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1754/2022

Projekt „Sichtbar machen – Kommunikation im und über den Holocaust“, hier: Zwischenbericht und Ankündigung der ersten Projektion im Stadtraum

Mitteilung Ausschuss 30.05.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 14.06.2022, TOP 8.3

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4054 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4522 
 
Vorlagen-Nummer 30.05.2022 
 1754/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 31.05.2022 
 
Projekt „Sichtbar machen – Kommunikation im und über den Holocaust“, hier: 
Zwischenbericht und Ankündigung der ersten Projektion im Stadtraum 
Das Projekt „Sichtbar machen – Kommunikation im und über den Holocaust“ wird durch den Muse-
umsdienst Köln als Projektträger in enger Kooperation mit dem NS-DOK durchgeführt. Ermöglicht 
wird dieses Projekt durch eine Förderung mit rund 500.000,- Euro im Rahmen der Bildungsagenda 
NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft sowie dem Bundesministerium 
der Finanzen. Das Kölner Projekt ist Teil der Pilotierungsphase dieses Förderprogramms, welches mit 
dem aktuell laufenden zweiten Ausschreibungsdurchgang weiter verstetigt wird. 
Zum Ziel des Projekts und für weitere Informationen wird verwiesen auf die Mitteilung 0458/2022. 
 
Im Ergebnis der ersten im Projekt erarbeiteten Inhalte wurde zwischenzeitlich der Titel des Projekts 
geändert und lautet nunmehr „Sichtbar machen – Kommunikation im und über den Holocaust“ – der 
ursprünglich genutzte Begriff ‚Verschwundenes‘ wird nicht weiter verwendet. Der ursprüngliche Titel 
implizierte eine starke Perspektive aus der Mehrheitsgesellschaft auf die Opfergruppe. Das Projekt 
zielt aber eher darauf, eben jene innerjüdische Kommunikations-, Erfahrungs- und Lebenswelt an-
hand der überlieferten Selbstzeugnisse zu visualisieren. Daher ist der neue Titel nach Diskussion und 
Austausch mit den verschiedenen Beteiligten treffender. 
 
Wie bereits im März dieses Jahres avisiert, findet am 15. Juni die geplante Großprojektion an der 
Fassade des Wohn- und Geschäftshauses Venloer Straße 23/ Bismarckstraße statt. Bei der Adresse 
handelt es sich um den ehemaligen Wohnort der Familie des jüdischen Arztes Max Schönenberg, der 
auch auf den Projektwebseiten exemplarisch im Mittelpunkt steht. Bei dem Termin handelt es sich um 
den Jahrestag der Deportation des Ehepaars Schönenberg am 15. Juni 1942. 
 
Die Fassadenprojektion wurde durch die Künstlerin Kane Kampmann gestaltet. Sie beginnt im An-
schluss an die Veranstaltung im Stadtgarten gegen 22:00 Uhr an dem Haus Venloer Straße 23/ Bis-
marckstraße. 
Veranschaulicht wird im Rahmen der Projektion, wie die ursprünglich gutbürgerliche Wohnung immer 
enger und schließlich total überbelegt zum Getthohaus wurde, bevor die meisten Bewohner*innen 
das Schicksal der Deportation ereilte.  
Das Ehepaar Schönenberg selbst wurde in das Getto Theresienstadt deportiert, wo Max Schönen-
berg starb. Seine Ehefrau, Erna Schönenberg, wurde später in Ausschwitz ermordet. Der gemeinsa-
me Sohn Leopold Schönenberg überlebte den Holocaust, da er bereits in den 1930ern nach Palästina 
emigrierte. 
Neben Briefen und Tagebuchauszügen, die visuell, auszugsweise aber auch gelesen präsentiert 
werden, finden sich in der Projektion an der Fassade Fotos der Familie und künstlerische Visualisie-
rungen der Verfolgungsgeschichte der Familie, auch des Ortes – jeweils eingebettet in den allgemei-
nen historischen Kontext. 
 
Die Eröffnung mit Grußworten und Erläuterungen des Projektes und seines Förderrahmens finden ab 
20:00 Uhr im Stadtgarten-Restaurant statt.

2 
 
 
Detaillierte Informationen können auf der Projektwebseite unter https://www.stiftung-evz.de/was-wir-
foerdern/drittmittel-programme/bildungsagenda-ns-unrecht/alle-projekte-der-bildungsagenda-ns-
unrecht-2021/verschwundenes-sichtbar-machen-kommunikation-im-und-ueber-den-holocaust/ nach-
gelesen werden. 
Eine Preview zum geplanten Portal wird anlässlich der Projektion am 15. Juni unter www.sichtbar-
machen.online veröffentlicht. 
 
Die Veröffentlichung des umfangreichen Web-Portals erfolgt dann in großen Teilbereichen anlässlich 
der zweiten Projektion am 9.11. am ehemaligen Standort der Synagoge Glockengasse sowie in Gän-
ze mit der Abschlussprojektion am 7.12. an der Kölner Messe/ Bahnhof Deutz. 
 
Anlage 
 
Gez. Charles

Anlage 1

518 Zeichen

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Projektträger: Museumsdienst Köln In Kooperation. Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)
mit dem NS-Dokuimentationszentrum der Stadt Köln und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

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www.nsdok.de | www.museen.koeln | www.museumsdienst.koeln | www.stiftung-evz.de

Grafik: meancharacters, Köln
Druck: msk marketingservice köln GmbH (medienzentrum süd)

Beratungsverlauf (1)

14.06.2022 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1754/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
30.05.2022
Erstellt
23.05.2022 15:15