1196/2019
Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“
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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
1586 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
V/50
Vorlagen-Nummer
1196/2019
Stand: 25.09.2024
Sachstandsbericht
Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung
und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord„
Beschluss:
1. Der Ausschuss Soziales und Senioren erkennt den Bedarf der Maßnahme 5.0.2 „Zuhause
im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler
und Seeberg-Nord“ an.
Er beauftragt die Verwaltung die Maßnahme als Bestandteil des Programms „Starke Vee-
del – Starkes Köln“ extern zu vergeben.
2. Der Ausschuss für Soziales und Senioren verzichtet auf die Vorlage zur formalen Verga-
beentscheidung, wenn das Vergabe- und das Rechnungsprüfungsamt den Vergabevor-
schlägen der Vergabestelle einvernehmlich und ohne Einschränkungen zustimmen.
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“, die ab 01.12.2020 durch Stadt und Handel
Beckmann und Föhrer Stadtplaner Part GmbH umgesetzt wurde, endete vertragsgemäß zum
31.12.2021.
Mit dieser niedrigschwelligen und aktivierenden Maßnahme zur Verbesserung der Teilhabe
und Mitwirkung im direkten Wohnumfeld konnten im Ergebnis die Selbsthilfekräfte und die Ei-
geninitiative der Menschen im Quartier gestärkt und die im Stadtviertel vorhandenen Potenti-
ale und Ressourcen
Status in Bearbeitung
erledigt
Nächste Schritte:
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
2
Beschlussvorlage Ausschuss
10550 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50 Vorlagen-Nummer 1196/2019 Freigabedatum 04.06.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord„ Beschlussorgan Ausschuss Soziales und Senioren Gremium Datum Beschluss: 1. Der Ausschuss Soziales und Senioren erkennt den Bedarf der Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Ve- edel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg- Nord“ an. Er beauftragt die Verwaltung die Maßnahme als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ extern zu vergeben. 2. Der Ausschuss für Soziales und Senioren verzichtet auf die Vorlage zur formalen Vergabeent- scheidung, wenn das Vergabe- und das Rechnungsprüfungsamt den Vergabevorschlägen der Vergabestelle einvernehmlich und ohne Einschränkungen zustimmen. Alternative: Der Ausschuss Soziales und Senioren erkennt den Bedarf der Maßnahme 5.0.2 Zuhause im Veedel für Chorweiler nicht an. Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 27.06.2019 Stadtentwicklungsausschuss 04.07.2019 Finanzausschuss 08.07.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 24.06.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 126.813 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 88.769 € 70 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2022 a) Personalaufwendungen 0 € b) Sachaufwendungen etc. 0 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2022 a) Erträge 0 € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: 1. Ausgangslage: Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord liegt am nördlichen Stadtrand Kölns. Die Großwohnraumsiedlung Chorweiler-Mitte ist in den 1970er Jahren entstanden. Die Sozial- struktur zeigt, dass die Bewohnerschaft durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevöl- kerungsgruppen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit baulichen Mängeln der Großwohnsiedlung. Durch die Überlagerung von so- zialer Benachteiligung der Bewohnerschaft und einer unterdurchschnittlichen Qualität der Wohn- und Lebensbedingungen werden Handlungsbedarfe insbesondere im Wohnumfeld der Groß- wohnsiedlung deutlich. Gerade zahlreiche „Zwischenräume“ die nicht klar einzelnen Eigentümern zuzuordnen sind oder deren Eigentümer sich aus verschiedenen Gründen nicht angemessen kümmern (können) weisen sichtbare Spuren von Verwahrlosung auf, die sich auch dann negativ auf das Verhalten und Ver- antwortungsbewusstsein für das Wohnumfeld rückkoppeln können (Broken-Window-Effekt) und in diesem Sinne stigmatisierte Adressen manifestieren. Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am Leben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die Bewohne- rinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. Dies betrifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Mit Chorweiler-Mitte wurde ein Quartier identifiziert, das durch erhebliche soziale Problemlagen gekennzeichnet ist. Folgende Merkmale sind besonders hervorzuheben: 3 Räumliche Konzentration von Armut/Abhängigkeit von Transferleistungen Hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen Strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds Negatives Image Geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem Quartier 2. Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) „Starkes Veedel – Starkes Köln“ hat die Stadt Köln auf den Projektaufruf „Starke Quartiere – Starke Menschen“ des Landes Nordrhein- Westfalen von Februar 2015 reagiert. „Starke Quartiere – Starke Menschen“ greift die Strategie der Europäischen Union für die Förder- periode 2014 bis 2020 auf und ermöglicht Städten und Gemeinden, in ausgewählten Quartieren präventive und nachhaltige Entwicklungen in den unterschiedlichen Lebensbereichen umzusetzen sowie Armut und Ausgrenzung entgegen zu wirken. Der Rat der Stadt Köln hat am 20.12.2016 das ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Vorlage-Nr 2899/2016) als zukunftsweisendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung be- schlossen und die Verwaltung beauftragt, unter Nutzung möglicher Förderzugänge die dargestell- ten Maßnahmen umzusetzen. Aufbauend auf dem Leitkonzept wurde für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und See- berg-Nord“ zudem ein sozialraumspezifisches ISEK (Phase I) erarbeitet (Vorlage-Nr. 0743/2017). Das ISEK (Phase I) sieht mit dem daran anknüpfenden fortgeschriebenen ISEK (Phase II) (Vorla- ge-Nr. 2788/2018) eine langfristig angelegte Quartiersentwicklungsstrategie für den Sozialraum vor. Eins dieser Projekte ist „Zuhause im Veedel“, dem für Chorweiler-Mitte Mittel bis 31.12.2021 be- willigt wurden. Das Ziel des Stadtentwicklungskonzepts ist es, die besonders von sozialer Benachteiligung be- troffenen Stadtquartiere in Köln zu stärken, Armut zu bekämpfen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen nachhaltig zu ver- bessern. Es baut auf dem Programm „Lebenswerte Veedel - Bürger und Sozialraumorientierung in Köln“ auf, mit dem die Stadt Köln in elf Gebieten bereits seit 2006 aktiv ist und zahlreiche Vor- haben realisiert oder angestoßen hat. Unter anderem für den Sozialraum „Blumenberg, Chorwei- ler und Seeberg-Nord“. 3. Projektbeschreibung Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt unmittelbar an den Lebenslagen der Quartiersbewohne- rinnen und -bewohner an, um durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der „Wohnad- resse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder) zu initiieren, etablieren und verstetigen. Das Ziel der im Projekt geplanten aktivierenden Mieter- und Nachbarschaftsarbeit ist es, allen im Stadtviertel lebenden Menschen, unabhängig von der persönlichen Lebenssituation, der Herkunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsfähigkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesell- schaftlichen Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von Armut und sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Durch die Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen dafür geschaf- fen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels ihre Interessen vertreten, ihre Rechte als Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und Bewohner wahrnehmen und sich bür- 4 gerschaftlich engagieren können, um sich aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes einbringen zu können. Auch das Quartiersmanagement im Gesamtgebiet zielt darauf ab, die Bewohnerschaft des Sozial- raums zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen, daraus Barrieren abzubauen und den Netzwerkgedanken zu stärken. Die Situation im identifizierten, insgesamt viel kleineren Stadtvier- tel Chorweiler-Mitte erfordert jedoch eine intensivere Betrachtung. Hier leben überwiegend sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die eher artikulationsschwach sind und mit besonders nie- derschwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert werden müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme. Eine Verbesserung der Lebensbedingungen im ausgewählten Quartier kann nur durch ein inte- griertes Handeln erreicht werden, bei dem die Bewohner selbst die entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden. Aufgabe im Rahmen des Projektes ist es, in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen die Lebensqualität vor Ort zu steigern, die das Quartier beeinträchtigenden strukturellen Probleme zu erkunden und sie konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und Partizipationsprozesse zur positiven Veränderung zu ermöglichen. Die Soziale Arbeit knüpft an den konkret festgestellten In- teressen und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und unterstützt bei der Entwicklung bedarfs- gerechter Beratungs-, Aktivierungs- und Unterstützungsleistungen für das Quartier. Es handelt sich um eine niedrigschwellige und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von Teilhabe und Mitwirkung im direkten Wohnumfeld. Der Auftragnehmer strebt mit allen Aktivitäten danach, die Selbsthilfekräfte und die Eigeninitiative der Menschen im Quartier zu stärken und die im Stadtviertel vorhandenen Potentiale und Res- sourcen zu unterstützen und zu fördern. 