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2006/0439

Neugestaltung des Lichtenbergplatzes

Magistratsvorlage 05.07.2006

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2006/0439

4803 Zeichen

Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 
 
Magistratsvorlage 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
10.08.2006 
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat VI 
Amt: Stadtplanungsamt 
     zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
Magistrats-
beschlussfassung: 
Dezernat II 
Dezernat III 
 
Vorlage-Nr. 2006/0439 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
 
  
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 OBW zur Befassung 
     zur Kenntnis 
 zur Beschlussfassung 
 zur abschließenden Beschluss- 
 fassung Fachausschuss 
Internet  ja  nein 
 
Tagesordnung  I  II 
Verteiler: 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung 
Magistrat 
 
Betreff: Neugestaltung des Lichtenbergplatzes 
 
Vorlage vom: 05.07.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Dem Gestaltungskonzept für den Lichtenbergplatz wird zugestimmt. 
 
2. Das Straßenverkehrsamt wird beauftragt in Zusammenarbeit mit dem Hochbau- und 
Maschinenamt und dem Grünflächen- und Umweltamt die Ausbauplanung zu erstellen. 
 
 
Anlagen: - Gestaltungskonzept 
- Gestaltungskonzept Schnitte 
- Erläuterung 
- Kostenschätzung 
 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
Begründung zur Magistratsvorlage VI vom 05.07.2006 
 
 
Allgemeines 
Der Lichtenbergplatz, einer der kleineren Plätze im Martinsviertel, soll neu gestaltet werden. 
Unter Einbeziehung der Liebfrauenstraße soll ein platzübergreifendes Konzept erarbeitet 
werden, das die Überquerung der Liebfrauenstraße für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 
sicherer macht. In ihrer Sitzung am 20.Juni 2002 hat die Stadtverordnetenversammlung dem 
Antrag zugestimmt und das Dezernat VI mit der weiteren Veranlassung beauftragt.  
 
Anlass des Ausbaus 
Der Lichtenbergplatz wurde in den 80er Jahren auf Anregung einer Bewohnerinitiative 
provisorisch ausgebaut. Da sowohl die Platzoberflächen wie auch die Möblierung und die 
Spielgeräte auf dem Platz abgenutzt und teilweise desolat sind, ist eine umfassende 
Neugestaltung erforderlich.  
 
Konzept 
Die vielfältigen Anforderungen an den Lichtenbergplatz als Aufenthaltsort, Schulwegstation, 
Pkw- und Motorradparkplatz, als Standort von Papiercontainern und Trafostation sollen 
durch eine Neuordnung und Gestaltung besser in Einklang gebracht werden. Die 
platzprägenden 4 Platanen sollen erhalten bleiben. Es soll ein großzügiger Platz entstehen, 
der niveaugleich bis zu den Grundstücksgrenzen der Lichtenbergstraße geführt wird und sich 
in die Liebfrauenstraße erstreckt. Damit im südlichen Bereich ein weiterer geschützter 
Freiraum entstehen kann, soll die Trafostation verlagert werden und am neuen Standort in 
verkleinerter Größe (ca. L= 4,80 m x B= 2,50 m x H= 2,70 m) in Fertigteilbauweise neu 
aufgebaut werden. Mit einem offenem Pavillon, der auch Sitzmöglichkeiten und Tisch 
beinhaltet, soll die Trafostation überbaut werden, um die Aufenthaltsqualität auf dem Platz zu 
erhöhen. Zur besseren Sicherung der Fußgänger soll in der Liebfrauenstraße die Auffahrt 
auf den Platzbereich mit Rampen versehen werden. 
 
