3267/2021
Projektanträge im Rahmen des fünften Antragsdurchlaufs des Verfügungsfonds für das Gebiet „Soziale Stadt“ „Humboldt/Gremberg und Kalk“
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Anhang 2
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Stadt Köln Starke Veedel - Starkes Köln Die Oberbürgermeisterin Antrag auf Zuwendungen Amt für Stadtentwicklung und Statistik aus;dem’Werfügungsfonds Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Telefax 0221 / 221-28493 E-Mail starke.veedel@stadt-koeln.de Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds Humboldt/Gremberg und Kalk Antragstellerin oder Antragsteller (Gruppe, Verein, Einrichtung, Person) Richarda Fesl Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner Familienname Vorname Straße und Hausnummer Postleitzahl Telefaxnummer E-Mail-Adresse Telefonnummer Projekttitel Kippenabstimmungsbehälter Das Projekt ist eine (Bitte maximal zwei Möglichkeiten ankreuzen.) Maßnahme zur Aktivierung des Bewohnerengagements Maßnahme zur Stärkung der Gemeinschaft und der Nachbarschaft Maßnahme zur Stärkung der Eigenverantwortung und Selbsthilfe der im Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger Maßnahme zur Stärkung des Images und der Identifikation mit dem Sozialraum Projektbeginn Projektende 01.11.2021 offen X Procktbenenr nach e Mon. Seite 1 von 4 Beschreibung des Projektes (sofern nötig, kann eine Anlage beigefügt werden) gerne möchte ich mich Euch vorstellen. Ich, Richarda Fesl bin 48 Jahre alt und arbeite als Heilpädagogin, Mediatorin und Beraterin im sozialen Bereich. In-meiner Freizeit bin ich eine Umweltaktivistin und sammele Müll und Zigarettenkippen, um sich einen Eindruck von mir zu machen, können Sie mich gerne auf meiner Instagramseite: muellsammeln_in_koeln besuchen. Bei meinen Aktion geht es mir immer wieder darum, Menschen durch ein sanftes Anstupsen auf die Vermüllung, bzw. mit unseren Umgang damit, aufmerksam zu machen. Durch Zufall bin ich auf den „Votyc“ (siehe Anhang Bild) aufmerksam geworden. Der Votyec ist ein Instrument, mit dem rauchende Personen spielerisch die Chance haben, ein Bewusstsein für eine verantwortungsvolle Entsorgung der Zigarettenkippe zu entwickeln. Er ist ein Kippenabstimmungsbehälter. re | Welche Bewohnergruppen sollen besonders mit dem Projekt angesprochen werden? Warum unser Wunsch, nach einem Umdenken, bezüglich dem Umgang mit Kippen so groß ist. Ein gerauchter Kippenstummel enthält über 4000 unterschiedliche Chemikalien. Wenn es regnet, werden diese ausgeschwemmt, landen in unseren Boden und somit ins Grundwasser. Kippen sind weltweit das häufigste Abfallproduktgrößte. Wir hoffen durch die Votycs, dass rauchende Menschen dazu animiert werden, bewusster und spielerisch ihre Kippe zu entsorgen. Was soll das Projekt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum erreichen? (Zum Beispiel Stärkung des Zusammenhaltes) Es soll rauchenden Menschen spielerisch den verantwortungsvollen Umgang mit der | gerauchten Restkippe verschaffen. Das Veedel würde in sofern davon profitieren, dass weniger Zigarettenkippen auf dem Boden landen und damit die Umwelt weniger vermüllt wird. Darüber hinaus sollen die Kippenabstimmungsbehälter auch für eine UNterhaltnung untereinander sorgen. Die Fragen