Mandari Insight

V/0841/2006

Straßenbenennung Adolph-Kolping-Platz

Vorlage 21.12.2006

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 23.01.2007, TOP 6.1

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Übersichtsplan M. 1 : 5.000

· application/pdf

Ansehen

Anregung-Nr-90-2006

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

3227 Zeichen

V/0841/2006 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Vermessungs- und Katasteramt - VI 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Straßenbenennung Adolph-Kolping-Platz 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
23.01.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Platz an der Königsstraße zwischen dem Heeremannschen und Kettlerschen Hof erhält 
den Straßennamen Adolph-Kolping-Platz .  
2. Die Anregung nach § 24 GO Nr. 90/2006 vom 11.09.2006 ist damit erledigt (Anlage 2) 
 
 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten  
 
 
 
Begründung: 
 
Mit der Anregung nach § 24 GO Nr. 90/2006 vom 11.09.2006 regen das Kolpingwerk Stadtverband 
Münster, die Kolpingfamilie Münster Zentral und das Kolpingwerk Diözesanverband Münster an, 
den im beiliegenden Übersichtsplan dargestellten Platz nach dem katholischen Sozialreformer 
Adolph Kolping zu benennen. Die Anregung ist ausführlich begründet (siehe Anlage). 
Die Fläche wird bisher als Parkplatz genutzt und hat keinen Namen. Ein Straßenname wird zur 
Lagebezeichnung der angrenzenden Gebäude auch nicht benötigt. Die Verwaltung hat gegen die 
vorgeschlagene Benennung Adolph-Kolping-Platz keine Bedenken, allerdings gibt es bereits 
eine andere Straßenbenennung nach Adolph Kolping. Die Kolpingstraße liegt im Stadtbezirk 
Münster-Mitte und verbindet die Gartenstraße mit der Piusallee und hat die Postleitzahl 48147. Der 
vorgeschlagene Adolph-Kolping-Platz liegt im Postleitzahlen-Bereich 48143. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0841/2006 
Auskunft erteilt: 
Herr  Zimmermann 
Ruf: 
492 62 42 
E-Mail: 
ZimmermannBernhard@stadt-muenster.de  
Datum: 
17.10.2006 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0841/2006 
Im Stadtgebiet gibt es bisher drei Beispiele, dass Straßen, die getrennt voneinander liegen, nach 
derselben Person benannt sind. Die Straßen liegen in verschiedenen Stadtbezirken, haben unter-
schiedliche Postleitzahlen und stammen aus der Zeit vor der kommunalen Neugliederung. 
Person Stadtbezirk Straßenname 
SO Clemens-August-Platz  
HI Kardinalstraße  
MI Kardinal-von-Galen-Ring 
Kardinal Clemens August von Galen 
WE Von-Galen-Straße 
MI Annette-Allee 
Ost Drostestraße Annette von Droste Hülshoff 
RO Annette-von-Droste-Hülshoff-
Straße 
Ost Stephanweg Heinrich von Stephan 
SO Heinrich-von-Stephan-Ring 
 
Daneben gibt es noch acht Beispiele, bei denen eine Straße und ein angrenzender  Platz nach der-
selben Person benannt sind: 
Ludgeristraße / Ludgeriplatz Friedrich-Ebert-Straße / Friedrich-Ebert-Platz 
Tibusstraße / Tibusplatz Marienstraße / Marienplatz 
Pantaleonstraße / Pantaleonplatz Sprickmannstraße / Sprickmannplatz 
Studtstraße / Studtplatz Zumsandestraße / Zumsandeplatz 
 
 
Sehr häufig kommen Straßennamen vor, die mit demselben Bestimmungswort zusammengesetzt 
sind: Bremer Straße und Bremer Platz, Hafenstraße, Hafenweg und Hafenplatz, Syndikatgasse 
und Syndikatplatz und viele andere.  
Die Straßenbenennung Adolph-Kolping-Platz hat für die benachbarten Gebäude keine Adressen-
änderung zur Folge, weil die Gebäude zur Königsstraße und zur Krumme Straße zugeordnet sind. 
I. V.: 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
 
 
 
Anlagen: 
 
Übersichtsplan im Maßstab 1 : 5.000 
Anregung Nr. 90/2006 vom 11.09.2006

Anregung-Nr-90-2006

7683 Zeichen

Anregung Nr. 90/2006

MKOLPING

Kolpingwerk Stadtverband Münster
Kolpingsfamilie Münster Zentral
Kolpingwerk Diözesanverband Münster

Kolpingwerk Stadtverband Münster, Acgidiimarkt 4, 48143 Münst Aegidiimarkt 4, 48143 Münster
Bezirksvertretung Münster-Mitte Telefon: 0251/57286
Herrn Peter Fischer-Baumeister Infos unter www.kolping-
48127 Münster muenster.de

Münster, 11. September 2006

Betr.: Anregung gemäß $ 24 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein
Westfalen in der Fassung vom 15. Juni 1999 (GV. NW. S. 386)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Tillmann, sehr geehrte Mitglieder des
Rates der Stadt Münster und der Bezirksvertretung Münster Mitte,

namens der Kolpingsfamilie Münster-Zentral sowie des Kolpingwerks Stadtverband
und Diözesanverband Münster regen wir an, dem sich in der Umgestaltung
befindlichen Platz an der Königsstraße, südlich des im Bau befindlichen neuen
Kettlerschen Hofs, den Namen

Adolph-Kolping-Platz
zu geben.

