3108/2022
Personalbericht 2021
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78675 Zeichen
Über 2.000 Jahre Geschichte.
Schreib sie mit uns weiter.
Wir MachEN Köln!
Personal-
bericht
2021
3
Inhalt
Vorwort 4
Einleitung 6
Auf einen Blick: Personaldaten der Kölner Stadtverwaltung 2021 8
Dezernatsneuordnung 2021 10
Bewerbercenter 12
Daten und Fakten 13
T eil 1 14
1.1 Die Marke der Arbeitgeberin Stadt Köln und ihr Versprechen 15
1.2 Neues Arbeiten bei der Stadt 18
1.3 Weiterentwicklungs möglichkeiten für Mitarbeitende 22
1.4 Vereinbarkeit von Beruf, Leben und Familie 27
1.5 Für die Stadt und für die Menschen 29
T eil 2 32
2.1 Personalbestand im Überblick 33
2.2 Personalbestand im Detail 36
2.3 Teilzeit 39
2.4 Laufbahngruppen und Führungskräfte 43
2.5 Demographie 46
2.6 Diversität 49
2.7 Teilhabe 50
2.8 Krankenquote 52
2.9 Stellenbesetzung 54
2.10 Stellenplan 60
2.11 Ausbildung 64
2.12 Altersteilzeit 67
2.13 Personal aufwendungen 68
Fazit 71
Glossar 75
4
Vorwort
Andrea Blome
Stadtdirektorin
Liebe Mitarbeiter*innen, liebe Leser*innen,
Köln steht weiterhin vor vielen Herausforderungen. Heraus-
forderungen wie dem demografische Wandel, dem Klimaschutz,
der Mobilitätswende und der Digitalisierung, um nur einige zu
nennen. Gemeinsam stellen wir uns als Stadtverwaltung diesen
Aufgaben und sind als eines der größten Dienstleistungsunter-
nehmen in Nordrhein-Westfalen für die Kölner*innen in ihren
verschiedensten Lebenssituationen da.
Das ist auch der Kern unserer neuen Arbeitgebermarke:
Gemeinsam machen wir Köln! Unsere vielen engagierten Mit-
arbeitenden zu halten und zu motivieren sowie neue Fachkräfte
zu gewinnen, sind das Ziel und der Grund, warum wir die Arbeit-
gebermarke entwickelt haben.
Fachkräfte sind in vielen Bereichen rar und rund ein Viertel
unseres Personals wird uns altersbedingt in den nächsten
10 Jahren verlassen.
Hier müssen wir alle Register ziehen:
Wir müssen zeigen, was die Arb eit
für die Stadt Köln attraktiv macht,
wir müssen auf uns aufmerksam
machen und Nachwuchskräfte
für eine Karriere bei der Stadt
begeistern.
5
Aber wir müssen auch Prozesse verbessern und an Stellen
arbeiten, die noch nicht so rund laufen. Mobiles Arbeiten und
die fortschreitende Digitalisierung stellen uns vor neue Heraus-
forderungen. Wir werden neue Wege finden, um in Kontakt zu
bleiben, Teams zusammenzuhalten und weiterhin ein gutes Mit-
einander zum Wohle der Menschen in unserer Stadt zu schaffen.
Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die – vor allem
auch in den letzten zwei Jahren – den Krisen und Heraus-
forderungen begegnet sind und sich trotz vielfacher Belastung
Tag für Tag engagiert für unsere Stadt einsetzen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Ihre
Andrea Blome
Stadtdirektorin
6
Einleitung
Dr. Monique Offelder
Amtsleitung
Hannes Ganze
Organisation
Liebe Kolleg*innen, liebe Leser*innen,
die Corona-Pandemie und die Hochwasserkatastrophe 2021,
gefolgt vom Krieg in der Ukraine in diesem Jahr, haben von
allen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung viel abverlangt. Diese
Situation, kombiniert mit hohem Druck im Tagesgeschäft und
in zum Teil nicht vollständig besetzten Teams, beansprucht und
fordert uns alle sehr.
Der Fachkräftemangel und der demografische Wandel
erschweren jetzt und zukünftig die Gewinnung von qualifiziertem
Personal. Wir befinden uns dabei in großer Konkurrenz mit
anderen Unternehmen. Um uns deutlicher zu positionieren und
Menschen für die Beschäftigung bei der Stadt zu gewinnen,
haben wir 2021 unter anderem eine neue Arbeitgebermarke ent-
wickelt. Sie soll zeigen, wie attraktiv die Stadt als Arbeitgeberin ist.
Die Stadt Köln wird von Fachkräften und Jobsuchenden oft nicht
als mögliche Arbeitgeberin wahrgenommen und die Vielschichtig-
keit der Aufgaben, die Vielzahl an Berufen und Karrieremöglich-
keiten ist teilweise unbekannt. Das zu ändern, ist das Ziel unseres
Personalmarketings und der Kampagne „Mach Köln!“ .
Auch intern möchten wir durch die Marke die Identifikation
mit der Arbeitgeberin Stadt Köln erhöhen. Dass sich die Mit-
arbeitenden mit Herzblut für ihre Aufgaben und die Kölner*innen
engagieren, spüren wir jeden Tag. Wir können es uns nicht leisten,
Kolleg*innen zu verlieren.
Um das Stellenbesetzungsverfahren zu optimieren, wurde das Be-
werbercenter als Projekt 2018 gestartet. 2021 konnten wir weitere
40 Dienststellen an den sogenannten Fullservice anbinden. Das
bedeutet, dass wir neue Standards für externe Stellenbesetzungs-
verfahren geschaffen haben und mit großer Professionalität das
Recruiting durchführen. Wir haben erfolgreich die Projektphase
beendet und den Grundstein gelegt, wissen aber auch, dass es
nur ein Element zu einer schnelleren Stellenbesetzung ist.
7
Markus Löhrer
Zentrale Verwaltung
Renate Schliffke
Kompetenzzentrum
Um vakante Stellen mit gut qualifizierten Kolleg*innen zu
besetzen, ist auch die Ausbildung unverzichtbar. Wir konnten
2021 erneut alle Ausbildungsplätze mit Studierenden und Aus-
zubildenden in 32 verschiedenen Berufsbildern besetzen: 2021
sind 341 Nachwuchskräfte zur Stadt Köln hinzugekommen.
Allerdings wurde auch unser Tages- und Projektgeschäft stark
von der Krisenbewältigung beeinträchtig:
Zum einen haben wir über 2.000 Personen zur Bekämpfung
der Pandemie eingestellt. Das ist unser Teil zur Lösung der
gesellschaftlichen Aufgabe des Infektionsschutzes und war eine
große Herausforderung für alle Abteilungen des Personal und
Verwaltungsmanagement. Es mussten nicht nur die richtigen
Personen in einer Mangelsituation gefunden werden, sondern
auch über 2.000 zusätzliche Einstellungen mit Vertragsaus-
stellung, Vertragsverlängerung und pünktlicher Entgeltzahlung
unter hohem Zeitdruck umgesetzt werden. Hier waren vor allem
das Recruiting und der Personalservice gefordert, aber alle
Kolleg*innen haben sich gegenseitig unterstützt und vom Tages-
geschäft entlastet.
Zum anderen hatten wir natürlich auch intern als Arbeitgeberin
die Aufgabe, sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen und die
gesetzlichen Vorgaben des Infektionsschutzes in der Praxis
umzusetzen.
An vielen Stellen mussten wir priorisieren. Auch wichtige Aufgaben
mussten manchmal liegen bleiben und konnten nicht wie gewohnt
abgearbeitet werden, da die Krisenbewältigung dringlicher war.
Wir sind immer wieder beeindruckt davon, was von den Mit-
arbeitenden in der Stadtverwaltung geleistet wird.
Liebe Kolleg*innen: Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre
Leidenschaft für Köln – gemeinsam schreiben wir jeden Tag an
der Geschichte dieser Stadt mit!
Dr. Monique Offelder (Amtsleitung), Hannes Ganze
(Organisation), Markus Löhrer (Zentrale Verwaltung),
Renate Schliffke (Kompetenzzentrum)*
*Zum Zeitpunkt
der Berichter-
stellung war die
Abteilungsleitung
„Persona l service-
und ber atung“ nicht
besetzt. Ab Sep-
tember 2022 über-
nimmt Katharina
Meier die Position.
8
Auf einen Blick:
Personaldaten der Kölner
Stadtverwaltung 2021
Stichtag 31.12.2021, bezogen auf das Stammpersonal der Gesamtverwaltung
Mitarbeitende: 21.623
17.074
4.549
Anteil
Beamt*innen:
21 %
Beamt*innenBeschäftigte
13.386
Frauenanteil:
62 %
8.237
MännerFrauen
14.480
7.143
T eilzeitquote:
33 %
TeilzeitVollzeit
9
Altersstruktur: Ø 44,6 Jahre
ab 60 Jahre 2.604
50 – 59 Jahre 6.542
40 – 49 Jahre 4.573
30 – 39 Jahre 4.547
bis 29 Jahre 3.357
Externe Neueinstellungen: 2.365
Betriebszugehörigkeit: Ø 18 Jahre
Ausbildungsquot
e: 8,2 %
Schwerbehindertenquote: 9 %
10
Dezernatsneuordnung
2021
Der Geschäfts- und Dezernatsverteilungsplan ist die Gliederung der Stadt Köln in
Dezernate und Dienststellen. Die Zuordnung der einzelnen Dienststellen zu den
Dezernaten zeigt den Geschäftsbereich der Dezernent*innen.
Dezernat OB Dezernat I
Allgemeine
Verwaltung und
Ordnung
Dezernat II
Finanzen und Recht
Dezernat III
Mobilität
Dezernat IV
Bildung, Jugend und
Sport
OB-1 Persönliche*r
Referent*in
OB-2 Referat
für s trategische
Steuerung
01 Amt der
Oberbürger-
meisterin
13 Amt für Presse-
und Öffen tlich-
keitsarbeit
14 Rechnungs-
prüfungsamt
16 Amt für Integration
und Vielfalt
I/D1 Dezernatsbüro
I/1 Datenschutz-
beauftragte*r
der Stadt Köln
I/2 Betriebliches
Gesundheits -
management
I/3 Zentrum für
Kriminal-
prävention und
Sicherheit
02 Bürgerämter
• 1000 Zentrale
Dienste
11
Personal- und
Verwaltungs-
management
• 1100 Zusatz-
versorgung und
Beihilfe
32
Amt für
öffentliche
Ordnung
33 Ausländeramt
34 Bürgerdienste
37 Berufsfeuerwehr,
Amt für Feuer-
schutz, Rettungs-
dienst und
Bevölkerungs-
schutz
II/1 Dezernatsbüro
II/2 Stabsstelle
für Beteiligungs-
steuerung und
öffentliches
Finanz- und
Unternehmens-
recht
03 Amt für
Gleich s tellung von
Frauen und
Männern
20 Kämmerei
21 Steueramt
30 Amt für Recht,
Vergabe und
Versicherungen
III/1 Dezernatsbüro
62 Bauverwaltungs-
amt
64 Amt für Verkehrs-
management
66 Amt für Straßen
und Radwegebau
68 Amt für nachhaltige
Mobilitäts-
entwicklung
69 Amt für Brücken,
Tunnel und
Stadtbahnbau
IV/1 Dezernatsbüro
IV/2 Integrierte
Jugendhilfe-
und Schul-
entwicklungs-
planung
40 Amt für Schul-
entwicklung
42 Amt für
Weiterbildung
51 Amt für Kinder,
Jugend und
Familie
• 5110 Familien-
beratung und
Schulpsychologischer
Dienst Stadt Köln
• 5111 Kinder- und
Jugendpädagogische
Einrichtung der
Stadt Köln
52
Sportamt
11
Im März 2021 hat der Rat zum 24. Juni 2021 eine Dezernatsneuordnung beschlossen.
Es wurden zwei neue Dezernate „VIII Umwelt, Klima und Liegenschaften“ und
„IX Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales“ eingerichtet. Durch
die V erlagerung, Neueinrichtung und auch Umbenennung einzelner Dienststellen
wurden die Geschäftskreise einiger Dezernate angepasst.
Hier sehen Sie eine vereinfachte Fassung des Geschäfts- und Dezernatsverteilungs-
plans – Stand 09. September 2022. Eine ausführliche und aktuelle Version können Sie
jederzeit auf der Website der Stadt Köln unter „Politik & Verwaltung“ → „Dezernate und
Ämter“ einsehen.
