Mandari Insight

3267/2021

Projektanträge im Rahmen des fünften Antragsdurchlaufs des Verfügungsfonds für das Gebiet „Soziale Stadt“ „Humboldt/Gremberg und Kalk“

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 13.09.2021

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 07.10.2021, TOP 8.1.3

Anhang 2

· application/pdf

Ansehen

Anhang 1

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

· application/pdf

Ansehen

Anhang 2

9587 Zeichen

Stadt Köln Starke Veedel - Starkes Köln
Die Oberbürgermeisterin Antrag auf Zuwendungen

Amt für Stadtentwicklung und Statistik aus;dem’Werfügungsfonds
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln Telefax 0221 / 221-28493

E-Mail starke.veedel@stadt-koeln.de

Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds

Humboldt/Gremberg und Kalk

Antragstellerin oder Antragsteller (Gruppe, Verein, Einrichtung, Person)
Richarda Fesl

Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner

Familienname Vorname

Straße und Hausnummer Postleitzahl

Telefaxnummer E-Mail-Adresse

Telefonnummer

Projekttitel
Kippenabstimmungsbehälter

Das Projekt ist eine
(Bitte maximal zwei Möglichkeiten ankreuzen.)

Maßnahme zur Aktivierung des Bewohnerengagements
Maßnahme zur Stärkung der Gemeinschaft und der Nachbarschaft

Maßnahme zur Stärkung der Eigenverantwortung und Selbsthilfe der im
Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger

Maßnahme zur Stärkung des Images und der Identifikation mit dem Sozialraum

Projektbeginn Projektende

01.11.2021 offen X Procktbenenr nach
e Mon.

Seite 1 von 4

Beschreibung des Projektes
(sofern nötig, kann eine Anlage beigefügt werden)
gerne möchte ich mich Euch vorstellen.

Ich, Richarda Fesl bin 48 Jahre alt und arbeite als Heilpädagogin, Mediatorin und
Beraterin im sozialen Bereich.

In-meiner Freizeit bin ich eine Umweltaktivistin und sammele Müll und Zigarettenkippen,
um sich einen Eindruck von mir zu machen, können Sie mich gerne auf meiner
Instagramseite: muellsammeln_in_koeln besuchen.

Bei meinen Aktion geht es mir immer wieder darum, Menschen durch ein sanftes
Anstupsen auf die Vermüllung, bzw. mit unseren Umgang damit, aufmerksam zu
machen.

Durch Zufall bin ich auf den „Votyc“ (siehe Anhang Bild) aufmerksam geworden.
Der Votyec ist ein Instrument, mit dem rauchende Personen spielerisch die Chance

haben, ein Bewusstsein für eine verantwortungsvolle Entsorgung der Zigarettenkippe
zu entwickeln. Er ist ein Kippenabstimmungsbehälter.

re |

Welche Bewohnergruppen sollen besonders mit dem Projekt angesprochen werden?

Warum unser Wunsch, nach einem Umdenken, bezüglich dem Umgang mit Kippen so
groß ist.

Ein gerauchter Kippenstummel enthält über 4000 unterschiedliche Chemikalien. Wenn
es regnet, werden diese ausgeschwemmt, landen in unseren Boden und somit ins
Grundwasser.

Kippen sind weltweit das häufigste Abfallproduktgrößte.

Wir hoffen durch die Votycs, dass rauchende Menschen dazu animiert werden,
bewusster und spielerisch ihre Kippe zu entsorgen.

Was soll das Projekt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum erreichen?
(Zum Beispiel Stärkung des Zusammenhaltes)

Es soll rauchenden Menschen spielerisch den verantwortungsvollen Umgang mit der |
gerauchten Restkippe verschaffen. Das Veedel würde in sofern davon profitieren, dass
weniger Zigarettenkippen auf dem Boden landen und damit die Umwelt weniger
vermüllt wird.

Darüber hinaus sollen die Kippenabstimmungsbehälter auch für eine UNterhaltnung
untereinander sorgen. Die Fragen können daher auf Veedel bezogen sein, auf den
aktuellen Fussball.

Wichtig ist es, dass die Fragen auch in unterschiedlichen Sprachen gestellt werden
können, damit die sprachliche Barriere minimiert wird. So könnte man noch mehr
rauchenden Menschen erreichen.