Nach unserer Kenntnis trägt dieser von der Königsstraße, vom Kettlerschen Hof, vom alten
Heeremannschen Hof und der alten Kaplanei von Sankt Aegidii, eingerahmte Platz bisher
keinen Namen.

Unsere Anregung begründen wir wie folgt:

1. Kaplanel von St. Aegidii ist Ursprungsort des Kolpingwerks sowohl der Stadt
als auch der Diözese und ein wichtiges Zentrum geblieben.
in der zuvor erwähnten alten Kaplanei von Sankt Aegidii wurde „die vom
Bischof (Johann Georg Müller) ausdrücklich gewünschte Gründung eines Kolping-
Gesellenvereins (Geschichte der Stadt Münster, Band 2, Aschendorffsche
Vertagsbuchhandiung GmbH & Co., Münster, 1994, Seite 119)" am 14. November
1852 durch Adoiph Kolping persönlich zusammen mit Johann Heinrich Reinermann,
Kaplan an Sankt Aegidii, realisiert (Siehe Inschrift am Giebel.) Der damalige
Oberbürgermeister, Johann Heinrich von Offers, hat diese Gründung befürwortet und
ihr offensichtlich beigewohnt (Jubiläumsbroschüre: „150 Jahre Kolpingsfamilie
Münster-Zentral‘, Münster, 2002). Damit bildete dieses Haus unter Mitwirkung der
Stadt den Ausgangspunkt für das gesamte Kolpingwerk in der Diözese Münster.
Die erste Ortsgruppe des Gesellenvereins war die Vorstufe der heutigen
Kolpingsfamilie Münster Zentral.

Anregung Nr. 90/201

In steter Folge entstanden in vielen Orten weitere Ortsgruppen. 1859 erwuchs aus
einer Vielzahl von Ortsvereinen der Diözesanverbarıd. An dessen Spitze ernannte
Bischof Johann Georg Müller den Mitbegründer des ersten Ortsvereins, Johann
Heinrich Reinermann, zum Diözesanpräses. Dieser nahm das Amt bis 1872 wahr. In
der Folge blieb die Zentralfunktion sowohl der Kolpingsfamilie als auch des
Diözesanverbandes im Mittelpunkt der Stadt Münster. Das erklärt, dass die nach
1872 ernannten Diözesanpräsides anfangs überwiegend aus der Aegidiipfarre
stammten.

Noch heute sind bei herausragenden aktuellen Ereignissen der Kolpingsfamilie
Münster Zentral (z.B. 150-jähriges Bestehen 2002) oder des Stadt- bzw.
Diözesanverbandes (Z.B. Bistumsjubiläum 2005) wichtige Teile der Veranstaltungen
im zentralen Bereich um das Gründungshaus herum an der Krummen Straße
geblieben.

Was bedeutet der große Sozlalreformer Adolph Kolping heute?
Auch wir alle können von Adolph Kolping, seinen ursprünglich vertretenen Werten
und einer ausgeprägten Verbandsgeschichte, noch viel lernen.

Nicht Hitler, sondern der aus Münster kommende Reichkanzler Brüning wurde vom
Bundesverband, damals „Deutsche Kolpingsfamilie“ genannt, unterstützt. Die
„Retourkutsche“ folgte auf dem Fuß. Kolpingsfamilien wurden reihenweise liquidiert,
Führungskräfte in Schutzhaft genommen und das „Kolpingblatt" eingestellt. Das
Kolpingwerk gehörte damit zu den katholischen Verbänden, die sich offen dem
Nationalsozialismus entgegenstellten.

Heute ist das Kolpingwerk in 59 Ländern auf der ganzen Erde vertreten. Der
Diözesanverband Münster zählt knapp 44.000 Mitglieder. Die sozialen Wunden
unserer Zeit bewusst zu machen, Bildung für alle nicht nur zu fordern, sondern in
beachtlichem Umfang auch selbst anzubieten, Anwälte der Menschenwürde und
maßgeblich der Familie zu sein, auf fühlbare Weise das Evangelium zum Leuchten
zu bringen sowie manches mehr, macht im Alltag der heutigen Zeit die Erbschaft
Adoiph Kolpings im Kolpingwerk aus.

Die Seligsprechung als Würdigung Adolph Kolpings und seines religiösen und
weltlichen Wirkens für die Jetztzeit.