können daher auf Veedel bezogen sein, auf den aktuellen Fussball. Wichtig ist es, dass die Fragen auch in unterschiedlichen Sprachen gestellt werden können, damit die sprachliche Barriere minimiert wird. So könnte man noch mehr rauchenden Menschen erreichen. Seite 2 von 4 Kosten des Projektes Art der Kosten bitte detailliert darstellen Kosten in Euro 4 Votyc (Kippenabstimmungsbehälter) + 19 % MW 1.518,44 2 Tobyc (Pfand) 20,00 1 M- Byc (Pfand) 60,00 Summe der Kosten (inklusive Mehrwertsteuer) 1.598,44 Einnahmen des Projektes Beiträge oder Spenden Eintrittsgelder oder. sonstige Einnahmen Summe der Einnahmen Beantragter Zuschuss aus dem Verfügungsfonds 1598,44 (Differenz Kosten abzüglich Einnahmen, maximal 4999 Euro netto laut Richtlinie) Seite 3 von 4 Begründung zur Auszahlung eines Abschlags vor Projektbeginn Bei Genehmigung würden wir die Kippenabstimmungsbehälter erwerben, eine Vorabzahlung ist nicht nötig. !Die Zahlung kann über mich, oder auch direkt über Tabacocycle erfolgen, wenn cih die Genehmigung der Stadt Köln habe, um die Votcys aufzuhängen. | ER nat i Höhe des beantragten Abschlags Maximal 30 Prozent des beantragten Zuschusses, höchstens 1500 Euro. Kontoverbindung der Antragstellerin oder des Antragstellers Kontoinhaberin oder Kontoinhaber Familienname Vorname Geldinstitut IBAN ei () Die Antragstellerin oder der Antragsteller versichert mit der Unterschrift, dass die beantragte Maßnahme bedarfsgerecht und sinnvoll ist und vorrangige Finanzierungsmöglichkeiten aus anderen Quellen, zum Beispiel bezirks- oder sozialräumliche Mittel oder anderer Fördermittelgeber geprüft wurden. Weiterhin wird mit der Unterschrift bestätigt, dass die in diesem Antrag gemachten Angaben vollständig und richtig sind, einschließlich seiner Anlagen. Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen habe, ihr zustimme und mit der Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten einverstanden bin. j Link zur Datenschutzerklärung HB AROBDON Ort und Datum Unterschrift der Antragstellerin oder des Antragstellers Seite 4 von 4 THE GROUND - POLLUTION REVOLUTION TobaCycle n.e.V. + Universitätsstr. 1 « 50937 Koln Angebot Sehr geehrte Frau Fesl, TobaCycle n.e.V. Universitätsstr. 1 50937 Köln Steuernummer: 219/5892/1046 Tel: 0221/958 14 000 Mail: service@tobacycle.de Angebot Nr. 199 Kunde Nr. 10375 Datum 10.08.2021 im Rahmen unseres Sammelsystems für Zigarettenkippen können wir ihnen folgende Behälter liefern. Bezeichnung Steuer Menge Einzelpreis Betrag EU END Em eu am MET u Helen 2 ErSernehne BE Bee Fe Votyc (Montage an Pfosten) 19% 4 St 319,00 1.276,00 Tobye 10L (Pfand) 0% 2 st 10,00 20,00 M-Byc 60L (Pfand) 0% 1st 60,00 60,00 Nettobetrag 1.356,00 Umsatzsteuer 19% von 1.276,00 242,44 Umsatzsteuer 0% von 80,00 (Pfand) ö 0,00 Endbetrag EUR 1.598,44 *TobaCycle n.e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Die Satzung ist auf unserer Webseite www.tobacycle.com einsehbar. Vielen Dank für die Beteiligung an unserem nachhaltigen und umweltbewussten Projekt. Mit freundlichen Grüßen Mario Merella Vorstand VEREIN ADRESSE KONTAKT TobaCycle n.e.V. Universitätsstr. 