Seite 2 von 4

Kosten des Projektes

Art der Kosten bitte detailliert darstellen Kosten in Euro
4 Votyc (Kippenabstimmungsbehälter) + 19 % MW 1.518,44

2 Tobyc (Pfand) 20,00

1 M- Byc (Pfand) 60,00

Summe der Kosten (inklusive Mehrwertsteuer) 1.598,44

Einnahmen des Projektes

Beiträge oder Spenden

Eintrittsgelder oder. sonstige Einnahmen

Summe der Einnahmen

Beantragter Zuschuss aus dem Verfügungsfonds 1598,44
(Differenz Kosten abzüglich Einnahmen, maximal 4999 Euro netto laut Richtlinie)

Seite 3 von 4

Begründung zur Auszahlung eines Abschlags vor Projektbeginn

Bei Genehmigung würden wir die Kippenabstimmungsbehälter erwerben, eine
Vorabzahlung ist nicht nötig.

!Die Zahlung kann über mich, oder auch direkt über Tabacocycle erfolgen, wenn cih die
Genehmigung der Stadt Köln habe, um die Votcys aufzuhängen.

| ER nat i

Höhe des beantragten Abschlags

Maximal 30 Prozent des beantragten Zuschusses,
höchstens 1500 Euro.

Kontoverbindung der Antragstellerin oder des Antragstellers

Kontoinhaberin oder Kontoinhaber
Familienname Vorname

Geldinstitut

IBAN

ei
()

Die Antragstellerin oder der Antragsteller versichert mit der Unterschrift, dass die
beantragte Maßnahme bedarfsgerecht und sinnvoll ist und vorrangige
Finanzierungsmöglichkeiten aus anderen Quellen, zum Beispiel bezirks- oder
sozialräumliche Mittel oder anderer Fördermittelgeber geprüft wurden. Weiterhin wird mit
der Unterschrift bestätigt, dass die in diesem Antrag gemachten Angaben vollständig
und richtig sind, einschließlich seiner Anlagen.

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Datenschutzerklärung zur Kenntnis
genommen habe, ihr zustimme und mit der Verarbeitung meiner personenbezogenen
Daten einverstanden bin. j

Link zur Datenschutzerklärung

HB AROBDON

Ort und Datum Unterschrift der Antragstellerin oder des
Antragstellers

Seite 4 von 4

THE GROUND - POLLUTION

REVOLUTION

TobaCycle n.e.V. + Universitätsstr. 1 « 50937 Koln

Angebot

Sehr geehrte Frau Fesl,

TobaCycle n.e.V.
Universitätsstr. 1
50937 Köln

Steuernummer: 219/5892/1046
Tel: 0221/958 14 000

Mail: service@tobacycle.de
Angebot Nr. 199

Kunde Nr. 10375

Datum 10.08.2021

im Rahmen unseres Sammelsystems für Zigarettenkippen können wir ihnen folgende Behälter liefern.

Bezeichnung Steuer Menge Einzelpreis Betrag
EU END Em eu am MET u Helen 2 ErSernehne BE Bee Fe
Votyc (Montage an Pfosten) 19% 4 St 319,00 1.276,00
Tobye 10L (Pfand) 0% 2 st 10,00 20,00
M-Byc 60L (Pfand) 0% 1st 60,00 60,00
Nettobetrag 1.356,00

Umsatzsteuer 19% von 1.276,00 242,44

Umsatzsteuer 0% von 80,00 (Pfand) ö 0,00

Endbetrag EUR 1.598,44

*TobaCycle n.e.V. ist ein gemeinnütziger Verein.
Die Satzung ist auf unserer Webseite www.tobacycle.com einsehbar.

Vielen Dank für die Beteiligung an unserem nachhaltigen und umweltbewussten Projekt.

Mit freundlichen Grüßen
Mario Merella

Vorstand
VEREIN ADRESSE KONTAKT
TobaCycle n.e.V. Universitätsstr. 1 0221/958 14 000
1. Vorstand 50937 Köln 0176/957 05 495
Mario Merella "502 TobaCycle info@tobacycle.de

www.tobacycle.de

BANK

TobaCycle n.e.V.

