2007/0049
Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen hier: Zuwendungsvertrag mit dem Paritätischen Betreuungsverein Darmstadt e. V.
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Zuwendungsvertrag
über die Förderung sozialer Hilfen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
zwischen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt
vertreten durch den Magistrat
- nachfolgend Zuwendungsgeber genannt -
und dem
Paritätischen Betreuungsverein Darmstadt e.V.
Poststr. 9
64293 Darmstadt
- nachfolgend Zuwendungsempfänger genannt -
Präambel
Zur Erbringung sozialer Hilfen und zum Wohle der Hilfesuchenden kooperieren öffentlich-hoheitliche, kirchliche sowie nicht konfessionelle Träger der freien Wohlfahrtspflege in vielfältiger Weise. Auf dieser Grundlage und unter Achtung der jeweiligen Selbständigkeit in Zielsetzung und Aufgabenerfüllung sind die Partner dieser Vereinbarung bestrebt, soziale Hilfsangebote zu fördern, mit anderen Angeboten abzustimmen und damit eine leistungsfähige soziale Infrastruktur im Raum Darmstadt zu sichern.
Der Zuwendungsempfänger ist gemäß seiner Satzung bzw. des für ihn geltenden Gesellschaftsvertrages im Bereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt tätig.
§ 1 Vertragsgegenstand
Mit der Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen (im folgenden Rahmenvereinbarung Kommunalisierung) vom 14.12.2004 haben das Land Hessen, der Hess. Landkreistag, der Hess. Städtetag, der Landeswohlfahrtsverband Hessen und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen) die Strukturierung und Kommunalisierung sozialer Hilfen in Hessen vereinbart. Die Gebiets-körperschaft Wissenschaftsstadt Darmstadt ist der Rahmenvereinbarung Kommunalisierung mit Erklärung vom 27.01.2005 beigetreten. Darauf beruhend wurde zwischen dem Land Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) und der Gebietskörperschaft Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Zielvereinbarung über die Verwendung des örtlichen Budgets gemäß § 3 und über die Verwendung der Mittel des LWV Hessen gemäß § 9 der oben genannten Rahmenvereinbarung mit Datum vom 15.09.2006 vereinbart.
Gegenstand des Zuwendungsvertrags ist die Förderung des Paritätischen Betreuungsvereins Darmstadt e.V. gemäß
FORMULARKONTROLLFELD § 17 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 2 Satz 2 SGB II
FORMULARKONTROLLFELD § 74 SGB VIII,
FORMULARKONTROLLFELD der Zielvereinbarung zwischen dem Land Hessen und der
Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 15.09.06 in dem Bereich Gesundheitsvorsorge
Zielsetzung des Vereins ist die menschenwürdige Betreuung, Begleitung und Aktivierung chronisch kranker, behinderter und alter Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung, ihre Rechtsgeschäfte nicht mehr selbstständig erledigen können. Der Verein wird hier tätig auf der Rechtsgrundlage der §§1896 ff BGB.
Die Leistungsbeschreibung und das Kalkulationsblatt sind als Anlage 1 und Anlage 2
Bestandteile des Zuwendungsvertrags.
Durch die Zuwendung werden keine Leistungen abgegolten, die zugleich Gegenstand von
Vereinbarungen nach § 17 Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 2 Satz 2 SGB II, §§ 78a ff SGB
VIII oder §§ 75 ff SGB XII darstellen.
§ 2 Art und Umfang der Zuwendung
Der Zuwendungsgeber fördert die in § 1 genannten Hilfeangebote des Zuwendungs-empfängers im Rahmen der
FORMULARKONTROLLFELD Projektförderung
FORMULARKONTROLLFELD Institutionellen Förderung.
(2) Die oben genannte Förderung erfolgt als
FORMULARKONTROLLFELD Teilfinanzierung als
FORMULARKONTROLLFELD Anteilsfinanzierung
FORMULARKONTROLLFELD Festbetragsfinanzierung
FORMULARKONTROLLFELD Fehlbedarfsfinanzierung
FORMULARKONTROLLFELD Vollfinanzierung .
