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1196/2019

Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“

Beschlussvorlage Ausschuss 19.06.2019

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Nächste Beratung: Finanzausschuss, Sitzung am 08.07.2019, TOP 10.6

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Maßnahmenblatt (aktualisiert)

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

1586 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/50 
 
 
Vorlagen-Nummer 
1196/2019
Stand: 25.09.2024 
Sachstandsbericht  
Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung 
und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord„ 
Beschluss:  
 
1. Der Ausschuss Soziales und Senioren erkennt den Bedarf der Maßnahme 5.0.2 „Zuhause 
im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord“ an. 
Er beauftragt die Verwaltung die Maßnahme als Bestandteil des Programms „Starke Vee-
del – Starkes Köln“ extern zu vergeben. 
 
 
2. Der Ausschuss für Soziales und Senioren verzichtet auf die Vorlage zur formalen Verga-
beentscheidung, wenn das Vergabe- und das Rechnungsprüfungsamt den Vergabevor-
schlägen der Vergabestelle einvernehmlich und ohne Einschränkungen zustimmen. 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
 
Die Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozial-
raum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“, die ab 01.12.2020 durch Stadt und Handel 
Beckmann und Föhrer Stadtplaner Part GmbH umgesetzt wurde, endete vertragsgemäß zum 
31.12.2021.  
 
Mit dieser niedrigschwelligen und aktivierenden Maßnahme zur Verbesserung der Teilhabe 
und Mitwirkung im direkten Wohnumfeld konnten im Ergebnis die Selbsthilfekräfte und die Ei-
geninitiative der Menschen im Quartier gestärkt und die im Stadtviertel vorhandenen Potenti-
ale und Ressourcen 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Nächste Schritte: 
 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:

2

Beschlussvorlage Ausschuss

10550 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/50 
 
Vorlagen-Nummer 
 1196/2019 
Freigabedatum 04.06.2019 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Veedel – Aktivierung und 
Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord„ 
Beschlussorgan 
Ausschuss Soziales und Senioren 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Ausschuss Soziales und Senioren erkennt den Bedarf der Maßnahme 5.0.2 „Zuhause im Ve-
edel – Aktivierung und Beteiligung im Quartier Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-
Nord“ an. 
Er beauftragt die Verwaltung die Maßnahme als Bestandteil des Programms „Starke Veedel – 
Starkes Köln“ extern zu vergeben. 
 
 
2. Der Ausschuss für Soziales und Senioren verzichtet auf die Vorlage zur formalen Vergabeent-
scheidung, wenn das Vergabe- und das Rechnungsprüfungsamt den Vergabevorschlägen der 
Vergabestelle einvernehmlich und ohne Einschränkungen zustimmen. 
 
 
 
 
 
Alternative: 
 
Der Ausschuss Soziales und Senioren erkennt den Bedarf der Maßnahme 5.0.2 Zuhause im Veedel 
für Chorweiler nicht an. 
 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 27.06.2019 
Stadtentwicklungsausschuss 04.07.2019 
Finanzausschuss 08.07.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 24.06.2019

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  126.813 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja   88.769   € 70 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2022 
a) Personalaufwendungen    0 € 
b) Sachaufwendungen etc.    0 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2022 
a) Erträge    0 € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung: 
 
1. Ausgangslage: 
 
 
Der Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord liegt am nördlichen Stadtrand Kölns. 
Die Großwohnraumsiedlung Chorweiler-Mitte ist in den 1970er Jahren entstanden. Die Sozial-
struktur zeigt, dass die Bewohnerschaft durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten Bevöl-
kerungsgruppen gekennzeichnet ist.  
 