DEO2 3806 0186 5010 9670 17
GENODED1BRS

Paypal.me/tobacycle

Örtlichkeit der aufgehangen Votycs
Aktuell könnten wir vier Votyc mit einem Paten ausstatten, an folgenden Orten:

- Vor dem Stadthaus an der Dillenburger Str.

- Vor dem Haupteingang in der Kalk Arkade

- An dem Zugang zur Straßenbahn an der Kalk Kapelle
- Kalk Mülheimer Str. /

Jedoch wollen wir nicht gierig erscheinen, mit der Genehmigung von einem oder zwei
Votycs über das Förderprojekt „Starkes Veedel“ würden wir uns auch mega freuen.

Bzgl. der Beantragung,

damit die Votycs ordnungsgerecht und genehmigt aufgehangen werden dürfen,
würde ich die Beantragung bei der Stadt Köln bzw. bei der Rheinenergie (Besitzer
der Laternenpfosten) übernehmen und die bewilligten Mittel erst dann einholen,
wenn ich die Genehmigung vorliegen habe.

In Rücksprache mit Tabacocycle scheint die Vorgehensweise unproblematisch zu
sein.

Pflege der Votycs

Die Pflege der Votycs in Form von das Erneuern der Fragen, oder das Entleeren der
Kippen erfolgt über eine Patenschaft.

Für diese Patenschaft muss man in der „Kippen — Whatsapp Gruppe“ (eine
rechtsrheinische Gruppe die sich intensiv mit dem Thema Kippen befasst) sein, wo
wir schon eine kleine Gruppe vom 15 Personen sind, damit, falls man mal eine Zeit
hat, in der man sich nicht kümmern kann, diese Aufgabe weitergeben kann.

Unterm Strich würde ich immer, als letzte Instanz, für die Leerung und Pflege der
Votys einsetzen.

Begründung zur Kostenaufstellung

Tabacocycle recycelt die Zigarettenkippen, daher stellen sie spezielle Pfandbehälter
wie (Tobyc und M- Byc) zur Verfügung, in denen man die Zigarettenkippen
problemlos und geruchsfrei sammeln und transportieren kann, damit diese dann
weiter verarbeitet werden können. Diesen Prozess möchten wir unterstützen, um
diese Ressource der stinkenden Kippe weiter zu nutzen.

Unterm Strich bedeutet diese Entscheidung, dass wir uns zusätzlich auch
verpflichten, die Zigarettenkippen anschliessend zu Tabacocycle zu bringen, was wir
gerne machen.

Das Alternativangebot des Kippsters (379 Euro) wäre wesentlich teurer und die
Kippster sind nach meiner Recherche nicht so robust und wasserdicht.

Daher würden wir gerne auf den Votyc zurückgreifen, da er günstiger in der
Anschaffung und in seiner Erstellung sehr robust ist. Daher wenig Wartung in Form
von Reparaturen benötigt. Das Gehäuse ist aus Metall, die Scheiben aus
bruchsicherem Glas. Um die Wartung, würden wir uns kümmern.

NAVY YYVPYVVVVOSDIH-DJ0ZINDLOM4bxy[DOYI0=Pangaf=porgssbewi=22un0s7g000E892799268291 =15nrg6UBYAYXHZINANZFI-INZ"Rsge-Jap->Ajon/spnpoud/doys/suon>3jjo>/wo>AydoysAursp/egoy/:sdny=hngi=eszun/wosajbooßmmmy/schy

soyuj a1ayam Tz}2yoSaß yoınyoanıaqayın [Bay Jap ul PuIS Jopııa woaAjıdoysAwsjoAsego} woaAyıdoysAu’sjodoego}
"= - Jayosy-sbunwuNsay J9Q - DALOA -sBunwwnsqy Jdq - IALOA ” - Jeyasy-sbunwwnsqy J2Q - OALOA
usyansag 2 - - 1
sjoAgegoL [57 ST
|v20L xvzoL Er
m !
wo9’AyıdoysAursjoAoego] wooA1doysAw'sjoAoego}
"yosy-sBunwwinsgqy JaQ - IALOA "ayosy-sBunwwunsqy 12Q - JALOA

i

@ v®o Don 316009

uaLp1228527 ausyay [] gaonasmmm//scäny PHDEE >elawı (J) anups asia

= a %051] BS216E20r88291:mmbTYMISZÄNWIODITELTILNSNOONNFTVSHRTBP-9-X0JB1y=Juaıprg>Mon=biyp1eas/uo>ajBooß‘ rsdıay OO DEE