§ 3 Personelle und sächliche Ausstattung
Die Anforderungen an die personelle und sächliche Ausstattung der von § 1 umfassten Tätigkeiten richten sich nach der Leistungsbeschreibung und dem Kalkulationsblatt.
§ 4 Finanzierung
Der Zuwendungsempfänger erhält für den in § 1 vereinbarten Vertragsgegenstand eine jährliche Zuwendung in Höhe von 24 652,00 Euro.
Die genannte Gesamtsumme der Zuwendung setzt sich derzeit wie folgt zusammen:
Land Hessen: 12 652,00 Euro
Wissenschaftsstadt Darmstadt 12 000,00 Euro
Der Zuwendungsempfänger setzt für den Vertragsgegenstand Eigenmittel ein.
(4) Die Zuwendung dient dem Ausgleich von:
Personalkosten für Mitarbeiter/innen gemäß § 3 in Verbindung mit der Leistungsbeschreibung
Sachkosten
Personalkosten und Sachkosten sind gegenseitig deckungsfähig und dem Zuwendungsgeber anzuzeigen.
§ 5 Auszahlung
Der Zuwendungsempfänger erhält den jährlichen Zuwendungsbetrag in vier gleichen Teilbeträgen, jeweils am 15.2., 15.5., 15.8. und 15.11. des Jahres. Abweichende Auszahlungstermine sind möglich.
§ 6 Berichtspflichten und Prüfungsrechte
(1) Jeweils zum 31.03. des Jahres legt der Zuwendungsempfänger für das abgelaufene Jahr einen
Verwendungsnachweis über die nach § 4 Abs. 2 verwendeten Mittel vor.
Der Verwendungsnachweis besteht aus:
einem Bericht über den Erfolg der geförderten Maßnahme (Sachbericht)
einer gegliederten Abrechnung.
Die Originalbelege mit Nachweis der Zahlungen (Kontoauszügen) sind auf Verlangen vorzulegen.
Die nicht in einem Haushaltsjahr verbrauchten Zuwendungen können nach vorheriger
schriftlicher Anzeige an den Zuwendungsgeber auf das Folgejahr übertragen werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Förderung des folgenden Jahres hat. Eine Übertragung der nicht verbrauchten Mittel in die Folgejahre kann nur nach Zustimmung des Zuwendungsgebers erfolgen. Dabei wird in der Regel eine Übertragung nur bis zur Höhe von 20 % der Ausgaben (Liquiditätsreserve) möglich sein. Höhere Übertragungen sind im Einzelfall besonders zu begründen und bedürfen der Zustimmung des Stadtkämmerers.
Der Verwendungsnachweis wird vom zuständigen Fachamt und dem Revisionsamt der
Wissenschaftsstadt Darmstadt geprüft. Diese Ämter können die Vorlage weiterer Unterlagen (auch über den Vermögensstand) verlangen und auch eine Prüfung in den Räumen des Zuschussempfängers vornehmen.
Dem Präsidenten des Hessischen Rechnungshofes überörtliche Prüfung stehen die Rechte aus dem Gesetz zur Regelung der überörtlichen Prüfung kommunaler Körperschaften in Hessen (ÜPKKG vom 22.12.1993 Gesetz und Verordnungsblatt (GVBl) I, Seite 708 ff. insbesondere § 5 Abs. 2-4) zu.
(4) Die Stadt behält sich vor, die bereits gewährte Zuwendung zurückzufordern, wenn:
der Verwendungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt oder nicht rechtzeitig vorgelegt wird,
die Zuwendung nicht oder nicht in voller Höhe (z. B. wegen Reduzierung der Gesamtausgaben gegenüber der Planung), nicht alsbald nach ihrer Erbringung oder nicht mehr für den vertraglich festgelegten Verwendungszweck verwendet wird,
die Liquiditätsreserve des Zuwendungsempfängers ohne vorherige Genehmigung des Zuwendungsgebers am Ende eines Jahres 20 % der Ausgaben ggf. zuzüglich der steuerlichen Absetzung für Abnutzung übersteigt. Sollte die Liquiditätsreserve die vorbezeichnete Grenze übersteigen, ist die Zuwendung in Höhe des Betrages zu erstatten, der zur Absenkung auf diese Grenze erforderlich ist.
