V/0965/2007
Spielplatz Weserstraße - Sanierung 2008
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Beschlussvorlage
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V/0965/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen und Umweltschutz Betrifft Spielplatz Weserstraße - Sanierung 2008 -Planungs- und Baubeschluss- Beratungsfolge 04.12.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Planung des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz zur Sanierung des Spielplatzes We- serstraße (Plan Nr. K33/7) wird zugestimmt. 2. Der Bauausführung im Haushaltsjahr 2008 wird vorbehaltlich der Mittelbereitstellung zuge- stimmt. II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Baukosten 80.000,-- € betragen werden. Die Folgekosten entsprechen den bisherigen Unterhaltungskosten. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die erforderlichen Mittel für die Durchführung der Baumaßnahme sind im Teilfinanzplan nachste- hender Produktgruppe wie folgt bereitzustellen: Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1301 Grün- und Freiflächen Teilfinanzplan (Zeile) 08 Auszahlungen für Baumaßnahmen Investitionsmaßnahme 7100 Sanierung von Kinderspielplätzen 2008 80.000,00 Sanierung KSP Weser Straße Insgesamt: 80.000,00 Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Maßnahme unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung durch den Rat im Rahmen der Haushaltssatzung 2008 bzw. der mittelfristigen Ergebnis- und Fi- nanzplanung 2007 – 2011 steht. Vorlagen-Nr.: V/0965/2007 Auskunft erteilt: Herr Sachse Ruf: 492 67 32 E-Mail: Sachse@stadt-muenster.de Datum: 22.11.2007 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0965/2007 Begründung: Situation: Der Spielplatz Weserstraße wurde in seiner jetzigen Form im Jahre 1976 angelegt. Abgesehen von einer gut erhaltenen Edelstahlrutsche und einigen Bänken ist seine überalterte Ausstattung entweder bereits abgebaut oder erneuerungsbedürftig. Der Baumbestand befindet sich bis auf wenige Ausnahmen in einem guten Zustand. Die Grundstruktur des ca. 1.900 m² großen Platzes ist ungünstig, da die östliche und westliche Sandspielfläche durch eine mittig angeordnete Ballspielfläche zerschnitten sind. Diese ist pla- nungsrechtlich nicht gesichert, und wegen des geringen Abstandes zur Bebauung ist diese Nut- zung aus Gründen des Immissionsschutzes problematisch. Die Planung aus dem Jahre 1975 sah hier eine Asphaltfläche für das damals populäre Speckbrettspiel vor, heute wird allerdings zum Leidwesen der Anlieger Fußball gespielt. Eine für Kinder, Jugendliche und Anwohner zufriedenstellende Lösung kann nach Auffassung des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz nur darin bestehen, in naher Zukunft eine ca. 400m von der Weserstraße entfernte, heute noch unbebaute Fläche nördlich der Straße Mauritzheide in ei- nem Bebauungsplan als A-Bereich-Spielplatz mit Ballspielfläche auszuweisen. Ergebnis der Kinderbeteiligung: Die vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien am 30.10.2007 als Ideenbörse durchgeführte Kinderbeteiligung zeigte das starke Interesse der Bürger an der Sanierung dieses Spielplatzes. Es nahmen 27 Kinder, 19 Erwachsene und 3 Mitglieder des Rates bzw. der Bezirksvertretung daran teil. Es stellte sich heraus, dass der Platz auch von Kindergruppen und Tageseltern regelmäßig besucht wird. Die beabsichtigte Verbesserung der Spielsituation wurde