+ x ayans 8/6009 -aAjon (>) x ut apew jleyy-3 - jewaaıg XI Io

Anhang 1

9727 Zeichen

Stadt Köln Starke Veedel - Starkes Köln

Die Oberbürgermeisterin Antrag auf Zuwendungen
Amt für Stadtentwicklung und Statistik aus dem Verfügungsfonds
Willy-Brandt-Platz 2

50679 Köln Telefax 0221 /221-28493

E-Mail starke.veedel@stadt-koeln.de

Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds
Humboldt/Gremberg und Kalk

Antragstellerin oder Antragsteller (Gruppe, Verein, Einrichtung, Person)
Anna Pia Jordan-Bertinelli (mit Stiftung KalkGestalten, Inhaus e.V. und Ostblog Kalk)

Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner
Familienname Vorname

Straße und Hausnummer Postleitzahl

Telefonnummer Telefaxnummer E-Mail-Adresse

Projekttitel
»Das Rondell« — Marginalisierte Personen im Gespräch

Das Projekt ist eine
(Bitte maximal zwei Möglichkeiten ankreuzen.)

| _] Maßnahme zur Aktivierung des Bewohnerengagements
Maßnahme zur Stärkung der Gemeinschaft und der Nachbarschaft

Maßnahme zur Stärkung der Eigenverantwortung und Selbsthilfe der im
Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger

Maßnahme zur Stärkung des Images und der Identifikation mit dem Sozialraum

Projektbeginn Projektende
01.11.2021 01.03.2022

Seite 1 von 4

Beschreibung des Projektes

(sofern nötig, kann eine Anlage beigefügt werden)
Siehe Anlage Punkt 1.

=)

Welche Bewohnergruppen sollen besonders mit dem Projekt angesprochen werden?
Siehe Anlage Punkt 2.

Was soll das Projekt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum erreichen?
(Zum Beispiel Stärkung des Zusammenhaltes)

Siehe Anlage Punkt 3.

Seite 2 von 4

Kosten des Projektes

Art der Kosten bitte detailliert darstellen Kosten in Euro

Entschädigung Interviews führen (30 Stdt. x 15 Eur) 450,00

Entschädigung Interviews vor- und nachbereiten (60 Std. x 15Eur 900,00

Entschädigung literarische Bearb. d. Interviews (50 Std. x 15 Eur) 750,00
Entschädigung der Interviewten (10 Gutscheine x 100 Euro) 1.000,00

Druckkostenzuschuss an den Kölner Verlag »Parasitenpresse« 499,00

Lektorat, Cover und Satz 1.500,00
Vertrieb 200,00
Summe der Kosten (inklusive Mehrwertsteuer) 5.299,00

Einnahmen des Projektes

Beiträge oder Spenden
Eintrittsgelder oder sonstige Einnahmen 300,00

Summe der Einnahmen

Beantragter Zuschuss aus dem Verfügungsfonds 4999,00
(Differenz Kosten abzüglich Einnahmen, maximal 4999 Euro netto laut Richtlinie)

Seite 3 von 4

Begründung zur Auszahlung eines Abschlags vor Projektbeginn
Die Auszahlung an die Interviewpartnerinnen und -partner sollten zeitnah nach den
Interviews erfolgen.

Höhe des beantragten Abschlags 1000,00
Maximal 30 Prozent des beantragten Zuschusses,
höchstens 1500 Euro.

Kontoverbindung der Antragstellerin oder des Antragstellers

Kontoinhaberin oder Kontoinhaber
Familienname Vorname

Geldinstitut

Die Antragstellerin oder der Antragsteller versichert mit der Unterschrift, dass die
beantragte Maßnahme bedarfsgerecht und sinnvoll ist und vorrangige
Finanzierungsmöglichkeiten aus anderen Quellen, zum Beispiel bezirks- oder
sozialräumliche Mittel oder anderer Fördermittelgeber geprüft wurden. Weiterhin wird mit
der Unterschrift bestätigt, dass die in diesem Antrag gemachten Angaben vollständig
und richtig sind, einschließlich seiner Anlagen.

Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich die Datenschutzerklärung zur Kenntnis
genommen habe, ihr zustimme und mit der Verarbeitung meiner personenbezogenen
Daten einverstanden bin.

Link zur Datenschutzerklärung

Ort und Datum Unterschrift der Antragstellerin. oder des
Antragstellers

Seite 4 von 4

Das Rondell (Arbeitstitel)

Lebensgeschichten marginalisierter Menschen aus Köln-Kalk
1. Beschreibung des Projekts

Seit mehr als zehn Jahren trifft sich eine Gruppe ehemaliger Obdachloser und
Drogenabhängiger nahezu täglich am sog. »Rondell«, um in einem Gehöft an der
Breuerstraße Zeit zu verbringen. Der Veedelsschreiber Alexander Estis hat diese
Personen im Rahmen seines - vom Verfügungsfonds unterstützten — Projekts
»Kalker Legenden« ausführlich interviewt. Dabei ist im Dialog mit diesen Menschen
(sowie in Absprache mit der Sozialraumkoordination Köln-Kalk, der Stiftung
KalkGestalten und dem Inhaus e.V.) die Idee entstanden, das Veedelsschreiber-
Projekt mit einer anderen Ausrichtung weiterzuführen: Die marginalisierten
Personen an der Breuerstraße sollen innerhalb von Interviews die Möglichkeit
erhalten, ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Diese Lebensgeschichten werden vom
Veedelsschreiber literarisch gestaltet, auf ostblog-kalk.de veröffentlicht und zuletzt
als Buch (im Kölner Verlag »Parasitenpresse«) gedruckt und präsentiert werden. Die
interviewten Personen erhalten eine Entschädigung für die Interviews in Form von
Einkaufs- oder Verpflegungsgutscheinen (organisiert vom Inhaus e.V.) und einen
Teil der Auflage zur freien Verfügung. Das Projekt hat damit nicht nur einen
kulturellen und therapeutischen, sondern auch einen sozialen Wert. Zugleich
werden die Leserinnen und Leser innerhalb und außerhalb Kalks für die prekäre
Lage marginalisierter Menschen sensibilisiert. Außerdem können deren Bedürfnisse,
die aus den Interviews herauszulesen sind, für Sozialarbeit und Stadtplanung
berücksichtigt werden. Schließlich dient das Projekt auch einer besseren Selbst- und

Fremdwahrnehmung des Veedels (dazu siehe unten).

2. Welche Bewohnergruppen sollen mit dem Projekt besonders angesprochen
werden?

Unmittelbar involviert sind als Interviewpartnerinnen und -partner sozial
benachteiligte Personen mit einer schweren, von Sucht, Prostitution und Mißbrauch

geprägten Biographie.

Beeren

Mit dem Ergebnis des Projekts, also den Blog-Beiträgen und dem Buch, werden die
Bewohnerinnen und Bewohner Kalks, insbesondere des Gebiets nahe der
Breuerstraße, angesprochen und auf die Geschichten sozial benachteiligter
Menschen aufmerksam gemacht.
Zugleich wird mittels der Publikation des Buches ein breites Publikum innerhalb
und außerhalb Kölns angesprochen. Das Buch soll in Kalk und in anderen Veedeln
vorgestellt werden. Angedacht sind .hierfür Kooperationen mit verschiedenen
Institutionen, möglicherweise mit dem Literaturhaus .Köln. Das Buch könnte
Vorbildfunktion haben und ähnliche Projekte in Kalk und in anderen Veedeln
anregen.

3. Was soll das Projekt für die Bewohnerinnen und Bewohner im Sozialraum

erreichen?