(5) Der Zuwendungsempfänger hat die Originalbelege für die Dauer von fünf (5) Jahren nach
Abschluss der Prüfung aufzuheben.
§ 7 Informationspflicht/Vertragsanpassung
Die Vertragsparteien verpflichten sich zur gegenseitigen Information über alle Veränderungen,
die von grundsätzlicher Bedeutung sind. Sie besteht insbesondere, wenn sich wesentliche
personelle oder eine wesentliche inhaltliche Veränderung des Arbeitsfeldes angezeigt ist oder sich wesentliche Veränderungen gegenüber dem vorgelegten Kostenplan abzeichnen.
Sofern im Laufe der Vertragslaufzeit Entwicklungen eintreten, in deren Folge die Zuwendung
nach § 4 zur Abdeckung der anteiligen / vollständigen Personal- und Sachkosten im geförderten Bereich nicht ausreichen, ist der Zuwendungsempfänger berechtigt, die in § 1 umfassten Tätigkeiten entsprechend anzupassen.
Dies ist unter anderem der Fall, sofern die bei einer Teilfinanzierung des Vertragsgegenstandes eingesetzten Eigen- oder Drittmittel zur Finanzierung nicht ausreichen. Der Zuwendungsempfänger hat vor der Anpassung unverzüglich Gespräche mit dem Zuwendungsgeber einzuleiten.
§ 8 Kommunale Planung
Der unter § 1 vereinbarte Vertragsgegenstand ist Bestandteil der im Rahmen der kommunalen Sozialplanung verabredeten Hilfeangebote.
Die Vertragsparteien verpflichten sich, im Rahmen der kommunalen Sozialplanung nach § 5 der Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen über den Stand der Entwicklung ihrer geförderten Arbeit zu informieren, sich auszutauschen und zur Weiterentwicklung beizutragen.
Die Vertragsparteien entwickeln unter Berücksichtigung der aktuellen Zielvereinbarung eine einheitliche Dokumentation, Evaluation und ein einheitliches Berichtswesen.
§ 9 Vertragsdauer und Kündigung
Der Vertrag tritt rückwirkend zum 01.01.2006 in Kraft.
Er kann mit einer Frist von 12 Monaten zum 31.12. des darauf folgenden Jahres ordentlich gekündigt werden; erstmals zum 31.12.2008.
Das Recht der Vertragsparteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Vor Ausspruch einer ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung sind zwischen den Vertragsparteien Gespräche zu führen und die Möglichkeiten einer Vertragsfortführung oder anpassung zu erörtern.
§ 10 Sonstiges und Schlussbestimmungen
Der Zuwendungsempfänger weist bei seiner Öffentlichkeitsarbeit, die im Rahmen des Zuwendungszweckes erfolgt, auf die Förderung durch das Land Hessen bzw. den Landeswohlfahrtsverband und die Kommune in entsprechender Form hin. Über Öffentlichkeitstermine im Rahmen des Förderungszweckes nach § 1, informiert der Zuwendungsempfänger vorab die Kommune.
Änderungen dieses Vertrages, insbesondere ergänzende Vereinbarungen bedürfen der Schriftform.
Auf diesen Vertrag finden ergänzend die Vorschriften der §§ 53 ff SGB X Anwendung.
Eine etwaige Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berührt seine Rechtswirksamkeit im Übrigen nicht.
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Zuwendungsempfänger Zuwendungsgeber
Darmstadt, den
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Zuwendungsgeber
Anlagen:
Anlage 1: Leistungsbeschreibung
Anlage 2: Kalkulationsblatt
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SEITE 5
SEITE 6
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Name : PARITÄTISCHER BETREUUNGSVEREIN DARMSTADT e. V.
Anschrift : Poststrasse 9, 64293 Darmstadt, Tel: 06151- 85 15 92
Rechtsform : Betreuungsverein e. V.
