Mandari Insight

2687/2017

"Nachhaltige Entwicklung sichern" als Querschnittsaufgabe

Mitteilung Hauptausschuss 11.09.2017

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 11.09.2017, TOP 2.1.3

Mitteilung Hauptausschuss

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Hauptausschuss

4635 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
OB/OB 
 
11.09.2017 
Vorlagen-Nummer 
 2687/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Hauptausschuss 11.09.2017 
 
"Nachhaltige Entwicklung sichern" als Querschnittsaufgabe 
Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 7. April 2011 die Verwaltung beauftragt, eine „umfas-
sende Strategie zur Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe zu entwickeln und im täglichen Verwal-
tungshandeln umzusetzen“ (AN/0697/2011). Am 14. Februar 2012 erfolgte ein Sachstandsbericht der 
Verwaltung in Form einer Beantwortung der Anfrage der CDU-Fraktion (AN/0171/2012).  
 
Die vorliegende Mitteilung berichtet über die weiteren Entwicklungen und den aktuellen Stand. 
 
Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene 
Im Jahr 1992 gaben die Vereinten Nationen mit dem Aktionsprogramm „Agenda 21“ soziale, ökologi-
sche und ökonomische Handlungsempfehlungen für das 21. Jahrhundert. Im März 1998 erfolgte der 
erste Ratsbeschluss zur Aufstellung einer „Kölner Agenda 21“. Seitdem arbeiten Stadtgesellschaft, 
Politik und Verwaltung an einer nachhaltigen Stadtentwicklung. 
 
Im September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen mit der „Agenda 2030“ erstmals allge-
mein gültige globale Nachhaltigkeitsziele – die Sustainable Development Goals (SDG). Als Bezugs-
rahmen waren sie auch in Deutschland zentrale Grundlage für die Fortschreibung der nationalen 
Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sowie der Landesnachhaltigkeitsstrategie Nordrhein-
Westfalens. 
 
Daraus ableitend entwickeln nordrhein-westfälische Kommunen im Modellversuch „Global Nachhalti-
ge Kommune NRW“ Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung. Sie definieren Bezüge zur 
nationalen Nachhaltigkeitsstrategie sowie zur Landesnachhaltigkeitsstrategie Nordrhein-Westfalens. 
Ziel ist ein systematischer Beitrag zur „Agenda 2030“. Die Landesarbeitsgemeinschaft 21 NRW e.V. 
setzt das Projekt in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von ENGAGE-
MENT GLOBAL gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und 
Entwicklung um. Sie berät und begleitet die Kommunen in Einzelberatungen, Workshops und Vernet-
zungsveranstaltungen. 
 
Nachhaltigkeit als strategisches Leitziel 
Auch die Verwaltung der Stadt Köln beteiligt sich an dem Modellversuch und steht hierbei im regel-
mäßigen Austausch mit dem Kölner Bündnis für kommunale Nachhaltigkeit. Absicht der Projektteil-
nahme ist es, Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe zu etablieren und im täglichen Verwaltungs-
handeln umzusetzen.  
 
Von besonderer Bedeutung ist, dass der Nachhaltigkeitsansatz einen zentralen Bestandteil der fol-

2 
 
genden Projekte ausmacht: 
 Entwicklung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ (geplante Verabschiedung Ende 
2019) 
 Entwicklung verbindlicher Leitlinien zur Bürgerbeteiligung (geplante Verabschiedung Frühjahr 
2018) 
 #wirfürdiestadt – Verwaltungsreform der Stadt Köln (Laufzeit bis 2022) 
 Ausformung des Wirkungsorientierten Haushalts im Sinne der Nachhaltigkeit 
 
Alle Projekte sollen eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Köln sicherstellen. 
 
Monitoring und Steuerung von Nachhaltigkeit 
Nachhaltiges Handeln und nachhaltige Entwicklung lassen sich grundsätzlich beobachten und mes-
sen. Kennzahlen und Indikatoren geben Auskunft über die Höhe des kommunalen Beitrags zu den 
globalen Nachhaltigkeitszielen sowie über die Erreichung kommunaler Ziele für nachhaltige Entwick-
lung. Es ist das Ziel, unter Einbeziehung überörtlich entwickelter Indikatorensets sowie der Nachhal-
tigkeitsindikatoren zum Leitbild Köln 2020 ein qualifiziertes Monitoringsystem für Köln einzuführen. 
 
Nachhaltigkeit bedeutet Zukunftsfähigkeit 
Zielt das Handeln von Politik und Verwaltung auf eine nachhaltige Entwicklung, müssen ihre Leitbil-
der, Ziele, Strategien, Projekte und Maßnahmen soziale Gerechtigkeit, ökonomische Vernunft und 
ökologische Verantwortung miteinander verbinden. Aus Sicht der Verwaltung muss Nachhaltigkeit 
daher in allen Handlungsfeldern der „Kölner Perspektiven 2030“ als strategisches Leitziel mitgedacht 
werden. Letztendlich wird sich jede Maßnahme nach ihren ökologischen, ökonomischen und sozialen 
Folgen und Nebenwirkungen bewerten lassen müssen: Welche Auswirkungen hat eine Maßnahme 
auf die Kölnerinnen und Kölner, auf die Menschen in anderen Teilen der Erde, auf unseren Planeten 
und auf die zukünftigen Generationen? Dies stellt nicht nur Zukunftsfähigkeit sicher, sondern trägt 
auch der globalen Verantwortung Rechnung und kann zudem Erfolgsfaktor sein, etwa als Qualitätssi-
cherung oder Wettbewerbsvorteil. 
 
 
gez. Reker

Beratungsverlauf (1)

11.09.2017 Hauptausschuss
TOP 2.1.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2687/2017
Typ
Mitteilung Hauptausschuss
Datum
11.09.2017
Erstellt
30.08.2017 09:15