Dezernat V
Soziales, Gesundheit
und Wohnen
Dezernat VI
Planen und Bauen
Dezernat VII
Kunst und Kultur
Dezernat VIII
Klima, Umwelt, Grün
und Liegenschaften
Dezernat IX
Stadtentwicklung,
Wirtschaft,
Digitalisierung und
Regionales
V/1 Dezernatsbüro
V/3 Sozialplanung/
Sozialbericht-
erstattung
50 Am t für Soziales,
Arbeit und Senior en
• 5000 Jobcenter
53 Gesundheitsamt
56 Am t für
W ohnungswesen
VI/1 Dezernatsbüro
VI/2 Zentrales
Raum-
managemen t
VI/3 Wohnungs-
bauleits telle
VI/4 S tadtbau im
Quartier
26 Gebäudewirtschaft
der Stadt Köln (e. E.)
48 Stadtkonservator*in,
Am t für Denkmal-
schutz und Denk -
malp flege
61 Stadtplanungsamt
63 Bauaufsichtsamt
VII/1 Dezernatsbüro
VII/2 Planungsreferat
VII/3 Archäologische
Zone
VII/4 R eferat für
Museums-
angelegenheiten
VII/5 Kulturraum-
management
41 Kulturamt
• 4101 Puppenspiele
43 Stadtbibliothek
44 H istorisches Archiv
• 4510 Wallraf-Richartz-
Museum/Fondation
Corboud (e. E.)
• 4511 Museum Ludwig
• 4512 Römisch-
Germanisches
Museum
• 4513 Rautenstrauch-
Joest-Museum
• 4514 Museum für
Angewandte Kunst
• 4515 Museum für
Ostasiatische Kunst
• 4516 Museum
Schnütgen
• 4518 Kölnisches
Stadtmuseum
• 4520 NS-Doku-
mentationszentrum
• 4522 Museumsdienst
• 4523 Kunst- und
Museumsbibliothek
46
Bühnen ( e. E.)
47 Or chester (e. E.)
VIII/1 Dezernatsbüro
VIII/2 Koordinations-
s telle Klima-
schutz
VIII/3 e. E.– Abfallwirt-
schaftsbetrieb
(AWB)
23 Am t für Liegen-
scha ften,
V ermessung und
K ataster
57 U mwelt- und
V erbraucher-
schutzam t
67 Am t für Landschafts-
p flege und
Grün flächen
IX/1 Dezernatsbüro
IX/2 Stabsstelle
Digitalisierung
IX/3 Stabstelle
Wirtschafts-
förderung
12 Am t für
I nformations-
v erarbeitung
15 Am t für
S tadtentwicklung
und S tatistik
e. E.: eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Stand: 09.09.2022
Bewerbercenter
Seit 2020
für das Gesundheitsamt zur Pandemie-Bewältigung
2.000 Einstellungen
verfügbare
Haushaltsmittel 2021
1,6 Mio. € 2021:
zentrale Auswahl-
runden mit Initiativ-
bewerbenden
91
Über 1.000 persönliche Beratungsgespräche
auf 9 Messen im 2. Halbjahr 2021
2021:
18 Amtsleitungsverfahren, über 2.300 externe Einstellungen
und circa 1.800 interne Auswahlverfahren
Daten und Fakten
Wir haben uns bei der Befüllung von insgesamt
Jutebeuteln für Studierende mit
unseren Werbemitteln zum Start
des Wintersemesters 2021 beteiligt
1.480
Dienststellen wurden 2021 im Fullservice angebunden40
2021 erstmals auch in 10 weiteren Städten
3.200 PersonalwerbeplakateÜber
Durch gesponserte Posts
bei Instagram und Facebook
erzielte Impressionen 2021:
ca. 2 Millionen
P
rofile der
Arbeitgeberin auf
6 Plattformen
1.695 interne und über 445 externe Ausschreibungen,
mehr als 10.000 externe Bewerbungen
14
T eil 1
Was die Stadt Köln als
Arbeitgeberin ausmacht
Im ersten T eil dieses Berichts stellen wir Ihnen die
neue Arbeitgebermarke der Stadt Köln vor. Unsere
Markenbotschaft lässt sich anhand der Personal-
arbeit überzeugend belegen und ist mehr als ein
wohlklingendes Versprechen an die Mitarbeitenden
und interessierte Bewerber*innen. Lesen Sie, welche
Maßnahmen 2021 unter anderem zeigen, dass unsere
Marke ein authentisches Bild der Arbeitgeberin Stadt
Köln zeichnet.
Hinweis:
Dieser Bericht betrachtet Projekte und Statistiken für das Jahr
2021, alle Zahlen im Teil 2 wurden zum Stichtag 31. Dezember
2021 erhoben. Mit Erstellung des Berichts im Sommer 2022 haben
sich Projekte, die 2021 nicht abgeschlossen wurden, selbstver-
ständlich weiterentwickelt. Wichtige Meilensteine aus dem ersten
Halbjahr 2022 haben wir daher, wo es sinnvoll erschien, ebenfalls
aufgenommen.
15
1.1 Die Marke der
Arbeitgeberin Stadt Köln
und ihr Versprechen
Wozu braucht die Stadtverwaltung Köln eine Marke speziell
als Arbeitgeberin?
Weil demografischer Wandel und Fachkräftemangel auch vor den Toren der Stadt nicht Halt
machen. Der Arbeitsmarkt bietet Jahr für Jahr weniger qualifizierte Bewerbende; hier muss
die Stadt Köln aktiv und selbstbewusst für sich werben. Auf die Frage „Was unterscheidet
uns von anderen Arbeitgeberinnen?“ gibt die Arbeitgebermarke eine gute Antwort.
Der Weg zur Arbeitgebermarke
Um eine authentische Antwort geben zu können, haben wir die Marke gemeinsam mit
unseren Mitarbeitenden entwickelt – unterstützt von einer erfahrenen Agentur. Über
4.000 Kolleg*innen waren an dem 1,5 Jahre dauernden Prozess beteiligt, unter anderem
in Workshops mit Vertreter*innen der 25 größten Berufsgruppen aus rund 40 Dienst-
stellen, sowie in Einzelinterviews mit Stadtspitze und Interessenvertretungen.
Das Ergebnis wurde in einer verwaltungsweiten Umfrage auf den Prüfstand gestellt:
Passen die Story und die Markenbotschaft wirklich zu dem, wie unsere Mitarbeitenden
die Stadt Köln sehen? Halten wir, was wir Bewerber*innen versprechen? In einem aus-
gewogenen Verhältnis zwischen Ist-Zustand und Soll-Vorstellung haben wir dann die
Markenbotschaft formuliert.
Der K ern: Unsere Markenbotschaft
Schreib (Deine) Geschichte: Nutze vielfältige
Möglichkeiten für Deine individuelle Entwicklung
und die Zukunft Deiner Stadt.
16
Wir sind eine Behörde mit rund 22.000 Mitarbeitenden. Jede*r Einzelne kann hier die
eigene Geschichte schreiben. Und damit einen individuellen, ganz persönlichen Teil zur
großen, gemeinsamen Geschichte und der unserer Stadt beitragen.
Unsere Arbeitgeberstory verdeutlicht, worauf diese Botschaft aufbaut.
Die Geschichte dahinter: Unsere Arbeitgeberstory
Wer einmal hier ist, will nicht mehr weg.
Kein Zufall, denn wir sind eine Heimat fürs Leben. Hier bekommst du langfristig alles
unter einen Hut. Egal in welcher Lebensphase du gerade steckst, wir passen zu dir.
Dank unserer Flexibilität musst du dein Leben nicht um deine Arbeitswelt herumbauen.
Bei uns kannst du dich von Anfang an zu Hause fühlen, egal wo du herkommst. Wir
stellen uns individuell auf dich ein und finden passende Lösungen, damit du Privat- und
Berufsleben in Einklang bringen kannst. Unsere Vielfältigkeit zeichnet uns aus. Jede*r
ist hier willkommen.
Vielfältige Menschen verdienen vielfältige Möglichkeiten.
Und zwar nicht nur bei den Aufgaben. Wenn du einmal bei uns bist, musst du nicht
mehr die Arbeitgeberin wechseln, um neue Impulse zu sammeln. Unsere Vielseitig-
keit macht unsere Arbeitswelt abwechslungsreich. So kannst du immer wieder neue
Möglichkeiten für deine Entwicklung nutzen und dein Leben flexibel gestalten – immer
mit der Sicherheit der ganzen Stadt im Rücken.
Und das Schönste dabei: Du tust es nicht nur für dich.
Du gestaltest die Stadt mit und kümmerst dich um die lebenswerte Zukunft deiner
Mitmenschen. Damit schreibst du nicht nur deine eigene, sondern auch die Geschichte
unserer Stadt Köln.
Einführung der Marke
Mit Markenbotschaft und Arbeitgeberstory hat die Arbeit erst begonnen: Die Marke
muss eingeführt und etabliert werden. Bei einer digitalen Amtsleitungskonferenz
am 22. Februar 2022 haben wir sie allen Amtsleitungen der Stadt Köln und ihren
Vertreter*innen vorgestellt.
Anfang März haben wir uns dann mit dem neuen Intranet-Bereich „Wir machen Köln“
an die gesamte Belegschaft gewandt. Hier werden die Marke und der Prozess dahinter
unter anderem in einem 8-minütigen Film präsentiert.
17
Amtsleitungstag zur Bekanntmachung der neuen Arbeitgebermarke: Stadtdirektorion Andrea Blome,
Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Leiterin des Personal- und Verwaltungsmanagements
Dr. Monique Offelder (von links nach rechts mit Moderator Daniel Goihl)
Wir haben darüber hinaus, mit Hilfe der
GWK – Gemeinnützige Werkstätten Köln
GmbH Goodie Bags an alle über 22.000
Mitarbeitenden verschickt. „Was macht
Köln mit Dir?“ war unsere Frage an dieser
Stelle und der Aufruf an die Kolleg*innen,
uns ihre ganz persönlichen Geschichten
als Mitarbeitende bei der Stadt zu
schicken.
Mit diesen Geschichten machen wir die
Marke 2022 intern und extern erlebbar:
Zusammen mit den neu gewonnenen
Markenbotschafter*innen produzieren wir
Videos, Interviews und vieles mehr.
Nach der Entwicklung der Marke heißt
es, sie nachhaltig zu verankern und über
Jahre hinweg kontinuierlich zu pflegen.
Die Goodie Bag für alle Mitarbeitenden
18
1.2 Neues Arbeiten
bei der Stadt
„Nutze vielfältige Möglichkeiten“
Hierzu zählen auch bei der Stadt moderne und aktuelle Arbeitsmethoden. Die technische
Ausstattung zum mobilen Arbeiten ist dabei nur ein Teil. Ein Teil, der sich allerdings durch
die Corona Pandemie bei der Stadt Köln mit unerwartet hohem Tempo verbreitet hat und
auch zukünftig nicht mehr wegzudenken ist. Doch auch Strukturen und Prozesse bei der
Stadt wandeln sich und passen sich den Anforderungen des neuen Arbeitens an.
Mobiles Arbeiten
Nahezu alle Mitarbeitenden
können über das Internet auf
ihr städtisches E-Mail-Post-
fach zugreifen, das Intranet
nutzen und Hilfe vom IT-
Support in Anspruch nehmen.
80 Prozent der Mitarbeiten-
den sind technisch mit einem
vollumfänglichen Zugang
zum mobilen Arbeiten aus-
gestattet – das sind so gut
wie alle Mitarbeitenden, die
einen PC-Arbeitsplatz nutzen. Denn nicht alle Berufsgruppen bei der Stadt arbeiten
am Schreibtisch, wie zum Beispiel Erzieher*innen, Einsatzkräften von Feuerwehr und
Ordnungsdienst oder Mitarbeitende im Grünflächenbereich.
19
Führen auf Distanz
Mit mobilem Arbeiten kommen auch ganz neue
Herausforderungen und Chancen auf Führungskräfte
zu. Die Personalentwicklung steht in dieser Situation
unterstützend zur Seite.
Coaching war eine Möglichkeit für Führungskräfte zur
individuellen Begleitung – online, damit es auch unter
Corona-Bedingungen möglich war. Zudem haben wir
im letzten Jahr das neue Angebot „Führen auf Distanz“ ,
zunächst mit zwei Pilotterminen und einem Impuls-
vortrag, im Führungskräfte-Innovationsnetzwerk
gestartet und danach in weiteren Terminen erfolgreich
fortgeführt. Es wurde stark nachgefragt und ist nun
fester Bestandteil des Fortbildungsprogramms.
Digitales Fortbildungsprogramm – während Corona und danach
Die Fortbildungsangebote der Personalentwicklung wurden im Laufe des Jahres 2021
sukzessive auf Online-Formate umgestellt. Im Fortbildungszentrum Nippes konnten im
Herbst 2021 bereits rund 90 Prozent der angebotenen Seminare online durchgeführt
werden.