Beteiligung der Öffentlichkeit 
Das Planungskonzept wurde mehrfach mit der interessierten Öffentlichkeit erörtert und 
abgestimmt. 
Mit dem Schreiben vom 24.09.2004 wurde die von der Planung betroffene Bürgerschaft 
durch ein beiliegendes Faltblatt informiert und zu einer Erörterungsveranstaltung eingeladen. 
Diese Veranstaltung am 13.Oktober 2004 fand reges Interesse. Auf Wunsch der 
Anwesenden wurde ein Workshop angeboten, der am 8.12.2004 stattfand. Die wesentlichen 
Ergebnisse der beiden Veranstaltungen, wie die Verlagerung der Trafostation und die 
Ausweitung des Platzes in die Liebfrauenstraße hinein, wurden bei der weiteren Planung 
berücksichtigt. Nach der Überarbeitung der Planung fand eine weitere Abstimmung mit den 
städtischen Ämtern statt, deren Ergebnisse eingearbeitet wurden. Auch die Öffentlichkeit 
wurde erneut beteiligt. Mit Schreiben vom 23.11.2005 wurde der Bürgerschaft die Planung 
vorgestellt und zu einer Erörterungsveranstaltung am 08.12.2005 eingeladen. Bei diesem 
Termin wurde die Planung sehr positiv aufgenommen. 
 
Finanzierung  
Die Neugestaltung soll aus Sanierungsmitteln finanziert werden. Die benötigten Mittel stehen 
unter der Haushaltsstelle 02.6151001.960001 zur Verfügung. Die voraussichtlichen Kosten 
betragen zur Zeit 340.000,-- Euro. Mit der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19% 
werden die Kosten auf ca. 350.000,-- Euro ansteigen.

3 
... 
Weiteres Vorgehen 
 
Das Straßenverkehrsamt soll in Zusammenarbeit mit dem Hochbau- und Maschinenamt und 
dem Grünflächen- und Umweltamt den Ausbau durchführen. Der Ausbauentwurf ist den 
städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen. 
 
 
Dezernat II 
 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz 
Bürgermeister 
Dezernat III 
 
 
 
 
 
Klaus Feuchtinger 
Stadtrat 
Dezernat VI 
 
 
 
 
 
Dipl.- Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat 
 
 
 
Darmstadt, 05.07.2006 
61.1 ei-sm   Tel.: 36 45

anlage 2

373 Zeichen

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Ansicht A- A Sitzbänke, Rücken gemauert
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N Sitzmauer mit Holzauflage Schnitt
12,30 Ar
0,40

Ansicht B - B Sitzmauer

Gestaltungskonzept
Details

Neugestaltung des
Lichtenbergplatzes

Maßstab 1 : 100
Dezember 2005

Marit Hoffmann Billa

anlage 3

10565 Zeichen

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0þŽ+h**ûªž`"Q,¤Æ>@~“ûL0|£X,!,!û0>>****ÙLichtenbergplatz     		        		        Erläuterung
Gestaltungskonzept zur Neugestaltung 


Grundlage des vorliegenden Entwurfs für die Neugestaltung des Lichtenbergplatzes ist das im Faltblatt vom September 2004 vorgestellte Konzept A „Stadtplatz“. Die Beteiligung der Anwohnenden im Dezember 2004 ergab eine deutliche Präferenz für dieses Konzept. Die wesentlichen Merkmale des Konzeptes „Stadtplatz“ sind:

Bildung eines großzügigen offenen Platzes unter den vorhandenen Platanen, mit wassergebundener Decke und Sitzgelegenheiten, für vielfältige Nutzungen;
niveaugleiche Pflasterung der übrigen Platzfläche, sodass der Platz in seiner ganzen Breite erlebbar und nutzbar wird; Gestaltung und Ausweisung der Lichtenbergstraße im Platzbereich als verkehrsberuhigter Bereich;
Aufwertung des südlichen Platzbereichs durch Baumpflanzung;
geordnetes Parken (PKW und Motorräder) konzentriert an der Kaupstraße und in den Randzonen.

Die gemeinsam mit den Anwohnenden entwickelten Ziele und Anregungen wurden geprüft und konnten weitgehend in die Planung aufgenommen werden. Es handelt sich im Wesentlichen um die folgenden Punkte:

Die niveaugleich gepflasterte und verkehrsberuhigte Platzfläche wird um die Flächen der Liebfrauenstraße und Kaupstraße erweitert. Die Zufahrten auf den Platz erhalten Rampen. Dies dient insbesondere der Sicherung der Schulwegübergänge und der Verkehrsberuhigung der Liebfrauenstraße.
Das als besonders störend empfundene Gebäude der Trafostation wird ersetzt durch eine kleinere Anlage, die in einen offenen Pavillon mit überdachtem Sitzplatz integriert wird. Zu prüfen ist, ob die Nordwand der Trafostation transparent ausgebildet werden kann. 

