V/0641/2016
Verkehrszählung Heroldstraße "A-W/0021/2016 Antrag der CDU-Fraktion vom 08.03.2016"
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Berichtsvorlage
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V/0641/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Verkehrszählung Heroldstraße "A-W/0021/2016 Antrag der CDU-Fraktion vom 08.03.2016" Beratungsfolge 01.09.2016 Bezirksvertretung Münster-West Bericht Bericht: Mit dem Antrag A -W/0021/2016 der CDU -Fraktion vom 08.03.2016 „Verkehrszählung H erold- straße“ (Anlage) wurde die Verwaltung aufgefordert, eine Verkehrszählung auf der Heroldstraße zwischen Waldsiedlung und Ka ppenberger Damm durchzuführen. Diese Daten sollen mit den Ist-/Prognosezahlen aus der Vergangenheit verglichen werden. Im Mai 2016 hat die Verwaltung unter anderem den Knotenpunkt Heroldstraße/Waldweg und den Knotenpunkt Heroldstraße/Kappenberger Damm erhoben. Die Verkehrszählungen fanden zu den Spitzenstunden 07:00 Uhr bis 08:00 Uhr und 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. In diesen zwe i Stun- den wurde die Heroldstraße südlich des Waldweges von insgesamt 811 Kfz und nördlich des Kappenberger Dammes von 772 Kfz befahren. Da der Knotenpunkt Heroldstraße/Kappenberger Damm ein Knotenpunkt im Hauptverkehrsstraßennetz ist, wurde er in den verg angenen Jahren regelmäßig erfasst. Die folgende Tabelle zeigt die Verkehrsentwicklung der Heroldstraße seit 1994. Heroldstraße zwischen Waldweg und Kappenberger Damm - Entwicklung der Querschnittsbelastung Kfz/2h SV/2h Kfz/2h SV/2h Kfz/2h SV/2h Kfz/2h SV/2h Kfz/2h SV/2h 999 50 914 37 803 26 1.056 44 772 47 * Die Verkehrserhebung erfolgte kurz vor der Eröffnung des Autobahnanschlusses Münster-Hiltrup Kfz/2h Kraftfahrzeuge zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr sowie zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr SV/2h Schwerverkehr (Lastkraftwagen, Lastzüge und Busse über 3,5 t) zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr sowie zwischen 16:00 Uhr und 17:00 Uhr 1994 1999 2005 2014* 2016 Von 1994 bis zum Jahr 2005 haben die Verkehrsbelastungen im südlichen Abschnitt der Herol d- straße stetig abgenommen. Dies gilt sowohl für den Kfz-Verkehr als auch für den Schwerverkehr. Diese Entwicklung ist trotz steigender Einwohnerzahlen insbesondere auf die konsequente Fö r- derung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel zurückzuführen (ÖPNV -Förderprogramm Münster Vorlagen-Nr.: V/0641/2016 Auskunft erteilt: Herr Renkhoff Ruf: 492 61 52 E-Mail: Renkhoff@stadt-muenster.de Datum: 27.07.2016 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0641/2016 1991, Verkehrsbericht Münster 1993). Die Ergebnisse aus der Verkehrszählung 2014 zeigen, dass die Verkehrsbelastungen gegenüber den Verkehrsbelastungen aus dem Jahr 2005 deutlich angestiegen sind. Dies gilt im gleichen Maße für den Kfz-Verkehr als auch für den Schwerverkehr. Da diese Verkehrserhebung noch vor der Eröffnung des Autobahnanschlusses Münster-Hiltrup durchgeführt wurde, sind die Ursachen für den Belastungsanstieg der Heroldstraße in dem starken Einwohnerwachstum der Stadt Müns- ter zu finden. Im Stadtbezirk West ist die Bevö lkerung in den 15 Jahren von 1995 bis 2010 um 3.800 Einwohner angestiegen. In dem kurzen Zeitraum von 4 Jahren (2010 bis 2014) stieg die Einwohnerzahl um weitere 4.750 Einwohner auf über 60.100 Einwohner. Mit der Eröffnung des neuen Autobahnanschlusses M ünster-Hiltrup sind die prognostizierten Verkehrsverlagerungen eingetreten. Das Verkehrsgutachten zum