Wir haben dazu einen großen Teil der internen und externen Dozent*innen intensiv
geschult, wie sie Online-Seminare ausgestalten können. Sie wurden fit gemacht hin-
sichtlich nutzbarer Online-Tools wie auch bezüglich didaktischer Fragen, die sich im
Rahmen einer Online-Veranstaltung ergeben.
Für Mitarbeitende ohne die notwendige technische Ausstattung konnten wir in
Kooperation mit dem Amt für Informationsverarbeitung ein Depot an Kameras und
Headsets beschaffen, um es bei Bedarf zur Verfügung zu stellen.
Aufgrund unserer guten Erfahrungen bieten wir auch 2022 weiterhin Online-Seminare
und Blended-Learning-Veranstaltungen (eine Kombination aus digitalen und analogen
Formaten) an und bauen sie – neben unseren bewährten Präsenzformaten – aus.
20
Steuerungskreis Neues Arbeiten
Um die vielen Initiativen und Projekte rund um das Thema digitales Arbeiten bei der
Stadt zusammenzubringen, haben wir den „Steuerungskreis Digitales Arbeiten“ ins
Leben gerufen. Schon beim ersten Treffen wurde klar, dass es um mehr als nur die
technischen Möglichkeiten der Digitalisierung gehen muss. Daher haben wir ihn in
„Steuerungskreis Neues Arbeiten“ umbenannt.
Geleitet durch die Organisations-
entwicklung, wurde das Thema bei
der Stadt Köln untersucht und für eine
zukunftsfähige Arbeitswelt gestaltet.
Hierzu trafen Akteur*innen aus ver-
schiedenen Dezernaten und Ämtern
zusammen, entwickelten gemeinsam Ideen
und tauschten sich über laufende Projekte
aus, um Synergieeffekte zu nutzen.
Ziele des Steuerungskreises:
– Themen rund um Neues Arbeiten vernetzen
– Ideen und Anforderungen der Dienststellen zusammenbringen
– Erkenntnisse zum digitalen Arbeiten bei der Stadt Köln sammeln
Der Steuerungskreis ist fünfmal zusammengekommen und hat Themenschwerpunkte
und Maßnahmen identifiziert, die nun in verschiedenen Projekten und Bereichen
unserer Stadtverwaltung auf operativer Ebene weiterverfolgt werden.
Einführung der Allgemeinen E-Verwaltungsakte
Neben dem Zugang zum mobilen Arbeiten und digitalen Angeboten zur Fortbildung
und Vernetzung braucht es auch eine entsprechende Infrastruktur der Arbeitsprozesse.
Noch läuft ein Großteil der Verwaltungsarbeit in Papierform, was unter anderem die
Arbeit im Homeoffice erschwert. Nachdem bereits einige Dienststellen E-Fachakten
wie die E-Ausländerakte, die E-Wohngeldakte oder die E-Personalakte eingeführt
haben, wird nun nach und nach allen Dienststellen die Allgemeine E-Verwaltungsakte
zur Verfügung gestellt.
21
Die Allgemeine E-Verwaltungsakte ermöglicht
– eine flexible, rechtssichere und strukturierte Vorgangsbearbeitung,
– bereichsübergreifende Zugriffe sowie
– die elektronische Ablage sämtlicher Dokumente, die nicht in E-Fachakten abgelegt
werden können.
Ziel ist es, zukünftig alle städtischen Geschäftsgänge digital abzuwickeln. 2021 ist die
Organisationsentwicklung selbst als Pilotbereich mit der Einführung gestartet, 2022
beginnt das stadtweite Rollout der Allgemeinen E-Verwaltungsakte. Bis Ende 2025 soll
das System in allen Dienststellen eingeführt werden und in Benutzung sein.
Feedback der ersten Testnutzer*innen der Allgemeinen E-Verwaltungsakte
„Die Bedienung ist
nachvollziehbar und
praktisch. Meine
Berührungsängste
konnten genommen
werden. “
„Toll, wir sparen Ressourcen!
Weniger Papierverbrauch,
weniger Lagerraum. “
„Standortunabhängiges
Arbeiten ist möglich. “
„Es scheint ein
überzeugendes
Instrument für die
digitale Aktenverwaltung
zu sein. Ich fühle mich
gut vorbereitet und
bin gespannt auf die
Umsetzung. “
„Eine intuitive und
einfach zu nutzende
DMS-Anwendung. “
„Der Nutzen
(Effizienzsteigerung,
Ressourcenein-
sparungen...) ist so
groß und die Digi-
talisierung so weit
voran geschritten,
dass ich mich sehr
auf den Start freue!“
22
1.3 Weiterentwicklungs
möglichkeiten für
Mitarbeitende
„Für Deine individuelle Entwicklung“
Unsere Mitarbeitenden haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich beruflich und
persönlich bei der Stadt Köln weiterzuentwickeln. Nicht nur der interne Stellenmarkt ist
bei rund 80 Dienststellen groß, auch unser Fortbildungsprogramm ist – neben vielen
anderen Maßnahmen der Personalentwicklung – sehr umfangreich.
Fortbildungsprogramm und KölnerKompetenzModell (KKM)
Das KölnerKompetenzModell (KKM) wurde
2021 entwickelt und zeigt die wichtigsten
Kompetenzen, die es braucht, um
die Aufgaben der Stadtverwaltung
erfolgreich zu erledigen. Es
beschreibt die unterschiedlichen
Anforderungen an Mitarbeitende
und Führungskräfte, damit die
Stadtverwaltung ihren Auftrag
heute und in Zukunft bestmög-
lich erfüllen kann.
Die Umstellung des städtischen
Kompetenzmanagements auf
das KKM beeinflusst auch die
Gestaltung des gesamtstädtischen
Fortbildungsprogramms. Unseren
FA C H LIC H E K O M P E T E N Z EN FACHLICHE KOMPETENZEN FACHLICHE KOM
PETENZEN
VERÄNDERUNGSFÄHIGKEIT KOOPERATIONSFÄHIGKEIT KOMMUNIKATIONSFÄHIGKEIT HANDLUNGSORIENTIERUNG VIELFA LTSO R IE N T IE R U N G LE R N FÄ H IG K EIT
KÖLNER
KOMPETENZ-MODELL
23
Mitarbeitenden stehen aktuell jährlich über 200 verschiedene Angebote in über
700 Veranstaltungen zur Verfügung. 2021 haben wir dazu genutzt, das Fortbildungs-
programm komplett nach den Kompetenz(-bereichen) des KKMs zu strukturieren. So
bietet das neue Programm auch eine gute Grundlage für unsere Führungskräfte, um
Personalentwicklung gezielter zu betreiben und die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden
zu fördern.
Man findet zum Beispiel unter dem Kompetenzbereich „Lernfähigkeit“ – wozu die
Kompetenzen Analysefähigkeit, Selbstreflexion und Lernbereitschaft gehören – über
30 Seminare auf einen Blick, die auf diesen Bereich einzahlen.
Coaching für Mitarbeitende und Führungskräfte
Mit internen und externen Coachings können die städtischen Mitarbeitenden und
Führungskräfte ihrer Anliegen und Ziele bearbeiten. 2021 wurde das interne Coaching-
Angebot von 194 Beschäftigten in Anspruch genommen.
Insgesamt 21 Coaches bilden das interne Coaching-Team der Stadt Köln, davon sind
13 neu hinzugekommen. Sie haben sich mit einer Fortbildung zum systemischen
Coaching für die Tätigkeit als (interne) Coachs qualifiziert und darauf aufbauend 2021
die Zertifizierung des Deutschen Bundesverbands Coaching (DBVC) erworben. Nicht
nur die Ausbildung, auch ihre Tätigkeit als Coach absolvieren die Mitarbeitenden neben
ihren eigentlichen Tätigkeiten, was zeigt, mit welchem großen Engagement und Leiden-
schaft sie sich dem Thema verschrieben haben.
Coaching hilft bei der Aufarbeitung von Konflikten, kann aber noch viel mehr. Es
ist ein intensives Instrument der Personalentwicklung und wird ganz bewusst zur
Entwicklung und Stärkung von vorhandenen Kompetenzen sowie der Reflexion
des eigenen Verhaltens eingesetzt. Coaching macht aus guten Mitarbeitenden und
Führungskräften noch bessere und das ist eine Überzeugung, die auch bei uns immer
mehr gelebt wird.
Für Beschäftigte mit Interesse an einem Coaching oder einer anderen Form der Weiter-
entwicklung gibt es die Beratungsstelle LebensLangesLernen. Hier können sie sich
bei Veränderungen und der Karriereplanung beraten lassen. Gearbeitet wird mit vielen
Methoden, vom „Tipp geben“ bis hin zum professionellen Coaching. Dabei sind auch
Angebote außerhalb der Dienststelle und der Stadtverwaltung möglich.
24
Mentoring
Im Mentoring wird die Entwicklung weniger erfahrener Mentees durch erfahrene
Mentor*innen unterstützt und gefördert. Diese Patenschaft (auch: Tandem) ist auf
die Dauer des Projektes begrenzt. In dieser Zeit können beide Personen voneinan-
der lernen und profitieren. Ziel des Tandems ist die Vermittlung von Erfahrung und
Kompetenzen sowie die beidseitige Weiterentwicklung.
Wir bieten unseren Mitarbeitenden seit vielen Jahren verschiedene Mentoring-Projekte
für unterschiedliche Zielgruppen an.
2021 gab es folgende Angebote:
– Internes Mentoring Projekt
6. Auflage des Projekts in Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung von Frauen
und Männern, diesmalige Zielgruppe: „Teilzeitbeschäftige der Laufbahngruppe 1“
– Cross Mentoring im Bündnis mit Frauen in Führung
6. Cross Mentoring zwischen großen Kölner Wirtschaftsunternehmen mit 2 Mentees
aus der Belegschaft der Stadt Köln
– Aufbau MentoringPool „Führung“
Internes Mentoring-Angebot für potentielle sowie bereits aktive Führungskräfte, für
das 2021 Mentor*innen und Mentees für die ersten 15 Tandems gewonnen wurden
Abschlussveranstaltung des 6. internen Mentorings – Mentee Martina Fischer und Mentorin Sabine
Galuschka
25
Karrierewege
Im öffentlichen Dienst bedeutet Karriere oftmals der Aufstieg in eine andere Laufbahn-
gruppe und ist tariflich an bestimmte Bedingungen gebunden. Um eine höhere Durch-
lässigkeit zu ermöglichen, bieten wir unterschiedliche Aufstiegsmöglichkeiten in Form
von Qualifizierungen und Förderung von berufsbegleitenden Masterstudiengängen an.
Für Mitarbeitende im nichttechnischen Verwaltungsdienst ist es möglich, sich durch
die sogenannte modulare Qualifizierung oder einen berufsbegleitenden Master für
eine Stelle der Laufbahngruppe 2.2 zu qualifizieren. Diese Qualifizierung ersetzt
einen wissenscha ftlichen Hochschulabschluss und die Absolventen können aus dem
ehemals gehobenen Dienst in den höheren Dienst aufsteigen.
Für weitere Fachbereiche ist eine solche Aufstiegsmöglichkeit gesetzlich nicht
vorgegeben.
Für technisches Personal haben wir als Stadt Köln als erste Kommune bundesweit
die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten in den ehemals höheren Dienst geschaffen, wie
es sie für nichttechnische Verwaltungskräfte gibt. Im nächsten Schritt geht es uns um
Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in den Laufbahngruppen 1 und 2.1. Ein
konkretes Weiterbildungsangebot „Staatlich geprüfte Techniker*in – Fachrichtung
Tiefbau“ in Kooperation mit dem Amt für Verkehrsmanagement und dem Amt für
Straßen und Radwegebau ist als Pilotprojekt im August 2021 gestartet. 2022 werden
wir entsprechende Weiterbildungsangebote analog auf weitere Dienststellen und
andere Fachrichtungen übertragen. 2021 haben wir zudem mit einer stadtweiten
Abfrage potentiell förderungswürdige Bachelorstudiengänge für den technischen
Dienst ermittelt, um ein entsprechendes Förderungskonzept für unser Bestands-
personal in diesem Bereich zu entwickeln.
Auch für Sozialarbeitende und Sozialpädagog*innen sieht der geltende Sozialtarif-
vertrag keinen Aufstieg in die Laufbahngruppe 2.2 vor. Das ist für sie nur als „sonstige
Beschäftigte“ im Verwaltungsdienst möglich ist. Hierfür benötigen sie eine Qualifizierung,
die wir ihnen 2021/2022 auf den bekannten zwei Wegen anbieten: als Förderung eines
Masterstudiums und als modulare Qualifizierung „Soziales- und Gesundheit“ .
