AN/0403/2019
Kampagne für mehr Rücksicht im Straßenverkehr
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Bunt Anfrage nach § 4
3075 Zeichen
An den Vorsitzenden des
Verkehrsausschusses
Herrn Andreas Wolter
Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Thomas Hegenbarth
Lisa Gerlach
Rathaus - Spanischer Bau
50667 Köln
Tel.: +49 (221) 221 - 25541
Mail: Thomas.Hegenbarth@stadt-koeln.de
Mail: Lisa.Gerlach@stadt-koeln.de
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 21.03.2018
AN/0403/2019
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Verkehrsausschuss 26.03.2019
Kampagne für mehr Rücksicht im Straßenverkehr
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Antragsteller bitten Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung der nächsten Ausschusssitzung
aufzunehmen:
Der Radverkehr befindet sich im Aufwärtstrend. Laut der Studie „Mobilität in Deuts chland 2017“ ist
der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr in der Stadt Köln seit 2006 von 12 auf 19 Prozent
gestiegen. Natürlich ist diese Entwicklung sehr positiv, allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Die
Unfallzahl der Radfahrer*innen steigt seit J ahren. 2018 sind in Köln acht Radfa hrer*innen tödlich
verunglückt. So viele Unfalltote gab es zuletzt vor zehn Jahren. In diesem Jahr gab es schon vier
Unfälle mit Todesfolge.1
Die gemeinsame Nutzung des Verkehrsraums stellt hohe Anforderungen an die gegenseitige Rück-
sichtnahme und Akzeptanz im Straßenverkehr. Ein besonders wichtiger Punkt ist hierbei, dass Pkw-
und Lkw-Fahrer beim Überholen von Radfahrer*nnen einen ausreichenden Seitenabstand einhalten,
da zu enges Überholen sicherheitsgefährdend ist.
Eine gemeinsame Aktion der Kölner Polizei mit dem ADFC, die 2017 stattgefunden hat, hatte zum
Ziel, die Verkehrsteilnehmer*innen für das Thema Mindestabstand zu sensibilisieren. Seitdem b e-
finden sich am Heck der Kölner Polizeifahrzeuge Aufkleber mit einem Hinweis auf den Mindestab-
stand. 2018 folgten Aufkleber bei den Dienstwagen des Ordnungsamtes.2
1 https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/schon -vier-tote-radfahrer-in-koeln-100.html
2 https://www.ksta.de/k oeln/koeln-archiv/gegen-ruecksichtsloses -verhalten-koelner-ordnungsamt -geht-auf-
abstand-zu-radfahrern-31661124
- 2 -
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1) Können solche große Aufkleber auf deutlich sichtbare Stellen an Bussen usw. der KVB AG an-
gebracht werden?
2) Gibt es eine Möglichkeit, Kölner Taxiunternehmen zur Anbringung solcher Aufkleber zu ve r-
pflichten oder zumindest zu animieren, indem die Stadt z.B. Taxifahrer*innen über die Problema-
tik aufklärt und entsprechende Aufkleber bereitstellt?
3) Welche weiteren Maßnahmen zur Sensibilisierung möglichst vieler Verkehrsteilnehmer*innen für
die Einhaltung eines Mindestabstandes zu Radfahrer*innen und für mehr gegenseitige Rüc k-
sichtnahme kann sich die Stadtverwaltung vorstellen?
4) Plant die Stadt, bei Gefahrenstellen mit besser sichtbaren Hinweisschildern und gegebenenfalls
mit Kontrollen nach zu justieren?
gez. Thomas Hegenbarth gez. Lisa Hanna Gerlach
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0403/2019
- Typ
- Parteilos Anfrage nach § 4
- Datum
- 21.03.2019
- Erstellt
- 21.03.2019 11:27