Dies geht einher mit baulichen Mängeln der Großwohnsiedlung. Durch die Überlagerung von so-
zialer Benachteiligung der Bewohnerschaft und einer unterdurchschnittlichen Qualität der Wohn- 
und Lebensbedingungen werden Handlungsbedarfe insbesondere im Wohnumfeld der Groß-
wohnsiedlung deutlich.  
Gerade zahlreiche „Zwischenräume“ die nicht klar einzelnen Eigentümern zuzuordnen sind oder 
deren Eigentümer sich aus verschiedenen Gründen nicht angemessen kümmern (können) weisen 
sichtbare Spuren von Verwahrlosung auf, die sich auch dann negativ auf das Verhalten und Ver-
antwortungsbewusstsein für das Wohnumfeld rückkoppeln können (Broken-Window-Effekt) und in 
diesem Sinne stigmatisierte Adressen manifestieren.  
 
Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am Leben im Stadtviertel beteiligt sein. 
Die Wohnung, das direkte Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die Bewohne-
rinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen 
zentrale Ansatzpunkte. Dies betrifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen meist 
viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. 
 
Mit Chorweiler-Mitte wurde ein Quartier identifiziert, das durch erhebliche soziale Problemlagen 
gekennzeichnet ist. Folgende Merkmale sind besonders hervorzuheben:

3 
 
 Räumliche Konzentration von Armut/Abhängigkeit von Transferleistungen 
 Hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen 
 Strukturelle Mängel der Wohnungen und des Umfelds 
 Negatives Image 
 Geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem Quartier 
 
2. Das Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
 
Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) „Starkes Veedel – Starkes Köln“ hat die 
Stadt Köln auf den Projektaufruf „Starke Quartiere – Starke Menschen“ des Landes Nordrhein-
Westfalen von Februar 2015 reagiert. 
„Starke Quartiere – Starke Menschen“ greift die Strategie der Europäischen Union für die Förder-
periode 2014 bis 2020 auf und ermöglicht Städten und Gemeinden, in ausgewählten Quartieren 
präventive und nachhaltige Entwicklungen in den unterschiedlichen Lebensbereichen umzusetzen 
sowie Armut und Ausgrenzung entgegen zu wirken. 
 
Der Rat der Stadt Köln hat am 20.12.2016 das ISEK „Starke Veedel – Starkes Köln“ (Vorlage-Nr 
2899/2016) als zukunftsweisendes Leitkonzept zur Sozialraumorientierten Stadtentwicklung be-
schlossen und die Verwaltung beauftragt, unter Nutzung möglicher Förderzugänge die dargestell-
ten Maßnahmen umzusetzen.  
 
Aufbauend auf dem Leitkonzept wurde für den Sozialraum „Blumenberg, Chorweiler und See-
berg-Nord“ zudem ein sozialraumspezifisches ISEK (Phase I) erarbeitet (Vorlage-Nr. 0743/2017). 
Das ISEK (Phase I) sieht mit dem daran anknüpfenden fortgeschriebenen ISEK (Phase II) (Vorla-
ge-Nr. 2788/2018) eine langfristig angelegte Quartiersentwicklungsstrategie für den Sozialraum 
vor.  
 
Eins dieser Projekte ist „Zuhause im Veedel“, dem für Chorweiler-Mitte Mittel bis 31.12.2021 be-
willigt wurden. 
 
 
 
Das Ziel des Stadtentwicklungskonzepts ist es, die besonders von sozialer Benachteiligung be-
troffenen Stadtquartiere in Köln zu stärken, Armut zu bekämpfen, den sozialen Zusammenhalt zu 
stärken und die Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen nachhaltig zu ver-
bessern. Es baut auf dem Programm „Lebenswerte Veedel - Bürger und Sozialraumorientierung 
in Köln“ auf, mit dem die Stadt Köln in elf Gebieten bereits seit 2006 aktiv ist und zahlreiche Vor-
haben realisiert oder angestoßen hat. Unter anderem für den Sozialraum „Blumenberg, Chorwei-
ler und Seeberg-Nord“.  
 
 
 
 
3. Projektbeschreibung 
 
Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt unmittelbar an den Lebenslagen der Quartiersbewohne-
rinnen und -bewohner an, um durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der „Wohnad-
resse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder) zu initiieren, etablieren und verstetigen. 
 
