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V/0652/2022

Zentrenfonds Münster – ein Beteiligungsformat zur Stärkung der Innenstadt, Stadtquartiere und Stadtteile

Vorlagen 18.10.2022

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Münster Marketing, Sitzung am 17.11.2022, TOP 4.1

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

8251 Zeichen

V/0652/2022 
V/0652/2022 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Zentrenfonds Münster – ein Beteiligungsformat zur Stärkung der Innenstadt, Stadtquartiere und 
Stadtteile 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   17.11.2022 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Der Zentrenfonds wurde im Mai 2021 mit städtischen Mitteln von insgesamt 200.000 Euro ausgestat-
tet. Die Haushaltsmittel setzten sich aus Mitteln aus dem Haushaltsjahr 2020 zusammen. 120.000 
Euro wurden aus den Gewinnrücklagen des Eigenbetriebs Münster Marketing entnommen, bei dem 
darüberhinausgehenden Betrag in Höhe von 80.000 Euro handelte es sich um Mittel aus dem Haus-
haltsplan der Stadt Münster. 
 
Bis dato wurden vom eigens für den Zentrenfonds eingerichteten Beirat 117.939,73 Euro für Projekte 
und Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt, Stadtquartiere und Stadtteile vergeben. Von den 
200.000 Euro bereitgestellten Mitteln wurden bislang 82.060,27 Euro noch nicht eingesetzt. Die Mittel 
werden entsprechend des Beschlusses des Hauptausschusses am 19.05.2021 in das folgende 
Haushaltsjahr übertragen (siehe Beschlussvorlage V/0201/2021).  
 
Die Einrichtung eines Fonds zur Stärkung der Zentren v erfolgt in erster Linie das Ziel, möglichst 
schnell, ohne bürokratische Hürden und einschränkende Vergaberichtlinien Projekte, Maßnahmen 
und auch unternehmerische Entscheidungen zu unterstützen, die kurzfristig, bevorzugt mittel - oder 
langfristig dazu geeignet sind, Vielfalt und Nutzungsmix in den Zentren unserer Stadt zu befördern. 
Es geht auch darum, zumindest mittelbar die Frequenz in der Innenstadt und in den Stadtteilzentren 
zu erhöhen, neue und kreative Ideen für Nutzungen von Erdgeschosslagen, aber a uch von öffentli-
chen Räumen auszuprobieren und der Öffentlichkeit vorzustellen. 
 
Gefördert werden können daher alle Projekte, die kurz -, mittel- oder langfristig einen Beitrag dazu 
leisten wollen, mittel- oder unmittelbar die Zentren zu stärken. Als Antragsteller/-innen kommen so-
wohl wirtschaftliche Betriebe als auch Einzelpersonen, pr ivate und öffentliche Institutionen, Vereine, 
Verbände und auch städtische Einrichtungen in Frage.  
 
Die Entscheidung über die maximale Zuschusshöhe oder erforderliche Eigenmittel trifft ein Auswahl-
gremium nach Antragstellung. Es besteht aus den Vorsitzenden der Initiative starke Innenstadt Müns-
ter e.V. (ISI) und der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel e.V., dem Vorsit-
zenden des Handelsverbands NRW sowie Vertretern der städtischen Einrichtungen Münster Marke-
Münster Marketing 
 
24.10.2022  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Spinnen 
Telefon: 492-2700 
spinnen@stadt-muenster.de

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V/0652/2022 
ting, Stadtplanungsamt und Wirtschaftsförderung. Beratendes Mitglied im Beirat ist das Team Zen-
trenmanagement – bestehend aus Kolleginnen und Kollegen der ISI, der Wirtschaftsförderung, des 
Stadtplanungsamtes und Münster Marketing. Die Geschäftsführung des Fonds obliegt Münster Mar-
keting.  
 
Seit Einrichtung des Zentrenfonds hat der Beirat sechs Mal getagt, wobei die erste Sitzung der Verab-
redung von Förderkriterien, der Geschäftsordnung sowie Kommunikationsmaßnahmen gedient hat. In 
fünf Sitzungen wurden jeweils Anträge vorgestellt und Förderungen beschlossen. Insgesamt wurden 
41 Anträge im Beirat beraten und 20 Förderungen beschlossen. 
 
Folgende Grundsatzfragen liegen jeder Entscheidung zugrunde: 
 
 Löst die Förderung einen erkennbaren Zugewinn für das Zentrum aus? 
 Wird mit dem Projekt eine innovative Idee umgesetzt, die zukunftsweisend sein kann für 
die Weiterentwicklung des Zentrums? 
 Hat das Projekt das Potential, dem Quartier bzw. Zentrum eine neue Idee zu geben, ver-
borgenes Potential sichtbar zu machen? 
 