1 0221/958 14 000 1. Vorstand 50937 Köln 0176/957 05 495 Mario Merella "502 TobaCycle info@tobacycle.de www.tobacycle.de BANK TobaCycle n.e.V. DEO2 3806 0186 5010 9670 17 GENODED1BRS Paypal.me/tobacycle Örtlichkeit der aufgehangen Votycs Aktuell könnten wir vier Votyc mit einem Paten ausstatten, an folgenden Orten: - Vor dem Stadthaus an der Dillenburger Str. - Vor dem Haupteingang in der Kalk Arkade - An dem Zugang zur Straßenbahn an der Kalk Kapelle - Kalk Mülheimer Str. / Jedoch wollen wir nicht gierig erscheinen, mit der Genehmigung von einem oder zwei Votycs über das Förderprojekt „Starkes Veedel“ würden wir uns auch mega freuen. Bzgl. der Beantragung, damit die Votycs ordnungsgerecht und genehmigt aufgehangen werden dürfen, würde ich die Beantragung bei der Stadt Köln bzw. bei der Rheinenergie (Besitzer der Laternenpfosten) übernehmen und die bewilligten Mittel erst dann einholen, wenn ich die Genehmigung vorliegen habe. In Rücksprache mit Tabacocycle scheint die Vorgehensweise unproblematisch zu sein. Pflege der Votycs Die Pflege der Votycs in Form von das Erneuern der Fragen, oder das Entleeren der Kippen erfolgt über eine Patenschaft. Für diese Patenschaft muss man in der „Kippen — Whatsapp Gruppe“ (eine rechtsrheinische Gruppe die sich intensiv mit dem Thema Kippen befasst) sein, wo wir schon eine kleine Gruppe vom 15 Personen sind, damit, falls man mal eine Zeit hat, in der man sich nicht kümmern kann, diese Aufgabe weitergeben kann. Unterm Strich würde ich immer, als letzte Instanz, für die Leerung und Pflege der Votys einsetzen. Begründung zur Kostenaufstellung Tabacocycle recycelt die Zigarettenkippen, daher stellen sie spezielle Pfandbehälter wie (Tobyc und M- Byc) zur Verfügung, in denen man die Zigarettenkippen problemlos und geruchsfrei sammeln und transportieren kann, damit diese dann weiter verarbeitet werden können. Diesen Prozess möchten wir unterstützen, um diese Ressource der stinkenden Kippe weiter zu nutzen. Unterm Strich bedeutet diese Entscheidung, dass wir uns zusätzlich auch verpflichten, die Zigarettenkippen anschliessend zu Tabacocycle zu bringen, was wir gerne machen. Das Alternativangebot des Kippsters (379 Euro) wäre wesentlich teurer und die Kippster sind nach meiner Recherche nicht so robust und wasserdicht. Daher würden wir gerne auf den Votyc zurückgreifen, da er günstiger in der Anschaffung und in seiner Erstellung sehr robust ist. Daher wenig Wartung in Form von Reparaturen benötigt. Das Gehäuse ist aus Metall, die Scheiben aus bruchsicherem Glas. Um die Wartung, würden wir uns kümmern. NAVY YYVPYVVVVOSDIH-DJ0ZINDLOM4bxy[DOYI0=Pangaf=porgssbewi=22un0s7g000E892799268291 =15nrg6UBYAYXHZINANZFI-INZ"Rsge-Jap->Ajon/spnpoud/doys/suon>3jjo>/wo>AydoysAursp/egoy/:sdny=hngi=eszun/wosajbooßmmmy/schy soyuj a1ayam Tz}2yoSaß yoınyoanıaqayın [Bay Jap ul PuIS Jopııa woaAjıdoysAwsjoAsego} woaAyıdoysAu’sjodoego} "= - Jayosy-sbunwuNsay J9Q - DALOA -sBunwwnsqy Jdq - IALOA ” - Jeyasy-sbunwwnsqy J2Q - OALOA usyansag 2 - - 1 sjoAgegoL [57 ST |v20L xvzoL Er m ! wo9’AyıdoysAursjoAoego] wooA1doysAw'sjoAoego} "yosy-sBunwwinsgqy JaQ - IALOA "ayosy-sBunwwunsqy 12Q - JALOA i @ v®o Don 316009 uaLp1228527 ausyay [] gaonasmmm//scäny PHDEE >elawı (J) anups asia = a %051] BS216E20r88291:mmbTYMISZÄNWIODITELTILNSNOONNFTVSHRTBP-9-X0JB1y=Juaıprg>Mon=biyp1eas/uo>ajBooß‘ rsdıay OO DEE + x ayans 8/6009 -aAjon (>) x ut apew jleyy-3 - jewaaıg XI Io
