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0787/2018

Städtische Kindertageseinrichtungen im Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Mitteilung Ausschuss 16.03.2018

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage_1 (Arbeitsfelder im Bundesprogramm Sprach-Kitas von September 2016 bis März 2018).docx

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Mitteilung Ausschuss

7165 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/51/513 
 
Vorlagen-Nummer 16.03.2018 
 0787/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 10.04.2018 
Integrationsrat 16.04.2018 
 
Städtische Kindertageseinrichtungen im Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Spra-
che der Schlüssel zur Welt ist“ 
 
Mit Beginn des Kalenderjahres 2016 startete das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil 
Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ in 100 städtischen Kindertageseinrichtungen. 
Gemäß Ratsbeschluss vom 14.3.2016 (Vorlagennummer 0654/2016) bzw. Änderungsantrag 
vom 13.06.2016 (Vorlagennummer 1641/2016) werden diese städtischen Kindertageseinrich-
tungen in der Sprachbildung besonders unterstützt durch: 
 
• 100 Sprachfachkräfte mit 19,5 Wochenstunden 
 
und 
 
• 4 Sprach-Fachberatungen 
(3 Vollzeit- und eine Teilzeitstelle mit 19,5 Wochenstunden). 
 
Die zusätzlichen Stellen für Sprachfachkräfte und Sprachfachberatungen werden durch das 
Bundesprogramm mit 25.000 Euro, bzw. mit 32.000 Euro, pro Jahr bezuschusst. 
Als Fortentwicklung zum Vorläuferprojekt „Frühe Chancen - Schwerpunktkitas Sprache und 
Integration“ ist die Installation der Sprachfachberatungen zu sehen, welche insgesamt 7 Ver-
bünde aus 10-16 Sprach-Kitas in der Sprachbildung begleiten, beraten und unterstützen. 
Dadurch können die alltagsintegrierte sprachliche Bildung und die neuen Schwerpunkthemen 
nachhaltig im pädagogischen Alltag verankert werden. 
Im Mittelpunkt des Bundesprogrammes steht die alltagsintegrierte sprachliche Bildung. Zu-
sätzlich werden die Handlungsfelder inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien

2 
 
bearbeitet. 
 
Mit der Vorlage 2956/2016 hat die Verwaltung im September 2016 den Jugendhilfeaus-
schuss und den Integrationsrat über den Start des Bundesprogramms informiert und ange-
kündigt, die betreffenden Ausschüsse kontinuierlich zum Programm zu informieren. 
 
Starterkonferenz 
 
Am 29. September 2016 fand für alle teilnehmenden 100 städtischen Sprach-Kitas im Bun-
desprogramm die Auftaktveranstaltung im Rautenstrauch-Joest-Museum statt. 
Eingeladen waren die Tandems der Sprach-Kitas (100 Sprachfachkräfte + 100 Leitungen), 
die Fachberatungen der 226 städtischen Kindertageseinrichtungen und Kolleginnen und Kol-
legen aus der Abteilung Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für Kinder. 
Thematische Schwerpunkte waren die grundsätzliche Organisation des Bundesprogramms, 
ein Überblick über die inhaltlichen Themen des Bundesprogramms und ein Input-Vortrag von 
Prof. Dr. Timm Albers (Professur für Inklusive Pädagogik an der Universität Paderborn) zum 
Thema „Inklusion + Sprache“. 
 
Inhousebegleitungen 
 
In 2016/2017 besuchten die Sprachfachberatungen regelmäßig, ca. alle drei Monate, die 
Tandems in den Einrichtungen. Diese Besuche dienten dazu, die Tandems in ihrer Arbeit zu 
begleiten und zu unterstützen. Die einrichtungsspezifischen Ziele in Bezug auf Sprachbildung 
wurden weiterentwickelt und die Sprachfachberatungen gaben Anregungen und Impulse zur 
Umsetzung des Bundesprogramms. Es fanden ein intensiver Austausch und eine differen-
zierte Beratung statt. Außerdem wurden bei Bedarf zusätzliche Arbeitsmaterialien (Fachlite-
ratur, Methoden, Filme  usw.) zur Verfügung gestellt. 
 
Inhousebündelungen 
 
Zusätzlich zu den Inhousebegleitungen wurden von den Sprachfachberatungen pro Verbund 
bis zu drei Inhousebündelungen zur kollegialen Beratung oder zu aktuellen Themen angebo-
ten. Die Kita-Leitungen und die Sprachfachkräfte hatten die Möglichkeit, sich in kleineren 
Gruppen zusammenzufinden und je nach Interessenslage spezielle Themen zum Thema 
Sprachbildung zu bearbeiten.

3 
 
In diesen kleineren Gruppen konnte effektiv und nah an den Bedürfnissen der Teilnehmerin-
nen und Teilnehmer zusammengearbeitet werden. Die Kolleginnen und Kollegen lernten sich 
besser kennen, was die Netzwerkarbeit und damit die gegenseitige Unterstützung begünstig-
te. 
 