Zusätzlich wird seit 2019 durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation
mit dem Personal- und Verwaltungsmanagement das berufsbegleitende Bachelor-
studium „Pädagogik der Kindheit und Familienbildung“ für Erzieher*innen an der TH
Köln als Modellprojekt angeboten. 2022 evaluieren wir gemeinsam, ob das Projekt fort-
gesetzt wird und auch Erzieher*innen anderer Dienststellen angeboten werden kann.
26
Qualifizierung kompakt für neue Führungskräfte
Um neue Führungskräfte bei der Rollenfindung zu unterstützen, gibt es seit 2019 die
verpflichtende 10-tägige Schulungsreihe „Qualifizierung kompakt“ . In einer festen
Gruppe und im geschützten Rahmen befassen sich neue Führungskräfte ganzheitlich
mit dem Thema „Führung in der Stadtverwaltung Köln“ . Ziel ist es, die Einarbeitungszeit
durch eine fundierte Einführung in die verschiedenen Bereiche und Fragestellungen
von Führung zu unterstützen und innerhalb der Stadtverwaltung ein gemeinsames
Führungsverständnis zu etablieren und zu festigen.
2021 haben wir in diesem Rahmen insgesamt 129 Schulungstage für 139 neue Führungs-
kräfte durchgeführt.
27
1.4 Vereinbarkeit von
Beruf, Leben und Familie
„Privat und Beruf sleben in Einklang bringen“
Gleichstellungsplan, Zertifizierung als familienfreundliche Arbeitgeberin, strategische
Kooperation zwischen Personal- und Gleichstellungsamt und ein Projektteam allein für
Vereinbarkeitsthemen – all dies zeigt, wie wichtig uns die so oft angeführte Work-Life-
Balance als Arbeitgeberin ist.
Bündnis BerufLeben
Absichtserklärungen und Zertifikate sind das eine, die
Umsetzung im Arbeitsalltag oftmals etwas anderes.
Mit dem Bündnis BerufLeben und dem daran
angegliederten Projektteam wird das Thema
Vereinbarkeit gemeinsam durch das Amt für
Gleichstellung von Männern und Frauen und das
Personal- und Verwaltungsmanagement opera tiv
vorangetrieben. Wichtige Umsetzungsergebnisse
im Jahr 2021 waren unter anderem
betriebseigene Kinderbetreuungsplätze,
die Gründung eines Väternetzwerkes
und ein praktisch anwendbares Konzept
zu „Führen in Teilzeit“ .
„Kölner Stadtspatzen“ – betriebliche Kinderbetreuung
In enger Kooperation mit dem Familienbüro des Amts für Kinder, Jugend und Familie
hat das Bündnis BerufLeben ein Portfolio an Kindertagesbetreuungsangeboten an
zentralen Standorten in Köln aufgebaut.
28
Im Juli 2021 wurde am Alter Markt die
erste Kindergroßtagespflege für bis zu
9 städtische Pänz im Alter von ein bis
drei Jahren eröffnet. Eine weitere Groß-
tagespflege unweit des Stadthauses
Deutz folgte im Frühjahr 2022 und
auch in der Nähe des Kalk-Karrees gibt
es seit Februar 2022 betriebseigene
Betreuungsplätze in der städtischen Kita
Robertstraße.
„stadtväter“ – Ein Netzwerk für Väter und die es noch werden
wollen
Im neu gegründeten Väternetzwerk können sich Männer über die Angebote der Stadt
Köln für Väter informieren und austauschen. Das Netz-
werk soll Mut machen, die Möglichkeiten für eine gleich-
berechtigte Kindererziehung zu nutzen und steht auch
angehenden Vätern offen.
Mit Unterstützung von „conpadres“ , der Väter
gGmbH, fanden 2021 mehrere Workshops statt,
die zu der Bildung der Kerngruppe führten. Im
Strategieworkshop wurden die Ziele und Wünsche
der Väter definiert und ein Leitbild bestimmt.
Führen in Teilzeit – mit Konzept
Gute Führung ist auch ohne durchgehende Präsenz und Erreichbarkeit möglich, dies
beweisen Führungskräfte schon seit Jahren mit unterschiedlichen Arbeitsmodellen.
Allerdings ist auch bei der Stadt Köln Führen in Teilzeit noch die Ausnahme und die Idee
trifft immer wieder auf Vorurteile und Hürden in der Praxis. Um dem entgegen zu wirken
und Vereinbarkeit auch mit Führungsaufgaben besser zusammenzubringen, wurde
2021 ein Konzept zum Thema veröffentlicht. Das Konzept und die darin enthaltenen
praktischen Checklisten bieten die Chance zur Reflektion der eigenen Einstellung,
zielorientierte Hilfestellung und Tipps zur praktischen Umsetzung für Führungskräfte
und Dienststellen. Die Veröffentlichung des Konzepts wurde durch vier Workshops für
Verwaltungsleitende und Führungskräfte begleitet, um nachhaltig in der Verwaltung
Fuß zu fassen.
29
1.5 Für die Stadt und für
die Menschen
„Und das Schönste dabei: Du tust es nicht nur für dich. “
Sinnhaftigkeit nimmt einen immer höheren Stellenwert bei den Berufswünschen
von Arbeitnehmer*innen ein. Für die eigene Stadt zu arbeiten, den Menschen hier
zu helfen und (in-)direkt die Gemeinschaft zu prägen, geben der eigenen Tätig-
keit einen höheren Zweck. Das drückt sich selbstverständlich in der Aufgabe der
einzelnen Beschäftigten aus, doch auch die Personalarbeit nimmt darauf Einfluss.
Einer der Grundwerte der Stadt Köln ist die Vielfältigkeit unserer Stadtgesellschaft
und die offene Weise, wie Diversität willkommen geheißen wird. Maßnahmen und
Weiterbildungen zu Inklusion, Diversität und Diskriminierung unterstützen unsere
Mitarbeitenden, diese Werte umzusetzen, wie sie auch im KölnerKompetenzModell
verankert sind.
Inhouse-Schulung „Diversity“ für das Kompetenzzentrum
Das Kompetenzzentrum im Personal- und Verwaltungsmanagement ist für Personal-
entwicklung, Stellenbesetzungen und Ausbildung stadtweit zuständig. In dieser
zentralen Position haben die Mitarbeitenden der Abteilung großen Einfluss auf die
Zusammenstellung und Weiterentwicklung der Belegschaft – Chancengleichheit,
diskriminierungsfreies und unvoreingenommenes Handeln haben besonders hohe
Relevanz.
2021 und Anfang 2022 haben sich über 50 Mitarbeiter*innen des Kompetenzzentrums
in Inhouse-Schulungen mit dem eigenen unconscious bias (unbewusste Vorurteile)
auseinandergesetzt. Sie haben dabei ihre Rolle, Haltung und die Bedeutung von
Diversity für die einzelnen Sachgebiete beleuchtet, wie zum Beispiel für den Recruiting-
Prozess, Bewerbungsgespräche und die Gestaltung des Fortbildungsprogramms.
30
Weiterbildungsangebote für städtische Mitarbeitende zur
Rassismus-Sensibilität
Ein neues Weiterbildungs-
angebot zur Rassismus-
Sensibilität fordert zum
Perspektivwechsel auf und
möchte einen Reflexions-
prozess anstoßen, der
letztlich zu mehr Sicherheit im
Umgang mit Rassismus(-Vor-
würfen) führen soll.
Hierzu haben wir in Koope-
ration mit dem Amt für
Integration und Vielfalt eine
Fortbildungsreihe im Ordnungsdienst gestartet und das Seminar „Rassistisch – ich
doch nicht?!“ in den Fortbildungskatalog 2022 aufgenommen. Das Seminar soll
die Mitarbeiter*innen der Stadt Köln darin unterstützen, die eigene Haltung und die
konkrete Arbeit aus einer rassismuskritischen Perspektive zu reflektieren und neue
Perspektiven und Betrachtungsweisen zu eröffnen. Auch bei der Auseinandersetzung
mit Rassismus-Vorwürfen sollen die Mitarbeitenden gestärkt werden.
Der Ordnungsdienst erfährt als „Aushängeschild“ der Stadt besondere öffentliche
Aufmerksamkeit. Daher wird die rassismuskritische Schulung aller Kolleg*innen im
Ordnungsdienst vorangestellt. Die Schulungsreihe stärkt die Präventionsarbeit, das
Image und die Vorbildfunktion des Ordnungsdienstes. Durch die Fortbildung sollen die
Kolleg*innen eine Stärkung und mehr Sicherheit im Umgang mit Rassismus(-Vorwürfen)
erfahren. 2021 wurde die Schulung konzipiert und organisiert; 2022 ist die Schulungs-
reihe gestartet – nach dem Umzug des Ordnungsdienstes von Deutz nach Junkersdorf
und der Lockerung der Corona-Einschränkungen zu Präsenzveranstaltungen.
Inklusionsschulung für Führungskräfte
(Schwer-)Behinderte sowie gleichgestellte Menschen in das Arbeitsleben zu integrieren
ist – gemäß der städtischen Inklusionsvereinbarung – unser konkretes Ziel als Arbeit-
geberin. In einer verpflichtenden Schulung bilden wir regelmäßig die Führungskräfte
der Stadtverwaltung zu rechtlichen Grundlagen dieser Aufgabe weiter. Sie erhalten
außerdem Einblick in gelungene inklusive Arbeitspraxis bei der Stadtverwaltung, wie
zum Beispiel in den (gut integrierten) Arbeitsalltag eines Kollegen mit Sehbehinderung
31
und die erfolgreiche Suche nach einer leidensgerechten Tätigkeit für eine Kollegin,
deren Gesundheitszustand sich verändert hat.
Corona-bedingt haben wir die Schulung 2021 digitalisiert und rund 250 Führungs-
kräfte weitergebildet. Insgesamt haben seit Einführung der Inklusionsschulung 2019
über 1.000 Führungskräfte daran teilgenommen.
Unterstützung bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021
Im Juli 2021 führten Starkregenfälle insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-
Pfalz zu Sturzfluten und massiven Überschwemmungen. Um im Krisengebiet zu helfen,
konnte jede*r Mitarbeitende bis zu 3 Tage Sonderurlaub nehmen. Persönlich schwer
betroffene Kolleg*innen konnten bis zu 20 Tage bezahlten Sonderurlaub beantragen.
Mehr als 430 Mitarbeitende mussten diese Freistellung in Anspruch nehmen, um Schäden
in ihrem persönlichen Umfeld zu beheben. Fast 1.400 Arbeitstage waren bis Ende
September für Aufräumarbeiten nötig, ungeachtet der Wochenenden, Nachmittage und
vieler Stunden Freizeit, die auch noch nach der Behebung der dringlichsten Schäden
in den folgenden Monaten
aufgebracht werden mussten.
197 Mitarbeitende haben
Sonderurlaub genommen,
um im Krisengebiet zu helfen,
ohne direkt betroffen zu sein
und es wurden so insgesamt
400 Tage zur Hilfe vor Ort
eingesetzt.
Dies ungeachtet der offiziellen
Amtshilfe. Viele Beschäftigte
waren zur Krisenbewältigung
im Einsatz – von der Berufs-
feuerwehr und dem M.U.T, über das Amt für Grünflächen und Landschaftspflege und
das Wohnungsamt bis hin zu Mitarbeitenden aus dem Historischen Archiv.
Der Zusammenhalt in der Belegschaft hat sich auch in einer internen Spendenaktion
gezeigt, die vom Personal- und Verwaltungsmanagement organisiert wurde. Fast
40.000 Euro wurden von Kolleg*innen für Kolleg*innen gegeben und an 70 Beschäf-
tigte gespendet, die Mobiliar, Autos, Keller oder ganze Häuser in den Fluten verloren
haben.
32
T eil 2
Zahlen – Daten – Fakten
Wir haben die Daten sorgfältig zusammengeführt,
bearbeitet und analysiert.
Alle folgenden Auswertungen beziehen sich – solange
nicht anders ausgewiesen – auf das Stammpersonal
der Dienststellen, die im Dezernatsverteilungsplan
(siehe Seite 10 – 11) der Stadt Köln abgebildet werden.
Es kann vorkommen, dass es zu geringfügigen Abweichungen zu
anderen Berichten kommt, die zum Beispiel zu einem anderen Stich-
tag oder auf Basis einer anderen Grundgesamtheit ermittelt wurden.
Der Fokus dieses Berichts liegt darauf, Zahlen und Erkenntnisse mit
langfristiger Gültigkeit für die Stadt Köln zu gewinnen.
Einige Statistiken in diesem Bericht betrachten die Personalzahlen
geschlechter ge trennt nach männlich und weiblich, eine statistische
Auswertung des Anteils nicht-binärer Personen in der Belegschaft
ist in Vorbereitung, aber aktuell leider noch nicht möglich.