4. Vergabe Die Maßnahme soll extern vergeben werden. Das Vergabeverfahren wird entsprechend den gesetzlichen Vergabebestimmungen und der städ- tischen Vergabeordnung (KVO) in Abstimmung mit dem Zentralen Vergabeamt und dem Rech- nungsprüfungsamt durchgeführt. Gemäß den Bestimmungen des Fördermittelgebers sind städtische Personalkosten nicht förder- fähig. Die zu vergebenden Fremdleistungen dürfen daher nur in Form von Liefer- oder Dienstleis- tungen, nicht aber in Form von Honorar-, Dienst- oder Arbeitsverträgen beauftragt werden. Der Bedarf der Maßnahme 5.0.2 - Zuhause im Veedel wurde im Zuge der „Großen Bedarfsprü- fung“ mit Bescheid vom 04.06.2018 durch das Rechnungsprüfungsamt anerkannt. (Die dieser Be- schlussvorlage zugrunde liegende Kostenkalkulation weicht weniger als 20 % von der in der „Großen Bedarfsprüfung“ anerkannten Summe ab.) Die Maßnahme wurde dem Amt für Personal, Organisation und Innovation zur Kenntnis vorgelegt (gem. Ziffer 6.3 Bedarfsprüfungsrichtlinie) 5. Finanzen Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahme mit einem Gesamtkostenvolumen von 126.813 € erfolgt aus dem Teilergebnisplan 0902 Stadtentwicklung Teilplanzeile 13 – Auf- wendungen für Sach- und Dienstleistungen. Aufgrund des nicht mehr vollständig zu nutzenden Planungszeitrahmens (Ende der Förderperio- de) von ursprünglich 42 Monaten auf nunmehr 27 Monate, reduzieren sich die Kosten und auch die Fördermittel und der Eigenanteil der Stadt Köln entsprechend. Die Änderungen hinsichtlich Laufzeit und Kostenverringerung befinden sich im Abstimmungspro- zess mit dem Fördermittelgeber. ANLAGE Maßnahmenblatt aktueller Stand 5
Maßnahmenblatt (aktualisiert)
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Laufende Nummer 5.0.2 Handlungsfeld: Wohnen Maßnahme „Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und Wohnumfeldpflege im Quartier“ Chorweiler Mitte Mieter- und Nachbarschaftsarbeit Inhalt Ausgangslage Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am Leben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. Dies trifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Die Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte ist in den 1970er Jahren entstanden. Die Sozialstruktur zeigt, dass die Bewohnerschaft durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit baulichen Mängeln der Großwohnsiedlung. Durch die Überlagerung von sozialer Benachteiligung der Bewohnerschaft und einer unterdurchschnittlichen Qualität der Wohn- und Lebensbedingungen werden Handlungsbedarfe insbesondere im Wohnumfeld der Großwohnsiedlung deutlich. Gerade zahlreiche „Zwischenräume“, die nicht klar einzelnen Eigentümer zuzuordnen sind oder deren Eigentümer sich aus verschiedenen Gründen nicht angemessen kümmern (können), weisen sichtbare Spuren von Verwahrlosung auf, die sich dann negativ auf das Verhalten im und das Verantwortungsbewusstsein für das Wohnumfeld rückkoppeln (Broken Window Theorie) und in diesem Sinne stigmatisierte Adressen manifestieren. Folgende Merkmale sind in Chorweiler Mitte besonders hervorzuheben: räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit von Transferleistungen hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen strukturelle Mängel der Wohnungen, des Umfelds oder / und der Lage negatives Image geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem Quartier Projektbeschreibung Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt unmittelbar bei den Lebenslagen der Quartiersbewohnerinnen und –bewohner an. So kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der „Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder-) initiiert, -etabliert und verstetigt werden. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit sind die Akteure der Wohnungswirtschaft frühzeitig und kontinuierlich in den Prozess einzubeziehen. .In Chorweiler Mitte stellt die GAG Immobilien AG einen wichtigen Partner dar und wurde von der Stadt beauftragt, den in Zwangsverwaltung stehenden Bestand von über 1.200 Wohneinheiten in Chorweiler zu erwerben und zu bewirtschaften. Ebenso ist eine enge Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination vor Ort und dem Quartiersmanagement sicherzustellen. Das Quartiersmanagement zielt darauf ab, die Bewohnerschaft des Sozialraums zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen, dadurch Barrieren abzubauen und den Netzwerkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in diesem Kontext bereits eine Ansprache der Bewohnerschaft. Die Situation im Umfeld der Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte erfordert jedoch eine intensivere Betrachtung. Hier leben vorzugsweise sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die eher artikulationsschwach sind und mit besonders niederschwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert werden müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme. Aktivierung und Beteiligung im Quartier Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale Problemlagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen Lebensbedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln erreicht werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner selbst eine entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern mit ihnen sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden. Aufgabe der Mieter- und Nachbarschaftsarbeit wird sein, in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen die Lebensqualität vor Ort zu steigern, die das Quartier beeinträchtigenden strukturellen Probleme zu erkunden, sie konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen. Schwerpunkte sind die sozialen Lebensverhältnisse und der persönliche Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die konkrete Aktivierung der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die Soziale Arbeit knüpft an den konkret festgestellten Interessen, Aktivitäten und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und entwickelt daraus bedarfsgerechte Beratungs-, Aktivierungs- und Unterstützungsleistungen für das Quartier. Die Aktivierungsaufgabe wird in Abstimmung mit der Sozialraumkoordination und dem Quartiersmanagement geleistet und lässt sich in drei Phasen beschreiben: Phase 1 Kontinuierliche Präsenz im Quartier Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung (nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort in Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination und dem Quartiersmanagement (vergleiche Projekt Nummer 0.0.1). Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfslagen im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit. Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die Organisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, kulturellen Veranstaltungen, Informationsangeboten und Aktionen, Gebiets- und Gebäudebegehungen mit der Sozialraumkoordination und dem Quartiersmanagement Phase 2 Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräten Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen und kulturellen Leben im Quartier Verbesserung der Lebensbedingungen durch Maßnahmen zur Aufwertung des Quartiers und Erhöhung der Sicherheit Erhöhung der Teilhabechancen in den Bereichen Beschäftigung, Bildung und Gesundheit Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung (Lobbyarbeit für das Quartier) Phase 3 Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen Strukturen der Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. Das Maß der weiterhin erforderlichen professionellen Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche Begleitung einer Hochschule ermittelt werden. Die in den Quartieren vorhandenen Problemlagen müssen in einem begrenzten Zeitraum beeinflusst werden können. Parallel dazu werden weitere kommunale Handlungsstrategien und Maßnahmen zur Erreichung der Ziele eingesetzt. Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier, Wohnungswirtschaftliche Akteure Ziele Querschnittsziel Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung Operative Ziele Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen Verbesserte Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Quartier Projektziele Ziel der aktivierenden Mieter- und Nachbarschaftsarbeit ist es, allen in den Quartieren lebenden Menschen, unabhängig von der persönlichen Lebenssituation, der Herkunft, der sozialen Stellung und materiellen Leistungsfähigkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von Armut und sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Durch die Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere ihre Interessen vertreten, ihre Rechte als Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und Bewohner wahrnehmen und sich bürgerschaftlich engagieren können. Indikatoren Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der aktivierenden Befragungen Anzahl der initiierte Aktivitäten und Projekte in der Bewohnerschaft Anzahl der aufgebaute Anlaufstellen und Kommunikationsräume in den Quartieren Anzahl der aufgebaute beziehungsweise unterstützte Mieterinitiativen und Mieterräte Anzahl der aufgebaute spezifische Beratungsangebote (Mieterberatung) Anzahl der durchgeführte und dokumentierte Mietertreffen Kosten Personalkosten für den Sozialraum Chorweiler-Mitte (externe Vergabe) 0,5 Stelle S 15: 35.250 € pro Jahr für 2 Jahre 3 Monate: 79.313 € Personalkosten: 79.313 € Sachkosten für den Sozialraum Chorweiler-Mitte Kostenermittlung für 2,25 Jahre: Raumkosten: 12.553 € Einrichtungsgegenstände: 1.067 € Geschäftskosten: 2.871 € Fernsprechkosten: 779 € IT-Kosten: 11.480 € Sachkosten: 28.750 € Aktivierungsbudget Aktivierende Befragung: 6.500,00 € Wissenschaftliche Begleitung: 7.000,00 € Beteiligungsverfahren: 5.250,00 € Aktivierungsbudget: 18.750 € Gesamtkosten: 126.813 € Davon in 2019: 14.091 € Davon in 2020: 56.361 € Davon in 2021: 56.361 € Projektlaufzeit / Zeitraum 01.10.2019 – 31.12.2021 27 Monate / 2,25 Jahre . Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren Förderung Städtebauförderung Bemerkung
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1196/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 19.06.2019
- Erstellt
- 28.03.2019 14:59