AN/0030/2023
Kinderkliniken am Limit – Entlastung dringend notwendig!
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
4623 Zeichen
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Köln FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Dr. Ralf Unna An Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.01.2023 AN/0030/2023 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Gesundheitsausschuss 24.01.2023 Kinderkliniken am Limit – Entlastung dringend notwendig! Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Gesundheitsaus- schusses am 24.01.2023 zu setzen: Beschluss: 1. Die Stadt Köln setzt sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegenüber Land und Bund dafür ein, dass die Kinderkliniken finanziell entlastet werden. Dafür müssen so schnell wie möglich die Vorhaltekosten vom DRG-System getrennt werden. Die Finanzie- rung von Personal, Räumlichkeiten und auch Energiekosten kann nur so nachhaltig gesi- chert werden. Die aktuellen Gesetzesinitiativen auf Bundesebene werden von der Stadt Köln begrüßt. 2. Die Stadt Köln kontaktiert zusammen mit den Kliniken Köln andere Krankenhäuser mit Kinderkrankenversorgung in der Region, um mögliche Synergieeffekte auszuloten. Es sol- len gemeinsame Problemstellungen und Zielsetzungen erfasst werden, um in Zusam- menarbeit mit anderen kommunalen Trägern gegenüber Land und Bund Verbesserungen durchzusetzen. 3. Die Stadt Köln setzt für verbesserte Ausbildungsbedingungen in der Kinderkrankenpflege ein: Es werden mehr Ausbildungsplätze, bessere Aufstiegs - und Entwicklungschancen durch spezialisierte Ausbildungsangebote angestrebt. 4. Die Stadt Köln setzt sich auf allen politischen Ebenen dafür ein, dass von der Regelung zur Ausbildungsduldung auch Ausbildungsgänge mit einer Dauer von weniger als zwei Jahren erfasst werden, z. B. Ausbildungen zur Pflegehelfer*in. - 2 - Begründung: Die Engpässe an Kinderkliniken sorgen in Köln für erhebliche Belastungen. Betroffen sind sowohl die Normal- als auch die Intensivstationen. Der Fachkräftemangel, durch die Corona- Pandemie noch einmal angestiegen, trifft dabei auf eine Welle diverser Atemwegserkran- kungen von Kindern und Jugendlichen und zwar durch RSV und Influenza sowie durch Coronaviren. Eine wohnortnahe Versorgung gilt inzwischen als nicht mehr gewährleistet. Kranke Kinder warten teilweise über Stunden in den Aufnahmen von Einrichtungen. Mitar- beiter*innen telefonieren Kliniken im Umfeld ab, um junge Patient*innen weitervermitteln zu können. In einem Fall, der im Kölner Stadt-Anzeiger erwähnt wird, führte erst der Anruf beim 23. abgefragten Haus zu einer positiven Rückmeldung für die Weiterverteilung. Chro- nisch kranke Kinder, die oft darauf angewiesen sind, mit detaillierter Kenntnis ihres Falles behandelt zu werden, werden nun in andere Häuser verlegt, wodurch ihre Versorgungsquali- tät sinkt. Die Personaluntergrenzen, eigentlich per Verordnung zur Absicherung und Entlas- tung der immer stärker in Anspruch genommenen Belegschaft eingeführt, werden in einigen Häusern längst wieder unterschritten. Das ist in allen Kölner Krankenhäusern mit pädiatri- schen Abteilungen aktuell der Fall. Seit Verabschiedung des Pflegeberufsreformgesetzes von 2017, in dem die Ausbildung der Krankenpflege reformiert und ein getrennter Ausbildungsweg Kinderkrankenpflege abge- schafft worden war, hatte es Diskussionen um die Auswirkungen auf die Zahl einsatzfähiger Kinderkrankenpflegekräfte gegeben. Die Zahl der Krankenpflegeschulen, die überhaupt noch die Spezialisierung der Auszubildenden in den Bereich der Kinderkrankenpflege anbieten, ist deutlich gesunken. In ganz NRW ging seit 2018 die Zahl der Betten in den Abteilungen Kin- derkardiologie, Neonatologie und Kinderchirurgie um 5,5 Prozent zurück. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren im Land war im selben Zeitraum jedoch um 2,6 Prozent gestiegen. Schon in der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage von Grünen, CDU und Volt vom 05.10.2021 zur Zukunft in der Kinderkrankenpflege (3236/2021) hatte es geheißen: „Insbe- sondere die Versorgung schwerst- und lebensverkürzend erkrankter Kinder wird ernsthaft in Gefahr sein, sollte es nicht gelingen, zusätzliche Pfleger*innen zu rekrutieren.“ Diese Situati- on ist nun trotz aller Warnungen eingetreten. Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann gez. Michael Weisenstein SPD-Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE-Fraktionsgeschäftsführer gez. Ulrich Breite FDP-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0030/2023
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
- Datum
- 12.01.2023
- Erstellt
- 12.01.2023 12:10