0058/2020
Sachbestandsbericht zum Projekt Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) - Stand 09.01.2020
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MiQua_Projektstatusbericht_20200109
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MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 09.01.2020 1. Kerndaten des Projektes Standort: Rathausplatz Bauherr: Dezernat für Kunst und Kultur Planungszeit: Juli 2008 bis heute Bauzeit: 2014 - derzeit in Prüfung 2. Termine Meilensteine: Stand Ausschreibung + Vergabe: Planungsbeschluss 28.09.2008 Ausbau- und Ausstellungsgewerke (LV-Erstellung) fortlaufend in Bearbeitung Baubeschluss (51,773 Mio. €) 14.07.2011 Interimsbelüftung Prätorium (Beauftragung) 09.09.2019 Baubeschluss (77,0 Mio. €) 11.07.2017 Rohbau- und Abbrucharbeiten Prätorium (Beauftragung) 30.10.2019 Baugenehmigung 14.01.2014 Tischlerarbeiten Mobile Trennwand MPZ (Beauftragung) 22.11.2019 Baubeginn 23.07.2015 Dachdeckerarbeiten MPZ (Beauftragung) 22.11.2019 Stahlbetonarbeiten (Ende) bis 04/2020 Schlosserarbeiten MPZ (Beauftragung) in Kürze Stahlbau (Start Montage) ab 09/2019 Tischlerarbeiten Innentüren MPZ (Submission) 11.11.2019 Bauliche Übergabe des Gebäudes derzeit in Prüfung Tischlerarbeiten Trennwandanlagen, Schließfächer MPZ (Submission) 12.11.2019 Nutzungsbeginn derzeit in Prüfung Metallbau- und Schlosser, Fenster + Türen MPZ (Veröffentlichung) in Kürze Auszug Terminvereinbarungen mit Firma Stahlbetonarbeiten (Stand: 01/2020): Sachstandsbericht für den Ausschuss Kunst und Kultur am 28.01.2020 Projektbeschreibung: Vor dem historischem Rathaus befindet sich ein großes Ausgrabungsfeld mit Überresten aus der Römerzeit und einer alten jüdischen Gemeinde. Das Grabungsfeld erhält eine Betondecke, unter der die Ausstellung eingerichtet wird. Entlang Marspfortengasse und Unter Goldschmied, im Bereich der alten jüdischen Synagoge, ensteht der oberirdische Teil das "MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln". MiQua_Projektstatusbericht_20200109.xlsx 09.01.2020 1 von 3 MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 09.01.2020 Sachstandsbericht für den Ausschuss Kunst und Kultur am 28.01.2020 3. Kosten Letzter Sachstand Kosten gemäß Ratsbeschluss Juli 2011: Verteilung Anteile 2011: Baukosten 35,417 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 37,473 Mio. € BGF: 13.966 m² Baunebenkosten, inkl. Grabungskosten 16,356 Mio. € Fördermittel des Landes 14,300 Mio. € BRI: 68.290 m³ Gesamtsumme (brutto) 51,773 Mio. € ∑ 51,773 Mio. € Kostenberechnung gemäß Optimierung III 2015: Sachstand Optimierung III 2015: Baukosten 37,777 Mio. € D Baunebenkosten 16,622 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 28,878 Mio. € BGF: 10.277 m² Grabungskosten 7,179 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € BRI: 51.562 m³ Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € Kostenberechnung ∑ 61,578 Mio. € Nachtragskostenberechnung 2017: Sachstand Nachtragskostenberechnung 2017: Gesamtsumme (brutto) 61,578 Mio. € D Summe Entscheidungsvorlagen 1,138 Mio. € Finanzierungsanteil Stadt 44,300 Mio. € 7,039 Mio. € Fördermittel des Landes 32,700 Mio. € 1,750 Mio. € Kostenberechnung ∑ 77,000 Mio. € 1,890 Mio. € ∑ 73,395 Mio. € zzgl. Risikoaufschlag 5% 3,670 Mio. € ∑ 77,000 Mio. € Zahlungsstand (01/2020): 4. Risiken Grün Gelb Rot 1 Baugrund (Schadstoff, Denkmal, Kampfmittel, Ver- und Entsorgungsleitungen …) 2 Änderung der Planung durch Nutzer 3 Gesetzliche Änderungen 4 Insolvenzen 5 Mangelhafte Fremdleistungen 6 Genehmigungsverfahren 7 Ausschreibungs- Vergabeverfahren 8 Bauablauf 9 Erneuerung Abdichtung/Betonsanierung Decke Prätorium Neuausschreibungen (mind. 7 Gewerke) Restabwicklung (Bereich OK Gelände/Böschungsbereiche) 38,984 Mio. € Firma MBM (Glas-Metall-Fassade) 15,422 Mio. € Mehrkosten während der Projektdurchführung (03/2017) Mehrkosten Spanischer Bau (Museumspädagogik + Sicherheitszentrale) Weitere prognostizierte Mehrkosten (grobe Kostenschätzung) -8,595 Mio. € 18,400 Mio. € 9,805 Mio. € 6,827 Mio. € 