Für die Interviewpartnerinnen und -partner aus dem sozial benachteiligten Milieu
bringt das Projekt mehrere Vorteile mit sich: Zum einen können sie ihre schweren
Lebensgeschichten darlegen, die sie nach eigener Aussage schon lange teilen
wollten. Dies hat einen großen therapeutischen Effekt. Zum anderen soll durch das
Bekanntwerden ihrer von Leid, Verlust und Armut geprägten Biographien auch die
Einstellung verbessert werden, mit der andere Bewohnerinnen und Bewohner Kalks
ihnen begegnen. (In einem Gespräch mit dem Veedelsschreiber haben einige der
Interviewpartnerinnen und -partner geäußert, daß sie vielfach von oben herab und
wie »Dreck« behandelt werden.) Es soll deutlich werden, daß diese Menschen kaum
je - wie oft angenommen - durch Faulheit, Versagen oder »Bosheit« in
Abhängigkeit und Armut geraten, sondern durch Schicksalsschläge heftigster Art in
solche Umstände getrieben werden.

Ferner kann durch die Interviews eruiert werden, wie auch in Hinsicht auf
Sozialarbeit und Stadtplanung den Bedürfnissen dieser marginalisierten Personen
besser entsprochen werden kann. (So haben sie in einem früheren Interview ihre
Verbundenheit mit einem konkreten Platz im Gehöft geäußert, der seit mehr als
zehn Jahren ihr regelmäßiger Treffpunkt ist; eine Umgestaltung des Gehöfts könnte
für sie den Verlust ihres angestammten Treffpunkts bedeuten und damit ihren
sozialen Halt gefährden.)

Schließlich erhalten die Interviewten, die in äußerst prekären Verhältnissen leben,
für die Interviews eine Entschädigung in Form von Einkaufs- oder
Verpflegungsgutscheinen (organisiert vom Inhaus e.V.). Ein Teil der Auflage des
Buches wird ihnen zusätzlich zur Verfügung gestellt; sie können ihn verkaufen und
weitere Gewinne erzielen, zugleich aber auch auf ihre Lebensgeschichten
aufmerksam machen. Die Darstellung der eigenen Biographien in einem Buch stärkt
das Bewußtsein für den Wert des eigenen Lebens, vermittelt Respekt für die eigene
Entwicklung und hilft bei der Legitimation der eigenen Existenzform nach außen
hin.

Die übrigen Anwohner, denen die Texte als Blogeinträge und Buchkapitel begegnen,
können für die Situation und die Schicksale der marginalisierten Personen
sensibilisiert werden. Sie erhalten Einblick in solche Lebensläufe und -umstände, wie
sie ihnen sonst kaum begegnen. Aus dem »heruntergekommenen Alki« wird so zum
Beispiel ein Mensch, dessen gesamte Familie verstorben ist, der alles verloren hat,
den Weg aus Obdachlosigkeit und Drogenabhängigkeit dennoch gemeistert hat.
Diese Erkenntnis kann die Perspektive auf marginalisierte Menschen radikal
verändern. Sie werden so mit einem anderen Blick wahrgenommen, wodurch der
soziale Zusammenhalt im Veedel und die Dialogbereitschaft gegenüber
marginalisierten Menschen gefördert wird. Dabei stehen die interviewten Personen
an der Breuerstraße selbstverständlich stellvertretend für alle Menschen, die in
ähnlichen Verhältnissen leben und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.
Auch die Wahrnehmung des Veedels selbst kann auf diese Weise verbessert
werden. Das Buch, welches auch außerhalb des Veedels verbreitet wird, kann dazu
beitragen, das Veedel als einen Ort zu begreifen, an dem sich Menschen mit
schwierigen Biographien wohl und willkommen fühlen. (So beschreibt eine der
zuvor interviewten Personen, wie sie von den Mitmenschen im Veedel sogar besser

aufgenommen worden sei »als von der eigenen Familie«.)

Disclaimer: Die Arbeit am Projekt wird in vollem Einklang mit den jeweils gültigen
Pandemie-Verordnungen durchgeführt.

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

6993 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IX/15/152 
152/11 
Vorlagen-Nummer 
 3267/2021 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Projektanträge im Rahmen des fünften Antragsdurchlaufs des Verfügungsfonds für das Gebiet 
„Soziale Stadt„ „Humboldt/Gremberg und Kalk“ 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Kalk beschließt  
 
 dem Antrag von Frau Anna Pia Jordan-Bertinelli auf Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für 
das Soziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ für das Projekt „Das Rondell – Margina-
lisierte Personen im Gespräch“ in Höhe von 4.199,00 € brutto, 
 
 dem Antrag von Frau Richarda Fesl auf Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale-
Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ für das Projekt „Kippenabstimmungsbehälter“ in der 
beantragten Höhe von 1.598,44 € brutto 
 
 
statt zu geben. 
 