Anhang 1
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Stadt Köln Starke Veedel - Starkes Köln Die Oberbürgermeisterin Antrag auf Zuwendungen Amt für Stadtentwicklung und Statistik aus dem Verfügungsfonds Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Telefax 0221 /221-28493 E-Mail starke.veedel@stadt-koeln.de Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds Humboldt/Gremberg und Kalk Antragstellerin oder Antragsteller (Gruppe, Verein, Einrichtung, Person) Anna Pia Jordan-Bertinelli (mit Stiftung KalkGestalten, Inhaus e.V. und Ostblog Kalk) Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner Familienname Vorname Straße und Hausnummer Postleitzahl Telefonnummer Telefaxnummer E-Mail-Adresse Projekttitel »Das Rondell« — Marginalisierte Personen im Gespräch Das Projekt ist eine (Bitte maximal zwei Möglichkeiten ankreuzen.) | _] Maßnahme zur Aktivierung des Bewohnerengagements Maßnahme zur Stärkung der Gemeinschaft und der Nachbarschaft Maßnahme zur Stärkung der Eigenverantwortung und Selbsthilfe der im Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger Maßnahme zur Stärkung des Images und der Identifikation mit dem Sozialraum Projektbeginn Projektende 01.11.2021 01.03.2022 Seite 1 von 4 Beschreibung des Projektes (sofern nötig, kann eine Anlage beigefügt werden) Siehe Anlage Punkt 1. =) Welche Bewohnergruppen sollen besonders mit dem Projekt angesprochen werden? Siehe Anlage Punkt 2. Was soll das Projekt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum erreichen? (Zum Beispiel Stärkung des Zusammenhaltes) Siehe Anlage Punkt 3. Seite 2 von 4 Kosten des Projektes Art der Kosten bitte detailliert darstellen Kosten in Euro Entschädigung Interviews führen (30 Stdt. x 15 Eur) 450,00 Entschädigung Interviews vor- und nachbereiten (60 Std. x 15Eur 900,00 Entschädigung literarische Bearb. d. Interviews (50 Std. x 15 Eur) 750,00 Entschädigung der Interviewten (10 Gutscheine x 100 Euro) 1.000,00 Druckkostenzuschuss an den Kölner Verlag »Parasitenpresse« 499,00 Lektorat, Cover und Satz 1.500,00 Vertrieb 200,00 Summe der Kosten (inklusive Mehrwertsteuer) 5.299,00 Einnahmen des Projektes Beiträge oder Spenden Eintrittsgelder oder sonstige Einnahmen 300,00 Summe der Einnahmen Beantragter Zuschuss aus dem Verfügungsfonds 4999,00 (Differenz Kosten abzüglich Einnahmen, maximal 4999 Euro netto laut Richtlinie) Seite 3 von 4 Begründung zur Auszahlung eines Abschlags vor Projektbeginn Die Auszahlung an die Interviewpartnerinnen und -partner sollten zeitnah nach den Interviews erfolgen. Höhe des beantragten Abschlags 1000,00 Maximal 30 Prozent des beantragten Zuschusses, höchstens 1500 Euro. Kontoverbindung der Antragstellerin oder des Antragstellers Kontoinhaberin oder Kontoinhaber Familienname Vorname Geldinstitut Die Antragstellerin oder der Antragsteller versichert mit der Unterschrift, dass die beantragte Maßnahme bedarfsgerecht und sinnvoll ist und vorrangige Finanzierungsmöglichkeiten aus anderen Quellen, zum Beispiel bezirks- oder sozialräumliche Mittel oder anderer Fördermittelgeber geprüft wurden. Weiterhin wird mit der Unterschrift bestätigt, dass die in diesem Antrag gemachten Angaben vollständig und richtig sind, einschließlich seiner Anlagen. Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen habe, ihr zustimme und mit der Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten einverstanden bin. Link zur Datenschutzerklärung Ort und Datum Unterschrift der Antragstellerin. oder des Antragstellers Seite 4 von 4 Das Rondell (Arbeitstitel) Lebensgeschichten marginalisierter Menschen aus Köln-Kalk 1. Beschreibung des Projekts Seit mehr als zehn Jahren trifft sich eine Gruppe ehemaliger Obdachloser und Drogenabhängiger nahezu täglich am sog. »Rondell«, um in einem Gehöft an der Breuerstraße Zeit zu verbringen. Der Veedelsschreiber Alexander Estis hat diese Personen im Rahmen seines - vom Verfügungsfonds unterstützten — Projekts »Kalker Legenden« ausführlich interviewt. Dabei ist im Dialog mit diesen Menschen (sowie in Absprache mit der Sozialraumkoordination Köln-Kalk, der Stiftung KalkGestalten und dem Inhaus e.V.) die Idee entstanden, das Veedelsschreiber- Projekt mit einer anderen Ausrichtung weiterzuführen: Die marginalisierten Personen an der Breuerstraße sollen innerhalb von Interviews die Möglichkeit erhalten, ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Diese Lebensgeschichten werden vom Veedelsschreiber literarisch gestaltet, auf ostblog-kalk.de veröffentlicht und zuletzt als Buch (im Kölner Verlag »Parasitenpresse«) gedruckt und präsentiert werden. Die interviewten Personen erhalten eine Entschädigung für die Interviews in Form von Einkaufs- oder Verpflegungsgutscheinen (organisiert vom Inhaus e.V.) und einen Teil der Auflage zur freien Verfügung. Das Projekt hat damit nicht nur einen kulturellen und therapeutischen, sondern auch einen sozialen Wert. Zugleich werden die Leserinnen und Leser innerhalb und außerhalb Kalks für die prekäre Lage marginalisierter Menschen sensibilisiert. Außerdem können deren Bedürfnisse, die aus den Interviews herauszulesen sind, für Sozialarbeit und Stadtplanung berücksichtigt werden. Schließlich dient das Projekt auch einer besseren Selbst- und Fremdwahrnehmung des Veedels (dazu siehe unten). 2. Welche Bewohnergruppen sollen mit dem Projekt besonders angesprochen werden? Unmittelbar involviert sind als Interviewpartnerinnen und -partner sozial benachteiligte Personen mit einer schweren, von Sucht, Prostitution und Mißbrauch geprägten Biographie. Beeren Mit dem Ergebnis des Projekts, also den Blog-Beiträgen und dem Buch, werden die Bewohnerinnen und Bewohner Kalks, insbesondere des Gebiets nahe der Breuerstraße, angesprochen und auf die Geschichten sozial benachteiligter Menschen aufmerksam gemacht. Zugleich wird mittels der Publikation des Buches ein breites Publikum innerhalb und außerhalb Kölns angesprochen. Das Buch soll in Kalk und in anderen Veedeln vorgestellt werden. Angedacht sind .hierfür Kooperationen mit verschiedenen Institutionen, möglicherweise mit dem Literaturhaus .Köln. Das Buch könnte Vorbildfunktion haben und ähnliche Projekte in Kalk und in anderen Veedeln anregen. 