AN/0223/2020
Umgang mit rechtsextremen Parteien im Kölner Rat
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Anlage 1 Vorabauszug Rat 26.03.2020
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Geschäftsführung Rat Frau Lange Telefon: (0221) 221-22058 Fax : (0221) 221-26570 E-Mail: maria.lange@stadt-koeln.de Datum: 27.03.2020 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 58. Sitzung des Rates vom 26.03.2020 öffentlich 3.1.3 Antrag der Fraktionen SPD, Die Linke. und der Gruppe GUT betreffend "Umgang mit rechtsextremen Parteien im Kölner Rat" AN/0223/2020 Änderungsantrag der AfD-Fraktion AN/0431/2020 Die Angelegenheit wurde vor Eintritt in die Tagesordnung zur Beratung und Ent- scheidung in den Hauptausschuss verwiesen.
Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (SPD) Version Rat 06.02.2020 und 26.03.2020 (1)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe GUT An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 06.02.2020 AN/0223/2020 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 06.02.2020 Umgang mit rechtsextremen Parteien im Kölner Rat Die Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten durch die FDP und CDU-Fraktion mit den Stimmen der dortigen AfD-Fraktion – noch dazu unter Führung des Fa- schisten Björn Höcke – ist eine Zäsur im politischen Umgang mit Rechtspopulis- ten und –radikalen in der Bundesrepublik. Hier sind von demokratischen Parteien sehenden Auges die Schutzwälle gegen Rechtsradikalismus im parlamentarischen Kontext niedergerissen worden. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand auf allen Ebe- nen Konsens darüber, dass mit den Stimmen von Anti-Demokraten kein (ver- meintlich) politischer Vorteil gezogen werden darf. Auch der Kölner Stadtrat hat am 01.07.2014 ausdrücklich gegen jede Zusam- menarbeit und gegen jegliche Normalität im Umgang mit Rechtsextremen ausge- sprochen. Die unverzeihlichen Vorgänge in Thüringen zeigen aber deutlich, dass die demokratischen Kräfte gut daran tun stets wachsam zu bleiben und gemeinsam Ga- rant dafür zu sein, Rechtsradikalen keinen Raum, kein Gehör und vor allen Dingen keine Macht kampflos zuzugestehen. Aus aktuellem Anlass bekräftigt der Rat der Stadt Köln bekräftigt deshalb seinen Beschluss vom 01.07.2014: Beschluss: 1. Köln ist eine weltoffene, vielfältige und tolerante Stadt. Menschen vieler Nati- onalitäten, Kulturen, Religionen und sexueller Identität sind hier zu Hause. Humanität und Solidarität in unserer Demokratie sind Grundwerte, die die Grundlage unseres kommunalen Zusammenlebens und Handelns sind. Daher gilt es eindeutig Position zu beziehen gegenüber allen nationalistischen, ras- sistischen, diskriminierenden und fremdenfeindlichen Ideologien und Aktivit ä- - 2 - ten. Rechtsextreme Parolen und Positionen dürfen in Gremien des Rates und den Bezirksvertretungen kein Gehör finden. 2. Der Kölner Rat spricht sich ausdrücklich dagegen aus, rechtsextremen und rechtspopulistischen Gruppierungen und Parteien ein Podium für ihre Inszenie- rungen zu geben. Es darf mit Vertreterinnen und Vertretern von diskrimini e- renden und menschenverachtenden Positionen keine Diskussion geführt wer- den. Der Rat wendet sich gegen jegliche Normalität im Umgang mit Rechts- extremen. 3. Der Rat lehnt daher jeden Antrag rechtsextremer und rechtspopulistischer Gruppierungen in seinen Gremien ab. Mit rechtsextremen und rechtspopulisti- schen Stimmen darf weder eine Personalentscheidung noch jegliche inhaltliche Forderung durchgesetzt werden. Rechtsextreme streben nach öffentlicher Aufmerksamkeit und politischem Einfluss. Besonders in der Rolle des „Züng- leins an der Waage“ sehen sie die Chance, sich zu profilieren. Kurzfristige poli- tische Erfolge dürfen deshalb nicht damit erkauft werden, dass die Feinde der Demokratie salonfähig gemacht werden. Es besteht Konsens darüber, dass dieses gemeinsame politische Grundverständnis und dieses gemeinsame Vor- gehen im Umgang mit Rechtsextremen und Rechtspopulisten die Basis für ei- ne gemeinsame politische Kultur ist. Begründung der Dringlichkeit: Erfolgt mündlich in der Sitzung Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE gez. Thor Zimmermann Sprecher Ratsgruppe GUT
Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (SPD)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe GUT An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 06.02.2020 AN/0223/2020 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 06.02.2020 Rat 26.03.2020 Hauptausschuss 07.04.2020 Umgang mit rechtsextremen Parteien im Kölner Rat Die Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten durch die FDP und CDU-Fraktion mit den Stimmen der dortigen AfD-Fraktion – noch dazu unter Führung des Fa- schisten Björn Höcke – ist eine Zäsur im politischen Umgang mit Rechtspopulis- ten und –radikalen in der Bundesrepublik. Hier sind von demokratischen Parteien sehenden Auges die Schutzwälle gegen Rechtsradikalismus im parlamentarischen Kontext niedergerissen worden. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand auf allen Ebe- nen Konsens darüber, dass mit den Stimmen von Anti-Demokraten kein (ver- meintlich) politischer Vorteil gezogen werden darf. Auch der Kölner Stadtrat hat am 01.07.2014 ausdrücklich gegen jede Zusam- menarbeit und gegen jegliche Normalität im Umgang mit Rechtsextremen ausge- sprochen. Die unverzeihlichen Vorgänge in Thüringen zeigen aber deutlich, dass die demokratischen Kräfte gut daran tun stets wachsam zu bleiben und gemeinsam Ga- rant dafür zu sein, Rechtsradikalen keinen Raum, kein Gehör und vor allen Dingen keine Macht kampflos zuzugestehen. Aus aktuellem Anlass bekräftigt der Rat der Stadt Köln bekräftigt deshalb seinen Beschluss vom 01.07.2014: Beschluss: 1. Köln ist eine weltoffene, vielfältige und tolerante Stadt. Menschen vieler Nati- onalitäten, Kulturen, Religionen und sexueller Identität sind hier zu Hause. Humanität und Solidarität in unserer Demokratie sind Grundwerte, die die Grundlage unseres kommunalen Zusammenlebens und Handelns sind. Daher gilt es eindeutig Position zu beziehen gegenüber allen nationalistischen, ras- - 2 - sistischen, diskriminierenden und fremdenfeindlichen Ideologien und Aktivit ä- ten. Rechtsextreme Parolen und Positionen dürfen in Gremien des Rates und den Bezirksvertretungen kein Gehör finden. 2. Der Kölner Rat spricht sich ausdrücklich dagegen aus, rechtsextremen und rechtspopulistischen Gruppierungen und Parteien ein Podium für ihre Inszenie- rungen zu geben. Es darf mit Vertreterinnen und Vertretern von diskrimini e- renden und menschenverachtenden Positionen keine Diskussion geführt wer- den. Der Rat wendet sich gegen jegliche Normalität im Umgang mit Rechts- extremen. 3. Der Rat lehnt daher jeden Antrag rechtsextremer und rechtspopulistischer Gruppierungen in seinen Gremien ab. Mit rechtsextremen und rechtspopulisti- schen Stimmen darf weder eine Personalentscheidung noch jegliche inhaltliche Forderung durchgesetzt werden. Rechtsextreme streben nach öffentlicher Aufmerksamkeit und politischem Einfluss. Besonders in der Rolle des „Züng- leins an der Waage“ sehen sie die Chance, sich zu profilieren. Kurzfristige poli- tische Erfolge dürfen deshalb nicht damit erkauft werden, dass die Feinde der Demokratie salonfähig gemacht werden. Es besteht Konsens darüber, dass dieses gemeinsame politische Grundverständnis und dieses gemeinsame Vor- gehen im Umgang mit Rechtsextremen und Rechtspopulisten die Basis für ei- ne gemeinsame politische Kultur ist. Begründung der Dringlichkeit: Erfolgt mündlich in der Sitzung Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE gez. Thor Zimmermann Sprecher Ratsgruppe GUT - 3 -
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0223/2020
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (SPD)
- Datum
- 01.04.2020
- Erstellt
- 06.02.2020 15:26