 
 
Nachfolgend eine Übersicht über die geförderten Projekte und Formate: 
 
Projekttitel Beschluss 
Beiratssitzung 06.09.21  
„Gestaltung des dreiraum_Innenhofs für Vernetzungs - und Aus-
tauschtreffen, kleine Veranstaltungsformate, mehr Lebendigkeit und 
Miteinander“ im Hansaviertel 
 
2.007 € 
PopUp HABA Digitalwerkstatt am Picassoplatz 
 
2.500 € 
Digital Guide  
 
10.000 € 
Beiratssitzung 12.11.2021  
Das Faire-4rtel-Küche-Kochrad im Südviertel 
 
4.000 € 
Einführung der „Netten Toilette“ in Hiltrup 
 
4.224,50 € 
Münster Manufakturen  
 
7.050 € 
Anschaffung mobiler Bühne im Bezirk Südost 
 
5.000 € 
Beiratssitzung 09.03.2022  
Die Blumenfrau – lokale „Flower Power“ im Martiniviertel 
 
10.000 € 
Künstlerisches Pop -Up eines zukünftigen Kinder -Jugend-
Kulturhauses in der Volksbank an der Voßgasse 
 
10.000 € 
„Pop-Up-Radio: ANTENNE MÜNSTER“ 
Das Radio kommt in die Innenstadt 
10.000 € (Anmerkung: 
Förderung wird nicht 
ausgezahlt, da Format 
nicht realisiert wird)

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Projekttitel Beschluss 
Beiratssitzung 16.05.2022  
Localhost: an der Neubrückenstraße 
 
10.000 € 
Konzert-Rundgang durch das Rumphorstviertel 
 
1.415,86 €  
Schaufenster-Beratung am Verspoel 
 
6.000 € 
Das Schönwerk an der Warendorfer Straße 
 
8.546,16 € 
Beiratssitzung 21.09.2022  
Clay Space an der Hubertistraße  
 
5.700 Euro 
MS.Quadrat Zwischennutzungsagentur 
 
5.000 € 
Fahrrad Rikscha für Albachten 
 
2.600 € 
Spielplatz-Oase an der Ludgerikirche 
 
9.896,21 € 
Kletterfelsen im Martiniviertel 
 
4.000 € 
Begegnungscafé an der Meerwiese in Coerde/Rumphorst 
 
10.000 € 
 
GESAMT 
 
117.939,73 € 
 
 
Der Zentrenfonds Münster hat sich als Beteiligungsformat im Transformationsprozess der Innenstadt 
und Stadt(teil)zentren bewährt. Zwar lässt sich der Erfolg nicht an messbaren Kriterien beurteilen, 
jedoch zeigen die Gespräche mit potentiellen Antragsteller/-innen, dass dieses Instrument dazu moti-
viert, neue Konzepte zu denken und zu planen, die Menschen einladen, in die Zentren zu kommen. 
Sowohl das Team Zentrenmanagement als auch die Quartiersmanagerinnen bei Münster Marketing 
erfahren in zahlreichen Gesprächen, dass ein finanzieller Anschub kreatives Potenzial freisetzt.  
 
Um den Zentrenfonds ins Bewusstsein zu rücken, werden aktiv Multiplikatoren angesprochen: Ver-
bände, wie den Handelsverband, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer etc., ebenso die 
Quartiersgemeinschaften, die Hochschulen, die politischen Vertreterinnen und Vertreter, auch in den 
Stadtteilen. Neben der klassischen Öffentlichkeitsarbeit in den Medien - analog wie digital – ist eine 
Website geschaltet worden, die das Antragsverfahren und die Kriterien erläutert. Fazit der bisherigen 
Arbeit mit dem Zentrenfonds ist aber, dass die beste Werbung für das Format die Mund -zu-Mund-
Propaganda ist. Mittlerweile kommunizieren auch die bisherigen Antragsteller/-innen über das Beteili-
gungsinstrument – auch wenn Sie keine Förderung erhalten haben. Es zeigt sich, dass tendenziell 
mehr Anträge aus der Innenstadt eingehen als aus den Stadtteilen.  
 
Die Erfahrungen mit dem Fonds zeigen außerdem, dass eine Antragstellung bei den meisten Ideen-
gebern meist kleinteilig beraten und die guten Ideen geschärft und profiliert werden müssen. Dadurch 
ist zwar der Mittelabfluss verlangsamt, der Fonds erfüllt aber seinen Zweck noch besser: Er fördert 
gute Ideen, er vernetzt die professionelle Beratung der Antragsteller/-innen und er passt die Projekte 
genau an die Erfordernisse bestimmter Lagen und Immobilien an.  
 
Der Zentrenfonds ist in 2022 als best practice Beispiel der Initiative „Stadtimpulse“ ausgezeichnet 
worden. Der Projektpool „Stadtimpulse“ ist von einem Bündnis führender Fachverbände und Instituti-
onen für Städte und Gemeinden in Deutschland initiiert und wird von diesen sowie weiteren Partnern 
unterstützt.

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V/0652/2022 
 
Der Fonds wurde zunächst mit städtischen Mitteln in Höhe von 200.000 Euro ausgestattet. Da die 
Dauer des pandemischen Geschehens sowie die Auswirkungen der kriegsbedingten Krise noch im-
mer nicht einzuschätzen sind und der Transformationsprozess in der Innenstadt und den Stadtteilzen-
tren sicher noch die nächsten Jahre andauern wird, sollte der Fonds perspe ktivisch auf einen länge-
ren Zeitraum angelegt sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Projekte auch eine bestimm-
te Halbwertszeit haben und eine ständige Nachjustierung die erwünschte Wirkung zeigen kann.  
 
 
I. V. 
gez. Denstorff 
Stadtbaurat

Beratungsverlauf (1)

17.11.2022 Betriebsausschuss Münster Marketing
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Neubrückenstraße 10
  • Warendorfer Straße 8
  • Hubertistraße 5
  • An der Meerwiese
  • Picassoplatz 2
  • Voßgasse 10
  • Verspoel 6

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Details

Aktenzeichen
V/0652/2022
Typ
Vorlagen
Datum
18.10.2022
Erstellt
18.10.2022 10:24