33
2.1 Personalbestand im
Überblick
Personalbestandsentwicklung in der Gesamtverwaltung
18.634
18.938
19.199
19.536
20.271
20.669
21.352
21.997
23.509
24.054
16.556
16.831 17.039
17.303
17.979
18.301
18.880
19.549
21.158
21.623
StammpersonalGesamtpersonal
Stammpersonal: alle aktiven angestellten und verbeamteten Mitarbeiter*innen der
Gesamtverwaltung (inklusive der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen Gebäudewirt-
schaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen und Orchester und
der Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse als Sondervermögen der Stadt Köln) wie im
Dezernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet
Gesamtpersonal: Stammpersonal plus abgeordnetes Personal, Honorarkräfte, Studie-
rende, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen, Zivildienstleistende, Bundes-
freiwillige, Beurlaubte und Mitarbeitende in der Freistellungsphase der Altersteilzeit
34
Entwicklung des Personalbestands in der Gesamtverwaltung 2019 – 2021
Mitarbeitende
Personalbestand 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021 Veränderung
zum Vorjahr
Beamt*innen 4.404 4.525 4.549 24
Angestellte 15.145 16.6331) 17.0741) 441
Stammpersonal 19.549 21.158 21.623 465
Abgeordnetes Personal 70 67 58 -9
Honorarkräfte 14 13 14 1
Ausbildung/Studium ...
Beamtenrecht 607 575 481 -94
Tarifrecht 386 406 543 137
Praktika, Volontariate etc. 294 240 283 43
Bundesfreiwilligendienst 55 58 58 0
aktive Beschäftigte 20.975 22.517 23.060 543
Altersteilzeit – Freizeitphase 110 101 85 -16
Beurlaubte 912 891 909 18
Gesamtpersonalbestand 21.997 23.509 24.054 545
1) Inklusive der zur Corona-Unterstützung eingestellten, befristeten Beschäftigten, die im jeweiligen
Jahr zum Stichtag 31.12. in einem Arbeitsverhältnis mit der Stadt Köln standen
35
Vollzeitäquivalent (VZÄ)1)
Personalbestand 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2021 Veränderung
zum Vorjahr
Beamt*innen 4.115,16 4.232,50 4.263,05 30,55
Angestellte 13.173,07 14.173,95 14.504,41 330,46
Stammpersonal 17.288,23 18.406,45 18.767,46 361,01
Abgeordnete Beschäftigte 63,82 60,92 51,65 -9,27
Honorarkräfte 8,10 6,89 7,92 1,03
Ausbildung/Studium ...
Beamtenrecht 601,77 574,63 479,63 -95,00
Tarifrecht 384,86 405,36 540,82 135,46
Praktika, Volontariate etc . 277,87 230,21 265,24 35,03
Bundesfreiwilligendienst 54,54 58,00 57,10 -0,90
aktive Beschäftigte 18.679,19 19.742,46 20.169,82 427,36
Altersteilzeit - Freizeitphase 50,05 46,39 38,72 -7,67
Beurlaubte 745,05 725,85 748,56 22,71
Gesamtpersonalbestand 19.474,29 20.514,70 20.957,10 442,40
1) Die Anzahl der VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personal-
belegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Es ist eine hypothetische Zahl, die ausdrückt, wie hoch
die Zahl der Erwerbstätigen wäre, wenn es nur Vollzeitarbeitsplätze gäbe.
36
2.2 Personalbestand im
Detail
Mitarbeitende nach Dezernaten sowie Geschlecht
Dezernat OB
Oberbürgermeisterin
Dezernat I
Allgemeine Verwaltung und
Ordnung
Dezernat II
Finanzen und Recht
Dezernat III
Mobilität
Dezernat IV
Bildung, Jugend und Sport
Dezernat V
Soziales, Gesundheit
und Wohnen
Dezernat VI
Planen und Bauen
Dezernat VII
Kunst und Kultur
PR
Personalräte
Dezernat IX
Stadtentwicklung, Wirtschaft,
Digitalisierung und Regionales
Dezernat VIII
Klima, Umwelt, Grün
und Liegenschaften
65 % 35 %361
5.373
748
753
6.025
3.313
1.080
1.829
1.542
542
57
52 % 48 %
35 %65 %
63 %37 %
13 %87 %
34 %66 %
52%48 %
54 % 46 %
32 %
69 %
68 %
31 %
58 % 42 %
Gesamt
MännerFrauen
37
Personalbestand nach Jobfamilien
Erläuterungen zu den Jobfamilien finden Sie im Glossar.
644
4.724
1.184
205
97
2.390
1.614
663
180
1.501
8.419
38
Aufteilung der Geschlechter nach Jobfamilien
Geschlechterverteilung im Stammpersonal
15,9 %
62,8 %
44,6 %
33,0 %
28,7 %
49,5 %
17,1 %
84,6 %
67,2 %
91,2 %
72,7 %
84,1 %
37,2 %
55,4 %
67,0 %
71,3 %
50,5 %
82,9 %
15,4 %
32,8 %
8,8 %
27,3 %
MännerFrauen
Männer: 8.237
Frauen: 13.386
39
2.3 T eilzeit
T eilzeitquote in der Gesamtverwaltung
Teilzeit: 7.143
Vollzeit: 14.480
Teilzeit: 5.943 Vollzeit: 7.443 Teilzeit: 1.200 Vollzeit: 7.037
T eilzeitquoten nach Geschlecht
Frauen
Männer
40
Verteilung T eilzeit anteilig zu einer Vollzeitstelle
Ein Drittel der städtischen Mitarbeitenden arbeiten in Teilzeit, allerdings zu unter-
schiedlichen Anteilen.
17 Prozent der Teilzeitkräfte (1.225 Mitarbeitende) arbeiten weniger als die
Hälfte der Stunden einer Vollzeitstelle. 37 Prozent der Teilzeitkräfte
(2.627 Mitarbeitende) arbeiten vollzeitnah, das bedeutet mehr als 29 Stunden
in der Woche.
2.627
3.291
1.225
weniger als 50 % 50 % – 74 % vollzeitnah
(75 % und mehr )
41
T eilzeit(-quote) nach Laufbahngruppen
Hinweis:
Laufbahngruppe 1: ehemals ein facher und mittlerer Dienst
Laufbahngruppe 2.1: ehemals gehobener Dienst
Laufbahngruppe 2.2: ehemals höher er Dienst
13.262
4.708
(35 %)
Laufbahngruppe 1 Laufbahngruppe 2,
1. Einstiegsamt
Laufbahngruppe 2,
2. Einstiegsamt
6.992
1.980
(28 %)
1.369 455
(33 %)
Teilzeit(-quote)Beschäftigte
42
Verteilung T eilzeitanteile nach Geschlecht
83 Prozent der Mitarbeitenden in Teilzeit sind weiblich, 17 Prozent der Teilzeit-
beschäftigten sind männlich. Betrachtet man die Stundeverteilung der weiblichen
Teilzeitkräfte, arbeiten 38 Prozent vollzeitnah, 15 Prozent arbeiten weniger als die
Hälfte der Vollzeitstunden.
T eilzeitquote in Führungspositionen
F
ühren in T eilzeit nach Geschlecht
327
898
weniger als 50 % 50 % bis 74 % vollzeitnah (75 % und mehr)
486
2.805
387
2.240
Männer Frauen
Führen in
Teilzeit: 281
Führen in
Vollzeit: 1.497
Männer:
61
Frauen:
220
43
2.4 Laufbahngruppen
und Führungskräfte
Mitarbeitende nach Laufbahngruppen
Führungskräfte
Gesamtzahl Führungskräfte: 1.778
Führungskräfte nach Geschlecht
Laufbahngruppe 1: 13.262
Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt: 6.992
Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt: 1.369
Männer: 796
Frauen: 982
44
Führungskräfte nach Laufbahngruppe und Geschlecht
Laufbahngruppe 1
Laufbahngruppe 2,
1. Einstiegsamt
Laufbahngruppe 2,
2. Einstiegsamt
83 98
431 665
282 219
Männer Frauen
45
Führungskräfte nach Funktion
190
365
271
18
65
3
17
1
1
11
5
15
17
3
21
298
292
15
68
4
31
0
5
4
8
20
24
6
MännerFrauen
46
2.5 Demographie
Durchschnittsalter: 44,6 Jahre
Altersverteilung in der Stadtverwaltung
979
Altersgruppe
2023
347
858
898
904
772
1.137
1.296
899
127
719
1.390
1.391
1.279
1.439
1.458
1.974
2.135
1.430
148
MännerFrauen
47
Altersbedingte Austritte in den nächsten 10 Jahren
…gesamt
… unter den Führungskräften
Austritte bis 2032: 5.360
verbleibendes Personal
Austritte bis 2032: 682
verbleibende Führungskräfte
48
Altersbedingte Austritte in den nächsten 10 Jahren
... nach Jobfamilien
Jobfamilie Austritte
bis 2032 Anteil
Ärztliche und therapeutische Tätigkeiten 154 24 %
Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche
Tätigkeiten 1.015 21 %
Verwaltung 1.924 23 %
Sonstige Verwaltungsberufe 344 29 %
MINT Informatik 42 20 %
MINT Mathematik, Naturwissenschaften 22 23 %
MINT Technik 704 29 %
Gewerblich-technische Berufe 453 28 %
Kultur 166 25 %
Lehrende bildende Tätigkeiten 73 41 %
Sicherheit und Überwachung 463 31 %
49
2.6 Diversität
Die Stadt Köln ist bunt und vielfältig – das spiegelt sich auch in der Belegschaft
wieder. Wir erheben keine Daten zur internationalen Familiengeschichte unserer
Mitarbeitenden, können jedoch anhand von Staatsangehörigkeiten einen kleinen
Einblick in die Diversität der Verwaltung geben. Folgender Anteil an Mitarbeitenden
hat (zum Teil neben der deutschen) eine ausländische Staatsangehörigkeit:
Mitarbeitende mit ausländischer Staatsangehörigkeit
2019 2020 2021
Mitarbeiter*innen mit nicht-deutscher
Staatsangehörigkeit 1.314 1.445 1.560
Anteil an der Gesamtverwaltung 6,72 % 6,83 % 7,21 %
T op 10 der Herkunftsländer
Ranking Staatsangehörigkeit Anzahl der Mitarbeitenden
Platz 1 türkisch 659
Platz 2 italienisch 191
Platz 3 griechisch 76
Platz 4 polnisch 56
Platz 5 russisch 36
Platz 6 österreichisch 31
Platz 7 kroatisch 30
Platz 8 spanisch 28
Platz 9 koreanisch 24
Platz 10 portugiesisch 23
50
2.7 T eilhabe
gesetzliche Pflichtquote Quote Stadt KölnQuote Inklusionsvereinbarung
7,0 %
7,2 %
7,6%
7,8 %
8,0 %
8,2 % 8,3 %
8,6 %
8,9 % 9,0 %
51
Schwerbehindertenquote
Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen von 9 Prozent im Jahr 2021
basiert auf der Jahresmeldung an die Agentur für Arbeit und den Landschaftsverband
(nach § 163 Absatz 2 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch). Die gesetzliche Pflichtquote
beträgt 5 Prozent; die Zielquote der Inklusionsvereinbarung der Stadt Köln liegt bei
7 Prozent.
Am 31.12.2021 waren von den 21.623 Mitarbeitenden der Stadt Köln 1.765 Menschen
mit Schwerbehinderung beziehungsweise gleichgestellte Beschäftigte
6,3 Prozent aller Führungskräfte haben eine Schwerbehinderung (111 Personen).
12 Auszubildende zum*zur Fachpraktiker*in für Bürokommunikation
Seit 2018 haben wir unser Ausbildungsangebot um das Berufsbild Fachpraktiker*in
für Bürokommunikation erweitert. Das Inklusionsprojekt ist auf Menschen mit
Behinderung zugeschnitten und orientiert sich dabei am Ausbildungsberuf Kauf-
frau*mann für Büromanagement. 2021 konnten erneut vier junge Menschen mit
unterschiedlichen Beeinträchtigungen in die lernreduzierte Ausbildung starten. Die
in 2018 als einzige Teilnehmerin am Inklusionsprojekt eingestellte Auszubildende hat
2021 ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurde übernommen.
Detaillierte Information zur Situation von Mitarbeitenden mit Schwerbehinderung
finden Sie im jährlichen Inklusionsbericht der Stadt Köln1.
1 Einzelne Zahlen im Inklusionsbericht und Personalbericht können voneinander geringfügig abweichen,
da die Auswertungen nicht am gleichen Tag gemacht werden oder andere Grundgesamtheiten als
Berechnungsgrundlage dienen
52
2.8 Krankenquote
Entwicklung der Ausfallquote durch Krankheit (Gesamtverwaltung)
7,0 %
7,42 %
7,63 %
7,98 %
8,31 %
8,51 %
8,74 % 8,85 % 8,85 %
8,09 %
Hin
weis zur Vergleichbarkeit:
Die Krank
enquote, wie sie in Kommunen wie der Stadt Köln ermittelt wird, lässt sich nur
sehr eingeschränkt mit den Zahlen vergleichen, die Krankenkassen und private Unter-
nehmen veröffentlichen.