18,400 Mio. € 61,578 Mio. € 11,817 Mio. € 3,670 Mio. € 0,000 Mio. € 10,000 Mio. € 20,000 Mio. € 30,000 Mio. € 40,000 Mio. € 50,000 Mio. € 60,000 Mio. € 70,000 Mio. € 80,000 Mio. € 90,000 Mio. € BUDGET MIQUA Kostenberechnung Opt. III 2015 Mehrkosten Ratsbeschluss 07/2017 zzgl. Risikoaufschlag 5% Σ 77 Mio. € MiQua_Projektstatusbericht_20200109.xlsx 09.01.2020 2 von 3 MiQua LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln Stand: 09.01.2020 Sachstandsbericht für den Ausschuss Kunst und Kultur am 28.01.2020 5. Erläuterung Sachstand Planung / Ausschreibung / Vergabe: Ausführung: Kosten: Termine: Legende: planmäßig mittleres Risiko hohes Risiko Bewertung als "hohes Risiko" aufgrund von Stillständen durch den Stahlbetonbauer sowie Verspätungen bei der Eintaktung der nachfolgenden Gewerke. Auf Grundlage der Entwicklungen im Gesamtprojekt werden fortlaufend die Auswirkungen verschiedener Themen auf den Gesamtablauf intensiv überprüft und die gesamte Terminplanung überarbeitet und angepasst. Bei Beachtung aller bisherigen Projekterfahrungen konnte im Winter 2017 ein Zeitrahmen präsentiert werden, der alle bis dato bekannten Verzögerungen und Risiken berücksichtigt hat. Die bauliche Fertigstellung und Übergabe des MiQua an den LVR war demnach für das vierte Quartal 2020 terminiert. Anschließend ist ein Zeitraum von ca. 6 Monaten vorgesehen, in dem die Themen Klima-Einregulierung/-Monitoring, Probeläufe für den späteren Betrieb, etc. durchgeführt werden. Aktuell liegen die Arbeiten des aktuellen Stahlbauers hinter dem ursprünglich geplanten Zeitplan zurück. Eine Optimierung des Bauablaufes Rohbau, Stahlbau sowie der Folgegwerke wird derzeit in Abstimmung mit den Firmen erarbeitet (z.B. paralleles Arbeiten mehrerer Gewerke, Optimierung Bauablauf, etc.). Aufgrund der mehrfach verschobenen Fertigstellungstermine des MiQua sind die ausführenden Firmen, vor allem der Stahlbetonarbeiten sowie des Stahlbaus derzeit nicht mehr an die vertraglich vereinbarten Termine des damals gültigen Terminsplans gebunden. Aktuell laufen Gespräche und Verhandlungen mit den Firmen über Beschleunigungsvereinbarungen, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind. Mit der Firma der Stahlbetonarbeiten konnte im Juli 2019 eine Beschleunigungsvereinbarung getroffen werden. Die Verhandlungen mit der Firma für den Stahlbau sind ebenfalls sehr weit fortgeschritten, jedoch konnte hier bis Ende 12/2019 noch keine Einigung erzielt werden. Es ist jedoch schon jetzt mit weiteren Terminverschiebungen zu rechnen. Es besteht darüber hinaus durch die o.a. Thematik auch ein Risiko für 11 noch nicht auf der Baustelle befindliche Folgegewerke. Eine genaue Terminierung ist aufgrund der laufenden Verhandlungen derzeit noch immer nicht möglich. Im Ergebnis der aktuellen Gespräche werden bei mindestens 7 Gewerken die Gewerke neu ausgeschrieben. Bei weiteren 4 Gewerken einigte man sich auf eine weitere Zusammenarbeit. Hier müssen nun die Rahmenbedingungen dieser Zusammenarbeit (neue verbindliche Termine + Klärung Mehrkosten durch Bauzeitverlängerung) besprochen und vereinbart werden. Bewertung als „hohes Risiko" da durch evtl. berechtigte Nachtragsansprüche seitens der Firmen sowie der voraussichtlichen Bauzeitverlängerung das freigegebene Kostenbudget belastet werden könnte. Mit Stand vom 29.03.2017 wurde eine Nachtragskostenberechnung als Kostenaufstellung/-prognose zur Vorlage beim Rat sowie Rechnungsprüfungsamt erstellt. Die Kostenprognose dieser Nachtragskostenberechnung beläuft sich auf ca. 77,0 Mio. €. Am 11.07.2017 wurden in der Ratssitzung der Stadt Köln die Mehrkosten i.H.v. 15,42 Mio. € beschlossen, sodass die Gesamtaufwendungen des Projektes MiQua sich auf 77,0 Mio. € belaufen. Es haben seit Beginn des Jahres 2018 mit allen bereits beauftragten Firmen entsprechende Abstimmungen und Firmengespräche stattgefunden, in denen über die Thematik der Bauzeitverschiebung und daraus resultierenden Nachtragsansprüchen gesprochen wurde. Derzeit werden die vorliegenden Nachtragsforderungen