Beschlussalternative  
 
Die Bezirksvertretung Kalk beschließt, dass für die beiden Anträge oder für einen einzelnen Antrag 
keine Zuwendungen aus dem Verfügungsfonds für das Soziale-Stadt-Gebiet „Humboldt/Gremberg 
und Kalk“ bereitgestellt werden.  
 
 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 07.10.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Die Stadt Köln hat sich mit Ratsbeschluss vom 20.12.2016 (Vorlage Nr. 2899/2016) für die Durchfüh-
rung des Leitkonzepts „Starke Veedel – Starkes Köln“ entschieden. Mit dem Programm „Starke Vee-
del - Starkes Köln“ steht die Stärkung der Stadtquartiere mit besonderem Förderbedarf sowie die 
nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der in diesen Quartieren lebenden Menschen im Fo-
kus. Die Aktivierung der in dem Sozialraum lebenden Bürgerinnen und Bürger ist daher ein entschei-
dender Baustein für die erfolgreiche Umsetzung von „Starke Veedel – Starkes Köln“.  
Mit dem Beschluss des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes im Sozialraum „Humboldt/Gremberg 
und Kalk“ am 28.09.2017 (Vorlage Nr. 2488/2017) wurde die Grundlage geschaffen, um Zuwendun-
gen aus dem Städtebauförderprogramm zu beantragen. Der Förderantrag zur Maßnahme 0.0.1 „Büro 
für Quartiersmanagement und Aktivierung“ wurde mit Zuwe ndungsbescheid vom 30.09.2019 durch 
den Fördermittelgeber positiv beschieden.  
Der Verfügungsfonds ist eine Teilmaßnahme des „Büros für Quartiersmanagement und Aktivierung“. 
Für den Sozialraum „Humboldt/Gremberg und Kalk“ stehen im Bewilligungszeitraum 2020 - 2023 Zu-
wendungen aus dem Verfügungsfonds mit einem Gesamtvolumen von 120.000,00 € brutto zur Verfü-
gung. Die maximale Zuwendungshöhe pro Projektantrag wird auf 4.999,00 Euro netto begrenzt. 
Grundlage für die Vergabe der Fördermittel aus dem Verfügungsfonds bildet eine kommunale Richtli-
nie, die auf Basis der Förderrichtlinie „Stadterneuerung 2008“ des Landes NRW erstellt und von der 
Bezirksvertretung Kalk, beschlossen wurde (Vorlage Nr.1445/2020).  
Über die Gewährung einer Zuwendung aus dem Verfügungsfonds entscheidet die Bezirksvertretung 
Kalk nach einer Vorprüfung der Anträge durch ein Fachgremium, das aus dem Quartiersmanage-
ment, je einer/einem Sozialraumkoordinator*in für die Räume Humboldt/Gremberg und Kalk, der Be-
zirksjugendpflege sowie je einer Vertreterin/eines Vertreters des Interkulturellen Dienstes und des 
Bürgeramtes Kalk gebildet wird.  
In der gesamten Projektlaufzeit sind 10 Antragsdurchläufe vorgesehen.  
Im Rahmen des zum 23.08.2021 beendeten fünften Antragsdurchlaufes wurden drei Anträge als 
grundsätzlich förderfähig an das Fachgremium weitergeleitet. Das Antragsvolumen der förderfähigen 
Anträge belief sich im fünften Durchgang auf 7.629,14 € brutto.  
Der Antrag „1700 Jahre jüdisches Leben Masel Tov Cocktail“ der Sozialraumkoordinatorin Kalk, Frau 
Maria Schweizer-May mit einer Fördersumme von 1.031,70 € wurde bereits mit einer Dringlichkeits-
entscheidung beschlossen, da die Maßnahme bereits am 06.10.2021 durchgeführt wurde. Somit wer-
den der Bezirksvertretung Kalk für die ordentliche Sitzung zwei Anträge mit einer beantragten und 
förderfähigen Gesamtsumme von 6.597,44 € brutto vorgelegt. 
Der Antrag „Das Rondell – Marginalisierte Personen im Gespräch“ von Frau Anna Pia Jordan-
Bertinelli beinhaltet die Position „Entschädigung der Interviewten (10 Gutscheine x 100 Euro) von 
1.000 €“. Die Entschädigung von Interviewten ist gemäß der Richtlinie zum Verfügungsfonds für das 
Gebiet „Humboldt/Gremberg und Kalk“ nicht förderfähig, da nur die für die Maßnahme entstehenden 
Sach- und Honorarkosten anerkannt werden können. Das Fachgremium empfiehlt grundsätzlich die  
Anerkennung einer Entschädigung für die Interviewpartner*innen.