Das Ziel der im Projekt geplanten aktivierenden Mieter- und Nachbarschaftsarbeit ist es, allen im 
Stadtviertel lebenden Menschen, unabhängig von der persönlichen Lebenssituation, der Herkunft, 
der sozialen Stellung und materiellen Leistungsfähigkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am gesell-
schaftlichen Leben zu eröffnen und damit einer Verfestigung von Armut und sozialer Ausgrenzung 
vorzubeugen. Durch die Aktivierung und Beteiligung werden die Voraussetzungen dafür geschaf-
fen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels ihre Interessen vertreten, ihre Rechte 
als Mieterinnen und Mieter sowie als Bewohnerinnen und Bewohner wahrnehmen und sich bür-

4 
gerschaftlich engagieren können, um sich aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes einbringen 
zu können. 
Auch das Quartiersmanagement im Gesamtgebiet zielt darauf ab, die Bewohnerschaft des Sozial-
raums zu erreichen, zu aktivieren und zu unterstützen, daraus Barrieren abzubauen und den 
Netzwerkgedanken zu stärken. Die Situation im identifizierten, insgesamt viel kleineren Stadtvier-
tel Chorweiler-Mitte erfordert jedoch eine intensivere Betrachtung. Hier leben überwiegend sozial 
benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die eher artikulationsschwach sind und mit besonders nie-
derschwellig angelegten Methoden angesprochen und aktiviert werden müssen. Dies erfolgt im 
Rahmen dieser Maßnahme. 
Eine Verbesserung der Lebensbedingungen im ausgewählten Quartier kann nur durch ein inte-
griertes Handeln erreicht werden, bei dem die Bewohner selbst die entscheidende Rolle spielen. 
Nicht für sie, sondern mit ihnen sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden. 
Aufgabe im Rahmen des Projektes ist es, in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen die 
Lebensqualität vor Ort zu steigern, die das Quartier beeinträchtigenden strukturellen Probleme zu 
erkunden und sie konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und Partizipationsprozesse zur 
positiven Veränderung zu ermöglichen. Die Soziale Arbeit knüpft an den konkret festgestellten In-
teressen und Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und unterstützt bei der Entwicklung bedarfs-
gerechter Beratungs-, Aktivierungs- und Unterstützungsleistungen für das Quartier. Es handelt 
sich um eine niedrigschwellige und aktivierende Maßnahme zur Verbesserung von Teilhabe und 
Mitwirkung im direkten Wohnumfeld. 
Der Auftragnehmer strebt mit allen Aktivitäten danach, die Selbsthilfekräfte und die Eigeninitiative 
der Menschen im Quartier zu stärken und die im Stadtviertel vorhandenen Potentiale und Res-
sourcen zu unterstützen und zu fördern. 
 
4. Vergabe 
 
Die Maßnahme soll extern vergeben werden.  
Das Vergabeverfahren wird entsprechend den gesetzlichen Vergabebestimmungen und der städ-
tischen Vergabeordnung (KVO) in Abstimmung mit dem Zentralen Vergabeamt und dem Rech-
nungsprüfungsamt durchgeführt. 
Gemäß den Bestimmungen des Fördermittelgebers sind städtische Personalkosten nicht förder-
fähig. Die zu vergebenden Fremdleistungen dürfen daher nur in Form  von Liefer- oder Dienstleis-
tungen, nicht aber in Form von Honorar-, Dienst- oder Arbeitsverträgen beauftragt werden. 
Der Bedarf der Maßnahme 5.0.2 - Zuhause im Veedel wurde im Zuge der „Großen Bedarfsprü-
fung“ mit Bescheid vom 04.06.2018 durch das Rechnungsprüfungsamt anerkannt. (Die dieser Be-
schlussvorlage zugrunde liegende Kostenkalkulation weicht weniger als 20 % von der in der 
„Großen Bedarfsprüfung“ anerkannten Summe ab.) 
  