Ausgaben
1. PersonalStellen HöhePädagogische Arbeit1,6
76.781,00LeitungVerwaltung0,266.120,00Reinigung und technische Dienste---0,00Honorarmitarbeiter---0,00Sonstige Personalausgaben---0,00SUMME82.901,002. SachkostenHöheMiete / Pacht / Darlehn mit Umlagen und Nebenkosten4.730,00Unterhaltung, Instandhaltung, Reparatur, Neuanschaffungen2.400,00Supervision / Fortbildung1.100,00Öffentlichkeitsarbeit700,00Verwaltungskosten (Telefon, Büromaterial etc.)6.900,00Abschreibungen, Zinsen250,00SUMME16.080,00SUMME Ausgaben98.981,00
II. Einnahmen
ArtenHöheFremdmittel0,00Stadt Darmstadt12.000,00andere Kommunen0,00sonstige12.652,00Eigenmittel72.329,00Mitgliedsbeiträge0,00Stiftungen, Spenden, Bußgelder etc.500,00andere1.500,00SUMME Einnahmen98.981,00
in Vollzeitäquivalenten zu 38,5 Std. / Woche
Bruttolohnkosten + Arbeitgeberanteil SV
incl. Fahrtkosten zu Fortbildung etc.
Sozial- und Jugendhilfeplanung 10/06
Herr Emanuel
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2007/0049
3901 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 08.02.2007 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat V Dezernat I Dezernat II Revisionsamt Rechtsamt Amt: Sozialverwaltung an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Tagesordnung: I II Verteiler: Vorlage-Nr. 2007/0049 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Neustrukturierung und Ko mmunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen hier: Zuwendungsvertrag mit dem Paritätischen Betreuungsverein Darmstadt e. V. Vorlage vom: 24.01.2007 Beschlussvorschlag: Der Magistrat stimmt der Unterzeichnung des beiliegenden Zuwendungsvertrages (inkl. Leistungsbeschreibung und Kalkulationsblatt) mit dem Paritätischen Betreuungsverein Darmstadt e. V. zu. Anlagen: Kalkulationsblatt Leistungsbeschreibung Zuwendungsvertrag Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 24. Januar 2007: Nach Abschluss eines erfolgreichen Modellversuches zur Neustrukturierung sozialer Hilfen in Hessen, führten intensive Verhandlungen zwischen dem Hessischen Städtetag, dem Hessischen Landkreistag, der Liga der freien Wohlfahrtsverbände in Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen und dem Hessischen Sozialministerium zu dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung die die Grundsätze der „Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen“ hessenweit übertragen soll. Dieser Rahmenvereinbarung haben sich nach und nach sämtliche hessische kreisfreie Städte und Landkreise angeschlossen. Am 27. Januar 2005 wurde vom damaligen Oberbürgermeister Benz die Beitrittserklärung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Am 15. September 2006 unterschrieb Oberbürgermeister Walter Hoffmann die Zielvereinbarung zwischen dem Land Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt über die Verwendung des örtlichen Budgets gemäß § 3 und über die Verwendung der Mittel des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen gemäß § 9 der oben genannten Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen. Der Magistrat hat die Vorgänge mit Vorlage 264 am 26.April 2006 zur Kenntnis genommen und gleichzeitig die weitere Vorgehensweise beschlossen. Die Magistratsvorlage lag der Stadtverordnetenversammlung am 2. Mai 2006 zur Kenntnisnahme vor. Die Rahmenvereinbarung sieht im § 6 vor, Zuwendungsverträge mit den Anbietern sozialer Hilfen in ihren Zuständigkeiten abzuschließen. Der Paritätische Betreuungsverein Darmstadt e. V. ist in der Zielvereinbarung dem Ziel „Stärkung des Gemeinwesens“ zugeordnet. Für diesen Förderzweck werden mit diesem Vertrag sowohl der bislang über das Land Hessen ausgezahlte Zuschuss in Höhe von 12.652,00 Euro als auch die Zuwendung der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Höhe von 12.000,00 Euro zur institutionellen Förderung als Festbetragsfinanzierung geregelt. Der im Zuwendungsvertrag genannte Zuschuss von 12.652,00 Euro wird vom Land Hessen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen eines Gesamtbudgets zur Verfügung gestellt. Der Vertrag wurde vom Rechtsamt sowie vom Revisionsamt geprüft. Die in der Anlage beigefügte Leistungsbeschreibung lag der stadtinternen „AG Kommunalisierung“ vor und wurde von der Sozial- und Jugendhilfeplanung als „den Standards entsprechend“ bewertet. Darmstadt, 24. Januar 2007 dr-gö, Nst.: 32 73 Dezernat I Dezernat II Dezernat V Walter Hoffmann Wolfgang Glenz Jochen Partsch Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtrat Anlage Zuwendungsvertrag Kalkulationsblatt
anlage 2
13920 Zeichen
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Anlage zum Zuwendungsvertrag über Förderung sozialer Hilfen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Leistungsbeschreibung des Paritätischen Betreuungsvereins Darmstadt e.V.