Hansa Business Park ermittelte folgende Daten: Analyse 2005 4.900 Kfz/24h 330 SV/24h Prognose-Nullfall 6.000 Kfz/24h 410 SV/24h Prognose-Mitfall 5.200 Kfz/24h 350 SV/24h Aktuell hat sich folgendes Verkehrsaufkommen eingestellt: Analyse 2014 6.350 Kfz/24h 600 SV/24h Bestand 2016 4.650 Kfz/24h 600 SV/24h Die aktuellen Verkehrserhebungen belegen somit, dass durch den neuen Autobahnanschluss Münster-Hiltrup die Verkehrsbelastungen im Zuge der Heroldstraße spürbar abgenommen h a- ben. Im Laufe der nächsten Jahre werden sich weitere Firmen im Hansa Business Park ansiedeln und zusätzliche Verkehre auslösen. Diese zusätzlichen Verkehre führen wiederum dazu , dass lan g- fristig das Belastungsniveau der Heroldstraße wieder ansteigen wird. Allein der Schwerverkehr ist gegenüber den Prognosen angestiegen. Mit ca. 600 SV-Fahrten/24h liegt der Anteil aktuell bei 12,9 % (2014: 9,4 %). Dies liegt deutlich über den so nst üblichen SV- Anteilen von 5 bis 6 % im Stadtgebiet von Münster. Da dieser absolute Wert aber auch schon vor der Inbetriebnahme des Autobahnanschlusses gemessen wurde, besteht anscheinend kein d i- rekter Zusammenhang zwischen der Eröffnung des Autobahnansc hlusses und dem hohen Schwerverkehrsanteil. Fazit: Die Verkehrsbelastung insgesamt hat gegenüber 2014 deutlich abgenommen (von 6.350 Kfz/24h auf 4.650 Kfz/24h), wobei der Schwerverkehrsanteil zugenommen hat (von 9,4 % auf 12,9 %). Grundsätzlich handelt es sich jedoch bei der Heroldstraße um eine klassifizierte Kreisstraße mit der Funktion, alle Verkehrsarten ohne Einschränkungen aufzunehmen. Hierzu gehört natürlich auch der Schwerverkehr. Obwohl der relative SV -Anteil von 12,9 % hoch ausfällt, können die erhobenen 600 Fahrten im Schwerverkehr störungsfrei abgewickelt werden. Denn insgesamt liegen die Verkehrsbelastungen der Heroldstraße mit unter 5.000 Kfz/24h deutlich unter dem B e- lastungsniveau anderer Hauptverkehrsstraßen der Stadt Münster. In Vertretung Schultheiß Stadtdirektor 3 V/0641/2016 Anlage: Antrag A-W/0021/2016 der CDU-Fraktion vom 08.03.2016 „Verkehrszählung Heroldstraße“
Anlage
1281 Zeichen
CDU Bezirksvertretung Münster- West
An den
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster-West
Herrn Stephan Brinktrine
Pantaleonplatz 7
48161 Münster
A-W/0021/2016
Münster, 08.03.2016
Verkehrszählung Heroldstraße
Die Verwaltung führt eine Verkehrszählung zwischen Waldsiedlung und Kappenberger Damm
auf der Heroldstraße durch und vergleicht die Zahlen der Verkehrsbelastung mit den Ist- /
Prognosezahlen der Vergangenheit. Abweichungen sind darzustellen. Der LKW-Verkehr ist
gesondert nachzuweisen.
Begründung:
In der Antwort der Verwaltung vom 12.10.2007 auf eine Anfrage der CDU vom 07.08.2007
wurde mitgeteilt, dass sich die Verkehrsbelastung für die Heroldstraße in den letzten 14
Jahren nicht verändert habe.
Nach der Prognose sollten nach der Einweihung der BAB A1 – Abfahrt Amelsbüren/Hiltrup
der geänderte Verkehrsfluss zu einer Entlastung des innerstädtischen Straßennetzes führen,
die Verkehrsbelastungen im Zuge der Heroldstraße reduziert werden.
Gezeichnet:
Bernd Krekeler Thomas Lilge
Peter Wolfgarten Peter Hamann
Nils Schappler Christian Hinzmann
Markus von Diepenbroick-Grüter Christa Neugebauer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (3)
- Heroldstraße
- Kappenberger Damm
- Waldweg
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Details
- Aktenzeichen
- V/0641/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 28.07.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37