in Abstimmung mit den Bauleitungen, der Projektleitung der Stadt Köln, der Projektsteuerung sowie externen Gutachtern intensiv geprüft. Der unter dem Punkt Termine beschriebene Sachverhalt bei den Firmen Stahlbetonarbeiten + Stahlbau sowie bei den 11 Folgegewerken kann sich noch negativ auf die Kosten auswirken. Eine genaue Prognose der zu erwartenden Kostenauswirkungen ist aufgrund der laufenden Verhandlungen sowie der o.a. erforderlichen Neuausschreibungen derzeit noch immer nicht möglich. Bewertung als "mittleres Risiko" aufgrund der Tatsache, dass derzeit in mindestens 7 Gewerken Neuausschreibungen erforderlich werden. Nach Durchführung der Sandentnahme haben die Archäologen in den ersten Bereichen mit dem Entpacken und Restaurieren der Befunde begonnen. Im Rahmen dieser Maßnahmen müssen an einigen Stellen die archäologischen Befunde (z.B. Mauerwerksteile) mittels statischer Unterfangungen abgestützt werden. Diese sind in enger Abstimmung mit den Archäologen zu planen. Der genaue Umfang dieser Maßnahmen ergibt sich erst nach der Entfernung der Sandverfüllung und Fertigstellung des Betondeckels. Aufgrund der bisherigen Bauzeitverschiebungen im Gesamtprojekt wurden bisher mit 5 Gewerken die Verträge einvernehmlich aufgelöst. Außerdem musste eine Vertragsbeziehung aufgrund einer eingetretenen Insolvenz gekündigt werden. Zusätzlich wurde eine Vergabe aufgehoben. Hierdurch werden derzeit Neuausschreibungen in 7 Gewerken erforderlich. Bewertung als "hohes Risiko" aufgrund von Verzögerungen bei den Stahlbetonarbeiten sowie bei der Eintaktung des Stahlbaus und der nachfolgenden Gewerke. Die Herstellung der Baugrube in Achse 41 (nördlicher Rathausplatz - Anschluss an Bestand Prätorium) ist hergestellt. An dieser Stelle sollen in Kürze die beiden Wandscheiben an der Stelle des späteren Druchbruchs zum Prätorium erstellt werden. Parallel zu diesen Arbeiten im Bereich des nördlichen Rathausplatzes wurde im Dezember die Herstellung des Aufzuges AA (Nebeneingang - Unter Goldschmied) fertiggestellt. Die Arbeiten am Aufzug AE (Nähe Haupteingang - Judengasse) laufen noch. Zuletzt wurde die Baugrube des Aufzuges wieder verfüllt, um mit der Herstellung der Deckenfelder 5 + 6 vor der Laube zu beginnen. Die Sandentnahme in den Deckenfelder 1 - 4 läuft kontinuierlich weiter. Die ersten beiden Elemente des Stahlbaus wurden am 10.09.2019 auf die Baustelle geliefert und montiert. Es befinden sich drei weitere Elemente bei der Beschichtungsfirma und sollen kurzfristig auf die Baustelle transportiert werden. Im Prätorium haben bereits die Abbruch- und Rohbauarbeiten für den späteren Parcourssteg begonnen. Die Spannbetondecke im Innenhof weist keine großen Schädigungen auf. Es waren jedoch umfangreiche Untersuchungen für die notwendigen, wiederkehrenden Prüfungen erforderlich. Die Arbeiten für den Bereich des Innenhofes dauern voraussichtlich bis April 2020 an. Die Restflächen vor dem EIngang des Spanischen Baus werden erst nach Fertigstellung der Deckenfelder 10 + 11 neu hergestellt. Die Finanzierung dieser Maßnahme läuft nicht über das Budget MiQua, sondern wird über die Bauunterhaltung der Gebäudewirtschaft finanziert. Die Arbeiten in den Obergeschossen des Spanischen Baus für das musemspädagogische Zentrum wurden im Dezember 2019 fast komplett abgeschlossen. Im Januar 2020 beginnen die Arbeiten in der Ebene des Basements. MiQua_Projektstatusbericht_20200109.xlsx 09.01.2020 3 von 3
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 16.01.2020 0058/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 28.01.2020 Unterausschuss Kulturbauten 03.03.2020 Sachbestandsbericht zum Projekt Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) - Stand 09.01.2020 Der Sachstandsbericht zum „MiQua. LVR- Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“, Stand: 9. Januar 2020, wird zur Kenntnisnahme vorgelegt. gez. Greitemann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0058/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.01.2020
- Erstellt
- 10.01.2020 09:15