3. Was soll das Projekt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum erreichen? Für die Interviewpartnerinnen und -partner aus dem sozial benachteiligten Milieu bringt das Projekt mehrere Vorteile mit sich: Zum einen können sie ihre schweren Lebensgeschichten darlegen, die sie nach eigener Aussage schon lange teilen wollten. Dies hat einen großen therapeutischen Effekt. Zum anderen soll durch das Bekanntwerden ihrer von Leid, Verlust und Armut geprägten Biographien auch die Einstellung verbessert werden, mit der andere Bewohnerinnen und Bewohner Kalks ihnen begegnen. (In einem Gespräch mit dem Veedelsschreiber haben einige der Interviewpartnerinnen und -partner geäußert, daß sie vielfach von oben herab und wie »Dreck« behandelt werden.) Es soll deutlich werden, daß diese Menschen kaum je - wie oft angenommen - durch Faulheit, Versagen oder »Bosheit« in Abhängigkeit und Armut geraten, sondern durch Schicksalsschläge heftigster Art in solche Umstände getrieben werden. Ferner kann durch die Interviews eruiert werden, wie auch in Hinsicht auf Sozialarbeit und Stadtplanung den Bedürfnissen dieser marginalisierten Personen besser entsprochen werden kann. (So haben sie in einem früheren Interview ihre Verbundenheit mit einem konkreten Platz im Gehöft geäußert, der seit mehr als zehn Jahren ihr regelmäßiger Treffpunkt ist; eine Umgestaltung des Gehöfts könnte für sie den Verlust ihres angestammten Treffpunkts bedeuten und damit ihren sozialen Halt gefährden.) Schließlich erhalten die Interviewten, die in äußerst prekären Verhältnissen leben, für die Interviews eine Entschädigung in Form von Einkaufs- oder Verpflegungsgutscheinen (organisiert vom Inhaus e.V.). Ein Teil der Auflage des Buches wird ihnen zusätzlich zur Verfügung gestellt; sie können ihn verkaufen und weitere Gewinne erzielen, zugleich aber auch auf ihre Lebensgeschichten aufmerksam machen. Die Darstellung der eigenen Biographien in einem Buch stärkt das Bewußtsein für den Wert des eigenen Lebens, vermittelt Respekt für die eigene Entwicklung und hilft bei der Legitimation der eigenen Existenzform nach außen hin. Die übrigen Anwohner, denen die Texte als Blogeinträge und Buchkapitel begegnen, können für die Situation und die Schicksale der marginalisierten Personen sensibilisiert werden. Sie erhalten Einblick in solche Lebensläufe und -umstände, wie sie ihnen sonst kaum begegnen. Aus dem »heruntergekommenen Alki« wird so zum Beispiel ein Mensch, dessen gesamte Familie verstorben ist, der alles verloren hat, den Weg aus Obdachlosigkeit und Drogenabhängigkeit dennoch gemeistert hat. Diese Erkenntnis kann die Perspektive auf marginalisierte Menschen radikal verändern. Sie werden so mit einem anderen Blick wahrgenommen, wodurch der soziale Zusammenhalt im Veedel und die Dialogbereitschaft gegenüber marginalisierten Menschen gefördert wird. Dabei stehen die interviewten Personen an der Breuerstraße selbstverständlich stellvertretend für alle Menschen, die in ähnlichen Verhältnissen leben und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Auch die Wahrnehmung des Veedels selbst kann auf diese Weise verbessert werden. Das Buch, welches auch außerhalb des Veedels verbreitet wird, kann dazu beitragen, das Veedel als einen Ort zu begreifen, an dem sich Menschen mit schwierigen Biographien wohl und willkommen fühlen. (So beschreibt eine der zuvor interviewten Personen, wie sie von den Mitmenschen im Veedel sogar besser aufgenommen worden sei »als von der eigenen Familie«.) Disclaimer: Die Arbeit am Projekt wird in vollem Einklang mit den jeweils gültigen Pandemie-Verordnungen durchgeführt.