– Die Quoten der Krankenkassen beinhalten keine Kurzzeiterkrankungen (1 – 3 Tage)
ohne ärztliches Attest
– Unternehmen rechnen oft die Langzeiterkrankungen (ab 43 Tage) heraus, da die
Mitarbeiter*innen ausgesteuert sind und somit keine Kosten für das Unternehmen
verursachen
– Des Weiteren werden in manchen Branchen die Ausfalltage auf Vollzeitäquivalente
umgerechnet (nicht wie hier auf Personen)
– Auch wird die Krankenstandquote in diesem Bericht anhand von 365 Kalendertagen
inklusive Wochenenden und Feiertagen ermittelt, während diese in anderen Unter-
nehmen und bei Krankenkassen oft rausgerechnet wird.
53
Aufteilung der Krankheitstage nach Krankheitsdauer
ab 43 Krankheitstage
1 – 3 Krankheitstage
4 – 42 Krankheitstage
Wie man an der Verteilung erkennen kann, sind ein großer Anteil Krankheitstage ab
43 Tagen, also Langzeiterkrankungen. Würde man diese aus der Krankenquote raus-
rechnen, wie es in privaten Unternehmen oft gemacht wird, läge die Krankenquote der
Stadt Köln (Erkrankungen von 1 bis 42 Tagen) im Jahr 2021 bei 4,56 Prozent.
54
2.9 Stellenbesetzung
Stellenausschreibungen 2021
Viele S
tellenausschreibungen umfassen nicht nur eine, sondern mehrere
gleiche Stellen. Aus einer Ausschreibung können so mehrere Neueinstellungen
entstehen, zum Beispiel bei Stellenausschreibungen für Erzieher*innen oder für die
Verkehrsüberwachung.
In der Regel werden Stellen zunächst intern ausgeschrieben, um den Mit-
arbeitenden Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten zu bieten. Diese
Form der Beschäftigten förderung dien t aktiv der Mitarbeitendenbindung und
Wissensbewahrung.
extern
445
1.695
intern
55
Da der Personalbedarf aufgrund der demografischen Entwicklung und Aufgaben-
zuwächse stetig steigt, muss in einigen Bereichen von vornherein zusätzlich extern
Personal gewonnen werden. So erfolgen immer häufiger auch (parallele) externe
Stellenausschreibungen. Insbesondere in den Fachkräftemangelbereichen ist die
externe Personalakquise unerlässlich, auch wenn hier der Fokus weiterhin auf der
geförderten Qualifizierung von internen Fachkräften liegt.
Ein- und Austritte Gesamtverwaltung 2021
Z
u den Austritten zählen unter anderem altersbedingte Gründe wie Rente und Pension
wie auch arbeitgeber- und arbeitnehmerseitige Kündigungen und das Ende befristeter
Beschäftigungen.
2.099
2.365
AustritteEintritte
56
Eintritte und Austritte seit 2014
Im Jahr 2021 lag die Anzahl der Austritte bei der Stadt Köln höher als in den Vor-
jahren. Das lag zum großen Teil am Ende befristeter Arbeitsverhältnisse aufgrund der
Corona-Pandemie.
853 875
1.256
1.139
1.000
1.607
1.264
1.034
2.099
1.339
1.589
2.853
2.365
1.015
1.110
932
Eintritte Austritte
57
Ein- und Austritte Gesamtverwaltung im Jahresverlauf 2021
Das sieht man auch im Jahresverlauf: Während zu Beginn des Jahres noch Mit-
arbeitende zur Bekämpfung der Pandemie eingestellt worden sind, sind im August,
September und Oktober viele ausgetreten. Im Dezember mussten dann mit Auf-
flammen der Pandemie wieder neue Mitarbeitende für das Gesundheitsamt eingestellt
werden.
296
104
116 123
154
99
140
262
191
177
266
194
114
170177
193 189
228
151
140
77
284 278
341
Eintritte Austritte
58
Externe Neueinstellungen
2020 wurden sehr viele Mitarbeitende zur Bekämpfung der Corona-Pandemie
eingestellt. Das war auch 2021 der Fall, jedoch nicht mit der gleichen Intensität.
853 875
1.256
1.000
1.339
1.589
2.853
2.365
59
Einstellungen zur Corona-Unterstützung
882
412
213
31
117
72
2020 2021
60
2.10 Stellenplan
Entwicklung der Mehrstellen seit 2003/2004
Nachdem seit 2015 – unter anderem wegen der Flüchtlingskrise in Deutschland –
mehr Stellen zugesetzt werden mussten, geht die Anzahl der Mehrstellen seit dem
Stellenplan 2016/2017 wieder zurück. Betrachtet man die Jahre seit 2003, liegt der
Durchschnitt bei 355 zusätzlichen Stellen pro Stellenplan (hier wird nicht zwischen
Plänen für ein Jahr und Doppelstellenplänen unterschieden).
485,72
1027,54
203,39
357,39
505,23
482,12
185,22
867,67
1043,37
630,76
312,1
541,92
486,24
Durchschnittliche Anzahl MehrstellenMehrstellen je Stellenplan
61
Änderungen im Stellenplanverfahren 2022
Zum Stellenplan 2022 ist erstmals ein zentrales Mehrstellenkontingent eingerichtet
worden. Dies umfasst Stellen, die nicht – zum Beispiel durch Drittmittel oder die
Umschichtung von Sachmitteln – gegenfinanziert werden konnten. Stellen aus diesem
Kontingent werden weitestgehend nach strategischen Schwerpunkten verteilt. Diese
Schwerpunkte setzt der Verwaltungsvorstand und hier wird auch über die fortlaufende
und bedarfsgerechte Zuteilung der Stellen entschieden. Im Stellenplan 2022 umfasst
dieses Mehrstellenkontingent 252 Stellen.
Weitere 234 Mehrstellen sind für akute Bedarfe zugesetzt worden. Diese sind über-
wiegend durch Dritt- oder Sachmittel finanziert. Die Stadt Köln hat zum Stellenplan
2022 eine engere Verzahnung zwischen Stellenplanverfahren und Haushaltsplanung
angestrebt, sodass seit diesem Stellenplan nicht die Anzahl der Mehrstellen, sondern
die Finanzierung im Vordergrund steht. Künftig können Dienststellen daher notwendige
Stellen, die organisatorisch erforderlich und zudem finanziert sind, unbegrenzt und
bedarfsgerecht einrichten. Somit konnte die Eigenverantwortlichkeit und Flexibilität
der Dienststellen kontinuierlich gesteigert werden. Auch im Stellenplanverfahren
2023/2024 soll die Finanzierung wieder im Mittelpunkt stehen.
Insgesamt sind mit dem Stellenplan 2022 486,24 Mehrstellen zugesetzt worden. Mit
der Verabschiedung des Stellenplanes 2022 ist der Stellenbestand der Kernverwaltung
somit auf 19.119 Stellen gestiegen. Details finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.
62
Stellenentwicklung seit 2019
2019 2020/2021 2022
Mehrstellen insgesamt 405,59 697,57 573,44
Neue Mehrstellen 312,10 541,92 486,24
… davon unbefristete 279,85 497,52 454,16
… davon befristete 32,25 44,40 32,08
Mehrstellen aus befristeten
Stellen 93,49 155,65 87,20
… davon aus Entfristungen 7,77 36,70 5,50
… davon Verlängerungen von
befristeten Stellen 85,72 118,95 81,70
Wenigerstellen insgesamt -4,91 -48,22 -40,02
… davon unbefristet -1,91 -22,67 -25,02
… davon befristet -3,00 -25,55 -15,00
„Echte“ Mehrstellen1) 307,19 493,70 446,22
Gesamtstellenzahl
gerundet2) 18.1793) 18.673 19.119
1) Mehrstellen abzüglich Wenigerstellen und Mehrstellen aus befristeten Stellen
2) Die Gesamtstellenzahlen beinhalten vollzeitverrechnete Stellen ohne Nachwuchskräfte und ohne
eigenbetriebsähnliche Einrichtungen.
3) 2019 sind 30 Stellen im Rahmen der Aufgabenübertragung für Kulturbauten zur Gebäudewirtschaft
übertragen worden. Da die Gebäudewirtschaft eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung ist, sind diese
Stellen nicht mehr im Stellenplan berücksichtigt. Sie sind somit nicht Teil der Gesamtstellenzahl 2019
und wurden zusätzlich zu den „Echten“ Mehrstellen berechnet.
63
Mehrstellen 2022 nach Aufgabenschwerpunkten (nicht abschließend)
Anzahl
Stellen Thema/Aufgabe und Amt
252
Mehrstellenkontingent (für die Realisierung von Mehrbedarfen, für die
keine anderweitige Refinanzierungsmöglichkeit wie zum Beispiel durch
Fördergelder besteht)
69 Mehrstellen auf Grundlage des Bundesteilhabegesetzes
(Amt für Kinder Jugend und Familie)
26,50
Themenfeld Digitalisierung (Amt für Informationsverarbeitung,
Bürgerdienste, Amt für Schulentwicklung, Amt für Soziales, Arbeit und
Senioren, Amt für Kinder Jugend und Familie, Bauaufsichtsamt)
15,25 Mehrstellen aufgrund der Anpassung des Rettungsdienstbedarfsplans
(Feuerwehr)
14,25 Ausbau der neuen Eigenreinigung (Zentrale Dienste)
11 Themenfeld Integration (16, 33, 53)
10,51 Mehrstellen Drogenprävention (Gesundheitsamt)
10,50 Personelle Grundausstattung für die Dezernate VIII und IX im Rahmen
der Dezernatsneuordnung
9 Unterstützung des Verbundprojektes „Beschleunigung von
Baugenehmigungsprozessen“ (Bauaufsichtsamt)
8 Mehrstellen zur Bekämpfung der Wohnungsnot
(Amt für Wohnungswesen)
7 Mehrstellen aufgrund der Neuorganisation der Zentralen
Ausländerbehörde (Amt für Informationsverarbeitung, Ausländeramt)
6,50 Mehrstellen für den Bereich der Privat- und Großkundenzulassungen
(Bürgerdienste)
6,25 Themenfeld Gesundheit (Gesundheitsamt)
64
2.11 Ausbildung
2021 wurden 341 Nachwuchskräfte (Studierende und Auszubildende) in 32
verschiedenen Berufsbildern eingestellt.
So konnten erneut alle Ausbildungsplätze bei der Stadt Köln besetzt werden, auch
wenn allgemein ein Mangel an Auszubildenden auf dem Arbeitsmarkt herrscht und
viele Unternehmen 2021 nicht alle Ausbildungsplätze besetzen konnten.
Anzahl der Ausbildungsbewerbungen
1
Die Zahl der Bewerbungen ist 2021 erneut stark gestiegen und lag um 16,44 Prozent
höher als im Vorjahr. Damit konnte 2021 ein neuer Höchststand erreicht werden.
1 Bewerbungszahlen im Ausbildungsbereich ohne Bewerbungen bei Feuerwehr, Bühnen und Amt für
Kinder, Jugend und Familie, da diese Bereiche eigene Ausbildungsverantwortung haben und nicht
zentral ausgewertet werden.
6.368
6.077
7.257
6.717
6.396
6.961
7.415
65
Ausbildungsquote1
Die Quote in den Jahren 2020 und 2021 fiel etwas niedriger als im Jahr 2019 aus,
die Sollvorgabe von 6 Prozent (gemäß des Ratsbeschlusses aus 2006) wurde jedoch
erneut übertroffen. Grund für die geringere Quote ist der überproportional angestiegene
Personal bes tand durch die coronabedingten Einstellungen. So hat sich die Gesamtzahl
der Mitarbeitenden, zu der die Auszubildenden im Verhältnis stehen, unerwartet erhöht,
ohne das Auszubildende im gleichen Maße dazugewonnen worden sind.
1 I nklusive Einstellungen bei der Berufsfeuerwehr, Praktikant*innen beim Amt für Kinder, Jugend und Familie,
Teilnehmende der Angestelltenlehrgänge I und II, Aufstiegsbeamt*innen sowie sonstige Praktikant*innen
Gesamtzahl Auszubildende und Studierende 2021: 1.024
zuzüglich Praktikant*innen und Volontär*innen: 283
Art der Ausbildung
6,29 %
6,64 %
7,26 %
8,04 %
8,79 % 8,95 %
8,08 %
8,24 %
Anwärter*innen (Beamtenrecht): 481
Auszubildende (Tarifrecht): 543
66
Altersgruppen Nachwuchskräfte
Studierende, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen
Durchschnittsalter: 25 Jahre
1
7
12
31
55
174
388
71 64
256
146
72
25
0
4
1
MännerFrauen
67
2.12 Altersteilzeit
Entwicklung der Inanspruchnahme von Altersteilzeitmodellen
Stagnation bei der Inanspruchnahme von Altersteilzeitmodellen 2017 bedingt durch
fehlende Anschlussregelung für die Gewährung der Altersteilzeit nach dem 31.12.2016.
