2351/2020
Bügereingabe nach § 24 GO - Zusatzschilder Rheinauhafen - Az: 125/20 B
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Bürgereingabe anonymisiert
4461 Zeichen
Stadt Köln Bürgeramt Innenstadt Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Ludwigstraße 8 50667 Köln Z. Kt. Bezirksvertretung 1 Innenstadt/Deutz, Köln, 15.7.2020 Geschäftsführung der RVG Rheinauhafen Anregung nach § 24 der Gemeindeordnung NRW / Bitte um Unterstützung Sehr geehrter Bezirksbürgermeister Hupke, sehr geehrter Herr Dr. Höver, bitte nehmen Sie folgende Anregung auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung der BV 1 bzw. unterstützen Sie, dass ebenso schnell wie beim Ergänzungsschild zum Anna-Schneider-Steig die zuständigen Verwaltungsstellen wie ggf. auch die RVG Rheinauhafen tätig werden – besten Dank dafür: 1. Die BV 1 appelliert dringend an die Verwaltung, die bereits für 2017 angekündigte gender- gerechte Überarbeitung der „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen“ aus 1999 zur Beratung und Abstimmung vorzulegen. Diese soll auch1 Regelungen für Fälle enthalten, die aus heutiger Sicht – gerade mit Blick auf die aktuelle Debatte um Straßennamen –, als diskriminierend verstanden werden oder nach Menschen benannt wurden, die nach neueren Erkenntnissen nicht den Ansprüchen einer derartigen Satzung genügen. 2. Die BV 1 wird unabhängig der Satzungsüberarbeitung, ab sofort bei Benennungen nach Personen auf ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter zu achten und herzustellen. 3. Alle derartigen Straßenschilder ((StVO-Bezeichnung: Straßennamenschildern) sind mit einem die Person beschreibende Ergänzungsschild zu versehen. 1 Stellungnahme der Verwaltung „Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen Antrag der SPD-Fraktion, AN/0070/2017“ https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=598334&type=do& 4. Alle Straßenschilder der im Rheinauhafen nach Frauen benannten Straßenzüge und Plätze sollen mit Ergänzungsschildern analog zum Anna-Schneider-Steig versehen werden. Die Texte hierzu sind bereits mit den Frauengeschichtsverein abgestimmt. Siehe Anlage. 5. Der Text des Ergänzungsschilds zum Straßenschild Harry-Blum-Platz soll entsprechend der Anlage (S. 2) geändert werden. 6. Der Anna-Maria-von-Schürmann-Weg muss dringend mit Straßenschildern ausgestattet werden – sie fehlen vollständig! Anmerkung: Straßennamensschilder sind Verkehrszeichen (Zeichen 437) der StVO und es gilt im Rheinauhafen öffentliches Wegerecht. 7. Es wird an die Verwaltung appelliert, Lösungen zu erarbeiten, die sicherstellen, dass auch auf privaten Flächen, wie der Rheinauhafen oder der Gereonshof, bei den ein öffentl. Wegerecht besteht, im Sinne der StVG § 5b (6) die Beschilderung sichergestellt wird, dies auch mit Blick darauf, dass der Eigentümer Straßenschilder montiert hat, die vom Kölner Standard abweichen und damit nicht kompatibel zu den Ergänzungsschildern der Stadt sind. Freundliche Grüße I Anlage: Textvorschläge 7 + 1 Anlage: Ergänzungsschilder im Rheinauhafen – Textvorschläge 7 + 1 1. Agrippinawerft 6.11.15 oder 16 – 59 n. Chr. Kaiserin Agrippina die Jüngere, Mitbegründerin der Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium, aus der sich Köln entwickelte (50 n. Chr.) 2. Anna-Maria-von-Schürmann-Weg 5.11.1607 – 4.5.1678 Universalgelehrte und Künstlerin: „Frauen sind für die Wissenschaft ebenso geeignet wie Männer.