Die Person und das religiöse Wirken Adolph Kolpings sind bis in unsere Zeit ein
Vorbild. So war es auch Papst Johannes Paul Il. sehr ernst als er im Rahmen der
Seligsprechung am 27. Oktober 1991 in Rom zusammenfasste: „Adolph Kolping ist
ein Christ gewesen, der sich in seinem Glauben nicht von der Welt ausschloss,
sondern als Christ die gesellschaftliche Wirklichkeit mitgestaitete.“ In seiner
Ansprache geht der Papst auf die Lebensräume der menschlichen Berufung des
Sozialreformers ein, die dieser in der Kirche, der Familie, der beruflichen Aus- und
Weiterbildung sowie in der aktuellen Politik wahrnahm und seinen Nachfolgern als
Testament für die Zukunft mitgab. Von solchem Geist beseelt, lassen die Mitglieder
im Kolpingwerk bei ihren Zusammenkünften spüren, „dass Vater Kolping in seiner
Gemeinschaft lebendig ist‘ (Heinrich Festing, „Adolph Kolping begegnen‘, St. Ulrich
Verlag GmbH, Augsburg, 2003).

Von einer neuen Namensgebung wären keine Anrainer betroffen.

Sowohl der Kettlersche Hof als auch der Heeremannsche Hof sind der Königsstraße
zugeordnet. Damit wäre kein Anrainer betroffen, wenn der Platz den Namen Adolph
Kolpings erhielte. Im Verfahren dürfte diese Tatsache eine nicht unerhebliche
Erleichterung bedeuten, :

Anregung Nr. 90/201

5. Diözesanverband begeht im Jahre 2009 sein 150-jähriges Jubiläum
Der Vorstand des Diözesanverbandes Münster hat kürzlich beschlossen, 2009 die
Feier seines 150-jährigen Bestehens im Zentrum des Bistums in Münster
durchzuführen. Naheliegen wird, einen Mittelpunkt der Feierlichkeiten dann tunlichst
unter Hinweis auf den neuen

Adolph-Kolping-Platz,
in die Mitte der Stadt an das Gründungshaus zu verlegen.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Gründe, sollte die überregional
ausstrahlende Stadt Münster auch im Interesse der heute ca. 44.000 Mitglieder des
bei weitem größten Diözesanverbandes Deutschlands, des Kolpingwerks Diözesan-
verband Münster, den Platz mit dem Namen des großen Reformers aufwerten.

Dass es in Münster schon eine kleine Straße mit dem Namen Kolpings gibt, sollte
dem Vorhaben nicht schaden. Zu Verwechslungen wird es nicht kommen, wenn man
die Bezeichnungen „Kolpingstraße“ und „Adolph-Kolping-Platz“, ähnlich wie „Von-
Galen-Straße* und „Kardinal-von-Galen-Ring“ oder „Annette-Allee“ und „Annette-
von-Droste-Hülshoff-Straße“, nebeneinander betrachtet. Im Interesse der
wünschenswerten Aufwertung könnte im Zweifel dem Beispiel anderer Städte
(Beispielsweise Würzburg) gefolgt werden, die sowohl eine Straße als auch einen
Platz unter dem Namen Kolpings führen. Übrigens gibt es in Münster neben einer
Reihe von Doppelnennungen wie beispielsweise „Bremen“ oder „Danzig“ auch als
Person den Namen Friedrich Ebert als Platz und Straße.

Bei einer, nur gedachten, Wertung zwischen den Bezeichnungen „Kolpingstraße*“
und „Adolph-Kolping-Platz“ würden wir wegen der historisch „hautengen“ Anbindung
an das Gründungshaus dem Platz den Vorzug geben.

Wir bitten den Rat der Stadt Münster und/oder ggfs. die Bezirksvertretung Münster
Mitte, unserer gemäß $ 24 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein Westfalen
an Sie gerichteten Anregung zu folgen.

Her:

nh-Josef Öyckhoff Leonhard Thiel Helmut Damwerth
Vorsitzender des Kolpingwerks Vorsitzender des Vorsitzender der
Diözesanverband Münster Kolpingwerks Stadt- Kolpingsfamilie Münster
verband Münster Zentral

Beratungsverlauf (1)

23.01.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (34)

  • Königsstraße
  • Kolpingstraße
  • Annette-Allee
  • Gartenstraße
  • Piusallee
  • Kardinalstraße
  • Von-Galen-Straße
  • Ludgeristraße
  • Tibusstraße
  • Pantaleonstraße
  • Studtstraße
  • Bremer Straße
  • Hafenstraße
  • Syndikatgasse
  • Krumme Straße
  • Adolph-Kolping-Platz
  • Clemens-August-Platz
  • Ludgeriplatz
  • Friedrich-Ebert-Platz
  • Tibusplatz
  • Sprickmannplatz
  • Kardinal-von-Galen-Ring
  • Annette-von-Droste-Hülshoff-Straße
  • Heinrich-von-Stephan-Ring
  • Friedrich-Ebert-Straße
  • Sprickmannstraße
  • Zumsandestraße
  • Aegidiimarkt 4
  • Drostestraße
  • Marienstraße
  • Bremer Platz
  • Stephanweg
  • Hafenplatz
  • Hafenweg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0841/2006
Typ
Vorlage
Datum
21.12.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37