Durch den Beschluss des Verwaltungsvorstandes vom 21.03.2017 konnte eine
Anschlussregelung für die Gewährung der Altersteilzeit gefunden werden.
34
26
47 48
32
28 27
34
29
37
28
16
6
53
17
2
28
30
8
11
TarifbeschäftigteBeamt*innen
68
2.13 Personal
aufwendungen
Personalaufwendungen Kernverwaltung
Angaben in Millionen Euro
1) Planwerte gemäß Beschluss vom 09.11.2021
Die Personalaufwendungen sind einschließlich der Beihilfen und der Zusatzversorgungs-
kasse (ZVK) für das aktive Personal je Haushaltsjahr in Millionen Euro abgebildet.
660 669
240 243
1.275 1.291
832
406 421 455 478 509 543 582 613 641 650
171 174 179 187 195 207 216 218 233 236
885 880
972 991
1.142 1.152 1.192 1.236 1.286
davon Entgelt
Beschäftigte
davon Bezüge BeamteGesamt (inkl. Arbeitgeberanteile,
Beihilfe, Rückstellung etc.)
1 1 1 1
69
Personalaufwendungen Kernverwaltung aufgeschlüsselt
Angaben in Millionen Euro
Übersicht
Personalauf-
wendungen
2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 20221) 20231) 20241) 20251)
Bezüge
Beamt*innen 171 174 179 187 195 207 216 218 233 236 240 243
Entgelt
Beschäftigte 406 421 455 478 509 543 582 613 641 650 660 669
Arbeitgeber-
anteile Sozial-
versicherung
115 119 129 136 145 157 166 178 181 183 186 189
Unfall-
versicherung 2 2 2 2 3 3 2 4 4 4 4 4
Beihilfe 14 14 16 16 15 16 16 16 16 17 17 17
zahlungs-
wirksamer
Personalauf-
wand
707 731 781 820 867 925 982 1.028 1.074 1.090 1.106 1.122
Pensionsrück-
stellungen 75 102 56 111 76 151 91 105 100 125 100 100
Beihilfe-
rückstellung 22 28 15 5 18 37 31 26 25 31 25 25
Rück-
stellungen für
ATZ, Urlaub,
Überstunden,
LOB etc.
29 25 29 36 31 29 47 33 37 40 44 44
Rückstel-
lungsaufwand
insgesamt
125 155 99 152 125 217 169 164 162 196 169 169
Personalauf-
wendungen
gesamt
832 885 880 972 991 1.142 1.152 1.192 1.236 1.286 1.275 1.291
1) Planwerte gemäß Beschluss vom 09.11.2021
70
Personalintensität Kernverwaltung in Prozent
Angaben in Millionen Euro, gerundet
1) Plan werte gem. Beschluss vom 09.11.2021
Die Personalintensität drückt aus, in welchem Umfang im operativen Kernbereich
einer Gemeinde die ordentlichen Aufwendungen durch Aufwendungen für Personal
gebunden werden.
3.814
2.982
22 % 23 % 21 % 22 % 22 %
24 % 20 % 23 % 24 % 24 % 24 % 24 %
832 885 880 972 991 1.142 1.152 1.192 1.236 1.286 1.275 1.291
3.900
3.015
4.163
3.283
4.324
3.352
4.457
3.466
4.846
3.704
5.623
4.471
5.085
3.893
5.210
3.973
5.315
4.029
5.375
4.101
5.440
4.149
Anderer ordentlicher AufwandPersonalaufwand
71
Fazit
Wir wachsen…
Der Personalbestand der Stadt Köln wächst stetig und hat insbesondere in den letzten
zwei Jahren stark zugenommen. Im Jahr 2020 waren es 1.609 Personen mehr im
Stammpersonal, 2021 kam ein weiterer Anstieg um 465 Kolleg*innen dazu. Das erklärt
sich zu einem großen Teil in der Bewältigung der Corona-Pandemie. Hierfür wurden
über 2.000 Menschen – oftmals befristet – eingestellt. Eine große Kraftanstrengung
für das Recruiting bei der Suche nach geeigneten Bewerbenden und für den Personal-
service in der Vertragsabwicklung.
Wir spüren den Fachkräftemangel
Auf der anderen Seite ist auch die Stadt Köln an vielen Stellen vom deutschlandweiten
Fachkräftemangel
betroffen und steht in starker Konkurrenz mit anderen Arbeit-
geber*innen. Dass die Stadt Köln als Arbeitgeberin beliebt ist, zeigt sich unter anderem
in der hohen Anzahl von 7.415 Bewerbungen um die rund 340 begehrten Ausbildungs-
plätze als auch in den über 10.000 Bewerbungen auf die zahlreichen externen
Stellen ausschr eibungen. Aber für einige Berufe wie Ingenieur*innen, staatlich geprüfte
Techniker*innen und Personal für den handwerklichen, den IT-, den erzieherischen,
sozialpädagogischen und Sozialarbeiter*innen-Bereich sowie für den fachärztlichen
Dienst bleibt es schwierig ausreichend – beziehungsweise bei speziellen Qualifikationen
überhaupt – die richtigen Bewerber*innen zu finden.
Verschärft wird die Situation durch den demografischen Wandel: Ungefähr ein Viertel
der rund 22.000 Beschäftigten verlässt die Stadtverwaltung altersbedingt in den nächsten
10 Jahren, der Anteil unter den Führungskräften liegt sogar bei knapp 40 Prozent.
Und begegnen ihm durch Mitarbeitendenbindung und Personalakquise
Um dem Fachkräftemangel etwas entgegen zu setzen haben wir auch 2021 weiterhin
einen großen Fokus auf die Akquise neuer Mitarbeitender gelegt und Maßnahmen
zur Bindung der vorhandenen Fachkräfte fortgeführt beziehungsweise eingeleitet. Die
72
neue Arbeitgebermarke unterstützt und verstärkt die Personalmarketingmaßnahmen
wie Werbekampagnen on- und offline, Messeauftritte und passende Stellenaus-
schreibungen. Auch nach innen wirkt eine Arbeitgebermarke und stärkt auf lange Sicht
die Bindung der Mitarbeitenden an die Arbeitgeberin. Hierzu muss sie sich jedoch noch
etablieren, auch wenn die ersten, wichtigen Schritte gemacht sind.
Ein Thema, dass sich auf die Mitarbeitendenbindung auswirkt, ist die Führungskultur
in einem Unternehmen. Hier hat sich im Zuge der Verwaltungsreform und auch bei
Bewertungen auf der Arbeitgeberplattform kununu gezeigt, dass es immer wieder Kritik
in Richtung Führung und Fehlerkultur bei der Stadtverwaltung gibt. Mit den Leitlinien
für Führung und Zusammenarbeit arbeiten wir seit 2019 an einer Kultur der Wert-
schätzung und streben nicht weniger als einen Kulturwandel an.
Die Zentralisierung der stadtweiten Recruitings im Bewerbercenter ist ein sehr
wichtiges Element zur Professionalisierung der Personalgewinnung und zur
Beschleunigung der Stellenbesetzungsverfahren. 2021 konnten wir 40 Dienststellen in
den Fullservice einbinden, Anfang 2022 haben wir das geplante Ziel von 69 Dienststellen
erreicht. Für alle angebundenen Dienststellen agiert das Bewerbercenter wie ein internes
Personalberatungsunternehmen: Wir unterstützen bei den Stellenausschreibungen,
übernehmen die Kommunikation mit den Bewerbenden und führen die Personalaus-
wahl komplett oder modular bis hin zum sogenannten Onboarding durch. Im Jahr 2021
wurden hier circa 10.000 Bewerbungen bearbeitet und über 2.300 Personen eingestellt.
Unsere Ausbildungsquote und Schwerbehindertenquote steigen
Der Anstieg des Personals insgesamt – inklusive der befristeten Corona-Kräfte – wirkt
sich auf die in diesem Bericht abgebildeten Quoten aus. Eigentlich müssten bei einer
größeren Grundgesamtheit die Schwerbehinderten- und Ausbildungsquote sinken.
2021 sind sie jedoch beide gestiegen, was zeigt, dass unsere Ausbildungsakquise 2021
erfolgreich war und wir auch weiterhin eine inklusiv arbeitende Verwaltung sind.
Um noch mehr Bewusstsein für das Thema zu schaffen, haben wir im August 2022
mit einem Inklusionstag Führungskräften und mit Inklusion besonders betrauten Mit-
arbeitenden die Möglichkeit zum Austausch und vielfältige Informationen für einen
inklusiveren Arbeitsalltag geboten. Denn es ist nicht nur die Quote, die für eine inklusive
Arbeitsumgebung spricht, sondern insbesondere auch das Verhalten und Erleben im
Arbeitsalltag. Das ist uns bewusst und wir wissen, dass sich hier neben bestehenden
Maßnahmen wie Inklusionsvereinbarung, Pflichtschulungen für Führungskräften und
Inklusionsbeauftragten in den Dienststellen die Inklusion noch optimieren lässt.
73
Unsere Krankenquote sinkt leicht
Die städtische Krankenstandquote steigt seit langem kontinuierlich an und erreichte
regelmäßig neue Höchstwerte: 2019 lag sie in der Gesamtverwaltung bei 8,85 Prozent.
Überraschenderweise ist die Quote jedoch im Jahr 2021 – nach einer Stagnation in
2020 – das erste Mal deutlich auf 8,09 Prozent gesunken. Das ist mit einigen Effekten
aus der Pandemie-Eindämmung erklärbar:
› Mehr mobiles Arbeiten führte zur Senkung der Unfallzahlen und hat vermutlich auch
dazu beigetragen, dass Betroffene Erkrankungsfolgen besser organisieren konnten
› Reduzierte Kontakte bei zugleich erhöhtem Hygienebewusstsein führten zu weniger
Erkrankungen
› Aussetzen der Kernarbeitszeit ermöglicht eine flexiblere Kombination von privaten
und dienstlichen Pflichten und mehr Rücksicht auf gesundheitliche Zwänge
› Insbesondere im Gesundheitsamt wurde pandemiebedingt ein große Zahl junger
Menschen eingestellt; der Altersdurchschnitt der Stadtverwaltung ist um ein Lebens-
jahr (2019: 45,6 Jahre auf 2021: 44,6 Jahre) gesunken, was zum Teil darauf zurück-
zuführen ist
Die Annahme, dass hauptsächlich Corona-Maßnahmen für den niedrigeren Kranken-
stand verantwortlich sind, bedeutet im Umkehrschluss jedoch, dass eine Rückkehr zur
Vor-Corona-Situation auch wieder zu einer ansteigenden Krankenstandquote führen
könnte.
Leider zeichnet sich im ersten Halbjahr 2022 ein Anstieg ab: Die Zahl der
Beschäftigten, die die Voraussetzungen für das Angebot eines Betrieblichen Ein-
gliederungsmanagements (BEM, innerhalb der letzten 12 Monate 6 Wochen am Stück
oder kumuliert erkrankt) erfüllen, ist gegenüber dem Vorjahr um fast 30 % gestiegen.
Wir merken den gesellschaftlichen Trend zu mehr Gleichberechtigung
Gesamtgesellschaftlich hat sich die Chancengleichheit zwischen Frauen und
Männern in den letzten Jahren Schritt für Schritt verbessert. Mehr Väter nehmen
Elternzeit (wenn auch oft nur 2 Monate gemeinsam mit der Partnerin); Teilzeit wird
nach und nach auch für Männer denkbar, um einen größeren Anteil an der Erziehungs-
arbeit zu übernehmen. Es gibt vermehrt Kampagnen, die den Frauenanteil in männlich
geprägten Berufen steigern sollen und die Vorteile eines als weiblich konnotierten
Führungsstils und von diversen (Führungs-)Teams aufzeigen.
74
Auch in unseren Beschäftigtenzahlen zeichnet sich dieser Trend leicht ab:
Der Anteil von Männern, die in Teilzeit arbeiten, ist von 10 Prozent im Jahr 2018 auf
15 Prozent gestiegen. 2021 haben sich insgesamt 1.200 Männer für eine Teilzeit-
beschäftigung entschieden. Der Anteil von Frauen in Führung ist in dieser Zeit um
2 Prozentpunkte gestiegen – von 53 auf 55 Prozent, während der Gesamtanteil von
Frauen im Stammpersonal um ein Prozent auf 62 Prozent gesunken ist.