Tandemqualifizierungen 
 
Pro Verbund führten die Sprachfachberatungen bisher 5 Tandemqualifizierungen durch, wel-
che inhaltlich angelehnt waren an die Handlungsfelder des Bundesprogramms. 
Themenschwerpunkte waren: „Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit“, „Inklusion: Aner-
kennung von Vielfalt“, „Vorurteilsbewusste Erziehung“, „Zusammenarbeit mit Familien“ und 
„Alltagintegrierte Sprachbildung“. 
Anhand von Reflexionsbögen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Qualität der 
Tandemqualifizierungen bewerten und Themenwünsche für die noch folgenden Qualifizie-
rungen benennen. 
 
Fachtag der städtischen Sprach-Kitas am 14. November 2017 
 
Die 4. Tandemqualifizierung fand in Form eines Fachtages zum Thema „Zusammenarbeit mit 
Familien“ statt. 
Zu diesem Fachtag waren die Tandems aller 100 städtischen Sprach-Kitas, die Fachbera-
tungen der 226 städtischen Kindertageseinrichtungen und Kolleginnen und Kollegen aus der 
Abteilung Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für Kinder ins Rautenstrauch-Joest-
Museum eingeladen. 
 
Es wurden Vorträge zu folgenden Themen gehalten: 
 
 Ist-Stand im Bundesprogramm Sprach-Kitas 
 Historie der Zusammenarbeit mit Familien 
 Rechtliche Grundlagen zur Zusammenarbeit mit Familien 
 Fachlicher Input zum Thema Zusammenarbeit mit Familien 
 
Frau Dr. Tschöpe-Scheffler, ehemalige Professorin für Erziehungswissenschaft an der Tech-
nischen Hochschule Köln, bereicherte diesen Fachtag mit einem Vortrag zum Thema: „Eltern 
begeistern, begleiten, unterstützen - aber wie?“.

4 
 
 
Partizipation aller städtischen Kindertageseinrichtungen 
 
Die enge Zusammenarbeit und der regelmäßiger Austausch mit den Kolleginnen des Aufga-
bengebietes „Sprachförderung“ der Abteilung Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für 
Kinder, als auch mit den städtischen Fachberatungen, gewährleistet die Teilhabe aller städti-
schen Kitas an den Inhalten des Bundeprogramms. 
Die Materialien, welche für das Bundesprogramm zur Verfügung gestellt werden, können von 
allen städtischen Kitas über die städtischen Laufwerke genutzt werden. 
 
Finanz- und allgemeine Verwaltung der Sprach-Kitas 
 
Fördervoraussetzung im Bundesprogramm ist die Teilnahme der Sprach-Kitas an einem jähr-
lichen Monitoring. 
Für das Förderjahr 2016 erfolgte in 2017 zudem der Zwischennachweis aller teilnehmenden 
Sprach-Kitas, in welchem die Arbeit innerhalb des Bundesprogramms dokumentiert wurde. 
Das Einpflegen ins Online-Portal, sowohl des Monitorings als auch der Zwischennachweise, 
werden zur Entlastung der Kindertageseinrichtungen von der Verwaltung übernommen. Die 
Kindertageseinrichtungen werden bei der Erstellung der geforderten Berichte intensiv durch 
ihre Sprachfachberatungen und die Projektkoordination der Verwaltung beraten. 
 
Zurzeit ist der Zwischennachweis 2017 in Bearbeitung. 
 
Für jedes Förderhalbjahr erstellt die Abteilung Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für 
Kinder über das Online-Portal Prodaba die Mittelabrufe im Bundesprogramm. 
 
Da im Jahr 2016 die Stellen nicht alle zeitgleich besetzt werden konnten, ist für 2016 ein Zu-
schuss von 2.038.143,00 Euro an Bundesmitteln für die Sprach-Kitas abgerufen worden. Im 
Jahr 2017 waren es 2.652.925,00 Euro. 
 
Gez. Dr. Klein

Anlage_1 (Arbeitsfelder im Bundesprogramm Sprach-Kitas von September 2016 bis März 2018).docx

609 Zeichen

Arbeitsfelder im Bundesprogramm Sprach-Kitas von September 2016 bis März 2018 
 
Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für Kinder  
Starter-Konferenz 
 
1. TQ 
Mehrsprachigkeit 
und Sprachliche 
Vielfalt 
 
 
2. TQ 
Anerkennung            
von Vielfalt 
 
 
3. TQ 
Vorurteils-
bewusste 
Erziehung 
 
 
4. TQ 
Zusammenarbeit 
mit Familien 
 
 
69 
Gebündelte 
Inhouse-
Begleitungen 
362 
Inhouse-
Begleitungen 
Teilnahme an 
Dienst-
besprechungen 
Zwischen-
berichte 
Monitoring 
Gemeinsame 
Vorbereitung 
von 
Studientagen 
5. TQ 
Alltagintegrierte 
Sprachbildung

Beratungsverlauf (2)

10.04.2018 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.04.2018 Integrationsrat
TOP 5.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0787/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
16.03.2018
Erstellt
12.03.2018 09:17