“ (1638) 3. Anna-Schneider-Steig 2.12.1845 – 16.4.1935 Gründerin des ersten Frauen- und Mädchen- bildungsvereins der Kölner Arbeiterbewegung (1892) Anm.: wurde bereits genehmigt und erstellt 4. Elisabeth-Treskow-Platz 20.8.1898 – 6.10.1992 Goldschmiedin, Professorin an der Kölner Werkschule gestaltete mit Studierenden die DFB-„Meisterschale“ (1949) 5. Katharina-Schauberg-Promenade 2.2.1779 – 25.3.1845 Druckerin, Verlegerin und Mitbegründerin des Verlagshauses M. DuMont Schauberg (1808) 6. Laura-von-Oelbermann-Promenade 5.1846 – 3.6.1929 Stifterin vieler karitativer Einrichtungen – auch des ersten evangelischen Klinikums Köln Weyertal (1902) 7. Maria-Clementine-Martin-Platz 5.5.1775 – 9.8.1843 Unternehmerin, prägte die Marke „Klosterfrau Melissengeist“ (1828) Anlage zum Schreiben vom 15.7.2020 – Seite 1 +1. Harry-Blum-Platz 19.10.1944 – 17.3.2000 Unternehmer und Politiker, erster direkt gewählter Oberbürgermeister Kölns (1999 – 2000) Anmerkung: Der Text des bestehenden Ergänzungsschildes soll durch obigen Vorschlag ersetzt werden, aktuell lautet dieser: „Oberbürgermeister der Stadt Köln 1999 – 2000“ Anlage zum Schreiben vom 15.7.2020 – Seite 2
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
2764 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/23/235/1 Vorlagen-Nummer 2351/2020 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bügereingabe nach § 24 GO - Zusatzschilder Rheinauhafen - Az: 125/20 B Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt dem Petenten für die Bürgereingabe nach § 24 GO. Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zu den Vorschlägen des Petenten zustimmend zur Kenntnis. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 03.12.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Zu 1.: Aus internen Gründen wurde die Überarbeitung der Richtlinien 2018 zurückgestellt. Sobald die durch den Rat der Stadt Köln zu beschließenden Straßenbenennungsrichtlinien überarbeitet werden, wird den Erfordernissen der Gendergerechtigkeit und den Moralvorstellungen einer Demokratie des 21. Jahrhunderts Rechnung getragen. Zu 2.: Bereits seit über 10 Jahren wird bei der Bezirksvertretung Innenstadt, sowie in den anderen Bezirken der Stadt Köln, darauf geachtet, Straßen gendergerecht zu benennen. Diese Praktik wird auch in Zukunft weiter verfolgt. Zu 3.: Im Rahmen der Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde setzen sich Bürgerinnen und Bürger oder Vereine dafür ein, dass Kölner Straßennamensschilder erläuternde Zusatzschilder erhal- ten. Hierfür wird ein Antrag beim Zentralen Namensarchiv im Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster eingereicht, der mit der betreffenden Bürgeramtsleitung abgestimmt wird. Nach Freiga- be des Antrags und des Textvorschlags wird das Zusatzschild auf Kosten der Antragstellerin oder des Antragstellers gefertigt. Für die Kostenübernahme durch die Stadtverwaltung gibt es kein städtisches Budget. Zu 4. und 5.: Siehe auch Beantwortung zu 3. Die vom Petenten eingereichten Textvorschläge wurden durch das Zentrale Namensarchiv geprüft und mit der Bürgeramtsleitung Innenstadt besprochen. Das Ergebnis wurde dem Petenten durch das Zentrale Namensarchiv mitgeteilt. Zu 6.: Die Straßen, die im Rahmen des städtebaulichen Projektes Rheinauhafen 2005 benannt wur- den, sind noch Privatstraßen. Die Aufstellung der Straßennamensschilder obliegt der Eigentümerin. Das Zentralen Namensarchiv hat den Investor über die fehlenden Namensschilder informiert. Zu 7.: Aufgrund der überbezirklichen Bedeutung sowie einer umfangreichen verwaltungsinternen Ab- stimmung dieser Anregung, erfolgt die Beantwortung an den Petenten zu einem späteren Zeitpunkt. Anlage Bürgereingabe anonymisiert
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (10)
- Ludwigstraße 8
- Anna-Schneider-Steig 2
- Harry-Blum-Platz 19
- Anna-Maria-von-Schürmann-Weg 5
- Elisabeth-Treskow-Platz 20
- Katharina-Schauberg-Promenade 2
- Maria-Clementine-Martin-Platz 5
- Agrippinawerft 6
- Gereonshof
- Weyertal
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 2351/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 04.11.2020
- Erstellt
- 31.07.2020 09:29