anlagen
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4480/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 09.01.2020
- Erstellt
- 07.01.2020 07:52