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IX/15/152 152/11 Vorlagen-Nummer 3267/2021 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Projektanträge im Rahmen des fünften Antragsdurchlaufs des Verfügungsfonds für das Gebiet „Soziale Stadt„ „Humboldt/Gremberg und Kalk“ Beschlussorgan Bezirksvertretung 8 (Kalk) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Kalk beschließt dem Antrag von Frau Anna Pia Jordan-Bertinelli auf Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ für das Projekt „Das Rondell – Margina- lisierte Personen im Gespräch“ in Höhe von 4.199,00 € brutto, dem Antrag von Frau Richarda Fesl auf Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale- Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ für das Projekt „Kippenabstimmungsbehälter“ in der beantragten Höhe von 1.598,44 € brutto statt zu geben. Beschlussalternative Die Bezirksvertretung Kalk beschließt, dass für die beiden Anträge oder für einen einzelnen Antrag keine Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ bereitgestellt werden. Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.10.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Stadt Köln hat sich mit Ratsbeschluss vom 20.12.2016 (Vorlage Nr. 2899/2016) für die Durchfüh- rung des Leitkonzepts „Starke Veedel – Starkes Köln“ entschieden. Mit dem Programm „Starke Vee- del - Starkes Köln“ steht die Stärkung der Stadtquartiere mit besonderem Förderbedarf sowie die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen im Fo- kus. Die Aktivierung der in dem Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger ist daher ein entschei- dender Baustein für die erfolgreiche Umsetzung von „Starke Veedel – Starkes Köln“. Mit dem Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes im Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ am 28.09.2017 (Vorlage Nr. 2488/2017) wurde die Grundlage geschaffen, um Zuwendun- gen aus dem Städtebauförderprogramm zu beantragen. Der Förderantrag zur Maßnahme 0.0.1 „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ wurde mit Zuwe ndungsbescheid vom 30.09.2019 durch den Fördermittelgeber positiv beschieden. Der Verfügungsfonds ist eine Teilmaßnahme des „Büros für Quartiersmanagement und Aktivierung“. Für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ stehen im Bewilligungszeitraum 2020 - 2023 Zu- wendungen aus dem Verfügungsfonds mit einem Gesamtvolumen von 120.000,00 € brutto zur Verfü- gung. Die maximale Zuwendungshöhe pro Projektantrag wird auf 4.999,00 Euro netto begrenzt. Grundlage für die Vergabe der Fördermittel aus dem Verfügungsfonds bildet eine kommunale Richtli- nie, die auf Basis der Förderrichtlinie „Stadterneuerung 2008“ des Landes NRW erstellt und von der Bezirksvertretung Kalk, beschlossen wurde (Vorlage Nr.1445/2020). Über die Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds entscheidet die Bezirksvertretung Kalk nach einer Vorprüfung der Anträge durch ein Fachgremium, das aus dem Quartiersmanage- ment, je einer/einem Sozialraumkoordinator*in für die Räume Humboldt/Gremberg und Kalk, der Be- zirksjugendpflege sowie je einer Vertreterin/eines Vertreters des Interkulturellen Dienstes und des Bürgeramtes Kalk gebildet wird. In der gesamten Projektlaufzeit sind 10 Antragsdurchläufe vorgesehen. Im Rahmen des zum 23.08.2021 beendeten fünften Antragsdurchlaufes wurden drei Anträge als grundsätzlich förderfähig an das Fachgremium weitergeleitet. Das Antragsvolumen der förderfähigen Anträge belief sich im fünften Durchgang