Ziele und Grundlagen
Anlass für die Vereinsgründung im Jahr 1992 bildete der Wunsch der Gründungsmitglieder - allesamt Vertreter und Vertreterinnen Darmstädter sozialer Organisationen - nach einer menschenwürdigen, aktivierenden und sachgerechten Umsetzung des damals neu eingeführten Betreuungsrechts.
Zielsetzung des Vereins ist die menschenwürdige Betreuung, Begleitung und Aktivierung chronisch kranker, behinderter und alter Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung, ihre Rechtsgeschäfte nicht mehr selbständig erledigen können. Der Verein wird hier tätig auf der Rechtsgrundlage der §§ 1896 ff. BGB.
Weiterhin ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamtes Ziel des Vereins. Gemäß § 1908 f. BGB setzt er sich planmäßig für die Gewinnung, Fortbildung und Beratung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer ein.
Art des Hilfeangebots
Führen gesetzlicher Betreuungen nach dem Betreuungsgesetz (§ 1901 BGB)
Querschnittsaufgaben (§1908 f. BGB)
Beratung und Information zu Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen gemäß 1. Be-treuungsänderungsgesetz vom 1.01.1999 in Verbindung mit dem 2. Betreuungsänderungs-gesetzes vom 1.07.2005.
Personenkreis
Das Angebot der gesetzlichen Betreuung richtet sich an Menschen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderungen bzw. aufgrund von Altersbeeinträchtigungen ihre Rechtsgeschäfte ganz oder teilweise nicht bzw. nicht mehr eigenständig erledigen können.
Das Angebot der Querschnittsaufgaben richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die eine Betreuung auf ehrenamtlicher Basis führen oder zukünftig führen möchten.
Das Angebot der Beratung zu Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die mit einer vertraglichen Regelung Vorsorge für den Fall des Eintritts der Nichteinwilligungsfähigkeit aufgrund von Krankheit, Behinderung und/oder Alter treffen möchten.
Leistungskatalog
Führen von Vereinsbetreuungen mit folgenden Aufgabenkreisen
Gesundheitsfürsorge
Vermögenssorge
Aufenthaltsbestimmung
Vertretung gegenüber Behörden
Wohnungsangelegenheiten
Postangelegenheiten
Querschnittsaufgaben
Gewinnung, Schulung und Beratung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer.
Offenes Angebot als Anlauf-, Beratungs- und Informationsstelle für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer
Information und Schulung von MultiplikatorInnen über Rechtsgrundlagen des Betreuungsgesetzes und bei Änderungen der gesetzlichen Regelungen.
Beratung zu Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen.
Leistungsbeschreibungen
5.a. Führen von Vereinsbetreuungen mit unterschiedlichen Aufgabenkreisen
Besorgung aller rechtlichen Vertretungsangelegenheiten des genannten Personenkreises analog zu den bestellten Aufgabenkreisen.
Beziehungsarbeit: Persönliche Beziehungen zu den Betreuten aufbauen und pflegen als Handlungsbasis zur Umsetzung der gesetzlichen Betreuungsaufgaben.
Ermittlung des Hilfebedarfs über Einzelgespräche mit den Betreuten, sowie über
Persönliche und telefonische Gespräche und Kontakte mit der Betreuungsstelle der Stadt Darmstadt und dem Amtsgericht Darmstadt
Persönliche und telefonische Gespräche und Kontakte zu Facharztpraxen, Ämtern, Behörden, Kliniken, Ambulanten Pflegediensten, Banken, Wohnungsbaugesellschaften, sozialen Einrichtungen.