Die Maßnahme wurde dem Amt für Personal, Organisation und Innovation zur Kenntnis vorgelegt 
(gem. Ziffer 6.3 Bedarfsprüfungsrichtlinie) 
 
 
5. Finanzen 
 
Die Finanzierung der mit 70 Prozent förderfähigen Maßnahme mit einem Gesamtkostenvolumen  
von 126.813 € erfolgt aus dem Teilergebnisplan 0902 Stadtentwicklung Teilplanzeile 13 – Auf-
wendungen für Sach- und Dienstleistungen. 
 
Aufgrund des nicht mehr vollständig zu nutzenden Planungszeitrahmens (Ende der Förderperio-
de) von ursprünglich 42 Monaten auf nunmehr 27 Monate, reduzieren sich die Kosten und auch 
die Fördermittel und der Eigenanteil der Stadt Köln entsprechend.   
 
Die Änderungen hinsichtlich Laufzeit und Kostenverringerung befinden sich im Abstimmungspro-
zess mit dem Fördermittelgeber. 
 
ANLAGE 
 
 Maßnahmenblatt aktueller Stand

5

Maßnahmenblatt (aktualisiert)

8818 Zeichen

Laufende Nummer 5.0.2 Handlungsfeld: Wohnen 
Maßnahme 
„Zuhause im Veedel – Aktivierung, Beteiligung und 
Wohnumfeldpflege im Quartier“ Chorweiler Mitte 
Mieter- und Nachbarschaftsarbeit  
Inhalt Ausgangslage 
Wohnen bedeutet zu Hause sein, sich wohl fühlen, aktiv am 
Leben im Stadtviertel beteiligt sein. Die Wohnung, das direkte 
Wohnumfeld und die unmittelbare Nachbarschaft sind für die 
Bewohnerinnen und Bewohner wichtig und bei der Integration 
unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zentrale Ansatzpunkte. 
Dies trifft besonders für sozial belastete Quartiere zu, in denen 
meist viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind.  
Die Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte ist in den 1970er Jahren 
entstanden. Die Sozialstruktur zeigt, dass die Bewohnerschaft 
durch einen hohen Anteil an sozial benachteiligten 
Bevölkerungsgruppen gekennzeichnet ist. Dies geht einher mit 
baulichen Mängeln der Großwohnsiedlung. Durch die 
Überlagerung von sozialer Benachteiligung der Bewohnerschaft 
und einer unterdurchschnittlichen Qualität der Wohn- und 
Lebensbedingungen werden Handlungsbedarfe insbesondere im 
Wohnumfeld der Großwohnsiedlung deutlich. Gerade zahlreiche 
„Zwischenräume“, die nicht klar einzelnen Eigentümer 
zuzuordnen sind oder deren Eigentümer sich aus verschiedenen 
Gründen nicht angemessen kümmern (können), weisen sichtbare 
Spuren von Verwahrlosung auf, die sich dann negativ auf das 
Verhalten im und das Verantwortungsbewusstsein für das 
Wohnumfeld rückkoppeln (Broken Window Theorie) und in 
diesem Sinne stigmatisierte Adressen manifestieren.  
Folgende Merkmale sind in Chorweiler Mitte besonders 
hervorzuheben:  
 räumliche Konzentration von Armut / Abhängigkeit von 
Transferleistungen 
 hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen 
 strukturelle Mängel der Wohnungen, des Umfelds oder / 
und der Lage 
 negatives Image 
 geringe Identifikation der Wohnbevölkerung mit dem 
Quartier 
Projektbeschreibung 
Das Projekt „Zuhause im Veedel“ setzt unmittelbar bei den 
Lebenslagen der Quartiersbewohnerinnen und –bewohner  an. 
So kann durch eine frühzeitige und sichtbare Verbesserung der 
„Wohnadresse“ eine Kultur der Eigenverantwortlichkeit (wieder-) 
initiiert, -etabliert und verstetigt werden.  
Zur Sicherung der Nachhaltigkeit sind die Akteure der 
Wohnungswirtschaft frühzeitig und kontinuierlich in den Prozess 
einzubeziehen.   .In Chorweiler Mitte stellt die GAG Immobilien