übereinstimmend gelobt, nur zum Thema „Fußballspielen“ gab es kontroverse Ansichten. Zur Spielplatzsanierung gab es folgende Wünsche und Anregungen: • verbesserte Übersicht auf der gesamten Fläche • modellierte Rasenflächen • Bahn für Roller, „Bobbycar“ und Laufräder • Mehrere kommunikativ angeordnete Sitzgelegenheiten • größere Sandflächen mit „Silbersand“ • Erhaltung der Ballspielmöglichkeit, alternativ: neuer Ballspielplatz an geeigneterer Stelle • Große Seilbahn (Hauptwunsch der Kinder!!) • Schaukel für Kleinkinder, beispielsweise als Nestschaukel • Federgeräte für Kleinkinder (Beispiel: „Dinosaurier“) • Angebot für Rollenspiele (Beispiel: Feuerwehrauto) • Wippe und Reckstangen • große Spielkombination mit versch. Aufgängen, Podesten, Netz- oder Wackelbrücke, Han- gel- und Rutschmöglichkeiten mit Feuerwehrstange und Tunnelrutsche, gleichermaßen nutzbar für jüngere und ältere Kinder • große Seilnetzpyramide • Vorhandene Spielhäuser erhalten • große Doppelschaukel • Basketballkorb • Tischtennisplatte • Trampolin • Wasserpumpe Außerdem wurde für die Weserstraße eine Verkehrsberuhigung angeregt. Die Fraktionen der Bezirksvertretung erhalten das Protokoll der Kinderbeteiligung im Originaltext. - 3 - V/0965/2007 Erläuterung der Planung des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz: (Ziffern siehe Plan) Die Situation des heutigen Spielplatzes erfordert eine Totalsanierung, bei der die Anlage neu struk- turiert werden sollte. Die bisherige Teilung in 3 separate Spielbereiche, bedingt durch die Mittella- ge der als Fußballplatz genutzten Speckbrettfläche, wird aufgehoben. Große Asphalt- und Pflaster- flächen werden entsiegelt und durch Rasen ersetzt, der in Teilbereichen hügelig angelegt wird. Es ist beabsichtigt, einzelne Geräte für Bewegungsaktivitäten innerhalb der Rasenflächen anzuord- nen, um einen „landschaftlichen“ Charakter des Areals zu erzielen. Die Größe der Fläche und der Kostenrahmen ermöglichen es, viele Kinderwünsche zur Planung und Ausstattung zu erfüllen. Die westliche Sandspielfläche (zur Ruhrstraße) wird vergrößert. An zwei Standorten werden Sitz- bänke mit Lehne über Eck kommunikativ aufgestellt. Der südliche Teil dieser Fläche erhält hellen Quarzsand („Silbersand“) und eine Ausstattung für Kinder im Vorschulalter: Zwei Feder- Wippgeräte (2, u.a. „Dinosaurier“) ein Gerät für Rollenspiele (3, „Feuerwehr“) und eine Nestschau- kel (4). Hier wird auch eines der beiden vorhandenen Spielhäuschen (5) aufgestellt, allerdings nur für eine Übergangszeit, da sie erste Fäulnisschäden aufweisen. Die Ausstattung der nördlich angrenzenden Grobsandfläche wurde für Kinder im Grundschulalter konzipiert: Hier sind eine 250 cm hohe Doppelschaukel (6) und eine mittelgroße Spiel- und Kletter- kombination (7) vorgesehen, die viele Kinderwünsche erfüllt: Es gibt einen Kletterturm (2m hoch) mit Dach, Kletterwand, Feuerwehr-Rutschstange und Schrägnetzaufgang, eine 3m lange Netzbrü- cke und zwei kleinere Podeste mit steiler Aufgangsrampe, Hangelseil, Sprossenleiter und der vor- handenen Edelstahlrutsche. Die von den Kindern gewünschte große Tunnelrutsche wäre zu kost- spielig gewesen. Auf der angrenzenden Rasenfläche ist die besonders bei Mädchen beliebte kleine Drehwippe „Hipp-Hopp“ (8) und das große drehbare Seilnetz „Pylonkarussell“ (9) vorgesehen, das auch bei älteren Spielplatzbesuchern Anklang findet und von vielen Kindern gleichzeitig genutzt werden kann. Die