- Persönliche und telefonische Gespräche und Kontakte mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn und weiteren Personen des direkten, persönlichen Umfelds der Betreuten.
Erledigung des Schriftverkehrs der Betreuten.
Entgegennehmen, Öffnen und Beantworten des Postverkehrs.
Organisation kranken- und altenpflegerischer Dienstleistungen, hauswirtschaftlicher und anderer Alltagshilfen,
Organisation und Einleiten von Schuldnerberatung, Rechtsberatung und Beratung über soziale Sicherungssysteme.
5.b. Querschnittsaufgaben
Gewinnung, Schulung und Beratung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer.
Einzelangebote des Paritätischen Betreuungsvereins:
Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltungen in Eigenregie und mit kooperierenden Einrichtungen, wie Volkshochschule, Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Hausfrauenbund, Landfrauen, Deutsches Sozialwerk und viele andere.
Persönliche und telefonische Einzelberatung und Gruppenberatung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer zu Fragen ihrer Betreuung.
Einführung der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer in ihre Aufgabe durch Schulungsangebote, Seminare, schriftlichen Informationsdienst.
Organisation und Durchführung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für ehrenamtliche Betreuer/innen.
Offenes Angebot als Anlauf- , Beratungs- und Informationsstelle für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer
Persönliche und telefonische Einzelberatung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer zu allen Fragen rund um ihre Betreuung.
Hilfe bei Krisensituationen.
Information und Schulung von MultiplikatorInnen über Rechtsgrundlagen des Betreuungsgesetzes und bei Änderungen der gesetzlichen Regelungen
Halb-, ein- oder mehrtägige Schulungen für MitarbeiterInnen von sozialen Organisationen zu allen Themen über Gesetzliche Betreuungen.
Gemeinsame Angebote in Vernetzung mit anderen ortsansässigen Betreuungsvereinen (Caritas, Diakonie, Parität), der Stadt Darmstadt und dem Amtsgericht:
Organisation und Durchführung von sechsteiligem Fortbildungsangebot für ehrenamtliche BetreuerInnen
Organisation von Veranstaltungen für Interessierte und gesetzliche, ehrenamtliche BetreuerInnen; insbesondere Stammtischangebote zu Themenkreisen der gesetzlichen Betreuung.
5.c. Beratungen zu Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
Einzelberatungen von Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern zu den Möglichkeiten Vorsorge für den Fall der Nichteinwilligungsfähigkeit durch Krankheit, Behinderung und/oder Alter zu treffen.
Gruppenberatungen zu o.g. Themenkomplex.
Beratungen von sozialen Organisationen und anderen Institutionen.
Statistische Daten aus dem Jahr 2005
Einzelangebote des Paritätischen Betreuungsvereins:
Gesetzliche Betreuungen:49 Personen
Beratungen ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer: 63 Personen
Beratung und Fortbildung zu Gesetzlicher Betreuung von Institutionen: 13 Personen
Beratungen zu Vorsorgevollmachten etc. von 11 Institutionen: 19 Personen
Sonstige Beratungen und von an der Übernahme an Betreuungen Interessierten: 18 Personen
Einzelberatungen zu Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung: 88 Personen
Informationsveranstaltungen zu Vorsorgevollmacht, Generalvollmachten und Betreuungsverfügung: 6 mit insgesamt 72 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Gemeinsame Angebote in Vernetzung mit anderen ortsansässigen Betreuungsvereinen (Caritas, Diakonie, Parität), der Stadt Darmstadt und dem Amtsgericht:
Sechsteilige Fortbildungsveranstaltung für am Amt Interessierte oder tätige ehrenamtliche BetreuerInnen: 17 Personen
Stammtischveranstaltungen für Interessiert und tätige ehrenamtliche, gesetzliche BetreuerInnen:
89 Personen.
Darmstadt, Dezember 2006
Die Richtigkeit der Angaben wird ausdrücklich versichert.
________________________________
Dr. Rainer Klink
Vorsitzender Paritätischer Betreuungsverein Darmstadt e.V.
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Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0049
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 24.01.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00