AG einen wichtigen Partner dar und wurde von der Stadt 
beauftragt, den in Zwangsverwaltung stehenden Bestand von 
über 1.200 Wohneinheiten in Chorweiler zu erwerben und zu 
bewirtschaften.  
Ebenso ist eine enge Zusammenarbeit mit der 
Sozialraumkoordination vor Ort und dem Quartiersmanagement 
sicherzustellen. Das Quartiersmanagement zielt darauf ab, die 
Bewohnerschaft des Sozialraums zu erreichen, zu aktivieren und 
zu unterstützen, dadurch Barrieren abzubauen und den 
Netzwerkgedanken zu stärken. Somit erfolgt in diesem Kontext 
bereits eine Ansprache der Bewohnerschaft. Die Situation im 
Umfeld der Großwohnsiedlung Chorweiler Mitte erfordert jedoch 
eine intensivere Betrachtung. Hier leben vorzugsweise sozial 
benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die eher 
artikulationsschwach sind und mit besonders niederschwellig 
angelegten Methoden angesprochen und aktiviert werden 
müssen. Dies erfolgt im Rahmen dieser Maßnahme.  
 
Aktivierung und Beteiligung im Quartier 
Das ausgewählte Quartier ist durch erhebliche soziale 
Problemlagen gekennzeichnet. Eine Verbesserung der dortigen 
Lebensbedingungen kann nur durch ein integriertes Handeln 
erreicht werden, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner 
selbst eine entscheidende Rolle spielen. Nicht für sie, sondern 
mit ihnen sollen Veränderungen geplant und umgesetzt werden.  
Aufgabe der Mieter- und Nachbarschaftsarbeit wird sein, in 
Zusammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen die 
Lebensqualität vor Ort zu steigern, die das Quartier 
beeinträchtigenden strukturellen Probleme zu erkunden, sie 
konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und 
Partizipationsprozesse zu ermöglichen. Schwerpunkte sind die 
sozialen Lebensverhältnisse und der persönliche Kontakt mit den 
Bewohnerinnen und Bewohnern sowie die konkrete Aktivierung 
der Menschen in ihrer Lebenswelt. Die Soziale Arbeit knüpft an 
den konkret festgestellten Interessen, Aktivitäten und 
Bedürfnislagen der Bewohnerschaft an und entwickelt daraus 
bedarfsgerechte Beratungs-, Aktivierungs- und 
Unterstützungsleistungen für das Quartier.  
Die Aktivierungsaufgabe wird in Abstimmung mit der 
Sozialraumkoordination und dem Quartiersmanagement  
geleistet und lässt sich in drei Phasen beschreiben: 
Phase 1 
 Kontinuierliche Präsenz im Quartier 
 Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung 
(nach Möglichkeit mehrsprachig) zur Herausarbeitung von 
Handlungsbedarfen aus Sicht der Bewohnerinnen und 
Bewohner vor Ort in Zusammenarbeit mit der 
Sozialraumkoordination und dem Quartiersmanagement 
(vergleiche Projekt Nummer 0.0.1). 
 Erkundung der Interessen, Ressourcen und Bedarfslagen 
im Quartier durch Methoden aufsuchender Arbeit.

 Soziale Aktivierung der Wohnbevölkerung durch die 
Organisation von Versammlungen, Stadtteilfesten, 
kulturellen Veranstaltungen, Informationsangeboten und 
Aktionen, Gebiets- und Gebäudebegehungen mit der 
Sozialraumkoordination und dem Quartiersmanagement 
Phase 2 
 Aufbau von Selbstbestimmungsgremien wie Mieterräten 
 Schaffung von Mitwirkungsmöglichkeiten am sozialen und 
kulturellen Leben im Quartier 
 Verbesserung der Lebensbedingungen durch 
Maßnahmen zur Aufwertung des Quartiers und Erhöhung 
der Sicherheit 
 Erhöhung der Teilhabechancen in den Bereichen 
Beschäftigung, Bildung und Gesundheit  
 Vertretung der Interessen der Wohnbevölkerung 
(Lobbyarbeit für das Quartier) 
Phase 3 
 Nach Auslauf der Förderung sollen die geschaffenen 
Strukturen der Bewohnerbeteiligung verstetigt werden. 
Das Maß der weiterhin erforderlichen professionellen 
Unterstützung soll durch eine wissenschaftliche 
Begleitung einer Hochschule ermittelt werden. 
Die in den Quartieren vorhandenen Problemlagen müssen in 
einem begrenzten Zeitraum beeinflusst werden können. Parallel 
dazu werden weitere kommunale Handlungsstrategien und 
Maßnahmen zur Erreichung der Ziele eingesetzt. 
  