auf 7.629,14 € brutto. Der Antrag „1700 Jahre jüdisches Leben Masel Tov Cocktail“ der Sozialraumkoordinatorin Kalk, Frau Maria Schweizer-May mit einer Fördersumme von 1.031,70 € wurde bereits mit einer Dringlichkeits- entscheidung beschlossen, da die Maßnahme bereits am 06.10.2021 durchgeführt wurde. Somit wer- den der Bezirksvertretung Kalk für die ordentliche Sitzung zwei Anträge mit einer beantragten und förderfähigen Gesamtsumme von 6.597,44 € brutto vorgelegt. Der Antrag „Das Rondell – Marginalisierte Personen im Gespräch“ von Frau Anna Pia Jordan- Bertinelli beinhaltet die Position „Entschädigung der Interviewten (10 Gutscheine x 100 Euro) von 1.000 €“. Die Entschädigung von Interviewten ist gemäß der Richtlinie zum Verfügungsfonds für das Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ nicht förderfähig, da nur die für die Maßnahme entstehenden Sach- und Honorarkosten anerkannt werden können. Das Fachgremium empfiehlt grundsätzlich die Anerkennung einer Entschädigung für die Interviewpartner*innen. 3 Seitens der Verwaltung wird vorgeschlagen, im Rahmen der Abrechnung der Sachkosten, bis zu 20 € pro Interviewten belegte Aufwendungen für kleine Imbisse (Kaffee, Suppe etc., max. 200 €) aus Mit- teln des Verfügungsfonds zu gewähren. Abzüglich der Einnahmen ergibt sich eine Fördersumme von 4.199 € brutto. Aus dem Beratungsgremium ergeht die Empfehlung an die Bezirksvertretung Kalk, die zwei eingegangenen Projekte zu bewilligen: Summe 6.897,44 € 5.544,07 € 6.597,44 € 300,00 € Antragsteller*in Projekt Gesamtpro- jektkosten brutto Beantragte Förderung netto (Brut- tow ert abzgl. 19% Mw St) Beantragte Förderung brutto Eigenanteil brutto (vom Antrag- steller zu tragen) Anna Pia Jordan- Bertinelli Das Rondell – Marginali- sierte Personen im Ge- spräch 5.299,00 € 4.200,84 € 4.999,00 € förderfähig = 4.199 € 300,00 € Richarda Fesl Kippenabstimmungsbehäl- ter (Sammelsystem für Zigarettenkippen) 1.598,44 € 1.343,23 € 1.598,44 € 0,00 € Finanzen Es sind zehn Antragsdurchläufe mit einer jeweiligen Fördersumme von 12.000,00 € brutto vorgese- hen. Der fünfte Antragsdurchlauf endete zum 23.08.2021. Fördermittel, die aus den vorhergehenden An- tragsrunden in Höhe von 12.669,11 € brutto nicht beantragt bzw. bewilligt wurden, wurden in die fünf- te Antragsphase übertragen, so dass insgesamt 24.669,11 € brutto zur Verfügung stehen. Hiervon wurden 1.031,70 € für den Antrag „1700 Jahre jüdisches Leben Masel Tov Cocktail“ von Maria Schweizer-May im Rahmen einer Dringlichkeitsentscheidung bereitgestellt, sodass ein Budget von 23.637,41 € zur Verfügung steht. Die zwei fristgerecht beantragten Projekte umfassen ein förderfähiges Gesamtvolumen von 5.797,44 € brutto. Die nicht ausgeschöpften Fördermittel werden in die folgenden Antragsdurchläufe übertra- gen. Die Finanzierung der förderfähigen Gesamtkosten der Maßnahme erfolgt aus dem Teilergebnisplan 0902 – Stadtentwicklung, Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen. Anlagen 1. Projektantrag „Das Rondell – Marginalisierte Personen im Gespräch“ von Anna Pia Jordan- Bertinelli 2. Projektantrag „Kippenabstimmungsbehälter (Sammelsystem für Zigarettenkippen)“ von Richarda Fesl
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Breuerstraße
- Universitätsstraße 1
- Dillenburger Straße
- Kalk-Mülheimer Straße
- Willy-Brandt-Platz 2
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Details
- Aktenzeichen
- 3267/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 13.09.2021
- Erstellt
- 10.09.2021 10:13