AN/0465/2019
NO2-Grenzwerte endlich einhalten – wirksame Maßnahmen ergreifen! - Änderungsantrag zu Top 10.24 "2. Fortschreibung des Luftreinhalteplanes Köln"
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Linke)
3656 Zeichen
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln Gruppe BUNT im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 04.04.2019 AN/0465/2019 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat NO2-Grenzwerte endlich einhalten – wirksame Maßnahmen ergreifen! - Änderungsantrag zu Top 10.24 "2. Fortschreibung des Luftreinhalteplanes Köln" Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Änderungsantrag zu Top 10.24 „2. Fortschreibung des Luftreinhalteplanes Köln“ auf die Tagesordnung der heutigen Ratssit- zung zu nehmen: Beschluss: Der Beschlusstext wird wie folgt ersetzt: 1. Der Rat nimmt den Entwurf der 2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans Köln 2019 sowie die seitens der Kölner Stadtverwaltung abgegebene Stellungnahme zur Kennt- nis. 2. Der Rat stellt fest, dass die 2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans Köln 2019, die zum 1.4.2019 in Kraft getreten ist, nicht das gesetzte Ziel erreicht, bis 2020 die Ein- haltung der NO2-Grenzwerte zu gewährleisten. Der Rat beauftragt daher die Verwaltung, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, mit denen eine Einhaltung der Grenzwerte flächendeckend und damit auch an den Messstellen Clevischer Ring, Justinianstraße, Neumarkt und Luxemburger Straße er- reicht werden kann. Zu diesen Maßnahmen sollen gehören: - Einrichtung von Expressbuslinien auf eigenen Busspuren (a) auf dem Clevischen Ring zwischen Leverkusen und Mülheim mit Anbindung über die Zoobrücke an - 2 - den Hauptbahnhof, (b) auf der Inneren Kanalstraße von der Universität über Eh- renfeld und Nippes mit Anbindung über die Zoobrücke an den Deutzer Bahnhof - Vorrangschaltung und Bevorrechtigung des Umweltverbundes durch Signalisie- rung und bauliche Maßnahmen - Prüfung, ob und wie eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV außerhalb der Stoßzei- ten realisiert werden kann Begründung: Die Bezirksregierung Köln prognostiziert bei einer Umsetzung des neuen Luftreinhalteplanes eine Überschreitung der Jahresgrenzwerte für NO2 an den Messstellen Clevischer Ring, Justinianstraße, Neumarkt und Luxemburger Straße. Da auch zehn Jahre nach Inkrafttreten der Grenzwerte diese nicht eingehalten werden, wird das gesetzlich vorgeschriebene Ziel, „den Zeitraum einer Überschreitung von bereits einzuhaltenden Immissionsgrenzwerten so kurz wie möglich zu halten“ (§47 Abs. 1 BlmSchG) nicht erreicht. Weitere, schnell umsetzba- re Maßnahmen zur Senkung der NO2-Immissionen sind notwendig. Expressbuslinien auf eigener Spur können relativ kurzfristig eingerichtet werden und erhöhen die Kapazitäten des ÖPNV deutlich. Der Luftreinhalteplan verweist auf die Wirksamkeit von Busspuren zur Reduzierung der NO2-Immisionen. Vorrangschaltungen machen Busse und Bahnen und das Rad schneller und zu einer attrak- tiveren Alternative zum MIV. Die Beschleunigung der Verbindungen führt zu einem effektive- ren Einsatz von Personal und Fahrzeugen und ermöglicht Kapazitätserweiterungen im ÖPNV. Eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV wird zu einer deutlichen Zunahme der ÖPNV-Nutzung und damit zu einer Senkung des MIV und der Damit verbundenen Schadstoffemissionen führen. Außerhalb der Stoßzeiten (in Randzeiten und an Wochenenden) sind freie Kapazitä- ten vorhanden, um mehr Menschen zu befördern. Mit freundlichen Grüßen gez. gez. gez. Dr. Barbara Lübbecke Michael Weisenstein Thomas Hegenbarth Geschäftsführerin SPD-Fraktion Geschäftsführer Fraktion DIE LINKE Sprecher Gruppe BUNT - 3 -
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0465/2019
- Typ
- Gem. Änderungsantrag (Linke)
- Datum
- 04.04.2019
- Erstellt
- 04.04.2019 14:20