Zielgruppe Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier, 
Wohnungswirtschaftliche Akteure 
Ziele Querschnittsziel 
 Verbesserte Teilhabe und Mitwirkung 
Operative Ziele 
 Stärker unterstützte und entwickelte Wohnadressen  
 Verbesserte Aktivierung der Bewohnerinnen und 
Bewohner in ihrem Quartier 
Projektziele 
 Ziel der aktivierenden Mieter- und Nachbarschaftsarbeit 
ist es, allen in den Quartieren lebenden Menschen, 
unabhängig von der persönlichen Lebenssituation, der 
Herkunft, der sozialen Stellung und materiellen 
Leistungsfähigkeit die Möglichkeit zur Teilhabe am 
gesellschaftlichen Leben zu eröffnen und damit einer 
Verfestigung von Armut und sozialer Ausgrenzung 
vorzubeugen. 
Durch die Aktivierung und Beteiligung werden die 
Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die

Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere ihre 
Interessen vertreten, ihre Rechte als Mieterinnen und 
Mieter sowie als Bewohnerinnen und Bewohner 
wahrnehmen und sich bürgerschaftlich engagieren 
können. 
 
Indikatoren  Anzahl der befragten Bewohnerinnen und Bewohner im 
Rahmen der aktivierenden Befragungen  
 Anzahl der initiierte Aktivitäten und Projekte in der 
Bewohnerschaft 
 Anzahl der aufgebaute Anlaufstellen und 
Kommunikationsräume in den Quartieren 
 Anzahl der aufgebaute beziehungsweise unterstützte 
Mieterinitiativen und Mieterräte 
 Anzahl der aufgebaute spezifische Beratungsangebote 
(Mieterberatung) 
 Anzahl der durchgeführte und dokumentierte Mietertreffen 
   
Kosten Personalkosten für den Sozialraum Chorweiler-Mitte (externe 
Vergabe)  
0,5 Stelle S 15: 35.250 € pro Jahr 
für 2 Jahre 3 Monate: 79.313 € 
Personalkosten:                                         79.313 € 
 
Sachkosten für den Sozialraum Chorweiler-Mitte 
Kostenermittlung für 2,25 Jahre:  
Raumkosten: 12.553 € 
Einrichtungsgegenstände: 1.067 € 
Geschäftskosten: 2.871 € 
Fernsprechkosten: 779 € 
IT-Kosten: 11.480 € 
Sachkosten:                                              28.750 € 
Aktivierungsbudget 
Aktivierende Befragung: 6.500,00 € 
Wissenschaftliche Begleitung: 7.000,00 € 
Beteiligungsverfahren: 5.250,00 € 
Aktivierungsbudget:                                 18.750 € 
 
Gesamtkosten:                                         126.813 € 
Davon in 2019: 14.091 €

Davon in 2020: 56.361 € 
Davon in 2021: 56.361 € 
 
 
Projektlaufzeit / Zeitraum 01.10.2019 – 31.12.2021 
27 Monate / 2,25 Jahre 
 
. 
Projektverantwortlicher Stadt Köln: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren  
Förderung  Städtebauförderung 
 
Bemerkung

Beratungsverlauf (4)

24.06.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 5.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
27.06.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 9.2.3 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
04.07.2019 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
08.07.2019 Finanzausschuss
TOP 10.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1196/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
19.06.2019
Erstellt
28.03.2019 14:59