3 
Seitens der Verwaltung wird vorgeschlagen, im Rahmen der Abrechnung der Sachkosten, bis zu 20 € 
pro Interviewten belegte Aufwendungen für kleine Imbisse (Kaffee, Suppe etc., max. 200 €) aus Mit-
teln des Verfügungsfonds zu gewähren. Abzüglich der Einnahmen ergibt sich eine Fördersumme von 
4.199 € brutto. 
 
Aus dem Beratungsgremium ergeht die Empfehlung an die Bezirksvertretung Kalk, die zwei 
eingegangenen Projekte zu bewilligen: 
 
 Summe  6.897,44 € 5.544,07 € 6.597,44 € 300,00 € 
Antragsteller*in Projekt Gesamtpro-
jektkosten 
brutto 
Beantragte  
Förderung 
netto (Brut-
tow ert abzgl. 
19% Mw St) 
Beantragte  
Förderung 
brutto 
 
Eigenanteil 
brutto 
(vom Antrag-
steller zu tragen) 
Anna Pia Jordan-
Bertinelli 
Das Rondell – Marginali-
sierte Personen im Ge-
spräch 
5.299,00 € 4.200,84 € 4.999,00 € 
förderfähig 
= 4.199 € 
300,00 € 
Richarda Fesl  Kippenabstimmungsbehäl-
ter (Sammelsystem für 
Zigarettenkippen) 
1.598,44 € 1.343,23 € 1.598,44 € 0,00 € 
 
 
Finanzen 
Es sind zehn Antragsdurchläufe mit einer jeweiligen Fördersumme von 12.000,00 € brutto vorgese-
hen. 
Der fünfte Antragsdurchlauf endete zum 23.08.2021. Fördermittel, die aus den vorhergehenden An-
tragsrunden in Höhe von 12.669,11 € brutto nicht beantragt bzw. bewilligt wurden, wurden in die fünf-
te Antragsphase übertragen, so dass insgesamt 24.669,11 € brutto zur Verfügung stehen. Hiervon 
wurden 1.031,70 € für den Antrag „1700 Jahre jüdisches Leben Masel Tov Cocktail“ von Maria 
Schweizer-May im Rahmen einer Dringlichkeitsentscheidung bereitgestellt, sodass ein Budget von 
23.637,41 € zur Verfügung steht.  
Die zwei fristgerecht beantragten Projekte umfassen ein förderfähiges Gesamtvolumen von 5.797,44 
€ brutto. Die nicht ausgeschöpften Fördermittel werden in die folgenden Antragsdurchläufe übertra-
gen. 
Die Finanzierung der förderfähigen Gesamtkosten der Maßnahme erfolgt aus dem Teilergebnisplan 
0902 – Stadtentwicklung, Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen.  
 
Anlagen 
 
1. Projektantrag „Das Rondell – Marginalisierte Personen im Gespräch“ von Anna Pia Jordan-
Bertinelli 
2. Projektantrag „Kippenabstimmungsbehälter (Sammelsystem für Zigarettenkippen)“ von Richarda 
Fesl

Beratungsverlauf (1)

07.10.2021 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 8.1.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Breuerstraße
  • Universitätsstraße 1
  • Dillenburger Straße
  • Kalk-Mülheimer Straße
  • Willy-Brandt-Platz 2

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
3267/2021
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
13.09.2021
Erstellt
10.09.2021 10:13