vorgenannten Geräte stehen in runden Fallschutzflächen aus Grobsand. Auf dem Rasen wird als Blickfang eine dekorative Sitzbank für Kinder in Form eines Krokodils (10) vorgeschlagen, und um eine vorhandene große Eiche in der Mitte des Spielplatzes sollen drei vorhandene rote Bänke mit und ohne Lehne (11) für weitere Sitzmöglichkeiten sorgen. Um den Spielbereich führt eine 100m lange Rundbahn (12), auf der sich die „mobilen Kids“ mit Roller, Bobbycar und sonstigen Fahrzeugen austoben können. Der Rundkurs führt auf besonderen Kinderwunsch über einen kleinen Hügel (14). Der Hauptwunsch der Kinder ist eine 20m lange Seilbahn (13), die in 5m Abstand parallel zur Nordgrenze des Grundstücks angeordnet wird. Als Startrampe dient ein 1m hoher Rasenhügel, der das Gelände landschaftlich strukturiert. Für die Seilbahn müssen eine Linde mit einseitiger Krone (Stammdurchmesser ca. 25 cm) und eine Esche mit extrem hohen Kronenansatz (Stammdurchmesser ca. 35 cm) entfallen. Zur besse- ren Besonnung der Sandspielfläche soll eine Birke (Stammdurchmesser ca. 30 cm) entfallen. Im Zuge der Spielplatzsanierung ist außerdem beabsichtigt, aus Sicherheitsgründen (nicht planungs- bedingt!) einen großen Ahornhochstamm zu fällen, der mit seinen extrem breit ausladenden Haup- tästen bruchgefährdet ist. Die vorgenannten Bäume sind entbehrlich, da der Spielplatz auch ohne sie über einen sehr dichten und vitalen Baumbestand verfügt. - 4 - V/0965/2007 Es ist beabsichtigt, den westlichen Eingang an der Weserstraße (15), der direkt in den Spielbe- reich für Kleinkinder führt, mit einem niedrigen Gitterzaun zu schließen, der nur zum Sandwechsel geöffnet wird. Das entspricht dem Wunsch vieler Eltern, die befürchten, dass die Kleinen unbe- merkt in den Verkehrsbereich „entwischen“ könnten. Zur Verbesserung der sozialen Kontrolle soll auch die höhere Strauchpflanzung entlang der Weserstraße gelichtet und teilweise durch Rasen ersetzt werden. Der Gitterzaun wird an die Hinterkante des Gehweges versetzt. Der nordöstliche Eingang an der Lippestraße dient als Abstellfläche für Fahrräder (17), da immer mehr junge Fami- lien mit Rädern und Fahrradanhängern zum Spielplatz kommen. Durch die geplante Umgestaltung des Spielareals entfällt die mittig im Grundstück gelegene As- phaltfläche für Ballspiele, die bei der Kinderbeteiligung kontrovers beurteilt wurde. Da kurzfristig kein planungsrechtlich abgesicherter Ballspielplatz im Einzugsbereich zur Verfügung steht, soll der südöstliche Teil des Spielplatzes (Ecke Weserstraße /Lippestraße) als ebene Spielwiese (16) an- gelegt werden, die für jüngere Kinder für Rasenspiele gut geeignet ist. Eine Nutzung als Bolzplatz kommt für diesen Standort nicht in Betracht, weil die erforderlichen Abstandsflächen zur Wohnbe- bauung nicht eingehalten werden können. Langfristig bietet sich hier die Möglichkeit, das Spielan- gebot für ältere Kinder und Jugendliche zu optimieren, beispielsweise mit Tischtennisplatte, Tram- polin oder Streetballanlage, oder Freizeitangebote für Senioren zu schaffen. i.V. gez. Thomas Paal Stadtrat Anlage: Plan Spielplatz Weserstraße K33/7 vom 14.11.2007 (verkleinert)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Weserstraße
- Ruhrstraße
- Lippestraße
- Mauritzheide
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0965/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.11.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37