In einigen Berufsbereichen mit hohem Männeranteil sind in den letzten drei Jahren
mehr Frauen dazugekommen: Bei MINT Informatik stieg der Frauenanteil von 11,6 Prozent
auf 17,1 Prozent, in gewerblich-technischen Berufe von 32 Prozent auf 33 Prozent. Bei
ärztlichen und therapeutischen Tätigkeiten ist im Gegenzug der Anteil der Männer von
19,6 Prozent auf 24,4 Prozent gestiegen. Bei Erziehung, sozialen und hauswirtschaft-
lichen Tätigkeiten konnte der Anteil der Männer jedoch kaum erhöht werden, hier waren
es 2018 8,6 Prozent und 2021 8,8 Prozent.
Als Arbeitgeberin fördert die Stadt Köln Chancengleichheit und erkennt den gesell-
schaftlichen Trend. Zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Leben und Familie ist das
Bündnis BerufLeben entstanden, eine Kooperation zwischen Personal- und Ver-
waltungsmanagement und dem Amt für Gleichstellung von Männern und Frauen. Ein
höheres Selbstverständnis bei Vätern für Arbeitsmodelle in Teilzeit ermöglicht eine
gleichberechtigtere Aufteilung von Care- und Erwerbsarbeit in Familien. Das Bündnis
BerufLeben unterstützt das unter anderem mit dem Konzept zu Führen in Teilzeit und
dem neu gegründeten Väternetzwerk.
75
Glossar
Stammpersonal: alle aktiven angestellten und verbeamteten Mitarbeiter*innen der
Gesamtverwaltung (inklusive der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen Gebäudewirt-
schaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen und Orchester und
der Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse als Sondervermögen der Stadt Köln) wie im
Dezernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet
Gesamtpersonal: Stammpersonal plus Abgeordnete, Honorarkräfte, Anwärter*innen,
Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen, Zivildienstleistende, Bundes-
freiwilligendienst, Beurlaubte und Mitarbeitende in der Freistellungsphase der
Altersteilzeit
Abgeordnete/abgeordnetes Personal: verbeamtete Mitarbeitende, die vorübergehend
ihre Tätigkeit bei einem anderen Dienstherren wahrnehmen (nicht zu verwechseln mit
politischen Abgeordneten)
Kernverwaltung: alle Organisationseinheiten im administrativen Kernbereich
(Dezernate, Fachbereiche, Ämter, Abteilungen, Sachgebiete oder ähnliche) einer
kommunalen Verwaltung, ohne eigenbetriebsähnliche Einrichtungen sowie
organisatorisch und/oder rechtlich verselbstständigten Einrichtungen (Eigenbetrieb,
Eigengesellschaft, Stiftung und andere)
Gesamtverwaltung:
Kernverwaltung plus die eigenbetriebsähnlichen Einrich tungen
und Sondervermögen: Gebäudewirtschaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation
Corboud, Bühnen, Orchester und die Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse
Punktdienststellen: Aus Dienststellen ausgelagerte, selbstständige Teilbereiche mit
eigenen Entscheidungskompetenzen, für die wirtschaftliche und/oder rechtliche
Besonderheiten gelten (zum Beispiel 1100/Zusatzversorgung und Beihilfe,
5000/Jobcenter). Im Dezernatsverteilungsplan mit einem Punkt vor der Dienststellen-
nummer gekennzeichnet
Jobfamilien: Zusammenfassung von unterschiedlichen Berufsbildern zu Gruppen
auf Basis des Berufskatalogs der Bundesagentur für Arbeit in V erbindung mit den
sogenannten MINT-Berufen
76
Nummer Jobfamilie
1 Ärztliche und therapeutische Tätigkeiten
Zum Beispiel Arzt*Ärztin, Logopäd*in, (Schul-)Psycholog*in
2 Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Tätigkeiten
Zum Beispiel Erzieher- und Kinderpflegeberufe, Sozialarbeiter*in
3a Verwaltung
Verwaltungsberufe
3b
Sonstige Verwaltungsberufe
Zum Beispiel Jurist*in, Call-Center-Agents, (Schul-)Sekretär*in,
Bibliothekar*in
4a MINT Informatik
Berufe in der Datenverarbeitung
4b MINT Mathematik, Naturwissenschaften
Berufe im Geo- und Umweltbereich
4c
MINT T echnik
Zum Beispiel Techniker*in, Architekt*in, Ingenieur*in,
technische Feuerwehrberufe, Vermessungsberufe
5
Gewerblichtechnische Berufe
Zum Beispiel Reinigungskraft, Schneider*in, Sportplatzwart*in,
Straßenbauberufe, Gärtner*in
6 Kultur
Berufe im künstlerischen Bereich
7 Lehrende bildende Tätigkeiten
Zum Beispiel Musikschullehrer*in
8
Sicherheit und Überwachung
Zum Beispiel Ordnungs- und Ermittlungsdienst, Feuerwehrberufe,
Schulwegbegleiter*in
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MINT-Berufe: steht für Berufsbilder in den Bereichen Mathematik, Informatik, Natur-
wissenschaft und Technik
Vollzeitäquivalent (VZÄ): Hilfsgröße bei der Messung von Arbeitszeit, definiert als die
Anzahl der gearbeiteten Stunden, geteilt durch die übliche Arbeitszeit eines Vollzeit-
Erwerbstätigen. Die Anzahl der VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch
bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben.
Laufbahngruppen: Laufbahnen, die verwandte und gleichwertige Vor- und
Ausbildungen voraussetzen
Laufbahngruppe 1 – ehemaliger Einfacher Dienst und Mittlerer Dienst
Laufbahngruppe 2,1. Einstiegsamt – ehemaliger Gehobener Dienst
Laufbahngruppe 2,2. Einstiegsamt – ehemaliger Höherer Dienst
Inklusionsvereinbarung: Vertrag der Arbeitgeberin Stadt Köln mit der Gesamtschwer-
behindertenvertretung und dem Gesamtpersonalrat, welcher die Teilhabe behinderter
und schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben stärken und unterstützen soll.
Abgeschlossen im Dezember 2016, löst die Inklusionsvereinbarung die vorherige
Integrationsvereinbarung der Stadt Köln ab.
Gleichstellungsplan: definiert die Ziele und Schwerpunkte der städtischen Gleich-
stellungsarbeit für die kommenden Jahre und benennt entsprechende Maßnahmen
zur Erreichung der Gleichstellungsziele. Der Gleichstellungsplan löst den vorherigen
Frauenförderplan ab.
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Kontakt
Personal- und Verwaltungsmanagement
Willy-Brandt-Platz 3
50679 Köln
personalundverwaltungsmanagement@stadt-koeln.de
Telefon 0221 221-34888
Fax 0221 221-22219
Dezernat für Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht
Personal- und Verwaltungsmanagement
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Gestaltung
Zentrale Dienste der Stadt Köln
Bildnachweis
S. 4: Birgitta Petershagen; S. 6, 7: Falko Alexander Photography; S. 18: Moon Safari/
stock.adobe.com; S. 19: fizkes/stock.adobe.com; S. 21: trazobananan/www.flaticon.com;
S. 24: Maria Schulz; S. 28: Animaflora PicsStock/stock.adobe.com; S. 30: Stadt Köln/
Kommunales Integrationszentrum; S. 31: Christian/stock.adobe.com
Druck
dieUmweltDruckerei GmbH
13-CS/211-22/Dez I/50/10.2022
Mitteilung Ausschuss
4594 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/11/0 Vorlagen-Nummer 30.09.2022 3108/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 24.10.2022 Integrationsrat 15.11.2022 Personalbericht 2021 „Schreib (Deine) Geschichte: Nutze vielfältige Möglichkeiten für Deine individuelle Entwicklung und die Zukunft Deiner Stadt.“ ist die Kernaussage der neuentwickelten Arbeitgebermarke für die Stadt Köln. Der Personalbericht 2021 stellt die Marke im Detail vor und beleuchtet, durch welche Maßnah- men zum Beispiel in der Personalentwicklung, beim neuen Arbeiten und in der Vereinbarkeit die At- traktivität der Arbeitgeberin gestärkt wurde. Im Bericht ebenfalls enthalten sind die zentralen Perso- nalkennzahlen mit Stichtag 31.12.2021. Die Stadtverwaltung wächst trotz Fachkräftemangel Der Personalbestand der Stadt Köln wächst stetig: Im Jahr 2020 hat das Stammpersonal um 1.609 Personen zugenommen, 2021 kam ein weiterer Anstieg um 465 Kolleg*innen dazu. Somit zählte Ende Dezember 2021 das Stammpersonal 21.623 Personen. Das Gesamtpersonal, zu dem auch passiv Beschäftigte wie Beurlaubte und besondere Beschäfti- gungsverhältnisse wie Ausbildung und Praktika zählen, lag zu dem gleichen Zeitpunkt bei 24.054 Personen. Der Anstieg im Stammpersonal erklärt sich zu einem großen Teil aus der Bewältigung der Corona- Pandemie. Hierfür wurden im Laufe des Jahres über 2.000 Menschen eingestellt, von denen jedoch viele nur befristet für einige Monate bei der Stadt Köln tätig waren. Der Fachkräftemangel ist trotzdem zu spüren und der demographische Wandel trifft die Stadt Köln wie alle Unternehmen in Deutschland: Ungefähr ein Viertel der rund 22.000 Beschäftigten des Stammpersonals verlässt die Stadtverwaltung altersbedingt in den nächsten 10 Jahren, der Anteil unter den Führungskräften liegt bei knapp 40 Prozent. Für einige Berufe in Mangelbereichen wie In- genieurwesen, IT und dem Sozialbereich ist es schon jetzt schwierig, ausreichend qualifizierte Be- werber*innen zu finden. Maßnahmen zur Personalgewinnung Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken wurde auch 2021 großer Fokus auf die Akquise neuer Mitarbeitender gelegt und Maßnahmen zur Bindung der vorhanden Fachkräfte fortgeführt bezie- hungsweise eingeleitet. Die neue Arbeitgebermarke unterstützt und verstärkt die Personalmarketing- maßnahmen wie Werbekampagnen on- und offline, Website und Messeauftritte. Auch nach innen wirkt die Marke und stärkt auf lange Sicht die Bindung der Mitarbeitenden an die Arbeitgeberin. Die Zentralisierung der stadtweiten Recruitings im Bewerbercenter ist ein wichtiges Element zur Pro- fessionalisierung und Beschleunigung der Personalgewinnung: 2021 konnten 40 Dienststellen in den sogenannten Fullservice angebunden werden, Anfang 2022 wurde das geplante Ziel von 69 Dienst- stellen erreicht. Im Jahr 2021 wurden im Bewerbercenter rund 10.000 Bewerbungen bearbeitet und über 2.300 Personen eingestellt. 2 Entwicklung der Ausbildungs-, Schwerbehinderten- und Krankenquote Die Ausbildungsquote ist 2021 auf 8,2 Prozent gestiegen. Im Ausbildungsjahr 2021 wurden wie in den Vorjahren alle Ausbildungsplätze besetzt, 341 Nachwuchskräfte sind zur Stadt Köln hinzugekommen. Die Schwerbehindertenquote ist auf 9 Prozent gestiegen. Zum Stichtag 31.12.2021 haben 1.765 Menschen mit Schwerbehinderung beziehungsweise gleichgestellte Beschäftigte bei der Stadt Köln gearbeitet, 6,3 Prozent aller Führungskräfte haben eine Schwerbehinderung. Die Krankenquote ist auf 8,9 Prozent gesunken, nachdem sie in den letzten Jahren kontinuierlich an- gestiegen ist. Wahrscheinlich ist dieser Rückgang auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona- Pandemie zurückzuführen. Eine Rückkehr zur Vor-Corona-Situation könnte im Umkehrschluss wieder zu einer ansteigenden Krankenstandquote führen. Gesellschaftlicher Trend zu mehr Gleichberechtigung Gesamtgesellschaftlich hat sich die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in den letzten Jahren Schritt für Schritt verbessert. Dies spiegelt sich auch in den Personalzahlen der Stadt Köln: Der Anteil von Männern, die in Teilzeit arbeiten, ist von 10 Prozent im Jahr 2018 auf 15 Prozent ge- stiegen. 2021 haben sich insgesamt 1.200 Männer für eine Teilzeitbeschäftigung entschieden. Der Anteil von Frauen in Führung ist in den letzten 4 Jahren um 2 Prozentpunkte gestiegen – von 53 auf 55 Prozent, während der Gesamtanteil von Frauen im Stammpersonal um ein Prozent auf 62 Prozent gesunken ist. Gez. Blome
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3108/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 02.11.2022
- Erstellt
- 21.09.2022 11:32