Der Pavillon (offene Stahl-/Glas-Konstruktion) gliedert den langgestreckten Platz in einen nördlichen und einen südlichen Bereich. Im geschützteren südlichen Platzbereich entsteht ein attraktiver kleiner Platzraum mit Trinkbrunnen und Sitzgelegenheiten (Treffpunkt, „Schulwegstation“). Weitere Sitzgelegenheiten sind auf dem zentralen Platz unter den Platanen (Sitzmauer, Bänke) und unter dem Glasdach (Sitzgruppe) vorgesehen. 

Die unterschiedlichen Zonen des Platzes sind durch einheitliche Pflastergestaltung und vielfältige Übergänge und Durchblicke verbunden. Die unterschiedlichen Wegbeziehungen, auch diagonal über den Platz, sind berücksichtigt. Der Schulweg ist von parkenden Fahrzeugen freigehalten.

Die erforderlichen Parkplätze für PKW und Motorräder werden an der Kaupstraße und in den Randbereichen des Platzes konzentriert. Insgesamt werden auf dem Platz 11 PKW-, 11 Motorradparkplätze sowie 6 Fahrradabstellplätze eingerichtet. 7 Parkplätze entlang der Lichtenbergstraße entfallen.

Für die Pflasterflächen wird ein großformatiger Betonstein mit geringer Fase vorgeschlagen, der im Farbton mit der wassergebundenen Decke harmoniert ( z.B., angepasst an die geplante Gestaltung der Lichtenbergstraße zwischen Müller- und Wenckstraße, Beton-Pfenning Novaro braunbunt). Die Platzfläche und die Fahrbahnen im Platzbereich (Liebfrauenstraße, Kaupstraße) werden im Läuferverband gepflastert in den Formaten 14/21 und 21/21 cm. Das vorhandene kleinformatige Blaubasaltpflaster wird für die Pflasterung der Flächen mit besonderer Nutzung, der Parkplätze und  Fahrbahnrinnen wiederverwendet, Ausgleichs- und Randflächen werden mit Kleinpflaster, Granit rötlich, gepflastert. Die Gestaltung des Übergangs zwischen privaten und öffentlichen befestigten Flächen soll mit den Eigentümern abgestimmt werden.

Die Beleuchtung wird um 5 Mastleuchten HSE Modell Theater mit einer Lichtpunkthöhe von ca. 4,50m ergänzt als Ersatz für  zwei hohe Mastleuchten, deren Lichtpunkt innerhalb des Blätterdachs liegt. Eine zusätzliche Beleuchtung des Pavillons ist denkbar.					          
                    16.12.05  Marit Hoffmann 
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MSWordDocWord.Document.8ô9²q

anlage 1

755 Zeichen

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Gestaltungskonzept

Fläche mit wassergebundener Wegedecke

Betonsteinpflaster, z.B.14/21 und
21/21 (Läuferverband)

Blaubasaltpflaster 10/10 (Parkstände)
Betonstein 10/10 anthrazit (Motorradparken)
Kleinpflaster Granit, rötlich

(Ausgleichs- und Randflächen)

Pflanzbeet

Rampe / Verziehung,
UNI Grenze des verkehrsberuhigten Bereichs

N
|

N
\_° \ Platanen (Bestand)
EN
N
\° ) Baumpflanzung, z.B. Platane

_-
| | Fahrradparken (Fahrradbügel)

& Mastleuchten neu, Lichtpunkt ca. 4,00 m

= = Lage Entwässerungsrinne bzw. Pflasterband
Gestaltung des Übergangs öffentliche/private Flächen
in Absprache mit den Eigentümern

Neugestaltung des
Lichtenbergplatzes

| ME U m |
& 0 2 4 6 8 10m

Maßstab 1: 250 im Original
Dezember 2005

Marit Hoffmann Bılıla

anlage 4

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Beratungsverlauf (5)

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Orte (2)

  • Liebfrauenstraße
  • Lichtenbergplatz

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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0439
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.07.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00